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« ^fArttbetm, 13. ^e6r. (Gestorben.) Heute frfltj 6 Uhr verschieb im Hanauer Landkrankenhaule der Arbeiter Brand, der bei der gestrigen Gaskesselexplosion dahier Brandwunden erlitt.

Auszüge auS dem Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Cassel.

Udenhain. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Udenbain, Kreis Gelnhausen, belege­nen, im Grundbuche von Udenhain zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Bauern Johannes Lohrey 4r (Philipps Sohn) zu Udenbain ein­getragenen Grundstücke, am 21. März 1906, nackmittags 2 Uhr, durch das Königlickt Amtsgericht zu Wächtersbach in der F e i t'schen Gastwirtschaft in Udenhain ver­steigert werden.

sandel, 6 ewerbe und Verkehr.

Nerâsttk. Die Generalversammlung der Bank findet am 5, März statt. Die Dividende pro 1900 dürfte hinter der des Vorjahres zurückbleiben, da der durch­schnittliche Zinsfuß d-8 Jahres 1905 niedriger als der des JahreS zuvor war und da ein um Mk. 30 000 000 höheres Aktienkapital diesmal an der Dividende tcilnimmt.

^Htmr §M' tt^ ?;$ pfeifCtt« Die Möbelstoff- und Portièrenfabrik von . Itoien u. Co. in Lodz stellte die Zahlungen ein. Deutsche Maschinen- und Materiallieferanten sind beteiligt.

Nstunborst, 12 Mr Die Stadtgemeinde bringt jetzt ein Stadlanlehcn vor. (> Nkillionen Mark zur Ausgabe. Die Entscheidung der Kege, ob ein 3l/s oder ein 4proz. Zins­fuß hierbei gewählt n ^: soll, hängt von dem Ausfälle der eingeforderten Angebote ab.

HuFaU^

Berjubelt. Ein Postdefraudant hat in Berlin einige Tage den Lebemann gespielt. Im vergangenen Monat brannte ein Postbeamter Braun ans Wurzen mit einem Wertbrief, der 1275 Mark enthielt, durch und kam auch nach Berlin. Hier lebte er zu Anfang dieses Monats auf großem Fuße und verkehrte nur in den ersten Restaurants und Easös. Einer Freundin, die ihm Gesellschaft leistete, erzählte et daß er Agrarier und Freiherr sei. Er habe einige Tausend Mark geerbt, und die wolle er in Berlin durckbringen. In einigen Tagen wurde er auch damit fertig. Dann klagte er dem Mädchen, daß er nichts mehr habe, gestand auch, daß seine Reichtümer und die Erbschaft Flunkerei gewesen, und jagte, er habe das verjubelte Geld seinen Eltern entwendet. Auf seine Bitte gab ihm das Mädchen von dem, was er ihr geschenkt hatte, 25 Mark zur Reise zurück. Hiermit fuhr der falsche Freiherr, dem die Kriminalpolizei auf den Fersen war, nach Leipzig, wo er jetzt ergriffen wurde.

Die Straskammer Frankenthal verhängte eine ganz exemplarische Straie über den Taglöhner A. Meyner aus Ludwigshafen. Als ein Bekannter des Angeklagten, der Taglöhner Klein ihm in der Sylvesternacht einProsit Neu- lahr!" zurief und ihm die Hanb,bot, ltwß ihm Meyner a'3 Antwort das Messer in die Brust. Er hatte einen Zorn auf Klem, weil dieser es kurz vorher abgelebnt hatte, ihm einen Schoppen Bier zu bezahlen. Die Verletzung war ziemlich bedeutend. Das Gericht verurteilte Meyner zu vier Jahren Gefängnis.

