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Erstes Blatt

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General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanau.

OinrülknugS gebührt

Die fünf gespalten« Petttzrtk oder da« «amn 16 Hh» im Ncklamentril Ne Zelle 86 Pl»

WaifevhaufeS in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

verantwort!. Redaktemr «. 64te*«t in H«»

Nr. 212

Fernsprechanschluß Nr. 605/

Samstag den 9. September

Fernsprechanschluß Nr. 605

1905

Amtliche?

Stadt- und Candhreis Hanau.

Auf Grund der §§ 10 und folgende des Reichsgesetzes betreffend den Verkehr mit Wein, weinhaltigen und Weinähnlichen Getränken vom 24. Mai 1901 (Reichs- Gesetz-Blatt Seite 175), hat der Herr Regierungs-Präsident in Cassel den Nahrungsmittelchemiker Herrn Dr. Rau hier- srlbst zum Sachverständigen behufs Durchführung der im Gesetze vorgesehenen Revisionen innerhalb des Land- und Stadtkreises Hanau und den Königlichen Kreisarzt Herrn Medizinalrat Dr. Eichenberg hier zu dessen Stellvertreter ernannt.

Hanau den 5. September 1905.

Der Königliche Landrat und Polizei-Direktor.

JV9tr.5759 J. A.: Conrad, Kreissekretär.

Bekanntmachung.

Arbeitsuchende in der Zeit vom 2. bis 8. Sep­tember 1905:

2 Arbeiter^

2 Fahrburschen,

1 Hausbursche,

2 Schlosser,

3 Tagelöhner.

Hanau den 9. September 1905.

Städtische Arbeitsvermittelungsstelle. 17376

Zwangsversteigerung

- Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die Mittelbuchen belegenen, im Grundbuche von Band IX Artikel 491 zur Zeit der Eintragung des

in da

Ver-

steigerungsvermerkes auf den Namen der ledigen Marie Schmidt, Philipps III. Tochter, daselbst eingetragenen Grundstücke:

vl. 9 Nr.

163 = 2 ar 67

M. 9 Nr.

90 qm,

qm, Bruchköbelerweg, Haus Nr. 126,

ä) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten

NutzungSwert 75 M. b) Scheuer mit Stall (A) c) Stallgebäude (B)

am 3. durch das Marktplatz Hanau

d) Schlachthaus November 1905, vormittags 10 Uhr, unterzeichnete Gericht, an der Gerichtsstelle, 18, Zimmer Nr. 14, versteigert werden, den 5. September 1905.

Königliches Amtsgericht 8

17296

Ausstellung.

Am Sonntag den 10. September werden die im MeisterkursuS angefertigten Holzsärbe-, Beiz- und Polierproben in der gewerblichen Fortbildungsschule ausgestellt.

Die Ausstellung ist geöffnet von 114 Uhr; zur Be­sichtigung derselben ladet freundlichst ein.

Hanau dm 7. September 1905.

Der Direktor.

Köpke.

17240

Gefundene und verlorene Gegenstände re.

Gesunden: 1 Messtng-Patent-Wagenkapsel, 1 Deutsche Sprachschule von Dr. W. Jütting (drittes Heft).

Verloren: 1 Portemonnaie mit 10 Mk., 1 goldene Nadel in Herzform mit 2 Steinchen, 1 Milchkanne.

Zugelaufen: 1 gelbe dänische Dogge, aus dem Halsband der Name Philipp Klemer, 1 schwarzer Dachshund.

Hanau den 9. September 1905.

Hus Hanau Stadt und Cand.

Hanau, 10. September.

* Ordensverleihungen. Von Sr. Maj. dem Kaiser wurde verliehen dem Gefängnis-Oberinspektor Gehrt in Hanau der Kgl. Kronenorden 4. Klasse, wenn wir nicht sehlgehen, für die Verdienste um das Kriegervereinßwesen, dem Ober-Postsekretär Kotte beim Kaiserl. Postamt Hanau der Rote Adlerorden 4. Klasse.

