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WstckjWrlich 1^80 DL, aroaarllch 60 Hfg., für aa*. zvâvrge Rhannenten am dem brrrefjeudeo Poßgu^chiag, Lu emMre Zrummer WM 10 Wz,
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druckt mü verlegt in der Buchdruckerei des vevsia. «. WaijeohauIeS Ul Hamm.
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage,
Mxâl« Gerity- x oder Deren Raum, für AuSwârtt tL Wz, SS KÄ-MaudeU Die Zecke 26 M^
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CereretaertL Swâorr G. Schrecker « H«M.
Nr. 22. Sernf»m6o«fd)ln8 Nr. 605
Donnerstaa den 26. Januar
Fernsprechsnschluß Nr. 605
1905
SS
Amtliches
Candkreie Ran au.
Bekanntmach in en res Atrial . Landratsamtes.
Der M-tz^er HeinrkÄ Zeichner in Ostheim beabsichtigt auf seinem dortigen Grundstück, Karte 2t Nr. 102 — Brandversicherungs-Nummer 155 — die Errichtung eines Tchlachthaufes.
Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Einwendungen gegen die Anlage, zu welcher Zeichnungen und Belchreibungen im Bureau des Kreisausichufses hier offen liegen, binnen 14 Tagen, ,90m Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet, hier anzubrinqen sind.
Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen wird Termin auf
Dienstaa den 14 Februar v. JS.^ vormittags 10 Uhr,
im Bureau des Kreis-AuSschuffes anberaumt. Die Interessenten werden hierzu mit dem Bemerken geloben, daß im Falle des Nichterscheinens gleichwohl mit der Erörterung der etwa erhobenen Einwendungen vorgeqangen werden wird.
Hanau den 24. Januar 1905.
Der Vorsitzende des Kreis-AuSschuffeS.
J9h.A429 v. Beckerath.1791
Stadtkreis Danau.
Bekanntmachung.
Bei eintretenbem Tauwetter dürfen Eis und Schnee km hiesigen Stadtbezirk nur an folgenden Stellen abgelagert werden:
1. Am Main (auf dem städtischen KiesauSlageplatz).
2. In der Ausschachtung hinter dem großen Viadukt der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn.
3. Am Klnzigufer jenseit- der Fallbachbrücke.
Cofern daS Abladen von Els und Schnee an anderen Stellen und an oder auf Wegen stanfindet, wird dasselbe nach Maßgabe der Polizei-Verordnung bestraft.
Hanau den 23. Januar 1905.
Der Magistrat.
J. A.: Schmidt.
1759
Bekanntmachung.
Zwecks Ablösung der Ostastatischen Be'atzungs-Brkqade für 1905 werten auch in diesem Jahre freiwillige Mann» schäften ans dem Beurlaubtenstande angenommen. Leute der
Reserve und Landwehr I. Aufgebots von durchaus guter Führung, die bereit sind, auf einen Anwerbevertrag einmae en, bab-n sich bei dem zuständigen Bezirksftldwebel möglichst bald zu meldm.
Die Betreffenden haben sich bis zum 30. September 1907 zum Dienst in Ostasien vertraglich zu verpflichten.
Vor Ablauf der übernommenen Dienstz*it lohnen dieselben jedoch entlassen werden, sofern ihre Dienste in Ostasien früher entbehrlich w^n.
Neben völlig freiem Unterhalt und Gewährung eines jährlichen Kavitutalionsbandgeldes von 100 Mark belaufen sich die monatlichen Gebübrnisse
für Unteroffiziere 54,00 Mark,
für Gefreite 34.50 „ - :
für Gemeine 31,50 „
Hierzu tritt ro5 für die Dauer deS Aufenthalts auf chinesischem Boden eine Teuerungszulage von 1 Mark 75 Pfg. täglich für Unteroffiziere und 1 Mark täglich für Gefreite und Gemeine. 1756
* Königliches Vrzlrkskommanbo Kana«.
Hue Hanau Stadt und Cand.
Hanau den 26. Januar.
* Stadttheater. Auf das heute mit Herrn Carl Becker als Gast in der Titelrolle zur Aufführung gelangende herrliche Schauspiel H. v. Kleist's: „Prinz Friedrich von Homburg" möchten wir nochmals die Ausmerkiamkkit lenken. Unter der Regie deS Herrn Ober-Regisseurs Zeitz werden die Hauptrollen wie folgt besetzt sein: „Kurfürst" Herr F' nt, „Natalie" Frl. Helliot, „Koitw'tz" Herr Zeitz, „Kurfürstin" Frl. HeidenfelS, „Dörsling" Herr Oscar s e n , „Ho'^enzollern" Herr D e r z b a ch, „Mörner" Herr Merker und „Trubß" Herr Schneider. — Am Sonntag gelangt nachmittags halb 4 Uhr bei halben Preisen der heilere Schwank „K i l o m e t e r f r e s s e r" von Kurt Kraatz letztmalig zur Darstellung. Abends geht neu einHubiert (e!S 7. statt 8. Vorstellung der IV. Serie) Otto Erich Hartleben's Osfizierstragödie „Rosenmontag" neu einftubiert in Szene. „Hans Rudorff": Herr Becker alâ Gast.
