Zentrum 8 gleichfalls gestrichen. Danach wäre aber das dentfcke Reich ohne eö? Kavallerie. Die Forderung für die ^elbaritHerie ebne M brforderung wurde debattelos genehmiat, ebenso nach kurzer Erörterung die Mehrsorderung für die Fußartillerie um 2 Bataillone.
Atts dem enaliichett Unterbau?-. Prem'erminister Balfour erklärte, daß der Staatssekretär für Irland Wyndbam seine Demission eingerejcht habe. Dabei führte Balfour aus, der Hauptgrund für die Demission war der Umstand, daß der neuliche Streit den Wert von Wyndbams Tätigkeit als Cbefekretär Irlands verschlechtert, wenn nicht ganz unterdrückt habe. Er (Balfour) billige mit Bedauern das Demis" ons- gesnch. Der von Balfour erwähnte Streit bezieht sich auf die Haltung Wyndhams und des Unterstaatssekretärs für Irland Mc. Don"el gegenüber dem sogen. Reformprojekt betreffend d'e Verwaltung Irlands, das von Lord Dunraven ein- gebracht war. UnterstaatZsekr^tär Prelymann leet den Marineetat vor und führt aus, brr Plan über die Verteilung der Flotten hân'e von ihrer Bewerlibkeit ab, und die Erhöhung der Beweglichkeit habe die Adm ral tât in den Stand gesetzt, die Zabl weniger moderner englischer Schiffe in allen Teilen der Welt berabzu'etzen. Redner betont dann die Veränderungen, welche durch die Verwendung gepanzerter Kreuzer in großer Zahl und durch Einführung der drahtlosen Telegraphie her« vorgerufen seien. Zum Schluß seiner Ausführungen bespricht Pretyman die Frage der Unterseeboote und erklärt, der neueste Typ könne mit 9 Seemeilen Geschwindigkeit unter Wasser fahren. Redner weiß sodann auf die Wichtigkeit der Unterseeboote für die Verteidigung von Häfen hin. Dis Programm für die Neubauten sei entworfen unter Hinblick auf die Flotten aller Mächte und die Erfordernisse der britischen. Mc. Crae (Ith.) b'antragt eine Resolution, in der die Befriedigung über die Herabsetzung des Marinenoranichlages, aber andererseits das Bedauern darüber ausgedrückl wird, daß die Regierung keine Schritte getan habe, um mit den anderen Mäckt n behufs allgemeiner Herabietzung der Flottenrüstungen in Verhandlung zu treten. Der Unterstaats'ekretär Pretyman erklärt: ES ist unmöglich, unseren Marineetat unter Beratschlagung mit anderen Mächten aufzustellen, aber einer von den bedeutenden Faktoren für unsere Entscheidung über die Stärke unserer Flotte iH naturgemäß der Stand unserer Beziehungen zu den fremden Mächten. Die Resolution Crae wird hierauf mit 220 g°gen 164 Stimmen abgelebut.
Der Papst richtete an Kardinal Svampa einen Brief, in dem er daran erinnerte, daß das Rundschreiben, das Kardinal Merry del Val am 28. Juli 1904 an die italienischen Bischöfe richtete, darauf hinwies, daß die demokratische kirchliche Bewegung nur bestehen könne, wenn sie unter Aufsicht der Bischöfe stünde. Seit einiger Zeit seien durch die sogenannten unabhängigen christlichen Demokraten Streitigkeiten entstanden, die aus dem Verlangen nach einer falsch verstandenen Freiheit die Disziplin zu brechen versuchten und nach gefährlichen Neuerungen strebten, die die Kirche nicht billigen könne und die zur Rebellion gegen die Autorität der Kirche geworden seien. D-r Papst bedauert, daß so viele junge Leute dieser selbständigen christlichen Demokratie an- hängen und ermahnt sie, denen zu mißtrauen, die sie ins Verderben führen wollen. Der Papst bedauert, daß es auch katholische Blätter gebe, die die Bischöfe, die mit Reckt die selbständigen Demokraten verurteilen, kritisieren. Der Papst mißbilligt den Kongreß der selbständigen Demokraten und er mahnt die wahren Katholiken, an dem ^oloanaer Kongreß nicht teilzunehmen. Die Priester, die ungehorsam sind, würden den kanonischen Strafen verfallen. Der Papst drückt zum Schluß die Hoffnung aus, daß feine Klagen die Schuldigen zum Nachdenken veranlassen würden.
