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Samstag
26. September^'
* * Gewerbegericht. (Sitzung vom 26. Seplbr.) Der Taglöhner E. klagt gegen die Flalchenbier' ändlerin G. auf Zahlung eines Betrags von 2.50 Mk. Kläger war von Ler Beklagten auf einen Tag zur Aushilfe engagiert und sollte sich am Abend vorher na< den näheren Obliegenheiten erfunbi^n. Da er ausblieb, wurde ein anderer Gehilfe engacüri. Weil Kläger der eingegangenen Verpflichtung nicht nachkam, erfolgt Abweisung der Klage. — Eine zweite Streitsache gegen dieselbe Beklagte wurde vertagt.
* Nach Falb. Für die nächste Zeit lautet nach Falb die Prognose: 1.—9. Okt.: Das Wetter isi ziemlich trocken; die Temperatur liegt in den ersten Tagen über, in den letzten Tagen unter Ler normal-n. Geviiter büßten kaum eintreten. Der 6. Okt. ist ein durch eine Mondfinsternis verstärkter kritischer Termin erster Ordnung. An d'eseui Termin nehmen die Regen an Ausbreitung zu, sind aber nicht bedeutend. — 10.—15. Okt.: Die Regen sind nur in den letzten Tagen ausgebreitet, aber nicht sehr ergiebig. Gewitter sind unwahr- I scheinlich. Die Temperatur H°gt anfangs tief unter der normalen, steigt aber in den letzten Tagen über dieselbe.
* Handelsschule für Mädchen. Die staatlich^ konzessionierte und beaufsichtigte Handelsschule für M â d- chen zu Frankfurt a. M. (Seilerüraße 29) eröffnet am 19. Oktober ihren diesjährigen Herbstkursus. Da die Anstalt sich in den Kreisen der Geschäftsinhaber des besten Rufes erfreut, liegen bei der Direktion stets so viele Anfragen nach abgehenden Schülerinnen vor, daß die Schule diesen alsbald zu entsprechenden Stellungen verhelfen kann.
* Stadttheater. „Liselott", das neue Lustspiel von Stobitzer, hat an den vielen Bühnen, wo es aufgeiührt wurde, außergewöhnlichen Erfolg gehabt. Ein sehr heiterer Stoff, witziger, pointenreicher Dialog und prägnante Charakterzeichnung sind seine Vorzüge, und da es auch sehr dankbare Rollen enthält, io eignet es sich als Eröffnungs-Vorstellung ganz besonders. Die Titelrolle wird von Frl. Burchard, der neuengagierten 1. Liebhaberin dargestellt, ihren Gemahl, den Herzog von Orleans spielt der 1. Held Herr Merker, den Ludwig XIV. der Heldenvater Herr Fink, den Staatsminister Louvois der Charakterspieler Herr Knauth, der auch die Regie führt. Außerdem findet die Anstandsdame Frl. Jirsak in der Rolle der Madame Scarron eine interessante Aufgabe, desgleichen Frl. di Ran ucci als Lenor. Von älteren Mitgliedern werden die Herren Gehrmann, Becker, Krug beschäftigt sein.
* Schauturnen. Das morgen nachmittag 2“M Uhr in der Turnhalle der Turneemeinde statifindende Schauturnen entwickelt sich wie folgt: 1) Aufmarsch und Freiübungen; 2) Riegenturnen; 3) Kürturnen an Pferd, Reck und Sprungtisch; 4) Spiele. Mit diesen verschiedenartigen Uebungen wird Turnfreunden ein recht anschauliches Bild turnerischer Tätigkeit geboten werden.
* Gesellige Vereinigung der Turngemeinde. Wie bereits gestern durch Annonce bekannt gegeben, können zu der morgen abend 7x/a Uhr im Vereinshause der Turngemeinde stattfindenden Festlichkeit auch Gäste eingesührt werden. Die Ausgabe der Eintrittskarten für dieselben findet Sonntag Vormittag von 11—12 Uhr in der Turnhalle statt.
