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Erscheint tâg^ ^ Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
BeranKsE KLaKosr G, Schrecker fr tz««.
Nr. 21. RernfortM6M Mr. 605. Mittwoch den 25. !>L*Nar gtrttfrrtWW Mr. 605. 1905
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Amtliches.
Landkreis Hanau.
Btkamitmachua-e» res Sönial. Landratsaluikv.
Mit Berichterstattung auf die Verfügung vom 3. Januar 1900, J V 9k. 13416, betrrffenb Verbrauch von Gewerbe- leqitimalionskarten, ist noch eine Anzahl Bürgermeister rückständig.
, Es wird daher an die Erledigung der genannten Verfügung mit Z-lästiger ^tifi erinnert.
Hanau den 21. Januar 1905.
Der Königliche Landrat.
V 558 I. A.: Conrad, Kreislekretär.
Bekanntmachung.
ES wird ersucht, Anschlüsse an die Orts Fernsprechnetze, deren Herstellung in der Zeit vom 1. Apr«! bis 31. Juli gewünscht wird, spätestens bis zum 1. März bei dem zuständigen Kaiserlichen Postamt anzumelden.
Auf die Herstellung später angemeldeter Anschlüsse kann vor Anfang August nicht gerechnet werden.
Cassel, 18. Januar 1905.
Kaiserliche Ober-Poffdirektion»
Hoffmann. 1660
Stadtkreis Hanau.
Steuererhebung.
Wir machen darauf aufmerksam, daß die
Zahlung der Steuern imt> des Schulgeldes für die Monate JanuarMär^ 1905 für diejenigen Steuerpflichtigen, deren Steuerzettel eine der Nummern von 3001—6000 aufweifen, in der Zeit vom 24. Januar bis einschlietzlich 4. Februar 1905 ftattzufinden hat.
Dom 30. bis 31. Januar vormittags 10 Uhr bleibt die Kaffe der Revision wegen geschloffen.
Im übrigen verweisen wir auf die auf dem Steuerrette! aufgedruckten Bestimmungen.
Hanau den 24. Januar 1905.
S 1 adtkaffe. 1661
Handelsregiker.
Firma Berneaud und Kalkhss in Hanau: Der Käfer- meister Peter Bern e aud ist durch Tod am 13» September 1903 aus der Gesellschaft an? gerieben, Gleichzeitig ist seine Witwe Johanna Karoline B e r n e a u d geborene Klein von Hanau, welche ihren Mann als Statutarerbin nach Solmser Land- recht beerbt bat, in die Gesellschaft als periönttch haftender Gesellschafter eingetreten. Das Geschäft wird von der Witwe Berneaud und dem bisherigen weiteren Gesellschafter KZftrmeister Heinrich Kalkhof in Hanau als offene Handelsgesellschaft unter unveränderter Firma fortgeführt.
Hanau den 21. Januar 1905.
KSniattches Amtsgericht 5. 1664
Hus Hanau Stadt und Cand.
Ksnau den 25. Januar.
Zwanzigster Geschäftsbericht des Vereins Kinderhort zn Hanau für das Jahr 1904.
Der Verein Kinderhort hat sich die Aufgabe gestellt: »Den Kindern, deren Eltern während des ganzen Tages durch ihre Beschäftigung von Hause fernegehalten werden und die deshalb ihren Kleinen nicht die notwendige Aufsicht und Erziehung zuteil werden lassen können, nach beendigter Schulzeit in Horten einen Ersatz für das zu bieten, was sie daheim entbehren müssen, und die Kinder dadurch vor den Unbilden >er Witterung, ganz besonders aber vor sittlicher Verwahrlosung zu beschirmen. Der Vorstand hat es sich angelegen lassen, in den 20 Jahren des Bestehens der Kinderhorte diese Aufgabe stets zu lösen und es ist ihm auch gelungen, die Wohlfahrtseinrichtungen auf eine Höhe zu bringen, auf die er mit Recht stolz sein darf. Der Verein wurde im Sommer des Jahres 1884 unter dem Namen „Hanauer
Fechtschule" gegründet und e^^-t® am 5. Januar 1885 in dem Schulhause „Erbsengasse" einen Knabenhort mit 24 Zög- ■ lingen. Die Leitung desselben rour^ dem Herrn Lehrer Hebebrand übertragen. Die wenigen Pfleglinge wurden in einem Klaffenzimmer der damaligen 2. Bürgerschule versammelt. Schon im folgenden Jahre wurden dem Verein die Sitzungszimmer der städtischen Armenl^mmission in demselben Haus als eigenes Heim überwiesen.
