Samstag
20. Juni.
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kommen, daß es keine Rassenvermischung, keinen Internationalismus gibt.
Mitbürger, die Behauptung die Sozialdemokratie sei heute nicht mehr revolutionär, sie mausere sich, ist total irrig. Wer die Endziele, den Zukunftsstaat im £anbe_Utomen kennen lernen will, der lese die Broschüre von Albert Schäffle: „Die Quintessenz des Sozialismus". Warum ist die Sozialdemokratie allen sozialen Reformen abgeneigt? Weil sie sagt, es seien Halbheiten. Sie will nichts oder das Ganze, auf gut Deutsch, sie will alles Bestehende über den Haufen werfen, sie will die Revolution in ihrer nackten, furchtbaren GeNalt. Mitbürger, es sollen Euch hier keine Schauermärchen erzählt, es sollen nur die positiven Endziele der Sozialdemokratie festgelegt werden. Ihre Behauptung, die Umwandlung in den Zukunftsstaat werde, wenn alles erst vorbereitet, leise und geräuschlos vor sich gehen, ist unrichtig. Noch nie ist eine Revolution, eine Umwälzung in ruhigen Bahnen erfolgt, unmittelbar hat jede Revolution furchtbare Folgen gezeitigt.
Mitbürger, darum ist es an der Zeit, ein ernstes Mahnwort an Euch zu richten. Noch können alle national Gesinnten verhindern, daß ein Vertreter der internationalen Sozialdemokratie, der revolutionären Partei für weitere 5 Jahre in den Reichstag gewählt wird. 6 Jahre sind eine lange Spanne Zeit, es kann viel Gutes erwirkt, viel Erreichbares geschafft werden. Es muß nur ein Mann in den Reichstag geschickt werben, der uns dafür garantiert.
Weitere Ausführungen über den Herrn Dr. Lucas sind unnötig, sein Programm ist bekannt.
Darum ergeht noâ einmal die Aufforderung, schließt Eure Reihen zusammen, legt nicht in Parteienhader und Zwist selbst Bresche in Eure starken Mauern.
Mitbürger, Einigkeit macht stark, sie hilft überwinden. Der Feind rückt geschloffen heran! Bürger, zeigt, daß Ihr gewappnet seid, daß Ihr jedem Ansturm trotzt. Ein Jester Kern wohnt in Euch, beweist, daß Ihr Euch um eine Fahne fchaart, um ein Panier, auf das jeder deutsche Mann stolz ist:
das Vaterland.
Mitbürger, es gibt nur eine Parole, es gibt nur ein Feldgeschrei am 2 5. Juni:
Hie gut Hanauisch Allewege!
Hie Dr. Lucas! «' H.
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* Zentntms-Pretzstimmen. Das Frkf. Volksblali" schreibt über den Ausfall der Wahl im Kreise Hanau-Geln- hausen-Orb u. a.: „Die Wahlschlacht ist vorüber, die Katholiken haben ihre Schuldigkeit getan. Man darf getrost sogen, daß der Ausfall der Wahl ein großer Erfolg für die Zen- irumspartei ist. U-berall Fortschritte. Wir haben erreicht, was erreicht werden sollte. Es sollte Stichwahl geben und was noch mehr wert ist, die Katholiken sollten einmal zeigen, wieviel Stimmen sie zusammenbringen. Jetzt gilt es weiter zu arbeiten, damit in allen katholischen Gemeinden die Sozialdemokraten zurückgedrängt werden. Was soll nun bei der Stichwahl geschehen? Sollen die Katholiken da ruhig zu Hause bleiben? oder sollen sie wählen? Bleiben sie zu Hâuse, bann siegt jener Mann, der sich nicht scheute, ein Flugblatt am Tage vor der Wahl auszugeben, worauf folgendes stand:
„Jesuitische Freiheit und Oeffentlichkeit.
Es (das Zentrum) faselt den Protestanten unseres Wahlkreises etwas von seiner „Toleranz" vor und sein Bischof Korum verbietet den katholischen Kindern seiner Diözese den Besuch der Simultanschulen! Es ist kunst- und bildungsfeindlich.
