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Erstes Blatt.

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k Anzeiger

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LiertüjLhrkich 1,80 M, mouaüiH 60 Wg. für cur- Rittige Abonnenten mit dem betreuenden Poftaufjchtaß, Die einzelne Nummer tostet 10 U«.

GÜruLl uss verlegt in der Buchdruckerei bei oertüt « WmImhruieS in Hon au.

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Amiliches Grgm für Mt- Nd Z«üvtir Kmu.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

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Für Stadt- anb Landkreis Hanau LÜPfg. die fünf.

Vj-airWi Pecitzeue oder deren Raum, sät Auswärts 15 Pst!..

W Sirklamentdell die Zeile 26 $gv sät Auswärts 36 M.

Verantwort?. Rüakteurr G. Schrick«« irr Havav

Nr. 293

Fernflrechans'luß Nr. 605»

DMne^Ht^a trn 15. Dezember

Ferniprechansibluß Nr 605»

1904

ICMII 1111*1!

Amtliches.

Candkreis hanau.

MmmtmMmnen des Königl. LandratsaulttS.

Die Herikn Bürgermeister mache i* darauf aufmerksam, daß die Gemeindeglreder- und Wählerlisten in der ersten V'aifte des Monai8 Januar au berichtigen sind und die Wählerliste vom 15. bis einschl. 31. Januar ang» zulegen ist.

Ich behalte mir die Einziehung dieser Listen zur Revision aus einzelnen Geme-nden vor.

Hanau den 13. Dezember 1904.

Der Königliche Landrai.

Jto. A 4808 v. Beckeraib.

Oeffeutliche Bekanntmachung.

AklmemIqUß fit AemW M.

Aus Grund des § 24 des Einkommensteuergesetzes vom 34. Juni 1891 wird hiermit jeder bereits mit einem Einkommen von mehr als 3000 Mark veranlagte Steuerpflichtige in der Stadt Hanau aufgefordert, die Steuererklavumg über sein Jahreseinkommen nach dem vorgeschriebenen Formular in der Zeit tz^M 4. J^N. bis ^O» JttN» 1905 dem Unterzeichneten schriftlich oder zu Protokoll Mer der Versicherung abzugeben, daß die Angaben nach kftem Wissen und Gewissen gemacht sind.

Die obenbezeichKen^KuMMiigen sind zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet, auch wenn ihnen eine bejonbere Aufforderung oder ein besonderes Formular nicht zugegangen ist.

Die Einsendung schriftlicher Erklärungen durch die Post ist zulässig, geschieht aber auf Gefahr des Absenders und des­halb zweckmäßig mittelst Einschreibebriefes. Mündliche Er­klärungen werden im Bureau der Steuerverwaltung, Stadt- schloß, Eingang von der Marienstraße, 1 Treppe hoch während der Stunden von 10IS1^ Uhr vormittags zu Protokoll entgegengenommen.

Die Dersäumung der obigen Frist hat gemäß § 30 Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes den Verlust bot ge- schlicken Rechtsmittel gegen Die Einschätzung zur Einkommensteuer für das Steuerjahr zur flolge. Wissent­lich unrichtige oder unvollständige Angaben oder wissentliche Derschweigung von Einkommen in der Steuerklärung sind im § 66 des Einkommensteuergesetzes mit Strafe bedroht.

Zur Vermeidung von Beanstandungen und Rückfragen ersuche ich, die den Angaben der Steuererklärung zu Grunde miiiwuuu »ir.^mrauBa»J»«««aMMmoaMasMgf»«»MH*M«»nM»»«wi«witiBM

Feuilleton.

- Ltadtthratcr in Ha«au.

= Hanau, 15. Dezember.

