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»«äjLhrlich 1,80 DL, monatlich 60 Pfg-, für «* »fertige Abonnent« mit dem betrifsendm Postausschlag, Di« «injelne Stummer kostet 10 Pfg.
^«druckt und verlegt in dervuchdruckerei des verein. «. Datjenhaufe» in Hanau.
General-Anzeiger
Amtliches Organ für AM- und Landkreis Hanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
«urilckungSgedLh», Die fünf gespaltene P-tÜzeite oder der« Raum 15 Wl* im Steklammuil die Zeit« Sü Pf»
Verantwort!. Redakteurr G. Schretker in Hae«.
Str 201 Fernsprechanschlutz Nr. 605»
Montag den 28. August
Fernsprechanschlutz Nr. 605.
1905
Amtliches.
Stadtkreis I)anau. Bekanntmachung.
In der Zeit vom 8. bis einschl. 11. September d. Js. sind wiederum größere Einquartierungen zu leisten. Es ergeht an alle diejenigen, welche bereit sind, Quartiere zu stellen, die Aufforderung, sich bis zum 1. n. Mts., abends 6 Uhr, in Zimmer 7 des Rathauses — 1. Obergeschoß — zu melden; an Vergütung für die Quartierleistung (ohne Verpflegung) werden pro Mann und Tag 50 Pfg. gewährt.
Hanau den 26. August 1905.
Die Einquartierungskommission. 16479
Awangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Hanau belegene, im Grundbuche von da Band 43 Blatt Nr. 2675 nir Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Cigarrenmachers Johann Ludwig Kurz und dessen Ehefrau Katharine geborene Tirols zu Hanau je zur ideellen Hälfte eingetragene Grundstück:
Kartenblatt G Nr. 825/160 rc. = 78 qm, Nordstraße Nr. 7,
a) Wohnhaus mit abgesondertem Abtritt und kleinem Hosraum,
— Gebäudesteuernutzungswert = 825 Mk. —
am 27. Oktober 1905, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht, an der Gerichtsstelle, Marktplatz 18, Zimmer Nr. 14; versteigert werden.
Hanau den 23. August 1905.
Königliches Amtsgericht 2. 16442
Steckbrief.
Gegen den unten beschriebenen Kaufmann Hermann Heinemann, geb. 9. 12. 73 zu Dörnigheim, und den Arbeiter Karl Dingeldein, geb. 15. 8. 70 zu Ems, welche flüchtig sind, ist die Untersuchungshaft wegen gemeinschaftlichen Diebstahls verhängt.
Es wird ersucht, dieselben zu verhaften und in das nächste Gerichts-Gefängnis abzuliefern, sowie zu den hiesigen Akten 4. J. Nr. 952/05 sofort Mitteilung zu machen.
Frankfurt a. M. den 25. August 1905.
Der Königliche Erste Staatsanwalt.
Beschreibung des Heinemann:
Größe: 1 m 60—65 cm, Statur: untersetzt, Haare: braun, Nase: gewöhnlich, Mund: gewöhnlich, Bart: schwarzbrauner Schnurrbart, Gesicht: voll, Gesichtsfarbe: frisch, Sprache: deutsch, Kleidung: dunkler Anzug, Umlegekragen, lange Binde.
Beschreibung des Dingeldein:
Statur: schlank, Größe: 1 m 70—75 cm, Haare: rötlichblond, Augenbrauen: rötlich-blond, Münd: gewöhnlich, Gesicht: voll, Nase: klein und dick, Bart: roter Schnurrbart, Gesichtsfarbe: frisch, Sprache: deutsch, Kleidung: heller Sackrock, dunkle Hose, schwarze Schnürschuhe, Umlegekragen, lange gewürfelte Binde.
Konkursverfahren.
