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Sertt» 2

* Tanzschülerball. Samstag den 21. Ian. findet der von den Tanzschulen» des in weiten Kreisen durch seine gründliche Einstudierung aller Tänze bekannten Tanzlehrer« Franz Söhnlein aranaierte Tanzschülerball in den Sälen der Centralhalle statt. An Unterhaltung wird es auch diesmal nicht fehlen. Soviel kann schon im voraus mite geteilt werden, daß da? Komitee weder Kosten noch Mühe gescheut hat, um seinen Gästen die Stunden so angenehm wie möglich zu gestalten. ES werden Theaterstücke, Duette, Sologesänge, sowie Extra-Tänze ab­wechselnd sich miteinander ablösen, so daß den Besuchern ein recht ver­gnügter Abend in Aussicht steht.

* Konzertstaub Wiener Spitze. Morgen konzertiert im Konzerthaus Wiener Spitze das Variete- und Possen-EnsembleHansa". Was die Leistungen dieser Künstler-Truppe anbelangt, sind solche nur erstklassig zu bezeichnen, zumal Frl. Toni Brenner als Vortrags- Soubrette wirklich vorzügliches leistet. Sie reißt das Publikum durch ihre Couplets zu außergewöhnlichen Beifallsstürmen hin. In dem Programm findet man eine genügende Abwechslung, da mir die neuesten Possen zur Aufführung gelangen; originell z.B. ist die Posse Der Dorsschulledrer". Trotz der bedeutenden Unkosten beträgt der Eintrittspreis blos 20 Pfg. pro Person

* Brauerei Dörr. Wir verweisen auf das im Inseratenteil abgedruckte Programm für die morgigen Vorstellungen Gute Unter­haltung steht dabei sicher in Aussicht.

* Im Kaiserstof haben die Besucher morgen Gelegenheit, sich bei musikalischer Unterhaltung, Gesangsvorträgen und anschließendem Tanzvergnügen einige Stunden gut zu amüsieren. Das Etablissement dürste also das Ausflugsziel vieler Spaziergänger lilden.

* Germania. Auf die morgigen Frühschoppen-, Nachmittags- und Abend-Konzerte der DamenkapelleGisela" sei empfehlend hin- gewiestn.

* Frankfurter Bau. Die DamenkapelleAkbinia" erzielt bei ihrem Auftreten großen Erfolg. Hinsichtlich der morgen stattsindenden Konzerte verwerfen wir auf das Inserat.

* Ferrerlösch-Apparat ..Minimax^. (Einges.) Dieser speziell zum Gebrauch für Laien konstruierte Apparat ist das einfachste und wirksamste Feuerlöschmittel. Derselbe ist in vielen Fabriken, Geschäften und Wohnungen eingeführt und hat sich schon vielfach in der Praxis glänzend bewahrt, wie ja auch der Fall in Kesselstadt kürzlich bewiesen hat. Wir verweisen noch auf die heutige Annonce.

Die städtische Bibliothek

Gärtnerstraße 67 (alte Zeichenakademie) ist Sonntags, Mitt- wochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. Gefaurtkata- loge sind in der Bibliothek zu haben.

Geffrittl. Sitzung der Ktadtv.-Versammlung vom 20. Januar.

Anwesend die Herren: Cant h al, Vorsteher; Craß, Eberhard, F ö r ft e r, Hoch, Hock, H o l m, I o st, Kehl, Koburger, Kreuter, Peterler, Reis, Schroeter, Schwabe, Stein heuer, Stübing, D o l tz, vr. W e n k e, W o l f f.

Vom Magistrat: Oberbürgermeister Dr. Gebeschu 8, Stadtbaurat Schmidt.

Etatsberatung.

(Fortsetzung.)