Es spielt sich als Sittenwächter auf und möchte die Mißhandlungen von Kindern in den Klöstern und die Sitt- iichkeitsvcrbrechen seiner Schweinepriester gern vertuschen usw."
Katholische Wähler! sollen, dürfen wir uns das bieten lassen? Die Antwort auf diese sozialdemokratischen Flegeleien wird am 25. Juni erfolgen!
Der Landesausschatz der natisnaüiberalen Partei in Nassau trat gestern in Wiesbaden zu einer Besprechung über die bevorstehenden Stichwahlen zusammen. Der Landesausschuß beschloß, überall da, wo ein bürgerlicher Kandidat mit einem Sozialdemokraten in die Stichwahl komme, den bürgerlichen Kandidaten zu unterstützen. Die .. ...... ...................... BB^swa^siaacwaM
Verwertung des Grundstückes, auf dem Sie tagen? Darf man beiwohnen? — Unnötig, knurrte der Herr, dir Frage ist schon so gut wie beantwortet. — Nun? forschte ich gespannt. — Bestimmt ist's zwar noch nicht, aber wahrscheinlich gibt's eine Wärmehalle mit Wintergarten im ersten Stock und einer Kegelbahn für Unbemittelte im Keller. — Also keine Anlagen mit Bad. — Schweigen Sie! donnerte da der bös gewordene Herr und setzte mich mit einem Ruck wieder vor die Türe. Wie ich da eine Weile gesessen habe, ohne meinem Gesicht den wohltuenden Ausdruck der früheren Intelligenz wiedergeben zu können, kommt eine neue Gestalt daher, unangenehm lang und krumm, rollt mich mit einem Fuß bei Seite, streckt einen Arm aus, so lang wie ein Glockenseil, und wirft das ganze schöne Gebäude ohne Besinnen um, streicht es mühelos vom Erdboden weg. Ja, wer sind Sie denn jetzt? lallte ich aufgeregt. Ich ? sagte die Gestalt und blies mir verächtlich in's Gesicht, ich bin die A v e r s i o n gegen das Vertikale!
Da habe ich mir seufzend die Augen gerieben und bin nach Hause getrollt, gerade als die dämmernde Frühe mit Rosenfingern erwachte. Und das soll nicht angreifen?
Der Mann mit der Teilnahme sah mich eine Zeit lang von oben bis unten an, dann begann er die gleiche Musterung nochmals von unten nach oben und ohne von der Besichtigung besonders befriedigt zu sein, frug er mit malitiösem Lächeln: Sie sind nicht verheiratet?
Bedaure! lispelte ich tonlos und sah zu Boden.
Dann werde ich Ihnen eine Frau verschaffen! Sprachs und ließ mich mit meinem bestürzten Gesicht und seinem rübenfarbigen Westenknopf in der Hand einsam auf der Straße stehen.
Wie viele Meilen Md es bis zum Nordpol? -1-
nationalliberale Partei rechnet dabei selbstverständlich auch auf eine gleiche Unterstützung seitens der anderen Parteien. Insbesondere soll der ZentrumUandidat im Wahlkreise Höch st- Homburg unterstützt werden gegen eine gleiche Unterstützung des nationalliberalen Kandidaten im Wahlkreise Wiesbaden- Rheingau durch das Zentrum. Die gestern in Limburg stattgehabte Versammlung der Zentrumspartei soll auch einen ähnlichen Beschluß auf gegenseitige Unterstützung gefaßt haben.
Geschlossenes Vorgehen. Mit großer Genugtuung ist zu verzeichnen, daß in der gemäßigten bürgerlichen Presse für die Stichwahlen der Gedanke eines geschlossenen Vorgehens aller bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokratie energisch vertreten wird. Das offizielle Organ der nationalliberalen Partei proklamiert soeben diesen Grundsatz und die „Köln. Ztg." kommt am Schlüsse eines längeren Artikels zu derselben Folgerung und empfiehlt für Köln die unbedingte Unterstützung des Zentrums durch die Nationalliberalen in der Stichwahl mit den Sozialdemokraten. Es ist anzunehmen, daß der patriotische und besonnene Teil der Bevölkerung im ganzen Reiche im Sinne dieser politisch verständigen Auffassung wählen wird.
