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«. Waisenhaus«» m Ham«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

BataetiwrtL RebaS**: «. Schreck», tat Ha»a».

Nr. 54

^ernsprechanschlust Nr. 605.

Montag tot 5. März

Z5ernsprechar*^l«»st Nr. «05«

' 1906

Kierz«

Amtliche Beilage Nr. 3."

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Amtl ckes.

Zwangsverfteigemng.

Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in An­sehung des in Wachenbuchen belegenen, im Grundbuche von da Band XI Artikel 553 Abt. I Nr. 9 zur Zeit der Ein­tragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Försters Keinrich Müller III, und dessen Ehefrau Christine geb. Opperman« dasclbst je zu- ideellen Hälfte eingetragenen Grundstücks:

N 367/111 = 3 ar 59 qm, Haingasse Nr. 136,

a) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten,

b) Holzschuppen mit Bienenhaus (A),

Nutzungswert 75 Mk. besteht, soll dieses Grundstw"

am 4. Mai 1906, r^chmiiL^ss 37« Uhr, durch das unterzeichnete Gericht in der Schâfer'schen Wirt­schaft in Wachenbttchen versteigert werden.

Hanau den 28. Februar 1906.

Königliches Amtsgericht 2. 4795

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Ort und Gemarkung Langenselbold belegenen, im Grundbuche von da Bl. 2338 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- Vermerkes auf den Namen des Maurermeisters Konrad Winterstein in MngenM

SrtbL 66 Parz. 28 1. Am Steinborn, Haus Nr. 20, a) Wohnbaus mit Hokraum und Hausgarten 7,40 ar, 2. daselbst Haus Nr. 20 a,

a) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten,

Kitbl. 65 Parz. 33/3 Acker auf der Steinkante 2,97 ar, Äribl. 65 Parz. 34/3 Acker auf der Steinkaute 2,97 ar,

am 2. Mai 1906, vormittags 97« Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle versteigert werden.

Langen sei b old den 24. Februar 1906.

Königliches Amtsgericht. 4786

Hus k)Lnau Stadt und fand.

Kanan, 5. März.

Aus dem Jahresbericht der Hanauer Handelskammer.

Der Bericht äußert sich weiter wie folgt: Das Berichtsjahr ist nicht nur ein Jahr des wirtschaft­lichen Aufschwungs, sondern auch ein charakteristisches Jahr

Feuilleton.

Stadttheatcr in Hanau.

Kana«, 5. März.

Wenn auch nach den geradezu verblüffenden Erfolgen von Alt-Heidelberg" vor sieben Jahren in unserer Dichterivclt die Idee wach gerufen wurde, das für die Bühne seiner Zeit neu geschaffene Milieu, mit anderen Motiven verflochten, ähnlich zu verwerten, wie wir dies bei Hartleben (Inc grünen Baum zur Nachtigall), Stephany sAlma mater) und schließ­lich bei Grabein (Frei ist der Bursch) vorfinden, so kann sich trotz alledem Meyer-Förster bis heute immer noch des Vor­ranges als Meister einer unübertroffenen Schöpfung dieser Art schätzen. Die einzelnen Vorzüge dieses Sensations­produktes jetzt nochmals nach den zahlreichen Aufführungen an unserer Bühne, zu detaillieren, dürfte sich wohl als über­flüssig erweisen, weshalb unsere Besprechung direkt auf den Verlauf der gestrigen Aufführung gelenkt sei, die durch das Gastspiel des Herrn P. Heidemann aus Köln an be­sonderem Interesse gewann. Der junge Darsteller, der für sein Fach wohl vorteilhafte äußere Mittel mitbringt, steht noch int Anfangsstadium seiner Kunst, immerhin erscheint uns aber die Annahme berechtigt, daß nach Unterstellung einer sorgsamen Regie, seine instinktiven schauspielerischen Gaben bis zu einem gewissen Grade (soweit es eben die Beurteilung eines einmaligen Auftretens erlaubt) bildungsfähig erscheinen. Wemr er auch gestern seinen »Karl Heinz" aus der richtigen

