16, ??â«ar.
Der Gouverneur bekohl, d-e Sohnforberunieu zu befriedigen, worauf die Arbeit wieder ausgenommen wurde.
Lodz, 16. Februar. Im Vororte ^?urofdé fanden vorgestern Straßennnruben statt. Das Militär stritt ein und Hof? auf die Demon'tranten. Hierbei wurden 18 Mann ge« tötet und über 50 v-rletzt. Ueber der Stadt wurde Belagerungszustand verhängt. .
Der ostasiatische Krieg
Petersburg, 15. Febr. General S'acharmv meldet dem GeneralRabe vom 14. d. Mts.: Die russische Artillerie beschoß am 13. ds. Nangazi und zerstörte mehrere Gebosie, von denen die Japaner die russischen Stellungen befä offen. Mehrere Geschütze feuerten mit Shrapnels aus die Japaner, die daraufhin aus Fanzas flüchteten. Der Angriff am 12. Februar auf die Brücke zwischen Gunpulin und Tantsetun wurde von einer japanischen Kavallerieabteilung und 200 Eschungusen vusgefüwi; er fand um 31/» Uhr morgens statt. Der Angriff richtete sich gegen die Brücke und die von russischen Grenzwachen besetzten Schützengräben. Während die russischen Smp n sich verteidigten, machten die Grenzjäger einen Bosoneitangriff auf die Japaner. Diese ergriffen die Flucht «nd ließen zwei Tote zurück. Ein russischer Unteroffizier, der den Angriff der Japaner abschlug, näherte sich der Brücke, aus die die Japaner dann einzeln mit Sprengstoffen zuliefen, um die Eisenbahnschienen in die Luft zu spr-ngen. Durch mehrere Saiv-n wurden die Japaner ,um Rückzüge gezwungen. Ungefähr 70 Japaner umzingelten südlich der Brücke die Bor- postenflelluna der russischen Grenzwachen. Als sich die Vorposten auf ‘Janfetun zurückzogen, zerstörten die Japaner m-hrrre Eisenbahnschienen und befestigten an einer Anzahl Telepr-aphenstanaen mit Melinit gefüllte Kartuschen. Die ruf fff Den Truppen erhielten Verstärkungen aus Tantsetun und zerstreuten die Japaner, nachdem diese eine Tilegrophen- stange in die Luft gesprengt hatten. Ein Teil der rusifchen GrenVstger wurde zur Sicherung der Ortschaften entsandt; andere »eifolnten den Feind 25 Werst m-it.
' ^eietäburß, 15. Februar. Die Russ. Telegr.-Agentu- meldet aus Sachetun vom 14. d. Mts.: Die H"r einger gangenen Berichte, nach denen Schilderungen von mangelnden Kriegsvorbereitungen der Russen verbreitet wo den, riefen hier Erstau '.en hervor. Eine große M^sse der versammelten Truppen ist mit modernen Wüsten und allen Bedarf-gegenständen ausgerüstet. Die Menge der vorhandenen Artillerie und die erfolgreiche Wirksamkeit der Bahnverbindung, die genügende Vorräte und Kriegsmaterial heranbr^ngt, legen Zeugnis ab für die Bereitschaft der russischen Truppen.
Petersburg, 15. Febr. Die Russ. Te.egr.-Agentur i' ^d-t ans Huanschan: Während der letzten drei Wochen *arfen die Japaner Briefe in unsere Stellungen, in den'n sie unter großen U-bertreibungèn Mitteilung von den Vorgängen im Innern Rußland« machten, die Zustände in Japan priemn und die Soldaten aufforderten, sich zu ergeben. Auch Ansichtskarten aus Javan waren beigefügt, auf denen die Lage der russischen Krieg- efangenen anschaulich oemacht wird. Um dem Einhalt zu gebieten, wurden von russischer Seite an die Japaner Briefe oe chickt, in denen es heißt: Wir sind erstaunt, daß Ihr unmilitärische Mittel anwendet; wir kenn-n nur ein Mittel: den Kampf. Was' die Gefangenen anlangt, könnt Ihr beruhigt sein; sie sind gut aufgehoben und denken nicht daran, zu Euch zurückzukebren; sie gehen lieber nach Rußland, während die in Euren Händen befindlichen Gefangenen nicht einen Augenblick zögern würden, nach Rußland zurückzukehren. Wir wollen uns nicht in politische Angelegenheiten mischen; wir haben nur eine Pflicht gegenüber unserm Kaiser und unserem Vaterlande zu erfüllen.
