Seite 2.
Mittwoch
22. April.
Abend zu erwarten steht. Außerdem werden Mitglieder auswärtiger Vereine in großer Zahl erwartet. Karten, die gratis angegeben werden, sind an dem betreffenden Abend noch am Saaleingange zu haben.
* Silberne Hochzeit. Herr Straßenmeister P. Sauerwein und Frau, Fischerstraße 1, feiern morgen das Fest der silbernen Hochzeit.
* Ober«Kriegsgericht. Wegen Mißhandlung eines Untergebenen haue das Kriegsgericht den Unteroffizier H. des Infanterie-Regiments Nr. 166 zu 14 Tagen gelindem Arrest verurteilt. Die Berufung gegen dieses Urteil wurde verworfen.
* Eine komplette Brant Ausstattung, ausgestellt bei Mainzer u. B r u ch f e l d, zieht gegenwärtig die Aufmerksamkeit, namentlich der Damenwelt, in großem Maße auf sich.
* Die nächstjährigen Kaisermanöver. Aus einer in mililârischen Fragen gut unterrichteten Quelle wird dem „Hannoo. Kur." mitgeteilt, daß die nächstjährigen Kaiser- manöver in der Rheinprovinz abgehalten werden sollen, und zwar werden sich an diesen Manövern die Truppen des 7. resp. 10. und 18. resp. 8. Armeekorps betei.igen.
* *
* Bruchköbel, 22. April. (Silberne Hochzeit.) Landbriefträger Herr Ernst K a l k h o f und Frau feiern heute das Fest der silbernen Hochzeit.
Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 22. April.
9 Uhr 48 Min.
Der Luftdruck ist gleichmäßig verteilt. In Deutschland ist die Witterung ruhig, außer an den Küstengebieten trübe, meist wärmer.
Prognose für den 23. April: Ruhiges, meist trübes Wetter mit Niederschlägen wahrscheinlich.
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 21./4. 22./4.
Sehr trocken =
Beständig
Schön 760-^üäi
Veränderlich —-----
Regen (Wind?°0-^
Viel Regen 740—^|||| ^ 730^5
Kammer Vereins- «. Urrgungnngsnachrichten
für Mittwoch den 22. Avril.
Dramatiich-literarsicher V rein Hanau: Abends 8 Uhr im Saale der „Cevtralhalle" : Vrojektionè-Vortrao.
Ev. Männer- u. ZünglingSverein: Poiaunenbtaten <Ev. Verewshaus) Kaufmännische: Verein Hanau: Vereinsabend im Restaurant Mohr.
Turn- u. Fechtklub 9 Uhr: Fechten; von 9—10 Uhr: Turnen der Männerabteilung.
Turngesellschaft: Abends von '/a9—10 Ubr - Turnen der Männerabteil. Gewerbe- und Handwerker-Verein: Vereinsabend in der „Allemania' Thaler-Klub: Zusammenkunft in den „3 Hasen'.
Gelanaverein .Tonblüthe': Singstunde in Der .Stadt Bremen." Gesellschaft „T-eu beim Alten': VeremSaüend (Braue.ei Orfchler). Kegel-Klub: Gasthaus .zur guten Quelle'.
Hanauer Radsport 1895: Vereinsavend in der .Stadt Bremen". Arends'scher Stenographenveretn „Apollovund" (Gasthaus „z. Grasen Pöilivv Ludwig': Vereins ab end.
National -Stenogravbenverein: Uebungsstunde für die Praktiker-Abteilung (Lokal: „Zur großen Krone").
Zimmerstubengesellschaft „z Maivlust '-Kesselstadt ■ Zimmerstutzenschießen.
Hanauer Schützenverein : Vereinsabend im „Restaurant Mohr.' Freiwillige Feuerwehr: 1. Komp, im „yoldnen Her,' - Steiger-Korp? in der „Brauerei Beck'.
Hanauer Fußballklub „Wacker": Vereinsabend (Restaur. Carlsberg.)
Verffeigernrrgs- etr. Kalender
für Donnerstag den 23. April.
