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Erstes Blâ

Knauer D Anzeiger

»kHngSprelSr

Liâiührlich 1,80 Mk., monatlich 60 Wg Mr ras», wattige Eihonnenten mit beut betrenenben Posiausichlar.

Di« einzelur Stummer kostet 10 Pfg.

Gcnkral-Auzciger

«»tatwutdruck und Berlag b« Buchdruck«« bei w» ee, Waisenhauses in Hanau.

Amtliches Grzau fit Stabb und Landkreis Sana!

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer BeUag«.

«inrLcknngSgebShr,

Die fS«fgeflohene Petitzeile »bet deren Raum 13 Mr im Reklamen,«! die Zellt M.

Nr. 29

^errrsprechanschluß Nr. 605

Samstag den 3. Februar

Fernsprechanschlutz Nr. 605

1906

Amtliches.

Stadtkreis Ran au» Attsschverben.

In Ergänzung des Ausschneidens vom 29. v. M. betr. die Verlshttttg des Krimiualschrrtzmarms Trott wird mitgeteilt, daß der Heizer Wilhelm Flaudergan als Täter nicht in Betracht kommt, daß der Täter vielmehr dessen Papiere widerrechtlich benutzt hat.

Es wird ersucht, auf den unbekannten Täter und seinen Begleiter Metzger Carl Huber weiierzufahnden.

Das Ausschreiben gegen Flaudergan und die Aussetzung der Belohnung nur die Ergreifung des Flaudergan werden hiermit zurückgenommen. Dagegen wird eine

Belohnung von 300 Mark auf die Ermittelung und Ergreifung des unbekannten Täters ausgesetzt.

Hanau den 2. Februar 1906.

Königliche Polizei-Direktion, v. Beckerath.

Landkreis Ran au» WmimchmW heß Königlichen Lsnörntsamts.

Unter Bezugnahme auf meine bezüglichen früheren Ver­fügungen weise ich die Herren Bürgermeister und Gutsvor­steher auf die genaue Beachtung der Vorschriften für die Einsendung der Listen über die im Laufe eines Jahres aus­

gestellten grauen Ouitiungskarten hin. Danach sind diese Listen alljährlich nach Ablauf des Kalender­

S^M&JZ^ «MUMM Sa WtzMtSllWMWl«!«

zu Cassel einzusenden. Für das verflossene vom 2. Februar 1906.

jahres an Hessen-Nassau zu Cassel einzusenden. Für

Jahr ist das Erforderliche alsbald zu veranlassen

Fehlanzeigen sind «richt zu erstatten.

Hanau den 1. Februar 1906.

Der Königliche Landrat.

J No. 91 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Erloschen: die Schafräude in Hailer, Kreis Geln­hausen.

Hanau den 2. Februar 1906. V 710

Holzverkauf.

Königliche Lbersörsteret Wolfgang.

Am Montag den 12. Februar d. Js., von vormittags 9 Uhr ab, soll in der Gastwirtschaft3«r Krone" von Heinrich Haupt in Niederrodenbach nachstehendes Holz aus dem Schutzbezirk Oberrodenbach Jagen 38 a, 41a, 45b und Totalität, Schutzbezirk Nieder­rodenbach Jagen 49b, 68d, 88a und Totalität und zwar: Eichen r 145 Stück Stämme 4., 5. Kl. = 44,93 sm (Wagnerholz), 9 Stück Stangen 1. Kl., 171,5 rm Scheit, 148 rm Knüppel, 95,2 rm Stockholz 1. Kl., 19,00 Hdt. Wellen Neis 3. Kl.,

Buchen: 36 Stück Stämme 3./5. Kl. = 17,82 fm, 2 Stück Stangen 3. Kl., 269 rm Scheit, 94 rm Knüppel, 29 rm Stockholz 1. Kl., 47,40 Hdt. Wellen Neis 3. Kl.,

And. Laubholz: 5 rm Scheit, 16 rm Knüppel, 1,90 Hdt. Wellen Neis 3. Kl.,

Nadelholz (Fichten, Weißtannen, Kiefern): 14 Stück Stämme 2./5. Kl. = 8,20 fm, 2 Stück Stangen 1., 2. Kl., 2 rm Nutzknüppel, 91 rm Scheit, 97 rm Knüppel, 64,5 rm Stockholz 1. Kl., 64,10 Hdt. Wellen Reis 3. Kl., 325 rm Reis 4. Kl. (Schleifhaufen)

öffenilich meistbietend zum Verkauf ausgeboten werden.

