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««tchâhrNch IM AL, monatlich 60 Pfg-, föt «* »Laige Abonnenten mit dem bettejjenden Poftausjchtag.

Die einzelne Stumm« kostet 10 Psg.

Watjenhauje» in Hanau.

All. 184 K<r«sprtchanschl«tz Nr. 605.

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Srmttiches.

Stadtkreis F)anau. Bekanntmachung.

Auf Antrag von mehr als zwei Dritteln der beteiligten Geschäftsinhaber ordne ich auf Grund des § 139 f Absatz 1 der Reichsgewerbeordnung nach Anhörung deS Magistrats zu Hanau an, daß vom 15. August d. I. ab in der Stadt Hanau die offenen Verkaufsstellen der Uhrmacher und Händler mit Uhren und Uhrenwaren an den Wochentagen mit Ausnahme der Samstage und derjenigen Tage, an denen die Ortspolizeibehörde gemäß § 189 e Ab­satz 2 Ziffer 2 a. a. O. einen späteren Ladenschluß zuläßt, auch in der Zeit zwischen 8 und 9 Uhr abends für den ge­schäftlichen Verkehr geschlossen sein müssen.

Die gesetzlichen Vorschriften über die Gewährung der Mindestruhezeit für die Angestellten (§§ 139 e und â der Reichsgewerbeordnung) werden durch die vorstehende Anord­nung nicht berührt.

Im Anschluß hieran wird auf die Bestimmung im § 146a der Reichsgewerbeordnung hingewiesen, wonach mit Geldstrafe bis zu 600 Mark, im Unvermögensfalle mit entsprechen­der Haft bestraft wird, wer der vorstehenden Anordnung zu­widerhandelt.

Cassel den 28. Juli 1906.

Der Regierungs - Präsident.

Graf v. Bernstorff. A II 5560 V

Wird veröffentlicht.

Hanau den 4. August 1905.

Königliche Polizei-Direktion.

J. V.: v. Schlieben, Reg.-Affeffor.

Wegen Neu- bezw. Umpflasterung wird die Stein- || heimerftratze und zwar von der Gärtnerstrahe bis zur Altstraße vom 9. d. Mts. ab auf die Dauer von drei Wochen für den öffentlichen Fuhrverkehr gesperrt.

Hanau den 5. August 1905.

Königliche Polizei-Direktion.

P 6581 I. V.: v. Schlieben, Reg.-Assessor.

f Landkreis Rana«.

LekmtAlichmM M teilen LaildntSmts.

Die Herren Minister haben ungeordnet, daß die für den Fuhrverkehr bestehenden polizeilichen Vorschriften, insbesondere die in ganz Preußen nunmehr einheitlich vorgeschriebene Be­stimmung, daß rechts auszuweichen und links zu überholen ist, mit größerer Strenge, als dies bisher geschehen ist, ge­handhabt werden sollen.

Wie die Erfahrung lehrt, pflegen namentlich die Führer der Pferdefuhrwerke jenen Bestimmungen nur geringe Be­achtung zu schenken. Bei der Begegnung mit Fuhrwerken weichen sie nicht immer nach recht-, sondern nach der besser befestigten Straßenseite aus.

Wenn sie von anderen Fahrzeugen, insbesondere von Kraftwagen, überholt werden sollen, beachten sie die vom Führer des überholenden Wagens gegebenen Zeichen häufig nicht und machen außerdem nicht immer links, sondern je nach dem Zustande der Straße auf der einen oder auf der anderen Seite zum Vorbeifahren Platz. Sehr oft wird ferner gegen die Vorschriften verstoßen, die verbieten, daß die Lenker von Fuhrwerken während der Fahrt schlafen oder die Ge­spanne unbeaufsichtigt auf der Straße stehen lassen. End­lich werden die Wagen während der Dunkelheit häufig nicht vorschriftsmäßig beleuchtet. Ein großer Teil der Unfälle im öffentlichen Fährverkehr dürfte lediglich auf eine solche nicht ausreichende Befolgung der polizeilichen Vorschriften zurück­zuführen sein. Dies gilt namentlich mit Bezug auf den stetig zunehmenden Verkehr mit .Kraftwagen, der sich nur dann glatt vollziehen kann, wenn die bestehenden Vorschriften von allen auf den öffentlichen Wegen verkehrenden Fuhrwerken genau befolgt werden.