Tokio, 15. Febr. (Reuter.) Die.Russen nahmen die Kaoallerieoperationen in großem Maßstabe wieder auf. Wie gemeldet wird, waren gestern abend 9000 Reiter mit Geschützen etwa 30 Mülen von Liaoiana. Der Zweck der Be-
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»egumen scheint die Umgehung des linken japanischen WDv zu sein.
Tokio, 15. Febr. (Reuter.) Diè gemeldete umfassende Bewegung der russischen Kavallerie begann westlich von Tichi- taifu. Eine Kavallerieabteilung rückte nach Lackunsch vor. Gleichzeitig näherte sich eine andere Abteilung Tafa, das 13 Meilen südwestlich von Tsckita'pu und 27 Meilen westlich von Liaojang gelegen ist. Später rückte die gesamte Streitmacht mit Artillerie eine Meile unterhalb Tacka an den^sstch heran und machte um 6 Mr abends den Versuch, die^n zu überschreiten. Die Errichtung von Drrtekdigunzswerkcn bei He'koutai schreitet fort. Die Russen beschießen noch das Zentrum des Marschalls Oyama.
Tokio, 15. Febr. Die englischen Dampfer „Apollo" und „Scotsman", nach Wladiwostok bestimmt, wurden gestern bei Jeffo aufgebracht. Der „Apollo" hatte eine Ladung Oirbiff tollen, der „Scotßman" Lebensmittel an Bord.
Libau, 15. Febr. Das dritte Geschwader ist heute mittag 12 Uhr abaeffgelt. Vor seinem Auslaufen wurde es von dem Großfürsten Alexis und dem Verweser des Marine- ministeriums, Admiral Biri ew, bringt. Der Kreuzer »Wladimir Monomach" verließ zuerst gegen w'ttag den Hafen; am Abend war die AuSkahrt des ganz«n Geschwaders beendet. Der Eisbrecher „Jermak" hielt den Weg durch daS Eis offen.
Petersburg, 15. Febr. (PeterSb. Trlegr.'Agentur.) Amtlich. Der rulsische Gesandte in Peking telegrophmte unterm 11. Februar: Die Japaner versackten durch D.rsol- gunzen, die Privaileute in Port Arthur zum Verlassen der Stadt zu zwingen, um ihr Eigenium in B sitz zu nehmen. Die russische Regierung befahl den auf ihrem Vertreter in Pari?, durch Vermittelung der fron ösischen Rrgerung bei Japan ent- schied-n Protest dagegen einzul.gen.
Port Said, 15. Febr. General S tössel und 537 russische Offiziere und Mannschaften der Be'atzung von Port Arthur find heute von hier an Bord des Dampfer „Sk. Nicolaus" nach Odessa abgereist.
Handelstag
Berlin, 15.Febr. Der Handelstag gab heute abend in dem Fiferses seinen Mügliedern und zahlreichen Gästen ein F-stmohl. Der Präsident, G-h. Kommerzienrat Frentzel, bratte. nachdem er auf die ernste allgemeine Lüge bingewiklen hatte, ein dreifaches Hoch auf den Kaiier alS starken Steuermann auS. Stodtrat Kämvf, der Präsident d°S Aellesten- kolleniu^S der Ka"fmann^cheft vsn Ber in begrüßte darauf die Ehrrrgâstk, T^o^aS Barclay, Minister Möller, den Präfi^-n- ten der Reichsbank Koch, den Präsidenten deS preußischen ftat ftifitrn A ntes van der Berqdt und sonstige Vertreier der Rlichsbehöreen und Staatsbehörden, darunter die U"terstaatS- s-krelâre Lohmann, Wermuth und Geireimrat Luienrky, sowie die Vertreier der Stadt Berlin. Dann nahm Handclsminister Möller das Wort, er dankte in seinem und der andren Gäste Nam-n und führte weiter aus: Kâmpf bat mit Recht beroor* gehoben, daß wir in einer schwierigen Zeit stehen. Jmmerl-'N können wir mit Genugtuung fest stellen, daß vie'e Kümpfe, die Jahrzehntrlang gedauert haben, ihr E^de gelundm haben oder hab finden werden. Möge aus der ÄinofD^loge ein nationales Werk heroorsprießtn und damit viele Hoffnungen sich erfüllen. Die Handel aerträge werden t öffentlich ebenso im Reichstage Anerkennung finden, wie dies am letzten Ende auch heute bei Jbu'N geschehen ist. Darüber ist kein Zweifel, daß wir den Männern, die die Handel?Verträge zu Ende geführt haben, den »ärmsten Dank schuldig sind. Wenn auch nicht alle Wünsche erfüllt sind, so liegt' es nicht an den staatlichen Or- gan-n: e8 liegt an der allgemeinen politischen Situation. Die Handelsverträge sind nicht nur für uns, sondern auch für jene Länder, mit denen sie abgeschlossen wurden. Wir haben jetzt eine gesickerte Dosis, auf der wir weiter bauen können, und ich habe die Empfinduna, daß wir guten Derhältviffen ent- gegenqe^en w rden. Uns allen, Ihnen low'e der Regierung.
