KMW ____________ bräuchliche Ausgestaltung emes an sich durchaus a^unben be- rechliqten ®ebsnfenS zu perbinkem, ist vsn b$r Regierung die Hsbernis-Verstaatlickung eingeleitet worden und es siebt zu hoffen. daß diese Aktion in einer nicht fernen Zukunft zudem gewollten Ziele führen wird.
Mit dem Besinn des neuen Jahres richten sich, wie auch schon im Jahre 1904, die dringendsten Wünsche aller Wirtschaft?- und Erwerbskreise auf den Abschluß neuer Handels- uertröge, damit die Unsicherheit von Handel und Wandel genommen werde. Hoffentlich finden diese Wünsche ihre baldige Erfüllung.
Hue aller Welt.
Kälte im Ausland. In der ganzen Schweiz herrscht außerordentliche Kälte, in einzelnen Iurastaffonen beträgt sie 30 und mehr Grad, in Davos 26, in Bern und in Zürich 18, in Lausanne 15, in Genf 10, in Basel 17, in Lugano 9 und in Montreux 8 Gr^d. Der Aarfluß zeigt, wie uns aus Bern deveschiert wird, b;e äußerst seltene Erscheinung des Eisganges, sodaß die Clekirizitäiswerke von Wynau den Betrieb einstellen mußten. In Cbanx de ^onb§ ist ein Mann auf b^r Diele seines ungeheizten Manlardenzimmers erfroren. Der Post- und Bahnverkehr, der vorgestern gestört war, ist seit gestern wieder normal. — Auch in Frankreich ist es ungemütlich kalt. Man telegraphiert aus Paris: Aus allen Teilen der Provinzen laufen Meldungen ein über ganz ungewöhnli '^e Kälte. In Paris sind gestern drei Jeronen erfroren. In verschiedenen Gebieten des Südens ist die Temperatur auf 25 Grad Kälte berabgesunken. — In Algerien herrscht seit zwei Tagen Sckneelall, ein Ereignis, das seit dreißig Jahren nicht mehr zu verzeichnen war. In der Stadt Algier verzeichnet das Thermometer drei Grad Kälte. Auch in Bli^a und Thu« Nellen herrscht Schneefall; das ganze Atlasgebirge ist mit Schnee bedeckt.
Durch einen rätselhaften Doppelmord ist die Stadt Montevideo gestern in große Aufregung versetzt worden. Ein gewisser Adolfo Latyrre stieß bei einem nächtlichen Rendezvous seiner ^ran, b-r rechten Cousine des Ministers des Auswärtigen, einen haarscharf geschaffenen Do'ch in das Herz, so daß sie sak-rt tot zulammeniank. Als die Poliz-i den Mörder ab'übrte, st-rzie plötzlich aus dem Haufen von Neugierigen der junge Advokat Teofilo Diaz hervor und schoß den G^angenen blitzschnell du'ch 3 Revolverscküsie n'-d-r. Anscheinend wollte er so verhindern, deß Latorre ^nuüOunqrn wachen konnte. Diaz wurde verhafiet. — Festgenommen wurde auch der Massenmörder Jean Andrä Akdije, der in d-r Stadt Penaflor bei Sevilla, wie wir berichtet halten, viele Personen heimtückisch in einen Hinterhalt gelockt, ermordet und beraubt halte. Der Mörder wurde, an Händen und $ünen Zefess lt, in daS Gefängnis emqeliefert. Die Polizei hatte Mühe, ibn vor der erbitterten Menge zu schützen.