8 Schießplatz für das 18. Armeekorps. Mit Rücksicht auf den Umstand, daß die Anlage eines Uebungs­platzes für das 18. Armeekorps in den Gemarkungen Wer-

mertshausen (Kreis Marburg) und Rüddingshausen (Kreis Gießen) wegen der Höhe der Kosten wohl nicht in Erfüllung geht, beschloß man in der Alsfelder Stadtverordnetensitzung, das Generalkommando auf das sich hierzu vorzüglich eignende Hochplateau des Vogelsberges aufmerksam zu machen. Es liegen hier keine Dörfer im Wege und der durchweg mit Wald bestandene Grund und Boden gehört größtenteils dem Fiskus.

* Konfirmation. Bei der Tagung der Eisenacher Kirchenkonferenz im Jahrk 1903 wurde über die Vor­bereitungen zur K o n fi r m a t i o n und die Bemühungen zur religiös-sittlichen Bewahrung der fonfirmierten Jugend unter einer Anzahl von Beschlüssen auch folgender gefaßt:

Die Kirchenbehörden möchten anregen, daß tunlichst allgemein der Beginn des Konfirmandenunterrichts durch einen besonderen Gottesdienst für die Konfirmanden, deren Eltern, Angehörige und Paten hervorgehoben und dadurch der ganzen Vorbereitungszeit ein weihevolles Gepräge ge­geben werde."

Der Anregung dieses Beschlusses Folge gebend, ist seitens des Konsistoriums zu Cassel die Einführung eines solchen Gottesdienstes zur Eröffnung des Konfirmandenunterrichts angeordnet worden. Nachdem in den hiesigen evangelischen Gemeinden der Konfirmandenunterricht nunmehr allgemein begonnen hat, wird dieser Gottesdienst morgen vormittag um ö1/» Uhr in der Marienkirche und Johanniskirche stattfinden, worauf wir hiermit besonders aufmerksam machen. Zu diesem Gottesdienste sind nicht nur die Nächstbeteiligten, die Kon­firmanden und ihre Eltern, sondern die ganze Gemeinde ein­geladen.

* Bund deutscher Militäranwärter. Der Bund deutscher Militäranwärter hält morgen nachmittag 4 Uhr im Restaurant Carlsberg eine Versammlung zwecks Gründung eines Zweigvereins in Hanan ab. Die Ziele und Zwecke des Bundes sind:Die wirtschaftliche Lage seiner Mitglieder zu verbessern, deren geistige und praktische Ausbildung zu heben, ihre Standesinteressen zu fördern und den kameradschaftlichen Geist zu pflegen. Derselbe sieht als seine erste Pflicht an:Treue zu Kaiser und Reich und Liebe zum angestammten Herrscherhaus." Zu der Versamm­lung werden alle Militäranwärter und Invaliden von Hanau und Umgegend herzlichst eingeladen, insbesondere diejenigen, welche aus Versehen keine Einladung erhalten haben sollten.

