Einzelbild herunterladen
 

Mauer U Anzeiger

Bezugspreis:

Lierteljährlich 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg., für aur- Bforttge Lldonnenten mit dem betreffenden PsHaufschlsg. Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

Gedruckt und verlegt in der Buchdrucker« deK verein, ev. Warsenhauses in Hanau.

General-Allzeiger

Amtliches Orga« fit Stadt- «ad Faadkreis Hana«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

SintSSungsgeLühr:

Die füLs<;asMÜelts Petitzeils oder dMn RnLin H) M., im RÄsmenteil die Ache 35 Pfg.

Berantivottl. Redakteur: G. Schrecker in Hau au.

Nr. 61 Fernjprechanschlufj Nr. 605.

Monta« den 13. März

K«r>UprcchmUchl«tz Nr. 605.

"1905

Amtliches

Eandkreis I)anau.

Beklimitmchmzeii des KSilizlichm Lmdrstslimts.

Die Herren Bürgermeister mache ich auf die in der Sonder­beilage zu Nr. 8 des Regierungsamtsblattes pro 1905 abge­druckten Nachweisung der von den Gemeinden im Rechnungs­jahr 1905 zu entrichtenden Beiträge zur Lehrersalterszulagen­kasse aufmerksam.

Die Beiträge werden durch die Königl. Kreiskasse in vierteljährlichen Raten im voraus erhoben.

Alle nach Aufstellung des Verteilungsplaues über den Bedarf der Lehrersalterszulagenkasse emgetreteneii Verände­rungen in den Beittagszahlrmgen infolge Gründung neuer Schulstellen, Erhöhung der Einheitssätze werden im Laufe des Rechnungsjahres 1905 von Königl. Regierung durch besondere Verfügung geregelt.

Hanau den 9. März 1905.

Der Königliche Landrat.

V 1433 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Unter Hinweis auf die Bestimmungeil im Artikel 80 Nr. 1 und 2 der Anweisung vom 6. Juli 1900, Zu- und Abgänge bei der Einkommen- und Ergänzungssteuer betr., veranlasse ich die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher, die Einkommen- und Ergänzungssteuer-Zu- und Abganasliften für das 1i. Halbjahr 1904 bis zum 20» März d. Js. einzureichen.

Die Listen sind nach den diesseits geprüften unb vervoll­ständigten Kontrollauszügen aufzustellen und mir den Belägen, welche gehörig geordnet und geheftet ftm-müHeu, zu versehen.

Die Aufstellung der Listen hat getrennt für die Steuer­pflichtigen mit einem veranlagten Einkommen von über 3000 Mark (Liste 2) und für die mit einem veranlagten ge­ringeren Einkommen (Liste 1) zu erfolgen.

In Spalte 14 der Zugangs- und Abgangslisten ist der Zeitpunkt des Zu- bezw. Abganges anzugeben.

In denjenigen Gemeinden und Gutsbezirken, in welcher: keine Zu- und Abgänge an Einkommen- und Ergänzungs- steuer vorgekommen sind, wollen die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher Fehlanzeige erstatten.

Hanau den 11. März 1905.

Der Vorsitzende

der Einkommensteuer - Veranlagungs - Kommission

für den Landkreis Hanau.

St 1474 J. V.: v. Schlieben, Reg.-Assessor.

Unter Hinweis, auf die Bestimmungen im Artikel 83 Nr. 2 der Anweisung vom 6. Juli 1900 zum Einkommen­steuer- und Ergänzungssteuergesetz veranlasse ich die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher des Landkreises, die erforder­lich werdenden Ausfalllisten über Einkommen- und Ergänzungssteuer in doppelter Ausfertigung nebst Unterlagen (Pfändungsprotokolle, Versicherungsprotokolle usw.) am Schlüsse dieses Monats der Königlichen Kreiskasse einzureichen.

Hanau den 11. März 1905. .

Der Vorsitzende

der Einkommensteuer - Veranlagungs - Kommission für den Landkreis Hanau.

