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scheiterte und Eingeborene sich teilweise der aus Aus- rüstungsgegenftünden bestehenden Ladung, die versichert war und deshalb auch ersetzt wurde, als Strand­gut bemächtigten. Inwieweit die gestohlenen Gegen­stände ebenfalls verkauft sind, ließ sich nicht fest­stellen. Jedenfalls dürfen wir nicht unsere Truppen wegen dieser Vorkommnisse leiden lassen.

Oberst v. Deimling tritt den Ausführungen Lede- bours entgegen. Er selber habe Angehörige der Schutztruppe tot vorgefunden, deren Arme und Beine abgehackt und die Augen ausgestochen waren. In einem Falle habe der Arzt konstatiert, das einem Soldaten bei lebendigem Leibe das Genick umgedreht sei. (Zuruf von den Nativnalliberalen nach links, das sind Ihre Schützlinge !) Sie verlangen Uebermensch- liches von uns, wenn Sie verlangen, solche heimtückischen Gegner mit Glacehandschuhen zu ^behandeln. Milde gegen diese Eingeborenen wäre Grausamkeit gegen die eigenen Leute. (Lebhafter Beifall.)

Abg. v. Böhlendorf f-Kolpin (kons.) spricht sich namens seiner Partei für schleunige Verabschiedung der Vorlage aus, und beantragt die Ueberweisuna der Vorlage an die Budget­kommission.

Abg. Dr. Semler (Nationallib.): Meine politischen Freunde stehen im wesentlichen auf dem Standpunkt des Vorredners. Wenn wir auch für den Kommissionsantrag stimmen, so sehen wir doch die Vorlage als das an, was sie ist, nämlich eine Kriegsoorlage. Die anderthalb Millionen des Kostenanschlages für den Ausbau der Bahn zu Friedens­zwecken sind in der fetzigen Forderung nicht einbegriffen. Daraus ergibt sich schon, daß es sich um eine Kriegsvorlage handelt, und die Budgetkommission muß sie also auch danach behandeln, d. h. schleunigst verabschieden. Die Erörterung der Frage nach dem Werte der Kolonie und ihren Wasser- verhältnissen kann in anderem Zusammenhänge geschehen, hier kommt es darauf an, daß unsere Truppen versorgt wer­den^ Da fragt es sich lediglich, ob die Vorlage das zweck­mäßige Mittel bietet. Selbst wenn wir jetzt einen Teil der Truppen dort zuriickziehen konnten, so ist doch klar, daß wir auf absehbare Zeit einen Teil der Truppen und Pferde dort halten müssen, oder wir haben den Krieg noch einmal. Welche Unsummen sind nicht für die Transportkosten bisher au §gegeben worden ! Da kommen die 5 oder 7»/- Mill, für diese Bahn gar nicht in Betracht! Mit wahrem Bienen­fleiß hat Herr Erzberger gearbeitet, um uns seinen Zitatenschatz vorzutragen. Da wird er längst schon selbst seine Meinung geändert und erkannt haben, daß er mit seiner Verneinung nicht durchkommt, denn der Oberst Deim- ling wird auch auf ihn feinen Eindruck nicht verfehlt haben. Er fragte, warum wir nicht schon im letzten Frühjahr die Bahn bewilligt haben. Ich kenne die Antwort: weil die­jenigen, die hier im Reichstage arbeitslustig waren, plötzlich von der Regierung vorzeitig nach Hause geschickt wurden. (Sehr gut rechts und ' bei den Nationalliberalen.) Welche Summen sind bei dem bisherigen Transport von Verpflegung vergeudet worden! Man braucht sich bloß die Schiffsiisten daraufhin anzusthen. Sagen wir uns doch, daß wir eine Entlastung für Swakopmund bekommen! Es ist erwiesen, daß, solange wir die Bahn nicht bauen, wir noch höhere Transportkosten auszubringen haben werden. Ist dafür ge­borgt, daß in Lüderitzort, dem Endpunkte der Bahn, nicht eine Grundstückspekulation einreißen kann? In Kamerun gaben wir sehen müssen, daß die für die Bahn nach den Manengubabergen unbedingt nötigen Terrains alle an Eng­länder verkauft worden sind. So etwas darf hier nicht Vor­kommen. Sorgen wir für größte Beschleunigung, damit der Anerkennung der Leistungen der Truppen im Weißen Saale die Tat folgt. (Lebhafter Beifall bei den Nationalliberalen und rechts.)