Der griffige Theaterabend brächte uns als Einleitung eine einaktige Lust piel-Rovität, betiteltTic gnädige Frau ist nicht zu Hause" von Anna Haverland. Die Autorin, welche als Tchauipielerin den Bühnen Leipzig, Dresden, Meiningen, Frankfurt a. M. und sogar 2 Jahre dem Deutschen Theater in Berlin angehörte, hat durch das allerliebste Lustspiel gezeigt, daß sie einen gesunden Humor besitzt, den sie in impulnver Weise aus ihre gelungen geschaffenen Figuren zu übertragen wußte, und der, durch die Originalität der Handlung, ihr zu einem Werkten verhalf, daS mit Recht als äußerst wohlgelungen bezeichnet werden kann. So waren denn auch die beschäftigten Mitglieder unseres Ensembles mit Lust und Liebe bemüht, dem Stücke seine gebührende Anerkennung beim Publikum zu Der» schaffe», uns sie denkbar günstigst vollbrachten, indem der un» geschmälerte Lohn dadurch erfolgte, daß rauschender Beisall beim Fallen des Vorhangs die Tatsache bekundete. Der kurze In­halt ist folgender: Hedwig, die Gemahlin von Heinz Steffen, wird von Meta, dem dienstbaren Geiste des Haules, plötzlich verlassen und muß nun mit ihrer Freundin Eva Lhulo die Wohnung selbst scheuern und im Stande halten. Zu diesem Zwecke haben beide daS typische Ornat einer Küchenfee an- gelegt, in dem sie nun von Fred Ioung aus Newyork, einem Freunde Steffens, überrascht werden. In dieser prekären Lage geben sich beide für Dienstboten aus, den Ausweis be­endend:Die gnädige Frau ist nicht zu Hause". Es ent­stehen nun einige drollige Situationen, indem Fred young Eesallen an Eva findet, sie sogar zu einem Spaziergang auf- forbert, bis sich zum Schluß herausstellt, daß die vorgeblichen Rollen der beiden Damen blos auf einer Verlegenheüsmache

liegenden Berechnungen auf den Seiten 3 und 4 der Steuer- erklärungs-Formulare mitzuteilen.

Für die Berechnung des Abzugs für Uitterhaltung Und Abnutzung Der Gebäude kommt wieder wie in den Vorjahren ein Normaliatz von zusammen höchstens l°/o des Feuerversicherungs-Taxwertes in Abzug.

Steuerpflichtige, welche gemäß 8 26 des Ergänzungs­steuer-Gesetzes vom 14. Juli 1893 von dem Rechte der Bermögensmrzeige Gebrauch machen wollen, haben dieselbe ebenfalls innerhalb der oben angegebenen Frist nach dem vorgeschriebenen Formular bei dem Unterzeichneten schriftlich oder zu Protokoll abzugeben. Es wird hierbei be­merkt, Da^ eine gesetzliche Verpflichtung zur Ab­gabe der Vermöaensanzekae nicht besteht. Auf die Berücksichtigung später eingehender Vermögensanzeigen bei der Veranlagung der Ergänzungssteuer kann nicht gerechnet werden.

Wissentlich unrichtige oder unvollständige tatsächliche An­gaben über das Vermögen in der Vermögensanzeige sind im § 43 des Ergänzungssteuer-Gesetzes mit Strafe bedroht.

Hanau, den 15. Dezember 1904.

Der Vorsitzende der Einkommensteuer-Veranlagungskommission für den Stadtkreis Hanau.

fh. Gebeschus. 23300

MAS hanau Stadt und Cand,

KsuKU den 15. Dezember.

Historische GedenktM.

15» Dezbr» 1550 starb der hessische Kanzler Tilemann von Wnttnsd^ welcher rend der ersieu Jahre der Ge­fangenschaft Philixp's des Großmütigen einen bedeutenden Teil der Regierung des Landes geführt hatte.

15» Dezbr. 1604 starb zu Glückstadt Dietrich Reinking, löni'ltL dänischer Geheimerat und Kan'ler der Herzsg- iüner Schleswig und Holstein, früherhin besten -darm- stäbischer Biz-kanzler der Regierung zu Marburg und Heffm-darmstädtischer Unterhändler in den damaligen Streitigkeiten mit H>ssen-Caffel; auch Schwregervatkr des Hambnrgiichen Pfarrers und früheren Marburger Pro­fessors Johann Balihasar Schuppius, den er noch um 3 Jabre überlehle.

