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vitrMthttich 1,80 Mk., mollütlich 60 .1g., für «afr>

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General-Anzeiger

Hchmckt »b verlegt in derBuchdruckerei bei »tt«s w.

Waisochaufis in Harum.

K«t!ilhes Grgm für Stadt- und Landkreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

EisrLckmrsSgebLhe

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FernsprechanWuß Nr. 605

Donnerstag den 2. Februar

Fernsprechanschluß Nr. 605

1905

Amtliches.

Stadtkreis Hanau.

Ausschreiben.

Am 25. Januar 1905, vormittags, hat sich der Kauf­mann und Reisende bei brr Finna Job. Phil. Müller, Holz­handlung hier, Karl Heinrich Zubrodt^ geboren am 22. 4. 1864 zu Cronberg i. T. aus seiner hiesigen Wohnung Bebraer Bahnhofstraße Nr. 3 entfernt und ist bis jetzt in dieselbe nicht wieder zurückgekehrt. Er ist zuletzt am 26. Januar d. Is. zwischen 12 und t Uhr mittags in der Pedro- Jungstraße hier auf dem Wege nach Klein-Sternheim gesehen worden.

Die vorliegenden Umstände lassen vermuten, daß ihm ein Leid zugestoßen ober zugefügt worden ist, letzteres umsomehr als er einen Geldbetrag von annähernd 300 Mark bei sich trug.

Zubrodi ist etwa 1,76-1,80 Meter groß, von stufiger Statur, hat dicken schwarzen Schnurrbart) dunkle Haare, ax der linken Stirnseite zwei Narben.

Er war bekleidet mit bunfefgrauem, rveißkarrirrtem Anzug Sackreck, Hose und Weste aus einem Stück dunkel- grauem Havelock, weichem schwarzen Filzhut, dunkelgreuen Strümpfen, SKnürstieieln, weißleinenem Hemd mit rot ge­sticktem Namen ,,H. 8 ", ebenso ein weißes Taschentuch, Um* legefraten und grauer rotaemufterter Krawatte.

Er trägt eine silberne Ubr mit Goldranixun'v Sehe, an

welcher ein Fischchen hängt.

Um Mitteilung, falls über die Person etn^ werden sollte, wird ersucht.

Hanau den 1. Februar 1906.

Königliche Polizei-Direktion.

P 880 J. A.: v. Schliebe«, Reg.-Assessür.

ernuiteft

Zechenverwaltungen und der Leiter beB Kchlensyndikatè schars und versicherte, entschieden dafür einzutreteu, daß künftig bei Sireilfragen diese Organe gesetzlich zu Verhandlungen verpflichtet werden müssen.

Das Kaufmannsgericht. Gestern abend fand im Hinteren Sälchen des Restaurant Mohr eine öffentliche Be­sprechung über das KaufmannSgericht statt, veranlaßt vom hiesigen Kreisverein imVerband deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig." Der Vorsitzende des Kreisveretnfs, Herr Joseph, begrüßte die Crichcenenen und legte die Gründe dar, die für die öffentliche Be'prkchung maßgebend waren. Die beiden hier in Frage kommenden Orgomsationen, dèr Leipziger und der deutsche nationale Verband, hätten die in den Blättern veröffentlichte Kandidatenliste für das Kaukmanysgericht, bezüglich deren von Nichtorganisierter Seite in der Treffe der ^-torwurf erhoben worden sei, daß sie einseitig erfolgt wäre, gemeinsam aufgestellt, seien aber keineswegs der Meinung gewesen, d^ß dies der ein­zige Vorschlag bleiben werde. Herr Hch. Schmidt vom Leip­ziger Verband äußerte sich sodann des längeren über die Grundsätze, von denen sich die Mitglieller beider Or­ganisationen bei der Aufstellung der Kcndidatm leiten ließen und bemerkte hierbei, man könne den organisierten Gebilfen nicht zumuten, für jemand zu stimmen, von dessen Verständnis für SiandeLfragen unb über dessen sozialpolitische Arrsichlen sie gar nicht unterrichtet seien. Dies werde aber in jenem veröffentlichten zweiten Vor­schlag verlangt. Wer dagegen einer Organisation ^angehöre, dkffen Ansichten über soziale und Standesfr kgen lägen klar, über sie könne man sich sofort sein Urteil bilden. Herr I m m ich vom deutsckBmtisnalen Verband betonte, daß die von seiner Organisation in Vorschlag gebrachten Leiden Herren auf der gemeinsamen Kandidatenliste den Standesfrvven stets das größte Interesse entgegen gebracht haben, die' ler könnten versichert sein, daß den Kandidaten auch in Zukunft die Förderung der Jutereffen der Gehilfen an? Herzen liegen

Stadtkreis Hanau.

