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17. Juli. _________________

mit des Kaisers Teckeln, trotz der eicmartigen Situation, in der er diese Bekanntschaft machte.

Zu dem Raubmordversuch bei Wickler (Hessen- Naffau) in der Nacht zum 9. Juli 1905 wird bemerkt, daß der Verletzte erklärt hat, seine frühere Angabe, daß der Täter eine braune, englisch-lederne Hose, schwarzen Rock und schwarzen, eingeklappieu Filzhut getragen habe, beruhe auf einer durch seinen Krankheitszustand veranlaßte Verwechselung. Er könne die Kleidung des Täters nicht näher angeben. Ob der Vor­name des Täters Karl ist, ist auch sehr unbestimmt. Nach der neuerlichen Angabe des Verletzten ist anzunehmen, daß der Täter ihm einen Ranzen aus schwarzer Wachsleinwand gestohlen hat.

Neber eine merkwürdige Blitzwirkung wird aus dem Lagower Buchwalde geschrieben: Gelegentlich eines schweres Gewitters am 2. Juli d. Js. zerschlug ein Blitz­strahl in nächster Nähe der Revierförsterei Tempel bei Scher- meistel eine etwa 120jährige, 60 Zentimeter in Brusthöhe messende Buche auf folgende Art. Der Blitz erfaßte die Buche ungefähr 6 Meter über der Erde, zerschlug den Stamm der­art, daß Her obere etwa 16 Meter lange Schaft keilartig vom Stamm getrennt wurde, während der untere 6 Meter lange Stamm in der Mitte gespalten wurde. In diesen Spalt rutschte der abgesprengte obere Teil kerzengrade bis tief in den Wurzelknoten; er" ist so eingekeilt und verklammert,^ daß ihn spätere Sturmwinde nicht aus seiner Stellung zu rücken vermochten.

Im Bett vom Blitz erschlagen. Während eines Gewitters in der Nacht zum Donnerstag wurde in Raeren bei Aachen ein 18jähriges Mädchen im Bett vom Blitz er­schlagen. Die neben ihr im gleichen Bett schlafende Schwester blieb unverletzt. Die Getötete lag zunächst der Wand.

Das lenkbare Luftschiff. In Toledo (Ohio) hat vor einigen Tagen der Erfinder A. R. Knabenshue mit sei­nem neuesten Luftschiffe eine sehr bemerkenswerte Leistung oollführt, indem er, ganz in Gemäßheit seiner früher ange­kündigten Absicht, eine Strecke von drei Meilen durchfuhr und auf der Höhe eines zehnstöckigen Officegebäudes landete, worauf er die Rückfahrt antrat und wieder zu dem Abfahtts- ilatz zirrückkehrte. MS Knabenshue abfuhr, wehte ihm ein tarier Wind gerade entgegen. Der Wind führte das Luft- chiff 8000 Fuß in die Höhe; nichsdestoweniger verlor der Aeronaut die Herrschaft über sein Gefährt keinen Augenblick, sondern fuhr unentwegt seinem Ziele zu. Als der Ballon 25 Minuten nach Beginn der Fahrt gerade über dem vor­bezeichneten Gebäude schwebte, ließ sich Knabenshue herunter und erreichte gerade das Dach des Gebäudes. Nachdem das Luftschiff untersucht und in vollster Ordnung befunden wor­den war, machte sich der glückstrahlende Luftschiffer auf die Rückfahrt, die er, mit dem Winde segelnd, in 15 Minuten zurücklegte. Die interessante Fahrt war von einer zahlreichen Menschenmenge beobachtet worden; in der unteren Stadt hatte man Handel und Wandel für einige Zeit ausgesetzt, und alle nahmen den regsten Anteil an dem Versuche des LuftschifferS. Knabenshue erklärt, daß sein jetziges Luftschiff den früher von ihm benutzten bedeutend überlegen sei, und daß er feiner Meinung nach die Frage des lenkbaren Luft­schiffes gelöst habe.

F)andd, Gewerbe und Verkehr.

