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Erstes Blatt.

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Bezugspreis:

LierteisährUch 1,80 DU., monatlich 60 Wz., sie an& Bärtige Moiinentm mit dem b«rss>â« P»K««MlAI» Lie nnzelue Nummer lostet 10 Psg.

^ Md ^ N^w H ^ A«tliches Organ für Mt- M Mirreis Kanan.

WalsenhiUlje? M Hanau. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

General-Anzeiger

EiurÜâuugsgrVShk r

Die sziüMsâur Petitzrür oder da« WUa Pf-., im Reüammtett die Zeile 35 Ng. , ^

Äaasüosrtl. Nedaktmr: G. Schrecker i« Hamu.

AU. 62 Fernjprcchanschlast Ar. 605

Dienstag den 14. März

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Fetmsprschmtschlust Nr. 605. 1905

Amtliches.

Eandkms fyanau.

BMnimchmgeil des NiizliHe« Lrikâstr.

In A l t e n m i t t1 a u, Kreis Gelnhausen, ist der Milz- hraitÄ festgestellt worden.

In Fr an kf u r t a. M. uird in Hause n, Landkreis Frankstwi a. M., ist die Schweirrsferrche erloschen.

Hanau den 10. März 1905.

Der Königliche Landrat.

V 1636 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kauf­manns Heinrich Pfâlhe^ in Hanau ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwen­dungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensstücke und über die Erstattung der Auslagen und die Gewährung einer Vergütung an die Mitglieder des Gläubigerausschusses der Schlußtermin auf

den 12. April 1905, vormittags 11 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst, Marktplatz 18. Zimmer Nr. 5, bestimmt.

Hanau den 10. März 1905.

Der Gerichtsschreiber deS Königlichen Amtsgerichts, Abt. 5. 5192

Be § MNNtM â WNNg»

Betreff: Viehmarkt.

Ja Aschaffenburg werden fortan Biehmärlkts wieder abgehalten.

Der nächste Markt findet am Mittwoch den 12. März er. statt. Marktbeginn 8 Uhr vormittags.

Aschaffenburg, 7. März 1905.

Stadtmagistrat.

Dr. Matt. V 1668

Hus Hanau Stadt und Eand.

Hanan, 14. März.

* Berkehrsangelegenheiten. Bei kleinen imb namentlich eiligen Sendungen hat die hiesige Edelmetall­industrie sich seit Jahren im Verkehr mit Oesterreich einge­schriebener Briefe mit oder ohne Zollinhaltsdeklaration be­dient, welche von der österreichischen Postverwaltung ohne weiteres der Zollbehörde und dem Punzierungsamt überliefert und - alsdann dem Empfänger ausgehändigt wurden. In jüngster Zeit sind jedoch in mehreren derartigen Fällen hiesige wie , Pforzheimer Fabrikanten auf Antrag der österreichischen Behörde wegen Zollhinterziehung in Strafe genommen worden,, und eine Anfrage beim hiesigen Kaiserlichen Postamt hat ergeben, daß laut Bestimmung des Reichspostamts die Annahme von Briefsendungen mit zollpflich­tigem Inhalt nach Oesterreich unzulässig sein sollen. Dadurch wird eine bequeme und unter Ihnftänben unentbehrliche Versendungsart künftighin unmöglich gemacht, was mit den Interessen der am (Syport nach Oesterreich be­teiligten Firmen unvereinbar erscheinen muß. Infolgedessen hat die Handelskammer zu Pforzheim bereits'beim Deutschen Handelstage einen Antrag auf entsprechende Abänderung des Art. 16 § 3 des Weltpostvertrages vom 15. Juni 1897 ein­gebracht. Die Handelskammer Hanau beschloß, in einer direkten Eingabe an das Neichspostamt die Bitte auszu­sprechen, daß die bezeichneten Briefsendungen im Wechselver­kehr mit Oesterreich wieder zugelassen werden möchten, und wird dem Deutschen Handelstage eine Abschrift ihrer Eingabe übersenden.

