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IM^ V@ Mk, «umaLch 60 Wz., Nr cn* âW toonnetto mit dem betrrsswdm PoßauffchteU. '

DU câycüu Stummer £»iwt 10 Ps».

WaisshmrseS m Hsruur.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- nid Landkreis Kanan.

Erjcheiut täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit bellerrisnscher Beilage.

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r^Kâsr KttÜM« oder beten Staun, für äu8»ärtltb M.,

91t. 29. FtnisVrtâmEnS Nr. 605.

Jreitaa den 3. Februar

FernsprechavsKluß Nr. 605. 1905

Attrtliches

Befanntmackunq.

Aus Grund des ordnungsmäßig festgestellien Fluchtlinien- »laneS mehrerer Straßm und Straßenteile in der Stadt 22. Sept. 1896

Hanau insbesondere der Freigerichtsstraße vom MHÖ4 sollen die zum Ausbau der letzteren Straße erforderlichen, nachbezeichneten Grundflächen enteignet »erden:

a) von den dem Bäckermeister Johann Konrad Michel zu Hanau gehörenden Grundstücken:

I. die Parz-lle zu DD 356/94, 3 ar 8 qm, Blatt 678 deS Grundbuchs von Hanau, Abt. I Nr. 20,

2. die Parzelle zu DD 383/tOl rc., Blatt 185 des Grund- buchs von Hanau, Abt. I Nr. 21,

3, die Parzelle zu DD 516/113 rc. (aus der Siamm- parzelle 350/94) Blatt 185 des Grundbuchs von Hanau, Abt. I Nr. 27,

4. die Parzelle zu DD 516/113 rc. (aus der Stamm- parzelle 396/94) Blatt 185 des Grundbuchs von Hanau, Abt. I Nr. 29,

5, die Parzelle zu DD 516/113 re. (aus der Stamm- parzelle 333/95) Blatt 185 des Grundbuchs von Hanau, Abt. I Nr. 32,

6. die Parzelle zu DD 516/113 rc. (aus der Stamm­parzelle 334/99 rc.) Blatt 185 des Grundbuchs von Hanau, Abt. I Nr. 35.

b) von den dem Zimmermeisier Bernhard Schers, Martins Sohn, zu Hanau gehörenden Grundstücken:

1. die Parzrlle zu DD 516/113 (aus der Stammparzelle 345/90) Blatt 519 des Grundbuchs von Hanau, Abt. I Nr. 92, sowie

2. die Parzelle zu DD 355/91 Blatt 519 des Grundbuchs von Hanau, Abt. I Nr. 74 c.

Bon dem Herrn Regierungspräsidenten zum Enteignungs- kommissar ernannt, habe ich zur kommissarischen Verhandlung mit den Beteiligten zwecks Feststellung der Entschädigungen für die zu enteignenden Grundflächen geukâß § 25 Abs. 1 des Enreignungsgesetzes vom 11. Juni 1874 Termin auf Milt» wo* den 15. Februar d. Js., vormittags 9 Uhr, 'm Rathause zu Hanau anberaumt.

Zu diesem Termin werden alle Beteiligten gemäß § 25 Absatz 4 a. a. O. mit der Aufforderung geladen, ihre Rechte im Termin wahrzunebmen.

Diete Ladung erfolgt unter der Verwarnung, daß beim Ausbleiben der Geladenen ohne ihr Zutun die Entschädi­gungen werden festgestellt werden und wegen Auszahlung oder Himerlegyng der Entschädigungen verfügt werden wird.

In d^m Termin kann jeder an den zu enteignmden Grund­stücken Berechtigte erscheinen und sein Interesse an der Fest­stellung der Entschädigungen, sowie ihrer Auszahlung und Hinterlegung »ahrpehmen. r

Auch etwaige Anträge auf vollständige Uebernahme von teilweise in Anspruch genommenen Grundstücken sind von den Beteiligten in dem Termin anzubringen. Spätere Anträge dieser Art sind unzulLisig.

Ueber den Besitztitel haben sich die Beteiligten in dem Termin auszuweisen.

Eine Besichtigung der zu enteignenden Flächen wird, falls erforderlich, vom Terminsraume aus vorgenommen werden.

Cassel den 31. Januar 1905.

Der Enteignungskommissar.

A. IV. 349 H^ n, Regierungsrat. 2299

Stadt- md Landkreis Hanau

ES wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Ge- «erbeaussichtSbeamten deS hiesigen Regierungsbezirks bestimmte Sprechstunden für Arbeitgeber und Arbeitnehmer festgesetzt haben Wb zwar:

1. der Regierungs- und Gewerberat zu Cassel (Regierungs­gebäude, 1. Stock, Zimmer 23) an jedem Samstag von 1112/» Uhr:

2. der Gewerbeinspektor zu Fulda (Bureau Heinrich­straße 13) an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat, von 89/» Uhr vormittags, und an jedem 2. und 4. Montag im Monat, vormittags von 810 Uhr.

Hanau bett 19. Januar 1905.

Der Königliche Landrat und Polizei-Direktor.