Hundetrene. Der Berliner Tierschutz-Verein hat aus dem Hererolande einen Feldpostbrief erhalten, der einen rührenden Zug von HnndeGeue schildert. Dieser Brief ist abge^ druckt in dem neuesten Kalend-r des Berliner Tier'âutz-VereinS und lautet: Okanandja, den 6. Februar 1904. SM dem Aufstande der Hereros bot sich uns auf einem ^atrou’Uenrut fol» genber Anb'«ck: Wir traten den Hund des Ansiedlers Krstein vor dem Krobe seines Herrn beulend und wlnielnd an. Kirstein war zu Beginn des Au'standes von den Hereros ermordet und dann von der vertont gebliebenen dort ansässigen Mlssionarskrau beerdigt worden. Der .^unb hielt seit dem Tage der Beerdigung Wache bei dem Grabe seines Herrn; p, er hatte schon an mehreren Stellen versucht, feinen Herrn wieder auszuscharren, was ihm aber nicht gelungen war. Wir versuchten nun, den Hund durch Liebkosungen, Locken und Nahrungsmittel von dem Grabe wegzubringen; aber nichts vermochte das Tier in der Treue zu seinem Herrn wankend Zu machen. Daher mußten wir untere Bemühungen aufgeben und überließen den treuen H»nd dem Schicksale des Verdingern?» Angehörig? her Schutztruppe. Ab'end-r: Unterosstzier G. S'evert in Windhuk." — Wir fronen: Gibt es wohl viele Menschen, nur im Winter, so wurde das wenig schaden; da verbringt der Bauer seine Zeit ohnehin meist mit Schlafen; aber sie fallen auch mitten in den Sommer, und mancher von ihnen hat schon einen guten Teil der Ernte gekostet, die durch rechtzeitige Arbeit noch hätte gerettet werden können. Also Feiertag. Was soll der Bauer, der keine Interessen bar, nun tun, wenn er nicht arbeiten und nicht schlafen kann? Da bleibt nur eins: der Branntwein. Dieser F'uch deS russischen Bauerntums kann säum zu düster geschildert werden. Das Haus schmusig, dunkel, verräuchert, die Frau verbläut und kränklich, das Leben eintönig, die Zukunst hoffnungslos : bleibt der Branntwein, bleibt die Monopolbube als das ein und alles. „Jedes GesLäft, das außerha b der gewohnten Aibeit liegt, jedes Familienerng- nis, jeder Handel, jede Stundung einiger Rubel an Steuer, die der Gemeindeälteste gewährt, jede Versammlung der Gemeinde zu einer Wahl, zur Besâ lußfassung über Acker, Kirche lt. s. w., alles und jedes fordert Branntwein und wird mit Branntwein erledigt." Das Branniweintrirken ist eine gro' e und feierliche Sache im Dorfe, ein jedes bat seinen eigenen Komment dafür, und Leute, die neue Gelegenheiten und Vorwände zu Branntweinlibcuionen auszufinden verstehen, werden hoch geschätzt.
Allem es ist an der Zeit, anstatt die verzweikelte Laae der russischen Bauern weiter auszumalen, noch den Hauptursachen zu fragen, denen sie entspringt. Diese liegest in her ruffn.i en Dorsverfassnn g. Das Bauern land ist Gemeinbelltz d s Dm fis, und das Dorf hastet in seiner Gesamtheit dem Staate sür die von ihm aufzubrmgknde Steuer umme. Der Gemeindebesitz wird aufgetestt, in Streifen und Fetzen zerschnitten. Dem Umfanae nack würde das Land, das dem Bauern zuwwlesen ist, wohl in der Mehrzahl der Fälle genügen, um ihn zu ernähren. Aber da ist sein Land in drei, fünf oder noch v el mehr Stücke zerschnitten, die weil vom Dorfe entfernt sind. Er braucht vielleicht einen halben Tag, um überhaupt hinzugelangen; wie kann er, der vielleicht über ein elendes Pferdchen verdat# bei diesem Zeitverluste das Stück Lweckentsprechend
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die ihren Freunden eine solche Zuneigung ß-wabren? Bedeui« w fant das GprüLwort: „Treu wie ein Hund", tra wie ein Wenf^ — siaj fein-i.
