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Erstes Blatt

Hamster U Anzeiger

SHngspreiSr

KrrirMhrlich 1,80 M., monatlich 60 Pfg., für au* »Lrtjge Abonnenten mit dem betreffenden PostauMag.

Die einzelne Stummer kostet 10 Pfg.

General-Anzeiger

Gedruckt und verlegt in derBuchdruckerei des »errm. tv.

Waisenhauses in Härmn.

Amtliches Organ für Mt- und Landkreis Kauau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

EiurückuugLgeLühr

Für Stadt« tmb Landkreis Hanau 10 Pfg. bit fünf- gespaltmePetitzeil« oder deren Rarior, für Auswärts 15 Pfg., im Reklamencheü die Zeile 25 Pfg., für Auswärts 35 Pfg.

Deraniwortl. ReLakta«: G. Schreck«r in Hansa.

Nr. 250

Fernsprechanschlnß Nr. 605.

Dienstagneu 25. Oktober

Fernsprechanschlnß Nr. 6«5.

1904

Amtliches.

Candhme Danau,

Belgnntmachungen des Königl. Landratsamtes.

Zu den in der Bekanntmachung vom 18. Februar 1902 (Reichs-Gesetz-Blatt Seite 48) erwähnten Stoffen, welche nach den Vorschriften in § 21 des Schlachiviehbeschaugesetzes zur Zubereitung von Fleischwaren nicht verwendet werden dürfen, zählen nach einer ministeriellen Entscheidung auch die doppel- kohlensauren Salze. Zu diesen rechnet auch das als Fleisch- konservierungsmittel in den Verkehr gebrachteZenith" wegen seines Gehaltes an doppelkohlensaurem Natron. Der Zusatz dieses Stoffes zu Fleischwaren ist daher bei Meldung strafge- richtlicher Verfolgung des Schuldigen verboten.

. Hanau den 23. Oktober 1904.

Der Königliche Landrat. .

V 7417 v. Beckerath.

Stadtkreis Danau. BekmmLmachungen des Oberbirrgermeisteramtes.

Steuererhebung.

Wir machen darauf aufmerksam, daß die Zahlung der Steuer»» und des Schulgeldes für die Monate Oktober/Dezember 1904 für die­jenige»» Steuerpflichtigen, deren Steuerzettel eine der Nrn. von 30016000 aufweifen, in der Zeit vom 24. Oktober bis 5 November 1904 stattzufinde»» hat.

Im übrige»» verweise»» wir auf die auf dem Steuerzettel aufgedruckten Bestimmungen.

Hanau der» 25. Oktober 1904.

Stadtkasfe. 19993

Die für den 2G. d. Mts. angesetzte Plermesitzmig ist auf Mittwoch de»t 2. November verschoben worden.

Hanau den 24. Oktober 1904.

DieHandelskammer.

I. A.: Dr. phil. Grambow. 19999

Konkursverfahre«.

Ueber das Vermögen des Kaufmanns Max Ochs in Hanau, Inhabers der Firma A. Ochs daselbst, ist heute am 24, Oktober 1904, vormittags 11 Uhr, das Konkurs­verfahren eröffnet. Der Kaufmann Heinrich I o st jr. in Hanau ist zum Konkursverwalter ernannt. Offener Arrest und Anzeigepflicht sowie Termin zur Anmeldung bis zum 15. November 1904. Erste Glänbigerversammlung 28. November 1904, vormittags 10 Uhr. Prüfungs­termin am 30. November 1904, vormittags 10 Uhr, vor dem Königlichen Amtsgericht, Abt. 5, hier, Marktplatz 18, Zimmer Nr. 5.

Hanau den 24. Oktober 1904.

Königliches Amtsgericht 5. 20013

Hus Danau Stadt und £and,

< Hanait den 25. Oktober.

Historische Gedenktage.

25. ^tibt. 1800 starb der älteste Sohn des damaligen Erbprinzen, nachherigen Kurfürsten Wilhelm II., Wilhelm und ein halbes Jahr alt.

Lir. Oktbr. 1813. Besetzung von Schmalkalden durch den Ausstichen General Thielemann.