Es folgt die Beratung des Etats der O b e r r c a l s ch u l e, über welchen Stadtv. Eberhard berichtet. Der Etat schließt ab in Einnahme mit 76 380 Mk., in Ausgabe mit 138 620 Mk. Der Etat wird ohne Debatte genehmigt. Auf eine Anfrage, ob und in welcher Weise in den hiesigen Schulen die S ch i l l e r f e i e r begangen würde, erwiderte Oberbürgermeister Dr. Geb eschus, eine diesbezügliche Vorlage beschäftige gegenwärtig den Magistrat.

Ueber den Etat der Mittelschulen berichtet Stadtv. Dr. Wenke. Referent beantragt, die im Entwurse vor­gesehene neue Zeichenlehrerstelle an die Schuldeputation zur nochmaligen Prüfung zurückzuverweisen, da bezüglich der Besoldung Inkonsequenzen enthalten sind. Dem Antrag wird entsprochen. Stadtv. Hoch macht Einwendungen gegen die von der Regierung geschenkten und in einzelnen Räumen der Schulen aufgehängten Tafeln über dieEntwickelung der deutschen Marine". Redner erblickt darin eine politische Agitation und fragt an, wie die Rechtsverhältnisse liegen, ob die Stadt gezwungen sei, solche Geschenke anzunehmen und zu plozieren. Der gesamte Etat der Mittelschulen schließt ab in Einnahmen mit 33 700 Mk., in Ausgaben mit 154 950 Mk. Zu dem Punkt liegt ein Antrag Wolff vor, welcher dahin geht, den Magistrat zu ersuchen, einer Prüfung der Aushebung der drei untersten Klassen der Mittelschulen näherzutreten.

Der Anttagteller begründet seinen Antrag mit dem Hin­weis auf die Bestrebungen des preuß scheu und deutschen Lehrer- Vereins, auf Herbeiführung der Einheitsschule für die untersten Klassen, wie sie in Boy°rn, O sterre'ch und der Sckw.iz schon längst bestehen. Er b finde sib damit in Ueber» ein'timmuna mit ollen älteren und neueren Pâhagog-n, auch der Kultusminister Posse sei ein enragiertrr Fürsprecher der Einheitsschule für die untersten Kloss n gewesen. Auf der preußischen Lehrerve^ammlunq in irëberqtm vorigen Jahre fei diese Fraoe ihm 4000 Lehrern in b sehendem Sinne ent­schieden worden. Die finanz'elle Seite des Autrigs streif nd, betont Redner, daß Erspa Nisse, wenn auch ferne bedeuten'en, erzeett würden, da an die Stlle der er besoldeten Mittel- fdtuuebrer BoWschullehier treten würden. Stadtv. Hoch begrüßt den Antrag und will auch noch die Frage der Auf­hebung der Vorschule d-r Oberrealschule (ingefd oben w ssen.- Stadtv. Schwabe west darauf hm, daß das Ze! lur die Ausnahme in eine höhere Schule in der Mittelschule mit 3 in der 8o tdidiile erst mit 4 Satiren erreicht werde. Er möch e nicht, daß mit der Annahme des Antraos, dem er im übrigen sympathisch yegenüberüehe, eine Benachteiligung der Schüler eintrde und macht vo r einer befriebigerben ung diescr Frace seine SttlluNqnakme abhängig. Stadia. Kebl fühlt aus, wenn dreser Antraq angenommen werde, dann 'oUe man auch gleich die höhere Mädchenschule hinzunebm?n und alles in einen Topf werfen, dann könnte man unter ganzes Schu'wesm um­werten und von vorne a^fang-n. Es werde ein Ausfall an Schulgeld inlslehkn, das zu verteilen nachh r ferne Schwierig­keiten haben würde. Mn habe sa ohnehin schon die Kinder, die 90 Mark Schulgeld bezahlten, tn die alle Zeichenakademie gestickt, hie für andere Schüler nicht mehr gut genug befunden wurde. Diese demokratilche Gleichmacherei mache er nicht mit, seine G- danten ft^eche er hier offen aus, wenn auch andere, die gerade