Km dtzveitaa bett 3. Februar d. AS., vormittags von 9 Uhr ab, findet im unteren SMungsmale des Neu­städter Rathauses, Zimmer Nr. 1, öffentliche Sitzung des Gewerbegerichts statt, in welcher- Parteien enoaige Streifigkeiten, Klagen re. zur SchlichMng anbringen können.

Hana« den 31. Januar 1905.

Der Vorsitzende des Gewerbegerichts.

Dr. Gebeschus. 2189

Max Klittger-Vovtra« Wegen plötzlicher Ver­hinderung des Solisten Hrn.Dr. Dörfisch muß der ersteDorirag über Max Klinger auf den 10. Februar verlegt werden. (Siehe a. Ins.)

Oraiorieirverein. Das dritte ALonnementskonzert, welches bestimmt am 19. März stalifindet, bringt, wie schon früher bekannt gegeben, das Oratorium :Elias" von Mendels­sohn zur Aufführung. Dieses Werk ist mit Recht das gewaltigste Oratorium des 19. IährLunberts genannt worden. Es be­stätigt in überzeugender Weise die glänzende oraiorische Be­gabung keines genialen Schöpfers. Wenn auch in erster Linie die herrlichen Arien und Soloensembles den Solisten hin­reichend Gelegenheit zur Entfaltung ihrer Kunst geben, so werden doch auch an den Chor ganz bedeutende Anksrderungen aestellt. Die Chöre besitzen durchweg eine we'che, edle Melodik. Die prächtigen Harmonien sind teilweise sehr freien unb schwierigen Charakters: außerdem verlangt der häufig wechselnde Rhnthm>t8 die gespannteste Ammerkiamkeit der Vor­tragenden. Ein gründliches und gewisse »Haft es Studium ist deshalb unerläßlich. Da nur noch fünf Wochen Vorbereitungszeit zur Verfügung stehen, so bittet der Vorstand die verehrten Damen und Herren ebenso höflich wie dringend, in Zukunft alle Proben pünktlich zu besuchen. Nur fleißiges, regelmäßiges Zusammensingen aller Mitglieder erzielt Chocklang und Cbsrdisziplin, ist mithin Grundvoraussetzung für eine würdige Darbietung der erhabenen Tondichtung. _ Die nächste Probe ist auf Samâiag den 4. Februar festgesetzt (L Inserat). Zur Wiederholung gelangt der gesamte erste Teil des Oratoriums.

* LerfümmlnrrF des NerärortalliberaLeu Vsrei»»s. Zu dem Referat unseres Herrn Reichstegsabgeordneien Dr. Lucas in der vorgestrigen Hauptversammlung des Naiionalliberalen Vereins über die allgemeinen Ziele unsrer Wirtschâpolitik tragen wir in Ergänzung der gestrigen kurzen Notiz noch folgendes nach: Ausgehend von den parla­mentarischen Kämpfen um den Zolltarif zu Ende des Jahres 1902 verbreitete sich der Redner über die in der Wahl- * Opernchox. DA heutige Singstun ^ findet präzis Bewegung unter den Schlagworten Reaktion, Drslwnchrr, Frei« z 8 Uhr im Saale des Stadtschlosses siatt und werden bandel. Schntzzoll hervorgetrelenen krassen Smtreffengegeuiâfee. s die beteiligten Damen unb Herren, zwecks Von solchen Schlagworten babe er sich serngrhalten. Der s Liste der Mitwirkenden, höfl. gebeten, zu dieses Probe pünktlich wirrschastliche Ansschwung unter bett Caprivischen Handelsver- J zu ericheinen.

tragen sei nicht allen Erwerbszweigen zu gute gekommen, = * Gesangverein , /Germanin."