Abg. Kopsch (steif. Vp.) verlangt in der Kommission genaue Auskünfte über die militärische Notwendigkeit 'des öahnbaues und über die in der Denkschrift der Kolonial­verwaltung enthaltenen finanziellen und technischen Angaben. Für die Beratung in der Kommission gelte indes das Wort: Eile mit Weile.

Bundesratskommissar Geheimrat Golinelli wendet sich gegen das von einigen Rednern geäußerte Mißtrauen gegen die Rentabilität und die Zukunft dec Kolonie Süd­westafrika und verweist auf den vom jetzigen Gouverneur der Kolonie, dem früheren Generalkonsul von Kapstadt, von Lindequist, bei seiner Ankunft in Kapstadt erstatteten Bericht, woraus sich nur ein Teil des Kaplandes an Aussichten für die Zukunft mit Deutsch-Südwestafrika messen kann. Süd- westafrita hat eine große geologische Zukunft, denn eine Berg- gesellschaft hat auf Grund genauen Studiums des Landes aus eigenen Mitteln den Bau einer 500 Kilometer langen Eisenbahn für über 16 Millionen in Angriff genommen zur Ausnutzung der geologischen Schätze. Aber auch Viehzucht, besonders Schafzucht, kann in der Kolonie mit Vorteil be­trieben werden. In Bezug auf die von Dr. Semler ange­regte Frage einer wüsten Landspekulation seitens der Deut­schen Kolonialgesellschaft für Südwestafrika, in deren Besitz größtenteils Küstengebiet ist, teilt der Kommissar mit, daß die Kolonialverwaltung alle Maßnahmen zur Verhinderung einer solchen Spekulation getroffen hat und eventuell das Enteignungsverfahren eintreten lassen wird.

Abg. Graf Arni m (Reichsp.) spricht seine Freude über die Einbringung der Vorlage aus. Wäre.nicht von Anfang an eine so übel angebrachte Sparsamkeit in der Kolonie ge­übt worden, so wären alle später notwendig geworbenen Ausgaben und die kostbaren Opfer an Gut und Blut uns erspart geblieben.

Abg. Schrader (freif. Vgg.) spricht sich für die Vorlage aus, zumal die Terrainschwierigkeiten überwindlich sein dürften. Mit Betriebsstörungen werde man namentlich in der ersten Zeit zu rechnen haben, wie solche anfangs auch bei unseren inlädischen Bahnen zu überwinden waren. Redner hofft, daß die Kommission mit möglichster Schnelligkeit ar­beiten werde, damit im Interesse unserer Truppen die Bahn baldigst ausgeführt werden könne.

Abg. L attmann (Wirtsch. Vag.): Die große Mehr­heit meiner Freunde begrüßt den Bahnbau mit großer Freude. Der Kommission wird es vorbehalten sein, in vielen Einzel- iragen Klarheit zu schaffen, insonderheit über das Verhältnis der Deutschen Kolonialgesellschaft zu den Terrainverhältnissen. Bedauerlich ist. es, daß die Denkschrift nicht die genügende Grundlage gegeben hat, auf Grund deren die kommissions­lose Annahme hätte erfolgen können.

Abg. Erzberger (Zentr.): Meine politischen Freunde wollen dem Wunsche der konservativen Fraktion, die Vorlage der Budgetkommission zu überweisen, Rechnnng tragen. Es ist doch sehr eigenartig, daß man gerade zu einer Zeit, wo

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die Mitteilung von der vollständigen Einstellung der Feind­seligkeiten im ^ererolanbe cm uns gelangt, mit einer solchen Vorlage kommt. Die Herren LegationSräte haben sich die ganz vergebliche Mühe gegeben, die Denkschriften zu recht­fertigen. Ist es so mit der Haltbarkeit der Angaben in diesen Denkschriften bestellt, fo werde ich künftig 50, auch 75 und noch mehr Prozent abziehen, um der Wahrheit näher­zukommen. Daß meine Angaben bezüglich der Rinderpest nicht stimmen, muß ich ganz energisch zurückweisen. Ich habe die Zahlen den Reden des jetzigen Staatssekretärs v. Richt­hofen und bem Etat entnommen, und wenn diese Angaben hier so einfach in Zweifel gezogen werden, dann ist eine parlamentarische Diskussion überhaupt nicht mehr möglich, lieber die Unterschleife in Südwestafrika habe ich meinerseits eine direkte Behauptung überhaupt gar nicht aufgestellt. Ich frage noch einmal, ob nicht dem Auswärtigen' Amte von dritter Seite die Mitteilung von den Unterschleilen zuge­gangen ist. Die Autorität des Herrn Oberst Deimling kann ich nicht hoher einschätzen, als die des Kapitäns, der uns seinerzeit nachweisen müßte, daß mit dem Hafen von Swa­kopmund alles in Ordnung sei und es stand doch sehr schief darum. Wir sind mit der Kommissionsberatung einverstanden.