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die deutschen und europäischen Friedensverhandlungen verwerten." Das Hauptquartier war an demselben Tage nach Reims verlegt worden, ich hatte mich also nach der alten Krönungsstadt auf den Weg zu machen.
Auf dem Bahnhof in Frankfurt traf ich am Morgen des 8. September den Generaladsutanlen von Boyen und den Fürsten Alexander zu Lynar, vor dem Kriege Botschaftssekretär in Paris. Sie hatten den Kaiser Napoleon nach Wilhelmsdöhe begleitet und kehrten jetzt nach dem Hauptquartier zurück. Ich lud sie ein, die Reise gemeinschaftlich mit mir zu machen, zunächst in dem mir zur Verfügung stehenden Salonwagen, später auf den Landwegen unter Führung des, von dem Generalpostdirektor mir als Reisemarschall beigegebenen Post- inspektors Ritzler. Bei der Fahrt durch die Rheinpfalz konnten wir auf jeder Station inne werden, daß gerade für diests Land die erfochtenen Siege ihre ganz besondere Bedeutung hatten: sie hatten es von der Ängst erlöst, bei jedem Kriege mit Frankreich der erste Kriegsschauplatz zu sein. In Pont-L-Mousson mußten wir die Eisenbahn verlassen; zwei für die württemberqische Division bei Reims bestimmte Feldpostwagen waren mir überwiesen, Herrn Ritzlers Aufgabe war es, mit Güte oder Gewalt Pferde zu beschaffen. Auf dem Wege nach Clermont en Argonne begegneten wir endlosen Zügen französischer Gefangenen, müde Gleichgültigkeit weit mehr an der Stirn tragend, als trotzige Resignation. Von Clermont an war unsere Reise ein Wagstück, denn wir verließen für eine Strecke von etwa 90 Kilometern den Bereich unsrer Armee, wir waren ohne Eskorte und kaum bewaffnet. Mit Anbruch der Nackt durchfuhren wir den Argonnen-Paß leß Jlettes, bei dem Lichte des Vollmonds sahen wir rechts dichten Wald, links einen jähen D rund, die Wagen fuhren eng aufeinander, aber eine mäßige Anzahl beherzter Leute hätte genügt, um uns mit unseren Wagen in den Abgrund zu werfen. Noch ging indessen der Schrecken unseres Namens vor uns her. In den Orten, wo wir Pserve wechselten oder rasten ließen, meldete sich der Maire, den Hut in der Hand, wie wenn ich ein französischer Minister wäre, und in der Mark hätten wir nicht ungehinderter fahren können, als hier in der Champagne. Am 10. um Mittag waren wir in Reims.
Der König empfing mich sehr gnädig; nachdem er mich entlassen, begann die Beratung mit dem Grafen Bismarck.
Mittwoch
Die Vcrmthriing der Kavallerie in der Budgctksuwlifsion.
Die Budgetkommi'sion des Reichstags trat gestern in die Spezialberatung des Gesetzentwurfs betreffend die Friedenspräsenzstärke des Heeres ein. Kriegsminister v. Einem gibt die Erklärung ab, daß die Verbündeten Regierungen bei dem Wunsche, daß das Gesetz für die Zeit vom 1. April 1905 ab in Krakt trete, beharren und knüpft daran eine Zusatzerklärung, die er als vertraulich bezeichnet. Vertrauliche schriftliche Mitteilungen wurden vorgelegt werden über die Deckung des Mobilmackungsbedarfs an Kavallerie, die sonstige Kriegs- und die Friedensprâsenzstärke und anders. Es wurde darauf mit der Beratung des § 2 der Vorlaoe begonnen, welcher die Zahl der vorhandenen Formationen erhöben will auf einen Bestand am Schluffe des Rechnungsjahres 1909 von: „Bei der Infanterie 633 Bataillonen, der Kavallerie 510 Eskadrons, der Feldartillerte 574 Batterien, der Fußartillerie 40 Bataillonen, bei den Pionieren 29 Baiaillonen, den Verkehrstruppen 12 Bataillonen, bei dem Train 23 Bataillonen." Kriegsminister v. Einem: Jedes Armeekorps muß mindestens 24 Bataillone haben, kein Kv'ps dürfe me'-r Batterien als Bataillone haben, dies sei Li ^e.en aber der Fall. Wir haben 24 Armeekorps, brauchen also, wenn alle 24 Bataillone haben sollen, 576 Bata'llsne Infanterie. Die darüber hinausgehenden Bataillone (57) sollen zur Besatzung von Festungen im Kriegsfalle dienen. Port Arthur habe sich nur so lange halten können, weil so gu e ruisiiche Truppen als Besatzung vorhanden waren. Man habe die zw ijä'rrige Dienstzeit einoeführt, um mehr Henschen ausbilden zu können. Man müsse al(o auch erforderliche Kaders für VMiformaronen bilden, an die sich die einberufenen Mannschaften anlehnen können. Man müsse einen Halt hab-n pv die Formationen der zweiten Linie. An der Zahl der Kaders dürfe nicht gespart werden. Er bitte, den § 2 zu bewilligen. Es würden dadurch die Divisionen auf den vollen Bestand ausgerüstet werden.