Der im Termin anwesende Forstkassen-Rendant nimmt Zahlungen entgegen. 2567

Bekanntmachung.

In das Genoffenschaftsregister ist unter Nr. 7 der Cousrnnverein für Langenselbold und Umgegend, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, mit dem Sitz zu Langenselbold eingetragen worden.

Gegenstand des Unternehmens ist der gemeinschaftliche Einkauf von Lebens- und Wirlschastsbedürfnissen im großen und Ablaß im kleinen an die Mitglieder.

Zur Forderung des Unternehmens kann auch die Be­arbeitung und Herstellung von Lebens- und Wirtschaftsbe- dürsnissen in eigenen Betrieben, Annahme von Spareinlagen und schließlich Herstellung von Wohnungen erfolgen.

Die in den eigenen Betrieben bearbeiteten oder hergestellten Gegenstände können auch an Nichtmitglieder abgegeben werden.

Haftsumme: 20 Mark.

Höchste Zahl der Geschäftsanteile: 10.

Den Vorstand bilden:

1) Sckreiuer Friedrich Heuser, Geschäftsführer,

2) Pflasterer Wilhelm Schießer, Kassierer,

3) Zimmermann Anton Braun, Kontroleur, sämtlich zu Langenselbold.

Das Statut ist vom 7. Januar 1906.

Die Bekanntmachungen erfolgen imLangenselbolder An­zeiger" und in der in Frankfurt a. M. erscheinendenVolks­stimme."

Die Willenserklärungen des Vorstandes erfolgen durch mindestens 2 Mitglieder des Vorstandes. Die Zeichnung geschieht, indem 2 Vorstandsmitglieder der Firma ihre Namens­unterschrift beifügen.

Eingetragen am 22 Januar 1906-®n. R. Nr. 7.

Langenselbold den 28. Januar 1906.

__ Königliches Amtsgericht. 2568

Gefundene nnd verlorene Geuenstiinde re.

Stehen geblieben: Im Ratbaus 1 Regenschirm. Abzuholen im Bureau der Armeuverwaltung, Langstr. 43.

Hanau den 3. Februar 1906.

Hus Ran au Stadt und Hand»

Hana«, 3. Februar.

Anwesend waren die Herren: Vorsteher Kommerzienrat Camhal, Beyer, Bernges, Bonn, Brüning, Daßbach, Förster, Holm, Hansen, Hoch, Hock, Jost jr., Kehl, Kreuter, Ko- burger, Loßberger, Müller, Ohl, Peteler, Rousselle, Schroeter, Schwabe, Spatz, Steinheuer, Siübing, Uth, Voltz, Dr. Wagner, Dr. Wenke und Wohlfarth ; vom Magistrat: die Herren Oberbürgermeister Dr. Gebeschus, Erster Beigeord­neter Bode, Zweiter Beigeordneter Dr. Eisenach.

Es sieht vorerst zur Beratung der

Bericht des Magistrats

über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangrlegen- heiten im Jahre 1905, der s. Z. den Mitgliedenr der Körper­schaft gedruckt zugegangen und imHan. Anz." veröffentlicht worden ist.

Der Herr Vorsitzende ersuchte dabei, ein Eingehen auf einzelne Positionen zu unterlassen unb Spezialwünscht bei der Beratung der Einzeletais vorzubringen.