Nackmittags von 2 Uhr ab sollen die der hiesigen Lnhbank vom
1. April d, I. verfallenen Effekten-Pfänder verkauft werden.
, Ans dem Gerichtsjaal. Sitzung des Schwurgerichts vom 2t. April.
Zusammenstoß mit einem Wilderer.
In der Morgenfrühe des 1. März d. Js. waren der Stadtförster Kurtius von Orb sowie der dortige Jagdaufseher Englert im Orber Stadtwald in Ausübung ihres Dienstes auf einem Patrouillengang begriffen. Der 1. März war ein Sonntag und diese benutzen die in letzter Zeit in den dortigen Forsten sehr häufig auftretenben Wilderer zur Ausübung ihrer gefährlichen Passion. Jagdaufseher Englert wurde plötzlich durch sein Glas mehrerer W'lderer ansichtig, weshalb sich die beiden Jagdbeamten oerfterften und die Wilderer herankommen ließen, um sie möglichst auf der Tat zu ergreifen. So kamen die Wilddiebe — drei an der Zahl — an dem Standort der Förster vorüber, ohne ihrer gewahr zu werden. Erft als sie schon ein Stück weit fort waren, bemerkte einer der Wilderer die Anwesenheit der Jäger und stieß einen warnenden Ruf aus, worauf alle drei die Flucht ergriffen. Förster Kurtius nahm sofort die Verfolgung auf. Zwei von den Wilderern gewannen einen großen Vorsprung und entkamen, einer jedoch war nicht so schnellfüßig wie die anderen und zwischen ihm und dem Förster wurde der Abstand kleiner und kleiner, die Aussicht auf ein Entkommen immer schlechter. Da drehte sich der , hart verfolgte Wilderer plötzlich
mitten im Lauten um und leqte das Gewehr auf den Förster an, welcher seinerseits natürlich sofort dasselbe tat. Diebeiden Schüsse fielen fast gleichzeitig, jedoch mit verschiedenem Erfolg. Der Wilderer hatte einen Kugelschuß abgegeben und dieser hatte sein Ziel verfehlt, der Förster aber hatte eine Schrotpatrone abgeschossen und diese erreichte das Ziel. Dem Wilderer saß eine Anzahl Schrote im Bein und an sonstigen Körperstellen und er mußte die Flucht aufgeben. Er gab dann, allerdings erst nach mehrmaliger Aufforderung, auch das Gewehr her und konnte von den beiden Jägern dingfest gemacht werden. Es war der Müllersknecht Wilhelm Noll von Orb, seine entflohenen Genossen waren die Einwohner Kron und Döpven- schmidt von Orb. Noll steht schon lange im Geruch der Wilddieberei, er und Kron halten Gewehre bei sich, Döppenschmidt fungierte wahrscheinlich als Treiber.
Auf der Anklagebank sitzt heute nur der Müllergeselle Wilhelm Noll, geboren an 30. Oktober 1870 zu Beltgen- brunn, seit Jahren auf der Hasenmühle in Orb bedienstet. Er ist angeklagt, am 1. März d. Js. im Orber Stadtwald dem Stadtförster Kurtius Widerstand geleistet und es versucht zu haben, den Förster zu töten. Wegen des unberechtigten Jagens wird sich der Angeklagte und seine Genossen noch vor der Strafkammer zu verantworten haben. Der Angeklagte, ein Analphabet, gilt in Orb schon längst als Wilderer. Sein und seiner Genossen Aufgabe im Fastnachts- ruge war es gewöhnlich, Szenen aus dem Wildererleben mit höhnischen Anspielungen auf die Jagdbeamten darzustellen. Bei der Haussuchung bei ihm wurden eine ganze Anzahl Jagd- gerätschaften und ein falscher Bart gefunden, er will aber nur gelegentlich von der Mühle aus nach einem Hasen geschossen haben. Das Zusammentreffen mit dem Förster am 1. März gibt er zu, will aber nicht das Gewehr auf den Förster angelegt haben. Dasselbe könne ihm höchstens im Fallen los- gegangen sein. Die Jagdbeamten schildern die Bewegung wie oben beschrieben. Jagdaufseher Englert zog noch die rauchende Patronenhülse aus dem Gewehr deS Angeklagten, als dieser dingfest gemacht mar. Sie brachten ihn auch selbst zum Arzt.
