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Berlin, 20. Jan. Der „Reichsanznger" veröffentlicht e ne Bekanntmachung betreffenb den Fklepostoerkebr m t Deutsch- Südwestafrika, wonach tür den Postverkehr mit d°n in Deutsch- Südwestaftika befindlichen und dahin zu entsendenden Truppen des Heeres, der Schutztruppe imb der Marine in Privatangelegenheiten der Anaebömgen dieser Truvpen als Geaenständc der Feldpost befördert werden: gewöhnliche Briefe bis 250 ©ramm, gewöhnliche Postsachen und Ponanweisuneen. Di- Beförderung der Briefe bis 50 Gramm und Postkarten erfolgt pariertet. Für Briefe von mehr als 50 Gramm beträgt das vom Absender zu ent ichtende Porto 20 Pro. Postanweimneen b's 800 Mark werden in Richtung nach der Heimat portofrei befördert ; Postanweisungen an die Truppen sind bis 100 Ma^k zu äsig und unterliegen einer vom Absender zu entrichtenden Gebühr von z kn Pfennigen. Die Sendungen müssen b;e Be-
Donnerstag
Der Aufstand in Deutsch-Südwestafrika.
Aus Deulsch-Südwestafrika:
®ifenbabn Swaropmund-Windhoek durch das Khangebixge
21. Januar
zeichnuug „Fildpostbriei" haben rc. sowie ben Nom-u, den Timstgrad und die genaue Bezeiinuug des Truppenteils bezw. des Kriegsschiffes, dem der Empfän er angehöri, tragen. Die Bestimmungen ir'en für bie in Deutich-Südwestoftika o -er auf der Ausreise befindlichen Truppen so'orr, für die dahin zu ent endendknTruvven mit dem Tage ihrer Einschiffung in ^ aft.
Berlin, 20. Jan. Die Aftikekrieger der Ei'eubahubri- gade rückrm heute Nachmittag nach DilhelmSbaoen aus, um dort mit der „Darmstadk" die Fahrt nach Swakopmund anzu- treien. Die Truppe besteht aus dem Obe'leuinant Ritter, dem Leutnant Schwenckberg, dem F lvweb l ® llinow, 10 lltrer-
Offizieren und 50 Mann. Zum Ausmarsch halten sich viermal mehr Leuie, als gebraucht wurden, freiwillig gemeint.
Berlin, 20. Januar. Die Ansprache des Prinzen Heinrich an die nach Südwestafrika abgehenden Kieler Mannschaften lautete: Im Verlause vsn wenigen Jahren ist es das vierte mal, daß das Seebataillon berufen ist, auf Befehl des Kaisers Sbaden zu decken, wo solche in den Kolonien eut- > anden sind. Ich freue mich dessen mit Euch. Ich kann sagen, ich beneide Euch, daß Ihr berufen seid, den deutschen Ru° und die deutsche Ehre ams neue herzustellen. Ich weiß, daß Jbr lr-iwillig hinauszieot. Das erfordert der Eoldatenstand.
Das ist alte Tradition, worauf wir Deutschen stolz sein dürfen. Wenig wird Euch erspart bleiben: Hunger, Durst und schwerste Entbehrungen. Denkt an Eure Pflicht, an Euren E.d, denkt, daß Ihr Söhne Eures Vaterlandes leid. Seid gehorsam und treu, untereinander haltet Kameradschaft und vergeßt nicht, daß der Weg zum Erfolge bei Euch liegt. Jede Kugel, die den Lauf verläßt, erfülle ihre Pflicht. Glückliche Reise und Heimkehr. Gott mit Euch!
Köln, 20. Jan. Der „Köln. Zig." wird aus Berlin telegraphiert: Das Eingreifen des Kreuzers „H a dicht" vollzog sich unter dem Befehl des Kapitänleut-, nanis Eudewill sehr rafdb. Das militärische Kommando, das bisher durch den Bezirksamtmann Fuchs in Swakopmund ausgeübt wurde, ist auf Kapitänleutnant Gudewil übergegangen. 60 Mann des „Habicht" mit einem Maschinengewehr sind auf der Eiseubabn, deren Bcn-tzung durch Regengüsse sehr erschwert war, bis Karibib vorgegangen, ba§ jetzt zu einer eventuell nötig werdenden Verteidtgung vorbereitet wird. In der Nähe zeigen sich nur zerstreute Banden von Aufständischen. Nachrichten aus k>em Innern bestätigen, daß Windhuk, Okahandja. und andere Stationen belagert werden und, wie es scheint, arg bedrängt sind. Das Deiachenent Bülow befindet sich auf der Station. Durch Beorderung des in Kamerun stationierten Kriegsschiffes „Wolf" nach Swakopmund wirb eine Verstärkung des Landunosdetachements des „Habicht" ermöglicht werden. Die Verstärkung wird noch vor dem Ab- lömnqskommands Eintreffen. Die Kameruner Schutztruppe wird für die Verwendung in Südwestafrika als ungeeignet erachtet.
Kiel, 21. Januar. Das nach Südwestafrika abgehende Expeditionskorps ist um 12 Uhr 45 Min. nachts von hier abasreist. Auf dem Bahnsteige hatten sich Prinz und Prinzessin Heinrich, zahlreiche Offiziere deS Seebataillons, Marine- Offiziere und die Garnilonsgeistlichkeit einaefunsen. Seiiens der Einwohnerschaft gab sich eine überaus lebhafte Teilnahme kund. Als die Mannschaften, welche große Begeisterung zeigten, um 12 Ubr 30 Min. am Bahnhöfe eintrafen, wurden sie von einer daselbst angesammelten großen Menschenmenge mit begeisterten Anrufen empfangen und mit Blumen beschenkt. Prinz Heinrich richtete an die Truvven eine kurze Abschieds-, an'vrache. Als sich der Aug in Bewegung setzte, spielte die Musikkapelle. Das Publikum, welche die Absperrung durchbrach, brächte tausendstimmige Hurrarufe aus. Prinz Heinrich wurde beim Verlassen des Bahnrofes mit lauten Hurras begrüßt.
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