15» D^zbr. 1730 starb der Superintendent Johann Lorenz Ludolph zu Allendorf.

15. Dezbr. 1759 starb zu MaesiriSt die Prinzessin Marie von Heffen-Philipp?t'al, geborene Gräfin von Limburg« S^nrum, Witwe des Prinzen Philipp von Hessen-Philipps- lbal, welchen sie um 42 Jabre übfrieMe.

beruhten. Fred kann nun seine Ev« über dengroßen Teich" als seine lube Frau nach Hause führen---. Herr Vierter als Heinz Steffen war bestens am Platze, in Frl. H e l i i o t fand er eine Partnerin, die in gelungenster Weile der Rolle Hedwig" alles gab, was sie zur günstigsten Wirkung bedurfte. Flott in äußerem Auftreten erfreute Herr Schneider als Fred Doung" das Pub'iklim, der auch durch sein gewandtes Spiel in znfriedenstellenstzr Weise aulfiel. Frl. Urban ließ alsEva Thülo" nichts zu wünschen übrig. Dem in Kün­digungalles auS den Händen fallenden" Dienstmädchen Meta wußte Frl. Jaida im süddeutschen Dialekt eine derartig drastische Gestaltung zu verleihen, daß die Zuschauer bei ihrem fewUligen Auftreten nicht arrs dem Lachen kamen und uns die Künstlerin durch diese Rolle wieder einen Beweis ihrer viel­seitigen Verwendbarkeit gab.

Hierauf folgte das LustspielCyprkenne". Obschon uns der Theaterzettel als Berfaffer den Namen Vikior Sardou nennt, bten wir doch die Tatsache der Mitarbeirer- schaft des iranzöstschen Schriftstellers Najac nicht vorenrhaiten. Da daS Werk erst vor 2 Jahren eine Ausführung an unserer Buhne erlebte, sehen wir von einer näheren Besprechung des Inhaltes ab, und konstatieren nur noch, daß die Autoren als altbewährte Bübnenmänner in exzellentester Weise die fran­zösische Leichtleb^gkeit in der E;e mit ihren Finten und Plänen zu geiseln »erheben und trefpnh bnn t en, wie rasch dir Maske des Scheine« bei lüsternen Hohlköpfen ihre Wirkung verliert, sobald sie durch die Strahlen der stets leuchtenden Wahrheit verk ärt wird.

Die redegewandte, genußsüchtigeCyprienne", die durch einst bestandene Lebensprüfung zu ihrem Glück zurückgesührt wi^d, lag bei Frl. Ranucci in den besten Händen. Die Künstlerin wußte sich bis zum Schlüsse den Reiz der Anmut zu bewahren und brächte die längeren Monologe im 1. und 2. Akt wohldurchdacht in interessanter Wn'e zu Gekör. Nickt unerwähnt möchten wir bett vorzüglich eniwickelten Geschmack der Künstlerin in Bezug auf ihre Garderobe im 2. Akt lassen,

15» Dezbr. 1775 starb Ludwig Casimir, regierender Gra von Jsenburg-Büdingen zu Büdingen.

15, Dezbr. 1846 starb Philipp August Friedrich, Landgraf von Heffen-Homburg, 67 Jahre alt, ohne Nachkommen (morganatisch vermählt), nach einer Regierung von fast ackt Jabren, der dritte der fünf Brüder, welche nach einander zur Regierung der Landgrasschast gelangt sind.

^-ramienperlonal-Nachricht en.

Ernauilt: der Superintendent Wissemann zu Hv'geis- ivar zum Kreisschulinipeftor über den Kreisschulinspektions- bezirk Trendelburg, der Prwatdozeut in der Theologischen Fakultät der Universität Marburg D. Rade zum außerordent­lichen Prosiffor, die Referendare Schreiber und Eckhard zu Gerichtsasstffo-en, der kommissarische Landesrentmeinei Krick zu Fritzlar definitiv als solcher, der Reg-erungs-Zivil- Supernumerar Knöppel, z. >^t. beschäftigt im Ministerium des Innern, zum Regieruugss-krelir.

