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sonders junge Burschen beteiligten. Ein Kommissar und acht Schutzleute, die die Menge aufforderten, sich zu zerstreuen, wurden verlacht und von der Menge umschlossen. Ein Si- spektor und 25 Mann kamen zur Hilfe und wutden ebenfalls verlacht und verhöhnt. Als die Polizei nunmehr energischèr vorging, wurde sie mit Steinen bewörfen. Aus den Fènsiern verschiedener Häuser flogen Bierflaschen und Blumentöpfe. Es wurde auch geschossen. Die Schutzmannschaft ging scharf vöd. Viele Personen wurden verletzt. Schließlich wurde die Menge zerstreut. Neun Beamte der Pölizeimannschast sind verwundet. Ein Kommissar erhielt durch einen Schlagring eine Verletzung an der Hand.
Gelsenkirchen, 26. Juni. Nach dem Bekanntwerden des Ausfallen der Stichwahlen kam es gestern zu Lärmizenm, die gegen Mitternacht ihren Höhepunkt erreichten. Die Polizei mußte einschreiten und wurde von der Menge mit Steinwürfen empfangen. Die Schutzmannschaft zog blank und machte auch von der Schußwaffe Gebrauch. Schließlich gelang es, die Menge zu zerstreuen. Mehrere Personen wurden verwundet, einige schwer. Einige Schutzleute erhielten Verletzungen durch Messerstiche.
Hagen, 26. Juni. Nach Verkündigung des Resultats der Stichwahlen kam es hier zu groben Ausschreitungen. Ein Aufgebot von über 20 Schutzleuten mußte Men die Menge einschreiten und wurde von dieser mit Steinwürfen und Revolverschüssen empfangen. Mehrere Beamten wurden durch Steinwürfe verletzt. Ein Polizeikommissar erlitt schwere Verletzungen. Verschiedene Personen sind durch Säbelhiebe verletzt. Der Polizei gelang es, die Menge zu zerstreuen. Ächt Personen wurden verhaftet.
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Die Stichwahlen im Krtisc.
• Der Ausschuß für die Wahl »es «mis- tidjierS Lueas erläßt im Inseratenteile der heutigen Ausgabe eine öffentliche Danksagung, an diejenigen gerichtet, die am 25. Juni durch ihre Abstimmung dem Amtsrichter Georg Lucas zum Siege verhalfen haben. Die beherzigenswerten Schlußsätze lauten: „Möge der schönste Erfolg her sein, daß alle, die sa einmütig für uns waren, auch ferner in Einigkeit und Frieden, getragen von gegenseitiger Achtung, zusammenhalten. Diejenigen Söhne unseres Volkes aber, welche gegen uns waren, werden, so hoffen wir, erkennen, daß wir auch für sie und ihre besten Güter kämpften, als wir gegen sie, die ihr eigenstes Interesse verkannten, streiten mußten. Wie und unser Kandidat haben den ernsten Willen, diese Erkenntnis zu einer allgemeinen zu machen."
O Ostheim, 26. Juni. Schon seit mehreren Wochen stand unser sonst so friedliches Dorf unter dem Zeichen der Wahl. Besonders war es die sozialdemokratische Partei, welche mit allen möglichen Mitteln unsere fast durchweg bäuerliche Bevölkerung in ihre Arme zu bringen suchte. Erschien doch kurz vor der ersten Wahl am 16. Juni ein besonderes Flugblatt für die Wähler von Ostheim. Die Folge dieser Agitation war, daß unsere Bauern am 16., besonders aber am 25» Juni sich recht zahlreich an dem Wahlgeschäft beteiligten und ihre Stimme dem Herrn Dr. Lucas gaben. Obwohl der Termin der Stichwahl mitten in die Heuernte fiel und die meisten Bauern in dem über 1 Stunde von hier bei Höchst an der Nidder gelegenen Wiesengrunde beschäftigt waren, kehrten doch fast alle schweißtriefend nach Ostheim zurück und genügten ihrer Wahlpflicht. Diese Tat verdient gewiß hohe Anerkennung und ist wert, öffentlich belobt zu werden.
