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Geburtstages unseres Kaisers und forderte sämtliche Kollegen auf. ihre Änkânglichkeit, Liebe und Verehrung zu Sr. Majestät durch ein kräftiges Hoch Ausdruck zu geben, dem Folge gegeben wurde.
* Matttkattalrsiermra. Die „Augsb. Abendzig." berietet: Die preußische Regierung hat nunmehr auf das Schreiben, welches die bayerische Regierung im März d. J. in Sachen der Mainkanali ation an sie gerichtet hatte, eine Antwort erteilt, welche die Aussicht krönet, daß nunmebr mit Erfolg in weitere Verhandlungen über diese Angelegenheit eingetreten werden kann. Vorher sind jedoch bayriicherleits *»ch einige Vorerhebungen notwendig, nushalb bis zur Aufnahme der Verhandlungen wohl noch einige Zeit verstreichen wird.
* * Der Brand der Fabrik der Dunlop Pneu- matie Tyre Compagnie. Gegen ^46 Uhr gestern abend ertönten die Feuerglocken und ein bald darauf am nördlichen Himmel sich bemerkbar machender intensiver Feuerschein zeigte an, daß diesmal die Feuerwehr nicht umsonst ausrücken würde. Die Gummiiabrik — wie die am Ende der Bruchköbeler Landstraße gelegene Fabrik der Dunlop Pneumatic Tyre Compagnie schlechtweg im Volksmunde genannt wird — stand in bellen Flammen und bot dem Näherlommenden inmitten der Winter- landschaft einen schaurig-schönen Anblick. Mit unheimlicher Schnelligkeit vergrößerte sich das zunächst aus den Fenstern des unteren Stockwerks hcrausichlagende gewaltige Flammenmeer, das sehr bald die ganze nördliche Hälfte des Gebäudes einnahm und bis über das Dach hinaus schlug. Mit geheimem Grauen dachten die Herbeieilenden zunächst der in dem Gebäude beschäftigten zahlreichen Personen, von denen man befürchtete, daß sie bei dem ungeheuer raschen Vorwärts- schreiten des ausgebrochenen Feuers nicht mehr die Zeit gefunden haben könnten, sich in Sicherheit zu bringen, Rumil. auch noch bekannt war, daß chei der Behandlung der Pneumatiks vorwiegend feuergefährliche Stoffe, wie Benzin, getränkte Leinwand, Schwefel u. s. w. verwendet werden. Doâ wurde alsbald die tröstliche Kunde gegeben, daß kein Menschenleben in Gefahr stand, da alle Zeit gefunden hatten, sich zu retten, wenn auch nur wie sie gingen und standen. Es durste Niemand den Versuch macheu, etwas zu retten, waS die Arbeiter bezw. Arbeiterinnen nicht auf dem Leibe hatten, verbrannte. Ein junger Mann in dem Expeditionsraum hatte nicht einmal mehr Zeit, seine Uhr und sonstigen Sachen aus dem Pult zu nehmen, er mußte schleunigst flüchtig gehen. Das Feuer war in einem neben dem Gasmotor gelegenen Arbeitsraum im unteren Stockwerk ausgebrochen, in welchem die Gummiteile mittelst Benzin abaebürstet werden. Auch Schwefel- staub ist mit darunter vermengt. Die Gaslampen in diesem Naum sind zur Sicherheit mit Drahtkörben versehen, und an diesen Drahttörben hat sich mit der Zeit etwas Ruß geb ldet. Nach dem Anzündm der Lampen ist nun, wie es scheint, ein glimmendes Rußteilchen in emen Benzinbehältcr gefallen, der augenblicklich den ganzen Raum in Flammen setzte. Der darin beschäftigte Arbeiter ergriff sofort die Flucht und alarmierte das ganze Personal, das sich, wie erwähnt, in Sicherheit zu bringen vermochte. Die verhältnismäßig schnell an der Brandstelle erschienene Feuerwehr hatte zunächst sehr mit Wassermangel, zu kämpfen und konnte nicht in der erwünschten Weise eingreifen, doch hatte dieser Umstand an sich nicht viel zu bedeuten,» da man sich lediglich auf die Rettung der das brennende Gebäude umgebenden Schuppen, in