Als erster ergreift Siadtv. Hoch das Wort. Er wolle auf den alten Etat nicht eingehen, sondern den Wünschen des Herrn Vorsitzenden entsprechend alles bei den Beratungen der Einzeletats vorbringen. Trotzdem könne er auch in diesen: Jahre nicht darauf verzichten, seinen Standpunkt zum Etat darzulegen. Man dürfe aber nicht glauben, daß er deshalb spreche, um seine und anderer Zeit in Anspruch zu nehmen, es sei vielmehr die Aufgabe einer jeden Opposition, solange sie in der Minderheit ist, ihre Anträge solange zu wiederholen, bis entweder der Nachweis geliefert sei, daß sie unzweckmäßig sind, oder bis sie angenommen seien. Keines fei bis jetzt der Fall gewesen. Seine geübte Krink sei auch vollständig berechtigt durch den vorliegenden Etat. Er und seine Freunde hätten vorausgesagt vom ersten Tage an, wo sie mitgearbeitet haben, daß sich die Finanzlage so gestalten müsse, wie sie sich nun tatsächlich gestaltet habe. Wenn der Herr Oberbürgermeister meinte, man brauche doch nur die Steuervorschläge des Magistrats anzunehmen, dann wären alle finanziellen Schwierigkeiten beseitigt, so sei dies aller­dings leicht gesagt. Gewiß müßten die Steuersätze herauf­geschraubt worden, aber es dürfte diese Heraufschraubung nicht planlos, nicht rücksichtslos, sondern sie müsse mit Vor­bedacht geschehen, in einer Weise, die den Steuerzahlern wenig beschwerlich ist. Wenn besondere, außergewöhnliche Ereignisse vorlägen, würde man die schlechte Finanzlage keinem Menschen zum Vorwurf machen. Hier aber habe man die Etats von Anfang an in keiner Weise den Anforderungen angepaßt, die die bürgerliche Finanzvcrwalnmg aufgestellt habe. In Hanau habe die bürgerliche Finanzverwaltung vollständig versagt, während diese sonst die starke Seite der städtischen Körperschaften sei. Sei man mit den Einnahmen nicht aus- gekommen, so wären teilweise notwendige Ausgaben einfach zurückgestellt worden, z. B. bei Straßenpflasterungen, um den Etat zu balancieren. Im weiteren wendet sich Redner gegen

Die heutige Stummer umsatzt autzer dem Uuterhaltttuasdlatt 14 Leiteu.

die unnötige Aufnahme von Darlehen und wirft sodann bei Verwaltung Mangel an Voraussicht vor, weil man nicht gt nügend Rücksicht auf die spätere Zeit genommen habe, inden man versäumte, Fonds anzusammeln. Auch falsche Sparsam­keit sei verwerflich, wie diese beispielsweise einzelne Mitglieder dadurch üben wollten, daß man die Schülerzahl in den Schulklaffen erhöhe. Es sei auch versäumt worden, in früherer Zeit den Grund nnd Boden für den Mainhafen zu kaufen, der ehedem jedenfalls billiger zu haben gewesen wäre. Die Körperschaften hätten in feiner Weise den Anforderungen entsprochen, die man an sie stellen müsse. Die der Stadt erwachsenden Ausgaben hätten sie nicht auf die lange Bank schieben dürfen und auch die Einnahmen mehr den Ausgaben anpaffen müssen, nicht einfach das Defizit auf dem Papier verschwinden lassen. Verschwendung könne er der Stadt nicht vorwerfen, unnötige Ausgaben seien nicht gemacht worden. Wenn Herr Justizrat Uth dies gestern behauptete, so erwarte er die Vorschläge desselben und wenn wirklich eine unnütze Ausgabe gemacht wurde, werde er der erste sein, der dagegen ankämpfe. Bezüglich der gestern geäußerten Meinung des Herrn Uth, wenn die Arbeiter Stadtverordnete wählen wollen, so müßten sie auch zu den Kosten beitragen, wies Redner darauf hin, daß diese nur berechtigt seien, ein Drittel der Stadtverordneten zu wählen, also nie die Mehr­heit erlangen können. Sie könnten nur Kritik üben, aber keine Verantwortung übernehmen, daß die von ihnen ge­wünschten Sachen nicht durchgeführt würden. Irgend ein» persönliche Seite habe seine Kritik niemals. Hier kommt Redner auf die letzten Wahlaufrufe und die in diesen von einzelnen Stadtverordneten seiner Partei gemacht« Vorwüne zu sprechen, wird aber vom Vorsitzenden ersucht, nur Sachen vorzubringen, die in der Versammlung selbst sich abgespielt. Stadw. Hoch fährt fort, daß man an Kulruraufgaben nicht sparen dürfe und er würde auch immer solche Ausgaben befürworten, die der Verbesserung der Ar- beiterverhältniffe dienen.