â Rückingen, 26. Juni. Die Beteiligung an der Reichstagsstichwahl war in unserer Gemeinde äußerst lebhaft. Von 280 Wählern, davon einer inzwischen gestorben ist, machten 273 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Es erhielten Dr. L u c a s 70 Stimmen (Vorwahl 49), G. Hoch 202 Stimmen (Vorwahl 192). Eine Stimme war ungiltig. Diejenigen 6, welche nicht wählten, waren dazu überhaupt nicht imstande, da sie teils abwesend, teils krank waren. Der Prozentsatz der Wähler ist also 97,85 pCt.
8 Langendiebach, 26. Juni. Am gestrigen Tage herrschte eine tropische Hitze, es war eben heiß, ja sehr heiß. Noch heißer war aber der Wahlkampf, wenn auch der ganze Wahlakt hier recht ruhig verlief. Freilich hatten die hiesigen Sozialdemokraten, als die bekanntesten unseres Kreises, alle Hebel in Bewegung gesetzt, um für ihre Sache noch manche Stimme zu angeln. Große Plakate wurden überall angeklebt mit der Aufschrift: „Nieder mit dem Brotwucherer? Wählt Hoch, das ist der richtige Mann!" Eine größere Anzahl
nimmt endlich gastfreundlich den Wanderer auf, dessen Schritte immer bedächtiger wurden, im gleichen Maße wie das Verlangen nach einer gastlichen Unterkunft wuchs. Im Herrenstübchen des Gasthofes wird die Marschleistung zwar gerne anerkannt, zugleich aber wird auch eine Probe verlangt, ob draußen in der Welt die altedle Kunst des Krügehebens noch nicht ganz verloren ging. Und schmunzelnd wird nach einer etwas scharfen Prüfung das Gutachten abgegeben, daß auch draußen hin und wieder noch eine einwandfreie Gurgel zu finden sei. Der etwas blaß gewordene Gast aber schrieb mit wenig kalligraphischem Schwung seinen geschätzten Namen ins Fremdenbuch. Der Heil'ge Veit vom Staffelstein verzeih' ihm Durst und Sünde!
Nicht aanz mit der wünschenswerten Sicherheit trabten am nächsten Morgen die Füße nach dem Endziele Miltenberg und man weiß nicht, war es Täuschung oder Wahrheit, daß ein so dichter Nebel über die Wälder strich? Die Eindrücke aber, die die Seele in sich ausgenommen, die leben wieder auf, und in müßigen Stunden wird manche herrliche Erinnerung wieder heranschweben aus den Bergen» -1-
Die städtische Bibliothek Bangertstraße 2, erster Stock, ist Sonntags, Mitwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet. — Gesamtkataloge sind zu 1.20 Mk., die neuesten Nachträge Nr. 15 und 16 zu je 20 Pfx. in der Bibliothek zu haben.
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I Sozialisten war in fieberhafter WrWl. Sogar soll ein hiesiger sozialistischer Agitator in einem katholischen Orte deS Kreises Gelnhausen für Hoch Propaganda gemacht haben, würde jedoch dort er!ânn( und mußte schleunigst wieder dB’ ziehen. Einige bewährte Kräfte der bürgerlichen Parteien ließen sich aber auch keine Mühe verdrießen, um alle Säumigen Het- beizuholen. Das Resultat war dünk dieser tapferen Männer nach Lage der hiesigen Verhältnisse ein glänzendes. Am 16. Juni wurden abgegeben für LucaS 116, Küstner 21/ Müller 6 Stimmen. Bei der gestrigen Stichwahl erhielt Herr Dr. Lucas 166 Stimmen, mithin noch 23 Stimmen mehr als sämtliche Stimmen der bürgerlichen Parteien. Herr Hoch erhielt am 16. Juni 291 Stimmen, Üt der Stichwahl nur 286 Stimmst, miihiü 5 Stimmest weniger. Kurz nach 10 IW traf telephonisch die Nachricht ein, daß Hetr Dr. Btcüs gesiegt habe. Diese freudige Mitteilung wurde bei den versammelten reichstreUeü Wählern mit großer Begeisterung ausgenommen und mit eitlem 'kräftigen Hurra auf daS Neue ReichSlägsmit- glied besiegelt.