«ÄMMXMHrawteyea

* Städtisches Gaswerk. Die Betriebsverhältnisse des Gaswerks haben sich im Berichtsjahre 1903/04 im allgemeinen wesentlich günstiger gestaltet, als in den beiden letzten Jahren, vementsprechend ist auch das finanzielle Ergebnis ein erfreuliches; « beirrt der Reingewinn, welcher an die Stadtkasse abLe- luhrt werden konnte, 166 563.08 Mk., was einem Mehr gegen das Vorjahr von 32 922.05 Mk. bezw. gegen die im Haushaltspläne vorgesehene Summe von 40 063.08 Mk. eilt» >p"cht. Die erhöhte Produktion in 1903 trägt hieran nur ^ kleinen Teile Schuld, dieselbe ist mit 72510 cbm " <52 p6t. sogar als gering zu bezeichnen. Es machte sich Per hauptsächlich der Abfall der Gasbeleuchtung des Nord- und Westbahnhofes, des Maschinenhauses, sowie der Freilade-

geleise an der Wiener Spitze von Ende November 1903 ab fühlbar, auch dürfte das elektrische Licht in seiner Verwendung zur Ladenbeleuchtung in der Weihnachtszeit zum ersten Male einen merklichen Einfluß auf die Gasabgabe ausgeübt haben. Die Erhöhung der Einnahme wurde vielmehr durch eine günstigere Gasausbeute in Folge Besserung der Qualität der Kohlen, sowie durch vorteilhafte Verwertung des Koksanfalles und Er- zielung besserer Preise für Teer und Ammoniak veranlaßt, ebenso wurde auch aus dem Jnstallationsgeschäfte ein höherer Nutzen erzielt.

In das Jahr 1903/04 wurde ein Gasvor­

rat übernommen von ... . 5 600 cbm die Gesamt-Jahresproduktion betrug . . 2 830 860

zusammen 2 836 460 cbm von welchen abgegeben wurden . . . . 2 832 860

sodaß am Ende des Jahres ein Vorrat ver­

blieb von ........ 3 600 cbm Die Abgabe des Vorjahres betrug 2 760 350 cbm, woraus sich die bereits erwähnte Zunahme von 72 510 cbm = 2,62 pCt. ergibt. Aus der nachfolgenden Zusammenstellung des Gasverbrauches nach feinen einzelnen Verwendungszwecken ist ersichtlich, daß abermals eine nicht unwesentliche Verschiebung im Verbrauch an Leucht- und an Heizgas eingetreten ist. Die Privatbeleuchtung hat hauptsächlich durch den bereits berichteten Wegfall der Bahnhofsbeleuchtung einen Rückgang von 14245 cbm = 1,15 pCt. erfahren. Die öffentliche Beleuchümg er­forderte eine Gasmenge von 261272 cbm oder 9067 cbm 3,59 pCt. mehr in Folge Zeitaufstellung von Laternen und Verlängerung der Brennzeit der Nachtlaternen in den Monaten Dezember und Januar, Der. Verbrauch, der Gas- kraftiniaschinen, der bereits von 1902 auf 1903 um 2,94 p(£f. gefallen war, hat abermals eine Verminderung von 17 626 cbm 3,49 pCt. erfahren und zwar betrug er 486 234 cbm gegen 503 860 cbm. Es ist dieser Rückgang veranlaßt durch den Wegfall einiger Motoren, welche durch Sauggas- motoreu, zum Teile auch durch Elektromotoren, ersetzt wurden. Der Konsum an Industrie-, Koch- und Heizgas ist ganz be­trächtlich und zwar um 95109 cbm = 15,84 pCt., von 600151 cbm auf 695 260 ebm gestiegen; ein Beweis, welcher Beliebtheit sich die Verwendung des Gases im Haushalte er­freut. Die Verteilung des Gasverbrauches pro Kopf und Jahr stellt sich im gesamten Beleuchiungsgebiete aus 74,11 cbm. In den einzelnen Abgabeorten gestaltet sich jedoch dieselbe unter prozentualer Verteilung des Verlustes wie folgt: Hanau 82,08 cbm, Kesselstadt 57.52 cbm, Klein-Stemheim 25,71 cbm, Groß-Steinheim 37,65 cbm.