Stadiv. Schwabe weist darauf hin, daß bezüglich der Finanzlage, der Aufstellung des Etats und der Ansammlung der Fonds vom Vorredner nichts Neues gesagt wurde, er habe auch bei den einzelnen Etatsposiiionen nie einen Antrag von Herrn Hoch einbringen hören, der positive Vorschläge für die Ansammlung von Fonds enthielt. Er habe immer die'elben Reden gehört, aber keine speziellen Anrräge in dieser Richtung, und was er gestern darüber gesagt habe, das treffe auf die Ausführungen des Herrn Hoch heute ebenso zu, wie seither. Wenn man für höhere Einnahmen hätte sorgen sollen, so hätte eben früher die Steuer bereits erhöht werden müssen, sonst wisse er nicht, wie Geld sollte beschafft werden. Wenn der Vorredner meinte, die Erneuerung des städtischen Pflaster« sei nicht genügend, so könne er dem einfach entgegnen, ihm genüge es. Den Plan, den das Banamt ausgestellt hatte, hätte er für etwas zu splendid gehalten und er glaube, daß die Pflasterung einer Straße auch nicht mehr Kosten verursache, wenn diese etwas länger liegen bleibe. Die Fürsorge für die Arbeiter sei ja sehr angebracht, aber diese seien doch nicht allein auf der Welt und man müsse auch auf andere Leute Rücksicht nehmen. Uebrigens könne in dieser Beziehung der städtischen Verwaltung wohl kein Vorwurf gemacht werden. Er erinnere nur an die gewerbliche Fortbildungsschule, an die kaufmännische Fortbildungsschule und die Wohltätigkrits- anftalten, die ja der unbemittelten Bevölkerung zugute kommen. Man müsse weit suchen, um eine S'.adt zu finden, die in solchen Einrichtungen so weit gegangen sei. Redner kommt auf den Bericht des Magistrats zu sprechen, der ihm sehr günstig erscheine. Bis zum Anfang dieses Jahres feien 170 000 Mk. Ueberschüffe vorhanden gewesen und diese steigen vielleicht auf 200 000 Mark. Diese Ueberschüsse, auf die unser Etat immer zugeschnitten war, das sei eben der Fonds, aus dem alle außergewöhnlichen Ausgaben bestritten werden sollten und auch bestritten wurden. So sei jetzt wieder beschlossen worden, die Ausgabe für ein Volksbrausebad da­raus zu entnehmen. Auch wurden aus diesem Fonds Zu­schüsse zu den Straßenbauten gegeben. Es sei doch schließlich einerlei, ob man es aus einzelnen Fonds oder aus einem gemeinsamen nehme. Die Einnahmen hätten fick immer in steigender Richtung bewegt und weil für das nächste Jahr nach dem Bericht des Magistrats die Einnahmen nicht gleichen Schritt mit den Ausgaben halten, fei eben die Kommission zusammengetreten, um neue Steuerquellen zu erschließen. Wenn er den Entwurf des Etats durchsehe, so scheine ihm, daß dieser Entwurf auch darauf zugeschnitten ist, um die Notwendigkeit der neuen Einnahmequellen etwas dringlicher erscheinen zu lassen, als es tatsächlich der Fall ist. Seiner Ansicht nach sei es leicht möglich, das angegebene Defizit um 50 000 Mk. zu verringern, ohne daß an den Kulturausgadv»

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