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BtaMW&rH« L80 NL. mrmatlich 60 M., flk m* &ti|t Abonnenten mit dem betreibenden Postaujjchtag, Vie tuxjelne Nummer kostet 10 Pfg.

WetotienStarf und Verlag der Buchdruckerei bei Serri», ee. Waiserchaujer i» Hanas.

General-Anzeiger

Awll'chts Organ für Stob und Landkreis Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahm- ^ ^«mn- und Feiertage. mit belletristischer Beilage.

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Nr. 51 F-rnfprechanschluf; Nr. 605. DoNNNstag dtN 1. MlikZ ff-rnspr-chanschl«tz Nr. «05. 1906

Amtliches.

Stadtkreis Ran au»

Anleihen der Stadt Hanau.

Ziehung am 27. September 1905. Auszahlung am 31. März 1906.

T. Anleihe vom ! April 1888» Priv'l^ium vom TO. Juni 1880 H. Reihe zu 3'/, "fa XVI. Ziehung.

Lit. A Nr. 24, 100, 119 zu 1000 Mk. B 19, 25, 90, 94, 176, 318 zu 500 Ml.

C 12, 50, 95, 108, 122, 167, 374, 378, 509, 511, 602, 641, 761, 791 zu 200 Mk.

Rückständig: l it. " Nr. 209, 256 zu 500 Mk., Lit. C Nr. 654 zu 200 Mk.

II. Anleihe vom 1. Oktober 1889 II. Serie zu ^h °/o XVI. Siebuna. Lit. A Nr. "108, 124, 196 zu 2000 Mk. B _ 205, 275, 299 zu 1000 Mk. C 268, 285, 288, 311, 340, 387 zu 5OO Mk.

n 359, 403, 473 zu 200 Mk.

Rückständig: Lit. C Nr. 276 zu 500 Mk., Lit. D Nr. 487 zu 200 Mk.

III» Anleihe vom 1. Oktober 1889 I. Serie zu 3'/» "/. XIV. Ziehung.

Lit. A Nr. 4, 14 zu 2000 Mk.

B 3, 44 zu 1000 Mk.

0 , 7, 160 zu 500 Mk. h 33, 123, 180, 243 zu 200 Mk.

Rückständig: Lit. D Nr. 28, 63, 235 zu 200 Mk.

IV. Anleihe vom 21. Juni 1898 zu 31 /»/♦ VF. Ziehung.

Lit. A Nr. 74, 82, 121, 152, 154, 191.295 zu 2000 Mk. B 5, 6, 15, 27, 32, 86, 126, 128, 341, 352, 422 zu 1000 Mk. 0 55, 97, 134, 163, 237, 249, 282, 300, 317, 324, 325, 367, 447, 549, 592 zu 500 Mk.

D 3, 58, 68, 85, 117, 163, 164, 277, 285, 316, 333, 411, 455, 458, 506, 524, 540, 541, 649, 678, 683, 713 zu 200 Mk. Rückständig: Lit. D Nr. 24, 144, 556, 594 zu 200 Mk.

Hanau den 2. Oktober 1905.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 4

yMjaansiiBaËggEa^'miiMiuMMUMahiiwiiMreMBWBMW^

Feuilleton.

Festkonzert des Gesanavereins Siimscr.

P. A. Hanan, 1. März.

Das am 15. März (Donnerstag) in Aussicht genommene Festkonzert deS GesangvereinsSumser" zur Feier seines 60jährigen Jubiläums verspricht nach den in die Wege ge­leiteten Vorbereitungen einen künstlerischen Genuß.

Neben gutgemählten, mit melodischen und harmonischen Schönheiten ausgestatreten größeren Chören mit Orchester- begleitung wird der Verein einige ansprechende, klangschöne a capella - Chöre gewandter Tonsetzer bieten. Daß die Sumser in dem Konzert sich einen durchschlagenden Erfolg sichen: werden, dafür bürgt die tüchtige und kunstverständige Leitung des Herrn Altvater und das zur Verfügung stehende Stimmenmaterial der Mitglieder.

Was das Konzert besonders noch anziehend und wertvoll gestaltet, das ist die Mitwirkung der Solisten. Der Verein hat keine Mühe und Opfer gescheut, um dasselbe durch Heran­ziehung bedeutender Kräfte zu einem Glanzpunktim Vereinsleben und zu einer musikalischen Veranstaltung von hervorragender Bedeutung in dem Musikleben unserer Vaterstadt zu ge­stalten.

Als Violinsolistin ist keine geringere gewonnen worden al» Frl. Elsie Playfair aus P a r i s^ Diese noch junge, aber zu Großem berufene Violinvirtuosin ist vom Konzert des Lebrersängerchores her (am 17. März 1904) noch in guter Erinnerung, wie sie die Zuhörer geradezu enthusias­mierte und den Kunstkenner fesselte durch die weichen und wundervollen Klänge ihres Instrumentes, die schöne volle Tongebung, durch hochentwickelte Technik und die Reife ihre» Vortrages.