Es wird hierbei besonders darauf aufmerksam gemacht, daß die Bedeutung deS Krafffahrzeuges als militärisches Ver­kehrs- und Nachrichtenmittel stetig zunimmt, so daß die Not­wendigkeit besteht, den höheren Führern in den Manövern mehr als bisher Gelegenheit zur kriegsmäßigen Ausnutzung dieses Verkehrsmittels zu geben. Bei den Herbstübungen der Truppen werden daher in Zukunft in wachsendem Umfange Kraftwagen zur Verwendung gelangen.

Zur Verhütung von Unfällen weise ich daher auf die Notwendigkeit einer strengen Befolgung der bestehenden Fahr- Vorschriften allgemein mit dem Bemerken hin, daß gegen alle

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Amtliches Orgiril für AM- un) KMKreis Kma«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Dienstag den 8. August

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Verletzungen dieser Vorschriften unnachstchtlich vorgegangen werden muß.

Die Ortspolizeibehörden weise ich zugleich an, gegen jede Übertretung der Vorschriften unnachsichtlich einzuschreiten. Hanau den 2. August 1905.

Der Königliche Landrat.

V 4834 v. Beckerath.

Stadtkreis Hanau. Bekanntmachung.

Der durch Beschlüsse der städtischen Körperschaften vom 4. und 20. Oktober 1904 genehmigteFluchtlinienplan für die Birkenhainerstraße östlich vom Lehrhof bis zum Wald" wird gemäß § 7 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 vom 7. d. Mts. an 4 Wochen lang im Rathause, Zimmer Nr. 21, während der Geschäftsstunden zu jedermanns Ein­sicht offen gelegt.

Einsprüche gegen den Plan sind innerhalb der genannten Frist schriftlich oder mündlich bei uns anzubringen.

Hanau dm 4. August 1905.

Der Magistrat.

________________I. A.: Schmidt. _______ 16258

Hus Hanau Stadt und Eand.

Hana«, 8. August.

* Entwertung der Jnvalidenmarke. Wirmachm auch an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß nach einer Be­kanntmachung des Reichskanzlers vom 3. Juli 1905 alle Arbeitgeber und Selbstversicherer, welche Marken in Quittungs­karlen einkleben, künftighin, und zwar vom 1. Oktober 1905 ab, die Verpflichtung haben, die Marken gleich nach dem Einkleben durch Angabe des Entwertungstages in Zahlen z. B.1. 10. 05\ zu entwerten. Wer es unterläßt, kann mit einer Ordnungsstrafe bis zu 20 Mk. belegt werden. Bisher erstreckte sich diese Verpflichtung nur auf die Zwei- Wochen- und Dreizehn-Wochen-Marken: hinsichtlich der kleinen Wochm-Marken (14 Pfg., 20 Pfg., 24 Pfg. re.) war der Einkleber nur berechtigt, nicht verpflichtet zur Entwertung.

* Die vierwöchigen Sommerferien, die große Erholungszeit für Lehrer und Kinder, sind zu Ende. An dm Volksschulen begann bereits gestern vormittag der Unter­richt, während an den höheren Schulen erst heute der Unter­richt wieder mit frischen Kräften ausgenommen wurde.