* Parolemusik. Die Jnfanteriekapelle spielt morgen mittag im Schloßgarten folgende Stücke: 1) „Mit leichtem Schritt", Marsch von O. Köckert; 2) Ouvertüre z. Operette „Im Reiche des Indra" von P. Linke; 3) Brünetten-Walzer von L. Ganne; 4) „Der Reiter und sein Lieb", Preis-Chor von J. Schulze; 5) Potpourri a. d. Op. „Der Bettelstudent" von C. Millöcker.
* „Centralhalle". Herr Theaterdirektor M. Henß, welcher während der Sommersaison sich das Vertrauen seiner Landsleute wie auch eines kunstliebenden Publikums allseitig erworben, wird auch während der Wintersaison hier im Saale der „Centralhalle" Vorstellungen geben. Derselbe hat hierzu lauter neue und gute Kräfte engagiert und eröffnet am Sonntag den 4. Oktober die Winterspielzeit, in welcher Possen, Schwänke, Volksstücke, sowie kleine Operetten und Liederspiele zur Aufführung gelangen und wünschen wir demselben auch zu diesem neuen Unternehmen den besten Erfolg.
* In der Brauerei Dörr finden morgen wieder Variütüvorstcllungen statt.
* Wiener Spitze. Wir verweisen auf die morgen in der „Wiener Spitze" stattfindenden Variätâvorstellungen.
* Wettspiel. Morgen nachmittag 3 Uhr findet auf dem hiesigen Exerzierplatz ein Wettspiel der 1. Mannschaft des Hanauer Fußballklubs „Wacker" gegen die gleiche Mannschaft des Frankfurter Fußballklubs „Nordend" statt. Ein interessantes Spiel dürfte zu erwarten sein, da beide Klubs über gleich gute Mannschaften verfügen.
* Ferienkurse in Sprachen und Mathematik. Nächsten Montag beginnen die Schulferien und im Hinblick auf die Osterversetzungen wird es daher manchen Eltern und Schülern angenehm sein zu erfahren, daß Herr Sprachlehrer Chr. Dippel auch in diesen Ferien wieder spezielle Ferienkurse für Schüler aller Klassen eingerichtet hat und zugleich regelmäßige Winterklassen für Schüler ihren Anfang nehmen. Für Erwachsene beginnen Spezialkurse im Englischen und Französischen im Laufe der nächsten Woche.
* Das Hahnenkammhaus ist täglich geöffnet.
* Sehenswürdigkeiten. „Museum der Wetteraui- schen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Feiertagen vormittags von 11 bis Val Uhr. Kindern ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet. — „Museum des Hanauer Geschichtsvereins" (Altstädter Rathaus, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Festtagen vormittags von 11—12'/» Uhr. Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt.
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x- Langendiebach, 25. Septbr. (Lehrerstelle.) Dem Schulamtsbewerber Herrn Heinrich H o r st hierselbst ist vom 1. Oktober ab die Schulstelle in Allendorf in der Wüste, Kreis Hersfeld, übertragen worden.
T Rückingen, 24. Seplbr. (Ernte.) Während das Grummet in hiesiger Gemarkung bereits zum größten Teile
eingmntet ist. fhb die Landwine jetzt mit dem Einbkimseu der Kartoffeln belcköftigt. Der Ertrag derselben muß a'§ ein guter bezeichnet werden.
X Srt'geu/ 25. Seplbr. (L e h r k r st e l l e n.) Die Herren Lehrer SckaL? und Heyde wurden von Frankenberg nach Bergen b-zw. Ge'nbou^en versetze, da infolge Uebernahme eines Teiles der Schulkinder Frankenbergs in die Seminar- Übungsschule zwei Lehrkräfte an der Stadtschule überflü sig wurden.
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relkgraphisHel Wetterbericht Der heutigen Seewarle.
Telegramm aus Hamburg vom 26. September.
9 Uhr 40 Min.
Die Lnftdruckverteilung isi andauernd gleichmäßig, ein Maximum über 775 mm lagert über Südosteuropa, eine Depression unter 761 mm westlich Irlands. In Deutschland ist das Wetter ruhig, teils heiter, teils neblig, meist wärmer, an der westdeutschen Grenze ist stellenweise Regen gefallen.
Prognose für den 27. September: Ruhiges, vielfach nebliges Wetter wahrscheinlich; im Norden stellenweise Regen.
Marktbericht.
Hanau, 26. Seplbr. (Lebensmittelpreise.) Gc- Hügel: Tauben, das Pärchen 70-90 Pfg; ein alter Hahn 1,20-1 50 Mk.; ein junger Hahn 70 Pfa. bis 1 Mk.; ein Huhn 1,20-1,40 Mk.; eine Ente 1,50-2,20 Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 30 Pfg., bessere Sorte 35 bis 40 Pfg., Aal 1—1,10 Mk., Hecht 1-1,20 Mk., Bresem 50-60 Pfg., Barben 50-60 Pfg., Barsch 50-60 Pfg. = 3/a kg; Gemüse: Meerrettich die Stange 15—30 Pfg., Blumenkohl das Stück 10—50 Pfg., Kopfsalat daS Stück 3—8 Pfg., Endivien das Stück 3—10 Pfg., Retfich das Stück 3—5 Pfg., Ober-Kohlrabi das Stück 3 — 6 Pfg., Wirsing das Stück 5—15 Pfg., Weißkraut das Stück 10 bis 20 Pfg., Rotkraut das Stück 10—30 Pfg., Sellerie das Smck 5-15 Pfg., Gurken das Stück 5—25 Pfg., gelbe Rüben das Bund 5—8 Pfg.^Neue Erbsen die Portion 25—30 Pfg., Neue Bohnen die Portion 20—30 Pfg., Rosenkohl die Portion 15—20 Pfg., Schwarzwurzeln die Portion 25—30 Pfg., Spinat die Portion 25—30 Pfg., Schmalzkraut die Portion 10—20 Pfg., Kartoffeln das Doppelliter 10—12 Pfg.; Obst: Trauben 30—50 Pfg. das Pfund; Aepfel das Pfund 6—20 Pfg.; Birnen das Pfund 8—25 Pfg.; Zwetschen das Hundert 30—35 Pfg.; Nüsfe das Hundert 50—60 Pfg., Pfirsiche das Pfund 50—60 Pfg.; Citronen das Stück 5—8 Pfg.; Paradiesäpfel das Pfund 12—15 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfund 1,20-1,30 Mk., Käse zwei Stück 9 Pfg., Eier das Stück 5—9 Pfg., Zwiebel« das Doppelliter 18 Pfg., Radieschen daS Bündel 3—10 Pfg.; Weizenmehl 1. Sorte 20 Pfg., 2. Sorte 18 Pfg., 3, Sorte 16 Pfg., 4. Sorte 14 Pfg. = V« kg. Eine Spansau 3—7 Mark.
Jus Nab und fern.
-r. Marburg, 25. Sept. Das Schwurgericht verurteilte heute in seiner letzten diesmaligen Sitzung den 20jâhrigen Taglöhner Schneller aus Wolfgrube wegen Sittlichkeitvergehens zu 2 Monaten Gefängnis. — Heute mittag um 12 Uhr wurde im Museum hier die JubilâumS-Russtcllung deS hiesigen Gartenbau-Vereins durch den Vorsitzenden Generaldirektor Dr. Hesse eröffnet. Die in allen Teilen vortrefflich arrangierte Ausstellung gibt ein vorzügliches Bild der Obst-, Gemüse-und Blumengärtnerei in den Kreisen Marburg, Kirchhain, Frankenberg und Ziegenhain.
