Einzelbild herunterladen
 

Erstes Blatt.

111111111'1'

jUmger

VezagSpreis:

Linleliâhrllch 1,80 M^ monatlich 60 Pfg.. für auts »LNlg, Abonnenten mit dem betreuenden Postausschtsg, Lu BUjeU« Nummer lost« 10 Pfg,

Eck>mât und verlegt in der Buchdruckers! Eri vnâll. W.

WalieuhanfeS in Hanau.

General-Anzeiger

Amtliches Grgcn für Statt« «O FanLLreis Kana«.

Erschkin! täglich mit Ausilahm: der Sonn- undFeiermge, mit Belletristischer Beilage.

EiarückuagSgebühr r

SU Msgespaltene Petüzeite oder deren Rau«; 15 Ms-- M ÄttlamoiMti die Zeile 36 M

«(mtao< Rebakte«: ®. Schricker K ^6uâ&

Nr. 84

Ferusprechanschlutz Nr. 605

Snmëtaü den 8. April

Kernsprechanschlutz Nr. 605.

1906

AmtlichcS.

Bekanntmachung.

Ver-endtmg von Paketen während der Osterzett.

Die Bereinigung mehrerer Pakete zu einer Postpaket «dresse ist für die Zeit vom 16. bis einschließlich 23. April im innern deutschen Verkehr nicht - gestattet. . Auch für den Auslandsvcrkehr empfiehlt es sich im Interesse des Publikums, während dieser Zeit zu jedem Pakete besondere Begleitpapiere «uszuferügen.

Berlin W. 66 den 30. März 1905.

Der Staatssekretär des Reichs-Postamts.

J. A.: Gieseke.

Stadt- und Eandkreis Fjanau.

Ausschreiben.

Am 28. v. Mts. wurde im Main dahier eine männliche Leiche gelandet, welche noch nicht' anerkannt ist.

Die Leiche ist diejenige eines dem Arbeiterstande ange- hörenden Mannes, ca. 2838 Jahre alt, 1,64 m groß und hat rötlichen Schnurrbart, gestutzten Vollbart, dunkelblondes Kopfhaar und gut erhaltene Zähne.

Bekleidet Tpctr hie Leiche, mir einem braunen Kamisos, graublau gestreiftes Hemd, darunter Normal Hemd/Kammgarn­hose, darüber eine blaue.Arbeitshose, xstaue Strümpfe, Schafte- sÜefel.P Die Wäschestücke sind nicht gezeichnet.

Die Leiche kann etwa 2 bis 4 Wochen im Wasser ge­legen haben.

Eine Photographie der Leiche kann diesseits eingesehen werden.

Griesheim a. M., 4. April 1805.

Die Polizei-Verwalmng.

I. A.: L a u m k a ch, Polizeikommrssar.

Wird veröffentlicht. *

Hanau den 5. April 1905.

Der Königliche Landrat und Polizei-Direktor.

P 2650 v. Beck erath.

" ............ .. ............... .-.-« .... . ,.^..;., .^.^.-.

Candkreis Fjanau.

MmtluimW KS Siiiiglita LmdrMM.

Die Herren Bürgermeister und - Gutsvorsteher ersuche ich, ns zum 1. Mai er. ein Verzeichnis der in ihren Gemeinden oder Gutsbezirken wohnhaften taubstummen Kinder emzu- reichen,- die in der Zeit vom 1.-Oktober 1904 bis 30. September d. Js. einschließlich das 6. Lebensjahr erreicht haben oder noch erreichen werden. Auch die her Taub­stummheit verdächtigen Einher dieses Alters sind in das -Verzeichnis aufzunehmen.

Einer Fehlanzeige bedarf es nicht.

Hanau den 1. April 1905.

Der Königliche Landrat.

V 2178 I, A.: Conrad, Kreissekretär.

Stadtkreis Fjanau.

Bekannt machn« ft.

Von den der Stadt Hanau gehörigen, in be?. ferner hing Großauheim gelegenen Grundstücken sollen in W W unverpachtete Parzellen am ,

Mittwoch den Ls. d. Mts,^ avenss von 7' 's Uhr an, im Gasthauszum goldenen Löwen" in Großauheim meist­bietend verpachtet werden.

Pachtliebhaber werden hierzu eingeladen.

Hanau den 5. April 1905.

Der Magistrat. 7169

Beknnntmachnnft.

. Das städtische Lesezimmer GäAnerstraßc 67 ch hom 1.'April bis 30. September d. Js. werktäglich von 4 bis 10 Uhr abends, sonntäglich von morgens 9 Uhr bis cibenb§ 9 Uhr dem Publikum zur unentgeltlichen Benutzung geöffnet. -

Hanau den 28. März 1905: "

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 6579

Bekftnntmftchnnft.

Arheitsuckende in der Zeit vom 1. bis 7. April 1905:

2 Arbeiter,

1 Schreiner,

2 Fahrbursche»,

1 Hausbursche,

8 Tagelöhner.

Hanau den 8. April 1905.