Versetzt: der Gerichtsdiener I o b n in Schenklengsfeid an das Amtsgericht in Witzenhausm.

Evttafieu: der Oberförster Will ach in Eiterhagen auf seinen Antrag zum 1. Januar k. I. aus dem Staatsdienste, Von diesem Zenpunkte ab ist dem Forstaffeffor von Trstr zu Solz die kommiffarische Verwaltung der Oberförnere' Eiterbogen übertragen.

Nerliehe«: dem Regierungs- und Bsurat Dittrich in Caffel der Charakter als Geheimer Baurat, dem Geheimen Sonitätsrat Dr. Fuckel zu Schmalkalden und dem Landes- bauinlpektsr a. D. Baurat B oeß er zu Caffel der Köuigliche Kronen orden 3. Klaffe, dem Rottenmeister Johann Georg Schmidt zu Geringen, Kreis Hersfeld, bem Holzhauer Jo­hann Martin Stock in RoßbaL, Kr. Gelnbauien, dem Be- zilksschornsternseaermeister und Oberbrandmeisier Wilheim Schramm in Rinteln und dem Schuhmacher Karl Streck- hardt in Eschwege das Allgemeine Ehrenzeichen.

* Erledigte Pfarrstellerr. Bewerber um die infolge Versetzung zum 1. Januar 1905 frei werdende lutherische Pwrrsielle zv Röddenau, in der Klaffe Frankenberg, des­gleichen um die am 1. April 1905 frei werdende Pfarrsielle zu R e?t g e r s h a u s e n, in der Klaffe Frankenberg, Können ihre MeldungSgesuche durch Vermittelung ihrer zuständigen Superintendenten binnen 4 Wochen an Königl. Konsistorium in Caffel eiureiieu.

* Ordett^berlsihltng. Dem früheren Dsmänenpächter Herrn Obwamtmain Ferd. Sch w ar z »Baiersröderhof, jetzt in Hanau wohnhaft, wurde Allerhöchst der Kgl. Kronmorden 4. SL üevfiebw. und daß sie noch durch ein hübsches Blumenarran'ement über­rascht wurde. Dieter Leistung schloß sich Herr Merk er als Pürnelles" in bester Weise an, nur wirkte der Künstler durch eine zeitweise zu rasche Sprechart etwas rmverständlich, was seiner Rolle nicht zum Vorteil gereichte. Ad'hmar, dieser ge­schniegelte französische Bonvivant, war Herrn Schneider ancertrauf, der unS in letzter Zeit schon des öfteren bewies, daß er in derartigen Rollen perfekt. Aeußerst gut in Maske und Spiel. gefiel unS Herr Nauendorfin der Fianr deSJo'eph", dem sich Herr U R e r alsBastien" ge­schickt charakterisierend «»schloß. Eine sehr hübsche Leistung entsalieie Herr Derzbach in der Darstellung deSClavignac". Ferner waren noL beschäftigt: Frl. He id e n f e l s(Srionne), Frl. Keppler (Valfontaine), Frau Wehn (Lusignan), Herr Römer (Bafourdin), Frl. Wehn (Jo'epha) und Herr Müller (Jean). Dem Eiücke wurde lebhafter Beifall zu teil; Herr Zeitz hatte für eine gute MzeNr-rnng der beiden Werke bestens Sorge getragen.

Kunst und Leben.

Zum hmrvertjährige« Geburtstage Erufl Rictschel. Ein Jahrhundert ist am 15. Dezember ver­gangen, frühem Ernst Riet chel, der berühmte Bildhauer, der Scköpker des Goethe-Schiller-Denkmals zu Weimar, in dem fällst chen Städtchen Pulsnitz geboren wurde. Er Denkmal TbaerL für Leipzig und das große Gbeveife i daS Berliner Opernhaus, die Reliefs der vier ^age zer undAmor auf dem Panter reitend , eine >" . - Vorhalle der Friedenskirche zu B-tsd.-» ^^^3% Monumentalwerk eigenen Keines d &ß " 8-i(k#R I«, gend und übermas gm^^ ^ ( ig51 {n $toB

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