Die Gesworenen verneinten die auf versuchte Tötung lautende Schuldsrage, bejahten dagegen die zweite Frage, welche dem Angeklagten einen rötlichen Angriff gegen einen Forst- beamten mittelst einer Waffe zur Last legt, verneinten auch die Frage nach mildernden Umständen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von 2 Jahren; das Gewehr wird eingezogen. In den Urteilsgründen heißt es, daß eine strenge Strafe geboten war wegen der außerordentlichen Schwere des Angriffs, und daß die Forstbeamten gegen solche Gefahren ausreichend geschützt werden müssen. Der Staatsanwalt hatte 3 Jahre Gefängnis beantragt.
Die Anklage vertrat Herr Erster Staatsanwalt Lehmann, Verteidiger war Herr Rechtsanwalt Malkmus.
Sitzung des Schwurgerichts vom 22. April.
Diebstahl und Tötung.
Die am 8. Oktober 1858 im Kresse Striegau in Schlesien geborene Lackierersehefrau Bartel von Fulda ist des versuchten schweren Diebstahls und der vorsätzlichen Tötung der 80jâhrigen Fräulein Anna A u t h au Fulda angeklagt. Die Bartel, die in der Hauptsache geständig ist, wurde von der Getöteten, mit der sie im selben Hause wohnt, dabei ertappt, wie sie in ihrer (der Auch) Wohnung an der Komode sich zu schaffen machte. Wahrscheinlich um die Entdeckung zu verhüten, schlug sie das alte Fräulein nieder und steckte ihr vermittelst eines Besens ein Tuch in den Hals. Die schwer Mißhandelte starb nicht lange nachher an den Folgen.
(Schluß folgt.)
Sitzung des Schöffengerichts vom 2L April.
Der Klempnergeselle H. hat bei seinem Weggang von hier seinen Hausleuten eine Weste und ein Dreimarkstück entwendet. Er wird zu 5 Tagen Gefängnis verurteilt. — Nach einem Freibierabend war der Maurer B. in Bruchköbel in eine unternehmende Stimmung geraten. Als der Gäniehirte auf der Haustreppe der Wirtschaft stand und nichtsahnend die Straße entlang sah, lugte B. aus der Haustür, gab dem Gänsehüier einen Stoß und dieser flog die Treppe hinunter, aber zum Pech für den B. gerade dem Gendarmen vor die Füße. Der Spaß, den Gänsehirten einmal fliegen zu sehen, kostet den B. 30 M. — Fünf Schuljungen von Wachenbuchen sind der gegenseitigen körperlichen Mißhandlung angeklagt. Da das Gericht aber mit dem Verteidiger der Ansicht ist, daß derartige Schuljungenpassionen besser gleich vom Lehrer durch Anspannen der Höschen ausgetrieben werden, sieht es von einer gerichtlichen Strafe ab und erkennt auf Freisprechung. — Der vielfach vorbestrafte Bierbrauer R. von Kaiserslautern wurde hier beim Betteln erwischt. Als ihn ein Schutzmann in Polizeigewahrsam brachte, leistete er Widerstand und beschimpfte den Beamten in gröblicher Weise. Der Angeklagte wird zu 6 Monaten Gefängnis und 3 Wochen Haft verurteilt. — Der Fuhrunternehmer S. war der Übertretung des Feld- und Forstpo tizeigesetzes an» geklagt, weil er unberechtigt eine Fuhre Mutterboden abgefahren hatte. Eine Erlaubnis zum Abfahren war vorhanden, jedoch bezog sie sich auf anderes Abfuhrmaterial. Da nur ein Mißverständnis vorlag, wird der Angeklagte freigesprochen. Der Metallschläger L. mißhandelte 2 Mädchen durch Schläge und Fußtritte. Der Maurer K. ergriff die Partei der Angegriffenen und schlug den L. L. erhält 6 Wochen Gefängnis, K. 20 Mark Geldstrafe. — Der Spengler W. von Wachenbuchen gab einem Gärtnerlehrling einen Stoß mit einem Kuchenbrett, weil letzterer ihm das Brett von der Bahn nicht nach Hause tragen wollte. W. erhält 20 Mark Geldstrafe.
