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Gamstüch
14. Januar-
* SLadttheate?. Eines der heften und auch beliebleiten VolkMKcke mit Gesang „Der Pfarrer von Kirch' selb* wird morgen neu einstudiert in Szene gehen. Es erübrigt sich, all die Vorzüge, die in den Anzengruber' chen Werken enthalten sind, hier aufzuzäbien. Unter den wirklichen VolkSschriilstellern ist er einer der grünten und zeichnen sich «eine „Dorfgänge" und „KgsendergesckiLtev" durch eine so schlichie, rübrende und auch w'eder mit sonnigem Humor verfaßte ^orm aus, daß sie direkt zu Herzen sprechen. Von seinen bekannteren dramatischen Werken wnd „Der Pfarrer von KirLfeld", neb-n „Mtmeidbau-r", „^'w'fsenswurm". „Kreuzelschreibern", „Vierte Gebot" und „Heimg'iunden" als eines der gerngesehensten und werivollsten Volksstücke an allen Böbnen immrr wieder mit stärkstem Beifill gegeben. Mit nor# trefflicher Cbarakterzeichnung in den Hauptrollen, vorzüglichem szenischen Aufbau und fesselnder Handlung kann das prächtige Stück seine Wirkung nicht verfehlen. Es ist auch hier genügend bekannt und beliebt, deshalb sei nur noch auf die gute Besetzung hm^ewilsen. Den „Pfarrer" spielt Herr Merker, den „Gurzelsepp" Herr Zeitz, „Anna Birk- ^i-r" Frl. Hellioi, „Vetter" Herr Gehrmann, „Mickel Berndorfer" Herr Neruda, „Brigitte" ^rau Wehn usw., 'vdaß unter der Regie des Herrn Oberregisseurs Zeitz die beste Wiroeraabe des Siückes zu erwarten sein dürste.
* Miet- und Pachtverträge. Wie macken an dieser Stelle darauf aufmerksam, dost nachdem Preußischen Stempel« gesetz vom 31. ^uli 1895 alle schriftlich abgeschlossenen Miet- und Pachtverträge, mittelst Vorlage der vorgelchriebenen Pachtverzeicknisse bei dem Königlichen Hauptsteueramt bis Ende des MonatS Januar versteuert werden müssen.
* In das Land der Fjorde nach dem nördlichen Teil von Skandinavien bis zu der höchsten Sp'tze des eure« Mischen Festlandes, dem Nordkap, gelangen wir in dieser Asche durch eine zauberhaft schöne Nordlandsreise des „Kaiser-Panoramas", hierselbst, Nömerstraße 17. Wie einst die alten W ckinier, so befährt unser Kaiser alljährlich im Sommer die romantischen Fjorde Norwegens. Wir begleiten ihn bei einer solchen Fahrt auf der „Hohenzollern", M't welcher wir in Stavanger landen, um nicht allein diese interessante Hafenstadt, sondern auch deren weiterewunderbare Umgebung zu bestchtigen. In ereffante ®aff erfâße, roib an« strebende, z°rklüflele Festen bilden die Szenerie. Dann geht eS weiter nach der bedeutendsten nördlichen Stadt Bergen mit ihrer Umgebung, die unS zu der imposanten Sandvenwand, zum Stars aß und zum Sörfjord führt. Elde und Stal heim, die interessanten Orte am Fjord Strömmen fiss In unfern Blick. Kaiser Wilhelm II. erblicken w r mit seiner Suite auf der Veranda vom Hotel Stalheim. Den Siebenschwesterberg mit seiner reizenden Kirche, Bröno, Lecknö und das Nord- fjord wird baucht, noch eine Carrioifahri über Land unternommen, wobei nicht nur interessante Landichasten nor unserem Blick auftauchen, sondern wir auch das Fischereigewerbe der Norweger in verschiedenen Phasen kennen lernen. BlsondereS Interesse hat der Besuch von Aalesund, das sich nach dem großen Brand der schnellen Hilfe des Kaisers erfreute. Unsere Reise führt uns bann weiter zu den Kokten bis nach Hammerfest und endet am Nordkap, woselbst wir mit prächtigen Auf- nahmen der Mitternachtssonne von dem ungemein sehenswerten Nordland Ab'chied nehmen.
4 Alpenverein. Der Gedanke, die diesjährige Winterfestlichkeit im Arrangement eines Blumenfestes zu feiern, hat in den Kreisen der Mitglieder lebhaften Anklang gefunden. Da die Besorgung der von den Damen als Schmuck zu verwendenden Alpenblumen mehrere Tage beansprucht, so müßte die Wahl derselben längstens heute getroffen werden, da später Herr Almeroth nicht mehr rechtzeitige Lieferung zusichern kann. Wir möchten die verehrten Damen, welch-' die Bestellung bisher verschoben haben, nochmals darauf Hinweisen.