Ueber das Vermögen der Firma Carl Ohler, offene Handelsgesellschaft in Hanau, Inhaber die Kaufleute Carl Christian Ohler und Conrad Ohler daselbst, ist heute am 26. August 1905, vormittags Vsll Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Rudolf Hopff in Hanau ist zum Konkursverwalter ernannt. Offener Arrest und Anzeigepflicht sowie Termin zur Anmeldung bis zum 16. Oktober 1905» Erste Gläubigerversammlung am 22. September 1905, vormittags 10 Uhr, Prüfungstermin am 3. November 1905, vormittags 10 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgericht, Abt. 5 hier, Marktplatz 18, Zimmer Nr. 5.
Hanau den 26. August 1905.
Der Gerichtsschreiber 16443 Königlichen Amtsgerichts Abt. 5.
Gefundene und verlorene Gegenstände re.
Gefunden: Im Schloßgarten 1 Kinder-Strohhut und 1 Damenhandschuh. Abzuholen bei der Armenverwaltung.
Hanau den 28. August 1905.
Hus Hanau Stadt und Eand.
Hanau, 28. August.
* Empfang hessisch-nassauischer Damen bei der Kaiserin. Anläßlich der Kaisermanover am 9. September wird die Kaiserin in Homburg v. d. Höhe nachmittags um 3 Uhr Damen aus der Provinz Hessen-Nassau in dem neuen Saale des Königlichen Schlosses empfangen. Es sind dazu bereits auf Allerhöchsten Befehl durch die Frau Ober- prästdent von Windheim Einladungen ergangen.
* Kirchliches. Die alte Hanauer Ordnung, wonach verstorbene Kinder ohne Beteiligung eines Geistlichen der Gemeinde beerdigt werden, wird oft von den vom Tode eines Kindes betroffenen Eltern schmerzlich empfunden. Diesem berechtigten Empfinden Rechnung tragend, haben sich die hiesigen evangelischen Geistlichen schon längst bereit erklärt, auf Wunsch am Grabe oder im Trauerhause eine kurze Leichenfeier zu halten. Diese erfreuliche und, da sie recht oft mit einem verhältnismäßig großen Opfer von Zeit verbunden ist, umso anerkennenswertere Bereitwilligkeit der Herren Geistlichen scheint jedoch in weiteren Kreisen noch nicht genügend bekannt zu sein. Es fand einmalig, wie uns mitgeteilt wird, gestern von den Kanzeln unserer beiden altstädtischen Kirchen folgende Ankündigung statt: „Der christlichen Gemeinde wird in Erinnerung gebracht, daß die Geistlichen unserer Kirche auf Wunsch jederzeit bereit sind, auch bei dem Tode noch nicht schulpflichtiger getaufter Kinder unserer Gemeinde entweder im Trauerhause, oder auch, vorausgesetzt, daß Eltern und Verwandte an dem Begräbnis teilnehmen, am Grabe eine kurze Trauerfeier abzuhalten und den Leidtragenden den Trost des göttlichen Wortes zu bringen. Es ist aber erforderlich, daß man sich rechtzeitig mit dem Geistlichen seines Seelsorgebezirkes in Verbindung setzt, um eine auch dem Geistlichen passende Stunde hierfür festzusetzen. Gebühren für eine solche freiwillige Beteiligung des Geistlichen an dem Begräbnis getaufter Kinder unserer Gemeinde sind nicht zu entrichten."
* Musik - Akademie. Herr Hch. Appunn wird in hiesiger Stadt eine Musik-Akademie ins Leben rufen, die bereits am 16. Oktober d. Js. ihre Tätigkeit beginnt. Näheres ist aus dem Inseratenteile der heutigen Nummer zu ersehen. <
* Lichtbilder-Vortrag. Am nächsten Freitag abends pünklich 7—8 Uhr wird Herr Dr. Quilling in Rücksicht auf die z. Zt. in Frankfurt stattfindende Menzel-Ausstellung in der Aula der Zeichenakademie einen Vortrag über „Menzel und dieAusstellung seinerWerkeinFrankfurt" unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder halten. Die für Hanau seltene Gelegenheit, in unmittelbarer Nähe eine große Anzahl von Original-Schöpfungen eines unserer bedeutendsten modernen Maler vereinigt zu sehen, läßt den Besuch der Frankfurter Menzel-Ausstellung, die ifeon am 6. September geschlossen werden wird, dringend empfehlenswert erscheinen. Zu ihrer Erläuterung soll der genannte Vortrag dienen. Eintrittskarten zu 1 Mk. sind in den beiden Hofbuchhand- luugen erhältlich.
