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28. Februar.

SamStag

siegend sein, damit UnvarteiliLkeit herrscht und es nicht geht, wie vor zwei Jahren, denn da sind Arbeiten bewertet worden mit den höchsten Preisen, von denen man annehmen mußte, daß die­selben nicht von Lehrlingshand ausgekührt worden sind, sondern von Meister-, ja sogar von Künstlerhand, dahingegen das, was wirklich ein Lehrling allein gemacht hatte, an dem man auch die Lehrlingsarbeit ersehen konnte, geringwertig geschätzt und auch nur einzelne mit Preisen, sehr viele nur mit Diplomen ausgezeichnet wurden. Um diesem Mißstande diesmal aus dem Wege zu geben, wäre es sehr ratsam, daß der betreffende Lehrling das Ausstellungsstück nicht bei seinem Lehrherrn oder der Sohn bei seinem Vater anfertigte, sondern ihm vorbedurgen würde, dasselbe bei einem anderen Meister anzufertigen und hierbei die Arbeit durch den hier bestehenden Gesellenausschuß von Zeit zu Zeit kontrollieren zu lassen, dann ist es auch mög­lich, daß mancher Lehrling kein Gesellenstück mehr zu machen braucht, wenn das Ausstellungsstück für dasjenige angenommen wird. Bei der Prämiierung der Lehrlingsarbeiten möchte ich dem Komitee noch raten, diesmal nicht so zu verfahren wie das letztemal, vielmehr, wenn das betreffende Le rlingSstück mit einem Geldpreis gewertet wird, denselben auch in barer Münze auszuzahlen, nicht etwa mit Werkzeug, von dem man wohl annehmen kann, daß es den betreffenden Wert besitzt, aber trotzdem für den Aussteller nicht so gewertet wird. Im weiteren möchte ich das Komitee bitten, von diesem Vorschlag Gebrauch machen zu wollen, denn wie es noch vielen in Er­innerung ist, hätte vor zwei Jahren nicht viel gefehlt, io wäre nm die Bewerbung des Staatspreises noch ein gerichtliches Nachspiel entstanden, der sonstigen Unannehmlichkeiten nicht zu gedenken.

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Lehrlings-Arbeiten.

In der vorgestrigen Nummer desHan. Anz." wird in nnem Inserat betreffs der im Mai l. I. stattfindenden Aus­stellung von Lehrlingsarbeiten zur regen Beteiligung aufge­fordert, in demselben heißt es u. a.:Auch haben die Meister und Gesellen bei dieser Ausstellung Gelegenheit, ihre Arbeiten in fertiger Form auszustellen. Wieviel Arbeitgeber werden aber ihren Gesellen Zeit und Material gewähren, daß sie die Ar­beiten ausführen können? Es werden sich sicherlich nur sehr wenige finden und die Ausstellung wird wahrscheinlich nur von Lehrlingen und von einigen Meistern beschickt werden. Die Lehrlingsarbeiten bei der ersten Ausstellung zeugten ja von einer großen Fertigkeit, so daß man eher die Hand eines Meisters oder eines geschickten Arbeiters dahinter vermuten konnte, als die eines Lehrlings! Man sollte doch bei solchen Ausstellungen ehrlich vorgehen, wenn sie auch nicht so prunk­voll beschickt würden. Der Ausschuß sollte die Bestimmung treffen, daß jede Lehrlingsarbeit in einer anderen Werkstatt unter Aufsicht eines anderen Meisters, nur von dem Lehrling ganz allein ausgeführt werden darf, daß auch demjenigen eine Prämie zugesprochen wird, der sie auch ehrlich verdient hat. Um den Meistern und Gesellen auch Gelegenheit zu geben, Die Ausstellung zu beschicken, sollte der Ausschuß sich nicht all­zusehr an die Worte halten, nurArbeiten in fertiger Form zur Ausstellung zu bringen", sondern auch detaillierte Zeich­nungen, Entwürfe, Pläne zur Ausstellung zulasten. Es würde dann gewiß eine wesentlich größere Ausstellung zu Stande kommen und es wäre denjenigen Meistern und Ge­sellen, denen es an genügender freier Zeit und an Material mangelt, auf diese Weise Gelegenheit geboten, die Ausstellung zu beschicken. Es wird sicherlich nur die'es Hinweises be­dürfen, den Ausstellungs-Ausschuß zu veranlassen, diese Vor­schläge in Erwägung zu ziehen.