Samstag A

so denken, dazu schwiegen. Oberbürgermeister Dr. Gebe- schus will sich nicht auf das politische Gebiet begeben und ist der Meinung, daß die Schule noch keine politische Anstalt sei, wenn auch ein paar Marinebilder dort hängen. In den vorgetragenen beiderseitigen Ansichten liege etwas bestechendes, vom pädagogischen Standpunkte aus sei er der Ansicht des Herrn Wolff, vom praktischen Standpunkte aus nicht. Im selben Moment, wo die von den Vorrednern erstrebte Aufhebung erfolgte, würden Privatschulen entstehen, womit das erst recht ein trete, was man früher beseitigen wollte. Interessant wäre ihm die Meinung, daß bei Durchführung des Antrages die drei untersten Klaffen der Volksschule ge­hoben werden müßten, dann müßten aber nicht nur die drei untersten Klaffen, sondern die ganze Schule gehoben werden und da befürchte er, daß die Regierung nicht darauf eingehen werde, einmal, weil sie von den Forderungen an die höheren Schulen nicht abgehen wolle und auf der andern Seite, weil die Anforderungen an die Volksschule nicht zu hoch gespannt sein sollten. In konsequent der obigen Neuerung würden aber auch die von Herrn Wolff herausgerechneten Erspar­nisse hinfällig, von der Durchführung besürchte er einen Ruin unterer Finanzen. Herr Hoch befinde sich in einem großen Irrtum, wenn er glaube, man könnte den Ausfall von Schulgeld auf die Schultern der reichen Leute abladen, viele von denen, die ihre Kinder in die Oberrealschule schicken, seien arme Leute, die darben, um ihren Kindern eine gute Schulbildung auf den Lebensweg mitgeben zu können, aus diesem Grunde habe man schon im vorigen Jahre die beantragte Erhöhung des Schulgeldes abgelehnt. Die reichen Kinder würde man mit einer Erhöhung des Schulgeldes in das Gymnasium treiben. Stadtv. Hoch nennt es einen Appell an die Diimmheit der Leute, wenn man die Kosten ins Feld führe, für die Cchu'en müßten eben Op^er gebracht werden. Der Antrag wird schließlich mit 11 gegen 10 Stimmen in folgender Fassung angenommen:Die Stadtv.- Versammlung ersucht den Magistrat, in eine Prüfling der Frage einzutreten, inwieweit eine V ereinheit- lichung der unter st en Klassen der städtischen Schulen a n g â n g i g i st."

Der Etat der Mittelschule wird nach dem Entwurf ge­nehmigt.

Stadtv. Dr. Wenke berichtet weiter Über den Etat der Volksschulen, der in Einnahme mit 54 800, in Aus­gabe mit 209 700 Mk. absch.ießt. Stadtv. Wolff hat hierzu einen Antrag gestellt, der dahin geht, den Volksschul- lebrern ebenso wie den übrigen Lehrern Umzugsgeld zu ge­währen. Der A-tragsteller zi ht den Antrag zurück, nachdem der Oberbürgermeister mitgeteilt hat, daß diese Frage gegen­wärtig die Schuldeputation beschäftigt. Der Etat wird nach Erledigung einzelner Anfragen und Wünsche genehmigt.

Ueber den Etat der ge werbt. Fortbildungsschule berichtet Stadtv. Kreuter, welcher Genehmigung des Ent­wurfs beantragt. Zu den einzelnen Positionen werden auf Anträgen Aruklärungen gegeben, welche kein allgemeineres Interesse beanspruchen. Der Etat schließt ab in Einnahme mit 23 600, in Ansgabe mit 51 510 Mk. Für das Rech­nungsjahr 1904 ist von dem Herrn Minister für Handel und Gewerbe ein Staatszuschuß von 18 000 Mk bewilligt worben. Im Jahre 1905 kommt der II. Jahrgang der der Fort­bildungsschule überwiesenen Schüler der Zeichenakademie in die Fortbildungsschule; die dadurch entstehenden Mehrkosten sind auf 5150 Mk. veranschlagt. Der Herr Minister soll um Uebernahme der Hälfte dieser Kosten gebeten werden. Der Entwurf wird genehmigt.

