21. März.
Bremen, 16. März. Der Dampfer des Norddeutschen ! Lloyd „Frankfurt« ist gestern in Baltimore und der Dampfer „Friedrich der Große« vorgestern in Colombo erngetrossen.
Drahtnachrichten.
Verstorben.
Berlin, 21. März. Das „Berl. Tag-bl." meidet: Der Generalsekretär des deutschen Braunkohlen-Jndustne-- Vereins, Mohs, ist 58 Jahre alt in Halle gestorben.
Mittelland Kanal.
Berlin, 21. März. Das „Berl. Tagebl." schreibt: Eine aus höheren Baubeamten bestehende höhere Kommission befindet sich gegenwärtig bereits im Weserstromgebiet zwecks Gelândebestchtiqung für die im Fall des Baues des Mittellandkanals vorgesehenen Nebenanlagen.
Virchow Ehrung.
Berlin, 21. März. Wie der „Lak.-Anz/ meldet, hat die Stadtgemeinde Teplitz-Schönau beschloffen, zum Andenken an Virchows Aufenthalt eine Gedenktafel mit dem Reliefblld Virchows anzubringen.
Aus Gram erschollen.
Berlin, 21. März. Gestern erschoß sich die Rentiere Haydogey aus Gram über den Selbstmord ihrer Tochter, die sich am Sonntag nach dem Besuch eines Balles vor einen Zug geworfen halte.
Prozeß gegen das Blumenmedium«
Berlin, 21. März. Das „Berl. Tagebl/ teilt mit: Der am 23. März beginnende Prozeß gegen das Blumenmedium Anna Rothe nimmt einen immer größeren Umfang an. Die Gesamtzahl der Zeugen beträgt etwa 130. Unter Anklage stehen 61 Betrugsfälle.
Unter Vergittungserscheinungen erkrankt.
Berlin, 21. März. In Finkenwerder an der Elbe erkrankte die ganze Familie des Schneidermeisters Seemann unter Vergistungserscheinungèn. Ein Sohn ist bereits gestorben.
Kundgebung in Montevideo.
Montevideo, 20. März. Die Friedensverhandlungen dauern fort. Nichtsdestoweniger ordnete die Regierung die Mobilmachung der Nationalgarde an. Es fand eine große Kundgebung statt, welcher Präsident Batelle vom Balkon des Regierungsgebäudes aus zusah.
Abänderung des Wahlreglements.
Berlin, 21. März. Die „Liberale Korresp/ meldet: Der Gesetzentwurf wegen Abänderung des Wahlreglements dürfte dem Reichstage unmittelbar | nach den Osterferien zugehen.
Samstag
Schüler-Ausstand.
Rom, 21. März. Der Schüier-Ausstanv dauert fort.
300 Studierende der Universität erklärten heute ihre Teilnahme.
Sludenten-Unruhen.
Budapest, 20. März. Die Studenten sttztkn heute nachmittag die Kundgebungen fort und zogen zu Kossuths Grab. Auf dem Rückwege kam es zwi'chm den Studenten und der Polizei zu Zusammenstößen, bei denen auf beiden Seiten einige unbedeutende Verletzungen vorkamen.
Budapest 20. März. Im weiteren Verlaufe der heutigen Kundgebungen zogen die Studenten vor das Klublokal der Unabhängigkeitspartei, wo es zu einem heftigen Zusammenstoß mit der Polizei kam. Mehrere Personen wurden verletzt. Einige Abgeordnete, die vermitteln wollten, gerieten in das Handgemenge, wobei einer einen flachen Säbelhieb erhielt. Ein Kind geriet unter die Hufe eines Pferdes und wurde getötet. Abends nach dem Theater wiederholten sich die Kundgebungen am Ring, wobei es abermals zu einem Z"sammen- stoß mit der Polizei kam. Mehrere wurden erheblich verletzt. Die Polizeimannschaften patrouillieren die ganze Nacht durch die Ringstraße.
