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trauen der Ortsbürger, an die Spitze unseres Gemeinwesens berufen. Krankheit veranlaßte ihn jetzt, zum 1. April d. J. um Enthebung von seinem Sofien nachzuiuchen, sodaß er noch kurz vor dem Eintritt in den Ruhestand von dem Tode ereilt wurde. Seine Gemeinde, deren Interessen er in der langen Spanne Zeit so kräftig vertreten hat, wird ihm ein dankbares ehrendes Andenken bewahren.
Gingksandt.
Es wird wohl der allseitiger Anerkennung unserer. Bewohner begegnen, wenn den beiden städtischen Körperschaften auf diesem Wege öffentlich Dank und Anerkennung ausgesprohen wird für die in den letzten Tagen ausgeführie, so sehr geeignete, würdige und in Zeichnung und Farbe ansprechende Befestigung des Bodens hinter der Einfriedigung des Philipp Ludwig-Denkmals.
Daß bei diesem Anlaß auch der geistige Urheber des schönen Denkmals hierbei Gelegenheit hatte mitzuwirken, gereicht der Stadtverwaltung nur zur Ehre und möge dieselbe auch ferner durch sorgfältige Nnierhaltunq den Beweis erbringen, daß bei ihr das Andenken an die hervorragenden Taten des durch das Denkmal gefeierten Grafen fortlebt.
Ein Hanauer.
Ans dem Gerichtstags.
Sitzung des Hanauer Schöffengerichts vom 24. März.
Der Taglöhner H. erhielt wegen mehrfacher Scbulversâum- niste seiner Tochter ein Strafmandat. Der Beschuldigte wird freigesprochen, da das Mädchen infolge Krankheit die Schule versäumte. — Der Schüler H. soll am Kaiserhof eine Fensterscheibe eingeworfen haben, er wird aber freigesprochen, da nicht erwiesen ist, daß er der betreffende Werfer war. — Der Schneidermeister M. soll einen Lehrer beleidigt haben, der seinen Jungen in der Schule züchtigte. Der Angeklagte stellt die Beschuldigung in Abrede, die Jungen, denen gegenüber die beleidigende Aeußerung getan sein soll, haben während des ganzen Verfahrens sehr widersprechende und unwahre Angaben gemacht, sodaß das Gericht ihren Aussagen keinen Wert, beilegen kann und der Angeklagte freigesprochen wird. — Der Goldarbener K. von Großauheim machte gegen den dortigen Polizeibeamten eine wegwerfende Bemerkung, was mit 6 Mk. geahndet wird. — Der Metzgergestlle D. hat der von ihm fabrizierten Leberwurst Stärkemehlbeiec mengt, um derselben ein schöneres Aussehen zu geben. Er erhält 6 Mk. Geldstrafe. — Der Metzgermeister S. hat der von ihm hergestellten Rindswurst Stärkemehl beigemengt. Auf einer im Laden aufgehängten Tafel war zwar angeschrieben „Fleischwurst mit Kartoffelmehl", dies ist aber gegenüber dem Umstand, daß der Angeklagte Nindswurst verkauft, nicht als genügende Bekanntmachung anzusehen und wird er daher wegen fahrlässiger Uebertretung des Nahrungsmittelgesetzes zu IO Mk. Geldstrafe verurteilt.
Telegraphischer Wetterbericht dec deutschen Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 25. März.
9 Uhr 40 Min.
Ein Maximum über 768 mm lagert über Südssieuropa, ein Minimum unter 730 mm westlich Irlands und beeinflußt die britischen Inseln. In Deutschland wehen schwache Winde, das Wetter ist kälter, außer im Nordwesten heiter.
Prognose für den 26. März: Mildes, außer im Nordwesten trockenes Wetter wahrscheinlich.
Hanauer Vereins- u. Iergungnngsnachrichten
für Mittw och den 25 März.
Kunstverciu: In der Aula der Königl. Zeichenatademie: Ausstellung von Gemälden rc.
Verein für gemeinnützige Zwecke: Abends ß'A Ufer: G neralversamm- lung im VereinSlokale F.ankfuiterstrahe 16.
