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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Nr. 79

AernsprechansÄlus; Nr. 605,

®itn?tnn dcn 3. April

Zpernsprechaaschlusi Nr. 605,

1906

An unsere Lescr!

Um den Ansprüchen der Jetztzeit tu genügen, haben wir den Lesestoff unserer Blätter und zwar mit bedeutenden Geld- opfern für Zustellung von Tagesneuigkeiten, die größtenteils «ms telegraphischem und telephonischem Wege einlaufen, usw. erweitert.

Ferner steigern sich fortgefitzt die Preise für alle zum Betrieb gehörigen Rohstoffe, besonders' für Papier, sow e Löhne und sonstige Geschäftsunkosten in erheblicher Weise, so­daß von dem Verlag desHanauer Anzeigers" und der Hanauer Zeitung" die Vereinbarung getroffen worden ist, unter Beibehaltung der bisherigen niedrigen Abonnements- !md Annoncenpreise, den seither bewilligten Rabatt für Annoncen von Privaten, Vereinen, Korporationen usw. von heute ab auszuheben, dagegen die bisherigen Rabatt- Tâhe den hiesigen Geschäften ferner zu ge­währen.

Hanau den 1. April 1906.

Hanauer Anzeiger".Hanauer Zeitung".

Amtliches.

Bekanntmachrmft.

Berseudung von Paketen während der Osterzeit.

Die Vereinigung mehrerer Pakete zu einer Paketadresse ist für die Zeit vom 8. bis einschließlich 15. April im inneren deutschen Verkehr nicht gestattet. Auch für den AuSlands- verkehr empfiehlt es sich im Interesse des Publikums, während dieser Zeit zu jedem Pakete besondere Begleitpapiere aus- zufertigen.

Berlin W. 66 den 20. März 1906.

Der Staatssekretär des Reichs-PostamtS.

A. A.: Groh.

Eandkreis Hanau, MnntmAiW b MiMen WNtatë,

Nach Mitteilung des Königlichen Polizeipräsidiums ist die Sperrung der Hanauerlandstraße auf der Strecke zwischen den Riederböfen und der Frankfurter Gemarkungsgrenze bis zum 11. April d. As. verlängert worden. Unter Hin­weis auf die in Nr. 60 desHanauer Anzeiger" veröffent­lichte Bekanntmachung vom 8. März cr. bringe ich dieses zur öffentlichen Kenntnis.

Hanau den 2. April 1906.

Der Königliche Landrat.

V 2128 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Stadtkreis Ran au,

Bei den heute zur Versteigerung belangenden Geräten der Armenverwaltung befinden ft^ auch die Gegenstände, welche auf städtischem Besitz gefunden'sind.

Die Eigentümer werden aufgefordert, ihre Ansprüche bis spätestens im Versteigerungstermin geltend zu machen.

Hanau den 3. April 1906.

Der Magistrat, Armenamt.

7337 I. A.: Dt. Koppen.

Hus Hanau Stadt und Eand,

Hanau, 3. April.

* Musterung. Mittwoch den 4. April: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Langendiebach, Langen­selbold und Marköbel.

* Bibelsiunde. Heute abend SM2 Nhr findet Bibel- stlmde im evangel. Vereinshause statt, gehalten von Herrn Pfarrer F u ch s.

* Die Ehrengabe der evangelischen Gemeinden zur silbernen Hochzeit des Kaiserpaares hat leider nur etwas über 7000 Mark ergeben, welche den beiden Rettungshâusern Rengshausen und Hof Raith zugute kommen sollen.

Hk. Zugverbeffernug. Auf Betreiben der hiesigen Handelskammer wird vom 1. Mai d. % ab eine weitere Verbesserung auf der Strecke Frankfurt - Bebra zur Durch­führung gelangen. Während nämlich seither der von M ü n« ch en -Würzbur g -Gemü nd en kommende Schnellzug 89 nicht so zeitig in Elm ein traf, um Anschluß an den diese Station um 3.26 Uhr verlassenden Schnellzug 86 sH a m burg- Frankfurt) zu gewähren, wird vom 1. Mai ab ersterer

soviel früher fahren, daß er schon um 3.16 Uhr in Elm rin- trifft und damit den gewünschten Anschluß erreicht.