welchen wertvolle Vorräte lagern, beschränken mußte. Nach kaum Fünsoicrtelstunden hatte das gefräßige Element das Gebäude zerstört und krachend stürzten die Decken zu Boden, worauf jedesmal eine gewaltige Flammensäule in die Höhe schlug. Nach dem Stürzen des Gesimses lösten sich auch die Mauern des oberen Stockwerks und stürzten prasselnd herab. So standen binnen kurzer Zeit von dem Gebäude, in welchem 2 Stunden vorher noch fleißige Menschen tätig gewesen, nur noch dir Umfassungsmauern, innen und außen kahl gebrannt. Am längsten hatte sich noch der vor nicht langer Zeit hergestcllte Treppenanbau gehalten, in welchem sich ein Taubenschlag befand. Die 5 Brieftauben, die darin waren, kamen in den Flammen um. Der Schaden, der etwa 200 000 Mk. beträgt, ist durch die Magdeburger Fkucroersicherungsgesellschaft und die englische „Commercial Union" gedeckt. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß die gänzliche Rettung aller Personen hauptsächlich dem Umstand zuzuschreiben ist, daß auf Veranlassung des Herrn Gewerberats Scheibel eine steinerne Notireppe eingebaut war, auf welcher die Rettung der Leute bewerkstelligt wurde. Die Fabrik beschäftigt zur Zeit ca. 70 Leute, der Betrieb leidet keine Unterbrechung, da die Möglichkeit vorhanden ist, ihn in einem anderen Gebäude alsbaid wieder aufzunehmen. In Aussicht genommen ist hierfür das Gebäude der liquiden Maingau- Konservenfabrik. Für die Erledigung der laufenden Austrâ ;e sind genügend Vorräte vorhanden.
+ Verein für Hausbeamtinnen. Dem vierten Jahresbericht des Vereins für Hausbeamtinnen in Frankfurt a. M. entnehmen wir die erfreuliche Tatsache, daß derselbe in andauernder und gedeihlicher Weise wächst. Es wurden in der letzten 2jährigen Rechenschaftsperiode 187 Stellen in allen Zweigen der Hauswirtschaft, Stützen, Haushälterinnen, Kindergärtnerinnen, Hausdamen u. s. w. besetzt, und diese Zahl würde eine noch weit höhere sein, wenn die Stellesuchenden durch eine geeignete Vorbildung zu besseren Leistungen befähigt wären. Der Vorstand weist daher immer wieder auf die Notwendigkeit einer zielbewußten beruflichen Ausbildung hin, die verhältnismäßig wenige Opfer an Zeit und Geld fordert und sich sofort durch höhere Bezahlung und dauernde Stellung lohnt. Der Verein hat zu diesem Zweck Sprachkurse eingerichtet, weift auch für Kochstudien, die er sehr empfiehlt, geeignete Stellen an und nimmt sich durch Unterstützungen und Darlehen der Stcllensuchenden in jeder Weise an. Auch die Erbauung eines eigenen Heimes ist in Plan und der dazu bestimmte Fonds im Wachsen. In unserer Zeit, die danach strebt, jedes Mädchen auf eigene Füße zu stellen und sie damit zur Herrin ihres Geschickes zu machen, können Eltern nicht genug ermahnt werden, auch diejenigen Töchter, die sich dem häuslichen, einem so überaus wichtigen Berufe widmen wollen, in geeigneter Weise dafür
Samstag
attSzurüsten, wozu sich schließlich an jedem Orte Gelegenheit bietet. Auftraggeber wie Stelleusucheude wollen sich melden: Verein für Hausbeamtinnen, Kaiserhofstr. 14, Frankfurt a. M.
* Papstscier. Die hiesigen Kuboiiken werden, aus Anlaß des Regikrungsjubiläums Leos XIII., am 15. Februar dieses Jahres in den Sälen der „Centralhalle" eine Papst- feier veranstalten.
* Marian. Jttngfrauen-Kongregation. Aufhoiel- fachen Wunsch wird eine zweite Aufführung des Festspieles der Marianischen Jungfrauen-Kongregation voraussichtlich am 3. Februar veranstaltet. Näheres wird noch durch Annonce bekannt gemacht.