Abg. Gröber (Zentr.) verlangt, die Verbündeten Regie- rung-n sollten sich mit der Aufbringung der Kosten durch eine Erhöhung der Matrikularbeitrâge einverstanden erklären. Auf Anleihe könnten die fortdauernden Ausgaben der Vorlage nickt bewilligt werden. Er verlange zahlenmäßigen Nachweis für die Notwendigkeit der neuen Bataillone. — Abg. v. Kar - dorff (Rp.) stimmt dem Abg. Gröber darin zu, daß die Matrikularbeiträge entsprechend zu erhöhen seien. Abg. Frbr. v. Richthsfen (kons.) erklärt, den Anforderungen der Heeresverwaltung entsprechen zu wollen, da er den von ihr vorgebrachten Gründen vertraue. — Kriegsminister v. Einem: Was das Marquement an Offizieren anbelange, so ständen wir in diesem Iabre äußerst günstig da. Wir haben in den letzten 10—15 Jahren niemals so günstig dagestanden. Die Kadetten- und Kriegsschulen zeigen einen erheblich besseren Besuch wie früher. Er wolle zur Vorlage noch bemerken, daß man besondere Formationen zum Schutze des Landes im Falle des Krieges brauche. Man muffe der Mil'tä'verwaliung in diesen Fragen das nötige Vertrauen und absoluten Glauben schenken, sie habe doch die Verantwortung für die Verteidigung des Landes zu tragen. Im Leben müsse man manches glauben, was nicht zahlenmäßig bewiesen werde. — Abg. Paasche Nach dieser Erklärung mo^e der Abg. Gröber keine Erklärungen mehr fordern. Man dürfe gegen die Miliiäi Verwaltung kein Mißtrauen haben, die der Kommission offene Karten vorgelegt habe. Die Abstimmung über die 633 Bataillone Infanterie wird ausgesetzt.
Man geht zu den 510 Eskadrons Kavallerie über. Korreferent Ryeren beantragt Streichung von zehn Eskadrons, der Kriegsminister widerspricht diesem Abstrich.
Wohl eine Stunde lang schritten w'r in der Cour d'honneur des erzbischöflichen Palastes, d-m Quartier des Königs, auf und ab, neugierig beoofft von dem Publikum, das an dem den Hof abschließenden (Sitter vorbeiging. Es kam hn^uf an, den Beitritt der süddeutschen Staaten zu dem vorddeulschen Bund, also dffskn Umwandlung in den deutschen Bund, und weiter das Kauertum in die Wege zu leiten. Die Beru'nng des Zollparlaments war ins Auge gefaßt, weil von ihm eine Manifestation im Sinne der politischen Eißheit und damit ein Druck auf die Regierenden erwartet wurde. Ich riet drinoend von der Betretung dieses Weges ab. Schon bei dem Sck'nß der letzten Session des Zollparlaments hatte ich mich mit Besorgnis gefragt, was aus dieser Institution werden solle, rach* d-m der Stoff für ihre gesetzgeberische Tätickeit vollständig erschöpft und alle Handelsverträge von Bedeu'ung erledigt waren. Das Zoll- und Steuerwesen der eroberten Gebiete konnte, so lange bietelben mckts anderes waren, als erobert-s Land, nur im Verwaltungswege geordnet werden, gehörte also zur Zeit nickt vor das Zollvarlament. Ein Handelsvertrag mit S. Salvador war zur Vorlage reif, vielleicht hätten sich noch ein pa^r legislative Kleiniokeilen aussinden lassen, aber niemand würde uns geglaubt haben, daß wir wegen solcher Lappalien mitten im Kriege das Zollparlament beriefen, alle W--lt wurde fühlen, daß anderes in der Wicht lieg-, und schon die Ahnung solcher Absickt würde verstimmen. Daß das Zollparlament unzweifelhaft nicht die Kompetenz hatte, einen politischen Beschluß zu fassen, hätte nicht viel zu sagen gehabt, wenn er mit überwältigender