St 1475 I. V.: v. Schlieben, Reg.-Assessor.

Handelsregister.

Firma Heinrich Brachmann, Hanau: Das unter der Firma I. G. Hoock's Nachs., Hanau von der Witwe des Kaufmanns Karl Wilhelm Brach­mann Johanna geb. Wersdorf in Hanau be­triebene Geschäft wird von dem Kaufmann Heinrich Brachmann unter der veränderten, oben ange­gebenen Firma fortgeführt.

Hanau den 6. März 1905.

- Königliches Amtsgericht 5. 5008

Handelsregister

Jorma Fritz Kratz & Co., Hanau: Unter dieser Firma ist mit bem Sitz zu Hanau eine offene Handels­gesellschaft errichtet worben, welche am 1, März 1905 begonnen hat. Gesellschafter sind die Eier- und Butterhändler Fritz Kratz, Johann Georg Pflug und H e i n r i ch H e n r i ch, sämt­lich wohnhaft in Hanau.

Hanau den 10. März 1905.

Königliches Amtsgericht 5. 5007

Hus F)anau Stadt und Eand.

Hanau, 13. März.

* Keimsprechverkehr. Großkrotzenburg ist fortan zum Sprechverkehr mit Biebrich, Darmstadt, Eberstadt (Kr. Darmstadt), Homburg v. d. Höhe, Kästel (Rhein), Mainz und Wiesbaden zugelassen.

* Bahnprojekt Hanarr-Büdingen. Gestern wurde in Langenbergheim wiederum eine Versammlung der Interessenten an dem Bahnbauprojekt Hanau-Büdingen ab­gehalten.

* Maschinendefekt. Der nach 8 Uhr abends hier fällige Schnellzug Eberbach Hanm: traf gestern abend mit einer Verspätung von 75 Minuten ein. Diese erhebliche Verkehrsstörung wurde auf der Station König durch einen Maschinendefekt verursacht. Die Weiterbeförderung des Schnellzuges konnte erst nach Requirierung einer Hilss­maschine aus Hanau erfolgen. Die Anschlußverbindungen in Wiebelsbach, Babenhausen und Hanan wurden durch die bedeutende Verspätung selbstredend versäumt.

* Hanauer Geschichtsverein. Heute Montag den 13. März, abends 81/» Uhr: Monaisversammlung im roten Saale des Bürgervereins. Herr Forstmeister F e n n e r: 1) Eine Wanderung durch die Rhein und Maingegenden im Februar 1794, 2) Handschriftliche Mitteilungen über den Rückzug der französischen Armee durch die Grafschaft Hanau im Oktober 1813. Gäste sind willkommen.

* Ausschuß für Volksvorlssnr^cn. Nächsten Donnerstag abends 8l/a Uhr wird im Äadttheater Herr Professor Dr. Nover aus Mainz, einen hochinteressanten Vortrag halten überDie Mbelunofensage und. ihre Heimat am Rhein". Eintrittskarten hierzu sind unentgeltlich (siehe Anzeige) zu haben.

* Schauturnen der Overrealschule. Welch hoher Wertschätzung sich der Turnunterricht auch in unserem städti­schen Schulwesen erfreut, das konnte man am Samstag nach­mittag bei dem Schauturnen der Oberrealschule, das in der Turnhalle der Turngemeinde stattfand, reichlich beobachten. Das, was unter der Leitung des Herrn Turnlehrer Lohftnk den Anwesenden als das Produkt konsequenter Arbeit vor­geführt wurde, gab einen Begriff nicht nur von dem hohen Wert des Turnunterrichts für die Ausbildung und Stärkung der Muskelkraft, sondern auch für die durch das Zusammen­wirken beim Turnen bewirkte Schärfung des Blicks und der geistigen Regsamkeit, heißt es doch bei den komplizierten Reigen und Stab- und Freiübungen für die jugendlichen Turner scharf aufpassen, damit auch alles klappt. Und es klappte vorzüglich. Selbst die kleinen Sextaner und Quin­taner marschierten strammen Schrittes in den Saal und ihre leuchtenden Augen und ihr sicheres Auftreten bezeugte, daß sie sich von vornherein ihrer Sache sicher waren. Was von den jüngeren Klassen gesagt ist, gilt in erhöhtem Maße von den oberen, deren Stabübungen kann man sogar als muster- gültig bezeichnen. Auch das Reck- unv Barrenturnen der Quarta unb Obertertia wies gute Leistungen auf. So konnten die zahlreich erschienenen Eltern unb Lehrer mit Stolz auf ihren jungen Nachwuchs blicken, dessen geistige und körperliche Ausbildung in so guten Händen liegt. Dem Schauturnen war eine Weihe der Fahnen vorausgegangen, die sich diejenigen Klassen angeschasst, welche bisher noch nicht im Besitz einer solchen gewesen waren. Herr Direktor Schmidt hielt hierbei eine Ansprache, in der er die Be­deutung der Fahne beleuchtete.

* Stadttheatev. (W och enspielpla n.) Mitt- woch: Neu einstudiert: Heim a t ", Schauspiel in 4 Akten von Hermann Sudermann: Ma g^) a Frl. Eichelsheim vom Hoftheater in Darmstadt als Gast (9. Vorst. d. 5. Serie). Freitag: Benefiz für Herrn Regisseur Paul Gehrmann : Neu einstudiert:Der Viehhändler von £% e r ö st c r - reich ", Volksstück in 5 Bildern von Kaiser. Sonntag, nachmittags ^»4 Uhr:Zapfenstreich"; abends 7 Uhr : Zum ersten Male: T r a um u l u S ", tragische Komödie von O. Jerschke u. A. Holz.

' Benefiz Gehrmann. Am Freitug sinder das Benefiz für unseren beliebten Komiker Herrn Paul Gehrmann statt und hat sich derselbe das bekannte Volksstück:Der Viehhändler von Oberöfterreich" gewählt. Wir glauben, daß er damit eine recht günstige Wahl getroffen hat, da das Stück schon seit längerer Zeit nicht mehr zur Aufführung gelangte und wünschen, dap dem langjährigen, strebsamen Mitgliede unserer Bühne der beste Erfolg an sei­nem Ehrenabend bevorstehe.

" GesangvereinGenuauia". Der unter Leitung des Herrn Gg. Wagner stehende Gesangverein(Germania"

leitet die aus Anlaß seines 25jährigen Bestehens arrangierten "estlichkeiten durch ein Konzert ein, das am Donnerstag den 16. d. Mts. in der Centralhalle stattfindet. Mitwirkende sind Frl. Elsbeth Meyer (Sopran) und Herr' Hch. Appunu (Cello). Am Klavier: Herr Kapellmeister E. Altvater. Die Vortragsordnung ist im Inseratenteile der heutigen Nummer abgedruckt.

* Oratorierrverein. Wir verweisen an dieser Stelle auf das im Inseratenteil befindliche Inserat betr. das dritte Monnements-Konzert.

* Homburger KurhausLheater. Ein gelegent­licher Korrespondent schreibt uns aus Hourburg v. d. H.: Die Herstellungen des Hanauer Stadttheaters in Hom­burg y. b. H. haben am letzten Donnerstag ihr Ende er­reicht. Die Darbietungen dieser Spielzeit fanden nicht nur bei stärkster Anteilnahme und regstem Interesse des Publi­kums statt, sondern Haber: auch allseitig Oie beste Würdigung und Anerkennung gefunden. Die Presse drückt ihren Dam für das Gebotene durch folgende Zeiler: aus:

Taunus böte" :So stehen wir am Ende bet Saison einem trefflicher: Schluß gegenüber, der uns die Hoff­nung aussprechen läßt: Auf Wiedersehen in der nächsten Wintersaison."

Kreiszeitung":Der gute Eindruck, den das Haruruer Ensemble im abaelaufenen Winterhalbjahre hinter­läßt, konnte durch die letzte Vorstellung seinen Höhepunkt finden. Ende gut, alles gut! Auch die diesmaligen Kräfte haben sich als gewandte Künstler erwies«:,, die zu guten Hoff­nungen für die Zukunft berechtigen. Ihnen allen sei auch an dieser Stelle siir die genußreichen Winterabende Dank, nub vornehmlich ihrem Zetter, Herrn Direktor Jaritz.

* Verbandsfest. Der Verband mittelrheinischer ewig. Arbeitervereine wird sein Verb and sfeft am 2. Juli in Ober­ursel feiern.

C.K. Zeutrums-Wahlvereiu Hanau. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, findet morgen Dienstag den 14. März, abends 9 Uhr, 4m unteren Saale der Centtalhalle politisier Wend statt, wozu alle katholischen Männer Hanaus eingeladen sind. Da für diesen Abend ein berühmter aus­wärtiger Redner Aerr Pfarrer Blum aus Oberabsteinach in liebenswürdigster Weise einen interessanten Vor- trag zugesagt hat, so dürfte dies genug Veranlassung fein, daß der Besuch des Abends wiederum ein recht zahlreicher sein wird. Es wirb Höst, gebeten, rechtzeitig zu erscheinen.

* Nach der H^piftavt Gpiechsnlands, nach Athen, wo vom hohen Berge herab die Ruinen der Akro­polis ins Tal blicken und Zeugnis ablegen von der hoch­entwickelte:: Kultur der Alten, führt uns in dieser Woche die Reise im Kaiser-Panorama, Römerstraße 17, hier- selbst. Vor uns steigt im Geist die Zeit der Blüte Griechen­lands auf, die schönen Jünglinge Athens, die einst um den Philosophen Sokrates geschart saßen und seinen Weisheits- lehren lauschten, werden vor unseren Augen lebendig. Wir wissen, daß noch heute unsere Kultur ihre Wurzeln in den Anschauungen der Alten schlägt und werden deshalb mit be­sonderen: Interesse zwischen den Lempelruinen Athens rvan- deru. Der Ausblick von der Attopolis ist wunderbar male- risch, das Lustwandeln in bem Garten ein eigenartiger Ge- nuß. Herrlich ist das Dèuseum der Attopolis mit den interessanten Charakterköpfen altgriechischer Zeit. Mir be­sonderem Interesse betreten wir den Theseustempel unb das alte Theater des Herodes Atticus, sowie des Dionysos. Ein heiliger Schauer ergreift uns, wem: wir einen Blick in das Gefängnis tun, in dem man einst dem Sokrates ben Schier­lingsbecher reichte. Noch vieles andere aus altgriechischer Zett lernen wir bei dieser Reise kennen, aber auch das moderne Griechenland kommt zur Leitung in _ prächtigen Laichschaftsbildern von Athen mit dem Königsschloß, den schönen Kirchen, bem Nationalmuseum, dem eigenartigen Lebet: und Treiben in den Straßen, den Tcheatern und Hoch­schulen re. Für jung unb alt ist diese Reise besonders lehr­reich und ungemein :utterhaltei:d.

* Die Kirrzig führt infolge der reichlichen Mederschläge starkes Hochwasser. Die weite Ebene zwischen Rückingen, Mederrodenbach und Lairgenselbold ist fast ganz überschwemm: und gleicht einem großen See.

* HeMche KehettsversicherâasbattkAdler". DerFranks. Ztg." wird aus Darmflak berichtet:Nach­dem das Projekt der Umwandlung der Hessischen Lebensver- sicherungsdankAdler" in Darmstadt in eine Aktiengesell­schaft gescheitert ist, will die Bank liquidieren, da sie den strengen gesetzlichen Anforderungen in ihrer jetzigen Verfassung nicht urehr Nachkommen kann. Die Bank erstreb: eine baldige Fusion mit einer kapitalkräftigen Gesell­schaft zu erreichen." Die vorgenannte Bank hat auch in ^apMer Kreisen zahlreiche Geschäftsverbindrrngeu.