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10* Oktöbee

Mittwoch

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taterin wird mit 8 Monaten Gefängnis bestraft. Die Brüder Hermann und Karl K., früher hier wohnhaft, sind der gemeinschaftlichen Körperverletzung angeklagt. Hermann K. half seinem Bruder Karl beim Ausziehen, der seine Woh­nung in sehr schmutzigem Zustand zurückließ. Als der Haus­herr den Karl K. aufforderte, die Wohnung zu reinigen, fiel das edle Brüderpaar über ihn her, würgte ihn am Halse und bearbeitete seinen Kopf mit einem Schlüsselbund. Karl K. erhält 6 Wochen, Hermann K. 1 Monat Gefängnis. Der vorbestrafte Taglöhner W. hat einem Kollegen 1 Tuch­hose gestohlen. Urteil: 1 Monat Gefängnis. Der Maurer Konrad M. von Mittelbuchen kam beim Auszug mit seinem Hauswirt in Differenzen, warf diesem einen Hammer nach und bedrohte ihn mit einem Beil. Urteil: 10 und 10 Mk. Geld­strafe. Der Dienstmann Ernst F. von hier fand am Schalter des Nordbahnhofes einen vom Wind herausgewehten Fünfzig­markschein, hob ihn auf und entfernte sich schleunigst, ohne auf die Frage des Schalterbeamten, was er da aufgehoben habe, zu antworten. Eine halbe Stunde später wurde ihm der Schein in seiner Wohnung wieder abgenommen. Wegen Fundunterschlagung erhält er eine Woche Gefängnis.

Bericht des »Wen WetteckeW.

Dienststelle Wâttrg a. d. L. (Landwirtschaftsschule).

Dienstag, V. Oktbr. 1906, 8 Uhr morgens.

Witterung im Gebiet während der letzten 24 Stunden

Niederschlagsmengen in Deutsch­land während der letzt. 24 Stunden (in Litern auf den qm)

Marburg

Hachenburg

Ziemlich heiter

Hamburg

0

Dresden

0

Ziemlich heiter

Memel

0

Breslau

0

Wiesbaden

Ziemlich heiter

Aachen

0

Metz

0

Fulda

Meist heiter

Hannover

0

Karlsruhe

0

Cassel

Ziemlich heiter

Allgemeine

Berlin

Ueberst

0 cht.

München

0

Der gestern im Westen gelegene starke Tiefbruckwirbel hat seine Lage nur wenig verändert. Dagegen ist das nord­östliche Hochdruckgebiet unter Verstärkung nach Südwcstrn vorgedrungen und hat sich mit dem mitteleuropäischen Hoch vereinigt. Infolgedessen ist bei uns auch heute noch das Wetter vielfach heiter und trocken. Da das östliche Hochdruck- gcbiet noch weiter nach Westen vorzudringen scheint, so wür­den wir auch für morgen noch unter seinem Einfluß ver­bleiben. Wir hätten demnach meist heiteres, am Morgen nebliges Wetter bei schwachen östlichen Winden und wenig veränderter Temperatur zu erwarten.

Oeffentlicher Wetterdienst.

Dienststelle Weilburg (Landwirtschaftsschule).

Voraussichtliche Witterung für die Zeit vom Abend des 10, Oktober bis zum nächsten Abend.

Mäßige östliche Winde, vielfach heiter, trocken, etwas kühler.

Hus Hab und fern.

Heringen, 7. Okt. Einen traurigen Abschluß fand dieser Tage eine Hochzeit im benachbarten Widdershausen. Dort machte sich in lustiger Hochzeitsstimmung der Schuh­macher Tr. anheischig, 16 Kännchen Pfefferminz zu trinken. Leider ließ man ihn gewähren. Nach dem Genuß von 14 Kännchen fiel Tr. plötzlich tot vom Stuhle. Der sofort herbeigerufene Arzt konnte nur feststellen, daß der Tod durch Alkoholvergiftung eingetreten war.