Mehrheit gefaßt worden wäre. Daran war aber nickt zu denken. Es war sicher, daß die Mehrzahl der bayerischen und manche der württembergiscken Abgeordneten gegen den Beschluß stimmen wurden, und zwar nickt bloß solche, welche die Sache nicht wollten, sondern auch solche, die einen Druck atr ihren König nicht ausüben möchten. Ein gegen eine so geartete Minderheit gefaßter Beschluß würde aber der Sache unwiderbringlichen Schaden tun. Ueberbaupt vertrat ich die Ueberzeugung, daß im Jahre 1870 so wenig, wie im Jahre 1849, ohne die Initiative der Fürsten etwas zu stande kommen werde, und ich begründete aus der Natur der Dinge und aus meinen Dresdener Wahrnehmungen die Zuversicht, daß es, wenn man nur zu martert verstehe, an dieser Initiative nicht fehlen werde. Schlimmstenfalls würde das | Schicksal der eroberten Gebicie Veranlassung tut einer ver-
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Die Forderungen fe’en durchaus notiq. Die 38. unb ZH. ^vistsn verfügen über keine Kavakerre und müssen sich bei ben Manövern m»t fremder Kavallerie aushelfen. Dieser Uebel» tionb müsse aukbören. Man solle nicht mechanisch rechnen, organisatoriscke Gesichtspunkte seien maßgebend. Man habe das Mindestmaß baffen verlangt, was man brauche.
Nach weiterer Debatte wird die Regierungsforderung für Kavallerie (510 Eskadrons) gegen die Stimmen der beiden konservativen Parteien, Nationalliberalen und des Abg. von Liebermann mit 16 gegen 10 Stimmen abgelebnt, ebenso der Antrag Roeren auf Streichung von 10 Eskadrons. Die Forderungen für Feldartillerie (574 Batterien) und Fußartillerie (40 Bataillone) werden bewilligt.
Ueber die Infanterie wird ivâter abgestimmt werden. — Hierauf vertagt sich die Kommission. Heute: Fortsetzung. Zunächst Forderungen für Pioniere, Berkehrblr"ppen, Train.
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^KSMAer Wertens- n. t>ler«zn^^ttwqsnttchrtchten
für Mittwn^ ber 8. März.
^tabttfieafev: .Die Hmrbenler-ch»": Wana 7 Uhr.
KonzertbouS „Scr-auin": Großes bumtristlsches Schrammel-Konzert.
Männer n. Iä'mlin-'sneretn: Votonne-h^aien En VereinShauS.) Turn gemäht • Ab-nd« 9—10 Mr: Turnei der MännerabirUuna. Turn- it. Fecktklub: Non 8',—10 Uhr: Fechten; von 9—10 Uhr Turnn» der Mä-nerabteitunp
T'irtt gesell ich aft: Abt"ds von 7 ''n—9 Uhr- Turnen der Männerabteil. rkantwrsignische. Verein Hanan: Dere'°'Sabend tm Vesta, rant Mohr. Getanem freut »Tonblüthe" : Sinostunde in oer „Stadt Bremen." ^esappv-rem „Kervania": Glngst'ivde im „Löwensiârtcken". EonnaeUsche" Ir^eiterv-rem: Sinestunde in der „Bronerei WeiSmantel". Gesellschaft „T'ru beim Alten": BeremSabeno (Graue ei Or'chler). Minaret Ra-siv-wt 189r>: Nerelnsabend in der Stadt Bremen". National ° Stenogravbenve-ein: IM'inttSfhtnbe für die Praktiker - Abteilung dMal: „Zur frohen Krone'). Thaler- ^lub : Zusr nmenkiinft in den .3 Hasen". Kegel- Klu' ; Gasthaus .zur ^nten Quelle".
Schütze ver.i l „Tell" z-r „Wiener Svitze': Abends 9 Uhr: Schießen, Zimmerstutzen.-eletziebaft „Patrontalche': Abends ' Uhr: Schießen. Ztmmerstutzen ejeslichaft „z Schwanen'-KesseistadtrZimmerstiitzenschleßen. Hanauer Sch^t-enverein- Veretnsabend im „Restaurant Mohr." Freiwillige Feuerwehr: 1. Komp, im „goldnen Herz": Steiger-Korps in >er „Brauerei Be-k'.
Freiwillige Feuerwehr: 3. Komp, im „Karpfen".
