Einzelbild herunterladen
 

Erstes Blatt

Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

BezugSpreiS;

DiertchZhv.Lch 1,80 M'., monatlich 60 Pfg., für aus­wärtige Abonnenten mit dem betreffenden Postaufschlag.

Anzeiger

Einrückuugsgcbühr

Für Stadt- unb Landkreis Hanau 10 Pfg. bis:? gespaltene Petitzrike oder deren Raum, für Auswärts Pfg..

, AMicher Organ für AM- Nd FaMms Hanan.

im Rkklamentheil die Zeile 25 Pfg., für Auswärts 85 Pfg.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage. Verantwort!. Redakteur: S. Schreck«! in Hanau.

Erdrückt und ve-.RgtSUW Buchdrucker« deS oereim ro. ^anau.

BIBLIOTHEKeJfDreAanlMitr; Nr. 605

Är. 15 L

^rOaa den 1. Juli

Fernsprechanschluß Nr. 605

=*

1904

Stadtkreis hanau.

Der Dienstmann Hemrich Bvönkng hat um<k- gabe der von ihm hinterlegten Kaution gebeten.

Gemäß § 2 der Polizeiverordnung vom 18. April 1868 betreffend das Dienstmannswesin in Hanau gebe ich anheim, etwaige Ansprüche auf die Kaution binnen. 14 Tagen im Sekretariat der Kömgl. Polizeidirektion anzumelden, widrigen­falls dieselbe zur Auszahlung gelangt.

Hanau den 30. Juni 1904.

P 5274

Königliche Polizei-Direktion, v. Beckerath.

Bekanntmachung.

Die Jnsiallationsarbeiten zum Neubau des Arbeiter- WohnhausM in der Brückenstraße solle» öffentlich verdungen werden. Die Verdingungsnnierlagen und im Siadtbauamt, Zimmer Nr. 17, in den Stunden von 1012 Uhr vor­mittags einzusehen und zum Preise von 0,80 Mk. von dort zu beziehen.

Der Verdingungstermin findet Montag den 11. Juli, vormittags 10 Uhr, im Beisein etwa erschienener Bieter im uoraenannten Zimmer statt, wohin die Angebote versiegelt und mit entsprechender Ausschrift versehen bis zu dem genannten

1. Jrrli 1800» Stiftung des Spitals zu Sonira durch den Hauptmann Friedrich von Baumbach, der später, den 1. Januar 1812 und den 1. April 1820, dieser ersten Stiftung noch weitere hinzufügte.

M^Mreis hanau«

BMnMmachzmWN des Kömgl. LaüdratsamteS.

Nach Mitteilung des Großherzogl. Kreisamis Offen- bach c. M. ist in der Gemarkung Dreieichenhain die RÄilnnffSAche ausgebrochen. Gehöstsperre wurde ange­ordnet.

Hanau den 28. Juni 1904.

Der Königliche Landrat.

J V Nr. 4335 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

Zeitpunkt eingureiSeit sind.

Hanan den 28. Juni 1904.

Das Siadtbauamt.

Schmidt.

11955

Gefurtdem

vorige Woche ein gute wollene Pferdedecke. Niederdorfelden am 30. um 1904.

Das BürgermeiKeramt. 11988

Stadtkreis hanau» NMmtMMMm des OüerNrsierMelßerüMies. ^Niwmtmiu^mt$+

Die an der Freigerichtstraße liegenden, dem Hospital ge­hörenden bezw. von ihm im Tauschwege erworbenen Grund­stöcke Karte f)D 488/104 und 490/107 sollen am Sams­tag den 30» Still 1904, vormittags 9 Uhr, im unteren RaihauSsaal öffentlich meistbietend versteigert werden.

Die näheren Bedingungen werden im Termin bekannt gegeben.

Hanau den 29. Juni 1904.

Der Althanauer Hospitalrat.

Dr. Gebeschus.

11956

Wegen Verlegung der Stadtbibliothsk aus bem Hause Banoertstraße 2 in das Haus Gärtnerstraße 67 bleibt die Bibliothek vom Montafl den 4. Jttli bis Diens- Lag den 2. Anguft geschlossen.

Hanau den 27. Juni 1904.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus.

11-719

1. Still 1381

1

1.

Feuilleton.

-HimmelserDeinungen im Juli.

Am 21. Juni hat unsers Sonne die nördlichste Stellung erreicht und wieder nach Süden zu wandern beoonneu. Am 1. Juli steht sie noch 23 Grad nördlich vom Aequator und erhebt sich bis zu 6OlL Grad über unsern Horizont. Am 31. Juli steht das Tagesgestirn nur noch 18 Grad nördlich vom Aequator, es steigt also nur noch bis nahezu 56 Grad an unserm Himmel empor. Immer mehr verspätet sich der Sonnen-Aufgang, immer früher sinkt die Sonne unter den Horizont. Am 1. Juli erhebt sich unser Zentralgestirn um 38/.i Uhr und geht um 8 V« Uhr unter; der Tag dauert dann also iß1/« Stunden. Am 31. Juli erfolgt der Sonnen-Auf- gang erst nach 4H* Uhr, der Sonnen-Untergang bereits gegen 7% Uhr, so daß das Tagesgestirn nur noch ISHa Stunden bei uns verweilt.

Unsere Erde gelangt am 5. Juli an den Punkt ihrer Bahn, an dem sie non der Sonne am weitesten entfernt ist, au das AHel. Die Bahn der Erde ist bekanntlich eine Ellipse, in deren einem Brennpunkte die Sonne steht. Dieser Brennpunkt liegt von dem Mittelpunkte 27» Millionen Kilo­meter entfernt. In der Sonnennähe ist daher die Erde dem Tagesgestirne um 5 Millionen Kilometer näher als in der Sonnenferne. Dieser Unterschied bewirkt, daß der Durchmesser unserer Sonne uns jetzt kleiner erscheint, als um die Jahres­wende. Er mißt dann 324/* Bozenminuten, jetzt aber nur 3V^ Bogenminuien.

Der Mond wandelt seine Bahn um uns und wechselt seine Lichtgestalt in altgewohnter Weise. Er steht am 5. Juli um Mitternacht im letzten Viertel und ist am 13. als Neumond unsern Blicken verborgen. Wenige Tage darauf erscheint er bei Sonnen-Untergang als schmale Sichel am Westhimmel und

Bus Stadt und Eand,

Hanau, den 1. Juli.

Historische Gedenktage.

bera in ein Juli 1537. JMi 1647.

die Hessen

Umwandlung des Augustinerstisies Schiffen- MrS des deutschen Ordens.

Einweihung der Universität Marburg.

Beginn der Belagerung von Rheinseis durch unter Mortaigne, der während dieser Be-

lageruna in Folge einer Verwnndnng starb.

Süit 1659 starb Johannes Crocius, Professor der Theologie und Konsistorialrat zu Cassel, vor der Auf­hebung der Universität Marburg zu Marburg, und nach der Wiederherstellung derselben abermals zu Marburg, 1656 Mitverfasser der 1657 erschienenen hessischen Kirchen- Ordnung.

1. Juli 1678. Erste Uniformierung des hessen-cassel'schen Landesausschusses, graue lange und weite tuchene Röcke, weite Aermel mit roten Aufschlägen, graue.!e, Patron­taschen mit roten Kappen.

1.

Juli 1726 starb die Erbprinzessin von Hessen-Darmstadt, Gemahlin des nachherigen Landgrafen Ludwig VIII., Charlotte Christine Magdalena Johanna, geborene Gräfin von Hanau, einzige Tochter des letzten Grafen von Ha« nau, Johann Reinhard, 26 Jahre alt.

nimmt zu. Wir scheu ihn am 19. im ersten Viertel, und am 27. kehrt er uns seine beleuchtete Hälfte voll zu es ist Vollmond.

Auf seiner Wanderung durch die Zahl der Fixsterne bedeckt unser Trabant mehrere von ihnen, darunter einen der Hellsten, Aldebaran im Stier. Die Bedeckung erfolgt am 10. Juli um 6 Uhr 40 Minuten morgens, um 7 Uhr 43 Minuten kommt der Stern wieder hervor. Da das Phänomen bei Tage ein« tritt, so läßt es sich nur im Fernrohre beobachten. Auch für die 35» Stunden früher eintreiende Bedeckung eines Stern- paares wird man zweckmäßig ein Fernrohr zur Beobachtung verwenden. Der erste Stern verschwindet um 3 Uhr 3 Mi­nuten hinter dem Mondrande und kommt 3 Uhr 59 Minuten wieder hervor. Der Einiriit des zweiten Sterns erfolgt 3 Minuten später, sein Austritt ebensoviel früher als der des ersten Sterns. Beide Sterne sind 4. Größe.

Von den Planeten ist nicht viel zu sagen. Merkur durch­eilt die Siernbüder Zwillinge und Krebs, ist aber kaum stcht- bar. Er gelangt am 8. Juli in obere Konjunktion zur Sonne und wird Abendstern. Um dieselbe Zeit steht liu^ Venus hinter der Sonne und geht an den Abendhimmel über, bleibt aber auch zunächst unsichibar. Mars kommt an den Morgen­himmel und wird allmählich sichtbar; er geht am Ende des Monats l3/< Stunden vor der Sonne auf. Jupiter läßt sich allenfalls beobachten. Er geht zuerst kurz nach Mitternacht, zuletzt zwei Stunden früher auf. Die in die frühen Morgen­stunden fallenden Verfinsterungen seiner Monde lassen sich mithin schon gut verfolgen. Saturn geht dem Jupiter etwa zwei Stunden vorauf.

Am 26. und 27. Juli plegen sich Sternschnuppen eiuzu- stellen, die von dem Bilde des Wassermanns ihren Auszug zu nehmen scheinen. Ihre Sichtbarkeit wird jedoch durch das Licht des Vollmondes beeinträchtigt werden.

Von den Fixsternen finden wir das Bild des großen Bären hoch iUer unserm Haupte gegen Westen. Auf der ent­gegengesetzten Seite des'Polarsterns erblicken wirn das schiefe

* Kektt prschverkehr. Der hiesige Sxrechverkehr ist auf Schwelm ausgedehnt worden.

* Militärisches. Das 2. Bataillon des Jnf.-Regts. Hessen - Homburg Nr. 166 kochte gestern auf dem Gelände bei Wilhelmsbad ab.

^ Das Zunftwesen in Fulda ist eine Abhandlung von vr. jur. Werbrun im soeben erschienenen Illustrierten Kata­log der Gewerbe-Ausstellung in Fulda, die am 2. Juli er­öffnet wird, überschrieben. Der Verfasser hat das umfang­reiche historische Quellenmaterial des städtischen Archivs mit Geschicklichkeit und großem Fleiß bearbeitet und Blütezeit und Verfall der Zünfte fesselnd geschildert. -Ueber die Bedeutung der Handwerkskammern, ihre Aufgaben und Ziele verbreitet sich in knappen Umrissen, gemeinverständlich und klar Syndi­kus Thanheiser von der Handwerkskammer in Cassel. Lehrer G. Ritzel hat zwei Arbeiten zum Katalog beigesteuert: Fulda" undEin Gang durch die Stadt". Die letztge­nannte Arbeit bietet sich dem Fremden als umsichtigen und schätzenswerten Führer durch Fulda und seine mannigfachen Sehenswürdigkeiten dar, und was der Verfasser zu ihm spricht, findet eine willkommene Erläuterung durch reichen Silber« schmuck und einen Stadtplan. Das Verzeichnis der Mit­glieder des Ehren-Komitees, der Ausschüsse und der nahezu 500 Aussteller, ein Fahrplan sowie ein großer Anhang von Anzeigen vervollständigen das Werkchen, das im Besitze eines jeden sein muß, der die Ausstellung mit Nutzen best ästigen will. Der Preis des Kataloges/ der als Erinnerung an Fulda und seine Ausstellung auch eines Platzes in der Bib­liothek würdig ist, beträgt bei einem Umfange von 184 Seiten nur 50 Pfg.

* 25 jähriges Jubiläum Herr Ernst Völker, Verwaltungsschreiber und Registrator auf der Pulverfabrik, feiert heute das 25 jährte Jubiläum seiner Tätigkeit auf der Fabrik. Aus diesem Anlaß wurde dem Jubilar von der Direktion ein Geschenk von 100 Mark übermittelt, seine Kollegen erfreuten ihn neben sonstigen sinnigen Ehrungen durch Ueber- reichung einer goldenen Uhr.

* Sommerthsater. Auf die heute abend statifindende Aufführung der Sudermann'schen KomödieDie Schmetterlings- schlacht" wollen wir hiermit nochmals Hinweisen. Ein Besuch der Vorstellung dürfte sich wohl lohnen.

* Gartenfest. Wie bereits schon früher an dieser Stelle erwähnt, findet nächsten Sonntag den 3. d. M. im Etablisse­mentzum Elefanten" dahier das Gartenfest des Klubs MWMn lHBIllUMWMMCT» III I"l.llje

W der Kasfiopejo. Unter dieser steht die Andromeda, an ^ft sich nach Norden zu der Perseas anschließt. Im Norden selb« funkelt Kapella im Bilde des Fuhrmanns. Im Nordweste neigt sich der große Löwe mit dem Regulus dem Untergänge zu. Weiter nach Süden hin glänzt Ärktur im Bootes hoch am Himmel; tiefer strahlt hier Spika in der Jungfrau. Im Süden steht der Herkules und der Ophiuchus, während der Antares im Skorpion tief am Hörizonle funkelt. Im Süd­osten haben wir das große, nahezu gleichschenklige Dreieck: Weza in der Leyer, Deneb im Schwan und Atair im Adler, während sich im Südosten das Bild des Pegasus ausdehnt.

Barometerstand

mittags 12 Uhr am 30./6. 1./7.

mittags 12 Uhr am 30./6.

Sehr trocken

Beständig

Schön 760Ä=I

Veränderlich

Regen (Wind)750M

Viel Regen 740^^.-

Albumblätter.

Wer tätig sein will und muß, hat nur das Gehörige des Augenblicks zu bedenken, und so kommt er ohne Weitläufigkeit durch. Das ist der Vorteil der Frauen, wenn sie ihn ver­stehen. Goethe.