Sturm. Aus Mailand, 10. Febr., wird berichtet: Seit drei Tagen dauert nun schon der furchtbare Sturm in Süditalien, Kalabrien und Sizilien, und immer noch treffen neue Berichte über die von ihm namentlich an den Küsten angerichteten Verheerungen ein. Am schlimmsten hat wie kurz erwähnt das Unwetter in der Meerenge von Messina gehaust, wo daS Meer fast die ganze, zirka 8000 Einwohner zählende Ortschaft Galati verschlungen hat. Die ersten Schäden verursachten die haushohen Wellen am 6. abends, indem sie den äußersten der drei mit großen Kosten vom Staate errichteten Schutzdämme durchbrachen. Bald darauf Wicken auch die anderen bekden, und noch in derselben Nacht wurden die meisten Häuser, ungefähr 130, des alten Städtchen«, dessen Geschichte sich in die graue Vorzeit der Legende verliert, zerstört. Zum Glück konnten die Einwohner daS Leben retten, aber all ihr Hab und Gut, Häuser, Möbel, Geräte. Gärten wurden ein Raub der entfesselten Elemente. 20 Häuser wurden von den wilden Fluten, nachdem sie die Fundamente untergraben hatten, weit ins Land hinein- geschleppt. DaS Meer erreichte eine solche Höhe, daß selbst die recht hoch gelegene Prooinzialstraße meterhoch über- schwemmt und zerstört wurde. Nach den letzten Telegrammen setzt der Sturm sein Zerstörungswerk fort, und die Wellen verschlingen die noch übrigen Hauser und Pillen der einst so blühenden Ortschaft. Don Messina sind mehrere Kompanien Genietruppen eingetroffen, deren Anstrengungen sich jedoch zumeist darauf beschränken müssen, die schwer gefährdete Eisenbahn zu schützen.

Schiffsnacherchten.

(Mitfleieilt vo» agntt Ad. Treus cb. Hanau.)

Hamburfl, 11. Februar. Der DampferSilesta" von der Hamburg-Amerika-Linie ist gestern in Penang und der DampferBosuia" vorgestern in Baltimore einge- troffen.

Lrshtnackrichtcn.

Der badische Finnnzmittifter «nd die Tabak- steuererhöhunfi.

Karlsruhe L B., 13. Febr. Finanzmimster Becker führte in der gestrigen Abendsitzung der zweiten Kammer bezüglich der Tabakstcucrcrhöhiing aus, die Regierung habe anerkennen müssen, daß der Tabak ein steuersähiges Objekt sei, das noch eine weitere Belastung erfahren könne, da diese in Deutschland gegenüber emberen Staaten eine nur geringe sei. Die Tabaksteuer sei eine Konsumsteuer, die endgültig von dem Raucher getragen werde. Von dem Standpunkte der Arbeiter könne man gegen diese Steuer nichts einwenden, «btnw »mia Mm Stündnunkte der Fabrikanten. Auch an»

Dittt-tag

natiünalcr Erwägung fei e8 der Regierung nicht möglich ge­wesen, geoen die Steuer anzukämvlen. Sie habe die Vor­lage nach bestem Willen zu verbessern gesucht. Die Tatsache sei richtig, daß das Verhältnis zwischen den inlândiscken Steuern und den Zöllen nicht richtig bemessen sei, er habe sich bemüht, diese Frage vor eine Neuregelung zu bringen, doch sei er damit nicht durchgedrungen. Seit der Einfüh­rung der neuen Steuer im Jahre 1879 sei ein Rückgang in der Tabakindustrie nicht zu konstatieren: vielmehr nahm der Verbrauch sowie die Zahl der Fabriken und der Arbeiter mit der Einführung der Steuer von 1879 stetig zu. Die jetzige, gegen 1879 unbedeutende Steuererhöhung werde un­möglich die gefürchtete ungeheure Verwirrung anrichten.

Zum Ableben des Königs von Dänemark.

Kopenhagen, 12. Febr. Heute abend 9 Uhr fand im Gartensaale auf Amalienborg ein TrauergotteSdienst statt; an demselben nahmen teil: sämtliche Mitglieder der könig­lichen Familie, die Damen und Herren des Hofes, daS Hof­personal und zahlreiche Personen, die dem König Christian nahegestauden haben. Hofprediger Bischof Pauly hielt eine kurze Predigt und schloß mit einem Gebet. Der Sängerchor der Schloßkirche eröffnete und schloß die Feier mit Gesang. Der Großherzog von Mecklenburg -^Schwerin ist heute abend 6S/« Uhr hier eingetroffen und vom Kronprinzen, der Kronprinzessin und der Großherzogin von Mecklenburg- Schwerin, sowie dem deutschen Gesandten und dem Personal der Gesandtschaft auf dem Bahnhöfe empfangen worden.