Städtische Arbeitsverm itteluugsstette. <194

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Ge­meinde Kesselstadt belegenen, im Grundbuche von da Band V11 Artikel 371 und 369 zur Zeit der Eintragung des Der- steigerungsvermerkes auf dm Namen der Witwe bezw. Ehe­frau des Landwirts (Christian Wild, Christophs Sohn, Katharine geb. Geibel daselbst und zwar in Artikel 369 zur ideellen Hälfte, eingetragenen Grundstücke:

I. Artikel 371:

Bl. 8 Nr. 86 = 78 qm, Wilhelmstraße 33,

a) Wohnhaus mit Hofraum,

Bl. 8 Nr. 87 = 2 ar 99 qm, Hofraum und

Bl. 8 Nr. 6t = 97 qm, Hausgarten,

Bl. 8 Nr. 68 1 ar 07 gm, Hausgarten,

Dl. 8 Nr. 66 --- 73 gm, Hausgarten,

; d) Scheuer mit Stallung (A),

c) Schweinestall mit Futterküche, d) Schweinestall und Holzhalle (C), Gebäudesteuernutzungswert 210 Mk.

Bl. 8 Nr. 88 1 ar 62 qm, Wilhelmstraße 32, e) Wohnhaus Nr. 32 mit Anbau A, Gebäudesieuernutzungswer-t 180 Mk.

Bl. 15 M. 24 51 ai 02 -m, Acker auf die Remise, Reinertrag 25 Mk. 71 Pfg.

Bl. 13 Nr. 21 61 u' 81 qm, Acker im kurzen nassen Grund,

Reinertrag 47 Mk. 10 Pfg.

Bl. 6 Nr. 38 36 ar 73 qm, Wiese im alten Mühlacker, Reinertrag 28 Mk. 74 Pfg.

II. Artikel 369:

Bl. 13 Nr. 50 3 ar 50 nm, Acker in den Wingerten, Reinertrag 2 Mk. 37 Pfg.

am 19. Mai 1905, vormittags lOOs Uhr, durch das unterzeichnete Gericht, an der Gerichtsstelle, Markt­platz 18, Zimmer Nr. 14, versteigert werden.

Hanau dm 10. März 1905.

Königliches Amtsgericht 2. 7179

Der nächste Termin der durch das Gesetz vom 18. Juni 1884 vorgeschriebenen Prüfung von Schmieden über ihre Be­fähigung zum Betriebe des Hufbeschlaggewerbes wird hierselbst am Freitag den 19. Mai d. J. abgehalten werden.

Meldungen zu dieser Prüfung sind unter porto- und bestellgeldfreier Einsendung einer Prüfungsgebühr von 10 Mk. bis spätestens den 8. Mai d. I. an dm Unterzeichneten zu richten.

Mit der Meldung zugleich sind einzureichen:

1) der Geburtsschein,

2) etwa vorhandene Zeugnisse über die erfolgte technische Ausbildung (Gesellen-, Meisterbrief u. dgl.),

3) eine schriftliche Erklärung darüber, ob der Meldende sich schon einmal der Prüfung erfolglos unterzogen hat.

Es werden nur solche Schmiede zugelassen, welche das 19. Lebensjahr vollendet haben und den amtlichen Nachweis erbringen, daß sie die drei letzten Monate vor der Meldung zur Prüfung im Regierungsbezirk Cassel sich ausgehalten haben.

Schmiede, welche die Prüfung nicht bestanden haben, können erst nach Ablauf von sechs Monaten zu einer neuen Prüfung zugelassen werden.

Cassel am 12. März 1905.

Der Vorsitzende der Hufschmiede-Prüfungskommission des Regierungsbezirks Cassel.

Tietze, Königlicher Departementstierarzt, Parkstr. 9.

Hus Fjanau Stadt und Eand.

Hanau, 8. April.

9 Die Gvanqelisations - Versammlungen des Generals v. Biebahn am Samstag abend 8'/« Uhr, Sonntag nachmittag 4'/s und abends 8'je Uhr finden nicht, wie ursprünglich angezeigt im Stadtschloffe, sondern in der Turnhalle (Zahnstrafre) statt.

Die tze«t!ge Rrrmmer umfaßt außer Pem Uaterhattungsblatt 18 Seiten.

6 Musterung. Montag dm 10. April: Musterung der Militärpflichtigen der Stadt Hanau, welche im Jahre 1883 geboren sind und deren Familiennamen mit den Buch­staben H bis einschl. Z beginnt, sowie derjenigen älteren Jahr­gänge, welche eine definitive Entscheidung noch nicht erhalten haben.