* Städtisches Wasserwerk. Die Wasserabgabe im Betriebsjahre 1903 betrug 1181043 cbm. Zunahmen im Wasserverbrauch haben nur in den Monaten April, Mai, Juni, August, September, Oktober und Februar mit zusammen 46 516 cbm stattgefunden, während die übrigen Monate sogar eine Abnahme von 32853 ebm zu verzeichnen haben. Trotz der, wenn auch nur geringen Zunahme ist ein Ausfall der Einnahmen gegen das Vorjahr zu konstatieren und zwar in­folge der Erhöhung der Unkosten, die in der Hauptsache durch vermehrten Gasverbrauch des Wasserwerks II und durch größere Aufwendungen für die Unterhaltung der Maschinen, Apparate, des Rohrnetzes und der Gebäude veranlaßt wurden. Der Waffervorrat blieb am Ende des Jahres derselbe wie am An­fänge, fodaß auch die von beiden Pumpstationen geförderte Wasscrmcnge dieselbe ist, wie die'Abgabe 1 181043 cbm; hieran war beteiligt:

Werk I mit 766 702 cbm = 64,91 pCU und

II 414 341 = 35,09

I hat gegen das Vorjahr 50 643 cbm = 6,19 pCt. weniger, II dagegen 64 351 ~ - 18,38 pCt, mehr geleistet. Werk II mußte stärker zur Wasserförberuiig herau- gezogen werden, da in Werk I nicht nur während der Sommer­monate, sondern auch in den Wintermonaten zum Teil ein so niedriger Brunnenwasserstand war, daß eine weitere Inanspruch­nahme der Brunnen untunlich erschien. Die Brunnenwasser- stände schwankten in denselben Grenzen, wie in den früheren Jahren. Werk I hielt seinen niedrigsten Stand den ganzen Sommer hindurch, ebenso während der angestrengten WnUcr- monate. Die Brunnen in Werk II ließen trotz der höheren Inanspruchnahme einen Rückgang der Grundwasserverhältnisse nicht erkennen. Unter den Stand von 1 m ist in den Brunnen des Werkes II das Wasser bis jetzt noch nicht gefallen, auch wenn andauernd täglich Wassermengcu bis zu 3600 cbm ent- nommeu wurden. Die Zahl der neu an das Wasserrohrnetz angeschlossenen Grundstücke betrug 36, womit die Gesamtzahl der aus der städtischen Wasserleitung versorgten Grundstücke auf 2049 gestiegen ist. Die Zahl der mit direkten Sprenq-

vorrichtungen versehenen Gärten hat sich int Laufe des Jahre? um 6 vermehrt und beträgt nunmehr 177. Einschließlich der Gariemvassermesser waren insgesamt 319 Wassermesser im Ge­brauch. Das LeitnngSwafser wurde monatlich regelmäßig durch den vereidigten Nahrungsmittel-Chemiker Dr. A. Rau hier untersucht, aus welchen Ergebnissen die andauernd gute Be­schaffenheit des Wassers hervorging. Irgend welche Ver- öhr-rangen in der Zusammensetzung des Wassers konnten nicht fe^geftellt werden. Der an die Stadtkasse abzuliefernde Rein­gewinn stellt sich auf 14 459,14 Mk. gegen 13 786,06 Mk. in 1902.

* Im Kampfe gegen die Witbois gefallen ist auch ein früherer Angehöriger des hiesigen Ulanen-Regiments, der Unteroffizier Otto Maurer.

Stadtthe^ter. Auf die morgen Mittwoch statt- findende Wiederholung des so beifallsfreudig aufgenommenen LustspielesR e e s e m a n n 8 N h e i n f a h r t" möchten wir nochmals Hinweisen. Das lustige Stück mit den überaus komischen Situationen und die hübschen Erlebnisse des alten R-esemann auf seiner Rheintour, dürfen auch diesmal das Publikum in die heiterste Stimmung versetzen.Reese- m a n n: Herr Gehrmann.