* Wâchtersbach-Virsteiner Kleinbahn. Der Ab­schluß des 7. Betriebsjahres der Kleinbahn WâchterSbach- Birstein, umfassend die Zeit vom 1. April 1904 bis 81. März 1905, gestaltet sich recht günstig. Bis zum Schlüsse des Geschäftsjahres 1901/02 war der Betrieb der Bahn be­kanntlich an die deutsche Eisenbahn - Betriebsgesellschaft in Berlin verpachtet, vom 1. April 1902 an hat der Kreis Gelnhausen den pachtweisen Betrieb übernommen, auch sämt­liche Aktim erworben. Im letzten Betriebsjahre 1904/05 betrug die Gesamtbeförderung an Personen 155 786, wofür 35 500.69 Mk. vereinnahmt wurden. Gegen das Vorjahr sind 59 133 Personen mehr befördert und 5092.35 Mk. mehr vereinnahmt worden. Die erhebliche Steigerung der Personen­beförderung ist hauptsächlich auf die Ausgabe von Arbeiter­wochenkarten zurückzuführen. Gegen das Vorjahr wurden 4163 Arbeiterwochenkarten mehr verausgabt, was einer Mehr- beförderung von rund 50 000 Personen entspricht. Die Gesamt­einnahmen aus dem Personen- rc. Verkehr betragen 35 813.39 Mark und setzen sich zusammen aus: a. Personenfahrgeld 35 500.69 Mk., d. Gepäckbeförderung 190.20 Mk., e. Hunde­beförderung 44.50 Mk., d. Sonstige Einnahmen (Erträge aus Sonderzügen und Zuschlagskarten) 78 Mk.; Summa 35 813.39 Mk. Die Gesamtbeförderung der Güter betrug 50 363 Tonnen gegen 36 680 Tonnen im Vorjahre, demnach ist im Betriebsjahr eine Mehrbeförderung von 13 683 Tonnen zu verzeichnen. Die Gesamteinnahme aus dem Guter- und Viehverkehr rc. betrug 65 323.05 Mk. gegen 54 385.59 Mk. im Vorjahre. Die Einnahme setzt sich zusammen aus: a. Güterverkehr 56 715.33 Mk., b. Viehverkehr 1369.30 Mk., c. Nebengebühren 1672.12 Mk., d. Postgutbeförderung 631 Mark, e. Nebeneinnahmen (wie Pacht und Mietzinse aus Gebäuden und Grundstücken) 4935.30 Mk.; Summa 65 323.05 Mk. Die Entwickelung des Güterverkehrs ge­staltete sich recht günstig, trotzdem durch den Streik der Kohlenarbeiter im Nuhrbezirk sich der Versandt an Gruben­hölzern und der Kohlen-Empfang erheblich verminderte. Die Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben ergibt folgendes Bild: Einnahmen: Personenverkehr einschließlich Gepäck- unb Hundebeförderung sowie Nebengebühren 35 813.39 Mk. (L B. 30 801.89 Mk.), Güterverkehr einschließlich Weh- und

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Fernsprechanschlutz Nr. 695. 1905

Postbeförderuna sowie Nebeneinnahmen 65 823.06 Mk. (i. B. 54 385.59 Mk.); Summa 101 136.44 Mk. (i. V. 84 687.48 Mark. AuSga b en: Betriebs-Ausgaben 47 100 Mk. (i. B. 42 560.25 Mk., Pacht an die Aktiengesellschaft 35 897.75 Mark (i. V. 29 640.62 Mark) ; Summa 82 497.75 Mark (i. V. 7 2 200.8 7 Mk.). Demnach verbleibt für den Kreis Gelnhausen aus dem pachtweisen Betriebe der Bahn ein N etto-Ueberschuß von 18 638.69 Mark (i. V. 12 486.61 Mk.). Aus dem wirklichen Reingewinn der Kleinbahngesellschaft wurden laut Beschluß der General­versammlung 4 pCt. Dividende an die Vorzugsaktien A und 4 pCt. (i. V. 2,7 pCt.) Dividende an die Aktien B ge­währt.

* Deutsch-Oester. Alvenverein. Den Mitgliedern genannten Vereins und deren Angehörigen ist demnächst Gelegenheit geboten, das reizend gelegene Lützel bei Geln­hausen kennen zu lernen, welches sich mit Recht von Jahr zu Jahr steigenden Besuchs erfreut, da für Sonntag den 20. August ein Familienausflug dorthin geplant ist. Die Teilnehmer werden mit dem 9 Uhr 38 Min. Ostbahnhos abgehenden Schnellzug bis Gelnhausen fahren und von hier bis zum Hufeisen marschieren, woselbst das Frühstück ein­genommen wird. Auf schattigem Waldwege geht eS dann nach Lützel zu mehrstündiger Rast und von da nach Lanzingm, wo ein Extrazug der Kleinbahn die Beteiligten wieder nach Gelnhausen bringt. Dort findet gemeinsames Abendessen mit anschließender Unterhaltung bis zum Abgang des letzten Auge- statt.