Eschwege, 7. Oktbr. Die Bürsten- und Pinselfabriken von Georg Haupt in Eschwege und Frankershausen be­gingen gestern ihr fünfzigtähriges Geschäftsjubiläum. Aus Anlaß des Jubiläums wurden sämtliche Arbeiter und Ar­beiterinnen, die über zehn Jahre im Geschäft tätig sind, mit einer Lebensverflcherungspolice beschenkt.

r- Marburg, 10. Oktbr. Im Walde bei Heskem wurde gestern ein seit 8 Tagen vermißtes geistesgestörtes Mädchen aus Mardorf von zwei Jagdpächtern festgehalten und seinen Eltern zugeführt. Sie erhalten dafür die ausgesetzte Be­lohnung von 300 Mk.

r- Laasphe, 10. Oktbr. In Trupbach im Siegerlande führte man den neuen Kuhhirten in feierlichem Zuge unter dem Geläute sämtlicher Kuhglocken, die vorangetragen wurden, in sein neuer Amt ein.

FC. Frankfurt a. M., 9. Oktbr. Durch die Konkurrenz deS Konsumvereins, der an seine Mitglieder Milch zu 20 Pfg. pro Liter abgibt, sind zahlreiche kleine Milchhändler ge­zwungen worden, ebenfalls wieder von 22 Pfg. auf den alten Preis von 20 Pfg. herabzugehen.

Frankfurt a. M», 9. Okt. Der heutigen Stadtver­ordnetensitzung lag ein Antrag Wedel, Goll und Genossen gegen die Fleischteuerung vor, lautend:Die Stadt­verordnetenversammlung wolle den Magistrat ersuchen: bei der Reichs- und Staatsregierung vorstellig zu werden zwecks sofortiger Ergreifung aller zu Gebote stehenden Mittel zur Herabminderung der aufs Unerträglichste gesteigerten Fleisch­teuerung." Als solche Mittel kommen nach der Begründung in Betracht: Oeffnung der Grenzen für Schlacht- und Zucht­vieh, Aufhebung der Einfuhrzölle für Vieh und Fleisch, Be­seitigung der Zölle auf Futtermittel zur Erleichterung der einheimischen Produktion. Der Stadtverordnete Flauaus stellte folgenden Zusatzantrag:die Stadtverordnetenver­sammlung wolle den Magistrat ersuchen, während der Winter­monate öffentliche Verkaufsstellen für Seefische einzurichten, woselbst der Verkauf zum Selbstkostenpreis stattfindet." Stadtv. Wedel weist zur Begründung des Antrages darauf hin, welche Kalamität die Fleischnot im kleinen Mittelstand und der Arbeiterbevölkerung hervorgerufen habe. Stadtv. Müller stellte daher folgenden Antrag: Der Magistrat soll ersucht werden, eine zeitweilige oder dauernde Herabsetzung der Schlachthausgebühren in'Frankfurt zu veranlassen, ferner bei der Regierung vorstellig zu werden für eine zeitweilige Oeffnung der Grenzen, eine zeitweilige Aufhebung der Vieh­einfuhrzölle und eine ebensolche Verminderung der Fracht­kosten für Viehtransporte. Oberbürgermeister Dr. AdickeS: Der Magistrat steht auf dem Standpunkt, daß es nicht rat­sam sei, in dieser Frage auf Einzelheiten einzugeheu. Schon zweimal, im Jahre 1902 und 1905. wurden von dm Üädti-