* Katholische Gemeinde. Samstag den 16. Sep­tember wird der Hochwürdigste Herr Bischof von Fulda Adalbertus Endert hier eintreffen, um an folgendem Tage in der hiesigen katholichen Kirche zu firmen. Hochderselbe wird nachmittags 4 Uhr von dem Kirchenvorstand am Ost­bahnhof abgeholt, worauf gegen ^ Uhr der feierliche Empfang durch die Geistlichkeit am Portal der Kirche erfolgt. Sonntag den 17. b. M. hält der Hochwürdigste Herr um 3/47 Uhr die hl. Messe. Um 3/49 Uhr wird derselbe unter Teilnahme der katholischen Vereine vom Pfarrhause feierlich zur Kirche geleitet. Daselbst ist Predigt Ssr. Bischöflichen Gnaden und Levitenhochamt, nwan sich die Firmung schließt, welche an ungefähr 400 Firmlinge aus der Pfarrei Hanau mit den Kuratien Butterstadt und Langenselbold und der Kuratie Fechenheim gespendet wird. Nachmittags 4 Uhr findet in der Centralhalle ein Festmahl statt. Die Teil­nehmerliste liegt von Dienstag an in der Centralhalle auf und werden diejenigen, an welche die Liste etwa bis jetzt nicht gelangt ist und die sich doch zu beteiligen wünschen, gebeten, dortselbst ihre Namen einzutragen und die Teilnehmerkarten (& 3 M. für das trockene Couvert) zu lösen. Montag den 18. September, morgens 7 Uhr, werden Se. Bischöflichen Gnaden einen Trauergottesdienst für die Verstorbenen der Pfarrei abhalten und darauf die Religionsprüfung der Schulkinder vornehmen. Nachmittags wird der Oberhirt der katholischen Gemeinde Butterstadt einen Besuch abstatten.

* 50 Jahre Krankenschwester. Die Oberschwester Adalbert der barmherzigen Schwestern in der hiesigen katholischen Diakonie feiert heute die 50. Wiederkehr des Tages, da sie in den Orden eingetreten ist. Die Oberin Adalbert steht im 69. Lebensjahr und versteht ihr schweres Amt noch mit jugendlicher Frische. 50 Jahre im Dienste der Kranken und Elenden, ein erhabener Erinnerungstag, zu dem auch wir gratulieren.

* Stockheim-Bilbeler Bahn. Für die voraussicht­lich am 1. Oktober b. I. zur Betriebseröffnung kommende Strecke Windecken-Stockheim der Nebenbahn Stockheim-Vilbel sieht der Fahrplan 8 täglich verkehrende Personenzüge vor.

* Herrenabend. "Der unter Herrn I. Br0dt's (Hanau) tüchtiger und fachmännischer Leitung stehende MännergesangrereinHanauer Sänger-Quartett", besonders bekannt durch seine hervorragende Leistungen bei

Die heutige Nummer umfaßt außer dem Uuterhaltuug-blatt 16 S^tte»

dem am 20. August d. J. in Koblenz stattgefundenen große« nationalen Gesangswettstreit, feiert am 23. d. M. sein 3. Stiftungsfest in den Sälen derZentralhalle" und zwar in Gestalt eines Herrenabends. Der Verein der seither bestrebt war, seinen Gästen nur musikalisch Gutes auszutischen und dadurch dem verwöhntesten Ohre Rechnung zu tragen, wird auch für diesesmal wieder mit nur effektvollen und gediegenen Kunst- und Volks-Chören sowie Solo-Liedern auf dem Plan» erscheinen. Nach dem uns vorliegenden Programm gelangen keine geringeren Werke zur Aufführung a(§/l)Abendlied" mit Streich - Quartett und Klavierbegleitung von Pache; 2)Rheinische Brautfahrt" von Ullrich; 8)Frühling zieht ins Land hinein" von Lundlar; 4)Bin ein und auSgange", Männerchor im Volkston von Karl Fr. Appel; 5)Mein Dirndel", Männerchor im Volkston von Matthäus; 6)Waldesrauschen", Männerchor im Volkston von Ullrich; 7)Die Auserwählie", schwäbisches Volkslied von Rebling; 8)Tanz, Liebchen, tanz, ich kauf dir eine Kapp", Volkslied aus dem Elsaß von H. v. Ende; 9)Grüße an die Heimat", Chor im Volkston von Kromer; 10)Mein liebes Heimat­land", Chor im Volkston von Lindlar; 11)Liebchen mit den Schelmenaugen", Lied für Bariton von HeinS; 12)Vom Rhein der Wein", Solo für Bariton von Brandt. DaS heitere Fach wird durch eine sehr bewährte Kraft und Mit­glied des Vereins vertreten. Auch unsere Hanauer Stadt­kapelle wird mit ihren anerkannt vorzüglichen Leistungen zum guten Gelingen des Abends mit beitragen. Karten sind in den beiden Hofbuchhandlungen, bei Herrn Benderoth, Ecke der Hirsch- und Salzstraße, sowie bei den Mitgliedern bei Vereins erhältlich. Liste zirkuliert. Es sei daher der Besuch einem jeden Freunde guter Gesangsmusik auf das wärmste empfohlen.