der Arbeitseinstellungen gewesen. Wenn beide s Erscheinungen nun auch nicht seltenZusammentreffen und in dieser, zum Teil natürlichen Verbindung wiederholt beobachtet , werden konnten, so erhalten die Streiks und Aussperrungen des Jahres 1905 doch noch ein besonderen Charakter dadurch, daß sie weniger durch äußere Anlässe verursacht wurden, sondern zum großen Teil von der Tendenz getragen waren, innere Schäden des Arbeitsverhältnisses zu korrigieren oder zwischen beiden beteiligten Parteien eine Machtprobe zum Austrag zu bringen, daß sie also in erhöhtem Grade Aus­flüsse eines gewissen Systems waren, während die günstige äußere Gelegenheit deè industriellen Aufschwungs dabei nur eine sekundäre Rolle spielte. Dazu kommt als weitere Be­sonderheit nameytlich des großen Bergarbeiterstreiks, daß es sich um eine Bewegung von solcher Ausdehnung und so tief gehenden Wirkungen handelte, wie sie Deutschland seither noch nicht erlebt hatte, und daß die Regierung wie nie zu­vor Anlaß zu aktivem Eingreifen nehmen mußte. Wenn auch der praktische Ausgang dieser und mancher anderer Arbeiterbewegungen noch kein definitiver Abschluß sein kann, so darf doch als ein wesentlicher Gewinn bezeichnet werden, daß die öffentliche Meinung durch die großen Arbeitskämpfe des Berichtsjahres zu lebhafter Stellungnahme veranlaßt worden ist, deren theoretische Grundlagen die Verhandlungen auf der Mannheimer Tagung des Vereins für Sozialpolitik allerdings leider nur zum Teil positiv zu fördern vermocht haben.

Ein weiteres Ereignis von eingreifenden wirtschaftlichen und sozialen Folgen bedeutete die große F l e i sch- teuer u ng im Jahre 1905. Ihre Ursachen sind von jeder Jnteressentengruppe je nach ihrer besonderen politischen oder wirtschaftlichen Parteistellung in anderen Tatsachen oder Ab­sichten gesucht worden, und wir können und wollen an dieser Stelle nicht untersuchen, welcher Grund als letzter und am stärksten wirkender die Teuerung herbeigeführt hat. Abe^ i&iL^&nen,^ sollte durch sie unzweifelhaft erbracht sein, daß die knappe Futtermittelernte des Vorjahres allein unmöglich eine solche Kalamität hat verursachen können, son­dern daß dabei Einrichtungen und Maßregeln mitgewirkt haben müssen, welche mit den übrigen Bedürfnissen unserer Volkswirtschaft unvereinbar sind und daher im Interesse ihrer gedeihlichen Fortentwickelung beseitigt werden sollten. Wir denken beispielsweise an die Härten des Fleischbeschau- gesetzes und verweisen weiter darauf, daß die erhöhten Aus­gaben für die notwendigsten Lebensmittel die Kaufkraft der großen Masse für andern Bedarf zum Schaden der einheimi­schen Produktion geschmälert wird, und daß durch die not­wendigen Lohnerhöhungen (die unter solchen Umständen nicht einmal den Arbeitern voll zugute kommens und durch die verminderte Leistungsfähigkeit der Arbeiterschaft infolge un­rationeller Ernährung die Konkurrenz'ähigkeit der deutschen Industrie auf dem Weltmärkte geschwächt wird. DieFlcisck- teuerung hat ferner einen neuen Beweis dafür geliefert, daß die Selbstversorgung Deutschlands mit Agrarprâdukten nickt möglick ist oder doch bei irgendwelcken Störungen sofort in bedenklichem Maße versagt; und daß die einseitige Betonung der landwirtschaftlichen Interessen in unserer Wirtschasts- politik keineswegs nur vom Standpunkt der konkurrierenden Erwerbsstände aus, sondern auch im Interesse des Gesamt- wohls verfehlt erscheinen muß und schwere Gefahren für die Allgemeinheit in sich birgt.