Viehmarkt in Frankfurt a. M. (Telegramm.) Amtliche Notierung der heutigen Viehmarktpreise. Zum Ver­kauf standen: 373 Ochsen, 48 Bullen, 684 Kühe und Färsen Stiere und Rinder), 212 Kälber, 176 Schafe und Hämmel,

Montag

.^L2 Schweine, Ziegen. Aus Oesterreich: 169 Ochsen, * .En, Kühe. Bezahlt w urde für 100 Pfd. Schlacht- vollfleischige hofften Schlacht,vertes 74 bis T^frfngc 6971, c mäßig genährte 6567. Bullen, oocfiften Schiachtwertes 6466, b. mäßig genährte 6163 gutje und Färsen (Stiere und Rinder) a. Färsen (Stiere und Rmder) höchsten Schlachtwertes 6371, b. vollfleischiqe und auëgemaftete Kühe höchsten Schlachtwertes 6365, c." ältere r genährte 4345 e. gering genährte 00

Kawer für 1 Pfund Schlachtgewicht a. feinste Mast, unb beste Saugkälber 82-87 Pfg. (Lebendgewickt 48-52 Pfg.) mittlere Mast und gute Saugkälber 7176 Pfg.) (Lebend- geiutcbt 4246), c. geringere Saugkälber 60, (Lebend- gemidit 0000). Schafe a. Mastlämmer und jüngere Mast- hammel 74, b. ältere Masthämmel 6466. Schweine, ». vollfleischrge bis zu 1'/. Jahren 70-71 (Lebendgewicht, 5 6. ), b. fleischige 6900 (Lebendgewicht 55.00), entwickelte sowie Sauen und Eber 6465). Ge- schast bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend. Geschäft der Schafen und Schweinen gut, Kälbern gedrückt. Kein Ueberstand.

Frankfurter Fruchtmarkt vom 17. Juli. (Telè- Weizen hiesiger 18.50-00.00, kurhessischer 18.50 W°ta 18.5019.25, Kansas 18.50-19.25, Roggen ^<16.00. Gerste (Wetterauer) 17.7518.00. Franken, Mälzer Ried 17.75-18.50. Hafer 14.75-15.75. Mais 12.50 13.50. Weizenmehl 0 26.75 27.75, I. 24.75 bis 25.25, HI 22.5023.00. Roggenmehl 0 22.7523.25 II 01 20.25 bis 20.75. Weizenklew 10.5000.00. Roggenkleie 11.50 bis 12.00. Malzkeime 10.5011.00. Alles per 100 Kilo ab hier.

Briefkasten.

Fidelio" hier. Ihre Frage läßt sich so ganz allge­mein nicht beantworten. Es kommt auf den Mietsvertrag an, evtl, kann auch ein erworbenes Recht in Frage kommen. Sie müßten sich hierüber des näheren mit Ihrem Vermieter unterhalten.

V. N. hier. Sie brauchen hierzu keine Erlaubnis, brauchen auch keine Kaution zu stellen. Die Postbehörde kann Sie aber kontrollieren, ob Sie keine Sachen befördern, die zum Posttegal gehören, also Briefe rc.

K. I. hier. Die Angelkarten stellen die Fischpächter aus, für die Kinzig kommen eine ganze Anzahl in Betracht. Die Katten werden von der Polizei beglaubigt. Die haupt­sächlichsten Fischarten sind Hecht und Rotauge.

Drahtnachrichten.

Der russisch-japanische Krieg.

Petersburg, 17. Juli. Minister o. Witte, Baron Rosen und Martens werden am Mittwoch oder Donnerstag nach Amettka abreisen. Am Dienstag findet ein Ministerrat unter dem Vorsitz des Zaren statt, in bcm die Vollmachten der Delegierten endgültig geregelt werden. Man glaubt hier die japanischen Fttedensbedingungen in ihren Harrptpunkten zu kennen. Sie betreffen die Abtretung von Sachalin, die Nieder- reißung der Forts von Wladiwostok, Rückgabe der Mandschurei an China, ausgenommen die Halbinsel Liaotung, die den Japanern verbleibt, die Anerkennung des japanischen Pro­tektorats über Korea, die Verwaltung der Eisenbahn Char- bin-Port Arthur durch Japan und die Zahlung von 3000 Millionen Franken Kriegsentschädigung.

Tokio, 16. Juli. (Reuter.) Der Sieg der Japaner sichert die v ö l l i g e Besetzung des Südens von S a ch a l i n. Die Japaner haben 80 Gefangene gemacht nnd 4 Feld­geschütze, ein Maschinengewehr, sowie Munitionshäuser er­beutet. Die Japaner verloren etwa 70 Mann, die Russen 160. Der Ministerpräsident Katsura unterzeichnete im Auf­

trage des Kaisers die Begnadigung Bougouires und de Dolmetschers Maki.

Berlin, 16. Juli. Die nächste Feldpost nach Abgang der außerordentlichen vom 17. Juli geht wieder am 21. Juli von Berlin ab. Sie benutzt den am folgenden Tage von Southampton in See gehenden englischen Dampfer nach Kapstadt. . Die Feldpost ist dort am 8. August. Wann sie Gelegenheit zur Weiterbeförderung nach Swakopmund finden wird, steht noch nicht fest. Mit dieser Feldpost werden nur Feldpostbriefe, Feldpostkarten und Anweisungen befördert. Sollten sie portofrei durch das Marinepostbureau in Berlin gehen, so müssen sie spätestens am 20. zur Post gegeben werden. Gelegenheit zur Beförderung von Feldpostpaketen findet sich erst wieder am Ende des Monats. Bei allen Gattungen von Sendungen ist zu bedenken, daß die Be- förderungsverhältnisse im Schutzgebiet noch immer sehr schwierige sind, sodaß zu der Ueberfahrt von Hafen zu Hafen noch zwei oder drei Wochen für die Beförderung an Land zu rechnen sind.

Berlin, 17. Juli. Zur Frage der Einberufung des Landtags wird derDeutsch. Tagesztg." mitgeteilt, daß man in den Ministerien keineswegs damit rechnet, die Kammern schon Ende Oktober oder Anfang November ein» zuberufen. Der Landtag dürfte erst Anfang Januar wieder zusammentreten, wie es bisher meist der Fall war. Dagegen heiße es, daß der Reichstag in der zweiten Hälfte des Oktobr, voraussichtlich am 24., einberufen wird.

Berlin, 17. Juli. Die KaiserjachtMeteor" führt daß kronprinzliche Paar nach Marselisborg, der Residenz des künftigen dänischen Thronfolgers. Die JachtMeteor" kehrt dann nach Kiel zurück. Ein Torpedoboot schleppt den Meteor nach Ostende. Die Jacht der KaiserinIduna" holt das kronpttnzliche Paar von Marselisborg ab und fährt mit ihm weiter nach Kopenhagen, Bornholm und Kiel.

Berlin, 17. Juli. Ueber die Aussichten des Militär- penstonsgesetzes ist zu melden, daß die Militärbehörde die Vorlage festgestellt hat und auch dafür sorgen wird, daß sie dem zusammenttetenden Reichstag sofort vorgelegt wird. Die Entscheidung hängt allerdings davon ab, ob der Reichstag die Vorlaae erst wieder der Budgettommission oder einer Kommissionad hoc" über­weisen nnrd. Ttttt der Reichstag von vornherein und so­fort in die Beratung der Reichsfinanzreform ein, anstatt vorher die erste Lesung des Mllitärpensionsgesetzes zu er­ledigen, dann ist eine abermalige Verschleppung der Militär­pensionsvorlage unzweifelhaft.

Stuttgart, 17. Juli. Der demokratische Landtags­abgeordnete Galler, in den Jahren 1893/98 Reichstags­abgeordneter für den 8. wütttembergischen Wahlkreis, P gestern im Alter von 61 Jahren gestorben.

Paris, 17. Juli. Gras Lur-Salutes ist gestern abend, von Brüssel kommend, in Patts eingetroffen.

Paris, 16. Juli. Heute brach während deS Rennens tu Maison-Lafilte ein heftiges Unwetter los. Auf der Rennbahn sollen 27 Personen Verletzungen erlitten haben.

Fermo, 16. Juli. Heute vormittag stürzte in der Kapelle des hiesigen Hospizes während der Messe der Fuß­boden ein; 16 Personen wurden getötet, 32 verletzt.

New-Nork, 16. Juli. Peary hat heute die Reise zur Erreichung des Nordpols angetreten.

* *

Die marokkanische Angelegenheit.

Tanger, 15. Juli. (Köln. Ztg.) Spanien hat die Mn« ladung zur Marotto-Konferenz angenommen.

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