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Cassel, 20. Juni. Zwrcks Stellungnahme zu den Re ichs tags stich wählen fand heute abend eine recht zahlreich besuchte Versammlung des Nationalliberalen Vereinsim großen Saale des Palaisrestauranis statt, zu der auch Nahestehende der liberalen Sache eingeladen waren. Dieser Versammlung war gestern eine geheime, vom konservativen Wahlverein für Hessen und Waldeck einberufene vsraus- gegangen, zu der außer dem Abg. Liebermann v. Sonnenberg die Vertrauensmänner des nationalliberalen Vereins und der Freisinnigen Cassels geladen waren. Außerdem waren der Provinzial - Vorsitzende des Bundes der Landwirte Rittmeister Deichmann-Lembach und Kammerherr von Pappenheim zugegen. Es wurde folgender Kompromißantrag vorgeschlagen: Im Falle die nationallib. und freisinnigen Wähler durch deren Wahlvereine oder Vertrauensmänner ihre Versicherung dahin abgeben, daß sie geschlossen für den Kandidaten der deutschsozialen Reformpariei im Wahlkreise Kassel-Melmngen, Amtsrichter Laitmann-Schmalkalden, eintreien, verpflichten sich die Mitglieder des Bundes der Landwirte die konservativen und antisemitischen Wähler des Wahlkreises Hanau-Geluhausen sich, geschlossen für den Kandidaten der nationalliberalen Partei, Amtsrichter Lucas - Langenselbold, gegen den Sozialdemokraten in der Stichwahl einzutreten. Mit Rücksicht auf diese im 8. Kasseler Wahlkreise (Hanau-Gelnhausen) in Aussicht gestellte Unterstützung des nationalliberalen Kandidaten beschloß die Versammlung einstimmig, für Amtsrichter Latt- mann einzutreten. Wenn die Freisinnigen auch zusagen, wird ihr Kandidat Seyboch-München im 4. Kasseler Wahlkreis Eschwege-Schmalkalden auch unterstützt werden. — (Die Konservativen und der Bund der Landwirte des Hanauer Wahlkreises sind bereits im 1. Wahlgange geschlossen für Lucas ein- getrelen. D. Red.)
K Marburg, 19. Juni. M WMitW Wahltrèise wird bei der Stichwahl das Zentrum für den national-sozialen Kandidaten v. Gerlach eintreten.
* Kirchliches. Der Jerusalems-Verein, der im Jahre 1853 begründet wurde, um evangelischen Glauben und evangelisches Leben in Jerusalem und an den anderen Orten des heil. Landes zu pfänden und zu pflegen, feierte vor kurzem unter großer Beteiligung sein öOjâhriges Bestehen. Derselbe zählt jetzt fast 12 000 Mitglieder und kann auf eine reich- gesegnete, immer wachsende Tätigkeit zurückschauen. Zum Besten dieses Vereins soll morgen eine Kirchen-Kollekte in der Marienkirche erhoben werden.
* Handwerkskammer Cassel. Der Herr Minister für Handel und Gewerbe hat die von der Vollversammlung am 19. Februar d. Js. beschlossene Erhöhung der Meisterprüfungsgebühr von 15 Mk. auf 20 Mk. genehmigt.
♦ Sprechstunde des Gewerbe-Inspektors. Der kommissarische Gewerbe-Inspektor Dr. Schröder zu Fulda wird am Dienstag den 23. d. Mts., von 12—1 Uhr mittags, in einem Zimm-r des hiesigen Standesamts im Altstädter Schloß den Arbeitgebern und Arbeitnehmern Gelegenheit zu Besprechungen geben.