' Stadttheatsr. (Benefiz Zeitz.) Die letzte Vorstellung dieser Spielzeit wird morgen als Benefiz für Herrn Oberregisseur Zeitz in Szene gehen. Die zur Auf­führung gelangenden LustspieleIm weißen Röß' 0 undÄ l s ich w i e d e r k a m" haben hier stets den größten Beifall gefunden und wird das auch morgen wieder der Fall sein, umsomehr, als durch das Gastspiel der Königl. Host schauspielerin Frl. Marie Doppelbauer alsRoßl- wirtin" ein hoher Kunstgenuß in Aussicht steht. Für den beliebten Benefizianten wird der morgige Tag eine ganz be­sondere Bedeutung haben, indem er damit voraussichtlich seine Tätigkeit in der Provinz abschließen dürfte, da er vom August d. Js. ab auf eine Reihe von Jahren an das Ber­liner Theater engagiert worden ist. Das Hanauer Sradt- theater hat für Herrn Zeitz eine ungewöhnliche Anziehungs­kraft besessen. Im Jahre 1884 begann er hier seine Dnhnen- farrière als 1. Charakierspieler, zum zweiten Male war es 1899 bis 1900 als Regisseur in Hanau tätig und während der nun zu Ende gehenden Spielzeit hat er als Ode t= regisseur fast alle Novitäten und bedeutenderm Stücke inszeniert. Sicherlich wird dem begabten Künstler auch neben dem zu erwartenden pekuniären Erfolge manche 'freudige Überraschung zuteil, sodaß sich der morgige Abend zu âcm schönen Abschied von der Stätte seines hervorragenden Wirkens gestehen dürfte. Die Vorstellung beginne ^>7 Uhp. Der Vorverkauf finde: heute Samstag naebminag von 45 Uhr cm der Theaterkasse statt.

v Kunstnotiz. Die April ausstellung im Kuwstsalon Hermes zu Frankfurt -'a. M. bringt eine Kollektion Por­träts von Alfred Schwerz-Berlin, größtenteils -Persönlich­keiten der Frankfurter Gesellschaft darstellend, und 12 hol­ländische Landschaften von B. A. van Beek. Neu ausgestellt Md ferner die letzten Werke von. Walther Firle, darunter das lebensgroße Porrrät der Frau C. Bühl. Außerdem Gemälde von G. Segcmbini, A. Feuerbach, A. Hengeler, P. Burnitz f, Hubert Herkomer, F. A. v. Kaulbach, P. Meyerheim, P. Salinas, F. v. Lenbach, Keller-RMlingen, H. Thoma u. a. m.

* Gemälde - ArrsstelkmH. Im Schaufenster des Kunstsalons von Fr. König's Hosbuchhandlung hat'eine junge frankfurter Künstlerin, Fräulein E. Wollstätter, die Tochter.eines nach Franksurr übergesiedelten Hanauers, eine Serie von Oelgemälderr, Aquarellen und Pastellzeich­nungen ausgestellt, auf die wir nicht nerschien wollen, utrser kunstliebendes Publikum aufmerksam zu machen. Fräulein Wollstätter war langjährige Schülerin unserer Zeähenake- demie; ihre Arbeiten bekunden eine gute Auffassungsgabe und Treffsicherheit und die Porträts zeigen das, was man in erster Linie verlangt: große Aehnlichkeit. Gegenüber dresen Vorzügen fallen einige Härten in der Farbengebung und Schattierung, die sich bei weiterer Uebung leicht vermeiden lassen, kaum ins Gewicht.

* Sprech Verkehr. Der hiesige Sprechverkehr ist auf Gräsrath (Kr. Solingen), Lennep, Ohligs, Radevowcwald, Remscheid, Ronsdorf, Schwelm, Solingen, Vohroinkel und Wermelskirchen ausgedehnt. Auch ist Marköbel zum Sprechverkehr mit Hersfeld zugelassen.

* Marienkirchenchor. Mehrfach geäußerten Wün-. schen entsprechend, wird der Marcenkirchenchor am Char- freitag-Abend um 7^z Uhr unter Mitwirkung von Frau Elisabeth Wohlfahrt (Sopran), Fräul.Helene Keller­mann (Alt) und der Herren Z e t s ch e- Frankfurt (Tenor) und F. Kantzenbach (Baß) ben zweiten Teil des Orato­riumsDie Festzeiten" von Karl Loewe unter Begleitung von Orchester und Orgel in der Marienkirche zum Vortrag bringen. Der Verein hat keine 9Nühe gescheut, dies herr­liche Werk gründlich zu studieren, sodaß den Freunden geist­licher Milsik ein edler Kunstgenuß bevorsteht. Mögen die großen Anstrengungen, die der Verein machen muß, auch durch regen Besuch dieser geistlichen Musikaufführung gelohnt werden! Eine Liste zum Einzeichneri wird in Umlauf ge­setzt werden, auch sind Eintrittskarten in den beiden Hof­buchhandlungen und bei Herrn F. Grasmeher, Gärtner- straße 73, zu haben.

Sehenswürditzketten.Museirrn der Wetteraui- schen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege hoch): Ge­öffnet an Sonn- und Feiertagen vormitrags von 11 bis ^l Uhr. Kinder ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet.