Seit? 2
Tamstaq
11. Mruar
* Ka«fma«nöstericht. In her „Gentrßibnüe^ fand gestern abend die öffentliche Versammlung der Handlungsge- Hilfen statt, die einen guten Bestick zu verzeichnen Bütte. Der Syndikus der Handelskammer Herr Dr. Grambow «ab in em"m erschöpfenden Referate Kenntnis von allen Funktionen, die das Kausmannsaericht zu erfüllen hat, er erklärte in klaren Ausführungen den Modus der Wahl und demonstrierte an Beispielen daS Verhältnis, in dem die verschiedenen Listen Proportionen bei dem Ergebnis der Wabl zur Geltung ge* langen. Reicher Beifall lohnte den liebenswürdigen Redner. Die lebhafte Diskussion, die sich entspann, drehte sich in ihrer Haup'sache um das Vorgehen des kaufm. Vereins, wie es bei der Zusammenstellung her Li sie zu Tage getreten ist, und mit der Aufforderung des Vorsitzenden, am Wahltage von dem Wahlrechte unbedingten Gebrauch zu machen, schloß die Versammlung.
* Min Riesenmädch-n aus Paris, Vikiorine Collignon ist im Gasthaus zur Smdt Brem n bier'elbst zu sehen. Das Mädchen ist 17 Jahre alt und hat ein Kolossalgew ckt von 416 Pfund. Der Taillenumsang beträgt 2 Meter 6 Z"ntim"ter. Die junge Riesin, welche eine der Sehenswürdigkeiten der letzten Weltausstellung bildete, w rd nur einige Tage hier verweilen und dürfte ein Besuch dieser Abnormität zu empfehlen sein.
* Im Kaiserhof findet morgen nachm. von 4 Uhr ab großes humoristisches Konzert mit anschließendem Tanze statt. Wie aus der Annonce ersichtlich ist, findet man dort genügende Abwechselung, und dürfte er allo das Ziel vieler Familien sein. Der Besitzer, Dr. Kunzelmanu Bemüht sich' sehr, um jedermann den Aufenthalt recht angenehm zu machen. Wir wünschen dem strebsamen Wirt ein volles Haus.
♦ Konzertkaus Germania. Im Konzerthaus,,®er» niania" am Paradevlatz gibt die beliebte Damenkapelle „Gisela" täglich Konzerte, worauf tot empf-llend Hinweisen. Morgen Sonntag findet außer den beiden Nachmittagskonzerten auch noch von 11 bis 1 Uhr Frühko^zrrt statt.
* Frankfurter Dau. Die durch die täglichen Konzerte der größten Beliebtheit sich erfreuende vorzügliche Damenkapelle „Albinia" gibt morgen ein* gemütliches Frühschoppen-, sowie | ein Nachmittags- und ein Abendkonzert. Ein Besuch ist zu § impfehlen.
* Der Brauerei Dörr ist es unter großen Opfern gelungen, für Sonntag den 12. Februar noch einmal die große Musikal-Ex-nlrics-Nummer Gebrüder Berkeley's, welche mit ihren Bravourleistutigen das Publikum in steter Aufreinng hielten, zu engagieren. Dieselben werden am Sonntag wieder neue Tricks zur Ausführung bringen. Ferner sind noch die beliebten Wiener Duettisten Fritz und Toni Huber, sowie Frl. Büraska für die beiden Vorstellungen gewonnen worden, sodaß sicherlich ein vorzügliches Programm in Aussicht steht. Wir wertn hiermit auch nochmals auf die Benefiz-Vorstellung des beliebten Kapellmeisters C. Henrich nebst Ruin, welches Mon- tßj den 27. Februar abends 8 Uhr staUfindet, hin.
* Wiener Spitze. Kommenden Sonntag gibt, wie aus den angeschlagenen Plakaten und in dem Schaufenster des Zigarren-Geschäfts Kollmann, Hammerstraße, zu ersehen ist, das hier noch nie ausgetretene Theater, Var-ötè- und Possen-Ensemble „D'Urweamr" zwei große Künstlervorstel- hingen bei sehr reichhaltigem Programm. Wir machen das hiesige Publikum darauf aufmerksam, daß bei jeder Vorstellung auch die Serpentintänzerin Miß Franyaise auftreten wird. (Näh. im SamStag-Jnierat.)
• Das Kabnenkammhaus ist Sonnlags von 11 Uhr ab geöffnet.