An» ungemein schwere Probleme gestellt worden. Wir leben in einer Periode, in der die Hilfe be# StaateS anaerufen wird mehr denn je. Die starken ^nbioibunHtä'en haben Platz gemacht den Kartellen und Zusammenscklüffen; insbesondere nid es die germanischen und angelsächsischen Länder, die in dieser Periode sieben. Mit allen diesen Problemen werden nicht nur wir sondern auch Sie sich zu beschäftigen haben. Hoffen wir, daß es gelingen wird, zu einem gedeihlichen Resultat zu kommen. Möller brachte schließlich ein Hoch auf den Präsidenten Frentzel aus. Hierauf hielt ThomaS Barcley eine Rede. Nach ihm svrach Präsident Frentzel.
Berlin, 15. Febr. Bei dem heutigen Diner des deutschen Handelstages hielt Sir Thomas Barclep eine Rede, in der er ausführte, der größte Teil der Mißverständniffe zwischen den Völkern sei darauf ^urücfjufüb^en, daß sie sich gegenseitig Nicht kennen. Gegenseitiges Sick versieben scheine aber ihm ke"te in der «estlicken Welt, wo Handel und Wandel die Hauplsorge der Bevölk-ranq sei, kein Traum mehr. Trotz aller Hetzereien, sei er über^ugt, daß weder die englische noch die d-utfcke gtMierurq einen Augenblick die Idee brate, d«ß ein Krieg zwischen beiden Vö'kern eine praktffcke Möglichkeit unserer Zeit sein könnte. Anfangs dieses Jobrbunderts sei das Verhältnis zwistrn England und Frankreich ein so gespannte gewesen, daß beide Völker jeden D'fferenzpunkt als Krie"?grund zu bekochen schienen. Der wunderbare Volksdrang nach Frieden zwischen den beiden benachbarten Nationen aber habe zu dem französisch-englischen SchiedS- gerichtsverlraqe von 1903 geführt. Diesem Vertrage seien andere âhnl'che gefolgt, darunter 1904 ein solcher zwischen Enü'and und Deutschland. Der Traum von dem ewigen Frieden sei leider auch heute noch ein Traum; verwirklicht aber sei, daß man in den Bezi'bimeen von Sliat zu Staat ebenso redlich handle w:e von Kaufleuten zu Kaufleuten. In keinem Lande sei die Anschauung, daß die Staaten wie Geschäftsleute bandeln sollten, so freimütig angenommen worben wie in Deutichland. Das grÖhe Interesse ein°s HandelsstaateS liege in dem Frieden und zwar in eitern Frieden im Sinne guter Beziehungen zwischen allen Handelsstaaten. Das gemeinsame Jntereffe Deutschlands und Englands sei die Entwickelung und Bcfesixung Urer guten Beziehungen zu fördern. Die Welt sei frot genug für beide und die oeaenfeitiae industrielle Be- kâmyfuna s i ein Kampf, der die Manneskraft entwickele und stärke. Redner sprach schließlich die Hoffnung au8, daß Engländer wie Deutsche die Ueberzeugung gewinnen werden, daß es in ihrem gemeinsamen Interesse liegt, nicht nur gegenseitige Geduld zu üben, sondern auch eine enge Verbindung zwischen den westlichen Völkern herbeizuführen für die Erbaltuna der guten und friedlichen Beziehungen zwischen ihnen. Dann werbe sich vielleicht der Traum des Weltfriedens verwirklichen.