P 924 I. V.: v. Schlieben, Reg.-Asseffor.

Candkreis Ranau.

NtlanMmachiMen des Wim1. LmidrntSamles.

Die diesjährigen Unlervichtskurle zur Avsbkldung von Obstbimurwärtern an der Lehranstalt für Obstbau-> und Obstverwertung in O b e r z w e h r e n bei Cassel find wie folgt festgesetzt:

6-wöchentlicher Hauvtkursus vom 6. März bis 15. April, 2-wöchemlicher Sommernachkursus vom 10. bis 22. Juli, 2-wöchentlicher Herbstnachkursus vom 16. bis 28. Oktober.

Etwaigen Teilnehmern aus dem Landkreise Hanau werden Beihilfen zu ihren Unterhaltungskosten aus Kreis- und Ee« meindemitteln in Aussicht gestellt.

Anmeldungen sind durch Vermittelung der .Renen Bürger­meister bis zum 15. Februar bei mir anzubringen.

Die Satzungen der Anstalt können im Bureau bc« Kreis­ausschusses eingesehen werden.

Hanau den 4. Januar 1905.

Der Königliche Landrat.

J9H. A 77 v. B e ckerath.

Beschluß.

Aus Grund der zwischen der Gemeinde K e s s e l st « d t einerseits, dem Gutsbezirk Philippsruhe und dem Hof­marschallamt Sr. Königlichen Hoheit deS Landgrafen von von Heffen andererseits vereinbarten Vertrages vom 19. November 1904 bat der Kreisausschuß des Landkreise Hanau auf Grund des § 2 Nr. 4 der Landgemeinde-Ordnung vom 4. August 1897 beschlossen,

daß die Mm Gutsbezirk Phtlippsruhe gehörige vom Schloß Philippsruhe nach der Fasanerie führende Kastanienallee, bestehend aus den Parzellen

Kartenblatt 2 Nr. 24

4 108 7 57 8 198 des Katasters der Gemarkung Keffelstadt voll dein ge­nannten Gutsbezirk obgetrennt und mit dem Gemeinde- bezirk Kess lstadt vereinigt werden.

Hanau den 2. Februar 1905.

Der Kreisausschuß.

J. lstr. A. 597. v. Beckerath.

Stadtkreis Ranau. Bekanntmachung.

MWe AckilsmmitttlungHtlle,

Langstraße Nr. 41.

Kostenfreie Arbettsvermittelttng werktäglich norm. 8x/s 12/s Uhr, nachm. 36 Uhr.

städtischcs Arbeitsamt,

Rathaus Himmer Nr. 12.

Kostenfreie Auskunft in Sachen der sozialen Gesetzgebung (Unfall-, Invaliden-, Kranken- tM Gesetze.) Hanau am 2. Februar 1905.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 2293

Gefundene und verlorene Geaeustände rc.

Gefunden: Auf dem städtischen Schlachthofe hier eine Peitsche; abzubolen auf der Armenverwaltusig.

Hanau den 2. Februar 1905.

Hus Ranau Stadt und £and.

Hanau den 3. Februar.

* Fernsprechverkehr. Der Sprechverkehr von Bruchs säbel, HoÄstadt (Kr. Hanau) , Mittelbuchen und W achenbuchen ist auf G r o ß - U m st a d t ausgedehnt worden, und derjenige von Hana u auf S n e e k.

* An die richtige Adresse wenden. Für die ver- sicherungsoflichlige erwerbstäirze Bevölkerung unseres Kreises dürfte falzendes von Interesse sein: Eine landwirtschaftliche Arbeiterin in Langenselbold, die Witwe Elisabeth R., hatte auf dem Wege zur Arbeit einen Unfall erlitten, aus welchem ihr ei« dauernder Beinschaden entstand. Sie machte an die Hessen-Nassauische landwirtschaftliche Beru'sgenossen'chaft einen Anlpruch auf Rente geltend, wurde aber abgewieien mit der Begründung, daß ein Unfall beim landwirtschaftlichen Betriebe nicht varliege. Herr Reichstagsabgeordneter, Amtsrichter Dr.

8 u c a 8, an welchen sich die Arbeiterin wandte, verfaßte nun­mehr eine Rekurs'chrift an das Schiedsgericht und dieses be­willigte eine Rente. Dagegen legte der Sekn'onSvorstand der landwirtschaftlichen Berufsgenoffenschaft Berufung ein, Herr Dr. Lucas richtete darauf. nochmals einen ausführlichen Schriftsatz an bas Reichsversicherungsamt und dieses wieS die Berufung deS Sektionsvsrstandes zurück, bewilligte also der Klägerin endgültig die Rente, inb-m eS sich in seinen Urteils- gründen bett AuSiübrnnnn des Kerrn Dr. Lucas voll und Omi ««Schloß. Daraus dürfte Servorg-hen, daß man sich bei Unfallsachen gleich an die richtige Adresse wenden soll und nicht an gew'sse Sekretariate. Ein solches soll die Angelegen­heit als völlig aussichtslos zurückgepeben staben.

Ortskrankenkasse. Daß die Ortskrankenkassen als berufene Vertreter der Krankenversicherung z. Zi. der herr­schenden Influenza-Epidemie wieder einmal nur zu deut­lich verspüren, was es bedeutet, alle Berufsarten der ge­samten arbeitenden Bevölkerung in sich zu vereinigen, ebne Rücksicht auf die am meisten von Krankheiten Heimgesuchten weiblichen Mitglieder und ohne Rücksicht auf Alter »der Ge­brechen bei der Aufnahme aller Mitglieder, daS wurde in neuester Reit schon wiederholt durch größere Kassen her Oeffent* lichkeit ziffernmäßig durch Zeitungsberichte mitgeteilt, daß aber auch die hiesige O.-K.-K. r. Zt. des allgemeinen Krankseins bei einem Bestände von 6000 Mitgliedern, von welchen der­zeitig über 520 Krankengeld beziehen (die Insassen von ver schiedenen Krankenbäustrn nicht mitgerechnet) mit ihren Leistungen gegenüber größeren Kassen verhältnismäßig nicht im Rückstand bleibt, vielmehr noch einen größeren Prozentsatz erwerbsunfähige Kranker ousweisi, beweisen die obigen Zahlen nur zu deutlich, zumal hiernach 8,66 aller Mitglieder Krankengeld beziehen. Am 28. Januar wurden allein Mark 3720. Barunterstützungen verausgabt, während in den ab­gelaufenen 4 Wochen insgesamt Mk. 12,500.fällig wurden, gewiß ein ansehnlicher Betrag und ein Beweis dafür, daß die Ortskrankenkasse an erster Stelle gemeinnützig wirkt und des­halb auch seitens der samten Arbeiterschaft einer allge meinen Unterstützung und regen Anteilnahme sicher sein sollte.

* Stadttheaier. (Benefiz Urban.) Das seit Jahren erfolgreichste und meistgegebenste Schauspiel deS modernen Bühnen-RkpertoireS, Meyer-FörstersA l t - H e i b e l b e r g^, welches, wie bereits mitgeteilt, heute Freitag zum Benefiz für unsere beliebte muntere Liebhaberin Frl. Gertrud Urban neu einsindiert in Szene geht, dürfte auch für diejenigen nochmals seine Anziehungskraft ausüben, welche schon früheren Auf­führungen desselben beiwohnten. Ein so stimmungsvoll ge halteneS Werk, aus welchem eine so warme Lebensempfindung, ein so heiterer Abglanz der herrlichen Jugendzeit, des fröh> lichen StudentenlebenS hervorleuchtet, erfreut selbst bei öfterem Se^en immer wieder den Hörer. Am besten beweisen dies die unzähligen Wiederholungen, welche dieses Stück an sämtlichen deutschen Bühnen erlebte. Es ist zu erwarten, daß sich auch hier das größte Interesse für dieses treffliche Schauspiel er halten hat, umsomehr, als die biesige Besetzung stets eine aus­gezeichnet war. Bei der morgigen Wieder-Inszenierung sind die beiden Hauptrollen »Kâthie" und »Karl He:nz" durch die Benefiziantin Frl. Urban und Herrn Karl Becker als Gast vertreten und Laben dieselben schon im Vorjahre ihre hervor­ragende Darstellungskunst in diesen Partien glänzend bewiesen. Auch Herr Gehrmann dürfte mit dem seiner lünstlerischen Begabung besonders entsprechenden »Dr. Jüttner" noch in bester Erinnerung fein. AlsLutz" wird sich Herr Fink den Genannten in seiner bekannten trefflichen Gestaltungsweise anschließen, sodaß im Verein mit der auS dem Atelier deS Herrn Kuhn in Köln hervorgegangencn prächtigen Dekoration, die der Darst-llung einen so schönen Rahmen bietet, wiederum eine vorzügliche Aufführung deS Werkes bevorsteht. Wir machen schließlich noch besonders darauf aufmerksam, daß eine Wiederholung des Werkes im Abonnement in diesem Jahre nicht stat»findet und wün'chen wir, daß bet heutige Abend für die liebenswürdige Benefiziantin ein rechter Ehren-Abend" sein möge.

* Das zweite Sinfstrie-Ksnzert der Kapelle des Inst-Regts. Hessen-Homburg Nr. 166 unter gütiger Mit­wirkung von Fräulein Klara Hermann, Frankfurt (Sopran) findet am Donnerstag den 9. Februar b. J. statt.

* Tätrner-MaskenbaK» Wie schon aus den ergange­nen Anmeldungen erstchilich, hat der Turner-Maskenball wieder seine alte Anziehungskraft aufs beste bewährt und wenn sich morgen die Pforten der im schönsten Schmucke prangenden Festräume in der Turnhalle öffnen, wird bald ein großer Kreis fröhlich gestimmter Menschen darin vereint sein. Das glänzende ZukunsSbild, welches der ganzen Veranstaltung zu Grunde liegt, wird viele ergötzliche Szenen hervorbringen, sodaß die Teilnehmer, dankbar für die gebotenen Genüsse, wohl