* Futzballsport. Wie wir in unserer Nummer vom 17. d. M. «»gekündigt hatten, standen siâ am vergangenen Sonntag auf dem Sportplatz an der „Schönen Aussicht" die beiden Mannschaften der Spielabteilung der „Turnaestllichaft Wiesbaden" und des „T. Hanauer Fußballklubs 1893" im Wettspiel gegenüber. Unser Hanauer Verein, dessen erste Mannschaft schon vor 14 Tagen, nur mit 9 Mann spielend, die komplette erste Team des „Fußbolliportvereins Frankfurt" mit 3 :1 schlug, konnte auch hier, trotzdem er wieder mit durch Ersatz geschwächter erster Mannschaft antrat, in beiden Spielen den Sieg an sich bringen und zwar mit 3 bezw. 5 zu 1 Goal. Morgen tun wird der „I. Hanauer Fußballklub 1893" sein Training sorisetzen, indem seine erste Mann'chaft nachmittags um 3 Uhr gegen die erste Mannschaft des Frankfurter Fußballklubs „Germania" auf dem Sportplätze an der „Schönen Aussicht" spielt, während sich die zweite Mannschaft Hanau's nach Aschaffenburg begibt, um dort der ersten Team des Aschaffenburger Fußballklus „Viktoria" entgegen zu treten.
* Humor. Musik-Verein „Fidelio". Wie aus dem heutigen Inseratenteil ersichtlich ist, feiert vorgenannter Verein morgen Sonntag den 25. Januar in dem Saale der „Harmonie" sein 8. Stiftungsfest, verbunden mit Abendunterhaltung und Ball. Der Verein hat, wie bei seinen früheren Festlichkeiten, so auch diesmal sein bestes Können eingesetzt, um seinen Besuchern einen genußreichen Abend zu bereiten. Das Programm ist ein sehr abwechslungsreiches und verspricht eine gute Durchführung. Wir wollen nicht verfehlen, Freunde und Gönner des Vereins an dieser Stelle darauf aufmerksam zu machen.
* Zur goldnen Gerste. In den hübschen Lokalitäten dieses Etabllssements werden morgen die Gäste außer an konzertlichen Darbietungen durch das neue Orâestrion und Grammophon auch an humoristischen Vorträgen des Komikers Herrn Karl Göbel sich zu ergötzen Gelegenheit haben.
* In der Wiener Spitze gibt morgen die italienische Theatergesellschaft „Monte Casino" (8 Per'onen) ein einmaliges Gastspiel. Es werden geboten Mandolinen-Vorträge, Gesangsduette u. a. m. Der Gesellschaft geht ein sehr guter Ruf voraus, sodaß ein Besuch der Veranstaltung bestens zu empfehlen ist.
* Restaurant Allemani». Für abwechselnde Unterhaltung bei dem morgen stattfindenden Konzert wird der Bauchredner und Zauberkünstler Herr Chr. Grimm sorgen.
* In der Brauerei Dörr tritt morgen das schon wiederholt ausgetretene vorzügliche Duettistenpaar Geschwister Schadt sowie die Taubendomptense auf vielseitigen Wunsch nochmals auf. Als Humorist wird Herr Bach fungieren.
* Das Hahnenkammhaus ist morgen Sonntag geöffnet.
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X . Langendiebach,23.Januar. (Ausgewandert.) Wie wir erfahren, hat der Handelsmann D. von hier ohne Familie den Wanderstab ergriffen und die große Reise über den Ozean angetreten, um in der neuen Welt sein Glück zu versuchen. Ueber die eigentlichen Beweggründe verlautet nichts bestimmtes, jedoch sollen mißliche Vermögensver- Hältniffe die Hauptursache zur Auswanderung sein.
Sprechsaat.
Für die unter dieser Rubrik eingelandten Notizen übernimmt die Redaktion dem Publikum ae^enüber keinerlei Verantwortung.
fAackelzug.
Bei dem Verzeichnis der Straßen, die der Fackelzug am 1. n. M. passiert, finden wir, daß eine unserer schönsten Straßen der Altstadt, die Nordstraße, die doch auch eine gewisse historische Vergangenheit besitzt, nicht mit ausgenommen worden ist. Wir glauben mit Bestimmtheit annehmen zu dürfen, daß es nur dieser Anregung bedarf, um eine Aenderung in dieser Hinsicht zu schaffen und die Nordstraße noch nachträglich Aufnahme finden wird. '
Aus dem Gerichtsfaat.
Sitzung des Schwurgerichts vom 23. Januar.
Körperverletzung mit tätlichem Erfolg.