v O Langenselbold, 26. Juni. (Reichstags Wahl.) Am gestrigen Wahltage erhielt Herr Amtsrichter Dr. L u c a s insge amt 497 gegen früher 454, also ein Mehr von 43 Stimmen, Herr Gustav Hoch insgesamt 420 gegen früher 398, also ein Mehr von 22 Stimmen. Die bürgerlichen Parteien siegten also mit 77 Stimmen Mehrheit» Dir 22 Stimmen, welche bei der Vorwahl auf Küstner fielen, hüt diesmal die Sozialdemokratie erhalten, demnach sind unsere hiesigen Freisinnigen ganz zur äußersten Linken übergegangen. Trotz der dringenden Feldarbeit ist Niemand der Wahlurne fern geblieben, cs herrschte auch diesmal eine große Begeisterung. Von 10 bis 121 /t Uhr hatten schon beinahe 500 Wähler ihrer Wahlpflicht genügt. Man unterzog sich gerne der Mühe, die Säumigen herbeizuholen oder die Lauen für die Sache zu erwärmen. Beide Parteien schienen sich in dieser Hinsicht übertreffen zu wollen. Das Schick'al hat entschiedest. DaS Hoch auf den verflossenen Reichstagsabgeordnelkn Gustav Hoch, welches die vor dem neuen Schulhause versammelten Genossen aus- brachten, klang um 8^/» Uhr abends noch hoffnungsfreudig, ja beinahe siegesbewußt. Die Menge zog ruhig vor das Gastbaus „zum weißen Roß" und harrte geduldig der Dinge, die da tarnen. Schon um VdO Uhr — noch fehlte Seckbach — verkündeten brausende Hochs der im Saale „zum weißen Roß" Versammelten, welche zunächst Sr. Majestät unserm Kaiser und dann dem Sieger in der heutigen Wahlschlacht, unserm nunmehrigen Uetchstagsabgeordneten Herrn Amtsrichter Dr. Lucas galten, daß der schöne Wahlkreis Hanau-Gelnhausen- Orb wieder den bürgerlichen Parteien gehöre. Oben im Saale sang man begeistert „Deutschland, Deutschland, über alles". Die Menge unten verhielt sich ruhig und löste sich stach und nach auf. Der Wahltag ist vorüber, Lastgènselbüld entsendet nun einen Reichstagsabgrordnetkn.
0 Roßdorf, 26. Juni. Am gestrigen Wahltage hat unser Ort gezeigt, daß hier ein gesunder Bauernstand wohnt. Bis auf einige wenige Wähler sind alle an die Wahlurne herangetreten, um treu zu Kaiser und Reich zu halten. Besondere Anerkennung gebührt auch unserm benachbarten Butter- stadt, das der Parole des Zentrums folgend Mann für Mann schon frühzeitig geschlossen ankam, um seine Stimme für den richtigen Kandidaten abzugeben. Wir gratulieren dem nunmehrigen Vertreter unseres Kreises hlttMit herzlichst zu seinem Siege.
-> «r» Groß Krotzenburg, 26» Juni. Mit welcher Begeisterung dqs Resultat der Stichwahl hier ausgenommen wurde, konnte man am Abend des Wahltages im Saale des Gastwirts Karl Huth deutlich wahrnehmeu. Dort halten sich viele patriotisch gesinnte Männer, darunter der Vorstand deS Zentrums-Wahlvereins und sämtliche Straßenvorsteher versammelt, um mit Spannung den Augenblick zu erwarten, welcher eine telephonische oder sonstige Nachricht über den Ausgang der Wahlschlacht bringe. Bereits um 10 Uhr wurde unter ungeheurem Beifall der Sièg der bürgerlichen Parteien verkündet, worauf mit Begeisterung „Heil Dir im Sieger- kranz" gesungen wurde. Der Jubel wollte kein Ende nehmen und wurde noch größer, als auch der Steg der bürgerlichen Parteien im benachbarten Kreise Offenbach verkündet wurde. Das einmütige Zusammengehen der hiesigen bürgerlichen Par» teièn, besonders die unermüdliche Arbèit des gesamten Vorstandes des Zenttums-Wahlvereins Mit seinem rührigen Obmann Herrn Rich. Noll an der Spitze, verdient volle Äner» kènnung.
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Hue Stadt und Cand»
Hanau, 27. Juni.