Budapest, 20. März. Im Laufe des Abends wurden 41 Verhaftungen vorgenommen Der Ministerpräsident erschien am späten Abend im Polizeipräsidium, um vom Stadthauptmann Rany einen Bericht über die heutigen Vorfälle entgeaenzunehmen.
Berlin, 21. März. Die „Voss. Ztg.« meldet aus Budapest: Bei den gestrigen Studentenunruben wurden drei Abgeordnete und 32 andere Personen verletzt, davon zwei lebensgefährlich. Die Schutzleute führten 11 Attacken mit blanker Waffe gegen die Menge aus. Die Studenten wollen sich über das Vorgehen der Polizei beschweren und heute eine Abordnung zum Ministerpräsidenten staben.
Feldzug gegen den Mullah.
Aden, 20. März. Meldungen von der abessyni- s ch e n Abteilung, die dem Mullah den Rückzug nach Westen abschneiden soll, besagen, daß sie auf keinen Widerstand gestoßen sei. Das Ziel der Abteilung ist Barri am Flusse Wedi Schebehli. Mangel an Transportmitteln nötigt dazu, die Zahl der Truppe auf 5000 Mann einzuschränken. Die Vorhut der englischen Hauptmacht ist am 6. März von Obbia abgegangen. Sie hat auf dem Marsch mit furchtbarer Hitze zu kämpfen, der viele Leute bereits erlagen. Die Lazaretwagen sind sämtlich voll Kranker. Am meisten leiden die indischen Truppen. In El Debbeh mußte zur Erholung der Mannschaften zwei Tage Rast gemacht Herbert
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Marrtbericht.
Hanau, 21. März. (Lebensmittelpretfe.) Ge- fluvel: Tauben das Pärchen 70 P-g bis 1 Mk.; ein alter Hahn 1,20-1.80 Mk.; ein Huhn 120-1,50 Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 30 Pfg., bessere Sorte 35-40 Pfg., Hecht 1-1,10 Mk., Barben 50-60 Pfg., Barsch 50-60 Pfg. ~ /a kg; Gemü'e: Meerrettich die Stange 5—10 Pfg., Blumenkohl das Stück 20-30 Pfa., Kopfsalat das Stück 12—15 Pfg., Endivien das Stück 10-15 Pfg., Rettich das Stück 5-10 Pfg., Unter-Kohlrabi das Stück 10-15 Pfg., Wirsing das Stück 25-40 Pfg., Weißkraut das Stück 25 bis 40 Pfg., Rotkraut das Stück 15-35 Pfg., Sellerie das Stück 10-20 Pfg., gelbe Rüben das Piund 15 Pfg-, Rosenkohl die Portion 30—40 Pfg», Schwarzwurzeln die Pornon 30—40 Pfg., Spinat die Portion 30—40 Pfg., Sattig die Portion 10—20 Pfg., Schmalzkraut die Portion 10—20 Pfg., Kartoffeln das Dovpelliter 10—20 Pfg.; Obst: Aepfel das Pfund 10-30 Pfg.; Citronen das Stück 5—8 Pfg.; Apfelsinen das Stück 4—10 Pfg.; Paradiesäpfel das Stück 10 Pfg.; Hülsenfrüchte: Bohnen 40 Pfg., Erbsen 45 Pfg., Sinsen 50 Pfg. das Doppelliter ; Verschiedenes: Butter das Pfund 1.10—1,25 Mk., Käse daS Stück 4—7 Pfg», Eier das Stück 5—7 Pfg., Gänseeier das Stück 15 Pfg., Zwiebeln das Doppelliter 15—20 Pfg., Welschkorn das Doppelliter 22 Pfg., Radieschen das Bündel 10—12
Sorte 20 Pfg.
Pfg., Kastanien das V» kg 5—15 Pfg.; Weizenmehl 1. 2. Sorte 18 Pfg., 3. Sorte 16 Pfg., 4.
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