schm Behörden Eingaben an die Reichsregierung wegen der Fleischnot gerichtet. Dem Antrag Wedel kann der Magistrat beitreten. Er ist geneigt, in der Eingabe hervorzuheben, wie schmerzlich und tief eingreifend die jetzige Fleischteuerung auf die weitesten Volkskreisè wirkt. Wenn der Antrag Müller zurückgezogen wird, so ist ein einmütiges Vorgehen der Be­hörden möglich, und nur ein solches kann Eindruck machen. Zum Schluß wies Herr Oberbürgermeistes Dr. Adickes darauf hin, daß die Schlachthofgebühren nicht herabgesetzt werden können, wenn man mit keiner Unterbilanz arbeiten wolle. Herr Müller zog darauf seinen Antrag zurück, mit Ausnahme der Forderung auf Herabsetzung der 'Schlachthofgebühren. Bei der dann folgenden Abstimmung wird der Antrag Wedel einstimmig angenommen. Der Antrag Müller wurde abge­lehnt. Stadtv. Flauaus begründet darauf seinen Antrag auf Errichtung von städtischen Verkaufsstellen für Seefische zum Einkaufspreis«. Stadtv. Kämpf erklärt namens seiner politischen Freunde, daß sie den Antrag Flauaus ablehnen müßten, da ihrer Ansicht nach die Stadt nicht den Fisch­händlern Konkurrenz machen sollte. Eher könnte man viel­leicht dem Anträge Flauaus zustimmen, wenn der Verkauf von Seefischen durch die Stadt nur an die Arbeiterbevöl- kerung geschehen würde. Herr Oberbürgemeister Adickes: Das Gewerbe- und Verkehrsamt stellt jetzt Untersuchungen darüber an, ob die Stadt nach den Erfahrungen anderer Städte der Frage der Errichtung von städtischen Verkaufsstellen für See­fische zum Selbstkostenpreis nähertreten könne. Angesichts der großen Notlage weiter Volkskreise sei es falsch, den An­trag Flauaus jetzt abzulehnen. Wir haben alle das Interesse, der Allgemeinheit zu dienen, 31t Zeiten einer solchen Notlage müsse man auf Mittel und Wege sinnen, wie man die Fisch­preise herabdrücken könne. Nach weiteren Ausführungen der Herren Bracht und Dr. Trommershausen wird der abge­änderte Antrag Flauaus angenommen. Danach, soll der derMagistrat die Errichtung von öffentlichen Seefischhallen in Erwägung ziehen.

):( Grost-Mevera«, 9. Oktbr. Eine mysteriöse Brand­stiftungsaffäre hält die Bevölkerung von Fränkisch-Krumbach und Umgegend in Aufregung. In die Hofraite des Oe-onomen Christoph Maser auf dem zur Bürgermeisterei Fränkisch- Krumbach gehörenden Weiler Michelbach kam ein unbekannter Fremder und überreichte der 15jährigen Tochter des Hof­besitzers einen ihm angeblich 31t Reichelsheim zur Besorgung übergebenden Brief. In diesem Schreiben wurde das bevor­stehende Niederbrennen der mit Getreide- und Futtervorräten gefüllten Maser'schen Scheuer angekündigt. Diese Scheuer wurde erst im vorigen Herbste aufgebaut, nachdem die alte Scheuer unter auffallenden Umständen ein Raub der Flammen geworden war. Der überbrachte Brief enthielt nun die weitere Drohung, daß die Scheuer stets niedergebrannt würde, so oft man sie auch wieder aufbauen möge. Einige Stunden später fand Maser in seiner Behausung einen zweiten Brief ähnlichen Inhaltes. Maser machte sich nun sofort auf den Weg nach dem nur 15 Minuten vom Gehöfte entfernten Fränkisch-Krumbach, um die dortige Ortspolizei­behörde vom Inhalte der beiden Zuschriften zu verständigen, und um Schutzvorkehrungen nachzusuchen. Er war aber noch nicht bei der Bürgermeisterei eingetroffen, als auch schon die schöne neue Scheuer in hellen Flammen stand und in kurzer Zeit in einen Trümmerhaufen verivandelt wurde. Die Sicherheitsorgane sind nunmehr eifrig auf der Suche nach dem unbekannten Briefüberbringer und dem Absender der beiden Schreiben. Die Bewohnerschaft erhofft zuversichtlich die völlige Aufklärung der sensationellen, noch am hellen nach- mittage verübten Brandstiftung.

Für Errichtung eines Anssichtstitrmes auf dem Buchberge bei Laugenselbold gingen ein:

Freund der 6 lieblichen, quellenreichen W a l d sch lu ch ten, die in'/« Stunde vom Buchberg nach Somborn führen . . . 1.00 Mk.

Voriger Betrag , 1301.

Zusammen bis jetzt 1302. Mk.

Weitere Spenden nimmt gerne entgegen die

Redaktion desHanauer Anzeiger."

Drahtnachrichten.

Fürst Bülow und die Presse.

Homburg v. d. H., 10. Oktbr. Der Reichskanzler Fürst Bülow ließ denDresdner Nachrichten" in Dresden zu deren 50jährigem Geschäftsjubiläum das folgende Schreiben von Homburg v. d. H. zugehen:Die Redaktion und den Verlag derDresdner Nachrichten" bitte ich mit meinem besten Dank für die freundliche Ucbersendung des Jubiläums­blattes meine aufrichtigsten Wünsche für weitere 50 Jahre gedeihlicher publizistischer Arbeit im Dienste unserer nationalen Aufgabe entgegenzunehmen."

Hessischer Hofklatsch.

Darmstadt, 9. Oktbr. Das Hofmarschallamt erklärt die von dem Berliner Korrespondenten desDaily Mail" verbreitete Sensationsnachrichtüber eine beabsichtigte zweite Ehe scheidung des Großherzogs von Hessen einschließlich allen damit veröffentlichten Details für vollständige Erfindung. Auch die Gerüchte über ein Zerwürfnis beider großherzoglichen Gatten sind ohne jede Be­gründung und unwahr.

Gteiterurrgebnis in Frankreich.

Paris, 9. Oktbr. Das Ergebnis der Steuern 'und Monopole belief sich für den Monat September er. auf FreS. 228 830100, das bedeutet gegenüber dem September 1905 ein Weniger von Fres. 3 000 800, gegenüber dem Budgetvoranschlage ein Mehr von Fres. 1 994 700.

Großseuer.

Kreuzburg i. Schles., 9. Oktbr. Heute mittag kurz nach 12 Uhr brach im Silo der hiesigen Genoffenschaftsmühle ein Großfeuer aus, das sich schnell über die ganzen Anlagen ausdehnte. Wegen des herrschenden Ostwindes ist die ka­tholische Kirche in Gefahr.

Arbeiterbewegung.

Braunschweig, 10. Oktbr. Eine hier stattgehabte, von 23 Orten beschickte Konferenz der I u t e a r b e i t e r be­schloß, für den Neunstundentag einzutreten und wöchentliche Lohnzahlung zu fordern.

Todesurteil.

Kattowitz, 10. Oktbr. Das Czenstochauer Feldgericht verurteilte einen Dragoneroffizier, einen Grenzwachtmeister und zwei Soldaten wegen sozialistischer Agitation zum Tode.

Ausgebrochener Stier. Duell.

Madrid, 10. Oktbr. Ein Stier brach aus dem Vieh­hofe aus, tötete einen Straßenfeger, verwundete sieben Per­sonen und richtete sonst noch Unheil an. Zwischen dem Chefredakteur desEvangelio" Valera und dem republi­kanischen Agitator Barcelo fand ein Pistolenduell statt, wobei Barcelo schwer verwundet wurde.

Feuersbrunst.

Brüssel, 10. Oktbr. Das Trappistenkloster von Achel in der Provinz Limburg wurde durch Feuer völlig zerstört. Der Schaden beträgt mehr als 150 000 Francs.

Unfug.

Chemiritz, 10. Oktbr. Die Strafkammer verurteM« wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, Hausfriedens­bruches, groben Unfugs und Ruhestörung den russischen Fürsten Bebetow und acht andere Hörer des Mittweidaer Technikums zu je einem Monat Gefängnis.

Eine schöne Rede König Peters.

Belgrav, 9. Oktbr. Gelegentlich eines gestern abend von den Bürgern der Stadt Risch anläßlich der Anwesenheit des Königs gebrachten Fackelzuges erwiderte der König auf die Begrüßungsansprache des Bürgermeistrrs, er sei fest ent­schlossen, als König von Serbien die unerschütterlichen Güter der Verfassung, der Volksrechte und der Freiheit zu wahren. Als Vater werde er bestrebt sein, den Kronprinzen in gleichem Geiste und in gleichen Empfindungen gegenüber dem Volke und seinen Freiheiten zu erziehen. Die Reds des Königs wurde mit langanhaltenden Ziviorusen ausge­nommen.