Hue f^ab und fern.
® Gelnhausen, 21. April. Der Kreisausschuß widmete dem schervenden Landrat v. B a u m b a ch als Andenken an dessen hiesige Wirksamkeit einen Blumenaufsatz aus Silber. Das im Rokokostile gehaltene Prachtstück wurde von der Firma I. D. Schleißner Söhne in Hanau angefertigt.
"^MwvnBonaMsaièiwMnn^^
An der einen Längsseite ist die Widmung des Kreises, auf der anderen die Jabresrahl 1894—1902 angebracht.
Witzenhausen, 21. April. Das Hotel König von Preußen wurde am Samstag vor hiesigem Gericht zwangsweise im Konkursverfahren versteigert. Höchstbietender war die Herbilesbrauerei in Cassel mit einem Gebot von 55 637 Mk.
FC. Tann a. d. Rhön, 21. April. Freiherr Sigmund v. d. Tann in Tann wurde vom Amtsgericht Hilders wegen Verschwendung und Trunkucht entmündigt.
Butzbach, 22. April. Nach der „Oberh. Ztg." brach bei der 2. Komp, des hiesigen Jissantcrie-Bataillons (Regt. Nr. 168) die Genickstarre aus, infolge dessen am Samstag die Kaserne für den Verkehr ge irrt wurde. Nach einer anderen Meldung schrumpft die Nachricht dahin zusammen, daß ein Mann der 2. Kompagnie unter Symptomen erkrankte, die auf Meningitis (Gehirnhautentzündung) hindeuteten. Um ein eventuelles Weiterverbreiten der Krankheit zu verhüten, wurde den Unteroffizieren und Mannschaften das außerdienstliche Verlassen der Kaserne untersagt und Z vilbevölkerunq der Zutritt zu derselben verboten. Der erkrankte Mann befindet sich auf dem Weae der Besserung.
O Sellhausen bei Seligenstadt, 21. April. Der kürzlich auf der von hier nach Seligenstadt führenden Kreisstraße verübte Obstbaumfrevel beschäftigt immer noch die breitere Oeffentlichkeit. Unter dem Verdachte der Täterschaft wurde, wie berichtet, am Gründonnerstag ein unverheirateter Maurergeselle, M. O. aus Seligenstadt, in Untersuchungshaft gezorcn, indeffen am Karfreitag wieder in Freiheit gesetzt. Die Verdachtsmomente scheinen sich inzwischen erheblich verstärkt zu haben, denn gestern wurde der Bursche abermals festgenommen, nachdem ihn der Herr Staatsanwalt aus Darmstadt in Seligenstadt einem nochmaligen Verhöre unterworfen hatte. Die Kreisverwaltungsbehörde hat auf die Ermittelung des Banmfrevlers neuerdings eine Geldprämie von 100 Mk. ausgesetzt. Hoffentlich bleibt die nichtswürdige Freveltat nicht ungesühnt. Der inhastierte Maurergeselle stellt, dem Vernehmen naâ, die Tat hartnäckig in Abrede.
= Vom Main, 21. April. Das Detailprojekt der Lokalbahn Miltenberg-Stadtprozelten wurde neuerdings staats- behördlicherseits mit dem ausdrücklichen Bemerken endgiltig festgesetzt, daß alle weiteren Anträge seitens der Interessenten keine Berücksichtigung mehr finden können. Der Bahnhof Reistenhansen-Fechenbach, das Streitobjekt der beiden Gemeinden, wird an die Grenze beider Gemarkungen gelegt, womit den beiderseitigen Interessen Rechnung getragen ist. Zum Ankäufe der Steinbrüche bei Dorfprozelten gewährt die Eisenbahnver- waltnng einen weiteren Zuschuß von 60 000 Mk., also im ganzen 390 000 Mk. Die von den beteiligten Gemeinden bewilligten Zuschüsse müssen bis längstens 1. Mai a. c. eingezahlt sein. Die Verakkordierung der Bahnbauarbeiten dürfte in aller Kürze erfolgen.