Jm Saale ,zum deutschen Haus' : Evangelisations-Vortrag
Ev. Männer- u. Iünglingsverein: Volaunenb Men -Sv, VereiuShauS.) Kaufmännischer Verein Hanau: Vereinsabend im Restaurant Mohr. Turn- u. Fechtklub : Gemeinschaftliches Turnen der Männerriegen von Turngemeinde und Turn- u. Fechtklub.
Turngesellschaft: Abends von v»9—10 Uhr ■ Turnen der Männerabteil. Hanauer Kriegerverem: Monatsversammlung im „Löwengärtchen". Gewerbe- und Handwerker-Verein: Vereinsabend tu der „Allemania". Thaler-Klub: Zusammenkunft in den „3 Hasen".
Hanauer Radsport 1895: Vereinsabend in der „Stadt Bremen". Arends'scher Stenographenverem „Apollobund' (Gasthaus „z. Grafen P'stlivv Ludwigs: VereinSabend.
Aaftonal-Stenographenverein: U-bunosstunde für die Praktiker-Abteilung (Lokal: „Zur großen Krone").
Zimmerstutzengesellschaft,,; Mainlust'-Kestelstadt: Zimmerstutzenschießen. Hanauer Schützenverein: VereinSabend im „Restaurant Mohr.'
Freiwillige Feuerwehr: 1. Komp, im „goldnen Herz'- Steiger-Korps in der „Brauerei Beck".
Hanauer Fußballklub „Wackcr': 'VereinSaöend (Restaur. Carlsberg.)
Nersteigerungs- rte. Kalender
für Donnerstag den 26. März.
Angebote betr. Abnahme auf die beim hiesigen Landgerichtsgesäng- niffe für die Z it vom 1. April 1903 bis 31. März 1 04 entstehenden Küchenabfälle, Asche und Kehricht sind bis mittags 12 Uhr bei dem Gefängniß-Vorsteher, Herrn Ersten Staatsanwalt Lehman- abzugeben (s. Nr, 58 „Han. Anz.'). — Nachmittags von 2 Uhr ab sollen im Ver"teigerunoslokale Langstraße 83 b die Restbestände der Maingauer Konservenfabrik durch den beeid. Taxator und Auktionator Herrn Fr. Sümpfet gegen gleich bare Zahlung versteigert werden.
Hue piah und fern.
Gelnhausen, 24. März. Heute wurde ein Rekrut auf dem Obermarkte ungeberdiq und ließ sich Ausschreitungen zu Schulden kommen. Ins Wachtlokal gebracht, zertrümmerte er die Scheiben und mußte gefesselt werden. Der Rekrutierungs- tag wird ihm teuer zu stehen kommest.
Fulda, 24. März. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich heute vormittag gegen J/*8 Uhr in einem Neubau am Franzosenwäldchen. Der 18jährige Arbeiter Joseph Brehler
Mittwoch
aus Horas stürzte ans einem Fenster des zweiten Stockwerkes hinab in die Tiefe und war sofort tot.
W. Marburg, 24. März. Eine mysteriöse Diebstahls- qeschicht beschäftigte heute das Landg-richt. Ende Januar 1901 bekam eine hier wohnende Lehrerin namens Crentzcr, die in den 60er Jahren in Allendorf an der Werra eine Privatschule geleitet hatte, den Besuch einer ehemaligen Schülerin von dort, einer Frl. Gonnermaun. Einige Tage später, nachdem die Dame abgereist war, fehlten für etwa 10 000 Mk. Wertpapiere. Um dieselbe Zeit war aber bei dem Bankier Göbel in Fulda ein Wertpapier für 1000 Mk. von einer Dame, die sich angeblich Creutzer schrieb und auch so quittiert hatte, verkauft worden. Auch später erhielt der Bankier eine Postkarte mit derselben Unterschrift. Als die Nummern der Wertpapiere veröffentlicht wurden, kam eines Tages der größte Teil der gestohlenen Papiere wieder zurück; der Brief war in Cassel aufgegeben. Als Schreiber dieses Briefes ermittelte man einen 13 Jahre alten Sohn der Aufwärterin der Frl. Gonnermaun in Allendorf. Die Dame wurde nun unter Anklage gestellt und von dem Fuldaer Bankier bei einer Konfrontierung bestimmt als diejenige bezeichnet, die ihm die Wertpapiere anbot. Dadurch, daß man die Angeklagte auf ihren Geisteszustand untersuchte, hat sich die Geschichte so lange verzögert. In der heutigen Verhandlung leugnet die Angeklagte und macht die wunderlichsten Angaben. Sie behauptet, von unheimlichen Menschen verfolgt zu werden und unter dem Banne von allerhand Geheimnissen zu stehen. Das ärztliche Gutachten bezeichnet die Angeklagte als hysterische Person, die aber über ihre freie Willensbestimmung verfüge. Das abends um 9 Uhr verkündete Urteil lautete auf 2 Jahre Gefängnis, unter Anrechnung von 1 Jahr Untersuchung.
G Seligenstadt, 24. März. Die Vorbereitungen zur Wahl eines Amtsnachfolgers für den am 21. Februar a. c. verstorbenen Bürgermeisters Nover sind bereits in vollem Ganze. Der geschäftige Volksmund nominierte anfänglich bedeutende Anzahl von Liebhabern für den erledigten Bürgermeisterposten. Ihre Anzahl ist indessen allmählich auf nur zwei ernstliche Kandidaten beschränkt worden. Es sind die Herren Gerbereibesitzer Beigeordneter Bores und Rendant Singer, welche demnächst im Entscheidungskampfe nm die Ciegespalme ringen werden.
® Vom Mittelmain, 24. März. Ein seltsamer „Wunderdoktor" durchstreifte neuerdings das untere und mittlere Mainicl nebst den angrenzenden Gebieten, überall mit mehr oder weniger finanziellem Erfolge sein Unwesen treibend. Die Untersuchungsmethode dieser medizinischen Spezialität besteht darin, daß er seinen vertrauensseligen Patienten auf den Ellenbogen klopft und dann den Puls befühlt. DieFestsetzung des Honorars für dir „Konsultation" überläßt der Wunderarzt hochherzig dem Kranken, berechnet aber dann für seine Medikamente Beträge bis zu 20 Mark. Als Nebenbeschäftigung betreibt dieser Schwindler auch die Wahrsagerei und die Zauberkunst. Er behauptet als Taubstummer geboren zu sein und erst im 9. Lebensjahre Gehör Und Sprache erlangt 'zu haben." Auch in Lohr versuchte der neue „Doktor Eisenbart" seine Heilkünste, hatte aber dort so wenig Glück, daß er seine Wirtshausschuld im Betrage von 10.67 M. nicht begleichen konnte und wegen Zechprellerei in Haft genommen werden mußte. Wegen seiner Wunderkuren dürfte der „Taubstumme", der sich als der „muntere Seifensieder" Christian Friedrich Harting aus Nordhausen entpuppte, voraussichtlich ein gerichlliches „Doktor-Diplom" in Form eines empfindlichen Freiheitsstrafurteils zu gewärtigen haben.
Briefkasten.
Mieter. Nach unserer Ansicht ist eine gütliche Einigung vorzuziehen, da der Vermieter den ihm dadurch erwachsenden Schaden doch auch nicht tragen kann.
W„ hier. Unsere Informationen haben ergeben, daß durch die betreffenden Handlungen Ihre Verpflichtung nicht hinfällig wird. Dem Betreffenden steht ein desfallsizes Recht zu.
Gebrauchs-Muster.
Nr. 194176. Gasbratofen, bei welchem die Brat- bezw. Fettpsanne ober ein Bratrost zugleich mit der Heizquelle heb- und senkbar angeordnet ist. Wilhelm Hartmann in Fulda, vom 9. April 1902 ab. — H. 18 244. Kl. 36a.
Nr. 194 084. In dem unteren Nockärmel angebrachter Manschettenhalter, welcher mit dem leicht verdickten Kopf des Manschettenknopfes einen Verschluß nach Art der Druckknöpfe herstellt. Hermann Rafflenbeul in Hofgeismar, vom 13. September 1902 ah. — R. 11208. Kl. 3a.