Zu den noch im Jahre 1904 abgeschlossenen Handels­

Intuition des Charakters heraus gestaltete, so erwies sich seine künstlerische Technik noch unfertig, wie auch sein Spiel bis zum 3. Akt des öfteren farblos anmutete. Die in den beiden letzten Akten hübsch entwickelten, teilweise treffend nuancierten Stimmungsmomente, die auch untrüglich von echtem Empfin­den zeugten, vermochten jedoch nicht, den gerade nicht sehr günstigen Eindruck in den ersten Akten wieder aufzuwâgen, sodaß wir von einem Erfolg nicht sprechen können und falls doch ein Engagement beabsichtigt sein sollte, ihn ledig­lich als jugendlichen Vertreter des leichten Salonfaches für unsere Bühne etwa in Vorschlag bringen können. Frl. Hel l i o t alsKâthi" gelang es, die Anmut der Er­scheinung mit einer warmherzigen Anmut des Spiels glück­lich zu vereinigen. Die Rolle des mit Dünkel und hoch­gradiger Einbildung behaftetenLutz" lag diesmal in den Händen des Herrn Steger, der eigenartig zu charakterisieren verstand, jedoch nickt erwärmen konnte, da wir hier treffendere Besetzungen dieser Rolle gesehen haben. Diese Beobachtung trifft auch auf eine Anzahl weiterer Darsteller zu, selbst Herrn Gehrmann alsDr. Jüttner" haben wir schon anders in seiner Rolle gesehen. Das Haus war ausvec kauft. Wünschenswert wäre es, wenn bei der Darstellung auch das Publikum dir nötige Ruhe bewahrte und nicht du;ch zu starke Gefühlsäußerungen den Genuß an dem Gebotenen störte. i

Frankfurter Theater.

Opernhaus. Montag. 5. März. Geschlossen. Dienstag, i

& März, abends 7 Uür. .Tell." Im Lluum. QU».

verträgen mit Italien, Belgien. Rußland, Rumänien, be Schweiz und Serbien ist Anfang des Berichtjahres noch der jenige mit Oesterreich-Ungarn und hernach derjenige mit Bul garien hinzugetreten. Damit ist zwar der Kreis der haupt­sächlichsten VertragSstaaren geschlossen; aber auch heute still noch, was wir bereits im vorigen Bericht zur Charakterist« rung der handelspolitischen Lage hervorheben mußten, das Handel und Industrie Deutschlands durch die Zöllerhöhunge» der neuen Verträge und Tarif" vor eine sehr schwere Bus. gäbe gestellt sind, daß zu befürchten steht, die Einfuhr wich, tigster Rohstoffe und Halbfabrikate, der Absatz der Produkt» ans Ausland und der Bezug ,rncntbehrlicher Nahrungs­mittel möchte künftighin wesentlich erschwert oder gar in Frage gestellt sein, und daß ein solcher Zustand auch aus die Unternehmungslust ungünstig einwirkt. Hierüber darf man sich mich keineswegs täuschen lassen durch die intensive Beschäftig,mg, deren sich die meisten Exportindustrieen ha verflossenen Jahre erfreut haben, und die in manchen Fällen sogar eine Betriebserweiterung nötig gemacht hat. Den» unverkennbar ist eine große Zahl der sich häufenden Aufträg, auf eine Vorauswirkung der Handelsverträge zurückzuführen, indem die mit dem 1. März 1906 drohende Zollerhöhung zu einer vorzeitigen Deckung des Bedarfs auf längere Zeit hinaus veranlaßte; eine Erscheinung, die vor dem Inkraft­treten der 1879 er Zolltarife in ganz gleicher Weise zu be­obachten war. In derselben Weise wie damals wird aber auch der Rückschlag nicht ausbleibrn, und nach der gegen­wärtigen Zeit außergewöhnlicher Nachfrage wird zweifellos ein entsprechend starker Rückgang der Konjunktor für unsere am Außenhandel beteiligten Industrie- und Handelszweig« kommen. Andrerseits darf ein bezeichnendes Symptom für die Richtung unsrer Handelspolitik nicht übersehen werden, nämlich die Erscheinung, daß gleich nach dem Abschluß der Handelsverträge aus Oesterreich, der Schweiz und anderen Ländern Offerten an die deutsche Industrie gerichtet wurde» zum Ankauf von Land zwecks Errichtung von Filialen oder Verlegung ihrer Detriebsstätten in das Ausland. Inwie­weit unsere Unternehmer hiervon werden Gebrauch mache» müssen, läßt sich heute mit Sicherheit ebensowenig übersehen, wie auch die nächsten Jahre erst lehren werden, welche Opfer im einzelnen dem deutschen Erwerbsleben durch die neuen Verhältnisse auferlegt sind. Aber es wäre gewiß eine ebenso lehrreiche wie bedauerliche Folge unserer Handelspolitik werm auf solche Weise daS deutsche Unternehmertum ge­zwungen würde, das Wort von der Jnternationalität deS Kapitals in eine unfreiwillige Praxis zu übertragen, und wenn im gleichen Verhältnis deutsche Industrie-Arbeiter in daS Ausland verpflanzt werden müßten wie jetzt unsere Großgrundbesitzer Saisonarbeiter aus Rußland und Galizien beziehen. Ein Tausch, der wahrlich nicht beabsichtigt sei» oder mit den Grundsätzen desSckutzeS der nationalen Ar­beit" übereinstimmend gefunden werden kann.