* Stodttheatev. Eine besonders interessante und künstlerisch bedeutende Vorstellung steht morgen Mittwoch bevor. Frl. Frieda Eichelsheim vom Hoftheater in Darm­stadt, welche durch ihre glänzende Darstellungskunft in meh­reren Gastrollen hier bereits aufs beste bekannt ist, wird in Sudermann's wirkungsvollem SchauspielHeimat" als Magda" gastieren. Die Künstlerin zählt diese Partie zu '^t hervorragendsten Leistungen ihres bedeutenden Könnens und kann sie darin ihre reichen Mittel wiederum in bester Weise zur Geltung bringen. Sudermann's herrliches Werk, oas durch seine zahlreichen Aufführungen sich schon oftmals bewährte und die beifallsfreudigste Anerkennung gesunken hat, brauchen wir nicht besonders zu erwähnen. Sorgfältig

inszeniert von Oberregisseur Zeitz wird es wieder einen äußerst genußreichen Theaterabend bieten. Am kommenden Sonntag gelangt die bedeutendste Novität dieser Spielzeit: Traumulus", eine tragische Komödie von Arno Holr und OSkar Jerschke zur erstmaligen Aufführung. Das Stück beherrscht gegenwärtig den Spielplan aller Bühnen und wird auch hier sicher große? Interesse erwecken.

* Der Hanauer Verfchönerungs-Gereia hat im ver­gangenen Jahre wieder mehrere Annehmlichkeiten in unseren herrlichen Wäldern geschaffen, namentlich am Kohlbrunnen, hinter der Fasanerie und in der großen und kleinen Bulau und dadurch manchem, dem ein Spaziergang durch unsere Wälder etwas anstrengend war, an schönen Punkten «telegen» heit zum Ausruhen gegeben, denn das hat gewiß schon jeder empfunden, daß ein nicht zu anstrengender Wald­spaziergang erfrischend und kräftigend auf Geist und Gemüt wirkt. Um nun den Rahmen der Anlagen etwas zu erwei­tern, plante der Verein, einen Steg über die Kinzig zu errichten unb damit zu ermöglichen, von der Scheuer direkt in die k l e i n e Bulau zu gelangen oder umgekehrt, ohne die staubige Chaussee benutzen zu müssen. Dieser Steg war ursprünglich auf 1000 Mark veranschlagt und so beschloß der Verein, diesen Steg aus seinen laufenden Einnahmen zu er­bauen. Jetzt nun ergibt sich aber, daß der Steg in der vor­geschlagenen Weise nicht ausaeführt werden kann, er muß stärker gebaut werden, wodurch sich die Kosten auf zirka 1800 Mark erhöhen. Diesen Betrag kann der Verein aus seinen laufenden Einnahmen nicht bestreiten, unb doch wäre es jammerschade, wenn das schöne Projekt der Kinzigüberbrückung nicht zur Ausführung gebracht werden könnte. Sollte mm nicht vielleicht einer oder der andere unserer wohlhabenden Einwohner sich bereit finden, dieses Projekt zu unterstützen und so die Ausführung zu ermöglichen? Des Dankes aller Waldspazieraänger könnte er versichert sein! WaS für eine Wohltat wäre dieses nicht allein für die Gesunden, nein, auch für die Rekonvaleszenten, die in den warmen Sommer­tagen recht viel die Waldlust genießen könnten. Für noch weitere Ruhebänke würde der Verein sorgen, dank dem liebe­vollen Entgegenkonnnen unsererForstbehürde; auch weitere Wald­wege würden noch angelegt werden. Jede Gabe für diesen Zweck nimmt gerne der Vorsitzende des Vereins (Hammerstraße 9, 2. St.) entgegen. Ueber den Empfang soll öffentlich quittiert werden.

* Gesangverein Sumfer. Am 25.^ feiert der Gesang-Verein Sumser sein 59. Stiftungsfest durch einen Herrenabend in den Sälen zur Eenttalhalle. Durch seine seit­herigen Veranstaltungen hat der Verein bewiesen, daß er stets bestrebt ist, seine Gäste auf das Angenehmste zu unter­halten und bildet das Stiftungsfest den Abschluß der Winter- festlichkeiten des Vereins. Das rührige Komitee hat Sorge getragen, einen in jeder Hinsicht genußreichen Abend zu ver­anstalten, auf das Programm kommen wir noch zurück. Erwähnen wollen wir noch, daß die Liste in Umlauf ist und außerdem Karten bei den Mitgliedern, als auch in den Zigarrenhand­lungen der Herren Krack, Kollmann und Salzmann zu haben sind.