. AbeMrikschs Rechtspflege. Oeffmlli^k-ii und Mündlichkeit des Berf hrens, diese beiden Errungenschaften der Rm- wi, herrschen, was sich eigentlich ja bei der geringen D^r- breilung der Sch^ibkunst ganz von selbst versteht, seit orav-ster Borreit in Abe'sinien. Es gibt dort auch berufsmäßige Rechtsanwälte, aber sie sind wenig angesehen und haben noch we- n’ter zu tun, denn d°r zungengewandte Ab'lsinier liebt es, sich selbst zu verteidigen. Ancb Gerichtskosten sind iu bezahlen, natürlich den Berhâltuiffen des LanseS angemessen in — Namrolien. N"r zu leicht nehmen sie, in der Regel vor dem Richierspruch erlebt, den Charakter der Bestechung an. Da proz^ fierte eine Frau weaen eines BermögeusobfikreS mit einem Manne. Listig brachte sie drm Nicbter einen schönen LSpf voll Honig. Der Mann aber wmdte ein ganzes — Maultier daran, und der schu-unzelnde Richter erkannte, wie nicht anders zu erwarten stand, zu Ungnnüen der Frau. Als diese nun wütend bemakle, dann bätte sie den ^onig auch sinrm können, rieb sich her weife Siebter behaglich die Hände und meinte: „Was willst du nur, von bestem Honig habe ich nichts gehabt. Da ist ein Maultier vorhe^elaufen und hat mit einem Hufschlag deinen Topf zcit^ümmert." — Die Todesstrafe soll an Wörtern genau so vollstr ckt werden, wie sie ihr Opfer ums L ben gebracht haben. Zu dem Zwecke w'rden sie nach Fällung des Urteils gewöhnlich ben Vers wandten des Ermordeten ousgelirfert. Da ist wahr und wahrhafiia die fo'gende Geschichte pafHe»-(: Ein Mann war in einen wilden Feigenbaum (her in Abessinien eine gemahtge Höhe und Stärke erreicht) geklettert und warf einem andern die gepflückten Früchte zu. Dabei verlor er das @leidbnrw*t und fiel auf seinen unten flehenden Gefährten so uncnücfhcb, daß Kieler den Tod fand, während er selber keinen Schaden nahm. Der Verbrecher wider Willen wurde von den Ange- härlycu des Getöteten vor Gericht geschleppt, und da mon in Abessinien noch nicht den Unters trieb zwi chen Mord, TotsSlrg und fahrlässiger Tötung kennt, übergab ibn der Ritter den Klägern, damit sie ihm genau auf dieselbe Weise hab Lebrn nähmen. Einer von ihnen stieg dann auch auf den UnqlScks-- bnum) besab sich die Höhe und — dank e für den Abstu z. Genau so machte es ein zweiter, drilt r ... sie sahen sich daun lächelnd an und begaben sich eilfertig heim. Der zum T»de Verurteilte tat natürlich das Gleiche. Er blieb unbehelligt, da sich niemand farb, der sich zur Vollstreckung des Urtei’é hätte beruhen wollen.
Soven Bühnenkünfilerinnett heZraten? Im Berliner Lsk^lanzeiger" berichtet Alsr. Aohbotf betreffs einer „Enquete" über die Fra?e: Sollen Bühnenlünstlerinnm heiraten? Emma @aM, die berühmte franzößsche Carmen, erklärte in einem Feuilleton „Die berühmte Primadonna" folgen« be§: „Ich w-rde nie heira'en, wenigstens solange nicht, ols ich an der Bühne bin. Thekter und Familie passen meiner Ansicht nach nicht zusammen. Wer dem Tbea'er leidenschaftlich angehört, ist ihm mit Leib und Seele verfallen, Hat keinen Sinn für daS ruhige Glück, das man in der Familie sucht; eine Künstlerin, die heiratet, soll die Bühne verlaffen. Ich bleibe beim Theater und darum heirate ich nicht." Pauline Lucca, die e ne Eos mit dem B^ron v. Wallbo'en eingegmen ist, sagt dazn u. a.: „Solche Redensarten sind immer Phrasen, bei der ersten Gelegenheit wird das Gegenteil getan. Die Dame ist outz keinem anderen Stoff wie wir andern. Alle großen Sängerinnen, beutle, französifche uns ita'ienische, waren »erheiratet, und es hat ihrer Kunst keinen Abbruch getan.^ Klara Meyer, das jetzt im Dru schen Theater engagierte Ehrenmitglied des kgl. Schauspielhauses, meint «. s.: „Ich glaube, die größte Künstlerin vermag auch zugleich eine gute Hausfrau zu fern, w-nn thr Haus ein vornehmes ist." Terefina Sommerstorff-Gevner, die m*t dem Schauspieler Otto Sommerstorff v?rb-iratet ist, ist der richtigen 'Ansicht, daß es sehr von der Berson und dem Cborokter der betreffenden Künstlerin abhänge, ob sie es n^aen kann, außer ihren beruflichen Pflichten auch die einer Gaitin nnb Wutdr auf sich ru
bearbeiten ? Und könnte er noch feine Aibeit sich wenigstens auf das vorteilhafteste einteibn | Aber er ist daran gebunden, so zu arbeiten, wie seine Nachbarn es tun; er muß weiden, wo und wann die andern weiden, und fâen, wo und was sie säen ; Sonst wird ihm d'e Saat zertrampelt und abgewndet von den Nachbarn, die später säen als er, und von der D"rfherde, die auf das Brachfeld zieht. Dennoch — ein intelligenter und fleißiger Bauer überwindet alles dieses einmal, kommt vorwärts, bestellt sein Land gut, ziebt noch neues hnIu; nafür« Nches Bestreben, daß er die Frucht seiner Arb"t ernten, fein Land zu eigen haben möchte. Ja, das Gesetz erlaubt dies wohl, aber dazu gehört unter anderem die Zustimmung der Gemeinde; und wo wird diese denn so dumm fein, den Intelligenten und Wohlhabenden, der steuerfä tg ist, aus dem Verbände zu entlassen! Nein, er wird festgekalten, er muß die Steuern für ben Unfähigen und Faulen mitzahlen, und nach ein paar Jahren geht dann vielleicht das von ihm mühsam in outen Stand gesetzte Feld in die Hand des Trägen über. Die Arbeit ist verloren, der Bauer kann nie hoffen, selbst« ständi er Eigentümer zu werden, — es lohnt nicht, fib anzu- strenaen, zu verbessern und über das Notwendige hinaus zu arbeiten.