* Bezettelung der Frachtstückgüter. Von jeher bilden im Eisenbahnverkehr die fehlenden und überzähligen Güter und der zu ibrer Ermittelung und Unterbringung er­forderliche Schriftwechsel sowohl für die Eisenbahndienststellen, wie für die Verkehrtreibenden eine besonders große Belästigung, die gewöhnlich während des gesteigerten Herbstverkehrs ihre« Höhepunkt erreicht. Die hauptsächlichste Ursache dieses Uebel- standes liegt in der mangelhaften Bezeichnung (Signierung) der Frachtstücke durch die Versender. Die Bezeichnung wird häufig so allgemein gehalten, daß sie kein genügendes Unter­scheidungsmerkmal gegenüber anderen gleichartigen Gütern bietet und leicht Verwechselungen hervorruft. Auch läßt die Art der Befestigung der Bezeichnungen häufig viel zu wünschen übrig. Ferner fehlt nicht selten der Name der Bestimmungs­station (§ 585 der Eisenbahnverkehrs-Ordnung), oft ist er auch nicht voll ausgeschrieben oder stimmt sogar mit den Angaben im Frachtbrief nicht überein. Alte Bezeichnungen werden leider häufig nicht oder nur unvollständig entfernt und geben so Anlaß zu falschen Verladungen. Eine große Zahl von Verschleppungen muß schließlich auf ungenügende Be­zeichnung des Empfangsbahnhofs bei Orten mit mehreren Bahnhöfen zurückgesührl werden. Die Eisenbahnverwaltungen haben zur tunlichsten Einschränkung dieser Unzuträglichkeiten das mit der Gutannahme betraute Personal erneut angewiesm, auf eine richtige und vollständige Bezeichnung der Güter genau zu achten und umgenügend bezeichnete Sendungen zurückzuweisen oder die vorgeschriebene Bezeichnung gegen Erhebung der tarifmäßigen Gebühr nachzuholen. ES liegt im eigenen Interesse der Verkehrtreibenden, die Eisenbahn­verwaltungen in ihren Bemühungen, die Unregelmäßigkeiten auf ein möglichst geringes Maß zurückzuführen, dadurch zu unterstützen, daß sie bei Bezeichnung ihrer Güter den Vor­schriften genügen. Als besonders geeignet zur Bezeichnung derjenigen Frachtstückgüter, auf denen sich nach ihrer Be­schaffenheit die Signierung schwer anbringen läßt, haben sich Signierfahnen aus Leinen erwiesen, die z. B. mit einem durch eine Metallöse laufenden Draht befestigt werden können. Beiden Güterabfertigungen des EisenbahndirektionsbezirksMainz sind derartige Signierfahnen zum Selbstkostenpreis erhältlich. Für die Selbstbeschaffung von Beklebezetteln, die den An­forderungen der Eisenbahnverwaltungen genügen, wird daS von den genannten Stellen zu beziehende Muster empfohlen.

* In Untersuchungshaft genommen wurde in der Golddiebstahlsaffäre der in einer Bijouteriesabrik tättge Gold- arbeiter K. R.

* Sehenswürdigkeiten.Museum der Wetteraui- schen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege hoch): Ge­öffnet an Sonn- und Feiertagen vormittags von 11 bis ^il Uhr. Kindern ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet.Museum des Hanauer Geschichtsvereins" (Altstädter Rathaus, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Festtagen vormittags von 1112^ Uhr. Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt.