Erstes Blatt.
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DieriÄjGrliH 1,8S Mk., monatlich 60 Pfg., für auS- sättige SlSonnenteu. mit dev! betreffendw Postauffchlag« Die einzelne Stummer kostet 10 Pfg.
ElurückmtgsgebShr
Für Stadt« und Landkreis Herum' 10 Pfg.. die fünf» gespalleue Petitzeile oder deren Raum, für Auswärts 1.5 Pfg., im Reklameuthell die Zelle 25 Pfg., für Auswärts 35 Pfg.
Gedruckt und verlegt in der Buchdruckerei des, verein, ev. Waisenhauses in Haruw.
Geneml-Mzcigcr
Amtliches ®rgeii für Mt- md Andtteis Z«M.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
Verantwort!. Redakteurr G. Schrecker m Hanan.
i^t. 234 Feiusprechanschlnß Nr. 605.
Amtliches.
Eandhms Danau. BekmmtmachnllZen des Königl: Landratsamtes.
Der Fleiichbeschauer und Spezereiwarenhändler Wilhelm Krämerzu Großkrotzenburg ist zum Trichinenbeschatter- Stellvörtreter für den Schaubezirk Großkrotzenburg auf jederzeitigen Widerruf bestellt und verpflichtet worden.
Hanau den 3. Oktober 1904.
Der Königliche Landrat.
V 6958 I. A.: Conrad, Kreissekreiär.
Stadtkreis ßanau.
Velanntmachungen des Oberbärgermeisteramtes.
Anleihen der Stadt Hanan.
Ziehung am 30. September 1904, Auszahlung am 31. März 1905.
^. Anleihe vom 1. April 1888 (Privilegium vom 30. Juni 1880 II. Reihe zu Wj», XV. Ziehung.
Lit. A Nr. 44, 63, 80 zu 1000 Mk.
„ B „ 69, 133, 150, 180, 256, 310 zu 500 Mk.
„ 0 „ 134, 148, 193, 204, 243, 281, 354, 435, 474, 589, 654 zu 200 Mk.
Rückständig Lit. A Nr. 122 zu 1000 Mk., Lit. B. Nr. 209 zu 500 Mk., Lit. C Nr. 525 zu 200 Mk.
ii* Anleihe vom 1. Oktober 1889 II. Serie zu Wio. XV. Ziehung.
Lit. A Nr. 139, 179, 180 zu 2000 Mk.
„ B „ 165, 210, 262 zu 1000 Mk.
„ 0 „ 208, 290, 347, 348, 356, 380 zu 500 Mk.
„ D „ 487 zu 200 Mk.
Rückständig Lit. C Nr. 276 und 350 zu 500 Mk.
in Anleihe vom 1. Oktober 1889 I. Serie zu Wk XIII. Ziehung.
Lit. ^ Nr. 1, 80 zu 2000 Mk.
„ B „ 103, 144 zu 1000 Mk.
„ 0 „ 78, 125 zu 500 Mk.
„ D „ 28, 63, 187 zu 200 Mk.
Rückständig Lit. D Nr. 235 zu 200 Mk.
IV. Anleihe vom 21. Juni 1898 zu 3W VI. Ziehung.
Lit. A Nr. 38, 42, 127, 164, 230, 233, 241 zu 2000 Mk.
„ B „ 60, 139, 175, 234, 248, 262, 331, 353, 374, 404, 423 zu 1000 Mk.
„ 0 „ 51, 67, 89, 140, 187, 217, 236, 309, 312, 427, 468, 504, 506, 528 zu 500 Mk.
„ D „ 24, 34, 138, 199, 306, 329, 355, 480, 491, 501, 512, 536, 557, 594, 614, 616, 667, 706 zu 200 Mk.
Rückständig Lit. B Nr. 19 zu 1000 Mk., Lit. 6 Nr. 17, 252 zu 500 Mk., Lit. D Nr. 144, 556 zu 200 Mk.
Hanau den 3. Oktober 1904.
Der Magistrat.
Dr. Gebeschus. 18635
B1^ Anleihe der Stadt Hanan vom 31. Dezember 1836.
Ziehung am 30. September 1904, Auszahlung am 31. Dezember 1904.
Lit, A Nr. 25, 66 zu 500 st.
„ B „ 28, 286, 318, 366, 540, 636, 713, 873, 914, 1019 zu 100 fl.
Rückständig Lit. B Nr. 529, 802 zu 100 st.
Hanau den 3. Oktober 1904.
Der Magistrat.
Dr. Gebeschus. 18680
Handelsregister.
Firma Leopold Sichel in Hanau: Unter dieser Firma betreibt der Kaufmann Leopold Sichel in Hanan ein Handelsgeschäft als Einzelkaufmann.
Der Ehefrau des Kaufmanns Leopold Sichel, B e r t h a geborene W o l f in Hanau ist Prokura erteilt.
Hanau den 3. Oktober 1904.
Königliches Amtsgericht 5. 18609
Donnerstag den 6. Oktober nmmHiamffl^^
Handelsregister
Firma Moses Sichel in Hanau: Die Firma Moses Sichel in Hanau und die dem Jsaak Sichel in Hanau erteilte Prokura ist erloschen.
Hanau den 3. Oktober 1904.
Königliches Amtsgericht 5. 18610
Gefundene und verlorene Gegenstände rc.
Gefunden: 1 Peitsche, 1 oxidierte Damenuhr, 1 rote Mappe mit Bücher (darunter 2 englische Fahrscheinhefte), 1 Zehntel Los der Königl. Preuß. Kl.-Lotierie Nr. 179661.
Verloren: 1 kleines gelbes Portemonnaie mit 12 Mk. Inhalt, 1 goldene Brosche mit 2 Täubchen, 1 goldener Ring mit Kreuz, Anker und Herz, 1 Zigarren-Etuis mit Monogramm A. B.
Zugelaufen: 1 junger grauer Wolfsspitz.
Entlaufen: 1 deutscher Jagdhund (braun und grau durchwirkt).
Hanau den 6. Oktober 1904.
Hus Danau Stadt und Cand.
Hgnart den 6. Oktober.
Historische Gedenktage.
6. Okibr. 1526. Berufung der Synode zu Homberg, auf welcher die Reformation in Hessen eingeführt werden sollte und wirklich eingeführt wurde.
6. Oktbr. 1567 starb Ad o l s WilHelm von Dörin- genberg, ein geistig lebendiger und für die geistigen Interessen sehr empfänglicher und tätiger Mann, ein Gönner des weltbekannten Dichters Burkard Waldis zu Abterode, der ihm seinen überarbeiteten Thcuerdank widmete, übrigens auch ein Freund und Beförderer lustiger und toller Streiche, wie sie seine lustige Zeit mit sich brächte, und ein nur allzu guter Freund des Weines. Wegen seines übermäßigen Trinkens hatte ihm Landgraf Philipp das Weintrinken ganz verboten; da nahm er eine Hand voll geschälter Gerste, warf sie in einen mächtigen Topf, goß diesen voll Wein und aß denselben als eine Weinsuppe, die zu essen ihm ja nicht verboten sei, mit dem Löffel aus. Der lustige Weinfreund erreichte übrigens nur das Alter von 42 Jahren.
6. Oktbr. 1683 starb die Witwe (zweite Gemahlin) des Landgrafen Hermann von Rotenburg, Kunigunde Juliane, geborene Prinzessin von Anhalt, 75 Jahre alt, 25 Jahre nach ihrem Gemahl.
6. Oktbr. 1789 starb der Kanzler und Professor der Jurisprudenz von Springer zu Rinteln, ein vielschreibender und eitler, aber in seiner Wissenschaft ganz unbedeutender Mann.
6. Okthr. 1830 starb Elisabeth, Landgräfin von Rotenburg, geborene Prinzessin von Hohenlohe-Langenburg, 39 Jahre alt; zweite Gemahlin des letzten Landgrafen von Roten- burz, Viktor Amadeus.
BeamLenperfonal-Nüchricht en.
Ernannt: der bisherige Hilfspfarrer Conrad zum 3. Pfarrer an der Altstädter-Gemeinde zu Cassel, der Referendar vs «Lieber mann zum Regierungs-Referendar, die Rechtskandidaten Beckmann, Klein mann,Hellbach, Schäfer und Junghans zu Referendaren, die Gerichtsvollzieher k. A. Henke zum Gerichtsvollzieher bei dem Amtsgericht in Neuhof und W a l k e r l i n g zum Gerichtsvollzieher in Wächtersbach, der Forstaufseher Stehl zu Niddawitzhousen in der Oberförsterei Bischhausen zum Förster unter Uebertragung der Försterstelle Schutzbezirk Treischfeld mit dem Wohnorte zu Grüßelbach, Oberförsterei Burghaun, der bisherige Forstaufseher Druschel zu Unterhaun, Oberförsterei Hersfeld—Wippers- Hain, zum Hilfssörster.
* Planstelle. Bewerber um die erledigte Pfarrstelle zu Ob er kalb ach, Klasse Schwarzenfels, haben ihre Meldungs- gesuche durch Vermittelung ihres zuständigen Superintendenten an Komgl. Konsistorium in Cassel einzureichen.
* Schitl-Persormlien. Ernannt: die Turn- und 8 Handarbeitslehrerin Alma Strang höner zu Darmstadt zur Turn- und Handarbeitslehrerin an den städt. Volksschulen zu Hanau, der Lehrer N ü ck e l l aus Hanan zum Lehrer an den städt. Volksschulen zu Hanau. — B e st ä t i g t: die Wahl des Lehrers H a n 8 m a n n zu Hanau zum Lehrer an den stadt. Bürgerschulen zu Cassel. - Endgültig ange- ft e llt: die bisher einstweilig auacstellten Lehrerinnen Frieda 8
Fernsprechanschlnß Nr. 605:
1904
Neuher zu Langenselbold und Blatt «er zu Großkrotzen' burg. — Versetzt: die Lehrer Hartmann zu Abterode, Kr. Eschwege, an die städt. Volksschulen zu Hanau, Heilmann zu Dörnigheim an die evang. Schule zu Fechenheim, Schönmeyer zu Enkheim an die städt. Volksschulen zu Hanau, Both zu Großkrotzenburg an die kath. Schule zu Fechenheim. — Entlassen: Lehrer Dö l l zu Schmal- kalden behufs Uebernahme einer Schulstelle an der gewerblichen Fortbildungsschule zu Hanau.
* Bair von Arbeiterwohnnngsn. Nach einer den Stadtverordneten zugegangenen Vorlage liegt die Absicht vor, 200 ©00 Mk. als Anleihe bei der städt. Sparkasse zu 3^1 pCt. für Zwecke des Baues von Arbeiterwohnungen aufzunehmen, nachdem der schon früher von der Landesversicherungsanstalt entnommene Betrag von 100 000 Mk. für diese Zwecke aufgebraucht worden ist.
* Markt in Langenselbold. Kommenden Mittwoch den 12. d. Mts. wird in Langenselbold der Kram- und Schweinemarkt abgehalten. Dieser Markt ist der letzte in diesem Jahre und wird herkömmlicher Weise immer vor dem Gallus- tage dem 16. Oktober abgehalten.
Jg. Meister Lampe ist nunmehr überall vogelfrei, die Hasenjagd ist im schönsten Gange. Es könnte einem Leid tun um den vielversolgten, armen unschuldigen Burschen, wenn er nicht einen gar so delikaten Bissen für uns abgäbe und wenn wir nicht durch die Tatsache, daß die Tiere vielfach sich gegenseitig auffressen, zu der Ueberzeugung kämen, daß es alsdann unverzeihlich wäre, wollten wir sie nicht unserer Nahrung und unserem Settuffe dienstbar zu machen. In hiesem Sinne denn auch allerseits ein fröhliches „Waidmannsheil!" Bevor ihn seine Feinde in der Tierwelt am Kragen kriegen, möge ihm der waidgerechle Jäger eins auf den Pelz brennen, vor dem Blei der vielen Sonntagsjäger werden sich so wie so schon genug der langohrigen Schnellsüßler zu retten wissen, welch letzten aber, wie wir hoffen wollen, ihrem Schicksale schließlich doch nicht entgehen werden. Da im Oktober auch die Jagd auf sonstiges Wild, wie Rehböcke, Fasanen, Haselhühner, Wachteln, Auer- und Birkwild, Enten und Schnepfen offen ist und auch da die Rebhuhnjagd noch fortdauert, so haben wir jetzt Auswahl genug, um unsere Speisekarte zu bereichern. Allen Lesern drum, die sich's leisten können, recht guten Appetit.
* Sladilheater. Gutzkow's historisches Lustspiel: „Zopf und Schwert", eines der besten und beliebtesten Repertoir- stücke aller Bühnen, gelangt morgen neu einstudiert zur Aufführung. Des Stückes interessante Handlung, sein hübscher Dialog und sein gesunder Humor haben ihm viel Freunde gewonnen und dürfte das Werk auch morgen feine Zugkraft bewähren, umsomehr, als die neuengagierte Liebhaberin Frl. Gleite Hellrot in der Rolle der Prinzessin „Wilhelmine", der jugendliche Held Herr Hoffmann als Erbprinz und Herr Derz- dach als „Eckhoff" zum ersten Male in größeren Rollen her- uettveten. — Von der nächsten Vorstellung an wird auf allen drei Rängen des Znschauerraums je ein M u f i kp r o g r a m in angeschlagen und eine etwaige längere Zwischenpause bekannt gemacht werden.
• Herrenabend. Die Zeit der Herrenabende ist in vollem Gange und Samstag um Samstag betritt ein anderer Verein das Podinin, um vor stets zahlreich versammelter, mehr oder weniger kritisch veranlagter Zuhörerschaft Proben seines Könnens abzulegen. Und wohl ihm, wenn alles klappt, wenn die Kritik nichts Nennenswertes zu monieren findet. Und darum setzt eben ein jeder Verein und besonders am Herrenabend sein bestes Können ein, um mit Ehren zn bestehen und als gleichwertig anerkannt zu werden. Die Singstunden kurz vor dem Herrenabend werden noch gehörig ausgenutzt und dem Ganzen der letzte Schliff gegeben. — In die Reihe der Herrenabende veranstaltenden Gesangvereine tritt am 15. Okiober die unter der Direktion des Herrn I. M i l b a ch stehende „Fröhlichkeit" mit ihrer Aufführung im „Deutschen Hause". Das uns vorliegende Programm weist eine reiche Auswahl prächtiger Chöre — sowohl im Volkston gehaltene als auch größere Tonwerke — auf. Von letzteren sei besonders hervorgehoben die mächtig packende Hegar'sche Komposition „Die beiden Särge" und der ebenfalls große Anfordernngen an die Sänger stellende Orchesterchor „Das Lied" von Baldamus. Weiter weist das Programm den stimmungsvollen Abt'schen Chor „Nachtgesang" und das sehnsuchtsvolle „Schwalbenlied" von P. Schöne auf. Auch unser heimischer Komponist Herr Karl Fr. A p p c l ist mit einem Opus vertreten und zwar ist dies der Eröffnungschor „Schöner Frühling". Die Ergänzung des gesanglichen Teiles bildet ferner der Chor vDort^ Pt W tiefer Schatten" von Jüngst unv als Schlußnummer der u - mutige Neubert'sche „Würfelbecher". Man bei der Aus wähl der Chöre hat eine glückliche Hand gewaltet. Wer auch der humoristische Teil weist reiche WN-chselung aus und findet in der Speise mit Gesang „Robert und Bertram einen Hohe-