* Maskenball. Wie alljährlich, feiert auch in diesem Jahre die „Turngeiellichaft" ihren Maskenball in den Räumen „zum deutschen HauS". DaS Programm wollen wir vorläufig noch nicht verraten, doch ist ein recht angenehmer Abend zu erwarten, denn bei den Turner-Maskenbällen herrscht fröh- I licheS Treiben. Daß eS genannter Verein versteht, Maskenbälle obzuhalten, das brauchen w'r wohl nicht noch zu erwähnen, aber wir empfehlen, sich frübzeitiq eine Karte zu fiebern.
* Kaufet A«qesel! Seit etlichen Jabren befaßt sich der Tierfchutzverein zu Wiesbaden mit der Einführung von Zugeseln; er bat b's fr^t einn 325 Stück obgesetzt. Diese Tiere eignen sich oanz vorzüglich für Feinere Betrieb*. Gärtner, Winzer, Milch' ândler, Wäschereibesitzer usw. haben den größten Vorteil, wenn sie sich Zugesel anlchaffen. Leider wird d'eS rot nicht recht verstvnden. Während Frankreich etwa 600 000 Esel hat, sind in Deutschland kaum 100 000 Stück y^hni-den. Ende März erkält der Tierfchutzverein zu Wiesbaden einen nn'en Eseltransport; Bestellungen werden jetzt schon angenommen. Genaue Auskunft wird jedem kostenlos gern gegeben.
• Huvde ist überführt! Von der Gießener Staatsanwaltschaft wurde oeftern dem „Gieß. Anz." eine Mitteilung, wonach nunmehr der Beweis mit Sicherheit erbracht ist, daß Hudde tatsächlich der Mörder deS Heldenberger Pfarrers Tböbes ist. Man hat nämlich die geraubte goldene Remontoir-Anker- uhr 30 299 aufgefunden, die Hudde nach seiner blutigen Tat verpfändet hat. Die Pfandbriefe, die er bet seiner Verhaftung bei sich trug, haben ihn verraten ! Es wurde festgestellt, daß der Verbrecher schon am 17. November, 6 Tage nach dem Mord, die erwähnte Uhr deS Pfarrers ThöbeS in Köln bei einem Althândler und Pfandoermittler namenS Himioben auf einen Pfandschein Nr. 39 581 verletzt bat. Am 15. Dezember, als er nach dem Norather Diebstahl wieder im Besitz von Geldmitteln war, löste er die Uhr w eder ein. Am 21. Dezember brauchte Hu^de wieder Geld, und wiederum wanderte die Uhr inS Pfandhaus, diesmal in die Hände Ler Pfand- vermitilerin Witwe Sinton Danz in Köln, von der er 16 Mk. in Emp'ang nahm, gegen 2 Mk. V.rmiulungSgkbübr, die er der Frau noch schuldet. Dielen HondU schloß rr unter dem Namen Hüttewarck ob, wie aus dem Pfandschein hervorgeht, dem auch die genaue Adresse der Vermittlerin, Krummer Büchel 14, zu entnehmen war. Die Gießener ClaatSonwalt- schaft hat sogleich am 18. Januar nach Köln geschrieben und gestern die Uhr empfangen. Der Verbrecher, der übrigens auch Kleider rc. versetzt hat, leugnete seither hartnäckig. Bei den Vernehmungen verlegte er sich auf dreisten Schwindel, der aber sofort von der Bebörde alS solcher erkannt werden mußte. Hudde behauptete nämlich u. a., während des ganzen Monats November nur in Luxemburg sich ausgehalten zu haben, während man die bestimmten Beweise in Händen hat, daß er häufig während dieser Zeit sich in der Rheingegend herum^ getrieben hat. Es ist verwunderlich, Laß der sonst nicht eigentlich beschränkt zu nennende Bursche angab, in Luxemburg sich aufgehalten zu haben, während er von diesem Lande nicht das geringste zu bttunben wußte. In Remich wollte er gewesen sein, gab aber auf die Frage darüber, was das für eine Stadt sei, so ausweichende und unrichtige Antwort, daß die Lüge
Feuilleton
Zum 27. Januar.
Glück bring die Stunde, die am heutigen Tag Der frohen Gäste Star vereint.
Was uns auch sonst bekümmern mag, Entfliehe, wenn des Glückes Sonne scheint. So vieler ehrfurchtsvoller Wünsche Ziel Ist Heu»* des Kaisers Majestät, Und Glück schafft Deutschen das Gefübl, Daß es noch gut im deutschen Lande steht. WaS auch derzeit die Geister lief erregt, Sie trennt im Kampfe der Partei, Der Munich, der jedes deutsche Herz bewegt, Ist, daß das Deutschtum allzeit mâttig sei. Und froh der Taten einer großen Zeit, Da Blut und Eisen uns befreite, Sei jeder zum Bekenntnis heut bereit: „Heil uns, daß sich des Reiches Glanz erneute." Heck uns, besonders noch in diesem Jahr*, In dem die Welt den Deutschen ehrt, Der sich als Held im Gei»teskampf bewährt' Und seinem Volke wahrhaft Führer war. Der uns gezeigt und allzeit ernst verehrte, Was in des deutschen Volkes Seele lag; Der durch sein eigenes Bei'piel lehrte, Was deut che Kraft im schwersten Kampf vermag. Wo man in Freiheit das, was jedem zusteht, achtet, Und kämpfend nach den Idealen strebt, Wird Schillers Lehre kochgeachtet, Und Schillers Geist ist's, der im Kampf belebt. Und doch hat an dem deutschen Firmament Richt Er nur strahlend Licht gespendet,
Noch andere, die der Deutsche kennt,
Hal unS ein Gott alS Licht gesendet.