Als zweite Solistin werden die Konzertbesucher die Hof- sperusäugerin Frl. Fischer aus Mannheim zu hören Ge-

EMttinnen-MeilllW der Msm. FortMunMUt.

Das neue Schuljahr beginnt Mimtaft den 23. April, nachmittag» 2 Uhr. Der Unterricht erstreckt sich auf wöchent­lich 10 Stunden, die außer am SamStag nachmittags von 24 Uhr abgehalten werden. Der Unterricht im Fran­zösischen ist wahlfrei. Der Kursus ist einjährig, und eS wird in folgenden Fächern unterrichtet:

1. Rechnen. 2 Std. Wiederholung der 4 Spezies unter Verwendung ausländischer Münzen, Maße und Ge­wichte. Gemeine und Dezimalbrüche. Prozent-, Zins-, Diskont» und Terminrechnung. Progressive Kontokorrente.

2. Vilchführunst. 2 Std. Buchung von 4 Geschäfts­gängen nach der einfachen und doppelten (italienischen) Methode. Das amerikanische Journal.

3. Handelslehre und Korrespondenz. 3 Std. Vom Handel und den HandelSpersonen. Der Betrieb des Handels. Die Tauschmiltel im Handelsbetriebe. Briefe in Form von Korrespondenzgingen a) Warengeschäfte, b) Bankgeschäfte.

4. Stenoprapbie «nd Maschinenschreiben. 3 Stunden. Verkehrsschrift und Einführung in die Grund- lehren der Debattenschrift (System Gabelsberger). Kenntnis der wichtigsten Teile der Schreibmaschine. Fehlerloses Schreiben auf der Remington- und Adlermaschine.

5. Französisch, fae. 2 St. Einführung in die fran­zösische Handelskorrespondenz. (Nur für Mädchen mit Vor- kenntniffen im Französischen).

Schulgeld jährlich 30 Mk. Anmeldungen werden vom 26. februar bis 2. März von lIVs 12'^ Uhr vormittags, Mittwoch den 28. febrnar auch nachmittags von 24 Uhr im SchnUokale (Leipzigerstraste 9,1) entgegengenommen, können indes auch schriftlich erfolgen.

Hanau den 24. Februar 1906.

Der Direktor.

Pfeifer. 4109

Städtische Sparkaffe.

Gelder gegen erststellige Hypotheken zu 4°/o sind stets auszuleihen.

2 Der Vorstand.

Bclaniltllllilhmig für Äcssclstadt.

Die Ersatzwahl für die am 31. März 1906 ausscheiden- den Gemeindeverordneten:

legenheit haben. Diese Künstlerin genoß ihre Ausbildung am Dr. Hochichen Konservatorium zu Frankfurt a. M. Sie ist eine mit vortrefflichen Stimmitteln begabte Sängerin. Die Art ihres Vortrags macht den besten Eindruck. In unserer Nachbarstadi Frankfurt a. M. hat Frl. Fischer schon wiederholt mit großem Erfolge gesungen. Es steht zu er­warten, daß die geschätzte Künstlerin auch in dem Festkonzert derSumser" hervorragende Proben ihres gesanglichen Könnens ablegen wird.

So sind die Vorbedingungen erfüllt, die ein gutes Ge­lingen in sichere Aussicht stellen. Möge dem Verein die Unterstützung seitens unserer Bürger nicht fehlen!

In einem Feuilleton-Artikel werden wir das Programm noch nach seinem künstlerischen Werte eingehend würdigen.

Die rote Gefahr?)

«Schreiben ist ein Mißbrauch der Sprache." Goethe.

Wenn ich all da? zu Papier bringen wollte, was ich noch gegen unsere Schule, höhere und niedere, auf dem Herzen habe, so fände ich kein Ende. Der Streit um die Schularten aber läßt mich, wie gesagt, ruhig. Man kann auf hundertfache Weise zur Kultur gelangen. Wenn sich 714 Jahre lang gebildete Männer planmäßig und ein­dringlich" mit der Entfaltung jugendlicher Geister beschäftigen, so muß dabei etwas Gutes herauskommen. DaS kann auf einer Realschule, aus einem Seminar, in einem Maleratelier geschehen, sogar auf einem Gymnasium alter Art. Zahllose Wege führen zur Bildung. Mir ist deshalb unfaßbar, wie eS noch immer Menschen mit gesunden Sinnen geben kann, die behaupten, nur der Weg über Hellas und Rom gebe echte Humanität. Als ob Schiller, Gottfried Keller, Fried-

*) An« dem Buche: Der Deutsche und seine Schule. Erinne­rungen, Beobachtungen und Wünsche eines Lehrers. Von Ludwig

«erlitt Berlin, Verlag von Wiegand u. Grieben 1905,

Jean Ricker» ITT. Abteilung, Friedrich Geibel ) _ . ..