In gleichem Sinne aber wirkt der Staat selbst durch seine Steuerpolitik. Und zwar in dreifacher Hinsicht. Erstlich ba« durch, d^ß er, wie bemeiki, die Dorfgemeinschaft in ihrer Gesamtheit für die Steuer haftbar macht und dadurch den etwaigen Fleiß des Bauern auf die sonderbare Weüe belohnt, daß er gegebenenfalls die Siener für den Faulen miltragen muß. Zweitens durch die Höhe der Steuern, die in vielen Bez rk n die Leistungsfähigkeit des Bauern bei weitem überinffen und den Bauern io einschnüren, daß er bei aller Arbeit bestenfalls gerade das Geld für die Steuer und allenfalls den allernot- dürfiigsten Lebensunterhalt derausschlägt. Drittens endlich durch die bureaukratische, rücküchtsloie und beßech iche Beitreibung der Steuer, bei der auf die besondere Lage, die eigentümlichen Erw?rbsverbästnisft des Dorfes, die elwgigen Un«
V. Fsmr'â-
I ................ »^8»»8«^^"«^«^ h.M.-Uri.uu^itM»nirMMOT«iini»Mm nehmen. Sie könne nur aus eigener Wahrung sagen, datz e« ihr nie V’ wer Geworben sei, ihrer Kunst und ihrer Familie zu leben. AllerdinaS beb* sie in nur qan, vereinzelten Fällen ^gstsyielreistn unternommen. Die unverheiratete Sängerin G-rald'ne Farrar in Berlin fleht der Frage fremd gegenüber. „Vorläufig", so schreibt sie, ^gehört meine ganze Zeit, ja mein ganzes Leben der Kunst, her ich mich von meiner Kindheil an gewidmet habe. Ich b finde mich erst am Anfang meiner Karriere, ich bin noch jung und muß und kann noch ein Dutzend Jahre warten, ehe ick über ein solches Thema nach- d-nke." Ida Siedler in Berlin möchte die dlnschouung »on Gmma Ca^vö nicht io ganz von der Hand weisen, sie gibt ihrer per änlichen Ansicht Ausdruck, daß niemand zweien Herren dienen könne. „Entweder ist man ganz Künstlerin od-r ganz Hausfrau ober Mutter ; wer sich vollkommen der Kunst ergibt und weilerstrebt, wird wohl sehr schwer seine häuslichen Pflichten erfüllen können." Die „Heldin" Rosa Povpe in Berbn, die sich vor Jahresfrist mit dem Arzt Dr. Lewa verheiratet bat, bek-nnt sich als eine Bekehrte. Sie schreibt: „Aehnliches wie Madame CalK habe ich früher wohl auch gesagt. Ich sage es nicht mehr. Jetzt b*n ich eine ot''ckliche Frau, aber die Liebe zu meiner Kunst habe ich be8« halb nicht verloren." E>'ne warme Vertret-r'n findet Emme (^uA in Marie R^jsenhoser, der elegantesten Schauspielerin B rlinS, die seit mehreren Jahren mit Patrtz vom Leising- theater verheiratet ist. Die Künstlerin schreibt: „Auch ich bin der Ansicht, daß sich häusliche und künstlerische Pflichten beim besten W'llen nicht vertragen; für junge Bühnenkünstlerinnen ist es daher entschieden ein starkes Hindernis in ihrer Karriere» Es wird ihnen natura-mäß unmöglich sein, alle körperlichen und getsii-en Kräfte lediglich auf ihre Kunst zu konzentrieren, und das fordert unser Beruf unerbittlich, wenn man vorwärts kommen will. 1* ,fere berufl'chen Pfll^'ten stellen — ernst genommen — so äußerord-ulliche UInfprüdhe an Körper und G^it, daß sie zur Erfüllung anderer Pflichten keinen Platz lass«"'." Eine krèftiae Absrrtiqunq wird Emma Calvâ durch .^anii Riese, die Gattin Joseph Jarnos in Wien, zuteil. Sie schreibt: „Wad tut Madame Calvö, wenn ich für meine Behauptung : „„Es geht ganz gut"" den Wahrheitsbeweis erbringe? Ich bin mindestens ebensosehr in Anspruch genommen wie meine berühmte Kollegin, weil ich fast täglich spiele, aiio 300mal im Jahr (ganz genug für eine „Soubrette"), aber ich finde noch sehr viel Zeit für meine Kinder, für »einen Mann, für meine Wirtschaft, für einige gute Freunde, mil denen wir oft zusemmm sind. . . . Mir scheint, für Madame Calvü ist noch nicht der Richtigs gekommen — sie wwd schon noch anders werden."
