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in Brand. Als das Del und die Wolle verbrannt waren, konnten die Flammen leicht gelöscht werden.

Räuberischer Ueberfall auf eine Stadt. Aus Chikago, 16. Oktober, meldet ein Laffan-Telegramm: Sechs Räuber überfielen gestern abend die Stadt Dernik, die etwa 100 englische Meilen von Chikago entfernt liegt, terrorisierten die gesamte Einwohnerschaft, plünderten die Bank und konnten sich dann mit ihrer Beute in Sicherheit bringen. Sie trafen spät abends in einem mit zwei schnellen Pferden bespannten Wagen in der Stadt ein, fuhren bei der Bank vor, sprangen ab und brachen die Türen aus. Zwei Mann blieben als Wachen auf der Straße, während die vi-r anderen den Pan- zerjchrank mit Dynamit sprengten und 30,000 Dollars Mit­nahmen. Die Explosion brachte die ganze Stadt in Bewe­gung. Eine Schar Bürger eilte unter Anführung des Polizei- direktors nach dem Schauplatz der Explosion. Man hatte aber vergessen, Waffen mitzubringen, so konnten die Räuber mit ihren Gewehren die Menge in Schach halten und einen sichern Rückzug antreten. Sie luden ihre Beute auf den Wagen und fuhren davon, ohne daß sich jemand an sie heranwagte. Später machten sich bewaffnete Abteilungen auf, ohne sie jedoch zu erreichen.

Kein Mörder und Menschenfresser. Wie wir s. Zt. mitteilten, wurde der Winzer Bratuschka vom Schwur­gerichte in Marburg in Oesterreich zum Tode verurteilt, weil er nach der Anklage seine Tochter getötet und hierauf einzelne Leichenteile gebraten und gegessen haben soll. Er war jedoch unschuldig verurteilt worden, da seine entlaufene Tochter lebend aufgefunden wurde. Ein slovenisches Blatt macht über den Vorfall folgende Angaben : Der Gendarm Sesko kam nach dem Verschwinden der Tochter deS Winzers Bratuschka auf die Idee, daß der Vater sie ermordet haben müsse. Der Gen­darm ging daher nach dem Hause des Bratuschka, traf ihn jedoch Nicht an und verfolgte ihn einen ganzen Tag und eine Nacht, bis er ihn im Walde auffand. Er setzte ihm sein Bajonett an die Brust und forderte ihn auf, das Verbrechen zu gestehen. Aus Furcht gestand Bratuschka alles, was der Gendarm von ihm verlangte, und dieser preßte ihm das Ge­ständnis ab, daß er seine Tochter ermordet und aufgefreffen habe. Bratuschka wurde verhaftet und kam hierauf vor drei Untersuchungsrichter, die der slovenischen Sprache nicht mächtig waren. Er leugnete anfangs die Tat, als ihm aber bedeutet wurde, daß es das Beste sei, wenn er bei der ersten Aussage bleibe, gestand er alles wieder neuerdings. Zwei Aerzte in Pettau erklärten die in dem Weingarten Bratujchkas aufge­fundenen Ticrknoâen für solche eines Menschen. Auf Grund dieses Beweisverfahrens wurde Bratuschka vom Schwurgerichte in Marburg zum Tode verurteilt. Der Gendarm wurde von der Bezirkshauptmannschaft in Pettau für eine Auszeichnung empfohlen. Bald darauf wurde die Tochter Bratuschkas bei Rudolfswerth lebend aufgefunden.

Iw Klondike- Gebiet droht Meldungen vom Dukon zufolge, die über Tacoma in New-Aork eingetroffen sind, eine Hungersnot auszubrechen. Infolge des ungewöhnlich niedrigen Waffersiandes der Flüsse verzögert sich die Zufuhr von Lebensmitteln. Es beginnt sich bereits Eis zu bilden, wodurch der Transport von Vieh und Nahrungsmitteln fast unmöglich gemacht wird. Die Preise für alle Lebensbedürfnisse haben im Goldgebiet bereits eine schwindelnde Höhe erreicht. Fast die gesamte in den Goldminen arbeitende Bevölkerung ist gezwungen, sich überwiegend von Kaninchenfleisch und Moos zu nähren.