) Marburg, 25. Septbr. Ein hiesiger Grundbesitzer, dem die Amseln Schaden am Gartenobst taten, gab auf einen Vogel einen Schuß ab, ohne sich zu überzeugen, ob sich auf dem in der verlängerten Schußlinie am Grundstück vorbeiführenden Wege ein menschliches Wesen befand. Er traf dabei leider einen Passanten K., der hinter einer dichten Hecke stand, und verwundete ihn schwer am oberen Oberschenkel. Die Heilung des Verletzten zog sich in die Länge, zumal wegen der Empfindlichkeit der getroffenen Stelle hinterher nervöse Störungen eintraten. Da jetzt, 3 Monate nach dem Unfall, die Arbeitsfähigkeit des K. noch zur Hälfte beschränkt ist, auch die Verletzung einen dauernden Schaden hinterläßt, erhielt er als Abfindung 5128 Mk. nebst 275 Mk. Kosten von dem entschâdigungspflichtigen Schützen, der froh sein kann, daß er durch Haftpflicht-Versicherung beim Stuttgarter Verein gedeckt ist.
X Schöllkrippen, 25. Septbr. Der Bezirks-Obstbau- verein Alzenau-Schöllkrippen veranstaltet dahier vom 4.-6. Oktbr. seine 4. große Bezrrks-ObstbauauSftellung. Auf dem Ausstellungsplatze ist eine unentgeltlich zu benutzende Objtvermittlungsstelle eingerichtet, sodaß reichlich Gelegenheit zum Obstkauf gegeben ist.
Grotz-Umstadt, 23. Septbr. Ein Müller aus der Nachbarschaft hatte einen Knecht, der bis in die Nacht hinein, ohne eine Spur von Schlaf zu zeigen, ununterbrochen arbeitete und es soweit trieb, daß er meistens nur drei Stunden Schlaf des Tages sich gönnte. Sein Herr stellte ihn hierüber zur
Rede und meinte in scherzhaftem Tone: „Ich glaube, Cannes. Du gewännst Dir das Schlafen noch gänzlich ab?" Ais der Knecht allen Ernstes erwiderte, das fei ihm ein Leichtes, denn das Schlafen sei nur eine „faule Angewohnheit", versprach ihm der Müller zwei Doppelkronen, wenn er dies Kunststück nur sechs Tage lang ausführe. Unser Hannes machte sich richtig daran und übernahm Tag und Nacht den Dienst, ohne eine Minute zu schlafen. Am vierten Tage jedoch übermannt ihn am hellen Tage Gott Morpheus so sehr, daß Hannes vor den klappernden Mühlenrädern Unfälle und unaufhörlich volle 30 Stunden hindurch schläft, unb auch auf alles Rufen und Zerren hin nicht aus feinem Bärenschlaf aufzuwecken ist. Als später unser Hannes wieder zu sich gekommen ist, will er sich um alle Schätze der Welt nicht mehr zu einer ähnlichen Wette verstehen, sondern huldigt fortan selbst recht fleißig der „faulen Angewohnheit".
Drahtnachrichten.
Berlin, 26. Septbr. Der „Lokal - Anzeiger" meldet: Der Schriftsteller Senna Hoy wurde in einer Versammlung, in der er über das Thema „Der Justizminister als Angeklagter" sprach, bei seinen Ausführungen über die Verhaftung von Re- bati euren wegen Beleidigung des Justizministers verhaftet.
Berlin, 26. Seplbr. Die „Rational-Zeitung" erfährt: ' Dem Reichstage werde im nächsten Frühjahre eine Vorlage zugehen, die 12 bis 15 Millionen fordert für die Einführung der Rohrrücklaufgeschütze. Die während der Kaisermanöver mit den neue» Geschützen erzielten Resultate waren zufriedenstellend. An den in Betracht kommenden Stellen werden alle Vorbereitungen für die schnelle Erledigung der Geschützänderung getroffen. Die Firma Krupp erhält den Hauptanteil an der Arbeit.
Hamburg, 26. Seplbr. Drei Kinder eines Tischlers in Eimsbüttel sind infolge des Genusses verdorbener Wurst gestorben.
Metz, 26. Septbr. Blättermeldungen zufolge wird Abgeordneter Jauner die Metzer Wasserfrage in der nächsten Tagung des Reichstages vorbringen.