Auf dem Gerichtètisch liegen eine Anzahl blutgetränkte Kleidungsstücke, mehrere Taschenmesser. Auf der Anklagebank fitzen Schreinergeselle Edmund Barthelmes, geboren den 3. Juli 1878, die Bauernsöhne Karl Blum, geb. 3. November 1878, und Ludwig Blum, geb. 27. Januar 1878, sämtlich von Rupsroth im Fuldaiscben. Die Anklage legt ihnen zur Last, am 2. November 1902 den Heizer August Schleicher von Liebhards gemeinschaftlich mißhandelt zu haben, wodurch dessen Tod herbeigeführt wurde. Alle drei leugnen. strikte, den Gelöteten geschlagen zu haben, obwohl nur sie um ihn herum standen, als er den rötlichen Stich erhielt. Der Sachverhalt ist folgender:
Am 2. November v. I. waren die drei Angeklagten von Rupsroth nach Liebhards in die Scheller'iche Wirtschaft gegangen, woselbst sie lange verblieben und Veranstaltungen für die „ bevorstehende Kirchweih traten. In dieser Wirtschaft saß auch der Heizer Schleicher, der mit den Dreien bekannt war und spielten Karten. Die Gäste wurden nur von der Wirtin bedient, weil deren Mann unpäßlich zu Bett lag. Barthelmes und Karl Blum waren mehrfach zusammen wildern gegangen und huldigten auch dem Vogelsang, Schleicher
24. Januar.
batte sie dabei betroffen, bezw. davon gekört. Ein Bru er des Schleicher war Aufseher im Steinbruch, inwelâem Aug. Schleicher und Karl Blum befähigt waren. In der Nebenstube, in welche sich August Schleicher und Barthelmes begeben hatten, entstand nun zwischen den beiden ein Wortwechsel, in dessen Verlauf Schleicher dem Barthelmes seine Wildiebereien vorwarf. An dem Wortwechsel beteiligte sich alsbald auch Karl Blum, der gleich tätlich geworden sein muß, denn Schleicher soll einen Ruf ausgestoßen haben, der lautete: „Wenn Du mich noch einmal trittst, arbeitest Du keine 14 Tage mehr im Steinbruch!" „Das kann mir nichts verschlagen ich höre gleich auf!" erwiderte Blum und warf dem Schleicher auch vor, er habe zum Bau seines Hauses Steine und Sand aus der Rupsroiher Gemarkung ohne Erlaubnis geholt. Von da pflanzte sich der Streit ins Wirtszimmer, wose bst Karl Blum und Schleicher zu gleicher Zeit auf einander losgefahren sein tollen. Die Gruppierung der Personen war dann so, daß Schleicher ungefähr im Halbkreis von den drei Angeklagten umringt war. Es gab nun auf kurze Zeit ein Durcheinander, bei welchem alle Streitenden die Hände hoch hatten und wobei die Zeugen Schläge fallen hörten. Im gleichen Moment stürzte auch Schleicher wie vom Blitz gefällt zu Boden, aus einer Wunde im Nacken quoll ein Blmstrom hervor. Ludwig Blum hielt gleich das Ta'chenluch daraus, während sich die Anderen um Wasser bemühten, es war aber alles vergebens. Nach ganz kurzer Zeit schon war Schleicher tot. Ludwig Blum jammerte sogleich: „Was habt Ihr gemacht, er ist tot!" Nun wollte keiner dem Erstochenen etwas getan haben. Der Ermordete wird als ein anständiger, braver Mensch geschildert, der sich vor Kurzem ein Haus gebaut hatte und nächstens heiraten wollte.
Wie erwähnt, erklären sich alle Drei für vollständig unschuldig. Am meisten belastrt erscheint Karl Blum, der den Eindruck eines gefühllosen Menschen macht. Er hat kurz zuvor bramarbasiert: „Wenn ich mal einem eine ins Genick gebe, brr hat genug!" Bei der bei ihm vorgenommenen Haussuchung wurden eine Menge Gegenstände entdeckt, die er beim Militär gestohlen hat und weswegen ihm noch eine Anklage bevorsteht. Barthelmes beschuldigt ebenfalls den Karl Blum als den Täter, Ludwig Blum will nur hinzugegangen sein, um seinen Bruder hinwegzuziehen. Das scheint nach den Zeugenaussagen auch z«,«treffen.
(Schluß folgt.)
Marktbericht.