* DaS Sommerfest der Turugeureinde, welche-, wie bereits mitgeteilt, nächsten Sonntag in dem prächtigen Garten zum Kaiserhof stattfindet, wird den Teilnehmern wieder genußreiche Stunden bereiten. Die geplanten turne* rischen Aufführungen sowohl als auch der weitere Unterhaltung-» teil, bringen Abwechselung im reichsten Maße, sodaß jung wie alt Gelegenheit geboten sein wird, fich nach Herzenslust zu erfreuen. Auf Einzelheiten der Festordnung werben wir noch im Laufe dieser Woche zurückkommen.

* Neues Sommertheater Franz Merker. Der morgige Abend in unserm Sommertheater verspricht wieder ganz besonder- interessant zu werden. Herr Merker hat zur Aufführung das schöne Lustspiel von Blumenthal und Kadel- burgAuf der Sonnenseite" gewählt, das gewiß wieder ein zahlreiches Publikum finden wird. Das Stück ist unter der Regie des Herrn Moritz Geisthövel fleißig vorbereitet, sodaß eine mustergültige Aufführung zu erwarten ift| Der Vorverkauf ist bis 6 Uhr abends im Cigarrengeschäft Kollmann, Hammerstraße.

* DaS erste Spichererberg-Turn- und Spiel­fest. Auf den Gefilden, auf welchen vor nunmehr 35 Jahren der gewaltige Ringkampf zwischen Deutschland und Franb- reich seinen Anfang nahm, auf dem Exezierplatz von Saar­brücken am Fuße der Spicherer Höhen versammelte sich am 6. Aug., dem Jahrestag der dritten Schlacht, des dritten Siegs der Deutschen zum ersten mal eine stattliche Zahl Turner zu friedlichem Wettkampf. Obgleich im äußersten Südwesten des Mittelrheinkreises gelegen, hatten sich auch Turner aus den entferntesten Gauen eingefunden, nicht nur um mitzukämpfen und zu siegen, sondern auch, um jene ge­schichtlich berühmte Gegend kennen zu lernen. Schon am Samstag nachmittag unternahmen viele eine Wanderung über das mit einer Anzahl Denkmälern geschmückte Schlachffeld, auf welchem man noch überall in Feld, Wald und Wiese die Gräber gefallener Helden findet. Nachdem am SamStag abend eine Begrüßungsfeier und Kampfrichtersitzung stattge­funden hatte, begann das Turnen am Sonntag morgen 7 Uhr. Angetreten waren 530 Turner. Der Vierkampf be­stand in Stabhochsprung, Freiweitsprung, Steinstoßen und Laufen über 200 Meter, Uebungen, die in gleicher Weise Kraft und Gewandtheit zu ihrer Ausführung erheischten. Zu gleicher Zeit begann das Wetturnen der Jugend, Schüler und Zöglinge bis zum 16. Jahre. Hierfür waren bestimmt Freihochsprung (0,90 bis 1,40 Meter), Freiweitspruna (34,50 Meter), Hürdenlauf (100 Meter mit 4 Hürden) und Schleuderballweitwerfen (1525 Meter mit einem 1,5 Kilo schweren Ball). Angetreten waren hierzu 650. Eia stattlicher Festzug brachte die Teilnehmer (ca. 1600) am Sonntag nachmittag nach dem idyllisch gelegenen Ehrental, der letzten Ruhestätte zahlreicher in der Schlacht gefallener oder später verstorbener Krieger, zu einer weihevollen, der Erinnerung jener Tage gewidmeten Feier, wobei Herr Ober» realschuldirektor Maurer die Festrede hielt. Alsdann traten an diesem Nachmittag die Spielmannschaften einer An­zahl Turnvereine auf. Insbesondere hatte der mittelrheinische Spielverband, mit dem Sitz in Frankfurt a. M., eine aus, erlesene Spielerschar hingesandt. Doch auch die Verein« b&