Das handelspolitische Abkommen mit England ist im Berichtsjahre ebenfalls, und zwar auf weitere 2 Jahre, ver­längert worden; und die Hoffnung auf fernere günstig« Handelsbeziehungen zu diesem Land hat im Anfang deS Jahres 1906 eine weitere Stärkung durch den Ausfall bet englischen Parlamentswahlen erfahren, in welchen die libe­ralen und Arbeitervertreter eine ganz gewaltige Majorität errungen und die Tendenzen imperialistischer Schutzzollpolitik eine ebenso entschiedene Niederlage erlitten haben.

Abgesehen von Spanien, Sckwedcn, Norwegen, China

Preise. Mittwoch, 7. März, abends 7 Uhr. 6. Abonnements-Konzert. Konzert-Preise. Donnerstag, 8. März, abends halb 7 Uhr.Lohengrin" Im Abonn. Große Preise. Freitag, 9. März, abends halb 8 Uhr. Vorstellung bei kleinen Preisen.Frühlingsluft". Außer Bbonn. Samstag, 10. März, abends 7 Uhr. Figaros Hochzeit." Im Abonn. Gewöhnt. Preise. Sonntag, 11. März, nachm. halb 4 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen.Die Schützenliesel." Außer Abonn. Abends 7 Uhr.Die Zauberflöte." Im Abonn. Große Preise. Montag, 12. März, abends 7 Uhr. Zum Besten des Orchester-PensionSsondS.Carmen." Außer Abonn. Große Preise.

Schauspielhaus. Montag, 5. März. abends 7 Uhr.DaS graue Haus." Im Abonn. Gewöhnt. Preise. Diens­tag, 6. März, abends 7 Uhr.Salome." Hierauf:Im bunten Rock." Im Abonn. Gewöhn!. Preise. Mitt­woch, 7. März, abends 7 Uhr. Neu einftubiert: Judith." Im Abonn. Gewöhnt. Preise. Donners­tag, 8. März, abends halb 8 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen.Der Kaufmann von Venèdig." Außer Abonn. Freitag, 9. März, abend« 7 Uhr. Judith." Im Abonn. Gewöhnl. Preise. SamStag, 10. März, abends 7 Uhr. 1. Gastspiel deS Herrn Josef Kainz.Gespenster." Außer Abonn. Große Preise. Sonntag, 11. März. nachm. halb 4 Uhr. Vorstellung bei ermäßigten Preisen.Der Helfer." Außer Abonn. Abends 7 Uhr. 2. Gastspiel deS Herrn Josef Kainz.Die Räuber." Außer Bbonn. Groß- Preise. Montag, 12. März, abends 7 Uhr. 3. Gast, spiel des Herrn Josef Kainz. Neu einftubiert:Der Tarlüffe." Vorher:Fritzchen." Antz« Adorm. Qknfre