Die Vorgänge in Russland.

Moskau, 13, Febr. Generalgouverneur Admiral Du­bassow verfügte überaus strenge Maßnahmen bezüglich des Wohnrechtes der Juden. Gegenwärtig werden selbst jüdische Kaufleute aus Moskau ausgewiesen, die den Steuersatz der ersten Gilde im hiesigen Bezirk zehn Jahre lang bezahlten. Die Juden wollen bei der Regierung petitionieren.

Odessa, 12. Febr. General Kaulbars gibt durch Tagesbefehl bekannt, daß über jede Person, die einen Anschlag gegen Behörden mittels Sprengmittel, Bomben, Schußwaffen oder anderer Mittel versucht oder ausführt, so­wie über Personen, die zu solchen Zwecken dienende Gegen­stände enverben, anfertigen, bewahren oder veräußern, künftig die Todesstrafe auf administrativem Wege ohne Untersuchung und gerichtliches Verfahren verhängi wird. Der Befehl ist gültig für die Gouvernements Cherson ein­schließlich Odessa, Bessarabien, Jckaterinoslaw und Taurien, einschließlich Erbastopol.

Gegen die sremdenfeindliche Bewegung in China.

Peking, 12. Febr. (Reuter.) Die Regierung ließ dem Pizekönig von Fuchau die Weisung zugeben, die Führer des Haufens, welcher die Mission in Cbangpusien geplündert halte, sofort binrichten zu lassen und alle anderen Personen, die damit in Verbindung standen, auf das strengste zu be­strafen. Wie der Vizekönig meldet, entstand der Tumult dadurch, daß ein Chinese in der kaihollichen Mission feftae« halten wurde, woraus die Menge die Musion zerstörte. Nach­dem hierdurch eine srcmdcnfeindliche Bewegung wachgerufen worden war, ging die Menge ans Werk, das Missionsge- bäude gänzlich zu zerstören. Durch die zum Schutze der Mission entsandten Truppen wurde auf die Menge gefeuert, wobei 12 Personen getötet winden.

Resolution.

Washington, 12. Febr. Der Senat nahm beute eine Resolution an, welche eine Untersuchung über bie Beteiligung der Eisenbahnen am Kohlenbergbau verlangt.

Energisches Vorgehen.

Madrid, 12. Febr. DieCorreip. dc Espania" meldet: Die Regierung gab, sobald sie erfuhr, daß ein marokkanischer ©ampfer die Faktorei Mar Chiea beschoß, Befehl, den KreuzerEstremadura" nach Melilla zu entsenden.

Bulgarien und die Pforte.

Sofia, 12. Febr. (Meldung des Wiener K. K. Telegr.. Korresp. -Bureaus.) Munir Pascha, der hier, wie von zu­ständiger Seite verlautet, in der Armenierfrage intervenierte, ist nach Bukarest abgerefft, um dort gleiche Schritt, zu tun. Seine hiesige Mission dürfte, von Versprechungen der bulga­rischen Regierung abgesehen, ohne Ergebnis bleiben. Fürst Ferdinand ist bereits vorgestern nach Euxinograd abgereifi und hat die Verhandlungen mit Munir Pajcha der Regierung überlassen.

Vom Raubmördpr K^nnifl.

Berlin, 12. Febr. Einigen Abendblättern zufosge sollte heute mittag in der Nähe der Irrenanstalt Herzberg, der Raubmörder Hennig von Berliner berittenen Schutz­leuten ergriffen worden sein. Er sei nach heftiger Gegenwehr, wobei er sechs Schüsse auf bie Schutzleute abge­geben habe, überwältigt und nach Berlin geschafft worden. Diese Nachricht wird jetzt dementiert.

ttntergrftnngen.