Budapest, 28. Septbr. Der Honvedhauptmann Lepessy und dessen Sohn der Oberleutnant Viktor, erschienen im Amtslokale des städtischen Beamten Bathy und brachten diesem nach kurzen Wortwechsel mit ihren scharfgeschliffenen Säbeln sieben tödliche Wunden bei; Bathy liegt im Sterben. Die Ursache der Tat ist, daß Baihy ehrenrührige Dinge gegen seine Frau, welche die Tochter des Hauptmanns ist, bei Verhandlungen der Scheidungsklage ausgesagt.
Toulon, 25. Septbr. Beim Verlassen der Werkstätten veranstalteten abends mehrere 100 Arbeiter des Marine-Arsenals Kundgebungen gegen mehrere Werkführer, welche sie unter Pfeifen und Absingen der Internationale bis zu ihren Wohnungen begleiteten. In der Stadt unb in den Werk- j stätten herrscht unter den Arbeitern lebhafte Erregung.
London, 25. Septbr. Das Schreiben, welches der Premierminister an den Erzbischof von Canterbury gerichtet hat, ist die Antwort auf einen Brief, in dem der Erzbischof die wachsende Sorge der Mitglieder der anglikanischen Kirche zum Ausdruck brachte, daß keine Maßnahme versäumt werde, diezur Verringerung der Leiden der macedonischen Bevölkerung dienen könne.
London, 26. Sept. Die „Morning Post" meldet aus Pretoria, das Blutharnen habe bei dem Rindvieh einen solchen Umfang angenommen, daß man die freie Bewegung des Viehs in mehreren Ortschaften verboten habe, da ein weiteres Umsichgreifen der Krankheit befürchtet werde.
London, 25. Septbr. Das Reuter'sche Bureau meldet aus Tanger: Nach Briefen, die am 20. Sept, von Fez abgeschickt wurden, sind dort Gerüchte verbreitet, denen zufolge der Tsuistamm, nachdem der Kriegs minister Elmenebhi zum Sultan abgegangen war, die kaiserlichen Truppen angriff und schlug. Auch sollen die Verbindungen zwischen dem Lager deS Sultans und Tazza unterbrochen sein. Die Briefe besagen weiter, daß eine starke Streitmacht sofort abgehe zur Bestrafung des Tfulstammes und zum Entsatz von Tazza.
Petersburg, 26. Septbr. Aus Sofia wird gemeldet: Fürst Ferdinand habe von dem Grafen Goluchowski die Erlaubnis erbeten, daß er während der Anwesenheit des Grafen Lamödorf einen Vertrauensmann nach Wien eutsenden könne.
Soffg, 25. Sept. (Korr.-Bur.) Auf die Notifikation des JradeS an Hilmi Pascha betreffend die Einstellung der Verfolgungen der Macedonier erwiderte Ministerpräsident Petrow, der türkische Vorschlag sei solange wertlos, als nicht die Türkei tatsâchtich die Verfolgungen einstelle und abrüste. Nach dem Jrade soll die einzusetzende gemischte Reformkommission unter dem Vorsitz Hilmi-Paschas stehen und ihren Sitz in Monastir Haken.
Aonst<»tttinopel, 25. September. Der diplomatische Agent Bulgariens, Geschow, erhielt die amtliche Mitteilung von seiner Ernennung zum diplomatischen Agenten in Wien.
Konstantinopel, 25. September. Der Sanitätsrat verhängte die ärztliche Untersuchung und Desinfektion gegen die Herkünfte auS Smyrna.
Cleveland (Ohio), 25. Sept. Der Streik zwischen den Meistern und der Vereinigung der auf dem Eriesee auf der Flotte deS Stahltrusts beschäftigten Schiffsführer und Steuerleute ist beigelrgt. Die Leute beschlossen, die Arbeit wieder aufzunehmen.
Schistsberichte.
Hamburg, 25. Septbr. Der Dampfer „Parthia" von der Hamburg-Amerika-Linie ist vorgestern in Tampico eingetroffen.
Bremen, 25. Septbr. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „BreSlau" ist gestern in Baltimore eingetroffen.