Roch gibt's so manchen, der nach Kampf und Not,
Wenn sich der Tag zum Abend neigte,
Nach düsterer Nacht ba8 lichte Morgenrot
Als Flammenzeicken neuen Lebens zeigte.
Als Liegrszeichen nach bnrcttämpfier Not
Erstrahle heul' der Flamme Rot.
Nicht alS Symbol unbändiger Kraft,
Die ziellos allen nur Ververb n schafft.
Zum Lob der Kraft erstrahl’ das Rot,
Die uns in Arbeit, Kampf und Not
Stets mit Begeisterung emfiammt,
Nie kleinlich anders Denkerde verdammt,
Zum Lob der Kraft, die man wie einst, so jetzt
In Ehrfurcht nennt, a»8 freiem Antrieb' schätzt, Zum Lob der großen Macht im Weligetriebe, Zum Lob der ed ten, wahren, deutschen Liebe.
Es lebe unser Imperator, Wilhelm Rex.
Stadtthcatcr in Hanau.
— Hanau, 26. Januar.
Obschon an unseren großstädtischen ganzjährigen Theatern der Usus Benefize den tempi passati angehört, möchten wir doch dieselben den Mitgliedern unserer mittleren Provinzbühnen als ein altherkömmlich ererbtes Recht noch weiter in nutzbringender Weise gönnen, da in einer halbjährigen Saison dem Künstler nicht immer Gelegenheit geboten wird, sich in einer ihm besonders ans Herz gewachsenen Rolle dem Publikum gegenüber zu präsentieren, und er eben durch seinen ihm eingeräumten Ehrenabend eine Freiwahl feiner Wünsche zur Geltung bringen kann. Diesem Privilegium zur Folge hatte sich gestern abend unser bereits seit zwei Spielzeiten bewährtes Mitglied Herr Merker, als erster der in Frage kommenden Benefizianten, zu der Aufführung
Die tz-Mgr Nummer «msatzt a»b«r dem Uulerhaltuvasdlett 14 Seiten.
des sünfaktigen Lustspiels „Kean" oder „Genie und Leiden-, schaft" von A. Dumas entschlossen. Schon mehrfach finden wir bedeutende Männer der Literatur und Kunst als handelnde Hauptpersonen in Bühnenwerken geschätztester Art ver Herrlicht, wie beispielsweise in Gutzkow's „Königsleutnant", den jungen Goethe, in Laube's „Karlsschüler" den vor Lebenslust überschäumenden Schiller, und so auch in dem interessanten Lustspiel „Kean" den gleichnamigen berühmten englischen Schauspieler des vorigen Jahrhunderts, beffeit deutsche Bearbeitung kein von ihm geringerer Fachkollege als Ludwig Barnay sich zur Aufgabe gestellt hatte, und damit ein höchst lobenswertes Resultat erzielte. wenn auch diverse Szenen stark auf den äußerlich theatralischen Effekt berechnet sind. Der Verfaffer führt uns einesteils den grossen Bühnenstern in seinem Privatleben vor Augen, und zeigt uns, daß der Künstler vor keinem Mittel zurückschreckte Mild täligkeit und Großmut auszuüven, ebenso wie er sich andererseits seinem Berufe mit glühender Hingebung widmete, nur daß ihm hierbei eine tief Wurzel gefaßte Leidenschaft der Liebe bald zum Verhängnis werden sollte, die er aber noch durch frühzeitig rechtmäßige Zügelung einzudämmen wußte, imdem er durch die Heirat einer verlassenen Waise den Grundstein des weiteren Bestehens seiner (Sjiftenj wieder aufrichtete. — Herr Merker verstand die Figur des „Kean" in sehr interessanter gut durchdachter Weise auf die Bühne zu stellen und wurde durch einige Kränze zahlreiche Blumengebinde und anderweitige Ehrungen von feiten des Publikums anerkennend bedacht. Eine vornehme Verkörperung der Gräfin „$ekna" bot Frl. Zirlne, die in Bezug aus ihre Tolle,te einen guten Geschmack entwickelte. Die
der Anny Dauby" zeugte durch Frl. Helliot von guter Auffassung, nur halten wir ihre Erzählung im zweiten s ^ou "was mehr Begeisterung beseelt gewünscht, wodurch ^ -^--^'^ durch die Aufklärungen ,,Kean's" dann mehr oaj Gefühl der Enttäuschung zur Schau bringen konnte, sut charakterisiert präsentierte sich Herr Fink als „Graf v.