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Samstag

28. März.

als 38 Jahre in unserer (Semeinbe ansässig und befkibeie jahrzehntelang verschiedene Ehrenämter.

ck Klein-Welzheim bei Seligenstadt, 27. März. Sm vergangenen Winter zeigten sich am Main und an dessen Seitengewässern erstaunlich zahlreicheStockenten, wie sie in urdenklicken Zeiten nicht gesehen wurden. Dagegen scheint die -Taucherente^ im Maingebiete immer seltener werden zu wollen. Nur in ganz vereinzelten Fällen läßt sich diese Entenspezies . blicken. Nichtsdestoweniger gelang es vorgestern Herrn Jagd­aufseher Stein aus Groß-Welzheim, ein ahnungsloses Paar ' dieser seltenen Gäste am Mainuser zu beobachten und mit Flintenschüssen zu erbeuten. Die beiden Prachtexemplare wurden einem hiesigen Sachverständigen zur Ausbalgung übergeben.

ft Seligenstadt, 27. März. An unserer Stadlkasie gelangt gegenwärtig die bürgerliche Nutznießung für das . laufende Rechnungsjahr im Ge amtbetrage von 4435 Mk. an insgesamt 556 Onsbürger zur Auszahlung. Der Einzelbetrag beläuft sich aus 8,06 Mk., nämlich 5 Mk. Holzgeld und 3,06 Mk. Erlös aus Waldstreu. Die 15 jüngsten Orts­bürger mußten sich mit 5 Mk. Holzgeld begnügen. Eine aus 65 Personen bestehende Zigeunerhorde bezog gestern in vorgerückter Abendstunde, aus dem nördlichen Rodgau kommend, . vor dem hiesigen Maintore Quartier. Unmittelbar nach ihrer häuslichen Niederlassung wurde die Zahl der waschechten Pußtaiöhne durch die Ankunft eines neuen Zigeunersprößlings aus 66 vermehrt. Die in 4 Wagen zusammengepferchte Bettel- bande lockte eine Menge Neugieriger an das buntbewegte Zigeunerlager. Heute morgen mußte die schmutzige Gesellschaft unter starker Polizeieskorte am jenseitigen Mainufer auf unter- fränkischem Gebiete das Nomadenleben fortsetzen. Unsere Ufer- , bewohner konnten während verwichener Nacht. eifrig auf der Hut sein, um sich vor der zudringlichen Sippe wirksam zu

schützen.

handel, Gewerbe und Verkehr.

Neue Lebens Versicherungs Bank. Aus Frank­furt a. M., 27. März, wird gemeldet: Unter Mitwirkung der Bank für Handel und Industrie fand gestern hier die Grün­dung der Deutschen Lebens-Versicherungs-Bank, A.-G., mit dem Sitze in Berlin statt. Die Gesellschaft übernimmt die seitherige auf Gegenseitigkeit beruhende Süddeutsche Ver- sicherungSbank für Militärdienst und Töchter-Aussteuer in Karlsruhe. Das Aktienkapital der neuen Gesellschaft beträgt 3 Mill. Mk.

Marktbericht.

Hanau, 28. März. (Lebensmittelpreise.) Gr- flöget: Tauben das Pärchen 60 Pfg. bis 1 Mk.; ein alter Hahn 1,201,80 Mk.; ein Huhn 1,20-1,50 Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 35 Pfg., bessere Sorte 40 Pfg., Hecht 1-1,10 Mk., Bresem 50-60 Pfg., Barben 50-60 Pfg., Barsch 5060 Pfg., frische holl. Schellfische 40 Pfg., Seinbutt IMk, Kabliau im Ausschnitt 40 Pfg. = 's, kg; Gemüse: MeerrettichdieStange5 20Pfg., BlumenkohldasStück2040 Pfg., Kopfsalat das Stück 1245 Pfg., EndiviendasStück58 Pfg., Rettich das Bund 1215 Pfg., Unter-Kohlrabi das Stück 1015 Pfg., Wirsing das Stück 2040 Pfg., Weiß­kraut das Stück 2050 Pfg., Rotkraut das Stück 10-35 Pfg., Sellerie das Stück 525 Pfg., gelbe Rüben das

Pfund 10-20 Pfg., Braunkohl die Portion 2030 Pfg., Rosenkohl das Pfund 45 Pfg., Schwarzwurzeln die Portion 2030 Pfg., Spinat die Portion 2530 Pfg., Lattig die Portion 1020 Pfg., Schmalzkraut die Portion 1020 Pfg., Kartoffeln das Doppelliter 1030 Pfg.: Obst: Aepfel das Pfund 12-25 Pfg.; Citronen das Stück 6 8 Pfg.; Apfelsinen das Stück 410 Pfg.; Paradiesäpfel das Stück 15 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfund 1,10 bis 1,30 Mk., Käse das Stück 47 Pfg., Eier das Stück 57 Pfg., Gänseeier das Stück 1315 Pfg., Zwiebeln das Doppelliter 1520 Pfg., Welschkorn das Doppelliter 23 Pfg., Radieschen das Bündel 510 Pfg., Kastanien das Vs kg 15 Pfg.; Weizenmehl 1. Sorte 18 Pfg., 2. Sorte 16 Pfg., 3. Sorte 14 Pfg., 4. Sorte 12 Pfg. = Vs kg. Stroh 1,90-2,10 Mk. = 50 kg.

Drahtnachrichten.

Zum Unfall der Kaiserin.

Berlin, 28. März. DieNationalzeitung" erfährt, die behandelnden Aerzte der Kaiserin nehmen an, die Verletzung werde in etwa 10 Tagen geheilt sein und keinerlei Funktions­störungen zurücklasfen. Das Befinden der, Kaiserin war am abend den Umständen naâ durchaus befriedigend. Der Bruch des Vorderarmknochens befinde sich direkt oberhalb des Hand­gelenkes. Die Fraktur sei eine einfache, ohne jede Kompli­kation. Die Kaiserin suchte sich, als sie aus dem Sattel glitt, mit dem linken Arm auf dm Boden auszustützen, wobei der Arm einknickte und der leichte Bruch des Vorderarmes eintrat. DemLokalanzeiger" zufolge erhielt die Kaiserin an der Un- fallstelle vom Gefolge unter Anordnung des Kaisers einen Notverband und wurde sodann in einem vom Jagdschloß Grunewald herbeigeholten Wagen dorthin verbracht, wo Ober­stabsarzt Jlberg und die Generalärzte von Leuthold und Zuncker erschienen. Nach Anlegung des ärztlichen Verbandes ritt der Kaiser nach Berlin, während die Kaiserin zu Wagen folgte und am Spätnachmittag im Schlöffe eintraf. Zahlreiche ürstlichkeilen erschienen im Schlosse, um Erkundigungen ein­zuziehen. Die Morgenblätter verzeichnen die Meldung, daß das Pferd der Kaiserin über eine Wurzel stolperte, andere, daß es vor einem über den Weg springenden Reh scheute.

Die Ehrung des französischen Kriegsministers Andrè.

Berlin, 27. März. Aus Paris wird demB. L.-A." gemeldet; Kriegsminister Andrö erhielt zu seinem Uebertritt in die Reserve vom Ministerrat die höchste militärische Aus­zeichnung, nämlich die Militärmedaille. Der Vorgang ist ohne Beispiel, weil bisher nur solche Generale die Medaille er­hielten, die schon alle Grade her Ehrenlegion besaßen; Andrö ist aber nur Offizier der Ehrenlegion. Als kürzlich Admiral Gervais zur Reserve übertrat, schied er ohne Medaille. In der jüngsten Sitzung des obersten Kriegsrates wurden Andres besondere Verdienste um dir Reorganisation der Armee hrrvor- gehoben.

Friedensvertrag.

Motevideo, 27. März. (Agence Havas.) Die Führer der Revolution nahmen in einer Versammlung den Friedens- Vertrag durch Zuruf an.

Aufstand in Manila.

Manila, 27. März. Zwei amerikanische Schützen- kompagnien griffen 200 Aufständische an und schlugen sie völlig. Die Amerikaner hatten 3 Tote und 11 Verwundete, die Aufständischen hatten 45 Tote.

Ruhestörungen.

Agram, 27. März. Die ungarfeindlichen Ruhestörungen nahmen in den späten Abendstunden einen bedrohlichen Charakter an, als ein Volkshaufen die Gaslaternen auslöschte und an mehreren Orten die Fensterscheiben einschlug. Die Herbeige- rufene Gendarmerie und Militär stellten die Ruhe wieder her und verhinderten weitere Ansammlungen.

Leichenschändung.

Spandau, 28. Mürz. Hier wurde eine schwere Grabschändung verübt. Unbekannte Frevler erbrachen ein Erbbegräbnis, raubten eine Frauenleiche und schleppten sie eine Strecke weit fort. Die Leiche wurde auf Anordnung der Behörden in die Gruft zurückgelegt.

Aussperrung in Sicht.

Iserlohn, 28. März. Wenn eine Einigung zwischen den Arbeitern und Arbeitgebern aussichtslos ist, will die Arbeitgeberoereinigung heute 4000 Arbeitern kündigen.

Krupp scher Neubau.

Esten a. d. R., 28. März. Krupp baut hier eine große Zünderfabrik mit einem Kostenaufwand von über einer Million.

Berlin, 27. März. Einem in letzter Zeit viel genannten Großkaufmann, der bekannt ist durch die Förderung, die er allen humanitären, künstlerischen und wissenschaftlichen Be­strebungen entgegenbringt, der aber bisher alle ihm zugedachten Auszeichnungen abgeschlagen hatte, schickte der Kaiser, wie ein hiesiges Fachblatt erfährt, sein Bild mit Unterschrift und einem Handschreiben, in dem es hieß:Wenn der Empfänger auch alle sonstigen Ehrungen von der Hand weise, für das bei­folgende Bild würde er gewiß noch ein Plätzchen in einem seiner Zimmer finden." Prinz Heinrich tritt mit dem ersten Geschwader am 2. April eine viertägige Uebungs­fahrt an und wird in V rbindung damit dem Kaiser auf der Fahrt nach Kopenhagen bis zum Sund das Geleit geben. Zum 50jâhrigen Dienstjubiläum des Generals der Kavallerie und Chefs des Generalstabes der Armee Grafen Schliessen findet am 5. April in Potsdam ein großes Reit er fest statt. Es wird von Offizieren und Mannschaften des 1. Garde-Ulanen-Regiments ausgeführt, bei dem Graf Schlieffen bekanntlich â la suite steht. Das Fest wird nach Entwürfen des Professors Röber ausgeführt werden.

Düsseldorf, 27. März. Vergiftet hat sich in der vergangenen Nacht die Frau des Ingenieurs Eck, die gleich­zeitig mit dem Leutnant Freiherrn von Loew unter dem Vez^ dachte des Meineides verhaftet worden war. Die VerwNpM hatten für die Haftentlassung der Frau Eck eine Sichten von 500 000 Mk. geboten, das Anerbieten wurde aber von der Staatsanwaltschaft abgelehnt.

Paris, 28. März. Der Prozeß wegen Ermordung des deutschen Arztes O r d e n st ei n findet heute vor den Aüsisen statt.

gemattet Kleinbahnen.

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Giltig vom 1. April bis einschl. 1. Oktbr. 1903.

Kanau-KüLtengefäß. Küttengefätz-Äanau.

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nach oben zu lesen.

>anau an. Alle Züge halten an der N nach Bedarf.

lchnet. 5770

Hanauer Frciudcnliste.

Hanau, 27. März 1903.

Hotel zum Adler.

Blumrich u. Frau Wien.

Deberg, Kfm. Köln,

von Borke, Major Hamburg.

Berzmeier, Kfm. London.

Schmidt, Berlin.

Graf Blücher von Wahlstadt

Oberleut. Berlin.

Junckers, Kfm. Rheydt. ,

Steps, Kfm. Schweinfurt'

Dörnberg, Kfm. Eichwege

Michel, Mannheim.

Raegener, Kfm. Eassel.

Wendt, Bremen.

Kahn, . Atannheim

Halbach, Hagen.

Kerber, Kfm. <>uefen.

Frau Rößler, Wien.

Rascher, Kfm. Leipzig.

Heydorf, Köln.

Langenberg, Kfm. Düsseldorf.

Schuhmacher, Langenselza

Hassemer, Bingen.

Richter, Köln.

Lauffer, ' Smugart.

Karst, Priv. u. Frau Magdeburg.

Hotel um Poft.

Schmeikhardt, West.hdl Ingelheim.

E. Bötticher, Kfm. 6rnat.

H. Ludwig, Priv. Rarburg,

C. Ludwig, Nuinasens,

H. Dude, Monteur Karbach.

Dreser. Kfm. u. Frau nstluigen.

Handestlch, Ksm. <;a;ieL

»otel 3«in triefe»».

Schulz, Kkm. Mannheim.

Fiedler, Berlin.

Blach, Mannheim.

Forstner ßfor.bem.

Stein, Kim. W eSbaden.

Kirbach, ,, EhaEottenburg

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