Mehrere Interessenten.

Omrarrer Vereins- n. Vergnügungsnachrichten

für Samstag den 28. Februa».

Turngesellschaft: Abends von 79 Uhr: Vorturnerstunde.

Evang. Enner- u. Jüng'ingSverein: Unterhaltung Ev. BereinShans) Evangelischer Arbeiterverein: VereinSabend and Mitglied eraufn ahme im Ve einslokale mr «Brauerei Weismantel"

Vergnügnnas-Verein »Germania*: BereinSabend imschwarz. Bären". Turngemeinde: Kürturnen und Sorturnerftur.be.

Gesangverein »Sums r* : VereinSabend in der »Stadt Stinten". Geiangverem .Tonblüthe*: Singstunde in der »Stadt Bremen*. GesangvereinGe man-a*: VereinSabend imLöwengärtch n". GesangvereinMelomania*: VereinSabend in der »Karthaune*. KlubSaxonia* : Klublokal »Frankfurter Bau*.

KlubCameratia*: Klubabend in dergolb. Gerste*. VcronülNdSoesellschaftFidelio*: VereinSabend »zum Teich". Gesellige VerbindungMelitta* VereinSabend .zur Karthaupe*. KastnoEintracht" (Vereinslokalzum Braustüb' *): Veretnsabenb. VereinEinigkeit": VereinSabend in dergroßen Krone", ^lthletenklubGermania*: Ver-insabend (Restauration Waaenoaeb). Hanauer Fußkallgesellschaft 1899*: VereinSabend in derAllemania*. FußballklubViktoria": Vereb Sabend m der »Brauerei Wnsmantei'. Hanauer Fustballk ubHanovia* : VereinSabend i.d Rest.z. Eiserwahn*. Radfahrer-Verein 189- : VereinSabend auf Beck'S Fersenkell r» Stammtisch , Bürgervrâu* : Jeden Samstag Abend: Uebnno. Kegel-KlubD. H. V."zur guten Quelle"; Anfang 9 Uhr, für Sonntag den 1. März

Vormittags von 111 Uhr: UebungSstunde der Tischgesellschaft im , . Nürnberger Hof".

Vormittag? von 1.1 Uhr: UebungSstunde der Tischgesellschaft auf Beck's Fetsenkeller.

Fußballklub »Viktoria* Nachm.: UebungSfpiel auf u« Exerzierplatz Hanauer Fußball- u. Kricketklub > Nachmittags 8 Uhr: UevungSspiel auf dem Ex-r»ierplatz.

Hanauer FußballgeiellschaK 1899: Nachmittags 8 Uhr: UeLungsijne^ am dem Exerzierplatz.

Hanauer Fußballklub »Wacker*: Nachmittags 8 Uhr: UebungSfpiel auf ein Exerzierplatz.

Hanauer FußballklubHanovia": Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspiel auf dem Exerri rniaß.

Erster Hanauer Fußballklub 1893: Nachmittags 9 Ubr t UeLungSsprel auf unserem Sportplatz an derSchönen Aussicht".

IerKeigerrmgs- etc. Kalender

für Montag den 2. März.

Holzber^eigerung im Freiherr!. v. Hntten'fchen Forstrevier RomS- thal, Termin vormittags von 11 Ufr ab int Karl NoÜ'fchen Gast- Ham'e zu RomSthal (f. Nr. 42Han. Anz,*».

N chwiliags von 2 ubr ab fallen im Auftrage deS KorrurSver- wal'e 8 §e r Rechtsanwalt Muller die zur Lilienseld'sch.n Masse gelörenden Ge enstände im GeichâstSwkale ^rai.tfurtiTfhaüe 4 durch den beeil Toxator mb Auktionator Herrn Fr. Kämpfer gegen gleich bau Zahlung versteigert werden. Ebenfalls nachmittags von 2 Uhr

ab sollen Bor her Kmiiobrücke Nr. 5 im Auftrage des Ko: kurSvcr- walterS die )ur G. Bnoder'fchen Messe gehörenden Maschinen, Holz- vorräte zc. durch den st. beeid. Taxator und Aukt'ouator Herrn Fr P. Meerboit gegen e leich bare Zahlung berstet ert werden.