*
)-( Fechenheim, 10. Fehr. (Verein für Volks- vorlesungen.) Der Vorstand des hiesigen Vereins für Volksvorlesungen hat in seiner letzten Sitzung seine Statuten nunmehr beraten und endgiltig festgesetzt. Nach dem Wortlaut derselben bezweckt der genannte Verein die Veranstaltung volkstümlicher Vorlesungen und Konzerte, sowie Förderung aller Bestrebungen, die auf Verbreitung wirklicher Volksbildung abzielen. Er umfaßt Enz-lmitglieder mit einem jährlichen Beitrag von mindestens 1 Mark und körperschaftliche Mitglieder mit einem solchen von mindestens 5 Mark. Der Vorstand, welcher die Geschäfte des Vereins leitet, setzt sich zusammen aus je einem Vertreter der angesch'offenen politischen bezw. wirtschaftlichen Vereine, sowie der Gesang-, Turn- und Sportvereine und der Einzelmitglieder, endlich einem Vertreter der Gemeinde, io lang diese dem Verein eine Unterstützung zuweist. Nur die Einzelmitglieder haben zu den Vorträgen und Konzerten freien Zutritt. Die Mitgliederver'ammlung erledigt 1) Wahl des Kassierers, 2) Entgegennahme des JabreS- und Kassenberichts, 3) Festsetzung des Jabresvoranschlags, 4) Zustimmung zu Ausgaben von über 50 Mark, soweit sie im Voranschlag nicht genehmigt sind, 5) Abänderung der Statuten, 6) Auflösung des Vereins. Letztere erfolgt in den im § 736 des B. G.-B. angeführten Fällen. Im Falle derselben fällt bas etwa vorhandene Vermögen an den Rhein-Main V rband für Volksvorlesungen. — Seit seinem erst kurzen Bestand hat es der Verein an der nötigen Rührigkeit nickt fehlen lasten, auch weitere Kreise für seine idealen Bestrebungen zu interessieren, um besten Mitgliederzahl und damit feine Leistungsfähigkeit zu erhöben. Bereits hat derselbe eine Vorlesung veranstaltet, bei welcher Herr Dr. .^ohenemser auS Frankfurt über „Land und Volk der Japaner" sprach. Nunmehr trifft der Vorstand auch die nötigen Vorbereitungen zu einer würdigen Schillerfeier, für welche dreierlei Veranstaltungen in Aussicht genommen sind, und zwar im Laufe des Monat Mârz rin öffentlicher Vortrag eines berufenen SchillerkennerS über Leben und Dichtungen Schillers, im April ein Rezitations- abend, an welchem auch die reifere Schuljugend sich beteiligen soll und im Mai ein Volksfest im Walde, zu welchem u. a. auch ein Mastenchor der hiesigen Gesangvereine vorgesehen ist. Der Vorstand hat die Gemeinde bereits um einen Zuschuß zu den Kosten dieser Feierveranstaltung gebeten, deren Höhe sich die Gemeindevertretung noch definitiver Feststellung des Festprogramms und der sich ergebenden Kosten in ihrer letzten Sitzung Vorbehalten hat.
8t. Marköbel, 11. Februar. (Leichenbegängnis.) Ein an Arbeit, Erfolg und Anerkennung reiches Leben hat mit dem Tode unseres allverehrten Bürgermeisters Stroh einen jähen Abschluß gefunden. Gestern wurde die sterbliche Hülle desselben zu Grabe getragen. Dem Sarge voran schritten der hiesige Kriegerverein, Gesangverein und Turnverein mit ihren Fahn-n, dann folgte ein fast nickt endenwollender Zug von Leidtragenden. Aus Nah und Fern waren die Freunde des Verstorbenen in großer Zahl erschienen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Der Sarg wurde von dem Gemeindevorstand getragen. Auf dem Fried- Hofe trug der Gesangverein „Frohsinn" einen zu Herzen gehenden Grabgesang vor, worauf Herr Pfarrer Stein die Grabrede hielt. Im Anschluß hieran legte Herr Landrat v. Beckerath namens des Kreisausschusses, mit herzlichen Worten des Verstorbenen als unvergeßlichen Berater desselben gedenkend, einen prachtvollen Kranz nieder; alsdann begab sich der Leichenzug zu dem Gotteshaus?. Hier hatte Herr Pfarrer Stein als Grundtext für seine Trauerrede Hosea 6, Vers 1 erwählt: „Kommt, wir wollen wieder zum Herrn; denn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden." An Hand dieser Dibelworte gab Herr Pfarrer Stein ein lebenswahres Bild von dem Leben und Wirken des Entschlafenen. Den Beschluß der kirchlichen Feier bildete das von dem Kirchenchor seelenvoll vorgetragene Lied „Wie sie so sanft ruh'n, alle die Seligen." Der Familie des Verstorbenen gingen aus allen Teilen des engeren Vaterlands Beileidstelegramme und -Schreiben zu, so von unserem früheren Landrat Herrn von O ertzen, jetzigen Regierungspräsidenten in Lüneburg (Prov. Hannover) ferner von Herrn Reichstagsabgeordneten Dr. Lucas und vielen anderen, die dem Verstorbenen in seinem Leben nahestanden. Ein in herzlichen Worten gehaltenes Beileidsschreiben des früheren Landrats un'eres Kreises und jetzigen Polizei-Präsidenten von Wiesbaden Herrn v. S ch e n ck betont besonders, „daß er um den Heimgegangenen wie um einen Freund trauere, ein solcher sei ihm dieser durch die vielen Beziehungen, die sie miteinander verknüpften, in der Tat geworden. Sein lauterer, gerader Sinn, seine schlickte Einfachheit, seine Selbstlosigkeit und geschäftliche Tüchtigkeit hätten ihn den Verstorbenen wahrhaft lieben und schätzen gelernt. In seiner Trauer um diesen vortrefflichen Mann vereinige er sich, das wisse er gewiß, mit der ganzen Gemeinde Marköbel, die in ihm ihr Oberhaupt verliere, das er in wirklichen Worten gewesen sei." Eine prächtige Kranzspende sandte „seinem langjährigen treuen Mitarbeiter" der Landesausschuß des Regierungsbezirks Cassel. In dem Begleitschreiben des Herrn Landeshauptmanns an die Witwe heißt es u. a.: „Durch das Hinsckeiden Ihres hochverehrten Gemahls erleidet auch die Provinzialverwaltung unseres Landes einen sehr schmerzlichen Verlust. Hat doch der Entschlafene als langjähriges Mitglied des Kommunal- und Provinziallandtages sowie als Mitglied des Landesausschusses durch treueste Hiugabe in allen Interessen des Landes sich besondere Verdienste erworben. Als Ausdruck über das Grab hinaus dauernder Verehrung überreiche ich namens der Provinzial- vertretung eine Kranzspende und bitte, auch persönlich Sie meiner aufrichtigsten Teilnahme versichern zu dürfen." Weiter wurden Kränze von den Beamten des Landratsamts, dem hiesigen Ortsvorstand und den Vereinen niedergelegt, als sichtbare Zeichen der Wertschätzung. — Der unserer Gemeinde allzufrüh Entschlafene war noch einer von denjenigen, die aus der Tiefe ihres Gemütes für das Wohl der Gemeinde, das Wohl der gesamten näheren Umgebung besorgt waren. Sein 27 Jahre treulich verwaltetes Amt hat er stets mit Unparteilichkeit, Gesckäflskcnntnis und entgegenkommender Liebenswürdigkeit geführt. Möge die Arbeit des Entschlafenen, groß vor allen und doch tief emp)ndend für alle seine Mitmenschen, noch lange ein Beispiel sein für seine Nachfolger und auch in unserem Heimalkreise als Beispiel leuchten. Requiëscat in pace!
X. Langendiebach, 10. Febr. (Volksv orlesung.) Gestern abend fand im Gasthauie „zum Schwanen" eine gut besuchte Versammlung statt zwecks Gründung eines Ausschusses für Volksvorlesungen. Der Sekretär des Rhein-Maini'cken Verbandes für Volksvorlesungen, Herr Lehrer Volk aus Offenbach a. M., sprach über das Thema „Aufgaben und Organisation der Volksbildungsb strebungen". Klar nnb verständlich waren die Ausführungen des Herrn Referenten, der in sachgemäßer Weise den Zweck, die Einrichtung und Weiter- geftaltung solcher Bestrebungen erläuterte. Auf politischem und religiösem Gebiete halte fick der Verband für Volksvorlesungen vollständig neutral. Letzteres ist gerabe hier sehr beherzigenswert. Am Sckluffe betonte der Herr Referent noch, daß sich nicht nur alle Vereine, sondern auch die Gemeinde selbst an den gemeinnützigen Bestrebungen beteiligen möchte. Es ist nicht zu verkennen, daß die in neuerer Zeit veranstalteten Bolksvorlesungen jedem einzelnen zum Vorteil gereichen und wäre eS mit Freuden zu begrüßen, wenn solche Veranstaltungen auch hier ins Leben gerufen würden. Auf Antrag deS Herrn Rasch wurde zunächst ein provisorischer Ausschuß gebildet, welcher aus den Vorsitzenden der anwesenden Korporationen besteht. Frner sollen alle beteiligten Vereine berechtigt sein, auf je 50 Mitglieder — ober darunter — einen Delegierten zur nächsten Aussckußsitzung zu entsenden. Selbverständlich müssen alle diejenigen Vereine, welche gestern abend nickt vertreten waren, in diesem Sinne eingeladen werden. Der provisorische Ausschuß und die Delegierten beraten alsdann übT die Satzungen. Die bereit § vorgelesenen Satzungen für Höchst a. M. b dürfen nach den hiesigen Ver- hältniffen noch einiger Abänderungen hezw. Ergänzungen. Nachdem die Satzungen von dem provisorischen Ausschuß und den Delegierten der einz-lnen Vereine beraten sind, werden dieselben den betreffenden Korporationen zur Kenntnisnahme übermittelt; find dagegen keine Einwendungen zu machen, so wird der endgültige Ausschuß gewâ lt. Bedingung bleibt, daß 5 die betreffenden Delegierten als stimmberechtigte Beisitzer dem I Ausschuß angehören. Denn gerade das Volksbildungswesen | erstreckt sich auf ein weites Gebiet, sodaß eine größere Anzahl i
Mitberater uner'â'üg erscheint. Ge^r erroünWq ist es, wenn Männer verichipbrner Berufsar-en in den Aus' Huß bezw. als Beisitzer gewählt werden.
T^rnvWer Wetterbericht Der deutschen Seeuiurte.
Telegramm ahS .Hamburg vom iL Februar.
9 Uhr 40 Minuten.
Ein Maximum über 777 mm lagert westlich Islands ein Minimum unter 732 mm über Lapvland. JnDeuNchicmd weben lebhafte südwestliche bis nordwestliche Winde, das Wetter ilt vorwiegend trübe, ziemlich mild, meist sind Niederschläge geraden.
Prognose für den 12. Februar: Unbeständiges, meist kälteres Wetter mit Niedersckläg°n wahrscheinlich.
Blus ^ab und fern,
r*. Marburg, 10. Febr. Heute starb hier im 73. Lebensjahr der Ehrendoktor unserer Universität, Wirklicher Geh. Rat und Unterßaatssekretär a. D. Exzellenz v. Weyrauck. Der Verblichene war bis 1866 im kurhessiichen Ministerium Vortragender Rat und wurde dann, nachdem Kurhessen zu Preußen kam, Landrat in Cassel und Konfistorialpräfident. Als solcher gelang es ihm, die drei in Kurhessen bestehenden evangelischen Kirckengemeinschaften unter einer Synode zu ocr- einiaen. Im Ja^re 1888 be'am W. den Adelstitel und zugleich ernannte ihn die theologische Fakultät der Marburger und einige Jahre später die juristische Fakultät der Universität Königsberg zum Ehrendoktor. Im Jahre 1891 wurde er als Unterstaatssekretär nach Berlin berufen und 1899 trat er in den Ruhestand. Von da ab wohnte er hier in Marburg, wo er seine Jugendzeit verlebte. W. war von 1879—1892 konservatives Mitglied des Abgeordnetenhauses und von 1889 bis 1891 Mitglied des Reichstags. Die Armen und Bedrückten in Marburg verlieren in ihm einen stillen Wohltäter.
r- Marburg, 10. F'br. Die bekannte und schon viel- erwähnte Protest-Kundgebung der Marburger Studentenschaft scheint doch noch weitere Kreise zu ziehen. Entgegen den Meldungen auswärtiger Blätter, daß die zwei nach Berlin entsanvten Vertreter des Studentm-AuS'chuffeS dort Abbitte geleistet, wird mitgeteilt, daß sie sich nur entschuldigt hätten, weil die Resolution aus Versehen dem Minister alS dringlich rugestellt worden wäre. Es liege gegenwärtig ein vom Ministerium angebotener Vergleich dem Studentenausschuß vor und die nächsten Tage würden wichtige Entscheidungen und Aufklärungen bringen.