Stadiv. Treusch berichtet über den Etat der städt. Sparkasse, der in Einnahme und Ausgabe mit 2 521000 Mk. ab ich ließt. Die Kapitaleinlage nebst Zinsen der Gut­babenbesitzer ist auf 2 064 450 Mk. verauslagt, die an die Stadtkasse abzuführende Hälfte des Jahrcsremgewilms auf 8700 Mk. Der Etat wird genehmigt.

Hanauer Kereins- «. Uerglmanngsnachrichten

für SsmStaa den 21. Januar.

Nestsura^tG-rmania": G-obeS I»-strnwenta'-Konzert.

TongertbaneFrankfurter Ba»": D"wen-Kou-ert.

Lurn-t-einde Sun 89'/, Uhr: Tilgen Jet Juaendârllun^. Evangetisclier 8rbeitexoereh t Verein*«dend mW Mitaltederaufnahme

<m stets<"8TnfftffBrauerei MeiSinnntel"

Getqno^ereinFiödlichkeit': PerkluSob^nd lmDeutsckien Hm8", G.t.inov^etnG-'man'a": LrreinSvbend imLswenoä'tck n". Ge'nnnvnkin .Melowanta' : Vereinsamend in aerKartbanne". * Geiaupver-'n .Tanblsiche": VereinSabend in derStadt Bremen , Getanaverein Sums.r": VeremSabend in der . Stadt Bremen". '*nana. Männ-r- n. Jüna'inaSverein? Unterdaliuna Sv. -rtn-einSvau«). iveranüe'moS-VereinGermania": VereinSabend imar. Kurfürsten . (hubSaxonia": Btrein»a-en, imTrledberoer £>of. V'ronam'N^oesellschaftFidelio": VereinSaoendzum Anker". fl Geielliae DerbindnnaMelitia" VereinSabeno .zur aolduen Gerste . CasinoGintrackt" (Vereinslokalzum Brausiüb' "t: Berrtnsavem. '"«reinSiniakeit" V^einSabend in >er ,ir»6en Strnne".

VereinF delitah": Dereirkobend in her .hentfdben Eiche", »fvbCameratia' : K'ubabend <m«roßen Kur ürkten'. KItsiiae Verd^ndunaArmmia": Klubiben^ in derS'adt Breme». V-rei« Frohsinn 1908": Vereinsamend imGra'en B^itivv Ludmic» "tbietenklubGermania 9i*rein«aberb . um a'oßen Kurfürsten . Stemm« mb Rtnaklub ^Ei'be": Brr»inSabend (Resir. S'N b^r). Hanauer Fußball- und Briefes0b: Vereir «abendBrauer-1 Beck", .vananer Fußlallueiellschatt lb99: Be^ein-ab-nd i.schmerz. Bären . FußballklubViktoria": N»ret,.«abend Im ooldnen M-id." Nadsabr?r«Verein 1895: yere'nSabendzur deutschen Eiche". Radsport A^ler" VereinSabend imSchützerbos^. ^adfabrervereinUnion": Vereinso-'enk imWilhelmSeck". K'ubAm'e tta" Kea«s"bend imElephanten". Musik-'kskllsck'as 19^15 De-einSadend (Sieftauration »zum Teich"). Keqelklw, N'eb-sckwârmer' : Iw Gaghou«zur guten Quelle». Osten:-Klub: VereinSebend imBernbard-eck'.

für Sonntaa den 22. Januar.

Lokomotivführer- Veve'n : Vorm»taas von 1112 Uhr: Zusammen­kunft im Veie'nklokal (@entraThaffe ).