Die städtische Bibliothek

Bangertstraße 2, erster Stock, ist Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet.

Gesamtkataloge find' zu 1.20 Mk., die neuesten Nachträge Nr. 15 und 16 zu je 20 Pfg. in der Bibliothek zu haben.

Hue JMab und fern.

Die offizielle Frühjahrsansstellun g des Frank- furt-Cronberger Künstlerbundes imKunstoerein wird heute geschlossen. Im Laufe dieser Woche eröffnet der Kunstverein eine Sonderausnellung von Werken des Holländers I. H. Wysmuller. Dieser Künstler gilt als einer der ge­suchtesten Maler der holländischen Landschaft. Während er nach Deutschland hin bislang weniger hervorgetreten ist, besitzen das Reichsmuseum in Amsterdam und viele Privalgalerien in Holland, England und Amerika Werke seiner Hand. Geboren ist Wysmuller 1855; im Alter von 22 Jahren wandte er sich der Malerei zu uni besuchte kurz die Kunstakademie in Amster­dam und Haag, worauf er sich, schnell zu Ansehen und ehren­vollen Auszeichnungen gelangt, dauernd in Amsterdam niederließ.

)( Frankfurt a. M., 28. Februar. In der März- Ausstellung d-s Kunstsalons Hermes zu Frankfurt a. M. sind mit grö e en Sonder-Ausstellungen vertreten: Be r 0 Becker-München und Ferd. Keller-Karlsruhe, während von Hans Thome, F. v. Lenbach, Defregger, F. o. Brandt, W. Leibi, Franz Stuck und sonstigen ersten Meistern ausgesuchte Einzelwerke ausgestellt wurden. Neben einem kleineren Gemälde von Ar­nold Böcklin:Ruine einer Kapelle am Meer" bildet das große Werk dieses Meisters:Von Seeräubern überfallene nah in Brand gesteckte Burg" aus dem Jahre 1884 eine be­sondere Anziehungskraft der reichhaltigen Sammlung.

^ Hainstadt a. M., 27. Febr. Während verwichener Nacht brach in der Hofraire des Landwirts Adam Dehmer da­hier ein Schadenfeuer aus, welches einen großen Teil des Wohngebäudes vernichtete. Dem energischen Einschreiten der Feuerwehr gelang die Lokalisierung des Brandes. Die Ent­stehungsursache des Feuers ist unaufgeklärt. Die Offen­bacher Kreisverwaltungsbehörde hat auf die Ermittelung des Täters, welcher an der von hier nach Klein-Auheim führenden Kreisstraße zur Nachtzeit 42 Obstbäumchen zerstö.te oder er­heblich beschädigte, eine Belohnung von 100 Mk. ausgesetzt.

Marktbericht.

Hanau, 28. Februar. (Lebensmittelpreise.) Ge- stügel: Tauben das Pärchen 70 P'g bis 1,20 Mk.; ein alter Hahn 11,50 Mk.; ein Huhn 1,301,80 Mk.; eine Ente 2,502,80 Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 30 Pfg., beffere Sorte 3540 Pfg., Hecht 90 Pfg. bis 1 Mk., Bre'em 50 bis 60 Pfg., Barben 50-60 Pfg. =/ kg; Gemüse: Meerrettich die Stange 1020 Pfg., Blumenkohl das Stück 2030 Pfg., Kopfsalat das Stück 15 Pfg., Endivien das Stück 10-20 Pfg., Unter-Kohlrabi das Stück 8-15 Pfg., Wirsing das Stück 1015 Pfg., Weißkraut das Stück 10 bis 30 Pfg., Rotkraut das Stück 10 - 35 Pfg., Sellerie das Stück 520 Pfg., gelbe Rüben das Pfund 15 Pfq., Braunkohl die Pottion 3040 Pfg., Rosenkohl die Portion 3040 Pfg., Schwarzwurzeln die Portion 2030 Pfg., Spinal die Portion 4050 Pfg., Lattig die Portion 10 bis 20 Pfg., Schmalzkraut die Portion 1020 Pfg., Kar­toffeln das Doppelliter 1020 Pfg.; Obst: Aepfel das Pfund 10-25 Pfg.; Citronen das Stück 58 Pfg.; Apfelsinen daS Stück 48 Pfg.; Paradiesäpfel das Stück 10 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfund 1,101,20 Mk., Käse das Stück 45 Pfg., Eier das Stück 59 Pfg., Gänseeier das Stück 1215 Pfg., Zwiebeln das Doppelliier 1520 Pfg., Welschkorn das Doppelliter 23 Pfg., Radieschen das Bündel 1020 Pfg., Kastanien daS ^ kg 1820 Pfg.; Weizenmehl 1. Sone 18 Pfg., 2. Sorte 16 Pfg., 3. Sötte 14 Pfg., 4. Sötte 12 Mg. V« kg.

Hus aller «leit.

Verschüttet. Auf dem den Riebeck'schen Montanwerken gehörigenCreonerschackt" bei Unier-Röblinqen wurden vier Hâuer verschüttet. Nach dreißigstündiger sieberhafier Arbeit fand man bieieiben tot auf. Einer war durch den Einsturz eines Stützbalkens erschlagen. Zwei waren erstickt. Ein vierter gab noch schwache Lebenszeichen von sich und starb alsbald.

Gebrauchs-Muster.

Nr. 192106. Flaschenentleerungs- und Kippvorrichtutn an Flaschenreiniyungsapparaten. Otto Fromme in Frank­furt a. M., Mainzerlandstraße 187/89, vom 17. Dezember 1902 ab. F. 9400. Kl. 64c.

Nr. 191648. Aus zwei Schichlen bestehende Karten (Postkarten), Hinter und zwischen deren mit Gelatine u. dgl. bedeckten Ausschnitten Gegenstände sichtbar sind. Alfred J afsö in Frankfurt tu M., Bergerstraße 95, vom 29. November 1902 ab J. 4213. Kl. 54b.

Nr. 191 675. Ausziehbarer Hutständer mit beweglichem Oberteil, das eine Glasplatte und einen korbattigen Huihalter trägt. Gustav Kramer in Frankkurt a. M., Steinweg 12, vom 23. Dezember 1902 ab. K. 18 144. Kl. 54g.

Nr. 192 537. Kasten für gebrauchte Putzwolle rc., da­durch gekennzeichnet, daß sich in entsprechender Entfernung über dem geneigten Boden ein siebartiger Einsatz befindet, der ein Abiropfen des Oels in den unteren teil des Kastens gestattet, von wo es durch einen Hahn entleert werden kann. Karl Schultheiß in Offenbach a. M., Bleichstraße, vom 20. De­zember 1902 ab. Sch. 15 606. Kl. 341.

Auszüge aus dem Amtsblatt der Königlichen Negierung zu Cassel.

Mittelbuchen und Wachenbuchen. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in der Gemarkung vcn Mittel­buchen belegene, im Grundbuche von Mitielbuchen zur Zeit der Einttagung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Ehefrau des Heinrich Stroh, Anna, geb. Fischer, in Mittelbuchen, jetzt Ehefrau des Maurers Johannes Müller, Anna, ceb. Fischer, sowie das in der Gemarkung Wachen­buchen belegene, im Gruudbuâe von dort zur Zeit des Ver- steigerungsverinerk auf den Namen des Maurers Johannes Müller, Sohn des Johannes Müller, in Milteibuchen eingetragene Grundstück am 3. April 1903, vormittags 10 Uhr, durch das Königliche Amtsgericht zu Hanau, Abt. II Marktplatz 18, Zimmer Nr. 14 versteigert werden.

Patent-Erteilungen.

Nr. 140 489. Verfahren zur Herstellunq von basischem Bleikarbonat. Dr. Eduard Lamptz u. Ludwig Preuß in Frankfurt a. M., Schifferstraße 86, vom 9. Januar 1902 ab. Kl. 22'.

Nr. 140 434. Abstreichvorrichtung für die durch Zusatzpat. 128 309 geschützte Vorrichtung zur Erzeugung von Schlacken­zement; Zus. z. Pat. 128309. Fellner L Ziegler in Frankfurt a. M. Bockenheim, vom 18. August 1901 ab. Kl. 80a.

Nr. 140 371. Aufhackmaschine mit horizontal verschieb­barem Tragarm für die Aufhackmeffer. Wilhelm Hart­mann in Offenbach a. M., vom 3. September 1902 ab. Kl. 6b.

Schiffs-Nachricht-«.

Der Hamburger DampferBelgravia" ist am 23. Februar wohlbehalten in New-syork eingetroffen.

Hamburg, 25. Februar. Der DampferSyria" von der Hamburg-Amerika-Linie ist vorgestern in Tampico ein» getroffen.

Drahtnachrichten.

Neue Wirren in China.

China, 27. Februar.Reuters Bureau" meldet: Der Aufwand in Kwangsi nimmt amtlichen Berichten zufolge einen immer größeren Umfang an und verbreitet sich bereits über die Grenzen von Hunan hinaus. Der Vizekönig von Hunan sandte Truppen in das Grenzgebiet.

Aus Frankreich.

Vuris, 27. Februar. In dem heutigen Ministettate teilte der Minister des Auswärtigen, Delcaffâ, Telegramme des französischen Botschafters in Konstantinopel Constans mit, in welchen derselbe bestätigt, daß die P-'orte das Programm für die in Macedonien einzuführenden Reformen ohne jede Ab­änderung angenommen habe. Delcaffö teilte ferner mit, daß er ein Gelbbuch über die Angelegenheiten in Macedonien und ein solches über die Besetzung und Räumung von Shang­hai vorbereite. Der Finanzminister Rouvier legte dem Mi- nifterrate die Noiwendizkeit dar, neue Hilfsquellen zu schaffen, um das Dudgetgleichgewicht herzustellen.

Paris, 27. Febr. Senat. Das Gesetz über die zwei­jährige Dienstzeit wurde heute im ganzen mit 236 gegen 33 Stimmen in erster Le'ung angenommen.

Parts, 27. Februar. In der Deputiettenkammer wird heute die Beratung der Frage des Alkoholmonopols fortgesetzt. Der F'nanzminlfter beantragt, diese Frage aus der Beratung des Budgets auszuscheiden und einer besonderen Kommission zu überweisen, welcher Antrag schließlich mit 343 gegen 197 Stimmen angenommen wird.

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Lissabon, 28. Febr. (Havasmeldung). Der König nahm die D e m i s s i o n des gesamten Ministeriums an und beauftragte den bisherigen Ministerpräsidenten Hintze Ri­beiro mit der Neubildung des Kabinets.

Ad-N, 27. Febr. (Reuter.) Hier sind vier zu dem nach China bestimmten russi'chen Geschwader gehörende Torpe­do b o o t e eingettoffen. Wir hier angenommen wird, nimmt der Rest deS Geschwaders in D s ch e b n t i Kohlen ein.

Washington, 27. Februar. Ein eingegangenes Tele­gramm des Aomirals Klaß meldet die gestern erfolgte An­kunft von drei amerikanischen Kriegsschiffen in L a u n i o n und San Salvador und berichtet ferner, daß die tele­graphische Verbindung mit Annapa in Honduras unterbrochen ist. Im Telegrimm heißt es wei'er, daß am 22. Februar auf dem F.stlande ein Gefecht stattfand, in dem der Prä­sident Sierra vollständig geschlagen, aber mit 300 b's 400 Mann entkam. Bonilla werde jetzt auf die Hauptstadt vorrücken,- die bereits von seinen Anhängern besetzt ist. Man nehme an, daß der Kampf im wesentlichen be­endet fei.

Prâtoria, 28. Februar. (Reuter.) Gestern ist eine Verfügung beireffend die Organisation des öffentlichen Unter­richts in der Kolonie Transvaal erschienen. Danach soll unter anderem der Unterricht im Holländischen nicht über fünf Stunden wöchentlich umfassen. Ferner wurde eine Verord­nung erlassen, die den Zoll für südafrikanischen Zucker bei der Einfuhr nach Transvaal herabsetzt.

Zigarren mit Btvunvi-, Borneo-, Dschilolo-, Felir«, Havanva-, Mexico-, Sumatra- uu» Vorsteulaudeu- Decker.

Zigaretten detttschen, russischen und egnptischen KadrikateS.

Tabake

grod und fein geschuttte«. 3723

Ch. J» Lossow,

land gräflich Hess. Hoflieferant.