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N- 58.

Fernsprechanschluß Nr. 605»

Mittwoch ten 9. März

Ferns-rechauschluß Nr. 605

1904

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Amtliches.

Stadtkreis f)anau.

Bekanntmachung.

Der im Stadtbezirke Hanau belegene Teil der Aepfelallee von der Südwestecke der Proviantamts-Umfassungsmauer bis zur Grenze des Gutsbezirks Oberförsterei Hanau bei der Brücke am alten Eichenbestand soll nach bereits geschehener Fertigstellung der vorgesehenen Ersatzwege eingezogen werden.

Einsprüche gegen diese Einziehung sind zur Vermeidung des Ausschlusses gemäß § 57 des Zuständigkeitsgesetzes vom I. August 1883 binnen 4 Wochen vom Tage der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung ab bei unterzeichneter Behörde geltend zu machen.

Hanau den 4. März 1904.

Königliche Polizei-Direktion.

P 1594 I. A.: Lehfeldt, Reg.-Assesssr.

Landkreis Danau.

Bekanntmachungen des Königl. Landratsamtes.

Unter Hinweis auf die Bestimmungen im Artikel 80 Nr. 1 und 2 der Anweisung vom 6. Juli 1900, Zu- und Abgänge bei der Einkommen- und Ergänzungssteuer betr., veranlasse ich die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher, die ®m-, kommen- und Ergänzungssteuee- Zu- und Ab- gangslisten für das II. Halbjahr 1903 bis zum 20. März d. J. einzureichen.

Die Listen sind nach den diesseits geprüften und vervoll­ständigten Kontrollauszügen aufzustellen und mit den Belägen, welche gehörig geordnet und geheftet sein müssen, zu versehen.

Die Aufstellung der Listen hat getrennt für die Steuer­pflichtigen mit einem veranlagten Einkommen von über 3000 Mark (Liste 2) und für die mit einem veranlagten ge­ringeren Einkommen (Liste 1) zu erfolgen.

In Spalte 14 der Zugangs- und Abgangslisten ist der Zeitpunkt des Zu- bezw. Abganges anzugeben.

In denjenigen Gemeinden und Gutsbezirken, in welchen keine Zu- und Abgänge an Einkommen- und Ergänzungssteuer vorgekommen sind, wollen die Herren Bürgermeister und Guts­vorsteher Fehlanzeige erstatten.

Hanau den 7. März 1904.

Der Vorsitzende der Einkommensteuer-Veranlagungs-Kommission für den Landkreis Hanau.

St 1539 J. A.: Lehfeldt, Reg.-Assessor.

Stadtkreis Danau. Bekanntmachungen des OSerbürgermeisteramtes.

Der Entwurf zum Haushaltsplan Außerordentlich für 1904 liegt vom 10. d. Mts. an 8 Tage lang im Rathaus, Stadtsekretariat, zur Einsicht offen.

Hanau den 9. März 1904.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 4572

Am Donnerstag den 10. März 1904, vormittags Mn 9 Uhr ab, findet im unteren Sitzungssaals des Neu- ^dter Rathauses, Zimmer Nr. 1, öffentliche Sitzung des Gewerbegerichts statt, in welcher Parteien etwaige Streitigkeiten, Klagen rc. zur Schlichtung anbringen können. Hanau den, 8. März 1904.

Der Vorsitzende des Gerverbegerichts.

Dr. Gebeschus. 4507

Bekanntmachung.

Die Arbeiten zur Herstellung einer Tonrohrleiiung von 30 cm Durchmesser in Straße Nr. 21 sollen öffentlich verdungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Siadtbauamte, Marktplatz Nr. 14, Zimmer 19, während der Dienststunden zur Einsicht aus und "können von dort bezogen werden.

Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift vmehen bis zu dem auf Samstag den 12. März, vor reifen $ 1^ Uhr, festgesetzten Eröffnungstermin einzu-

Hanau den 7. März 1904.

Das Stadtbauamt.

Schmidt. 4551

Bekanntmachung.

Der Keller unter der Turnhalle der Eberhardschule ist als Lagerkeller zu vermieten. Der Raum ist 21,48 m lang, 11,74 m breit und 2,20 m hoch und besitzt 2 Nebenräume von 13 und 16 qm sowie 2 m breiten Zugang von der Röderstraße aus.

Besichtigung durch Vermittelung von Schuldiener oder Heizer der Eberhardschule.

Angebote mit Angabe des Mietpreises an den Magistrat. Hanau den 7. März 1904.

Der Magistrat.

J. A.: Wagner. 4550

Bekanntmachung.

Die Arbeiten zur Herstellung eines aemauerten Kanals 60/110 in der verlängerten Jahnstraße sollen öffentlich ver­dungen werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen im Rathaus, Zimmer Nr. 19, während der Dienststunden zur Einsicht aus und können von dort bezogen werden.

Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis z« dem auf Samstag den 12. März, vor­mittags 11 Uhr, festgesetzten Eröffnungstermin einzureichen.

Hanau den 7. März 1904.

Das Stadtbauamt.

Schmidt. 4552

~----^v--^ ---- - ----------------------------------- Gefundene und verlorene Gegenstände rc.

Gefunden: 1 Rosenkranz, 1 grünes Portemonnaie ohne Inhalt, 1 Hundehalsband, 1 kleines Taschenmesser, 1 brauner Damen-Glacßhandschuh (rechter).

Verloren: 1 gelbes längliches Portemonnaie mit ca.

6 bis 8 Mk. und 2 Zehnpfennig-Briefmarken, 1 schwarzer Spazierstock mit silbernem Griff imd Monogramm C. U. Zugelaufen: 1 brauner Jagdhund, 1 deutsche Dogge. Hanau den 9. März 1904.

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Hus Stadt und £and.

Hrmatt, 9. März.

Historische Gedenktage.

9» März 1632 starb zu Cassel Volpert Riedesel zu Eisen- bach, der elfte Erbmarschall dieses Geschlechtes, hessen- cassel'scher Hofmarschall, Geheimerat und Oberst der Festungen Cassel und Ziezenhain, Stifter der Linie Lud­wigseck.

9. März 1713 starb der Hessen - cassel'sche Oberforstmeister und Oberjägermeister v. Sobiewolski, Gründer der noch jetzt bestehenden Beneficienstiftung für Söhne des heffen-cassel'schen Försterstandes.

9. März 1848. Adresse der sogenannten Volkskommission zu Hanau, aus 24 Mitgliedern bestehend, an den Kur­fürsten, gewöhnlichdas Hanauer Ultimatum" genannt. Verfasser dieser Adresse war der spätere Oberbürgermeister von Hanau August Rühl.

* Handwerkskammer. Demnächst finden in Frank­furt a. M. wiederum Lehrkurse statt, welche den Zweck haben, Handwerker zu Leitern von Handwerkergenossenschaften heran- zubilden. Die Veranstaltung dieser Kurse geht vom Sozialen Museum zu Frankfurt aus. Die Caffeler Handwerkskammer hat beschlossen, gleich wie im Vorjahre wieder einige Hand­werker als Teilnehmer zu entsenden, um so allmählich durch die auf diese Weise ausgebilbeten Herren größeres Verständnis für das Genossenschaftswesen in Handwerkerkreise zu bringen und erforderlichenfalls geeignete Leiter und Verwaltungsbeamte bei zu gründenden Handwerkergenossenschaften an der Hand zu haben. Es dürfte sich daher empfehlen, daß sich vorwiegend solche Jnnungsmeister zur Teilnahme an diesen genossenschaft­lichen Lehrgängen melden, deren Innung sich bereits mit dem Gedanken trägt, eine Genossenschaft bald zu errichten. Der Kursus dauert höchstens 2 Wochen. Den Kursteilnehmern wird ein Zuschuß von 150 Mk. bewilligt. Anmeldungen sind b a l d i g st bei der Geschäftsstelle der Kammer' Cassel, Steinweg 18, zu bewirken, wo auch gern nähere Auskunft er­teilt wird.

* Versetzt wurde der Stations-Assistem Weiterl von Hanan-Ost nach Friedberg.

* Erfreulich. Der hiesigen Handelskammer wurden kürzlich 300 Mark zur Verfügung gestellt zur Veranstaltung eines Preisausschreibens über die Frage, auf welche Art eine Vergrößerung der Gold-' und Silberwaren - Fabrikation am hiesigen Playe erreicht werden könnte.