* Kirchweihfest feierte gestern die hiesige kath. Gemeinde. Der schön gelegene Garten zum „Bürgerbräu" war bis auf den letzten Stuhl dicht besetzt, ein Zeichen, daß man sich vorzügl. amüsieren konnte. Durch Arrangieren verschiedener Spiele wurde auch der Kinder gedacht. Bei eintretender Dunkelheit wurden prächtige Feuerwerke • abgebrannt. Der musikalische Teil lag in den bewährten Händen unserer beliebten Stadtkapelle, welche sämtliche Konzertpi^cen ganz vorzüglich zum Vortrag brachte, folglich vielen Beifall erntete; der Schluß des Festes bildete ein Tänzchen, woran sich jung und alt beteiligte.
* Leichenländung. Gestern vormittag gegen 10 Uhr wurde die Leiche einer unbekannten Frau in der Nähe des Weinigschen Wehres aus der Kinzig geländet. Die Frau, welche etwa im Alter von 45— 50 Jahren gestanden haben wird, war von kleiner untersetzter Statur, bekleidet mit schwarzseidener Bluse, schwarzem Halskragen, schwarzem Tuchrock, weißer Taille mit dem Monogramm H. K., schwarzem Strohhut, der innen mit Goldschrift die Verkaufsfirma „Modes Helene Erker, Caffel" trug. Die in der Tasche steckenden beiden weißen Taschentücher waren gezeichnet 6. W. mit einer Krone. Der Trauring war gezeichnet mit L. K. 3. 8. 1902. Die Leiche dürfte nur kurze Zeit im Wasser gelegen haben..
* Sonntagsverqnügen. Ein Former verübte gestern nachmittag in der Krämerstraße groben Unfug durch Skandalieren, dann begab er sich auf den Platz vor dem Postamt, auf welchem er sich am Boden herumwälzte. Die
einschreitenden Schutzleute beleidigte er, auch setzte er ihnen Widerstand entgegen. Er wurde schließlich ins Polizeigefäng' nis gebracht.
* LaudeS-versicheruugsanstalt Heffen-Nassa«. Für d« Kreis Hanau — Land — stellen sich die Ergebnisse der Bewilligung von Alters-, Invaliden- und Kranken-Renten in der Zeit vom 1. Januar 1891 bis Ende Juni 1905 wie folgt:
Altersrenten
Invat.-Rent
Krankenrent.
Davon sind erledigt durch
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Bon den Renten- emufänamt sind bezw. waren beschäftigt
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Jahre», betrag der bewilligten
Renten
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Rach Abgang durch Tob k. bleiten noch zu zahlen
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71 10883
229^4887
20
17 2848 20
258 286! 12165 56'37|317|48618i40
Bon der LandeS-BersicherungSanstalt Hessen-Nassau, deren Bezirk die Regierungsbezirke Cassel und Wiesbaden, sowie daS Fürstentum Waldeck nmfaüt, sind seit dem 1. Januar 1891 überhaupt bewilligt:
9157 Altersrenten im Gesamt-Jahresbetrage von 1,262,878.60 M.
28679 Invalidenrenten , , , , 4,120,735.40 ,
1880 Krankenrenten , „ „ „ 802 332.10 „
8 9 716 Renten mit einem Gesamt-JahreSbetrage non 5,685,946,10 M.
Hiervon sind nach Berücksichtigung der durch Tod rc. erfolgten Abgänge Ende Juni 1905 noch zu zahlen.