T. Nanffadt, 9. F'br. Dem Holzhauer ClouS voll Ober»Mockstadt wurde im hiefigen Gemeindewald beim Fället: einer Buche durch den fallenden Baum daS linke Bein zerschmettert.
T. Ortenberg, 9. Febr. DaS bei einem hiesigen Einwohner in Pflege befindliche Waisenkind Emma Suhl ist seit einigen Tagen spurlos verschwunden. Alle Bemühungen der Polizei und der gesamten Einwohner waren bis jetzt erfolglos. Man befürchtet, daß dem zehnjährigen Mädchen ein Leid zu- gestoßen ist
«> Aus dem Rodgau, 9. Februar. Ein wunderbar hellgrün leuchtendes Meteor wurde gestern abend 8 Uhr 18 Minuten am prächtigen Sternenhimmel beobachtet. Der herrliche Lmchlkörver zeigte sich vom Auge der entzückten Beschauer aus am nordöstlichen Firmamente und schien seine Bahn in senkrechter Richtung vom Himmelsgewölbe direkt auf den Erdball genommen zu haben. Unmittelbar vor ihrem Verschwinden ging die großartige Naturerscheinung in hellstrahlenden Flammen auf. Das Phänomon währte nur wenige Sekunden und wurde von vielen Beschauern erst dann wahrgenommen, als- es kurz vor dem V'rlö'ckcu stand.
M Groß-TteinhFim, 10. Februar. Der bescheidene Main schwoll in den letzten Tagen zu einem reißenden Strome an, der vielfach fein Bett verläßt und das Ufergelände überflutet. Die Schiffe können Dank des günstigen Wasserstandes mit Bollfracht den Strom beleben.
Gosl-r, 11. Februar. Gestern nackmitlag wurden beim Herunterbolen losen Gesteines im Tagbau des Rammels berger Bergwerkes durch Sprengung zwei Bergleute verschütte! und getötet.
Marktbericht.
Hanau, 11. Februar. (Lebensmittelpreise.) Geflügel : Tauben, das Pärchen 90 Pf. bis 1 20 Mk.; ein alter Hahn 1,30 bis 1,80 M.; ein Huhn Mk. 1.20 bis 1,50, eine Gan8 —,— Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 30 Pfg., bessere Sorte 35-40 Pfa., Hecht 90 bis 1 10 Mk., Bresem 50—60 Pfg., Barben 60 Pfg., Barsch 60 Pfg., — ’/i kg; Gemüse: Meerrettich, die Stange 5—30 Pfg., Blumenkohl, Stück 20- 60 Pfg., Kopfsalat, Stück 15 bis 18 Pfg., Endivien Stück 10-15 Pfg., Rettichs das Stück 3 bis 5 Pfg., Ober- Kohlrabi, das Stück 5—6 Pfg., Unter-Kohlrabi Stück 6—15 Pfennig, Wirfing Stück 10 bis 20 Pfg., Weißtraut das Stück 15-50 Pfg., Rotkraut das Stück 40—50 Pfg., Sellerie das Stück 10—20 Pfg., gelbe Rüben, Pfd. 10—20 Pfg., Braunkohl Portion 30-40 Pfg., Rolevkobl Pfd. 35—40 Pf., Schwarzwurzeln Portion 25—30 P'., Spinat, Pfund 30 Pfg., Schmalzkraut, Portion 10-20 Pfg., Kartoffeln, Doppelltter 14-15 Pfg.; Obst: Trauben Pfd. 60 Pfg., Aepiel Pfd. 10 — 20 Pfg., Birnen Pid. 10 bis 20 Pfg., Citronen Stück 6 b-s 8 Pfenwg, Apfelsinen 4-10 Pfg., Paradiesäpfel, das Pfund 10 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfund 1,10 bis 1,30 Mark, Käse 1 Stück 4-5 Pfg., Eier das Stück 6—10 Pfg., Gänleeier das Stück 15 Pfg., Zwiebeln das Pid. 15 bis 18 Pfg., Welsckkorn, das Doppelliter 30 Pfennig, Radieschen das Bündel 10 Pfg; Kastanien das Pfund 15—18 Pfg., Weizenmehl, 1. Sorte 20 Pfg., 2. Sorte 18 Pfg., 3. Sorte 16 Pfg., 4. Sorte 14 Pfg., — *1* kg.