* Solche Gold- und Silberwaren, welche wegen ihrer Kleinheit oder sonstigen Beschaffenheit mit der Feingehaltspunze am Hauptkörper nicht bezeichnet werden können und die auch nicht mit einem Blättchen aus dem Stoffe des Gerätes versehen sind, an welchem eine solche Punze angebracht werden könnte, werden behufs Durchführung des § 41 des Punzierungsgesetzes dort, wo dies tunlich erscheint und von der Partei gewünscht wird, künftig statt Mit der im letzten Absatz des vierten Abschnitts der zu dem bezogenen Gesetze erlassenen Durchführungsvorschrift vom 30. November 1866, R.-G.-Bl. Nr. 149, vorgesehenen Blèischtibè mit einem Pergamentstreifen versehen werden, der mit einer die Feinge- hallspunze an sich tragéttben Niete aus ZistN geschlossen und so an dem Gegenstand befestigt wirb, daß er von diesem in unverletztem Zugang nicht abgenommen werden kann. Ein analoger Vorgang wird mit Zustimmung der Parteien auch bei solchen Gold- und StlbekgegeitstänXn. UUd zwar behufs Bestätigung der vorgenommenen Amtshandlung beobachtet, welchen ein Antiquität-, Kunst- oder historiichèr Wert zukommt und die deshalb der Feingebaltskontrolle nicht unterzogen werden. In diesem Falle erhält jèdoch die Zinn-Niete nicht die Feingehaltspunze, sondern einen k. k. Adler aufgedrückt.
* FerienTblouie. Der Vorstand des Vereins für Ferienkolonie sandte am 3. Juni 96 Kinder, welche von den
27. Juni.
Herren Aerzten demselben als einer Soolbadkur dringend bedürftig empfohlen waren, zu einem vierwöchigen Alifnnhalte in die Kindèrhkilannalt zu Bad Orb. Die Kinder Werben nâchstest Moli lag wieder börtMWft ubgehvlt und treffen gegen 'M2 Uhr Um Ostbahnhofe dühièk ein, wo ste ihren Ellern übergeben Werbtlt
* Mtlsertm des Hanader GeschichkSverelus, Altstädter Markt NH 6. Morg n Sonntâg geöffnet von 11 dis 12 ‘/è Uhr. — JM 2. Obergeschosse, Hanauer Altertümer, hat Herr Baurat Thyriot die Führung übernommen. — Im Flachschranke des Sitzungszimmers sind einige Urkunden aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert ausgestellt, darunter eine von der Kaiserin Maria Theresia mit dem großen Reichs- Jnsiegel.
* Mitteilung d^v Handelskammer. Vom 1. Juli ab ist Hanau zum Sprechvèrkehr mit Passau zUgklksM. Sprech- gebühr 1 Mk.
“ Mainschiffer-Verband» Die Mainschiffer waren bisher zu verschiedenen kleineren VekbiNdunaen vereinigt, deren jede einzelne ihre eigenen Wege zu gehen pflegte. Zur pründ- lichen Beseitigung dieses offenbarm, die Interessen des Schifferberufs vielfach schädigenden Mißstandes wurde dieser Tage zu Würzburg eine große Versammlung der Schiffer aus dem ganzen Mailigèbikte obgchaltèn, die von bett Interessenten ans sämtlichen Mainnferftaaien lebhaft besticht war. Die Versammlung bezweckte und vollzog die Gründung eines allgemeinen inschiffkr-Verbandes Mit einer unparteiischen Geschäftsführnnb als leitende Spitze. Die Neugründuug wird als leistungsfähige Vereinigung ohne Zweifel eine wohlorqani- sierte Beförderung für den Hanbek auf der Wasserstraße schaffen. Es söll anderseits dafür Sorge getragen werden, daß durch die Verbandsleitung ein verUünfiiger' Stand der Frachtsätze festgehalten wird, bei welchem die Mainschiffer ihr Auskommen finden können. Jed^m Müinschiffer ist jederzeit der Beitritt zum allgemeinen Verbände gestattet; auch ist jede verladende Firma berechtigt, ihre Güter den Verbandsschiffen beizuladen. Der Verband beseitigt offenbar schon in nächster Zukunft Zustände, welche bisher die Existenzmöglichkeit der Mainschiffer ernstlich zu gefährden geeignet waren.'
X Lehrerkonferenz. Mittwoch den 1. Juli, abends vöfi ’/s9 Uhr ab, findet in Kaisers Brauerei eine Versammlung der Lehrer des Bezirks Hanau statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Lehrer Ph. Schäfer: „Um den Unterschied tu der Anlage^der Seele. 2. Bericht über die Tätigkeit der Militär- kommission, erstattet durch Herrn Lehrer Mangold. 3. Verschiedenes.