BsrIeiaerungs- Hr. Oslender
für Donner»tac, hen 9. März.
Holzversteiaerunarn: 1) im Gemeindewato A »enmitt^a l; Zusammenkunft vormittar? 9'/» Uhr im Schlaue an der Str itze Ait nmiltlau- Höflich (f. Nr. FO „L an. Nn-."). — 2> im Gemcindewald Kilian- ' äbt n; Zus'mmenk'mft vormittags 10 Uhr auf dem F"ßpfad nach Büdesheim am Einfang des Waldes (f N. 64 „Hau. A z.").
Nachmit'a'Ä von 2 Mr ah sollen Ure«strotz' Ar. 3, parterre, eine oros - P 'rtie Mobi iar- und andere Geaenstände du'ch den beeid. Tarator und Auktlonatr- Herrn Fr. Kämvler meistbietci.d versteigert werde". — Nachwit'aiS 3 Uhr soll auf dem Rvh^uS zn Hochstadt die der dortiaen Gewe nde zu''eben^e Feld- und Waldj gb öffentlich verpachtet we den (f. Nr 4i „^an An
Gebrauchs-Muster.
Nr. 241 916. Verschlußstopsin für Gärfäffer mit Gas- abzugsrohr, das einerseits in einer durchgehenden Stopfenbohrung sitzt und anderseits einen zum Teil mit Flüssigkeit gefüllten Behälter trägt, in die das Rohrende eintaucht. Friedrich Erkrath in Gelnhausen, vom 26. November 1904 ab — E. 7595. Kl. 61
Bis Mitte März verreist
II. Wink, Mn^trHn^JiyW^ BrmihSeide von 95 Pfg. an.
— Zollfrei! — Muster an jedermann! —
7i2s Seidenfahrikt. Henneberg, Zürich.
traulichen Verhandlung mit den Regierungen bieten, aus welcher weiteres sich entwickeln müßte. Zu einem Beschluß kam es bei dieser Unterredung nicht. Ich übernahm es, ein Bild der Gestaliunam zu entwerfen, zu denen die Ausdehnung des Bundes auf Süddeulsch'and führen würde.
Meine Unterhaltungen bei der Tafel des Königs und am Tiscke des Graicn B'smarck konnten mich überzeugen, daß im militärischen Hauptquartier die Herstellung der deutschen Einheit mit der kaiserlichen Spitze als eine leichte Aufgabe angesehen wurde. Acht siegreiche Schlackten, in denen die Söhne aller deutschen Länder vereint gesümpft und geblutet hatten, hotten im Bewußtlein der Armee d'e Einigung Deutschlands vollzogen, und der Zauber, den die Person des Königs auf Offiziere und Mannschaften des ganzen Heeres ausübte, schien in der Kaiserkrone seinen natürlichen Ausdruck zu finden. Sachlich war alles fertig; „man brauchte nur zu wollen," um alles auch formell in Ordnung zu bringen. Das durch große Taten und große Erfolge gehobene Bewußtsein übertrug ohne weiteres die Stimmung der Armee auf die einzelnen Staaten, deren Kontingente die Armee bildeten, und wollte deshalb jede andere Stimmung als unberechtigt ignorieren oder niederwerfen. Wer die Stimmung in Bayern und Württemberg anders ansah und weder von einer Ignorierung noch von einer Vergewaltigung etwas wissen wollte, lief Gefahr, für träge und kleinmütig, wenn nickt für noch schlimmeres zu gelten. Diese Empfindungen, welche in einem durch ungeduldigen Ehrgeiz gesteigerten Ausdruck mir sechs Wocken später in Versailles wieder begegneten, fanden sich für den Augenblick befriedigt und die Berufung des Zollparlaments war abgetan, als zwei Tage nach meiner Ankunft in Reims eine wicktige Miltülung aus München eintraf. Die bayerische Regierung sprach, schneller, als ich erwartet hatte, die Ueberzeugung aus, daß die Entwickelung der politischen Verhältnisse Deutschlands, wie sie durch die krieaeriscken Ereignisse herbeigeführt lei, es bedinge, von dem Boden völkerrechtlicher Verträge, welche bisher die süddeutschen Staaten mit dem norddeutschen Bunde verbanden, zu einem Verfassungsbündnis überzugehen. Sie knüpfte daran den Wunsch, daß ich * nach München entsendet werden möge, um über die zur Ausführung dieses Gedankens von ihr vorbereiteten Vorschläge in Besprechung zu treten. Ich erhielt also den Auftrag, nach München zu gehen.