2940 Altersrenten im Gesamt-Jahresbetrage von 434,278.20 K.
15993 Invalidenrenten , , , , 2,849,462.80 ,
856 Krankenrenten , , „ , 135,892.70 ,
19789 Renten mit einem Gesamt-JahreSbetrage von 2,919,633.70 Ä.
Der von dem Reiche zu leist«de Zuschuß beträgt 989,450.— ,
Mithin bleiben Ende Juni 1905 auS Mitteln bet Landes-VersicherungSanstalt Hessen-Rassau an Renten zu zahlen jährlich........... 1,930,183.70 SR.
* Kaiserparade. Für die am 8. September 1905, um 9 Uhr vormittags ftattftnbenbe Kaiserparade des 18. Armeekorps werden folgende Besttmmungen erlassen.:
Im Einvernehmen mit Königlichem Generalkommando des 18. Armeekorps ist die Absperrung auf das Mindestmaß beschränkt; umsomehr wird daher vom Publikum erwarter, daß die Weisungen der Gendarmerie und Polizeimannschaften, sowie der Militärposten stets ungesäumt Folge geleistet wird, damit die An- und Abmärsche der Truppen sich ungestört vollziehen können und Unglücksfälle vermieden werden.
Bei der Tribüne sind Sanitätsstationen errichtet, wegen deren Herbeiruf man sich eintretendenfalls an den nächsten Gendarmen wenden wolle.
Die Gendarmerieposten und Patrouillen bestehen auS Königlich Preußischen imb Großherzoglich Hessischen Gendarmen, die ersteren sind zur gleichen Dienstausübung befugt wie die letzteren.
1. Absperrung des ParabefeldeS.
DaS zwischen den Chausseen Meder-Erlenbach—Harbeim, Meder-Erlenbach—Ober-Erlenbach, Ober-Erlenbach—Meder- Eschbach gelegene, von einem Drahtzaun umschlossene Paradefeld, ferner die Chaussee von Meder-Erlenbach nach Meder- Eschbach bis zum Paradefeld, sowie der südliche von Ober- Eschbach nach Meder-Eschbach ziehende Feldweo werden am 8. kommenden Monats von vormittags 6 Uhr bis nach vollendetem Anmarsch der Truppen vom Paradefeld für das Publikum gesperrt.
2. Straßensperre für den Durchgangsverkehr.
Für den Durchgangsverkehr (b. h. für die nicht zum Paradefeld fahrenden Wagen und Fahrzeuge) werden von vormittags 6 Uhr an bis > Stunde nach Beendigung der Parade gesperrt:
a. die Chausse Ober-Eschbach (Landesgrenze) —Bonames (Landesgrenze),
b. die Chaussee Ober-Eschbach—Ober-Erlenbach,
c. die Chaussee Meder-Eschbach—Ober-Erlenbach, d. die Chaussee Nieder-Erlenbach—Ober-Erlenbach, s. die Chaussee Harheim—Meder-Erlenbach.
3. Fahrt von Wagen undFahrrädern zum und vom Paradefeld.
Für die Fahrt von Wagen und Fahrrädern zum und vom Paradefeld können benutzt werden:
a. die Chaussee Bonames—Meder-Eschbach (südliche Ein- fahtt) ohne Einschränkung.
Dem aus Frankfurt kommenden Publikum wird dringend empfohlen, den Straßenzug Eschersheim—Bahnhof-BonameS— Meder-Eschbach, der von den Truppen nicht benutzt, sondern nur an einzelnen Stellen gekreuzt wird, einzuschlagen. D starke Truppenkolonnen über Eckenheim, Preungesheim un^ Vilbel anmarschieren, würden Wagen, welche die vorgenannte" Otte schneidende Chausseen benutzen, erheblichen Aufenthan hoben. Die Chaussee Bonames—Harheim—Meder-Erlenoa tr