Der Tiger als Wahlagitotionsmittel. In New- Jork werden z. Zt. die städtischen Wahlen vorbereitet. Bei den letzten Wahlen ist bekanntlich der Ning der Korruption, der unter dem NamenTammanyHall" bekannt ist, trotz aller Bestechung und Mache unterlegen. Gegenüber seinen An­strengungen, die Macht zurückzuerobern, hat die republikanische Partei der23. Z." zufolge zu einem originellen Wahltrick gegriffen: In einem Schaufenster am Broadway ist ein lebendiger Tiger in einem Käfig ausgestellt, über dem ein Plakat hängt: Wollt Ihr ihn wieder loslassen? Um den Käfig herum sind Tierklauen zerstreut und daneben steht die

Als er gegen mittag erwachte und dm Hasen drüben liegen sah, rieb er sich erstaunt die Augen.

Du, Amalie," er rüttelte seine Frau ziemlich derb,sieh doch mal nach, was da für Besuch gekommen ist."

Besuch?" Sie fuhr auf!

Bloß ein Tier," beruhigte er sie.UebrigenS ein sehr sonderbarer Geruch hier! Scheint eine tote Katze zu sein."

Amalie drehte sich, ärgerlich über die Störung, zur Wand, um weiter zu schlafen.

Der Sänger aber war neugierig und ging mit zugehal- tener Nase an den Tisch.

Es ist ein Hase, Amalie," rief er im tiefsten Baß. Und da liegt ein Brief von Frau Winkler. Das ist doch rührend, Amalie, nicht? Als Trost für die Absage, wegen der Miete . . , weißt Du . .

Ach was! Hätte sie mir lieber daS Geld gepumpt!" knurrte Amalie, und erhob sich mürrisch von ihrem Lager. 'Was sollen wir bloß mit dem Vieh!"

Ja,,ja," pflichtete Breuer kopfschüttelnd ihr bei,Ge­schenke, die man nicht versetzen kann, sind eine Niedertracht."

Amalie besah und beroch den Hasen von allen Seiten. Ich glaube, daS Dings muß abgezogen werden. Und das iHLuten soll ja so schwer sein. Haft Du daS schon mal 'gemacht?"

Er lachte seine melodische Kadenz.Ich? Nein, das gehört nicht zur Bühnenlaufbahn."

Mer waS machen wir mit dem Tier?" fragte sie fassungslos.

Er nahm daS Notizbuch vor und blätterte darin.

Halt!" rief er,hier steht'S: am 2. Oktober Sommer- Mantel und Flanell-Anzug versetzt. Das war damals, als die WohnungSmiete und Arnds Hochzeit auf einen Tag fiel. Heute jährt sich's. Und zur Feier des Tages bekommt er den Hasen."

Na, und das Mietsgeld?"

Das wäre doch eine Taktlosigkeit, Amalre," erwiderte

Mittwoch

Inschrift: Das sind einige Klauen, die wir ihm ausgèriffen haben, daS war aber erst her Anfang. An der Haus- front wird in Riesen'ettern zur Wiederwahl des republikanischen Bürgermeisters aufgefordert.

ZUM Ehrenbürger crMnnt* Anläßlich der Ein­weihung des Melanchthon-HauseS in Bretten, übergab Bürger­meister Wilhelm beim Festbankett dem Schöpfer des Melanch- thon-HauseS, Profeffor Dr. Nikolaus Müller, den Ehrenbürger­brief der Stadt Bretten. Vertreten war eine große Anzahl deutscher Universitäten. Der englische Melanchthon-Forscher Shunters ist hier eingetroffen.

Wegen Landfriedensbrnchs, begangen durch den Wahlkrawall am Abend der Stichwahl zum Reichstage (25. Juni), verurteilte das H a l L e r st a d > e r Schwurgericht den Maler Müller zu 2 Jahren Zn ' ' aus, 5 Jahren Ehrver­lust und Stellung unter Polizeisufs^ t; den Arbeiter Robert Schmidt zu 1 Jahr 3 Monaten Zuchthaus, 5 Jahreu Ehr­verlust und ebenfalls Stellung unter Polizeiaufsicht; den Hand­schuhmacher Paul Friedrich Ewe zu 1 Jahr Gefängnis; den Färber Rudolf Fredersdorf zu 6 Monaten Gefängnis. Die übrigen Angeklagten : Arbeiter H. Horn, E. Brecht, A. Waage, Meyer, Hornung, Mey, erhielten Gefängnisstrafen von 6 Wochen bis 12 Monaten.