Nach weiteren Ausführungen des Geh. Rat Seitz, des Staatssekretärs Frhr. v. R i ch t h o f e n , sowie der Abgg. Erzberger, Ledebour itnb Bohlendorff-Köl- p i n (kons.) schloß die DiskiFsion. Die Vorlage wird der Budgetkommission überwiesen.

Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr. Erste Beratung des Etats und Flottenvorlage., Schluß 63/« Uhr.

F)andel Gewerbe, und Verkehr.

Hk. Zollbehandlung d^r Waren beim In­krafttreten des neuen Zolltarifs. Die Frage, nach welchem Tarif Waren zu verzollen sind, die beim Inkraft­treten des neuen Tarifs") bereits die russische Aollgrcnze passiert haben, aber noch nicht verzollt worden sind, ent­scheidet sich nach Art. 464 des russischen Zollustaws vom Jahre 1904 (Art. 110 der Regeln vom 15. Mai 1901)3). Danach ist bei der Verzollung dieser Waren der Tarif an­zuwenden, der am Tage der Beendigung der Zollbesichtigung in Geltung ist. Es wird siw daher empfehlen, falls noch die Anwendung des alten Zolltarifs gewünscht wird, unter Berücksichtigung der in den letzten Tagen des Februar vor­aussichtlich eintretenden Stauung bei den russischen Zoll­ämtern Sendungen nach Rußland möglichst so einzurichten, daß die Zollabfertigung noch vor dem 1. März (n. St.) zu erwarten steht.

Hk. Verzollung von Waren beim Inkraft­treten des neuen Zolltarifs. Der Königlich preußische Finanzminister weist in einer Bekanntmachung vom 15. No­vember d. Js. darauf hin, daß die Auffassung, der geltende Zolltarif finde noch auf alle Waren Anwendung, die bis zum Ablauf des 28. Februar 1906 die Zollgrenze über­schritten hätten, nicht in vollem Umfange zutreffend ist. Nach § 9 des Vereinszollgesetzes vom 1. Juli 1869 (Bundes­gesetzblatt S. 317) unterliegen den Sätzen des geltenden Tarifs nur noch diejenigen Waren, die bis zum 28. Februar 1906 (einschließlich) bei der zuständigen Zollstelle zur Ver­zollung, zur Abfertigung auf Begleitschein II oder zur An­schreibung auf Privatkreditlager anaemeldet und zur Abfer­tigung gestellt werden. Hieraus eig bt sich unter anderem, daß alle Waren, die bei Beginn dès 1. März 1906 in öffentlichen Niederlagen, Privattransit- ober Privatteilungs- lagern mit oder ohne amtlichen Mitverichluß oder in den Beständen fortlaufender Konten vorhanden sind, den Sätzen des neuen Tarifs unterliegen.

Marktbericht.