* Die Pseolemusik fällt morgen aus, da die Kapelle des Jnf.-Regts. Nr. 166 anderweitig beschäftigt ist.
* Hanauer Sommertheater. Morgen Sonntag findet außer^ der Abendvorstellung nachmittags 4 Uhr eine Volks- und Kindervorstellung mit ermäßigten Preisen statt, und zwar äuZ'nahmsweise wegen des Radfahrfestes in der „Harmonie". Wir empfehlen den Besuch dieser beiden sowie besonders den der heutigen Vorstellung, die durch das Gast-' spiel des beliebten Darstellers vön unserem Stadttheater HerM Walther Krug noch an Interesse und gewiß auch Anziehungskraft gewinnt.
Banuerweihe des „Radfahrer-Vereins 1898." Ein schönes Sportfest wird morgen in unseren Mauern gefeiert werden. Der Ridfahrer-Verein 1898 nimmt an diesem Tage die Weihe seines neuen Banners vor und hat umfangreiche Vorbereitungen getroffen, das Fest zu einem in allen Teilen wohlgelungenen zu gestalten. Wir wiederholen an dieser Stelle nochmals zur Orientierung das aufgestellte Programm. Vormittags von 11—1 Uhr: Bannerweihe, verbunden mit Frühkonzert im Etablissement „Becks Felsenkeller" ; nachmittags 3 Uhr: Festzug mit Preiskorso durch vertriebene Straßen der Stadt nach dem Festplatz (Becks Felsenkeller), daselbst Ksnzert, Volksbelustigungen und Tanz; abends 7 Uhr: Pvèisverteilüttg. — Da viele auswärtige Vereine erscheinen, richtet der Festausschuß an die verehr!. Einwohnerschaft die Bitte, an diesem Tage diè Häuser beflaggen zu wollen.
* /-WienSt Spitze". Neue Kräfte hat Herr B ènder für sein Ksnzertlvkal für mvrgrn Sonntag engagiert. Dort wird zum ersten Male in Hanau Frarzi und Richard Norden mit ihren hochoriginellen Opern und Operetten-Parodien, welche eine Atraktion für jedes Varièlß bilden, auftreten. Auch die Max Reuter-Gesellschaft mit ihrem vorzüglichen Otto Reuter- Imitator Herrn Goldstein wird die Gäste aufs beste zu unterhalten wissen. Somit ist ein Besuch deS bekannten Konzert- EtäSliffeMeitts sicher zu empfehlen.
* Fettersgefahv. Gestern Mittag 121/« Mr wurde die FeuèkMhr nach dem Jüger'schenAnwesen in der Neuen Anlage alarmiert. DSrtsèlbst war Packmaterial in Brand geraten. Das Feuer konnte alsbald unterdrückt werden.
* Ein vevatternswerter Uttglücksfall trug sich gestern abend bei der Uebungsstunde des Stèmm- und Ringklubs „Eiche" zu. Der zur Inspektion anwesende 2. Kreis- vorsitzender Herr Miedreich aus Mainz, Vater vön 6 Kindern fiel beim Ringen so unglücklich, daß er seinen Fuß am Knöchel zweimal bkach. Herr Miedreich wurde heute vormittag nach Mainz in das Hospital transportiert.
* Mainwafferwärme vom 26. Juni: Morgens 16, mittags 17, abends 170i Grad»
* Schènswürdtgkeiten. „Museum der Wetteraui- schen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Feiertagen vormittags von 11 bis Vd Uhr. Kindèrtt ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestaltet. — „Musenm des Hanauer Geschichtsvereins" (Alistädter Rathaus/ eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Festtagen vormittags von 11—12V» Uhr. Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt.
* DaS Hahnenkammhaus ist täglich geöffnet» * * »
— Bergen, 26. Juni. (öèhrerkonferefiz.) Die nächste Konferenz der Lehrer des Bezirks Bergen findet am 1. Juli bèi Herrn Gastwirt Wiegand in Fechenheim statt Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Lehrer Blum FecheNheim. 2. | Bestellungen auf das Porträt Dr. Kueglcrs. 3. Statut über Zahlung der Beiträge zur Bezirkskasse.