Den Gatten und Vater erschlagen. Eine schwere Bluttat ist während der Nachtzeit in dem Dorfe Roxheim bei Frankenthal in Bayern verübt worden. Als der dort wohnend« 50jährige Arbeiter Graber betrunken nach Hause kam, wurde er von seiner Ehefrau und dem 18jährigen Sohne überfallen und derart mißhandelt, daß er alsbald eine Leiche war; er hatte furchtbare Stich- und Hiebwunden am Kopfe davonqe- trazen. Nach BekanvMerden der Bluttat erschien eine Ge­richtskommission aus Frankental an Ort und Stelle, um die Einzelheiten des Verbrechens festzustellen. Mutter und Sohn wurden sofort in Haft genommen.

Ein ermittelter Dynamit-Spitzbube. Der Ur­heber der seit längerer Zeit beim Bau der Simplonbahn ge­stohlenen Dynamit-Quantitäten wurde in Varzo verhaftet. Große Mengen Dynamit wurden bei ihm vorgefunden.

250 000 Franken gestohlen. In die Filiale der rumänischen Naiiona'bank in Constanza wurde ein Einbruch verübt und ein Betrag von 250 000 Franken gestohlen. Einer der Diebe wurde an der ungarischen Grenze verhaftet, doch nur 3000 Franken bar bei ihm vorgefunden.

Mord und Selbstmord. Ein seit einigen Monaten zur Untersuchung der verschiedenen Pulversorten in Brüffel anwesender mexikanischer Unteroffizier ermordete gestern seine Geliebte und beging alsdann Selbstmord.

Selbstjustiz. Der unter der Anklage des Mißbrauchs der Amtsgewalt und wegen Unregelmäßigkeiten seines Postens enthobene Polizeichef Botec hat sich erschaffen.

Ein irrsinniger Admiral. Pariser Bläitermeldungen zufolge ist ein Admiral, dessen Name mit Rücksicht auf seine Familie nicht genannt wird, plötzlich irrsinnig geworden. Er stufte in einem Warenhause für 25 000 Franken Damen- UNterkleidèr^ deren Abnahme seine Familie jetzt verweigert.

Die Feuersgefahr im Haushalt. Gleichgültig­keit gegen Feuersgefahr und fahrlässiges Umgehen mit Feuer und Licht sind schlimme Feinde der Menschheit, die täglich un­sägliches Unheil herbeiführen und die zu bekämpfen jeder Recht­schaffene sich bestreben soll. Wenn auch der fahrlässige Brand­stifter selbst zuweilen mit blauem Auge davon kommt, so sind doch auch die Fälle nicht selten, wo er die Folgen seiner Handlungsweise an Leib und Gut zu spüren hat, sei es, daß er körperlich beschädigt wird, sei eS, daß der Strafrichter ihn ereilt, oder daß die Gesellschaft, bei der er seine Habe gegen Feuersgefcchr versichert hat, die Schadenvergütung mit Fug und Recht ablehnt. Auf diese Gefahr, ihre Ursachen und ihre Folgen, wird so oft namentlich auch in der TageS- presse belehrend und warnend hingewiesen, daS neueS darüber nicht gesagt werden kann. Vielleicht ist eS dennoch nützlich, namentlich den Hausvätern und -Müttern, anS Herz zu legen, was zur Verhütung schweren BrandunglâckS von ihnen zu tun und zu unterlassen ist. DaS soll denn hiermit

er empört,am Hochzeitstage mit dem Verwalter Geschäfte abwickeln zu wollen."

Dann zog er sich den Smoking an; und während seine Frau sich wieder zur Ruhe legte, hüpfte er in Gesellschaft des Hasen zu Arnds hinüber.

Die Schwiegermutter öffnete die Tür.

Ich wollte mir erlauben," sagte Breuer, den Hasen wie eine Fahne über seinem Haupte schwingend,zum Hochzeits­tage-"

Die alte Dame warf ihm einen giftigen Blick zu und drehte ihm den Rücken. In demselben Augenblick guckte Paul durch die Tür.

