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Nr. 40
Fernspreckianschluß Nr. 605,
Donnerstag den 16. Februar
Fernsprechanschluß Nr. 605,
1905
Amtliches.
Candkräe hanau»
OekannLmachua^en deß Kömql. Landratsümtes.
Das Infanterie-Regiment Hessen-stomburg Nr. 166 wird vom 20 bis 25. Februar ein Schietzen mit scharfen Patronen im Gelände bei Wachenbuchen abhalten.
Schußrichtung vom Nordwestausgang von Wachenbuchen nach der Großen Lohe. 1
Das Schießen wird jedesmal um 10 Uhr vormittags beginnen und gegen 4 Uhr nachmittags beendet sein.
Das Glânde innerhalb der Straßen Wachenbuchen—- Niederdorfelden, N ederdorfelden—Bergen bis zum Schnittpunkt dieser Straße mit dem Wege Vilbel-Bischofsheim, Biscko^sbeim— Hochstadt, Hochstadt— Wachenbuchen wird durch Sicherheitsposten abgesperrt und darf während des Schießens nicht betreten werden.
Die Straßen Wachenbuchen— Hochstadt, Hochstadt—Bischofsheim—Vilbel können passiert werden.
Den Weisungen der Sicherheitsposten ist unbedingt Folge zu leisten.
Tülff,
Oberst unb Regiments-Kommunsrm.
Wird veröffentlicht.
Hanau den 15. Februar 1905.
Der Königliche Candrat.
M 448 v. Beckerath.
LaildvirtsAftlichtt Srnsberck vma.
Nächste Versammlung Samstag den 18» d. Mts., nachmittags 2‘/, Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen hier.
Tages-Ordnung:
1. Geschäftliche Mitteilungen.
2. Bezug von Saatkartoffeln.
3. Vortrag des Herrn D. Haselhoff aus Marburg über Saatzuchtwirtschaften.
4. Wahl der Delegierten für die Au-schußsitzungrn der Landwirtschaflskammer im Jahre 1905.
5. Neuwahl deS Vorstandes.
6. Aufnahme neuer Mitglieder.
7. Auswahl der Hengste für die Station WilhelmSbad.
8. Sachliche Mitteilungen.
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Feuilleton.
Itndttheliter in Hanau.
= Hana«, 16. Februar.
An unserer Bühne zergliederte sich das Repertoir der letzten acht Tage zu einem literarischen ZikluS mannigfacher Natur, indem auf das Werk des spanischen Dichterfürsten halberen unser volkstümlicher Anzengruber zu Worte kam, dem sich hierauf Wlldenbruch und gestern abend durch die Neueinstudierung des DramaS „Der Strom" Max Halbe in rühmlichster Berücksichtigung anschloß. Wie der Strom bei Eisganges ins Treiben kommt, wann die Zeit da ist, so schildert uns der Autor in ergreifender gewaltiger Plastik der Sprache in seinem Drama ein Familienverhältnis, das an den Seelen der Beschuldigten alS nie ruhender GewissenSwurm fortwährend friedenzerstörend nagt, bis die Vorsehung oller Menschlichkeit zum entscheidenden Richter wird, die ihre Opfer denn auch fordert und uns zur Einsicht ermahnt, daß einzig unb allein ehrliches Handeln Licht und Farbe ins menschliche Leben bringt. Eine ganz eminente Wirkung üben die technisch äußerst gelungenen Aktschlüsse aus, ohne bei dem Zuschauer ein Gefühl des Entsetzens hervorzurufen, da die Katastrophe in einem glaubhaften Naturereignis herbeigefübrt wird, daS jede theatralischen Effekte entbehrt. Von einer Inhaltsangabe sehen wir ab, da daS Werk erst im vorigen Jahre als Novität an unserer Bühne zur Aufführung gelangte. Gähnender Hast, tiefemp^undme Liebe, erstickende Rachsucht, daS sind die" Eigenschaften, die in dem 17jährigen, um sein Erbteil betrogenen „^acoB Doorn" wühlen, und die Herr Schneider bei Ausführung dieser Partie ausgezeichnet löste. Der junge Künstler legte den Hauptwert darauf, diese Gefühle ohne jegliche stimmliche Effekthascherei, besonders wohl überlegt zur überzeugenden Gestaltung gelangen zu lasten, wofür ih n dann auch woblverdiente gebührende Anerkennung gezollt wurde.
Die Herren Bürgermeister wollen die vorstehende Bekanntmachung des landwirtschaftlichen Kreisvereins in den Gemeinden wiederholt in ortsüblicher' Weise bekannt machen.
Hanau den 10. Februar 1905.
Der Königliche Landrat.
v. Becker atb.
Hue Ranau Stadt und Cand.
Hanau den 16. Februar.
* Fernsprechverkehr. Der hiesige Sprechverkebr ist auf Boxberg (Baden), Merchingen (Baden) unb Tauber- bischoisbeim ausgedehnt worden.
* Liebesgaben. Nach dem Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staatsanzeiger sind bei der Haupt- samm^lstelle bei der freiwilligen Krankenpflege in Hamburg für das Südwestakrikaniiche Expeditionskorps in der Zeit vom 15. Oktober 1904 bis 15. Januar 1905 die nachstehend aus- gefübrten Liebesgaben ans der Provinz Hessen-Nassau einge- gangen: 2 Kisten Liebesgaben vom Vaterländischen Frauen- verein in Wiesbaden, 1 Kiste Lebensmittel von der Kasino- Direktion des Infanterie-Regiments Hessen- Homburg Nr. 166 in Hanau, 4. Kisten Weihnachtsaabev vom Vaterländischen Frauenverein in Wiesbaden, 60 Kisten Mineralwasser von demselben, 6 Kisten Milch von den Vereinen vom Roten Kr uz in Frank'urt a. M„ 1 Kiste Liebesgaben vom Lazdrett-Jnspekior Neste in Oberlahn stein, 1 Kiste und 1 Paket Liebesgaben vom Roten Kreuz in Cassel, 1 Kiste Kalender von der chrisilchen TrakiatgeCÜschait in Cassel, 1 Kolli Zigarren vom Zweigverein vom Roten Kreuz in Nnssru, 2 Kisten Schokolade von der Casseler Hafer- Kakaoiabrik in Bettenhausen, 1 Kiste Zwieback von LouiS Rauch in Frankfurt a. M., 54 Kisten Mineralwass r vom Verband Vaterländischer Frauenvereine in Wiesbaden, 7 Kisten Wein von W. Buche in Wiesbaden, 7 Kisten Wein von „Unbekannt Wiesbaden" durch L. Rettenmayr. Weitere reichliche Liebesgaben sind willkommen. Ein Bedürfnis dazu liegt bei den großen Anstrengungen, die die Truppen zur Zeit zu überwinden baöen, auch jetzt noch in hohem Maße vor.
• Weihnacht-spenden für die Südwastefri- Taner. Unser Ulanen-Reqiment sandte seinen früheren Angehörigen, die freiwillig nach Südwestafrika gezogen sind, zum Weihnachisfeste Liebesgaben, die nach den jetzt eingèlaufenen Dankschreiben den Empfängern große Freude bereitet haben. Vom Uianenregiment allein befinde« sich 26 Mann in Süd« weftafrifa.
• Warnung. Nach den seit Jahren gemachten Erfahrungen schlimmster Art muß in Uebereinstimmung mit der Ansicht erustbakter Finanzlente vor einer Beteiligung an allen
Erne gute Verkörperung jenes schuchbelrületerr egoistische» V-ssi- misten „Peter" fand diese Rolle durch Herrn Zeitz, obschon er am Schluffe des zweiten Aktes mit immer noch etwas mehr- energischer Wucht, als Ausdruck äußerster Erregung seines seelirchen Kampfes, wirken durfte. Die schwer geprüfte, tief unglückl'che „Renate" lag Bei Frl. HeidenfelS in den besten Händen, die die Charakteristik ihrer Aufgabe gut erfaßt und wirksam darzuftellen verstand. Herr Fink wußte wieder wie im Vorjakre den alten ergebenen „Reinhold Ulrichs" mit seinen vorteilhaften Mitteln auSzustatten, bestehend in geschulter Sprache, Routine und glaubhaftem Spiel, während Frl. Jirsak als „Philippine Doorn" angenehm wirkend auffiel. In dem rheinischen Strombaumeister „Heinrich Doorn" bewies Herr Merker ebenfalls wieder die richtige Zeichnung dieses strebsamen schwärmerischen Menschen. Frl. Jaida spielte die „Hanne". Erfreulicher Weise wieS das Theater einen guten Besuch auf, wie auch die Regie des Herrn Fink b?m Werke zum Vorteil gereichte.
Frankfurter Theater.
Schauspielhaus. Freitag den 17. F Brunt 1905, abends 7 Uhr: „Zaza." Sittenbild in 5 Auszügen von Pierre Berton und Charles Simon. Abonnement D, 15. Vorstellung. Gewöhnliche Preist.
Opernhaus. Freitag den 17. Februar 1905: Geschlossen.
Albumblâtter.
Der Mensch hat nichts so eigen, So wohl steht ihm nichts a«, Als daß er Treu erzeigen Und Freundschaft halten kann; Wenn er mit leinesgleichen ^eQ treten in ein Band, Verspricht sich, nicht zu weichen, Mit Herzen, Mund und Hand.
in den Niederlanden b'finblichen Unternehmungen eindringlich gewarnt werden, die sich mit dem Handel von Losanteilen oder von Anteilen an Prämienpavieren oder von Promeffen au Gewinnen auf Los- oder Prâmienpapiere befassen. Der Betrieb aller dieser sogenannten Banken ist schwindelhaft. Ueber^ dies ist anzunehmen, daß die Tätigkeit solcher angeblicher Banken oder ihrer Agenten in Deutschland gegen den § 7 deS Reichsgesktzes vom 16. Mai 1894, betreffend die Abzahlungsgeschäfte, in der Mehrzahl der Fälle aber auch gegen die Be- tru rsparagraphen des Strafoesetzbuches verstößt. Die von fast allen diesen Banken reklamartig benutzte Bezeichnung: „Durch Königlichen Beschluß genehmigt" beweist für die Solidität dieser Geschâste nichts. Die Genehmigung ist, wie nieder- ISnb'fVerfette amtlich anerkannt ist, eine rein förmliche und beweist für die Reellität der Geschäftsführung der Gesellschaft ebenstwenig, als die gerichtliche Eintragung einer Firma in ein deutsches Handelsregister für die Zuoerlâsfigkeit dieser Firma beweist.