* Die christliche Arbeiierbewennn-* macht auch in Hessen stetige Fortschritte. Evangelische Arbeitervereine bestehen in Cassel, Fulda, Meerholz, Wäcktersback, Mar­burg, Carlshafin, Schmalkalden, Asbach, Floh, Steinbach- stallenberg, Oberschönau, Unterschönau, Summa 12 Vereine mit etwa 1800 Mitgliedern, welche sich zum Kurhessischen Verbände zusammen geschloffen haben. Dem Mittelrheiniscken Verbände gehören Hanau und Fechenheim mit etwa 200 Mitgliedern an, sodaß die Evanoeliicken Arbeitervereine im ganzen mit 14 Vereinen und 2000 Mitgliedern in Hessen vertreten sind. Die christlichen Gewerkschaften sind dagegen überall nur erst in den Anfängen begriffen. An Saffet gibt es eine christliche Gewerkschaft der Bauarbeiter und Bau­hilfsarbeiter, die etwa 300 Mitglieder hat, eine Zahlstelle der Metallarbeiter unb eine etwa 200 Mitflieder starke christliche Gewerkschaft der Heimarbeiterinnen. Hier und da in Hessen finden sich mich noch andere Zahlstellen der Bau­arbeiter und Keramarbeiter, indessen hält es schwer, diese namhaft zu machen, da sie ihr Dasein zumeist im Verborge­nen führen.

HK. Erhebung der Ein- und Musfustrzötts in Gold. Der den spanischen Cortes unterm 23. Februar d. As. vorgelegte Gesetzentwurf, wonach alle Einfuhr- und Ausfuhrzölle in Gold erhoben werden sollen, ist von diesen genehmigt und als Gesetz vom 20. März veröffentlicht. Der Zeitpunkt, von dem ab das Gesetz Anwendung finden soll, wird von der Regierung noch festgesetzt werden.

Hk. Ver'ânaernng der Wirksamkeit von ZoA- sähcn des Mindefttari^s. Die französische Depu­tierten k a in m e r hat einen Gesetzentwurf angenommen, wonach die Mindestsätze des durch das Heietz vom 21. De­zember v. J. abgeänderten Zolltarifs, deren Wirksamkeit am 1. April d. Z. aufhören sollte, bis auf weiteres noch in Kräft bleiben.

Silberkurs. Der Konventionspreis des 0,800 feinen Silbers beträgt für Aufträge vom 1. d. Mts. an bis auf weiteres 78 Mark per Kilo.

* Das Frankfurter R eitertest, das kürzlich zu Gunsten der invaliden Asrikakrieger stattfand, brachte einen Uebersckuß von 50 000 Mk.

* Attentäter Siller. Der Brauer Karl Siller, der vor einiger Zeit einen Mordversuch gegen den Kriminal­beamten Trott in Hanau unternahm und später verhaktet wurde, hatte sich gestern vor der Strafkammer zu Frankfurt wegen schweren Einbrucksdiebstahls zu verantworten. Er stieg am 25. Januar nachts in eine Wirtschaft am Unter« mainkai ein und entwendete Fl ei sch waren und Kleidungs­stücke. Der Angeklagte, der geständig war und für dir Tat 3 Jahre Zuchthaus erhielt, wurde in das Untersuchungs­gefängnis nach Hanau zurückgebrackt. Demnächst hat sich Siller in Neuwied unb später noch in Aschaffenburg und Köln wegen begangener Straftaten zu verantworten. Dann folgt die Aburteilung in Hanau.

* In Untersuchung genommen wurde in Groß- Auheim ein Knecht, gegen den sich der Verdacht der Brand­stiftung richtet. Es bandelt sich um den gestern gemeldeten Brand einer Sckeune in Groß-Auheim.