Er sah den Hasen, schmiß sich auf einen Stuhl im Entree und schüttelte sich vor Lachen.

Breuer sah ihn verständnislos an.

WaS ist denn eigentlich los?" rief Ellen.

Ihr seid mir aber lustig zum Hochzeitstag." Der Gra­tulant schritt auf sie zu:Ich wollte mir erlauben--" und überreichte ihr den Hasen.

Die Schwiegermutter schien das für eine persönliche Be­leidigung zu halten. Sie band sich wütend den Kapothut fest um das energische Kinn; ohne ein Wort deS Abschieds schritt sie hinaus und warf die Tür mit einem Krach zu.

Sie ist beleidigt," sagte Ellen leise zu Paul, und blickte wie gebannt auf den durchschossenen Hasenlöffel, der ihr sehr bekannt vorkam.

Wenigstens wird sie uns keinen alten Hasen mehr bringen," erwiderte ihr Mann.

Aber waS bedeutet denn das?" fragte der Baßbuffo.

Kommen Sie herein, dann erzählen wir Ihnen alles."

Und während die drei bei einem Glase Bier an dem kleinen, gemütlichen Eßtisch saßen, gab Paul die Haiengeschichte zum Besten, deren Pointe der Daßbuffo dunkel ahnte.

21. Oktober

versucht sein: Hütet die Kinder! Laßt sie nicht unbeauf­sichtigt oder gar eingefStoffen in Räumen, wo Feuer brennt (Ofen, Kochherd, Lampe), oder wo sie zur Streichholzschachtel gelangen können. Unzählige Brände entstehen durch spielende Kinder, die sehr oft selbst dabei elend verbrennen. B e- wachet den Ofen, damit nicht glühende Kohlen heraus­fallen, -der er durch Ueberhitzen und zu frühes Schließen der TÜr platzt, oder Kleidungsstücke und Wäsche, die in seiner Nähe zum Trocknen aufgehängt sind, Feuer fangen. Glim­mende Asche darf nicht anders als in metallenen Gelaßen auf­bewahrt werden. Streichhölzer, so angestrichen, daß ber brennende Kopf abspringt, ober noch glimmend unachtsam weageworfen, sind die Ursache vieler Brände geworden. Raucher müssen auf die Zigarre achtgeben, damit die Klei­der nicht versengt werden oder, zumal im Freien bei Zugluft, Funken fangen. Sie sollen auch den noch glimmenden Zi­garrenstummel nicht achtlos wegwerfen. Fahrlässiges Um- ge^en mit Petroleum, Spiritus und Benzin hat schon manches Menschenleben, manches Familienglückvernichtet. Niemals darf man Petroleum ober Spiritus inS Feuer gießen um eS anzufachen, ober in eine brennende Lampe, um sie auf­zufüllen. Oft geht die Sache glücklich ab, aber oft sind auch Explosion und schweres Brandunglück di-F-lge. Mit einer Petroleumlampe soll man, zumal unmittelbar nach dem Anzünden, nicht umhergehen, auch nicht mit ihr umherleuchten, sie so aufstellen, daß sie nicht leicht um- ober gar zur Erde fallen kann; wer sie auSIöscht, soll nicht gerade in den Zylinder hinein, sondern über die flache Hand hinweg­blasen. Nur bei Tageslicht darf man sie reinigen und füllen. Einen Spirituskocher stelle niemals unmittelbar auf die Tischdecke ober den Tisch, sondern auf einen unverbrennlichen Untersatz (Porzellanteller, Meiallbrett) damit der leicht über* fließende brennende Spiritus nichts anzünden kann. Benzin (Fleckwasser) ist ein hochg-fährlicher Stoff, der so­gar ohne mit Feuer in Berührung zu kommen, z. B. durch die Reibung beim Waschen von Handschuhen, ober in der Nähe eines heißen PlâtteismS, entflammen kann. Gas zum Leuchten und zum Kochen ist ungefährlich, während eS brennt. Wenn eS aber «nverbrannt ausströmt, sei eS aus einem unachtsam offen gelassenen Hahn, ober einem undicht ge­wordenen Rohr, dann ist die Gefahr der Explosion nahe. Bemerkt man also Gasgeruch im Zimmer, so lötche man sofort Feuer und Licht, mache Zugluft und suche dann die Ursache des AuSströmens auf, aber niemals durch Ableuchten der Leitungsrohre, weil gerade das sehr häufig die Explosion her­beiführt. Offene Gasflammen, namentlich in Schaufenstern, müssen vor der Berührung mit brennbaren Gegenständen be­wahrt werden. Der Gummischlauch, welcher daS Kochgas leitet, ist vor dem Anbrennen zu schützen. Lich t und Lampe soll man nicht so auffteSen, daß Gardinen, Vor­hänge ober die Kleider mit der Flamme in Berührung kommen können, namentlich auch nicht auf die Erde. Zum Leuchten in Keller und Boden nehme man eine Laterne" Bet Licht im Bette zu lesen ist gefährliche Unsitte. Fettgetränkte Gewebc^ z. B.P u tz l a p p e n, sind sehr zur Selbstentzündung geneigt und sollen deshalb nicht achtlos beiseite geworfen, fohbern ver­brannt werden. Der Weihnachtsbaum, wenn er in der Zimmerwärme auSgetrocknet ist, und noch weit mehr die sogenannte Weihnachtspyramide, haben sich als schlimme Brandstifter erwiesen. Man achte auf die Lichter und verlasse daS Zimmer nicht, solange sie brennen. Ist ein Brand im Zimmer entstanden, so verliere nicht die Besinnung; ist er aber mit den vorhandenen Mitteln nicht auf der Stelle zu löschen ober zu ersticken, so medje Feuerlärm. Brennen einer Frau die Kleider, so bleibt die einzige Rettung, daß sie sich ober das man sie zur Erde wirft und die Flammen durch Daraufwerfen von Decken ober Kleidungsstücken erstickt.