Verlosungen.
Gewkttnzsehnnq der Braunschweiger 20 Taler» Lose. Ziehung am 31. Dezember. 45 000 Mk. fielen auf S-rie 9122 Nr. 9. 10 000 Mk. auf Serie 237 Nr. 29. 7200 Mk. auf Serie 7048 Nr. 42. 300 Mk. auf Serio 3 866 Nr. 16. Je 200 Mk. auf Serie 51 Nr. 9, Serke 2706 Nr. 26, Serie 5735 Nr. 29, Serie 6606 Nr. 19, S'ne 6745 Nr. 17 D.rie 8705 Nr. 30, Serie 9089 Nr. 41, Serie 9338 Nr. 7, Serie 9760 Nr. 20, Serie 9760 Nr 43. Je 150 Mk. auf Serie 237 Nr. 49, Serie 297 Ne. 12, Serie 2238 Nr. 26, Serie 4553 Nr. 48, Serie 4970 Nr. 50, Serie 8857 Nr. 1. (Ohne Gem.)
Schisssb-richLe.
lMiiackellt '-on Aoent 21h. Treusch-Hanau.)
Der Hanckurger Dampfer „Pretoria" ist am 1. Ianuak wohlbehalten in New-Pork eingetroffen.
Hambura, 30. Dezbr. Der Dampfer „Westphalia" von der Hamburg - Amerika - Linie ist vorgestern in Colon eingetroffen.
Bremen, 1. Janusr. Der Dampfer des N-rddeutschm Lloyd „Prmz Eitel Friedrich" ist gestern in Colombo einge- troffen.
glücksfälle, die di- Arbeit behindert haben, keine Rücksicht ae« nommen wird. An dem und dem Tage muß die Steuer dk sein — b-sta! A so Geld geschafft um jeden P«-eis; droht doch die Versteigerung der brino^nhften Habseliakeiten. Der Bauer nimmt also Ge'd auf, selbstverständlick zu hohen Zinsen; daß er es wieder zurückgeben kann, ist ein seltener Fall, und so entsteht der Typus des Dorffressers, der die Dorigenosien zu seinen Schuldnern macht, der ihre Arbeit für Hne Necker arSnu^t, der sie als feine Sklaven hält, in der Dorfgemeinde serbstaerständiick allmächtig ist und so fick teieberum mit Hilfe des ganzen amtlichen Apparates weiter bereichern kann. Die Zahlen über die Verminderung der spannfähigen Bauernhöfe, über das Anwachsen der Sterblichkeit in der bäuerlichen Bevölkerung, über die Abwandemng der Bauern von dem Lande, das sie bock schon aus vlclhund--r«jähriger Gewohnheit so leiden- schaftlick lieben, sprechen eine furchtbare Sprache.
Doch wir wollen ben Leser nicht mit Zahlen plagen. Sind es doch nur ein paar dürftige Andeutungen, die wir hier über einen so wichii wn und ausgedehnten Gegenstand geben konnten. Allem auch sie werden vielleicht schon hinreichen, um den Leser begreifen zu lassen, warum die Krämpfe nicht enden, unter denen sich das heilige Rußland windet.
AlbrrMblätter.
Es dürfte auch im allgemeinen das Hauptkennzeichen echter Bildung sein, ob jemand im stande ist, den Menschen wie ein Kunsiwerk, als ein nun einmal so und nicht anders gegebenes, h.nzumhmen und gelten zu lassen oder nicht. Hrbbeb
*
Willst du, eignen Schmerz zu tragen,
Dir den Busen kräftigen,
Lerne mit der Menichen Fragen
Edel dich beschäftigen:
Wie die Seele sich erweitert, Wird dein Leben auch erheittâ