* Die Sountagskarten nach Frankfurt a. M. Bei Beratung des Eisenbahnetats trat unser Landtagsabgeord­neter Herr Emil Junghenn wiederum lebhaft für die Wiederauflegung der Sonntagskarten nach Franfurt a. M. ein. Er führte aus: M. Herren! In der Sitzung vom 11. April 1902, also vor zwei Jahren, habe ich Anlaß genommen, darauf hinzuweisen, daß die Auf­hebung der Sonntagskarten von Hanau nach Frankfurt statt- gefunden, und zwar unter einer ganz eigenartigen Begrün­dung, daß aber in der umgekehrten Richtung die Fahrkarten weiter beständen. Ich führte damals aus, die Zurückziehung der Sonntagskarten habe in meiner Heimat peinlich berührt. Ich bat den Herrn Minister, solange dies, Art Fahrkarten nicht allgemein zurückgezogen seien, sie auch in Hanau wieder zur Ausgabe gelangen zu lassen. Eine Antwort habe ich da­mals seitens der Staatsregierung nicht erhalten, wohl aber sagte der Vorgänger des jetzigen Herrn Ministers mir gelegent­lich einer Unterhaltung, die ganze Frage der Sonntagsfahr­karten würde nochmals einer ernstlichen Prüfung unterzogen werden. (Hört! hört!) In der Sitzung vom 25. Februar vorigen Jahres kam mein politischer Freund OsthauS, der leider diesem Hohen Hause nicht mehr angehört, auf die Fahrkarten im allgemeinen zu sprechen und berührte auch die Sonntagsfahrkarten, weil meiner Anregung von damals keine Folge gegeben war. Herr Osthaus trat in eine Er­örterung der von mir gemachten Ausführungen ein und schloß sich ihnen auch vollständig an. An den Herrn Minister richtete Herr Osthaus die Bitte, die Sonntagsfahrkarten allge­mein einzuführen oder sie auch den Großstädten zu nehmen. Auch diese Anregung hat bis heute keine Folge gehabt, wenig­stens in meiner Heimat ist davon nichts bekannt geworden. Der Hanauer kann immer noch nicht wieder auf eine Sonn- tagsfahrkarte nach Frankfurt fahren, dagegen hat der Frank­furter vor wie nach das Recht, eine solche Karte nach Hanau zu benutzen. Ich habe mir schon früher erlaubt, daraus hin­zuweisen, daß ich den Frankfurtern dieses Vergnügen gönne, aber ich stehe ganz genau wie vor 2 Jahren auf dem Standpunkt: was dem einen recht ist, ist auch dem andern billig. (Sehr richtig l) Meine Landsleute konnten 28 Jahre lang auf solche SonntagS- fahrkarten nach Frankfurt und auch darüber hinaus an den Rhein, nach der Bergstraße, in den Taunus fahren, und daS möchten sie auch fernerhin. Sie haben gleich der Frankfurter Bevölkerung das Bedürfnis, frische gute Luft zu genießen. (Sehr richtig!) Der Herr Minister hat gestern ausgeführt, er hätte nur das Beste im Zluge; da möchte ich an ihn dir Bitte richten, so lange diese Sonntagsfahrkarten nicht allge­mein zurückgezogen sind, sie auch w ied er inHanau und in den zwischen Hanau und Frankfurt gelegenen Stationen zur Ausgabe gelangen zu laffen. Dann habe ich noch eine weitere Bitte. Auf der Strecke HanauFrankfurt (Ost) laufen noch Wagen I. und II. Klasse recht alter Art, (Heiterkeit) die Abteile sind sehr niedrig und eng, die Trittbretter dagegen so hoch, daß es eines, ich möchte sagen, Laltomortales bedarf, um den Erd­boden zu erreichen. Daß das nicht immer eine angenehme Sache ist, werden Sie mir wohl zugeben. Ich denke, ich tue keine Fehlbitte, anknüpfend an die Aeußerungen des Herrn Ministers von gestern, wenn ich ihn bitte, für Abhilfe be­sorgt sein zu wollen. (Bravo!)

* Konzertnotiz. Wir wir erfahren, hat Frl. Agnes Lepdhecker, eine der Solistinnen im letzten Oratorien- vercinskonzert, gestern in Straßburg i. E. gesungen, weshalb sie auch vor Schluß des Konzerts, um den Schnellzug nach dem Süden noch zu erreichen, sich entfernen mußte. Um etwaigen irrtümlichen Meinungen vorzubeugen, schien uns diese Mitteilung geboten.

* Benefiz Burchard. Wir weisen nochmals auf das heute zum Benefiz für Frl. Gertrud Burchard in Szene gehende SchauspielHeimath" von H. Sudermann hin und bemerken nochmals, daß die Rolle desSchwartze" von Herrn K a n n g i e ß e r vom Schauspielhaus in Frankfurt a. M. gegeben werden wird.

* Obstbauverein für den Reg.-Bez. Cafsol. Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung fand am SamS- tag nachmittag im kleinen Saale des evangelischen Vereins- hanses zti Cassel statt und nahm zunächst den Jahresbericht des Vorsitzenden Herrn Oekonomierals Gerland entgegen, hörte die Rechnting ab, genehmigte den Haushaltsplan für 1904 und bestimmte Witzenhausen als Ort der diesjährigen Obstbanansstellnng.

* Silberne Hochzeit feiern morgen den 10. März die Eheieute A. Jacobi, kl. Sandgasse 10.

* Jubiläum. Am 10. d. M. begeht Frau Helene Nader ihr 25jähriges Jubiläum als Botin zwischen Hanau und Frankfurt a. M. Sie erfreut sich während der langen