Verfehlter Beruf. Bureanvorstand (zum Schreiber, der sich in seiner Arbeit mehrmals verschrieben hat):Es ist wirklich schade um Ihr Talent, Sie hätten doch lieber Arzt werden sollen!" Schreiber (verwundert):Und wes­halb?" Bureausorstand:Weil Sie dasVerschreiben" so gut verstehen!"

Gemeinnütziges.

Gesunde Kinder. Wer seine Kinder gefnnb erhalten mit!, der sorge rechtzeitig für ihre Abhärtung. Nicht das sorg­fältige Bewahren vor rauher Temperatur, sondern das früh­zeitige Gewöhnen daran ist daS geeignetste Mittel zur Er­zielung einer beständigen Körperwärme. Die Erfahrung hat gelehrt, daß Kinder, die schon im Alter von einem Vierteljahr, weber Kopfkissen noch Federbett hatten, stets in lauwarmem ober kaltem Wasser gebadet und selbst beim Cpazierentragcn in der Kälte nur mit der notwendigsten Kleidung versehen werden, sich einer besseren Gesundheit erfreuten als verzärtelte Kinder. Man kann nur dringend jeder Mutter raten: Härte dein Kind ab, gewöhne eS an wenig Kleidung, an ein hartes Lager, wasche den ganzen Körper täglich mit kaltem Wasser und siehe in allem auf Ordnung und Regelmäßigkeit! Ist vaS Kind klein, so bringe man eS abends sechs Uhr zu Bette, vom zweiten Jahre an abends sieben Uhr. Des Morgens lasse man daS Kind nicht beliebig lange schlafen, sondern wecke es, wenn es nicht schon erwacht ist, im Sommer um sechs, im Winter um sieben Uhr.

Humoristisches.

Beruuglücktes Kompliment.Tatsächlich, meine Damen, ich hätte Sie kaum wiedererkanyt, so haben Sie sich verändert!"Natürlich zu unserem Nachteil!""Oh, meine Damen, Sie können sich doch nur zu Ihrem Vorteil verändern!"

Der Menschenkenner. A.:Du, kann ich Dich mal einen Augenblick allein sprechen?" B.:Bedaure, bis jetzt selber knapp bei Kasse!"

Nichts zu machen.Deine Frau raisonniert ja endlos; so verbiete ihr doch einmal den Mund." ,,Mtzt nichts; die ist wie eine Pneumatik-Tür: schließt nur von""