Empfang des Gesandten von Rosen durch den Sultan von Marokko.

Tanger, 9. Oktbr. Der deutsche Gesandte Rosen ist am Donnerstag vom Sultan in feierlicher Audienz empfangen worden. Die Zeremonie, die von kurzer Dauer war, fand in Gegenwart beiderseitiger offizieller Persönlichkeiten der Ge­sandtschaft und des Hofes statt. Die Mission hat beim Finanzminister Wohnung genommen.

Jaurès Orga«.

Paris, 10. Oktbr. Jaures teilt in derHumanste" mit; daß die Hilfe einiger persönlicher Freunde sowie die Sym­pathie der Arbeiterparteien seinem Blatt« eine Frist-Ver­längerung von einigen Tagen ermöglicht haben. Um den Versuch zur dauernden Rettung derHumanite" zu machen, beruft Jaures für den 13. d. M. eine öffentliche Versamm­lung aller sozialistischen Vereinigimgen ein.

Diebstähle.

Paris, 10. Oktbr. In Chalons-sur-Marne wurden zwei Unteroffiziere und ein Kaufmann verhaftet, welche seit längerer Zeit aus den Kasernen große Mengen von Lebensmitteln/ insbesondere Mehl, gestohlen hatten. Gegen einen Bäcker, welcher das gestohlene Mehl gekauft hatte, wurde di« Unter­suchung eingeleitet.

Versuchsfahrt.

Friedrichshase«, 9. Oktbr. Nach dem Urteil aeronau­tischer Fachleute ist die heutig« Versuchsfahrt mit dem neuen Ballon des Grafen Zeppelin vollständig gelungen. Dis Stabilität des langen Flugkörpers war dank der verbesserten Steuerflächen eine tadellose. Das Luftschiff gehorchte dem Steuer völlig. Der Graf fuhr zunächst dem herrschenden Winde von etwa 2 Metern in der Sekunde entgegen in der Richtung nach Konstanz, drehte dann auf dem Schweizer Ufer Romanshorn-Arbon-Rorschach-Rheinmündung-Wassev» burg-Langenargen-Friedrichshafen ab. Bei Falut wurden mehrfache Schwenkungen ausgeführt. Die Höhensteuenmg funktionierte ebenfalls gut. Durch ihre Schrägstellung konnt« die Höhenlage des Ballons beliebig geändert werden. De^ Ballon erreichte nach Messungen von verschiedenen ©eitert eine Geschwindigkeit von 42 Kilometern in der Stunde: Vor dem königlichen Schlosse beschrieb der Graf eine Kurve und landete nach zweistündiger Fahrt bei sei­nem Ausgangspunkte in der Stütze des Abfahrts­floßes auf dem See. Von den anwesenden äronautischen Sachverständigen wird die Landung alS ein neuerlicher Beweis dafür 'angesehen, wie leicht derartig^ Fahrzeuge auf der Wasserfläche absteigen können. Die Ver^ suche werden morgen fortgesetzt. Die'königlichen Majestäten von Württemberg'wohnten von ihrer Molorjacht auS dem ganzen Versuche bei und beglückwünschten den Grafen bei dem Abstteg auf das Wärmste.

Katholische Kultusvereiuigauge«.

Paris, 10. Oktbr. DasAmtsblatt" veröffentlicht aber­mals die Genehmigung einer katholischen Kultusvereinigung. Die Zahl der bisher gegründeten katholischen Kultusver­einigungen beträgt im Ganzen acht.

Die Fleischteuerung.

Nürnberg, 10. Oktbr. Der Magistrat beschloß an bre Staatsregierung die Bitte um Maßregeln gegen die Fleisch­teuerung und um Gestattung der Vieheinsuhr aus dem Aus- jan de zu richten.

Schiffsb-rtcht-.

Bremen, 8. Oktbr. Der Dampfer deS Norddeutsche« LloydHohenzollern" ist gestern in Alexandrien eingetroffen.