_ Die Zabl der Zöglinge wuchs schon im folgenden Jahre auf 60, ein Zeichen, welchem ordnen Bedürfnisse der Verein 5 Rechnung getragn: hatte. Als die Zahl 90 überschritten war, j mußte man eine Teilung vornehmen, und es wurden dem I seitherigen Lei.er noch die Lebrer Braungart und Willa- mowitz an je 3 Tagen wöchentlich beigegeben. Mit dem Einzug “ in bi? eigenen Räume beschaffte der Vorstand für seine Zöglinge auch eigene Tische zu 6 Sitzplätzen und mit je 6 Schubladen und Stühle. Die Stühle wurden in verschiedenen Höhen angefertigt. Als die Knabenrolksschule in t das neue Schulhaus am Johanneskirchplatz im Jahre 1888 $ umzoz, wurden die beiden Horte in zwei leer gewordene t Schttlräume in die Erbsengaffe verlegt. Durch die Errich- s lung der städtischen obligatorischen Fortbildungsschule waren - wir aber gezwungen, am 6. Mai 1890 in das neue Schul- I haus der Kuaben-Volksschule überzusiedeln, wo uns von den * städtischen Behörden besondere Lokale, freie Feuerung und Be-
5 leuchtung unentgeltlich überroieien wurden. Schon unter dem S 24. November 1886 wurde dem Vorstande ein Schreiben des da- z maligen Stadtschulinspektors Junghenn vorgelegt, in dem * die Schulbehörde das dringende Bedürfnis zur Gründung . eines Mädchenhortes bespricht und sagt: „Die Umstände, die zur Errichtung eines Knabenhortes in der hiesigen Knaben- t bürgerschule i I geführt haben, zeigen sich in gleichem Grade $ auch in der Mädchenbürgerschule J1 wirksam. Eine große Z Anzahl der Schülerinnen genügt auch nicht den geringsten An- 5 forderungen an den häuslichen Fleiß in unerläßlichen Schul- r arbeiten. Derartige Mängel und Hemmnisse machen sich am k meisten bei denjenigen Mädchen geltend, die außerhalb der - Schulzeit sich selbst überlassen sind, weil die Eltern ihrer Be- ; schäftigung außerhalb des Hauses nachgehen müssen. Schul- r strafen werden von solchen Kindern leicht genommen, weil r die erwachsenen Angehörigen denselben keinen Nachdrmck ver- I leihen, ja Strafen sönnen oft gar nicht zur Anwendung ! kommen, weil die armen Kinder ohne eigenes Verschulden I schon aus Mangel an Naum und Licht in den beschränkten dürftigen Wohnungen gar oft an der Vornahme einer Arbeit gänzlich verhindert sind. Eben>o sind die Schulversäumnisse zum großen Teile, sowie die äußere Verwahrlosung im Anzuge, die körperliche Unreinlichkeit und Nachtässigkeit, die Neigung zu ungebundenem Umherstreisen, die Zuchtlosigkeit, die Roheiten im Reden und Tun in der Regel darauf zurückzuführen, daß die Eltern von Hause abwesend sind und eine Haus- und Familienerziehtmg fehlt. — Solche Notstände zu mildern und die drohende Zunahme in der Verwilderung und Verwahrlosung so vieler armen Mädchen zu verhüten, das ist die Aufgabe der Mädchenhorte, die Gründung und ergiebige Einrichtung derselben aber das preiswürdige Ziel solcher Männer und grauen, die ein Herz für die Not und das Elend der armen Mädchen haben und bereit sind, mit Rat und Tat, mit Verspiel und persönlicher Bemühung zu helfen.