Ausschuß für Volksvorlesunae». Für die in Der gestrigen Nummer angezeigten kunstgeschicktlichen Vorträge des Herrn Dr. Quill in g hat der Ausschuß eine größere Anzahl Eintrittskarten erworben, die zu bedeutend ermäßigtem Preis? in den bekannten Verkaufsstellen zu haben fin^. Hierdurch ist auch den Minderbemittelten Gelegenheit geboten, die «»■BEäg^lLyäaraSäSffiMMMMMHMaMMMMMMMWaMMMMBMMnMBWM»
A^ck in lUd uh ètäöien hat die Rezitation von Herrn Dr. Pfeiffer großen Eindruck gemacht; zuletzt in dem mit Hanau in oesckânlicken Beziehungen stehenden Pforzheim, wo Herr Dr. Pfeiffer am letzten Samstao ausgetreten ist. Es sei noch bemerkt, da»- der Komponist selbst von der Rezitation des Herrn Dr. Pfe ff-r sehr begeistert ist, sodaß ein wirklich bedeutender fünftlerb dter Genuß erwartet werden darf.
Auch übr die Pianistst', Frl. Susann a Weinreiter aus Heidelberg, liegen äußerst günstige Buchte vor. D e „Heidelberaer Zeitung" vom 17. November 1904 schreibt: Frl. S. Weinreiter leistet mit bem „Srinneilie^ aus dem „Fliegenden Holländer", arrangiert von Liszt, etwas Hochve- dentenkes, da sie mit ihrer vorzüglichen Tecknlk über die großen Schwierigkeiten mit Leichtigkeit hinw;gkam, ^o^fie^mit großen langauhaltevden Beifall erzilie." Auch die A i^füoruna des großen es-dur Klavierkontertes von L.szt m t Orchesterbegleiiung findet in der genannt'» fyiiuna uieinge'ibärheg Lob.
Die Sängerin. Frl Marie Rück, verfügt über einen schönen hohen Colormurfopran; sie hat in vielen Städten große Anerkennung gefunden und wird mit ihrem ausgezeichnet gewählten Programm die verschiedensten Richtungen der Eesangstunst zum Vortrag bringen.
D" Ora'orienverein selbst hat eine Reihe gemischter Chöre und Fcaurnwöe mit und o ne Klaoierbegleitung gemäht, welche zu d-m Schönsten gezählt w tun muss n, was die Chor* liieratur bukt. (Sinke bie'er C öre wurden schon in früheren Jodren von dem Vere ne gefunden, an ere, darunter der seckS- ftnnmige sehr schwere Chor von Zrahms, erscheinen zum ersten ' Male auf einem Programme des Oratorienocreins.
Mö^e die Fülle des gebot-nen N uen und Alten das mufik liebenve Publikum Hanaus am vagsten Sonntag in dichten Schoren nach der für mustkaliichs Ausführungen so «ocâlichen LMNtzâ ziehen lassen.
Meisterwerke der antiken Kunst in einer Reihe von Vorträgen, welche durch ausgezeichnete' Lichtbilder unterstützt werden, kennen zu lernen.
b Vortrafl. Im evangelisch»« Vereinsbau^e findet nächst n M'tlwoch den 18. d. M. der zweite Abonnements-Vortrag über düs sihr zeitgemäße Tbema „Die gelbe Gefabr" statt. Ueber diese Gefabr, die den Völkern Eurovas von Ost- asten her d obt, ist ja in den letzten Jahren schon viel geredet und geschrieben worden, es wird darum gewiß auch vielen in« teressant fein, ein Ur eil aus dem Munde eines Mannes zu hören, der diese gelbe Gefahr aus eiaener Aisckauung kennen celeint bat. Herr Misstonar Meyer hat Jabre lang in China gearbeitet und ist deshalb sehr wohl im Stande, sachgemäß über die'e Gefahr zu reden.
* Kim Arpad. In dem nä isten M't'wöch im deutschen Hause stallfindenden Konzert der Ulanenfapeße wirkt, wie bereits mit geteilt, der 10jäbrige Violinvirtuose Kun AMad aus Budapest m't. Aus der Reihe der uns vorliegenden Z-i«unas- res rate beten wir nachfolgenden B-richt deS „Pol. Tübl." über ein A if reken Kun Arpads in Aacken hervor. Das B'ait fdreibt unterm 29. Novbr. v. I. „In dem vsreestrigen Kurkonzert wirkte der aus mehreren Konz-rten im vorigen Jabre im Kurbair- ^ er bereits wohlbekannte junge Geiger Kun 9h» pod aus Pst mit. Der Besuch d s Konzertes war infolgedessen sehr stark; der große Ksnz-rtsaol und die Sa’enen waren nabezu oanz besetzt. Der Wunder kn abe, nach der An' türbigurg sitzt 9 Jabre alt, spielte Introduktion und Rondo Capriccio o von Saint So ms, das 8. Konzert von Spohr, die von ihm selbst komponierte „Romanze le N zm" und die Paganinische Mosis-PhantAe auf der g;Sftite mit einer 5Mfe, die bei seinem Aller in Erst^uncn septe. Die Technik ist bei dem Knaben ickon so boch entwickelt, daß anch bei den schwierigsten Peffagen nicht ein Ton verloren geht und der musikalische Gedanke imnrr klar aus dem Geranke von Tönen hervortritt. Nicht nur die Töne bringt rb-n der k eine Künstler je nach dem Erfordernis mit perlender Geläufigkeit oder in kräftigen Strichen, er gibt ihnen auch Leben, rodaß man schon von einer künstlerischen Leistung sprechen kann. Dabei bew es der Knabe eine große pbystsche Ausdauer und ein ausgezeichnetes Gedächtnis, da er alles auswendig fp elte. Tie ebene Romanze ist leichter, getragener Art rnb verrät di; natürliche Begabung des Knaben auch zur Komposition. Für den sehr lebhaften 8?ibH. der nach per Numnur folgte, zeigte sich der kleine Künstler durch eine Zuaab; dankbar."
* Parolemttslk. Die Kapell; des Ink.-Regts. H'sien- Homburg Nr. 166 'pielt morgen fo'genbe Stücke: 1. „Man- hatian Beach", Marsch von Sousa; 2. Ouvertüre z. Ov. „Die weiße Dame" von Bo'eldieu; 3. „Traumgeister", Wa'zer aus „Ein tolleS Iabr" von V. Hollaender; 4. „Der ßbeunetbub in Norden", ß-eb von E. Lassen; 5. Fantasie ß. d. Op. „Lohen zrin" von R. Wagner.
* Zwa«gSkttnuttg der Schneider nnd Mützenmacher im Stadt- und Landkreis Hanau. Nachdem der Vorstand durch bett Magistrat der Stadt Hanau beglaubigt worden >ft. findet an Montag den 16. Januar 1905, nachmittags 5 Uhr, im Gasthaus „zum Schützenbof" die erste ordentliche Versammlung statt, in welcher die Bekanntgabe der Statuten und des Haushaltsplanes erfokt. (S. Ins.)
* Kurort Will, elmsbad. Morqen nachmittaa von 4- 7 Uhr findet zu Wilhelmsbad großes Konzert der Kapelle des Jnf.-Negts. Hessen- Homburg Nr. 166 statt.
* ScklnßbaU« Die Moutagspartie des Tanzinstituts Fran; Söhnlein hier hält morgen Sonntag den 15. er. ihren Schlußball ab. Allen Freunden und Gönnern ist hierdurch Gelegenheit geboten, sich einen vergnügten Abend zu machen, worauf hic.mit hingewiesen wird.
* Fußball. Kommenden Sonntag finden, nachdem die Spieler des 1. Sjanmer Fußball kli oS 1893 (e. V.) zwei Sonntage geruht fjiben, wiederum zwei Wettspiele auf dem Sportplatz an der „Schönen Aussicht" statt. Die zweite Mannschaft spielt präzis 2 Uhr gegen den hiesigen Fußball- und Cricketklub (1. Mannschaft). Ende dieses Spieles ungefähr 380. Daran anschluß"nd stehen sich die ersten Mannschaften des Bockenheimer Fglßballklubs „Amicitia" und des l. Hanauer Fußballklubs 1893 ebenfalls im Wettspiele gegenüber. Beide Spiele versprechen sehr interessant zu werben.
* Wieurr Spitze. Morgen finden wiederum zwer große Vartölävirstellungen statt.
* Konzerthaus Germania. Den Konzertliebbabern ! werden morgen zwei große Konzerte des Damenorchesters „Edelweiß" geboten.
* Brauerei Dörr Wenn wir den Vergnügungs- anzeiger für morgen durchsehen, tritt vor allem die Ankündigung der Vartö's-Vorstellungen des 1. Hanauer Orpheums (Brauerei Dörr) hervor. Was man bis jetzt von den Darbietungen dort gesehen hat, berechtigt voll und ganz zu dem obigen Drei. So tritt morgen wieder unter anderem ein Zauberkünstler, Mons. Adolfi, dem ein sehr guter Ruf voratlsgebt, sowie die Tiroler G sangs- und Spiel-D tettisten Geschw. Huber und die Kostümsoubrelte Lydi Buraske auf.
* Frankfurter Bau. Täglich finden grone Streich- konzerte statt, u^cgeiührt von der Damenkop lle „Albinia". N-b-res, auch über die Sonntage sonderte, ist aus dem Inseratenteile ersichtlich.
* Andde. Wie die Staatsanwalfickast Gießen mitteilt, hat Hudve den Raubmord in HeldeNberaeN noch richt ein leilanben. Er gab lediglich zu, zwei Eindrücke an der Berp'trab-, einen davon in H ppenheim, verübt zu haben. Nach Heldenbergen sei er gar nickt gekommen. Es steht jedoch fest, daß er zur Zeit, als er Metzgercu-scge war, beruflich in urb um Helden bergen zu tun batte. Der Krimmaikomn. ssar I. Daniel von der Siaatsarwaltsckaft Darmstadt, der in der Untersuchung in dem He'.denberger Raubmord eine Anzahl von Er bedungen gemocht hatte, die Hudde als den Täter erscheinen lassen, ist mit Rücksicht auf das harinâck ge Leugnen HuddeS vorgestern Nachm 'lag nach Aachen abgereist, um Hudde an Hand einzelner Momente zu übersührm zu suchen, sowie um bei dem Transport Huddes nach Girßen die Vorfichlsmaß-
regeln zu unterstützen. — Von einem Korrespondenten geht uns folgender Bericht zu: Zur Affaire Hudde sei noch berichtet, daß betonter Hudde im November von en Iabreâ auch in Birstein und den umlegenden Dörfern sich umher- getrieben hat. So hat er auf dem Bahnhöfe Kirstein im Wartesaal mit dortigen Sperren als angeblicher Handlungsreisender an einem Tisch gemessen und selbst daS Gespräch auf den Heldenberger Mord gebracht, b-hauytet, Hudde sei verhaftet, er freue sich f»€r darüber, da er größere Beträge mit sich fü^re und man in solchen Znten auch aut bewaffnet seines 8 b?n3 nickt sicher sei, der ermordete Pfarrer habe ja auch, wie man fa ie, einen Revolver gehabt rc. Am selben Tage re p. am Abend dieses T'ges brachte der „Franks. General- Anz." das Bild und Signalement Huddes, und erkannten sämtliche Birsteiner Herren einstimmig darauf, daß jener Reisende Hudde gewesen sei. Derselbe wir aber bereits verduftet und waren angeffeßte Recherchen er?» g'os.
* Im Rausche. An der Ecke der Schirn- und Nordstroße lief gestern abend ein Angetrunkener direkt in das Gefährt einer Brauerei. Der Gefi-esgegenwart dis Fahrburschen war es zu danken, daß größeres UnilM, namentlich ein Ueberfahren des Mannes, verhütet wurde und dieser mit Hautabschürfungen davonkam.
* Verbrannt. Das Spielen der Kinder mit Zündhölzern hat gestern wiederum einen tödlich verlaufenen Unfall gezeitigt. Die in der Schloßstraße wohnende Frau des Arbeiters H. verließ am Vormittag auf kurze Zeit ihre Wohnung, um in der Stabt eine Besorgung zu machen. Ihre beiden Kinder im Alter von 5 Jahren und 10 Monaten lagen noch im Bett. Als sie nach halbstündiger Abwesenheit zurückkehrte, vernahm sie schon vor der Wohnung das Geschrei des fünfjährigen Knaben, den sie bei ihrem Eintritt fast am ganzen Körper verbrannt vorfand. Der Knabe hatte sich in der Abwesenheit der Mutter vom Bett erhoben, eine kleine Lampe auf den Tisch gesetzt und die im Bett versteckt liegenden Schlüssel zu einem Schreibpult, in dem sich die Zündhölzer befanden, hervorgeholt, um sich in den Besitz der Zündhölzer zu setzen. Bei dem Versuche, die Lampe an= zuzüttden, fing fein Flanellhemdchen Feuer und verbrannte die Oberfläche der Brust, des Rückens und des Gesichts. Auf ärztliche Anordnung wurde das Kind in das Landkrankenhaus gebracht, woselbst es gestern abend kurz vor 8 Uhr verschied.
* Bkrichttgunst. Der Vortrag des Grafen HoenS- broech am 16. Januar im Hippodrom zu Frankfurt a. M. ist Damen nicht nur auf reserv. Logenplätzen zugänglich, wie irrtümlich gemeldet wurde; vielmehr können Damm zu sämtlichen Plätzen dorten erhalten.
* Das Habn-nkammhattS ist Sonntags von 11 Uhr ab geöffnet.
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Kefielstadt, 14. Jan. (Schützengesellschaft).
Die vor 3 Jahren gegründete „Erste Zimmerschützengesellschaft Kesselstadt" feiert am Sonntag den 15. Januar ihr Stiftungs- fest im Gasthaus „zum Schwan", für welches ein sehr unter? haltendes und g'nußreiches Programm vorgesehen ist. Aus diesem Anlaß veranstaltet die Gesellschaft auch in den Tagen vom 11, bis 15. Januar ein Preisschießen für die benad^ barten Schützenrrreine, zu welchem die Preisverteilung am Synnlag abend um halb 8 Mr im „Schwanen" stafifiudefi Freunde und Gönner der Schützengesellschaft sind zu deren Fest freundlichst eingeladen.
X. Langendiebach, 13. Januar. (Kindesmord.) Die Ehefrau eines Fabrikarbeiters hier soll angeblich Ende November v. Is. ihr neugeborenes Kind getötet haben. Bei oem Standesamt erfolgte seiner Zeit die Anmeldung als tot# froren. Doch soll daS Kind nach der Geburt gelebt haben unb Tatsachen bofür sprechen, bau eine Tötung — vielleicht auch nur eine fohr'ässige — vorliegt. Als gestern die Frau oeri astet w rben foßie, erkaufte sie plötzlich. Ueber die heute nachmittag im hiesigen Leickenhause vor genommene gerichtliche Obbuitton konnten wir näheres nicht in Erfahrung bringen, insbeiondere ob der mysteriöse Fall dadurch Ausklärung gefunden hat.
Die städtische Bibliothek G3rtnerstraße^67 (alte Zeichenakademie) ist SonntagS, Mtt^ wocys und Samstags von 11 bis t Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. — Gesamtkata- l o g e sind in der Bibliothek zu haben.
Marktbericht.
Hanau, 14. Januar. (Lebensmittelpreise.) Ge« stügel: Tauben, das Pärchen 1 Mk. bis 1 20 Mk.; ein alter Hahn 1,20 bis 170 M.; ein Huhn Mk. 1.20— 1,50, eine Gans 3,00 bis 4,50 Mk.; Gans, gerupft, b. P,d. 68-70 Pfg. Fnche: gewöhnt che Sorte 30 Pfg., b- fiere Sorte 35—40 L'ennin, Hechi 0.90-1,00 Mk., freiem 50-60 Pfg., Barben 50-60 Pfg., Barsch 50-60 P g., = kg; Gemüse: Meerrettich, die Stange 8—25 Pfa., Blumenkohl daS Liück 20-80 Pfa., Kopfsalat das Glück 12 biS 15 Pfg./ l^nfiv.en das S'ück 8-15 Psg., Rettich das Stück 3-5 Pfg., ©5erKohlrabi ygs Glück 3—5 Pfg., Unter-Kohlrabi hag Stück 10—20 Pfennig, Wirsing das Stück 10 big 45 Pfennig, W-' h traut das Glück 20—50 Psg., Ro'kraut bag Stiicf 10- 40 Pfa., Sellerie das Glück 10-20 Pfg., gelbe Rüben Pss. 10-20 Pfg., Braunkohl Porl on 20-30 Pfq., Ro erckohl Pfd. 30—35 Pf., SckwarzivurzflnPort. 20— 30 Pf., 5p nat Port. 30—40 Pfg., Schmahfraut Porr. 10-20 Pfq., Kartoffeln, Dovpei' t?r 14 u. 15 P'g.; Obst; Trauben Psd. 60 Pig., Aep'el Pfd. 8 bis 15 Pfg., Birnen P'd. 10 big 15 Pfg., Citronen, Stück 6 b s 8 Vfenntz, Apfelsinen 4-10 Pfg., Paradiesäpfel, das Pfund 60 Pfg., Verschiedenes: Bmter das Pfund 0 95 bis 1,30 Mark, Käse 1 Stück 4—5 Pfg., Eier das Stück 6—12 Pfg», Zwiebeln das Piü. 15 Pfg., Welsckkorn, das Doppelliter 30 Pfg., Radieschen das Bündel 8—10 Pfg; Ka'tanieff das •/s kg <5—18 Pfg., Weizenmehl, 1. Sorte 20 Pfg., 2. Sorte 18 Psg., 3. Sorte 19 Psg., 4. Sorte 14 Psg., = ^e kg.