* Eisenbahngütertarif für Hanau. Zu dem Ortsgütertarif für Frankfurt, Offenbach und Hanau vom Eisenbahnsekretär W. Henkel in Frankfurt ist der erste Nachtrag erschienen. Der Tarif, der auch von der Eisenbahndirektion selbst für die Abfertigungsstellen beschafft worden ist, hat sich als zuverlässiges, praktisches Handbuch für die Geschäftswelt erwiesen. Der erste Nachtrag enthält alle seit Erscheinen des Tarifs eingetretenen Aenderungen und Ergänzungen für mehr als 700 Stationen mit einer Anzahl besonderer Ausnahmeiarif-Bestimmungen. Tarif und Nachtrag können durch die Abfertigungsstellen, auch direkt vom Verfasser im Verkehrsbürcau der Eisenbahndirektion in Frankfurt a. M. bezogen werden.
* Parolemustk. Die Jnfanteriekapelle spielt morgen mittag folgende Stücke: 1) „Cotton Blossoms" (March Co- mique) von M. Hall; 2) „Konzert-Ouverture" über d. Thüringer Volkslied von C. Latann; 3) „Brünetten-Walzer" von E. Ganne; 4) „Grüßt mir das blonde Kind vom Rhein", Lied von F. v. Blon; 5) Fantasie a. d. Oper „Robert der Teufel" von G. Meyerbeer.
* „Wiener Spitze". Zum erstenmale wird morgen Sonntag das Mainzer Humoristen-Ouartett in dem bekannten Konzert-Hause „Wiener Spitze" seine zündenden Vorträge zum Besten geben. Es werden gut geschulte Soli, Duette und Gesamtspiele zur Darbietung gelangen und den Besuchern angenehme Unterhaltung gewähren.
* SoMMrrtheatKr. Morgen nachmittag 4 Uhr wird im Sommertheater auf Beck's Felsenkeller eine große Volk und Kindervorstellung zu kleinen Preisen gegeben und zwar wird hierbei das 3aknge Märchen „Frau Holle", sowie nachfolgend eine lustige Pantomime in Szene gehen. Abends 8 Uhr beginnend wird die lustige lästige Posse mit Gesang
„Doktor und Friseur" gegeben. Bei der großen Mühe, die sich das Ensemble gibt, um allen billigen Anforderungen gerecht zu werden, dürfte ein guter Besuch wohl nicht ausbleiben.
* Straustkonzert. Auch gestern abend war Gelegenheit, zu beobachten, daß der Name „Strauß" der dritten Generation noch eine zauberhaft mächtige Wirkung ausübt, von seiner magnetischen Zugkraft nichts eingebaut hat. Der Saül- bau zum deutschen Haus war trotz tropischer Temperatur bis auf den letzten Platz besetzt, die günstige Witterung gestattit', auch noch einen Teil des Gartens, ohne des Konzertgenusfts verlustig zu gehen, mit Beschlag zu belegen. Der jugendliche Kapellmeister ist hier kein Unbekannter, denn bereits im vorigen Jahre stellte er sich dem hiesigen mustkliebenden Publikum vor. Uns wollte scheinen, als ob die Kapelle in diesem Zeitraum wesentliche Fortschritte gemacht hat und jetzt tatsächlich" auf der Höhe ihrer Ausbildung steht. Wie ein Leitmotiv durchzog der Walzer, Strauß' ureigenstes Gebiet, das Programm und stets zeigten sich die Wiener als erstklassige Walzerspieler, das war alles ein Guß, ein Gedanke. Man wurde ordentlich gehoben und mitgerissen und als gar der Donauwalzer einsetzte, brach spontaner Beifallsjubel aus. Aber auch anderen Aufgaben ist das Orchester gewachsen, was sich in der Durchführung des ganzen Programms zeigte. Namentlich gebührt dem solistischen Auftreten des Konzertmeisters Eckstein volle Anerkennung, der die „Faust-Fantasie" von Wieniawski spielte und als Zugabe noch die herrliche Nocturne von Chopin bot. Alles in allem genommen, erbrachte der Abend einen großen künstlerischen Erfolg und Publikum wie Konzertveranstalter werden mit dem Verlaufe desselben zufrieden sein.