^bc6afte|h*oh im N»c"b«raer Hof": Von 111 Ufir; Uebunatzstunde. Hanauer Fußball- und Cr'ck tkl rb: Nachmittags 2 Uhr UebunoSkoiel aui teinem Sporirkatz am täbt. Wasserwerk 2, LeipugeIt>a, e. NachV'ttaas 8 iibv: Uebuncefbiele auf ^em i^r rrtervlatz: .Sn^daü» flubViktoria",Hanauer Fußballgesellschast 1899" und Ha­nauer Fuß'-allklu'iHanovia".

Erster Hanauer Fußballkluv 1893: Naântttaaf' 8 Uhr: Uchungsspiel auf seinem Sportplatz an derSchönen Aussicht".

_ ______________________ ; 21. Iamrar

^«iK<LS,W^. <S(tfff)f»u«zur ritte OneCe*.

Stammtisch «Bür.'stbräu": Famillenabend,

NerSelgerttngs- etc. Äalender

für Montag den 23. Januar.

Angebote betr. Neb^rn"bme auf da« aus dem (yemeinvuo-UDe Nied,rro-'e''bvch n-ch dem Einschläge zum Verkauf kommen 'e Kiefern» Grnbendol, fln'> bi« vorn j tao« 9, Ufir im Geschästszimmtr der botet en Bürgerm-lst^ei abzü'-eb'u (f. Ne. 1?Han. A"z").

Sla^mioace 3 Uhr soll n n "em Str'ße te l vonVor der Kinzi-brücke" bis zurKölnelstlcße" 37 Kastanienbäume mristbieteni versteigert werden.

TeleWphischec Wenerbenchl Der btuL?che« Eeewarte.

Telegramm aus Camburg vom 21. Januar 9 Ubr 32 Minuten.

Ein Maximum von 735 mm lagert über Jnnerrußlanb, eine Depression unter 756 mm vor dem Kanal. In Deutsch'and ist das Wetter kalt, trocken und meist heiter.

Prognose für den 22. Januar: Fortdauer der Herrschenden Witterung wahrscheinlich.

Hue Mab und fern.

WrankfNrL a. M., 20. Januar. Zwischen dem Auf- sichtsrat der Frankfurter Viehmorkisbank und dem Mittel­deutschen Viehhändlerverein sind die Verhandlungen, die seit längerer Zeit wegen einer Einigung üb?r die Bank schwebten, zum Abschluß gekommen. Die Beilegung der Streitigkeiten erfolgte, vorbehaltlich der Genehmigung der Generalversammlungen beider Korporationen, auf einer Basis, die beiden Teilen Rechnung trägt. Der zustande gekommene Friede ist den Bemühungen deS Obermeisters Karl Marx und dem Vorsitzenden des Miiteldeutschen V ehhândlervereins Adols Gutenstein zu danken. Die Diffrenzen der Landwirte mit dmr Verband der Brauereien Frank-nrt a. M. wegen Er- böbuna der Treberp reise auf 1.70 Mk. haben sich eben­falls erledigt. Der Verband der Branersim liefert den Treber wieder zu dem seitherigen Preis von 1.50 Mark.

)( Klein Krotzenburg, 20. Jmuar. Der Massen­streik in den Ko lenrmieren bat, wie gleich anfangs befürchtet werden mußte, die Koblenpreiie auf dem platten Lande Wort ungünstig beeinflußt. Die Steinkohlenpreise sind allenthalben von Mark 1.20 auf Mk. 1.30 per Zentner gestiegen. Dabei stellen die kohlen' ändler einen weiteren Preidausschlag in ziem­lich sichere Aussicht. Auch die Braunkshlen-Bergwerkschasl Gustvo" in unserer unmittelbaren Nachbarschaft überraschte die Konsumenten mit einem namhaften PreiSaufichlage. Im Detailverkanfe fordern nämlich die Brikeitshândltr 1 Mk. per Zmtner, gegen bisher 85 und 90 Pfennig. Die Preiser­höhung wurde übr gens auch durch einen Maschinendefekt, bei schon seit etwa 3 Wochen die Brikettsfabrikation bedeutend einschränkte, v-rmsackt.