* Bou der Freigerichter Bahn. Der gütige zweite Personenzug kämpfte an Gondsroth vorbei, oBne zu halten. In Neuenhaßlau angenommen, mußte er zurücktabren und die in Gondsroth her Beförderung harrenden Paffagiere ihrem Bestimmungsorte zuführen.
* Stadltheater. Benefiz Jirsak. Gast spiel P o I d i S a n g o r s. Auf das morgen zum Ehren-Abend für unsere beliebte Anstandsdame Frl. M-lla Jirsak neu ein- studiert in Szene gehende Lustspiel: „Die berühmte Fran" von Schönthan und Kadelburg nehmen wir nochmals Veranlassung b-sonders hinzuweisen, da das reizende, Bier stets so gern 8'sehene S'ück, einen hervorragenden künstlerischen Ge nuß durch daS Gastspiel deS Frl. Pold: Sängsra ssm Schauspielhaus in Frankfurt als „Herm a" vrfpricht. Die bedeutende Darstellerin hatte während ihrer- glânzendnr Laufbahn in Wien sowohl, al6 auch in Hamburg die größten Erfolge zu verzeichnen. Der entzückende Liebreiz ihrer Persönlichkeit im Verein mit einer anSgezeichneten künstlerischen Reife, ihre lcbensfrische Natürlichkeit bei feinnuancierter Ausarbeitung haben ihr allerorten die Herzen gewonnen. In der dankbaren Rolle der „Herma" ist ihr vollauf Gelegenheit geboten, ihre glänzenden Varzüge zu entfalten und ihre prächtigen Cigetrschaften in bester Weise zur Geltung zu bringen, so daß schon allein durch die hervorragende Verkörperung bietet Partie der Theater- Abend das größte Jntereffe erwecken müßte. Unsere Bewfizi- antin Frl. Jirsak wird für die „berühmte Frau" mit ihrer bekannten vorzüglichen DarstellungSweise eintreten; sowie auch alle anderen Mitwlrkenden ihr Bestes zum Gelingen der ganzen Aufführung beitragen werden. — Die Regie führt Herr Ober- regisseur Zeitz. —
* Zweiter Klinsier-Vortrag. Der heute in acht Tagen stattfindende zweite Vortnrg des Herrn Dr. Quilling über „Poesie und Musik in Mar Klingers Kunstschöpfungen wird die „Brahmsphantasie" des Künstlers behandeln. Ein Instrumental-Trio (Klavier, Violine, Cello) leitet bett Vortrag ein, der in Wort unb Bild (zahlreiche Projektionsbilder) dieses Hauptwerk Klingers vorführen wird. Um nbei außerdem den Zuhörer in jene musikalische Stimmung zu versetzen, welche den Meister zur (Schaffung seiner Brahmsphantasie begeistert hat, wird ein aus hiesigen Damen und Herren eigens zu diesem Zweck gebideter Chor Hölderlins herrliches Schicksalslied vertragen, dessen ergreifende Kompo sttion von Joh. Brahms Klingers Radierungen in freier Paraphrase illustrieren :
„Ihr wandelt droven int Sicht Aus weichem Boden, selige Genien!
Glänzende Götterlüftc Mähren Euch leicht, Wie die Finger der Künstlerin Heilige Saiten.
Zchictt'allos, wie der schlaserwe Säugling, atmen dieHimmlischeu; Keusch bewahrt in bescheidener
Knospe, Blühet ewig ihnen der Geist Und die seligen Augen blieset In stiller ewiger Klarheit.
Doch uns ist gegeben, Auf keiner Stätte zu ruh'n Es schwinden, es fallen Die leidenden Menscheir Blindlings von einer Stunde zm' anbeni.
Wie Wasser von Klippe
Zu Klippe geworfen,
Jahrlang ins Ungewisse hinab '
* KsrnepalisMches. Die am Hgmca^ abend im „Deutschen Hau-e" statifindmde ^errenftyung bet ersten Hanauer Karnevalgesellschaft wird, soweit das Programm bis jetzt erieh'n läßt, eine außerordentlich großartige werben, was Darbietungen und Vorträge anbelangt, da große Ueber« ralchungen vorgesehen sind, und die besten Büttenredner werden am Ehrenabmd in die Bürt steigen, aber auch auswärtige Kappenbrüder haben ihr Erscheinen zugesagt. Eine Glanznummer des Abends wird eine kleine theatralische Aufführung sein „Eine gestörte Hotelnacht", die von einzelnen Mitgliedern