Nr. 194 450. Drahtstifte, bei denen die Spitze durch eine Fläche ersetzt ist, gleichgültig, ob die Fläche von der Größe des Drahtdurchmessers oder kleiner ist. Hartmann & Braun, Aktien-Gesellschaft in Frankfurt a. M., vom 9. Februar 1903 ab. — H. 20 312. Kl. 47a.
Nr. 193 774. Stütze für den Arm beim Schreiben mit nach allen Richtungen drehbaren Rollen. Jean Jörges in Frankfurt a. M.-Bornheim, Haidestraße 86, vom 2. Februar 1903 ab — I. 4303. Kl. 70d.
Nr. 193 904. Hilfsmittel zur Erlernung der Stenographie, bei welchem eine beliebige Schreibvorlage zwischen Walzen vor dem Schreiber vorbeigeführt wird. Alexander Butzmühlen in Frankfurt a. M., Elbestraße 36, vom 2. Februar 1903 ab. — B. 21279. Kl. 70b.
Nr. 193 651. Aus zwei zusammenklappbaren scharnierartig verbundenen Kalotten bestehender Eierbecher mit einer Schneidvorrichtung zwischen den Kalotten. Georg Seipel in Frankfurt a. M., Jordanstraße 47, vom 30. Januar 1903 ab. — S. 9224. Kl. 34f.
Nr. 194 618. Auswechselbarer Bürstenbelag für Farblederwalzenbürsten, bestehend ans einem um die Walze gelegten Bürstenbanb. Maschinenfabrik Moenus Akt.-Ges. in Frankfurt a. M., vom 28. Januar 1903 ab. — M. 14 650. Kl. 28b.
Nr. 194 372. Swansteckerfassung mit Längsschrauben, welche die federnden Pole mit quer durch die Fassung gehenden Steckerbuchsen in leitende Verbindung setzen. Friedrich Schrö-
__________________ 25. März.
der in Offenbach a. M., Domstraße 47, vom 9. Febrna 1903 ab. — Sck. 15 866. Kl. 21c.
Hue aller «kett.
Der Telegraphist Kaiser Wilhelms I., der im Kriege 1870/71 die Aufgabe halte, die Kaisertelegramme nach Berlin zu depeschieren, feierte dieser Tage seine goldene Hochzeit. Der Jubilar, namens Dessaules, lebt jetzt in Sande bei Lübeck und war viele Jahre im Dienste der Staatstelegraphie, bei der er, 42 Jahre alt, den Krieg gegen Frankreich mit- machte. Seinen interessanten Auszeichnungen entnehmen die „H. N." folgende Episode aus den weltgeschichtlichen Tagen von Sedan: Es uw am 2. September, mittags gegen 2 Uhr, als Oberst Graf Strachwitz, Kommandeur des 6. Husaren- regiments,. zum Feldtelegraphenamt kam und folgendes Telegramm König Wilhelms brachte: „Königin Augusta Berlin. Großer Sieg; der Kaiser Napoleon, der verwundete Marschall Mac Mahon sowie die französische Armee bei Sedan gefangen genommen. Gott helfe uns weiter. Wilhelm." Nach etwa einer Viertelstunde lief folgendes Telegramm ein: „Feldtelegraphenamt II, Clermont/ Ist das Telegramm echt; ist es vom Könige eigenhändig unterschrieben; darf ich Viktoria schießen lassen ? Berlin steht auf dem Kopf. Augusta." Die Antwort lautete: „Das Telegramm ist echt, es ist von Sr. Majestät eigenhändig geschrieben und unterschrieben; außerdem steht der Ueberbringer desselben, Oberst Graf Strachwitz, noch neben mir am Apparat. Dessanles, Telegrophensekreiâr."