London, 12. Febr. Gestern ging während eine? SturmeS der SchleppnetzdampserVeronica" aus Stavanger auf der Höhe von Lossiemouth mit der ganzen, zehn Mann starken Besatzung unter.

DaS Befinden des Grossherzogs von Lnrembn^a.

Schloss Kohenbeea, 12. Febr. Ueber das Befinden des Großberzogs von Luxemburg wird heute folgendes Bulletin auSgegeben :Seit der Ausgabe deS letzten Bulletin« ist im Befinden des GroßberzogS eine anhaltende Besserung zu verzeichnen. Die geistigen Funktionen sind vollkommen klar, und der Großherzog nimmt an allem, was um ihn vorgebt, regen Anteil. Die BewrqungssLbigkeit hat sich wieder so weit eingestellt, daß der Großherzog beim Geben nur mehr geringer Stütze bedarf. Der allgemeine Kräfte- zustand hat sich gehoben, sodaß täglich drei bis vi,r Stunden außer Bett verbracht werden. Die NahrungSaufnahm« ist im allgemeinen eine genugenbe. Du Schlaf ist besritdigtud. (Set Dr. «röschA."

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In die Grube

Dopkmuvd, 13. Febr. In der Ammoniakkabrik du ZecheShamrock" stürzten zwei Arbeiter in eine Schlamm» grübe und starben infolge der erlittenen Brandwunden.

Ueberfahren.

Dauzist, 13. Febr. Auf der Bahnstrecke Titfenhof» Marienburg wurde da? Fuhrwerk eines Branereibefitzer» Überfahren. Der Kutscher und die Pferde wurden getötet.

Aussprrrung.

Pilsen, 13. Febr. Die Aussperrung her Arbeiter bet Sobawerke wurde heute früh vollzogen. Eine Betriebt«». stellung für längere Zeit ist zu erwarten.

Das Glücksspiel.

Berlin, 12. Febr. Der besonnte Kapellmeister P r z y» ro a r 8 f i vom Kaisrrin-Augusta-Regiment, sowie du Feld« webe! Reno von der 1. Kompanie dieses Regiment« find seit 10 Tagen vom Dienst suspendiert, weil fie, ivie dasB. T." berichtet, von ihren Sergenten in einem hiesigen Caft beim Glücksspi«! überrascht werden find.

Au- Unauiknetch.

Paris, 13. Febr. Der internationale ankimilitaristischt Verband ließ neuerdings einen Aufruf anschlagm, in welchem die Soldaten zur Desertion, zu Gewalttätigkeiten gegen bie Offiziere und zum Streik im Falle bet Mobilmachung auf­gefordert werden. Die Plakate, welch, sofort von der Polizei entfernt wurden, tragen ungefähr 2000 Unterschriften, sowie eine Note, welche besagt, daß die Unterzeichner her StaatS- anwaltsckaft zur Verfügung stehen und noch mit weiteren Unterschriften dienen können. ES heißt, daß die StaatS- anwaltschaff diese Ku haèbung nicht beachten wolle, da ihr der Wahrspruck h^ r ^chmo-orwn vom 31. Dezember genüge. Die Unterzeichner sind s /ri^'-pt, abgesehen vicüeickt von dem sozialistisch.revokuli^uren Deputierten bei Seinedepartement« MrSIer, fast durchweg unk.Taner!»' L^.t-. Es wäre übrigen! noch mit großen matcrnllen Oâünir'igkeiten verbunden, gegen 2000 Personen die Arnsugs ze: erheben. Bithu würd« nur ein Zettelankleber verhaf.ct.

Paris, 13. Febr. PO vorgestern ist di« Inventur i» 7540 Kirchen durchgcsührl worben. Paris, 13. Febr. Fallisre« wird heute sein Senat». Mandat niederlegen.

Paris, 13. Febr. Die Tüllarbeiter in Lyon beschsossen den GeiamtauSstand. Sie oerlangen eine Lohnerhöhung, den Zehnstundentag und die Aushebung her Nachtschicht.