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Königshütte, 16. Februar. Der Kaffenbote bei der Bergin^p-ktion, Moost, wurde unter bem Verdacht verhaftet, einen abbandengekommenen Geldbeutel mit 12 000 Mart Inhalt aeftohfen zu haben.
Gleiwitz, 16. Februar. In RickterSdorf sind zwei un- beaufsick'iat gebliebene Kinder von 4 Jabren verbrannt.
Bozen, 16. Februar. Ein Erdbeben erschütterte das füb!l*e Avamelloiebiet bis Condmo.
Bern, 16. F'bruar. Auf dem CZafferon blieb ber junge Sklfahrer Champod vor Erschöpfung im Schnee liegen und erfror. 8wei Gefährten satten ihn im Stich gelassen.
Brüssel, 15. Febr. Der um 6 Uhr abends von hier nach Gent abgegangene Personenzug stieß bei Melle mit einem Güterzug zusammen. Es verlautet, daß zahlreiche Personen verletzt worben sind.
Rio de Janeiro, 15. Fe^r. (HavaS.) Der Be- lagernn ^zust-nd wurde um 30 Tage verlängert.
Petersburg, 15. Febr. Der Direktor des Allgemeinen Departements im Ministerium des Innern Hofmeister Vatazzi wurde zum G^h'lfm beS Ministers des Innern ernannt.
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Statt jeder besonderen Anzeige.
Heute nacht ‘/dl Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren, mit grö ter Geduld ertragenen Leiden unier innigstgeliebter, treu sorgender Gatte, Vater, Schwiegervater, Biuder, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Hüge im 54. Lebensjahre, was wir allen Verwandten, Freund m und Bekannten hierdurch tiefbetrübt mitteilen.
Um stille Teilnahme bitten
Hanau, Newyork, Pforzheim den 16. Februar 1905.
Sie tieftranerniwn WteMrbkm.
Die Beerdigung findet Samstag morgen 11 Uhr vom Sterbehause, Weberstrabe 14, aus statt. 3249p
I Kirchenchor der
Johanniskirche. |
Heute abend I
Probe. I
Allseitiges Erscheinen der Mitgl.eder sehr I erwünscht. 8247i I
Silur« uni NW
zum „Goldenen Herz
//
Die Mitg ieder werden gebeten, die Ein- lagcbücher tpäte'trnS bis zum 22 ds. an der Kasse abzugeben.
3207i
Der Borstand.
Todes Anzeige.
Verwandten. Freunden und Bekannten teilen wir hierdurch tiefbetrübt mit, daß unser innigstgeliebter, unvergeßlicher Gatte, Bruder, Schwager und Onkel
Joseph Kippert
heute morgen 4 Uhr, wohlversehen mit den heiligen Sterbesakramenten sanft verschieden ist]
Hairau, Hofheim, Dörnigheim, 16. Februar 1905.
Dit titftrailerildtn fjtnlnblitbmn.
TodeS’Anzeige.
Statt besonderer Anlage teilen wir Verwandtm Freunden und Bekannten hierdurch mit, daß heute mittag 12'/- Uhr unser lieber, unvergeßlicher Gatte, Vater und Schwiegersohn
lieh. Wieke
nach kurzem aber schwerem Leiden im Alter von 50 Jahren verschieden ist.
Keffelstadt den 15. Februar 1905. 32488
Die ttestrauernven Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet statt Samstag den 18 Februar, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Kastanienattee 16, aus.
SikdmW jfmknMM für 25 Mk. zu verkaufen. Rosenstr. 16, Hinterhaus. 2200z
Schreibpult
sehr bill. ui verk. Alt^r. 5 I B237r
Mehrere elegante Damenmasken- Anzüge zu verl. Marktpl. 2I1L 8230)
Die Beerdigung findet Samstag den 18. Februar, nachmittags
3 Uhr, vom Sterbehause, Bernhardstraße 14 aus statt.
3250t
Entlaufen:
stfoxterrieur, männl. Geschl., weiß mit ichwarzem Koof. 3232)
Abzugeb, g g. Belohn. Grünerweg 50.
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Der Landauflage der heutigen Ntimmer unseres Blattes ist ein Prospekt der Ruma Pli. Mayfarth &Co., Frankfurt am Main betr. „Landwirtschaftliche Maschine«^^ beigefügt.
Bei Bedarf von
= Kleinmotoren zz für alle Betriebe wende man sich an " vorm,Kaltmey er <« c«. Frankfurt a. M.
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