Daß aber das Bedürfnis einer derartigen Bewahranstalt in den betroffenen Kreisen selbst empfunden wird, dafür spricht der Umstand, daß auf eine vorläufige Anregung alsbald 75 Schülerinnen der genannten Schule sich zur Teilnahme an dem Mädchenhorte angemeldet haben. — Wenn sich die Einrichtung im wesentlichen auf das beschränken müßte, was im hiesigen Knabenhorte eingeführt ist, so käme doch bei den Mädchen in Betracht, daß sich die Beschäftigung der Kinder mehr nach der besonderen Natur und den Bedürfnissen der Mädchm zu richten hätte, und daß namentlich der Unterricht in dm weiblichen Handarbeiten eine weitere Ausdehnung erfahren sonnte. Die Schule kann auf diesem Gebiete nur den Grund legen, die erforderliche Fertigkeit aber nicht erzielen, weil es ihr hierzu an der nötigen Zeit mangelt unb viele Kinder schon * aus den Mittelklassen^die Schule verlassen.
Es läßt sich wohl annehmen, daß es auch dem vorliegenden Unternehmen nicht an Freunden und Förderern fehlen und daß man aud)' in unseren Frauenkreisen gerne besteuern werde, sei es durch Geldbeiträge oder Lieferung von Arbeitsstoff, Einrichtungsgegenstättden u. a. Es wird zwar mancherlei nötig werden, aber vereinte Kräfte können viel erreichen." Am 8. Oktober 1894 wurde diesem Wunsche der Schulbehörde emsprochen und der Mädchenhon in einem Zimmer der damaligen Mädchenvolksschule in der Gärtnerstraße eingerichtet. Da des mangelnden Raumes und der fehlenden
Mittel wegen immer etwa nur die Hälfte der Anmeldungen berücksichtigt werden konnten, wurde die Anstalt mit 53 Mädchen eröffnet. Eine zweite Abteilung des Mädchenhortes wurde schon im Herbste 1895 in demselben Schulhause eingerichtet. Schon seit langer Zeit hatten wir die Frage der Einführung des Knabenhandfertiqkeitsunterrichtcs erwogen. Im Sommer 1893 konnten die Herren Lehrer Willamowitz und Hamburger, ersterer in Leipzig in Papparbeiten und letzterer in Bock'nheim in Kerbschnitzarbeiten auSgebildet werdw Dann wurden diese Unterrichtsfächer im Knabenhorte eingesührt.
Als diese beiden Lehrer 1897 ihr Amt als Erzieher im Knabenhorte freiwillig niedergelegt hatten, wurde der Unter' richt in Papparbeiten Herrn Lehrer Wagner und der in Kerbschnitzarbeiten Herrn Lehrer Gunkel übertragen. In dem abgelaufenen Jahre 1904 haben die beiden Lehrer Bertholdt und Knauff im Lehrerseminar für Knaben- Handfertigkeit einen Kursus im Modellieren und Hobelbank- arbeilen absolviert, und nun wird vom Herbst v. I. an in der -Oberabteilung unseres Knabenhortes wie in den meisten Schülerwerkstätten der Unterricht in Kerbschnitzarbeiten nicht mehr als selbständiges Fach erteilt.
Der Unterricht im Modellieren, Papp- und Hobelbarlt arbeiten tritt jetzt in den Vordergrund und wird an je zwe Tagen wöchentlich erteilt.