Berlin, 13. Febr. DerBerliner Lokalanzeiger" meldet aus Montpellier: Zur Unterstützung der Polizeiaktion gegen bie Kircken St. DeniS und St Roche, in denen seit 24 Stunden sich mehrere Hundert mit Lebensmitteln ver­sehene Männer und Frauen eingeschossen hatten, waren Infanterie, berittene Jäger, die gesamte Genietruppe, sowie Gendarmerie zu Fuß und zu Pferde aufpeboten. In bett zu den Kirchen führen ben Straßen kam el zu einem Hand­gemenge zwischen Radikalen und Klerikalen, an welchem 20 OCX) Personen teilnahmen. Der Vorgang der Inventar- anfnahme vollzog sich rasch, ba bie Gotteshäuser im kritischen Augenblick auf Wunsch der Pfarrer von btn Gläubigen »et« lassen wurden.

AuSstanv.

Fiume, 12. Febr. Auch bie Ladern elfter der ungarisch« kroatischen Seeschiffahrtsgesellschaft sind in den Ausstand ge« treten. Die übrigen Hafenarbeiter forderten in einem Memo­randum höheren Lohn.

Dementi.

Berlin, 12. Febr. Die Nachricht eines Görlitzer Blatte«, daß Graf v. Arnim Besitzer der Standesherrschaft Mu«» kau, bie(e verkauft habe, wird vom Grafen V. ÄrntM für vollständig unbegründet erklärt.

Aukaeklârt.

Köln, 12. Febr. Der dieser Tage berichtet« mysteriös» Vorfall in einer hiesigen Gastwirtschaft, wo ein angebliche» Ingenieur aus Brüssel einkehrt« und am fol gen ben Tag- unter Zurücklassung eine! Kossexj" mit 84 000 Mark in Wertpapieren wegfuhr, bat sich nunmehr aufgeklärt. Es handelt ffch tatsächlich um einen Jnaenieur, der nach einem längeren Aufenthalt in Sübamcrtfa nach Europa zurückgekehrt war, und dem die wertvollen Aktien selbst zugebörten. AuS einer hochgradigen Nervosität, bie durch den Klimawechsel hervorgerufen war, ist ba Vorgang zu erklären.

Oesterreich-Uttgarn u«- ^rrbkn«

Wien, 12.. Febr. Die .Pol. Korr." erfährt: Der serbisch» Gesandte W u i t s ch ist gestern abend auf Berufung feinet Regierung nach Belgrad ab gereist. Zrrgleich ist bet serbische Gesandte in Rom M t l o v o n o w 11 s ch, welch«» gestern in Wien eingetroffen war, um sich auf seinen Posten zu begeben, nach Belgrad znnickgetehrt. Beide Berufungen sind veranlaßt durch das nunmehr aktuell geworden« Bt» streben der serbischen Regierung, durch Ausgleichung der mit Oesterreich-Ilngarn infolge bei serbisch-bulgarischen Zollunion«» Vertrages entstandenen Meinungsverschiedenheiten die baldig« Wiedemusnahme der abgebrochenen Verhandlungen mit Oesterreich-Ungarn zum Abschluß eine! HanbeltUxNrag«» ja ermöglichen.

Die Nrbrltrrpartei im englische« Parlament.

London, 12. Febr. Dreißig Mitglieder der neue« Arbeiterpartei bei Parlament« wählten heut, nachmtttaa in einer Versammlung Keir Hardie zum Führer der PttN« und faßten den Beschluß, daß die Partei im Haus« ihr« Litz» aus der Seite der Opposition einnehmen solle.

England und die türkische JollerhShu«ü.

Konstantinopel, 12. Febr. (Meldung beiWiener L K. Telegr-Korresp.-Bureaus") Der englische Minister bei Auswärtigen, Sir Edward Grey, hat beut türkischen Bob» sckaster in London erklärt. England werbe eine Wrozentig» Zollerhöhung nickt gutheißen, bevor nicht gute Ergebnisse bei der mazedonischen Finanzkontrolle festgesteUt seien und England bie Gewißheit erhalte, daß beut englischen Handel kein» Hindernisse bereitet werden. Jedcnsall» behalt* stch England vor, darüber mit ben übrigen Mächten PS »o handeln.