Im Tunnel vom Bahnzuge überrascht. Der 69jährige Taglöhner Johann Thaler hatte die Bahnlinie am Autunnel in der Windau als Fußweg benutzt, wurde von einem nachfolgenden Zuge überrascht und zur Seite geschleudert. Lebensgefährlich verletzt, stark blutend und bewußtlos wurde er von einem Wächter in einer Tunnelecke gefunden.
Großfeuer. Im Dorfe Raednitz bei Krössen a. d. O. w brach gestern mittag Großfeuer aus. Infolge des starken Nordwestwindcs wurden etwa 30 Gehöfte mit ungefähr 80 meist mit Strohdächern versehenen Gebäuden eingeäschert. Viele Familien, die nur retteten, was sie auf dem Leibe hatten, kampieren im Freien. Ein Kind ist in den Flammen um« gekommen, auch ist viel Vieh zu Grunde gegangen.
Grdbeben. Aus London, 24. März, wird berichtet: Die Erderschütterunzen am heutigen Nachmittag wurden an verschiedenen Orten wahrgenommen. In Leek (Staffordshire), wo zwei Erdstöße verspürt wurden, liefen die Bewohner aus den Häusern auf die Straße. In Alfreton (Derbyshire) traten drei Stöße auf. Dabei wurden in einigen Häusern Geräte zerbrochen. Schornsteine fielen ein und die Telephon- verb'ndung wurde gestört. In Ashbourne, Grafschaft Derby,' ist durch die starke Erschütterung ein Schornstein abgestürzt. Der angerichtete Schaden ist nirgends bedeutend.
Die spanische Schahgräberbande unschädlich gemacht. Dem „B. L.-A." wird aus Madrid gemeldet: । Die Polizei verhaftete heute die Schatzgräberbande, die ihre Opfer besonders in der Sckweiz und Deutschland suchte. Dië' ' Bande pflegte an ihre Opfer, deren Wohnungen durch 'die Adreßbücher ausfindig gemacht wurden, Briefe zu richten, in welchen ein gewisser Olbes sich für einen eingekerkerten Kapitän ausgab, der sich an einer politischen Kundgebung beteiligt hatte. Dieser erbot sich in ziemlich gleichlautenden Schreiben, gegen Einsendung einiger tausend Mark den Ort mitzuteilen, wo ein Teil einer angeblich gestohlenen Regimentskaffe im Betrage von 600 000 Pesetas vergraben liege, und erwähnte dabei auch geschickt seiner 17jährigen Tochter, die im Kloster auferzogen werde. Dieser ewig alte Trick zog immer noch, wie zahlreich beschlagnahmte Briefe jüngsten Datums aus dem Auslande beweisen.
Schwer wiegende Gründe. Die Strafkammer zu Hannover hat in diesen Tagen 32 Metzgermeister vorgeladen, die sich wegen Fälschung von Nahrungsmitteln zu verantworten hatten. Doch die Verhandlung mußte vertagt werden, da nach Urteil des Gerichtshofs das Körpergewicht der Angeklagten derartig hoch war, daß das Einbrechen des Fußbodens zu befürchten war. TagS darauf fand dann die Verhandlung in dem Saale des Schwurgerichts statt, der gleicher Erde liegt.
Schwindelabbttdungen. Jedem, der im Orient Bescheid weiß, ist bekannt, daß die angeblichen türkischen Gräuel zum Teil auf Erfindung beruhen. Den Rest besorgen dann sensationelle Berichte, die neuerdings noch durch Photozraphim illustriert werden. Wie das alles gemacht wird, ergibt sich aus einem interessanten Artikel in der „Köln. Ztg.", einer
Asm
machen wir darauf aufmerksam, daß alle für den „Annulier Allzeiger" aufgegebenen Inserate gleichzeitig
auch, ohne Preisaufschlag, im
Langenselbolder Anzeiger
Amtliches Organ für den Amtsort Langenselbold sowie im
Neuen
Groß-Auheimer Anzeiger
General-Anzeiger für Groß-Auheim u. Umgegend erscheinen und damit eine thatsächlich große Verbreitung erfahren.
Beide Nebe»» - Ausgaben des „Hanauer Anzeiger" werden in den betreffenden Ortschaften fast von
Haus zu Haus
gelesen.