Der Beschâftigungsplan der drei Abteilungen des Knaben- Hortes ist nun in folgender Wei'e festgesetzt:
Die Kiuder versammeln sich täglich um 4 Uhr in den Sälen der 1. und 2. Bezirksschule, welche von der städtischen Schulbehörde zur unentgeltlichen Benutzung überlassen find. Hier bekommen sie im Winter zunächst ihr Vesperbrot. Von 4—5 Uhr spielen die Zöglinge unter Aufsicht und Leitung ihrer Erzieher auf dem Schrilhofe.
In der zweiten Stunde von 5—6 Uhr fertigen sie ihre Schulaufgaben an, wobei ein Lehrer ihnen helfend und überwachend zur Seite steht.
Die dritte Stunde endlich dient zum Handferiigkeitsunter richte und zwar werden etwa 60 Kinder der beiden ersten Schuljahre (Klasse 8 und 7) in Fröbelschen Arbeiten (Stäb chenlegen, Flecht-, Faltarbeiten u. s. w. unterwiesen.
Vorstufe (Lehrer Kretschmer).
Um nämlich auch den kleineren Knaben Gelegmheit zu geben, ihre noch zierlichen Händchm zu üben und ihren Tätigkeitstrieb zu befriedigen, ist im letzten Jahre auch auf der Unterstufe des Knabenborts der Handfertigkeitsunlerricht eingesührt worden. Als Ziel der Vorstufenarbeit muß gelten daß durch sie eine gewisse Kenntnis der Formenwelt erreicht werde; ferner wird durch sie Übung der Hand und der Finger beabsichtigt und eine gewisse Erziehung des Auges; endlich gilt es, das Kind die Bekanntschaft mit denjenigen Arbeits- materialien machen zu lassen, die der Bearbeitung den geringsten Widerstand entgegensetzen: Papier, Karton und dünues Holz. Bei den Arbeiten der Vorstufe wird außer der Flechtnadel kein Werkzeug gebraucht. — Die ersten Arbeiten sind das Täfelchen- und Stäbchenlegen. Bei letzteren^ herrschen die Lebensformen vor (Beil, Bank, Stuhl, Mütze, Schemel, Leiter, Tisch, Haus.) Hierauf folgt das Verschränken der Stäbchen. Auch hier werden dem Kinde die Formenteile fertig in die Hand gegeben, aber ihre Der- ftechtling fordert schon einige Geschicklichkeit der Finger. Danach kommt das Flechten mit Papierstreifen und das Fältelt von Papierblältchen. Anfanas werden nur quadratische, später auch rechtwinkelige Blätter gefaltet. Da man dem Kinde hierbei die mathematischen Kunstausdrücke nicht geben kann, so erhalten sie daiür Bezeichnungen, die ihnen bekannt sind. Aus dem quadratischen Blatte falten sie den Fensterladen, das Tascheitluch, das Epheublatt, den Scheunen- und Stallgiebel, das Kopftuch, Halstuch und den Prellstein. Das rechteckige Blatt dient zur Herstellung von Soldatenhm, Wandtasche, Hexentasche, Kabn, Pennal, Pfeil, Brieftasche Puppe, Tisch, Doppel kahn und Doppeltasche.
(Fortsetzung folgt.)
* Halfers Geburtstaa der Garnison Laitan. Z«r Feier des Geburtstaqes Sr. Majestät deS Kaisers und Köniqs ist folgendes bestimmt morden: Am Donnerstag den 26. d. M., abends 7 Uhr, findet aro'er Zapfenstreich der beiden Mustkkopellen und sämtlicher Spielleute unter Leituna eines Adiutanten de« Jnf.-RegtS. Heffen.?omburg Nr. 166 Itatt. Der Zapfenstreich gerammelt K$ auf dem hinteren Nr. 166 und marschiert rUrlbi£ 9to e"W Marktplatz, Römer
SnST^^ Wiabt (vor dem Hause de« Rom â è ^°uen-Regts. Nr. 6 werden zwei Musikstücke, ü-.. Mar,Le, und ba« Gebet gespielt), Frankurter Sanbftrags n^r â '^^ ^^ GmmsonMesten werden zwei Musikstücke,