* Kurort Wilhelmsbad. Morgen nachmittag von 4 Uhr ab Mndet zu Wilhelmsbad Konzprt der Infanterie-Kapelle Nr. 166 statt.
* Anscheinend geistesgestört. In Hemdsärmeln, den Nock auf dem Arm, trat gestern abend ein Mann in die Polizeiwachstube, irre Reden führend und sich auffällig benehmend. Derselbe wurde nach dem Landkrankenhause gebracht. Er gab an Fritz Frank zu heißen, sein Wohnort sei Saarbrücken.
_ * Tod auf den Schienen. Gestern mittag 1 Uhr ließ sich bei Mühlheim von dem Bayerisch-Frankfurter Schnellzug Nr. 172 ein unbekannter junger Mann im Alter von ca. dreißig Jahren überfahren. Der Tod trat aus der Stelle ein.
* Sehenswürdigkeiten. „Museum der Wettèraui- schen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Feiertagen vormittags von 11 bis Val Uhr. Kindern ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet. — „Museum des Hanauer Geschichtsvereins" (Altstädter Rathaus, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Festtagen vormittags von 11—12 V> Uhr. Kinder unter 12 Jahren haben keinen Zutritt.
* Das Hahneukammhaus ist täglich geöffnet.
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]-[ Bruchköbel, 19. Juni. (Fahnenweihe.) Die Turngesellschaft (e. V.) feiert am 20., 21. und 22. d. Mts. das Fest der Fahnenweihe. Näheres ist aus dem Inseratenteil ersichtlich.
Marktbericht.
Hanau, 20. Juni. (Lebensmittelpreise.) Geflügel : Tauben, das Pärchen 70 Pfg. bis 1 Mk.; ein alter Hahn 1,20—1,70 Mk.; ein junger Hahn 90 Pfg. bis 1 Mk.; ein Huhn 1,20-1,70 Mk.; eine Ente 2—2,20 Mk.; eine Gans 2,50—3,50 Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 30 Pfg., bessere Sorte 35—40 Pfg., Aal 1-1,10 Mk., Barben 60 Pfg., Barsch 60 Pfg., = V» kg; Gemüse: Spargel das Pfund 25—40 Pfg., Blumenkohl das Stück 25—35 Pfg., Kopfsalat das Stück 3-ßPfg., Rettich das Stück 5—7 Pfg.,' Ober-Kohlrabi das Stück 5—8 Pfg., Gurken das Stück 15 bis 40 Pfg., gelbe Rüben das Bund 8—10 Pfg., Neue Erbsen das Pfund 15—20 Pfg., Neue Bohnen das Pfund 35 bis 40 Pfg., Spinat die Portion 20—30 Pfg., Kartoffeln das Doppelliter 15 Pfg.; Obst: Kirschen 35-50 Pfg., Stachelbeeren 15—20 Pfg., Erdbeeren 60—80 Pfg., Aepsel
30 Pfg. das Pfund; Citronen daS Stück 6-8 Pfg.; Apfelsinen das Stück 10—12 Pfg.; Paradiesäpfel das Pfund 60 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfund 1—1,30 Mk., Käse das Stück 4—7 Pfg., Eier das Stück 4—7 Pfg., Zwiebeln das Pfund 10 Pfg., Radieschen das Bündel 3—5 Pfg., Weizenmehl 1. Sorte 20 Pfg.,f 2. Sorte 18 Pfg., 3. Sorte 16 Pfg., 4. Sorte 14 Pfg. — Vt kg.
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 19./6.
Sehr trocken
Beständig
Schön
Veränderlich
Regen (Wind?b0-M
Viel Regen 740—?=
Sturm
730_===
710, ==;
Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.
Der Luftdruck ist niedrig, gleichmäßig verteilt, ein Minimum von etwa 750 mm lagert über Norddeutschland, ein Maximum von 761 mm über Nordwesteuropa. In Deutschland herrscht normale Temperatur, das Wetter ist trübe, im Nord westen unb Süden ist Regen bei Gewitter gefallen.
Prognose für den 21. Juni: Wärmeres, vorwiegend trübes Wetter mit Niederschlägen wahrscheinlich.