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Erste- Blatt

Bezugspreis:

vierteljährlich 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg., für auS- »Ätige Wonnenten mit dem betrefsmde« Postaufschlgg, ' Die einzelne Nummer tostet 10 Psg.

EinrLLnngSgebnhr:

Für Stadt- und Landkreis Hanau 10 Pfg. die fünf« gespaltene Petitzeile oder deren Saum, für AuLwärtI.15MSr> im Aeklamentheil die Zeile 25 Pfg., für Auswärts 35 Pfg.

f^at und verlegt in der Buchdrucker« des verein, M.

Waiselchaujes in Hanau,

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Verrntwvrtl, Redükteur-r- G» Bch r-vTe r in 6®W<

Fernsprechanschluß Nr. 605

Montag den L Februar

Fernsprechanschluß Nr. 605»

1904

8tt)»iM«fWr Kreisvekeiil Hsm.

Nächste Versammlung Samstag den 6. k. Mts., nachmittags S1^ Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen hier.

Tages-Ordmtttg:

1. Geschäftliche Mitteilungen.

2. Vortrag des Herrn Dr. Staehly aus Cassel über Schweinezucht".

3. Wahl der Rechnungsrevisoren.

4. Wahl der Delegierten für die Ausschußsitzunaen der Landwirtschaftskammer zu Cassel im Jahre 1904.

5. Aufnahme neuer Mitglieder.

6. Sonstige Mitteilungen.

Die vorstehende Bekanntmachung des landwirtschaftlichen Kreisvereins wollen die Herren Bürgermeister in ihren Ge- jMeindm wiederholt in ortsüblicher Weise bekannt machen.

Hanau den 31. Januar 1904.

Der Königliche Landrat. v. Beckerath.

Pferdeverstcherungsverei» für den Landkreis

Hanau,

Nach Beschluß des Vorstandes vom 23. b. Mts. sollen die versicherten Pferde für das 1. Halbjahr 1904 gemeinschaft­lich von den Ortstaxalorm und dem Vereinstierarzt Herrn Kreistierarzi C o l l m a n n in Hanau abgeschätzt werden. Mit der Abschätzung wird in den nächsten Tagen begonnen. Die Herren Taxatoren werden von dem Vereinstierarzt be­nachrichtigt, wann an den einzelnen Orten die Abschätzung sialt- smdet und ersucht, die Versicherten hiervon in Kenntnis zu setzen, eventuell auch anzuordnen, daß die Pferde an einem von ihnen zu bestimmenden Platze des betreffenden Ortes vor- geführt werden.

Ferner wurde vom Vorstand die Prämie für das 1. Halb­jahr 1904 auf IVs °/o der Versicherungssumme festgesetzt. Neneintretende habm 1°/« Eintrittsgeld und 2°/0 Nachzahlung zu leisten.

Außerdem werden die Mitglieder des Vereins nochmals auf das mit dem Vereinstierarzt Herrn Kreistierarzt Coll- mann im Jahre 1901 getroffene Abkommen, nach welchem demselben die Behandlung sämtlicher versicherten Pferde über­tragen ist, aufmerksam gemacht.

Die Mitglieder sind nach dem getroffenen Abkommen ver­pflichtet, bei Krankheitsfällen ihrer Pferde den Genannten so­bald als möglich zur Behandlung derselben zuzuziehen und

Feuilleton.

Stadttheatcr in Hanmi.

= Hanau, 1. Februar.

Außer dem Benefizabend am Freitag hatte der Spielplan für die letzten Theaterabende nur Wiederholungen aufzuweisen, 1 und zwar gingen die beiden erfolgreichsten Novitäten, Blumen­thals LustspielDer blinde Passagier" und Beperleins Ka'erneu- I bramaZapfenstreich" mit gewohntem Erfolg über die Bretter. Die Aufführung zum Vorteil unserer munteren Soubrette Frl. Elise Wehn hatte in Bezug auf den Besuch den gleichen günstigen Erfolg wie die erste Benefizvorstellung in der ver­gangenen Woche. Auch an den hübschen Ehrungen für die beliebte Darstellerin war kein Mangel; denn Blumen und Kränze wurden ihr auf die Bübne gereicht. Frl. Wehn hatte für diesen Abend die alte RührkomödieMuttersegen" von Friedrich in den Dienst gestellt. Uns tröstet der Gedanke, daß hier wohl der größte Teil der Besucher nur der Benefi- zianlin zu Liebe gekommen war und Frl. Wehn, die sich während ihrer zweijährigen Wirksamkeit an unserer Bübne guter Beliebtheit erfreut, mit einer anderen Wahl gleichen Er­folg im Beiuch sich erfreut haben würde. Die Darsteller »nieder Regie des Herrn Gehrmann hatten sich der Rollen des Stückes auf das beste angenommen, um dem Ehrenabend der Kollegin nach dieser Seite hin den guten Erfolg zu sichern. Frl. Wehn sanz und spielte die muntereChanchon" mit dem erforderlichen Humor, mit dem reizend vorgetragenen Papa- geienlied aus derGeihsa" hatte die Benesiziantin ganz be- sonderen Erfolg. DerMarie" hatte sich Frl. Werden auf das beste angenommen und darstellerisch eine so hübsche Leistung geboten, die einer besseren Sache würdig gewesen wäre. Herr Knauih gab dem VaterLoustalot" das scharfe Gepräge unb Frau Wehn fand sich mit der Mutter ^Margarethe" eben­

wird noch bemerkt, daß derselbe an das Fernsprechnetz Hanau unter Nr. 674 «»geschlossen ist.

Den Vereinsmitgliedern ist jedoch gestattet, in Eilsällen den zunächst wohnenden Tierarzt heranzuziehen, doch muß davon auch der Vereinstierarzt sofort in Kenntnis gesetzt werden, da demselben die weitere Behandlung des erkrankten Pferdes ob­liegt bezw. die dieser auch dem zugezogenen Tierarzt übertragen kann. Die den Mitgliedern durch die Zuziehung anderer Tierärzte in Eilfällen entstehenden Kosten werden ihnen von dem Vereinstierarzt erstattet.

Ravolzhansen am 30. Januar 1904.

Der Vorsitzende.

Cl auß. 1999

Gefundene und verlorene Gegenstände rc.

Gefunden: 15 Herren-Stehkragen, 1 großer Hunde- Maulkorb, 1 Peitsche, 1 kleiner Rosenkranz mit blauen Perlen, 1 roter Turngürtel.

Zugelaufen: 1 schwarzer Spitzhund m. Geschl.

Hanau den 1. Februar 1904.

Hue Stadt und Cand.

Hanau, 1. Februar.

* Klaffenlottepie. Die ErneuerungSlose sowie die Freilose zur 2. Klasse der 210. Königlich preußischen Klatz'en- lotterie sind nach den M 5, 6 und 13 des Lotteneplans unter Vorlegung der bezüglichen Lose aus der 1. Klasse bis zum 5. Februar b._ I., abends 8 wr, bei Verlust des Anrechts ein- zulölen. Die Ziehung der 2. Klasse dieser Lotterie wird am 9. Februar d. I., morgens 8 Uhr, im Ziehungssaale der Lotteritaebänd-S ihren Anfang nehmen.

* Nach Südweftafvika. Von den sich für den Dienst in Südwestafrika gemeldeten Freiwilligen des hiesigen Ulanen- Regiments ^aben sich bereits 4 Mann von der 4. und 5. ESkadron (2 Gefreite, 2 Ulanen) zur Einkleidung und Aus­rüstung nach Berlin begeben. Diese Freiwilligen werden in die am 5. ds. abgehende Expedition etHgereißt. Unter den in den nächsten Tagen in Süswestaftika eintreffenden Ablösungs­mannschaften befindet sich auch ein Angehöriger des Ulanen» Regiments.

* Gewerbe-Ausstellung 1904 in Fulba. Aus Fulda wird uns geschrieben: So rege und allgemein das unserer Ausstellung entgegengebrachte Interesse auch ist, und so zahlreich die Einladungen aus allen Gewerben auch ein­gehen, so scheinen bezüglich des Zweckes die'er für die Sache des Handwerks eminent wichtigen Angelegenveit vielfach noch irrige Auffassungen bei einzelnen Handwerkern zu bestehen.

falls recht gut ab. Für denPierrot" trat Herr Nauen- dorf mit dem guten natürlichen Humor, der alle seine Ge­staltungen auszeitnet, auf das beste ein und in den weiteren Rollen wirkten mit Erfolg Frl. Jirsack als Marquise de Sivry, Herr Decker als Arthur, Herr Gehrmann als Kommandeur, Herr Römer als Pfarrer und Herr Treiber als Daroque. Dem gesanglich-musikalischen Teil sicherte Herr Kapellmeister Schmidt die beste Ausführung.

Kunst und Leben.

Frankfurter Theater - Spielplatt.

Opernhaus. Dienstag, 2.Februar, abends V»7 Uhr: Die Walküre". Große Preise. Mittwoch, 3., abends 7 Uhr: Vorstellung bei ermäßigten Preisen:Die Fledermaus". Donnerstag, 4., abends 7 Uhr:Der fliegende Hollän­der". Gew. Preise. Freitag, 5.: Geschlossen. SamStag, 6., abends 7 Uhr:Götz von Berlichingen". Gew. Preise. Sonntag, 7., nachmittags 3V- Uhr: Vorstellung bei er­mäßigten Preisen:Prinzessin Goldhaar". Abends 7 Uhr: Die Jüdin". Große Preise. Montag, 8., abends 7 Uhr: Vorstellung bei ermäßigten Preisen:Zar und Zimmermann". DienStag, 9., abends 7 Uhr:Tell". Gew. Preise.

Schauspielhaus. Dienstag, 2. Februar, abends 7 Uhr:Die Verschwörung des Fiesko zu Genua". Gew. Preise. Mittwoch, 8., abends 7 Uhr: Vorstellung bei klei­nen Preisen:Alt-Frankfurt". Donnerstag, 4., abends 7 Uhr:Zapfenstreich". Gew. Preise. Freitag, 5., abends 7 Uhr: Vorstellung bei kleinen Preisen:Der blinde Passa­gier". SamStag, 6., abends 7 Uhr: Zum ersten Male: Die andere Gefahr". Gc«. Preise. Sonntag, 7., nach­mittags 31/« Uhr: Vorstellung bei kleinen Preisen:Zapfen­streich". Abends 7 Uhr:Die andere Gefahr". Gew. Preise. Montag, 8., abends 7 Uhr:Durch's Ohr*. Hierauf: Literatur". Gew. Preise.

Es sei daher auch an dieser Stelle nochmals ausdrücklich auf den Zweck dieser Veranstaltung hingewiesen. Ju erster Linie soll die Ausstellung dem einzelnen Handwerker die Möglichkeit und Gelegenheit geben, vor der breiten Oeffentlichkeit seine Arbeiten auszustellen, um dadurch den Nachweis zu führen, daß das Handwerk trotz aller Konkurrenz, die demselben er­wachsen ist, und trotz aller Vorurteile, die gegen dasselbe be­stehen, noch konkurrenzfähig und wohl imstande ist, tüchtiges zu leisten. Die Ausstellung wird hierdurch da­zu beitragen, die Stellung der Handwerker zu festigen und denselben neue Absatzgebiete eröffnen. In zweiter Linie soll die Ausstellung aber auch Lehrzwecke verfolgen. Die Vorführung der Leistungen der ge­werblichen Fortbildungsschulen werden dem Handwerker Ge­legenheit geben, sich von der Notwendigkeit und Nützlichkeit dieser noch vielfach selbst aus den Kreisen der Handwerker heraus mit Mißtrauen betrachteten Einrichtung zu überzeugen. Der Handwerker soll ferner durch die Ausstellung auf die Neuerungen und Verbesserungen in seinem Handwerke auf«' merksam gemacht und insbesondere auf die Anwendung und Vervollkommnung der in seinem Gewerbe gebräuchlichen Mo­toren, Handmaschinen, Werkzeuge und Geräte hingewiesen werden. Schließlich wird er auch durch die Ausstellung gute, und billige Bezugsquellen für die zur Ausübung seines Hand­werks erforderlichen Rohstoffe, Halbfabrikate und Hilfsstoffe. kennen lernen. Die Ausstellung der Arbeiten von Lehrlingen wird denselben Anrequng zu kräftigem Streben und den Meistern einen Ueberblick über den gegenwärtigen Stand der Leistungen der Lehrlinge unseres Bezirks gebe». Ausdrücklich | soll auch noch hervorgehoben werden, daß auchkunst­gewerbliche Erzeugn isie" zur Ausstellung gelangen unb hierin schon manches in jeder Beziehung bedeutende Ob­jekt angemeldet ist. Wir laden deshalb zur Beteiligung an der Ausstellung ein und weisen noch ausdrücklich darauf hin, daß eine Anzahl von Preisen für die Prämnenmq in sämt­lichen Abteilungen und Gruppen zur Verfügung stehen. Es ist Ehrensache eines jeden Handwerkers, zum besten Gelingen dieses lediglich in seinem Interesse veranstalteten Unternehmens sein Bestes beizutragen, sei es durch Selbstbe- teiliguug oder durch eifriges Werben für den guten Erfolg seiner Sache. Anmeldeformulare, Auskünfte rc. durch den geschäftsführenden Ausschuß der Gewerbe-Ausstellung in Fulda.

* Kreisvorfechtertag. Gestern vormittag, IOV2 Uhr beginnend, wurde in der Turnhalle der Turngemeinde der diesjährige Fechtertag des Mittelrheinkreises abgehalten. Aus allen Teilen des Kreises waren die Fechter herbeigeeilt, um an der schönen Veranstaltung teilzunehmen. Es beteiligten sich an den prakiiscbm Uebungen aus Hanau Tum- und Fecht« klub, aus Frankfurt Turn- und Fechtklub, Turnverein, aus

Sport.

Eiire Ziwerlässigkeitsfahrt für Krasizweiräber auf der Strecke Frankfurt a. M.Berlin wird seitens des Deutschen Radfahrer-Bundes veranstaltet. Die Fahrt findet bestimmt am 4. und 5. Juni statt, dauert also 2 Tage; sie endet am 1. Tage in Hannover, woselbst ein besonderer Aus­schuß gebildet werden soll, und am 2. Tage in Berlin. ES werden im ganzen 4 Gruppen gebildet: 1. Gruppe Bundes- Mitglieder mit Rädern bis 2 HP., 2. Gruppe Bundesmit- glieder mit Rädern von 24 HP., 3. Gruppe Nichtbundes- mitglieder mit Rädern biS 2 HP., 4. Gruppe Nichtbuudes- mitglieder mit Rädern von 24 HP. Die Fahrt beginnt in Frankfurt a. M. und geht über Gießen, Marburg, Caffel, Minden, Göttingen, Siordheim, Elzr, Hannover, Braunschweig, Helmstedt, Magdeburg, Burg, Brandenburg, Potsdam, Berlin. Es gilt beschränkte Fahrgeschwindigkeit, auch ist Maschinenwechsel nicht gestaltet. Die Wertung erfolgt nach Punkten. Für die besten Leistungen wird den teilnehmenden Fabrikanten, außer der Auszeichnung der Fahrer, die goldene MedaÄe des D. R.-B. dem ersten, die silberne dem zweitbeste« Fahrzeug ge­geben. Da sich auch bei der in Frage stehenden Industrie bereits das lebhafteste Interesse an dieser Fahrt geltend macht, dürfte auf einen vollen Erfolg zu rechnen fein. Noch bevor die Ausschreibung erfolgt ist, haben schon eine größere Anzahl Fahrer ihre Beteiligung zugesagt, auch kann der D. R.-B. aus die lebhafteste Unterstützung seiner an der Strecke wobnenden Mitglieder rechnen, sodaß sich diese Fahrt zu einem sporluLen Ereignisse gestalten dürfte. Die Fahrt soll übrigens wm Rennen sein, sondern eine Probe auf die Leistmigssahlgkcn der in Frage stehenden Industrie, die bereits taufende von arbeitertt ernährt und in Deutschland eine große Zukunft habe« durfte