Hanau, 2. Dezbr. (Lebensmittelpreise.) Geflügel: Tauben, das Pärchen 70 bis 1,00 Pfg.; ein alter Hahn 1,401,80 Mk.; ein junger Hahn 0,80 .bis 1,30 Mark; ein Huhn 1,201,50 Mk.; eine Ente, Mk.; eine Gans 4,00 bis 5,00 Mark, eine Gans gcrnvft, Pfd. 7580 Pfennig; Fische: gewöhnt. Sorte 35 Pfg., bessere Sorte 40 Pfg., Hecht 1,00 bis 1,20 Mk., Bresem 5060 Pfg., Barben 5060 Pfg., Barsch.6070 Pfennig per */2 Kilogramm; Gemüse: Meerrettich die Stange 820 Pfennig; Blumenkohl, das Stück 1050 Pfennig, Kopfsalat, Stück 515 Pfennig, Endivien, das Stück 8 bis 15 Pfg.; Rettich, das Stück 3 5 Pfg., Ober-Kohlrabi, das Stück 67 Pfg.; Unter-Kohlrabi, das Stück 8 bis 15 Mennig; Wirsing, das Stück 1025 Pfg., Weißkraut, Stück 1030 Pfg.; Rotkraut das Stück 1040 Pfennig, Sellerie, das Stück 1020 Pfg., gelbe Rüben, das Pfund 10 Pfennig; Braunkohl, eine Portion 20 bis 30 Pfennig; Rosenkohl, ein Pfund 2530 Pfennig; Schwarzwurzeln, Portion 2030 Pfg.; Spinat, das Pfund 25 Pfennig; Schmalzkraut, eure Portion 10 bis 20 Pfennig: Kartoffeln, Doppelliter i 1415 Pfennig; Obst: Trauben, Pfund 60 Pfg., 6 Aepfel, 1 Pfd. 2040 Pfg., Birnen, Pfd. 1530 Pfg., Nüsse, das Hundert 60 Pfennig, Citronen, das Stück 8 bis 10 ' Pfg.. Apfelsinen, d. St. 1015 Pfg., Paradiesäpfel, 1 Pfd. 60 Pfg; Verschiedenes: Butter, d. Pfd. 1,201,40 Mark; Käse, i Stück 46 Pfg.; Eier, Stück 712 Pfg.; Gänseeier das Stück Pfennig: Zwiebeln, Pfund 10 Pfg.; Welichkorn, Doppelliter 30 Pfg.; Radieschen, das Bündel 810 Pfennig; Kastanien, Pfund 20 Pfennig; Weizenmehl, 1. Sorte 20 Pfennig; 2. Sorte 18 Pfg.; 3. Sorte 16 Pfennig; 4. Sorte 14 Pfennig = ^2 Kilogramm.

Literarisches

Als WeihttacktsgefckeE empfiehlt sich:Hessische Fürsten und Fürstinnen" von Jeannette Bramer. Felix Dahn schreibt über das Buch von Jeannette Bramer:Hessische Fürsten und Fürstinnen", (Verlag der Hofbuchhandlung von Karl Vietor, elegant gebunden Mk. 2.50, einfach geb. ober broschiert gut ausgestattet Mk. 2.). Heimatliebe hat das Büchlein geschaffen und der Hauch dieser Heimatliebe weht uns herzgewinnend überall

4. Dezember

daraus entgegen. Einundzwanzig Bilder des Lebens zum Te^ hervorragender Fürsten und besonders Fürstinnen des Hessenlaud-s, von der hl. Elisabeth an bis auf den letzten Kurfürsten, werben hier vor uns auf gerollt, zumal für die Jugend sind diese Biälter bestimmt. Und die Jugend kann und soll daraus lernen, wie vortrefflich Begeiste­rung für das Vaterland, den deutschen Staat, sich mit der innigen, liebevollen Versenkung in das Heimatland und seine Geschichte verträgt einen Deutschen im allgemeinen, einen Deutschenin abstraks" hab' ich noch nicht gesehen. Wie vom Regenbogen mag man von der Gliederung des deutschen Wesens in seine Stämme tagen:Der Farben Vielheit macht ihn voll und ganz." Diese helle warme Heimat-Freude leuchtet aus bem ganzen Buche wohltuend entgegen. Selbst­verständlich war die Eingabe der Verfasserin bei dem so viel­fach verschiedenen Gestalten, die sie uns vorführt, nicht über* all gleich günstig. Die fromme, von Sage und Legende verklärte hl. Elisabeth, und der eifrige, glaubenstreue Vor­kämpfer der Reformation, Philipp der Großmütige, werden andere Eindrücke ausüben als manche der späteren Herrscher. Allein es war nicht die Aufgabe dieses Buches, die Politik der vorgeführten Landesfürsten, ihr Verhallen zu den großen Zukunfts-Aurgaben des deutschen Volkes, kritisch zu würdigen. Doch hat die Verfasserin auch diese Dinge befriedigens, an der Hand guten Studiums der hessischen Landesgeschichte, dargestellt. So mag dann das liebenswürdige Buch hiermit warm empfohlen sein.