* Die beabstchttgite Vereinigung zweier Turn? Vereine. Uns wird berichtet: Die gestrige Notiz von der bereits stattgefundenen Vereinigung der Turngesellschast und dem 44 Jahre alten Turnverein ist verfrüht, da erst noch eine große Generalversammlungsdebatte mit dazu beitragen wird. Jeder Verein hat nämlich eine sogenannte Verschmelzungs- kommission gewählt, die gemeinschaftlich 4 Sitzungen abgehaltm haben. Für den 22. Oktbr. hatte jeder Verein eine General­versammlung einberufen, in denen es zu lebhafte» Debatten kam. Der Turnverein beschloß, noch eine Generalversammlung abzuhalten, um weiter über verschiedene Punkte sprechen zu

können.

* Silberne Hochzeit. Die Eheleule Philipp Uhl, Wallweg 41, feiern am Mittwoch den 26. Oktober d. J. das Fest ihrer silbernen Hockzeit.

* Vom Zuge zermalmt. Der am Samstag auf Station Hochstadt ums Leben gekommene Arbeiter Jos. Heck hatte sich erst vor 14 Tagen zum zweiten Male verheiratet imb hinterläßt eine Witwe mit fünf noch unversorgten Kindern. Ueber die Ursache des Unfalls wird berichtet, daß der Verun­glückte auf der Plattform eines Wagens 4. Kl. stand und den auf der Station aussteigenden Arbeitern Platz machen wollte. Dabei soll er einen Stoß erhalten haben und zwischen jden Wagen hindurch gefallen sein.

* Der Verein Einigkeit hielt am Sonntag in dem Saale zum Schwanen in Kesselstadt seinen diesjährigen Herbst- Ausflug ab, der sich eines sehr starken Besuchs erfreute. Das Programm war ein abwechslungsreiches und wollen wir nicht verfehlen, einiges davon hervorzuheben. Das Hanauer Sängerquartett, welches über ein gutes Stimmenmaterial ver­fügt und deshalb, wie gewöhnt, seine Gesangsvorträge recht gut zum Vortrag brächte, erwarb sich deu Beifall aller An­wesenden, ebenso Herr Kretzler, der in Gesanzsoorträgen ganz Vorzügliches leistete. Als Humorist wirkte das Mitglied Herr Müller, bekannt durch erstklassige Leistungen. Unter diesen Umständen konnte es nicht ansbleiben, daß bald eine vorzügliche Stimmung im Saale herrschte und man sich erst spät trennte in dem Bewußtsein, einige sehr angenehme Stunden bei der Einigkeit verlebt zu haben.

* Zither-Verein Hanau. Wie uns mitgeteilt wird, begeht der genannte Verein am Sonntag den 6. November, abends 7 Uhr, im SaalbauZum Deutschen Hause" sein 19. Stiftungsfest, bestehend in Abendunlerhaltung und Ball. Wie in früheren Jahren, so wird auch in diesem Jahre der Verein alles aufbieten, um seinen Gästen einen in jeder Hinsicht genuß­reichen Abend zu bereiten. In dem sehr mannigfaltigen Pro­gramm bemerken wir Zither-Chöre in Besetzung für Diskant- und Elegie-Zither, Violine, Bratsche und Cello, sowie ein Streich­quartett mit Zitherbegleitung. Auch werden einige Zitherchörr, vorgetragen von Schülern und Schülerinnen ihres Dirigenten Herrn Heinrich Lanzer, den Abend verherrlichen. Der humo­ristische Teil, bestehend aus Couplets, Theater, Pantomime rc., liegt in bewährten Händen, und somit ist voranszujehen daß den Besuchern ein schöner Abend bevorsteht. 'j

* Abschiedskor»zerte. Das im Restaurant zurGer­mania" konzertierende DamenorchesterGisela" wird sich m den dieswöchentlichen Konzerten vom hiesigen Publikum oe ' schieden. In welch hohem Maße die Erträge ber ^ besucht und gewürdigt werden, b-»--s^'^e^b ^EiA» spruch am vorgenrigen ^?»«iag, vermocht ^^ die Besucher kaum zu l-uM. Falls sich Publikums

e, * ä> * » größerung der Wirtschaftsräume »°rg-!-h-n.