* Bereiftet durch Blawänre hat sich der mit schwerer Krankheit bebaktet gewesene Uhrmacher M., der sich bekannt­lich gegen Stellung von 40 000 Mk. Kaution auf freiem Fuße bekand.

"Städtische Badeanstalt. Am Monat März 1906 wurden an Bädern abgegeben: Kl. 1: 94, Kl. 1: 187, Kl. II: 1009, Douckebäder 24, Römisch-Arische Bäder 32; zusammen 1346 Bäder. Die größte Zahl der abge­gebenen Bäder betrug 134 am 17. März, die kleinste Zahl je 11 am 13. und 14. März.

* Mehmartt. Morgen früh findet dahier Zucht- und Fettvieh-Markt statt.

HK. Zollbeliandlnna von Waren beim Inkraft­treten des neuen Tarifs. Das serbische Finanz- m i n i sterium hat unterm 18. März d. As. die Zollämter angewiesen, die in den Zollmagazinen lagernden Waren, welche bis zum 1. März d. As. auf serbischem Boden ein­gegangen waren also nickt, wie Zeitungen fälscklich melden, auch diejenigen Waren, die bis zu dem gedachten Zeitpunkt auf der Grenzstation Semlin eingegangen sind nach dem alten serbischen Zolltarif zu behandelns die Ver­zollung der seit dem I.März eingegangenen Waren soll nach dem neuen Zolltarif erfolgen.

* Wettspiel. Am vergangenen Sonntag standen sich am Waffei-werk die Spielriegen der Turngemeinde Hanau und Langendiebach im Fußballmettspiel gegenüber. Die Fußball­riege der Tumgemeinde Hanau steht auf einer erstaunlich

hohen Stirne. Schon vor vierzehn Tagen fieette diele mit 4 : 0 Goal aeaen die Fußballgefelllcka't 1905 und das vor­gestrige Resultat oestastete sich nock bedeutend bester. Hanau zeigte sich seinen Geanern wesentlich überleaen,^ kodaß sich Lanaendiebach nur noch auf Verteidigung beschränkte. End­resultat: 8 : 0 Goal. Man siebt also, daß Freunde der Bewegungsspiele auch in der Turnaemeinde Betätigung finden. Neuaustrabmen finden am Dienstag und Donners­tag im Vereinshauie der Turngememde statt.

" * Cabaret. DaS von dem Redasteur der Frankfurter Fackel", A. B. Müller-Herstwth, ins Leben gerufeneCabaret zur lustiaen Sieben" aab gestern abend im Deutschen Hause dahier eine Gastvorstellung, die sich, was vorauszuschicken ist, eines durchschlagenden ErVges zn erweitert hatte. Die Künstlerinnen und Künstler sind, wie in Betätigung der Vornotizen bemerkt werden kann, durchaus erklassige Krä'te, vor allem gesiel uns der Opernsänger Herr Map Päschke, aber auch der Humorist Herr Mayr verstand es, die Zuhörer zu fisteln. Von Künstlerinnen traten auf die Vortrags'oubrett« Frl. Leischner, die Diseufi Frl. Nadella und die Sängerin Frl. Po'dini die in ihren Fächern gleich Hervorragendes leisten, sodaß wir es unterlassen, einreine Darbietungen be­sonders hervorruheben. Auch Herr Redakteur Müller-Her­furth wartete mit Vorträoen auf und bot Selbstoerkaßtes. Der Abend nahm einen anreaenben Verkam. Heute findet eine zweite Gast-Vorstellung gleichfalls in Deutschen Hausestatt.