Das Jahrbuch desInvalidendauk" in Verkitt ist für 1906 wiederum erschienen und bietet diesmal in neuer Gestalt nicht nur für Inserenten, sondern auch für Bücher­freunde vielfaches Interesse. Die in übersichtlicher Ordnung aufgeführten vielen Tausende von politischen Zeitungen und Fachzeitschriften auf allen Gebieten mit genauer Angabe ihrer Erscheinungsweise, der Zeilenpreise und Spaltenbreite machen das Jahrbuch zu einem zuverlässigen Führer für Veröffentlichungen aller Art Eine Weltverkehrskarte mit den Linien des Nordd. Loyd, sowie die wichtigsten postalischen Bestimmungen und Tarife bilden eine willkommene Be­reicherung des Buches. Der den Bücherfreunden gewidmete Teil des Jahrbuches enthält eine kleine Novelle von Nataly von Eschstruth und Tagebuchblätter aus Port Arthur von Olga von Baumgarten, die als Schwester vom Roten Kreuz die furchtbare Episode des letzten Krieges mitgemacht hat; sodann eine Bibliographie für Offiziers-Büchereien, welche auch für jeden Gebildeten von Interesse sein wird, da hierin eine treffliche Auswahl unter den neuesten Erscheinungen der geschichtlichen, kolonialen und Reiseliteratur, sowie in Ro­manen und heiterer Lektüre geboten wird. Das schmucke handliche Jahrbuch wird unentgeltlich gegen Einsendung von 20 Pfg. in Briefmarken zur Vergütigung des Porto auf Wunsch vom Jnvalidendank in Berlin W. 64 versandt.

Patent-Erteilungen.

Nr. 166 978. Einrichung zum Belastungsausgleich bei mit Zusatzmaschinen gekuppelten Puffermaschinen.Felten â Guilleaume-Lahmeyerwerk Akt. - Ges. in Frank­furt a. M., vom 11. Dezember 1902 ab. Kl. 21b.

Gebrauchs-Muster.

Nr. 262 879. Auf der Lauffläche mit handgeschmiedeten Schuhnägcln versehene Schuhsohle für Militär-, Arbeiter­stiefel o. dgl. Martin Wehn in Wahlershausen b. Cassel, vom 21. September 1905 ab. W. 19 000. Kl. 71b.

Nr. 264 181. Nähutensilienhalter in Form eines Baumes. Wilhelmine Goßmann, geb. Jungermann, in Cassel, Kohlenstraße 350, vom 29. September 1905 ab. G. 14 549. Kl. 52a.

Nr. 264 642. Klemmnippel für hängende elektrische Lampen, Sucker u. bgL, bestehend aus einem zweiteiligen, mit Bohrung versehenen, an einem Metallstreifen befestigten Klemmstück. Hartmann & Braun Akt. - Ges. in Frankfurt a. M.-Bockeuheim, vom 14. Oktober 1905 ab. 4 28 153. Kl. 21c.

Nr. 264 539. Trennschalter mit in den Zapfenlöchern eines Isolators eingekitteten Kontaktstücken. Voigt & H ae ffner Akt.-Ges. in Frankfurt a. M. -Bockenheim, vom 24. Oktober 1905 ab. V. 4830. Kl. ^lc.

Nr. 263 735. Verstellbare Hinterlassung für Tele-Ob­jektive. Plaubel L Co. in Frankfurt a. M., vom 3. Oktober 1905 ab. P. 10 486. Kl. 42h.

Nr. 262 734. Befestigungsschraube für die Laufdecken von Preßluftradreifeu, mit längsgeschlitzter, durch eine Spann­mutter aufklemmbarer Steckmutter. Fa. Georg Lieber­mann in Offenbach a. M., vom 14. September 1905 ab.

L. 14 797. Kl. 63e.

A uszüge aus dem Amtsblatt der Königlichen R egierung zu Cassel.

Schlierbach imb Wächtersbach. Im Wege bet Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung von Schlierbach und der Schloßgemarkung Wächtersbach, Kreis Gelnhausen, belegenen, im Grundbuche von da zur Zeit der Eintragung des Versteigerung8vermerk.es auf den Namen des Malers Heinrich Birkenstock (Johannes Sohn) von Schlierbach eingetragenen Grundstücke am 10. Januar 19y6, nachmittags 1*/2 Uhr, durch das Königliche Amtsgericht zu Wächtersbach in der <L t üh ler'schen Gastwirtschaft zu Schlierbach versteigert werden.

Schiffsnachrichten.

früget eilt von Agent Ad. Treusch-Hanau.)

Kambltra, 1. Dezbr. Der DampferFrisia" von der Hamburg-Amerika-Linie ist gestern in St. Thomas und d"" DampferHelvetia vorgestern in Tampico eingetroffen.

Brr«"Stt, 1- Dezbr. Der Dampfer des Norddeutschen LloydGroßer Kurfürst" ist gestern in Colombo eingetroffen.