Hanau, 24. Januar. (Lebensmittelpreise.) Geflügel: Tauben das Pärchen 60 P'g. bis 1 Mk.; ein alter Hahn 1,20—1,50 Mk.; ein Huhn 1,20-1,50 Mk.; eine Gans 3,50—4 Mk.; Gans, gerupft, 68—70 Pfg. das ^» Vg; Fische: gewönliche Sone 30 Pfg., bessere Sorte 35 Pfg. — kg; Gemüse: Meerrettich die Stange 5—20 Pfg., Blumenkohl das Stück 20—35 Pfg., Kopfsalat das Stück 15—18 Pfg., Unter-Kohlrabi das Stück 8—15 Pfg., Wirsing das Stück 8—15 Pfg., Weißkraut das Stück 10 bis 25 Pfg., Rotkraut das Stück 10- 35 Pfg., Sellerie das- - Stück 5—15 Pfg., gelbe Rüben das Piund 15 Pfg., Braunkohl die Portion 10—20 Pfg., Rosenkohl die Portion 30 bis 40 Pfg., Schnittkohl die Portion 10—20 Pfg., Schwarzwurzeln die Portion 20—30 Pfg., Spinat die Portion 30 bis 40 Pfg., Schmalzkraut die Portion 10—20 Pfg., Kartoffeln das Doppelliter 10—20 Pfg.; Obst: Aepfel das Pfund 10—25 Pfg.; Birnen das Pfund 15—25 Pfg.; Citronen das Stück 5-8 Pfg.; Apfelsinen das Stück 4-8 Pfg.; Paradiesäpfel daS Stück 5 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfund 1—1,25 Mk., Käse zwei Stück 9 Pfg., Eier das Stück 7—10 Pfg., Zwiebeln daS Doppelliter 15—20 Pfg., Welschkorn das Doppelliter 23 Pfg., Radieschen das Bündel 10 Pfg., Kastanien das V» kg 18—20 Pfg.; Weizenmehl 1. Sorte 20 Pfg., 2. Sorte 18 Pfg., 3. Sorte 16 Pfg., 4. Sorte 14 Pfg. — Vi kg.
Hue stab und fern.
Schlüchtern, 23. Jan. Die Gemeindevertretung Wallroch hat in ihrer Sitzung am 15. d. Mts. einstimmig die Anlage einer Hochdruckwasserleitung für die Gemeinde beschlossen. Mit den Arbeiten wird im Frühjahr begonnen.
Friedberg, 23. Januar. Der seit längerer Zeit vermißte Kaufmann Max Straus wurde heute als Lèlche aus dem Mainzer Kohlenbasen geländet.
□ Klein-Auheim, 22. Januar. Am nächsten Sonntag den 25. d. M. findet die Abendunterhaltung des Hiestgen Katholischen Männer- und Arbeiter-Vereins statt. Die Feier wrd im Saale des Gasiwiris Jean Bauer, „zum grünen Baum", abgehalten. Am Nachmittag halb 4 Uhr findet Vorstellung für die Schuljugend, am Abend 8 Uhr für die Erwachsenen statt. Es wird das religiöse Stauspiel „Alexius der verborgene Edelstein" aufgeführt. Es wird 30 Pfg. Eintritt erhoben und da der Reinertrag zum Besten des Katholischen Schwesternhauses bestimmt ist, hoffen wir auf recht große Beteiligung.
Auszüge ans dem Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Cassel.
Langenselbold. Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in Ansehung "der in der Gemarkung von Langenselbold belegenen, im Grundbuche von Langenselbold zur Zeit der Eintragung des VersteigerungsVermerkes auf den Namen: L der Ehefrau des Peter Bassermann 3r, Katharina, geb. Faust, zu Langenselbold zu ideellen %, II. der Erben des Johann Wilhelm Faust, nämlich: 1) der Ehefrau des Peier Bassermann 4r, Anna Rosina, geb. Faust, daselbst zu einem ideellen */«, 2) der Katharina Elisabeth Faust daselbst zu einem ideellen ’/«, 3) der Kinder der Ehefrau des «Sanitälsrats Dr. ined. Friedrich Fuhrhans, Anna Katharina, geb. Faust, als: a. Anna Elisabeth Fuhr- Hans, 1). Wilhelm Ono Ernst Fuhrhans, c. Anton Josef FuhrhanS, â. Lina Dorothea Antoinette Fuhrhans zu Gelnhaufen je zu einem ideellen Vierundzwanzigstel eingetrage-