* Liederabend des GesangvereinsTonblüthe." Eine sehr beliebte Veranstaltung bei unserem gesangliebenden Publikum ist seit Jahren der Liederabend des Gesangvereins Tonblüthe" geworden. So wird denn auch biefe^ Verein durch die Abhaltung seines diesjährigen Liederabends zum zweitenmale in die -r Winiersaijon und zwar am 8. April in den Sälen derEenttalhalle" vor die Oeffentlichkeir tretet um den Beweis unermüdlichen Strebens in der Vervstt- kommnung des deutschen Männergesanges zu erbringen. $a$ t iefe Veranstaltungen, welche mehr einen tonHertlichen Charakter tragen, stets große SyrrWathie und freun tge Aufnahme in allen Sch!chten der Bevölkerung gefunden, beweist der zahl­reiche Besuch der Veranstaltungen in den Vorjahren und auch der diesjährige Liederabend wird sicherlich den gehegten Er­wartungen voll und gawz entsprechen, wofür das sehr reich­haltige und mannigfaltige Programm bürgt. Der Verein ,.Tonblüthe", welcher qualitativ und quantitativ über ein sehr beachtenswertes Stimmenmaterial verfügt und dessen schon des öfteren ttihmlichst erwähnten Leistungen ihm eine Achtung gebietende Stellung erworben haben, ist eifrig be­müht, unter der musterhaften Leitung seines strebsamen unb rührigen Dirigenten Herrn Heinrich Appunn, auch zu diesem Feste wiederum nur Gedir ^enes zu bieten. Hierzu sind außer dem großartig angelegten Tonwerk:Hi nnuS an die Tonkunst" mit Orchesterbeyleitung von Rheinberger, sowieDer Gondelfahrer" mit Klavierbegleitung von Seubert prächtige Volks- und volkstümliche Lieder in Bearbeitung. Auf das Programm noch näher einßugeheu,. werden wir in Kistze Gelegenheit nehmen. Als Solisten sind bedeutende Kräfte gewonnen. Den instrumentalen Teil hat die gesamte Kapelle des Jnfanterie-Reats. Nr. 166 unter persönlicher Leitung ihres Stabshobotsten Herrn C. Schmidt über­nommen, deren vorzügliche Leistungen hinlänglich bekannt sind. Somit sind alle Vorbereitungen getroffen, welche von dem Liederabend des GesangvereinsTonblüthe" einen hohen Kunstgenuß versprechen und wollen wir nicht versäumen, Freunde der Musik und des Männergesanges schon heute hierauf hinzuweisen. Möge dieser schönen Veranstaltung

ein reges Interesse entgegengebracht werden und dem ©ereilt Tonblüthe" für sein eifriges Streben auf dem Gebiete des deutschen " Männergesanges ein dankbares Publikum durch ein volles Haus quittieren. Eine Liste zum Einzeichnen be- finbet sich bereits in Zirkulation. Auch sind Eintrittskarten & Mk. 1. bei den Mitgliedern erhältlich.

* Kamm srir.vstsabonv. Wir verweisen auf die im Inseratenteile enthaltene Anzeige der Frankfurter Quartett» ; vsrstnmung, bett. Kammermusi labend am Montag dm 20. d. M.

* Das Kaiser-Panorama hierselbst (Saal gold. Gerste) schließt am 1. April er. die Saison seiner Ausstellungen. Wir werden nur noch drei interessante Reisen bort mit­machen können, daher empfehlen wir allen Natur- und Kunstfreunden diese' kurze Zeit noch durch Besuch des Jn- stituts auszunützen. Alle im Umlauf befindlichen Billets verlieren mit dem 1. April ihre Gülttgkeit.

* Ausgestellt ist z. Z. int Schaufenster von König's Hofbuchhandlung ein hinter Glas gemaltes Firmenschild des hiesigen Malermeisters Herrn Wilh. K e i p p. Die Ausführung kann als eine tatsächlich künstlerische bezeichnet werden, als eine der besten in ihrer Art. Wir begrüßen die Kunst- leistung besonders im Interesse unserer heimischen Leistungs­fähigkeit, da hierdurch bewiesen worden ist, daß man nicht nötig hat, bei Bedarf in die Ferne zu schweifen.

* Der Hanarrer Fußballklub Viktoria 1894 gewinnt die Meisterschaft des Nor^kreises M. Klasse. Am vorgest­rigen Sonntage spielte die Hanauer Viktoria gegen ihren letzten Gegner im Nordkreis, die Mannheimer Viktoria 97, in SarmftabT. Dieses Spiel fällte die Entscheidung der zweiten Klasse der Meisterschaft des Nordtteises, und herrschte speziell, wegen dieser Klasse in den einschlägigen Sportskreisen eine Spannuna, da alle drei Klubs ziemlich gleichmäßig statt waren. Äas erste Spiel gewann Hanau am 26. Februar e Germania Frankfurt mit 32, am 5. März schlug ania den Pfalzgaumeisterschastsklub Vittoria mit 32. Vorgestern spielte nun in Darmstadt die Hanauer Viktoria gegen die Mannheinrer Viktoria, gewann nach einem äußerst scharfen Kampfe mit dem knappen Resultat 10 und wurde hier­durch Müisterschastsklub 2. Klasse des Nordkreises. Die Hanauer Viktoria wird nun in dem Entscheidungsspiel um den Poka! resp, die Meisterschaft 2. Klaffe des süddeutschen Verbandes als Segnet vom Südkreis den vorjährigen Pokalinhaber, den Fußballklub Stuttgarter Kickers, haben. Der Termin für dieses Spiel steht noch nicht fest, wirb aber an dieser Stelle bekannt gegeben werden.

* Das graphische Gewerbe ist in technischer und künstlerischer Beziehung in rapider Fortentwickelung begriffen, überall regt und rührt man sich, sowohl in Prinzipals- wie in Gehilfenkreisen har man den Zeitgeist richtig erfaßt. Daß auch das graphische Gewerbe unserer Stadt auf der wünschens werten Höhe steht, hat schon eine f. Z. hier veranstaltete Ausstellimg gezeigt. Einen neueren Beweis hierfür erbringt auch eine uns von der graphischen Anstalt Döring & H u- ning übermittelte Reklamemappe, die in ihrer Ms- ftattung als mustergültig zu bettachten ist unb die Amr kennung der Fachkreise finden wirb.

i. Erfreuliches. Der hoffnungsvolle, jugendliche Baritonist Karl Götz, Berlin, der in nahen Beziehungen zu Hanau steht sein Großvater K. F. Kittsteiner ist ein ge borener Hanauer gewesen hat im ersten Jahre feiner KünsAerlaufdghn mit eigenen Lieder- und Balladen-Abenden glänzende (von der gesamten Presse anerkannt) Er'folge in, Trier, Mannheim, Neunkirchen a. b. Saar, Bingen, Kreuz­nach u. s. w. errungen, die ihm Ansporn zur Vollendung seiner weiteren Stubien bei dem hervorragenden Stimmbildner, dem Königs. Hofopern- unb Kammersänger Herrn Fritz Forest, Berlin, gegeben haben und welchen _ der allseits be­liebte junge Künstler jetzt obliegt. Das erste Auftreten von Karl Götz in Berlin fällt in den Monat Oktober b. JsP dann macht er eine größere Tournee durch Süddeutschland und wirb in dieser auch in Hanau ein einmaliges Konzerr veranstalten.

* Auskunfteien uns AnkafsobureauS. Vor kurzem erst haben wir in unserem Blatte vor den wllden Aus- tm.steisn und Jnkaffobureaus gewarnt. Wie begründet dies ist, hat unser Bericht über die Justitta in Siegen bestätigt^ Es gibt eben immer noch Leute von denen, die nicht alle' werben und die sich durch die Agenten von allerhand zweifel-^ haften Instituten mit hochtrabenden Namen als Mitgliedes, werben rassen. Wenn der Beitrag bezahlt ist und auf bi£ großen Worte keine Taten folgen, sehen dann die Leute eud daß sie gerupft sind. Der Verband der Vereine Creditteforn^ s. D eine internationale Vereinigung von Fabrikanten^ Kaufleuten, Banken und Gewerbetreibenden aller Branchen,^ weid)sm auch der hiesige Verein Creditrefornl angehört,' Wir ^8« Zt. etwa SOO Vereine und Filialen mit ea. vOOOO Mitgliedern. Die Mitglieder erhalten für sich und ihre Di^fenben ReiselEgAunattonskarten, welche die Inhaber bs» rechtigen, auf sämtlichen Bureaus kostenfrei jede Auskunft, bis ihnen mündlich erteilt werden kann, einZuholerp eine