Handel und Industrie hätten sie zur Blüte verhelfen, die Jubiläum des GesangvereinsGermania", Landwirtschaft haben sie geschädigt, die ländlichen Arbeiter in < * _

werde. Eine weitere Diskussion fand nicht

Schließung der

Hus Danau Stadt und Cand.

ânau den 2 Februar.

Beamtenpersonal-Nackricht en.

Ernannt: der erste Pfarrer zu Neukirchen, Kreis Ziegen­harn, Heinrich Scheukbeld, zum Metropolitan der Pfarrei­klaffe Neukirchen, die Referendare Fürst und Süße zu Ge- richtsaffessoren.

Bestellt: der außerordentliche Pfarrer Kleist zum Ge­hilfen des Metropolitans Klein in Rauschenberg im Pfarramt.

Ueberwiefen: der RegierungSafftssor Dr. Daniels zu Frankfurt a. M. der Königlichen Regierung zu Cassel zur

dienstlichen Verwendung.

Versetzt: der GerichtSaffefsor Krenzien des Oberlendesgerichts zu Frankfurt a. M.

Verlieben: dem Landrate von Buttlar der Charakter als Geheimer Regierungsrat.

in den Bezirk

zu Wolshagen

um die auf

Erledigte Pfarrfislle. Bewerber

Rachsuchm erfolgte Entlassung ihres seitherigen Inhabers mit dem 1. April d. J. zur Erledigung kommende 2. Psarrstelle an der reformierten Gemeinde zu Frankenberg haben ihre

Meldungsgesuche durch Vermittelung ibres zuständigen Super­intendenten binnen 4 Wochen an König!. Konsistorium in Caffel einzneeichen.

Reichsbaâ-beâüe. Am 1. März d.A. wird in Lingen eine von der Reichsbanksielle in Osnsbrück ab­hängige Reichsbanknebenstelle mit Kaffeneinrichtung und be­schränktem ENiroverkebr eröffnet werden.

Die diesjährigen Kaisermanöver werde« zwilchen dem 8. und 18. preußischen Armeekorps stattfinde« und sich bis in den nördlichen Teil der Rheinpfalz hinein erstrecken. AlS Tüdyrenze deS ManövergebieteS wird die Linie Ludwigsbafen -Kusel angenommen. Die Kaiserparade des 8. Armeekorps wird, wie schon gemeldet, bei Koblenz, diejenige deS 18. S-i Abenheim in der Nähe von Wiesbaden abgehalien.

* Käferpreis Den Kaiser-Ehrenpreis für Kavallerie. Offiziere des 18. Armeekorps errang für 1904 A. v. Sydow vom 1. großh. Hess. Garde- Dragoner-Regiment Nr. 23 in Darmstadt.

die Städte getrieben. Aber auch der Bauer müsse auf seiner Scholle noch unter erträglichen Lebensbedingungen frei walten können,. der Staat könne nicht zusehen, wie der Starke den Schwachen erdrückt, mit einem mäßigen Schutzzoll könne man die Landwirtschaft kräftigen, In England mutzte die Land­wirtschaft die Zeche für dm Freihandel bezahlen. Wir müßten unë mehr auf eigene Füße zu stellen suchet! und ; nicht den Getreidebedarf in brr Hauptsache vom Aus­lande beziehen, dagegen bleibe doch auch zu berücksichtigen, l daß die Bevölkerung wachse und die Landwirschaft selbst bei ; intensivstem Betrieb nicht im Stande sei, den Bedarf zu decken. ,Vsn indirekten Steuern sei er an sich entschiedener Gegner, i aber durch eingehende Studien habe er sich doch auch über- f zeugen lasim müssen, daß wir ohne sie nicht auskommeu, denn zur Erhaltung der Wehrkraft müßten eben Opfer ge­bracht werden. Es sei auch keineswegs sicher, ob der Auf­schwung von Handel und Industrie allein den Caprivischen Handelsverträgen zu danken sek, denn man habe das gleiche doch auch von andern Ländern, wie England, Frankreich, Amerika, melden können, und zwar im selben Zeitraum. Leider habe die Edelmetallindustrie von dem neuen Handels­vertrag mit Oesterreich wenig günstiges zu xrwarten, doch sei es unzweifelhaft, daß die Erhöhung der landwirtschaftlichen Zölle hiermit nichts zu tun habe, da Oesterreich Getreide kaum noch in nennenswertem Umfang exportiere. Zum Schluß erbat der Redner von seinen engeren Freunden wie von allen Interessenten des Wahlkreises noch eingehende Informationen, ohne welche er vorläufig keine Erklärung über seine Stellung­nahme zu den neuen Handelsverträgen abgeben wolle. Für seine trefflichen Darlegungen wurde der Redner durch lang­anhaltenden reichen Beifall belohnt. In den Vorstand wurde Herr Rud. Treusch neugewählt. Der Vorsitzende des Ver­eins, Herr Dr. HerseuS, der dem Zentralvorstande ange- hört, gab unter Vorbehalt seiner persönlichen Ansicht eine Dar- stellung der Stellung des Zentralvorstandes zu dem Streik der Koblenarbeiter des RuhrrevierS, worauf Herr Dr. Lucas ebenfalls seinen Standpunkt zu der Frage und Bewegung kundgab, und seine Stellungnahme als eine entschieden arbeiter- freundliche bekundete. Wenn er auch bedauerte, daß ein großer Teil Streikender durch Niederlegung der Arbeit vertragsbrüchig handelte und ein weiterer großer Teil eigentlich ohne triftigen Grund mitstreikt, so verurteilte er doch die Schroffheit der

gestrigen Nummer näher hingewiesen wurde,

Das 25jährige uf das in der findet am 16.

März d. I. statt.

* Jmmobilisnitmfatz. Das Anthe d'sche Grundstück, welches, wie von uns berichtet, an die Herren Metzgermeister Marx und Schäfer käustich überging, erzielte als Kaufpreis die Summe von 200 000 Mk.

* Städtische Badeattstalt. Im Monat Januar 1905 mürben an Bädern abgegeben: Kl. I.: 78, Kl. U.: 119, Kl. III.: 586. Donchebäder: 25, Römisch-Ipische Bäder: 32. Zusammen: 840 Bäder. Die größte Zahl der abgegebenen Bäder betrug 89 am 14. Januar; die kleinste Zahl der abgegebenen Bäder betrug 2 am 27. Januar,

Eisgang. Nach einem Telegramm nachmittag oberhalb Würzburg das Mainei gesetzt.

hat sich gestern

B in Bewegung

* StUVM Ein Unwetter tobte in rterflossener Nacht, daS orlanartigen Simm mit starken Niederschlägen (Hagels

in Gefolgschaft hatte.

schlagen (Hagels

P. Langendiebach, 1. Februar. (Beerdigung.) chenkondukt durch

Heute nachmittag bewegte sich ein großer Lei die Wilbelmstraße nach dem hiesigen Friedhof die irdischen Ueöerresie des leider so früh

GasthofbesitzersZum Schwanen", Herrn Hardt, zu Grabe zu tragen. Doran schrit der Hanauer Ulanenkapelle, Trauermärsche sp

L Galt es doch dahingeschiedenen

Friedrich Dück- eine Abteilung elend. Von den

hiesigen Vereinen beteiligten sich in corpore mit umflorten

Fahnen der Kriegerverein, die Gesangvereine j,Sängerlust" und Liederkranz", die Freiwillige Feuerwehr, fiproie eine große Anzahl Leidtragende von nah und fern.

Herr Pfarrer Herchenröther eine ergreifende Rede und die G.sinqvereineSângerluft* u trugen erhebende Grabgesänge vor. Zum Sch Musikkapelle noch einen Choral. So hat si Grab über einen unserer achtbaren Orts! Möge ihm die Erde leicht sein'.

S-wär Nerei«». w. K,r,»s«»>, für Donnerstag den 2. Febr Allgem. Deutscher Sch'Nverein zur Erhaltung bei Auslande: Nachmittags 6 ühr: Hanp^eris Sälchen des ^Bürgervereins".

Am Grabe hielt und trostreiche NdLiederkranz" luffe intonierte die ch nunmehr das lürger geschlossen.

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rar.

; Deutschtums i« rmmluug im rai^n