Ein ^tfttng des Regiments von Gcrsdorwe
Wicsbaverr, 22. April. DasFüsilier-Reaiment von Gersdorff (Kurhess.) Nr. 80 feierte gestern nachmittag, wie bereits mitgeteilt, den Geburtstag seines Chefs, der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, die aus diesem Anlaß das Regiment mit ihrem Besuche beehrte und ihm bei dieier Gelegenheit zwei Gemälde, Geschenke des Kaisers und des Landgrafen von Reffen, überreichte. Vor 3 Uhr gestern nachmittag nahmen die beiden hiesigen Bataillone des Regiments von Gersdorff auf dem Kasernenhofe in der Schwalbachstr. in Kompapniefront Aufstellung; das erste Bataillon mit der Front nach der Kaserne und das zweite Bataillon, auf dem rechten Ftüzel sich in einem rechten Winkel an das erste anschließend, mit der Front nach dem Offtzierskasino. Die Regimentsmusik, sowie die Offiziere des dritten Bataillons aus Homburg und viele früheren Offiziere des Regiments, sowie des ehemaligen Leib-Garde-Regi- mems Hfsscn-Crssel stauben auf dem linken Flügel. Der Kasernenhof war ringsum mit Girlanden und Fahnen geschmückt; in der Mitte des Kasernengebäudes war eine hübsche Deloraiion angebracht. Ebenso war das Offizierskasino geschmückt, vor dessen Eingang ein Baldachin errichtet war. Kurz nach 3 Uhr erschienen vom Kasino aus mit einem glänzenden Gefolge die direkten Vorgesetzten des Regiments, der kommandierende General des 18. Armeekorps General der Infanterie von Linde- quist, der Kommandeur der 21. Division Generalleutnant von Hagen,'der Kommandeur der 42. Infanterie-Brigade Generalmajor von Normann und der jetzige Generaladjutant des Großherzogs von Hessen Generalmajor v. Wachter. Die Herren wurden durch den Regimentskommandeur, Oberst v. Jacobi, begrüßt nnd ihnen das O fizierkorps vorgesiellt. Gleich nach 3*/a Uhr erschienen zu Wagen Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen mit ihrem Gefolge auf dem Kasernenhofe. Die Truppen präsentierten. Nach kurzer Begrüßung durch den Regimentskommandeur schritt die Prinzessin mit Oberst von Jacobi unter den Klängen des Präsentiermarsches die Front ihres Regiments ab, gefolgt von der glänzenden Suite. Oberst v. Jacobi hielt nunmehr eine kurze Ansprache an die Truppen, in der er Mit- teilnng von den zwei Geschenken des Kaisers und des Landgrafen von Hessen machte, bestehend in zwei Gemälden früherer Chefs des Regiments, welche die Prinzessin im Auftrage der Geber überreichte und weiter mitteilte, daß Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, der Chef des Reaiments von Gersdorff, diesem die Ehre erweisen wolle, ihren Geburtstag mit dem Regiment zu verleben. Der Oberst schloß mit einem dreimaligen Hurra auf den Kaiser, den Landgrafen von Hessen und Prinzessin Friedrich Karl, worauf die Kapelle die Nationalhymne spielte. Hierauf marschierten die Bataillone zum Paravemarsch auf. Prinzessin Friedrich Karl, die Generäle von Lindequist, von Hagen, von Normann und Oberst von Jacobi als die Vorgesetzten des Regiments nahmen mit dem Gefolge dem Kasernengebäude gegenüber Aufstellung. Es erfolgte ein einmaliger Vorbeimarsch in Kompagniefront. Nach dem Parademarsch begrüßte die Prinzessin die übrigen Herren, ließ sich die ihr noch nicht bekannten Offiziere vor stellen und zeichnete mehrere durch längere Ansprachen aus. Darauf be-