Nicolaus Geibel J 11 Abteilung, und für den verstorbenen

Heinrich Wicke TL Abteilung,

Oberinspektor Stü bi n g I. Abteilung sowie die Neuwahl von je 2 Gemeindeverordneten für jede Klasse zur Ergänzung der Gemeindevertretung gemäß § 20 der Landgemeindeordnung findet am

Samstag den 10. März 1906 im hiesigen Ratszimmer statt und zwar für die

ITT. Abteilung, welche drei Verordnete zu wähle« hat, von vormittags 10 bis 1 Uhr,

II. Abteilung, welche fünf Verordnete zu wählen hat, von nachmittags 2 bis 3 Uhr,

I. Abteilung, welche drei Verordnete zu wähle« hat, von nachmittags 3 bis *M Uhr.

Keffelstadt den 28. Februar 1906.

Der Bürgermeister.__4429

Gefundene nnd verlorene Gelrenstände 2t

Stehen geblieben: Im Rathaus verschiedene Marktkörbe. Abzuholen bei der Armenverwaltung.

Hanau den 1. März 1906.

Hus Hanau Stadt und fand»

Hanau, 1. März.

* Erinnerungszeichen. Se. Maj. der König hat aus Anlaß der silbernen Hochzeit ein Erinnerungszeichen ge­stiftet, das von den damit Ausgezeichneten am Bande bei ihnen zuletzt verliehenen Orden« usw. oder sofern sie noch keine Auszeichnung besitzen am weißen Bande auf der linken Seite der Brust getragen wird. Nach dem Ablebe» des Inhabers soll das Erinnerungszeichen den Angehörige« als Andenken verbleiben. Ersatz für verloren gegangene Ab­zeichen wird nicht gewährt.

* Ein neues Papiergeld in Gestalt von Zehnmark­scheinen wird der deutsche Geldverkehr in Zukunft aufzuweisen haben. Die vom Reichstage angenommene Ausgabe von Reichsbanknoten in Stücken von je 50 Mk. und 20 Mk. wird bekanntlich eine Einziehung der auf diese Beträge lau­tenden Reichskaffenscheine zur Folge haben. An deren Stelle ist nun die Ausgabe von Reichskaffenscheine» in Stücken von 10 Mk. in Aussicht genommen.

* Reifeprüfung. Gestern fand unter Vorsitz des Herrn Provinzial - Schulrates Dr. Kaiser die mündlich«

^ ..... »'M. n Hl I! rich Hebbel, Rosegger, Jbsni, Böcklin, Menzel, Tolstoi, Maxim Gorki und tausend andere fübrende Geister keine Humanität besäßen! Ich habe unter Gymnasialprofefforen so stumpfe Geister, unter Handwerkern so viel Intelligenz gefunden, daß ich nach der Art ihrer Schulbildung zu fragen verlernen mußte. Die Schulart ist wirklich irrelevant. Der Geist der Erzieher und der Zöglinge ist alle». Ich werbe nicht müde, das zu wiederholen.

Ich habe aus diesem Grunde auch für Stundenpläne sehr geringes Interesse. Man könnte die bestehenden auf den Kopf stellen und es würde auch gehen. Etwa so: Schreiben und Lesen in Quarta, Rechtschreibung in Tertia und Sekunda, Erdkunde erst in Prima, Geschichte erst wie P. de Lagarde wollte auf der Hochschule, Religion nicht vor Tertia. All das wär« möglich und ließe fich vielleicht auch mit guten Gründen rechtfertigen. Dem Herumschieben aber auf den Stundenplänen, das manche für verdienstlich halten, kann ich unmöglich kulturelle Bedeutung zumeffen. Es ist eine Liebhaberei von Reformern, die imGrunbe alles beim alten lassen wollen.

Was anders werden muß, da» ist zunächst unser Verhältnis zur Jugend, unsere ge­samte Auffassung vom Zwecke und den Zielen aller Erziehung. Jetzt ist, um e» knapp zu formulieren, ber Lehrer ein Kritiker, Zensor, Zuchtmeister: was er werden sollte, das ist ein Pfleger und fördernder Freund der Jugend.

In der ganzen Auffassung," sagt Dr. Rheni»« (Wo bleibt die Schulreform ?" Leipzig,' Felix Dietrich 1904), daß der Geist überhaupt gebildet werden könne z. B. durch Beschäftigung mit irgendwelchen Formen im grammatische» Sinne, verrät sich nichts als der roheste und flachste Mate­rialismus. Für dir Entwicklung geistiger Anlage» und Fähigkeiten gibt es überhaupt keine künstlich« Mittel, sondern nur eine möglichst natürliche, einfache, selbständige Ernährung und Erziehung de» jugendliche« Geiste«, webe