o »^etfentetm, 2. April. CD el eg i e rt e n t a g.) Am qeOrmen Sonntag tagst im GasthausZur Sckanze" baHer die diesjährige Dflegiertenversammlung des 2. Kreises des Deutschen Atble!e"verbandes, zu welcher sich nach Fest­stellung der Präsenzliste 80 Abgeordnete von 40 Vereinen des Rfiin-Maingoues unb des Maingaues eingefimden hatten, während 5 weitere Vereine unnertreten blieben. Nach dem von dem Krflsvorsipenden, Herrn V e l t u m - Fechenheim, erstatteten Anhresv-riÄl zählt der Mamgau 21 Vereine mit 675 beitragspflicktiaen Mitgliedern und der Rhein-Maingau 26 Vereine mit 1151 Mitgliedern, der Kreisverband somit einschließlich der Zöglinge rund 1850 Mitalied-r. Neu auf» genommen sind im Laufe des vergangenen Aabres Weisenau, Oppenheim, Bergen und Bisckofshflm, ausgetreten der Stemm- »nd Fecktklub Frankfurt. An Nnglücksfällen ereigneten sich 13, davon 6 sckwere und 7 leichte, für welche ans der Brede- meyer'schen Snfiung 219 Mark als Unterstützung gewährt wurden. Nack her von dem Kreiskaisierrr R i n ck l e r» Sacksenhaiifin vorgetragenen Recknim-^sablaoe betmaen dir Emn hmen 875,70 Mk. unb di- Ansmben 595,75 Mk., so daß ein Kasse-bestund von 279,95 Mk. verbleibt, von denen 200 Mk. auf b r Sporkaffe anzulegen beschlossen wird. Bei der Ergânznnoswahl des Vorstandes werden b e von 8 Mit­gliedern desselben ausickeideiOen Herren Großmann- Sachsenbanfin sSckristmhrer), Lehrrinder (D-isitzer), Konradi (Sckrififüh'er), Maurer (2. Anstrukwr) wiedergewählt, während Herr G e r l a ck als 1. Anstruktor neu in den Vorstand ein tritt. Als Delegierte des Kreises wurdm bann gewählt dieHe-r-n Kaiser -Oberstem, Ger­lack- Sacksenbaufin unb Müller- Bodenheim, für welche je 30 Mark aus der KreiZ'asse bewilligt werden. Als Fest- orte für das lanfinde sta^r w'rd Wiesbaden (für leichte athletische Uebungen) unb für 1907 Friedberg (nationaler Wettstreit) bestimmt. Der Vorsitz-nde gilu sodann die Tages­ordnung des Mannhflmer Verbandstages be'annt, zu dessen einzelnen Punkten Amräge des Kreises g»stellt werden. Als Abgeordneter des Kreifis für die olympischen Spiele in Athen wird Herr O tt o - Darmstadt dem Verbände vorgeschlagen. Für d-n näckstiâhrigen Kreistag rourbe einstimmig 5kreuznach gewä'flt. Mit dem Kreistag war diesmal eine Ausstellung von Sportartikeln in 9 Abteilungen verbunden, an der sich zahlre cke Firmen beteiligten.

8 RKp^lzssatr'en, 2. April. (Kassenteilnng.) Am 26. März b. A. wurden in der Gastwirtschaft von W. Clauß 3r durch die hiesige Svar- unb Svielkasse etwa 10 000 Mark verteilt. Außerdem wurden auf jede Aktie 2 Mk. 45 Pfg. Zinsen ausbezahlt. Die Kasse besteht 24 Jahre. Bei­geordneter Ban er ist seit biefer Zeit Vorsitzender, und hat sich derselbe recht verbietst um die Sache gemacht.

Keri^tesaal.

Siirung Oct Strafkammer vom 2. April. Schlägerei.

Am 22. November, bem letzten Bnß- und Bellag, machte der GesangvereinHarmonie" in Groß-Krotzenburg einen Ausflug. Am Abend traf man im Gasthauszur Post" in Dettingen mit einigen Mitgliedeni des GesangvereinsLieder­kranz" zusammen. Zwischen diesen Vereinen besteht seit lütt erer Zeit ein gespanntes Verhältnis und dieses kam auch hier bald zum Ausdruck. Die Reibereien setzteu sich fori iw