Pforzheim, 20. Januar. Im Akter von 57 Jahren v rschtev gestern vormittag Herr Bijouterie-Fabrikant Carl H u g e n i o b l e r, ein in Bisoüterie«, wie kaufmännischen Kreisen sehr angesthener Mann, der besonders in früheren I ihren, sowohl im Kaufmännischen, wie im Turn-Verein leitende Stpnniigen einnahm. Ebenso gehörte er beim In­krafttreten des Gkwerbegerichts zu den Beisitzern aus der Reihe der Disouteriefabrikanlkn.

Dandel, Gewerbe und Verkehr.

Marktbericht.

Hanan, 21. Januar. (Lebensmittelpreise.) Ge- flüael: Tauben, daS Pärchen 90 Pf. bis 1 20 Mk.; ein alter Hahn 1,40 bis 1,60 M.; ein Huhn Mk. 1.201,40, eine Gans bis Mk.; GanS, gerupft, d. P'd. 6870 Pfq« Fische: gewöhnliche Sorte 35 Pfg., bessere Sorte 40 Pfennig. Hecht Mk., Bresem 60 Pfg., Barben 60 Pfg., Barsch 60 Pfg.,s« k^; Gemüse: Meerrettich, die Stange 5-20 Pfg., Blumenkohl, Stück 30-80 Pfg., Kopfsalat, Stück 12 bis 15 Pfg., Endivien Stück 515 P^q., Rettichs Stück 3-5 Pfg., Otter Kohlrabi, Stück 58 Pfg., Unter» Kohlrabi, Stück 620 Pfennig, Wirsing. Stück 10 bis 45 Pfennig, Weißkraut das Stück 10-50 Pfg., Rotkraut das Stück 10 -45 Pfg., Sellerie daS Stück 5-20 Pfg., gelbe Resten, Pfo. 1520 Pfg., Bra inkohl Port on 3040 Pfg., Roiei kohl Pfd. 35 Pf., Schwarzwurzeln Portion 2030°Pf., Spina», Portion Pfg., Schmalzkrout, Portion 1020 Pfq., Kartoffeln, Doppelliter 14 u. 15 Pfg.; Obst: Trauben Vfd. 50 - 60 Pfg.. Aepfel Pfd. 10 20 Pfg., Birnen Pld. 10 bis 20 Pfg., Citronen, Stück 6 b s 8 Pfennig, Apfelsinen Z10 Pfg., Paradiesäpfel, daS Pfund 3 -10 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfund 0 90 bis 1,25 Mark, Käse 1 Stück 4-5 Pfg., Eier das Stück 6-12 Psg., Zwiebeln daS Pld. 15 Pfg-, Welschkorn, daS Doppelliter 30 Pfg., Radieschen das Bündel 10 Pfg; Kastanien daS Piund <518 Pfg., Weizenmehl, 1. Sorte 20 Pfg., 2« Sorte 18 Pfg., 3. Sorte 16 Pfg., 4. Sorte 14 Pfg., = Vs kr.

Hue aller Welt.

Der Hund als Lebensretter. Bei OldeSloe geriet abends ein Depeschendote in eine am Wege belegent Mergelgrube. Er wäre unfehlbar ums L ben gekommen, wenn nicht der Hund eines in der Nähe wohnenden Landmannes sein Retter geworden wäre. Der Hund heulte und bellte und lief dabei in so auffälliger Weile * zwischen der Mergelgrubr und dem Hause hin und her, daß sich der Landmann schließ« lich mit einer Laterne auf die Suche machte. Unter Führung des Hundes kam er bald an ben schon nahezu erstarrten Ver­unglückten, der dann noch eben rechtzeitig gerettet werden konnte.

Drv Alkohol! Der Brudermörder Drewes aus dem allen ueqischen Dorfe Varrel, welcher im Rausch seinen Bruder getötet hat. erhängte sich im^GeiängniS-