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Dienstag
20. Januar.
des Stadtschlosses, der von der städtischen Behörde zu diesem Zwecke bereitwilligst zur Verfügung gestellt worden ist, mit einer Teilnehmerzahl von 160 Lehrern und Lehrerinnen, die zum Teil aus Hessen und Bayern sind, begonnen und wurden von dem Vorsitzenden des hiesigen Lehrervereins, Herrn Wolff, mit folgender Ansprache eingeleitet: „hochgeehrte Anwesende, geehrte Damen, liebe Kollegen! Als Vorsitzender des hiesigen Lehrervereins liegt eS mir ob, Ihnen allen bei Ihrem heutigen erstmaligen Erscheinen in diesem Saale einen herzlichen Willkommengruß zu entbieten. Indem ich mich hiermit dieser angenehmen Pflicht entledige, gebe ich zugleich der großen Freude Ausdruck, daß der von dem hiesigen Bezirksverein angeregte Gedanke, in den Mauern unserer Stadt wissenschaftliche Vorlesungen zu veranstalten, sowohl bei den Lehrern und Lehrerinnen der Stadt selbst als auch bei den Kollegen der näheren und weiteren Umgebung einen so freudigen Widerhall gefunden hat. Ihre zahlreiche Beteiligung an dieser Veranstaltung, die heutige hochansehnliche Versammlung, in der ich Preußen, Hessen und Bayern gemeinsam zu begrüßen das Vergnügen habe, sind davon der unzweifelhafteste Beweis. Solche Veranstaltungen, wie sie jetzt allenthalben in unserem lieben deutschen Vaterlande abgehalten werden, zeigen aber, von welch' edlem Streben und von welch' tiefem Drange nach Weiterbildung die deutsche Lehrerschaft gegenwärtig erfüllt ist. Sie zeigen aber auch allen Denen, denen die Geschicke der Schule und ihrer Lehrer anvertraut sind oder die aus einem anderen Grunde ein Interesse an der Schule haben, daß die Lehrer nicht nur im Kampfe um ihre materiellen Interessen einig und rege sind, sondern daß sie es auch sind und das ganz besonders, wenn es sich darum handelt, ideale Güter zu erstreben, die, wenn zunächst zwar auch jedem einzelnen, zuletzt aber doch der Schule und darstit unserem Volke zu Gute kommen. Wir wissen sehr wohl — und ich mache diesejBemerkung nicht ohne Grund — daß derartige Vorlesungen nicht imstande sind, uns in so kurzer Zeit ein größeres Maß von wissenschaftl. Bildung zu vermitteln, sondern daß sie nur anregend, wegeweisend, unsern Gesichtskreis erweiternd und zum Privatstudium an- 'pornend zu wirken vermögen. Wenn sie das aber tun, dann erfüllen sie ihren Zweck, dann gereichen sie uns, dann gereichen sie der Schule und damit auch unserem Volke zum Segen, und das gebe Gott!" — Hierauf hielt Herr Professor Gros aus Gießen seine erste Vorlesung über Psygologic der Kindheit. Seine Ausführungen, die das Wesen der Psygologie und die seelischen Erscheinungen im allgemeinen zum Gegenstand hatten, wurden von allen Teilnehmern mit der gespann- tekit Aufmerksamkeit angehört und haben außerordentlich befriedigt. Ebenso war es auch bei den Ausführungen des Herrn Prozessors Kollin, der den Roman des 19. Jahrhunderts zum Gegenstand hatte. Dr die von den Herren Professoren empfohlenen Werke von den Zuhörern mit größtem Fleiße studiert werden, so ist zu hoffen, daß die Vorlesungen auch von einem guten Erfolge begleitet sein werden.
* Unfall. Die leidige Unsitte der Kinder, sich an fahrende Wagen zu hängen, zeitigte gestern einen Unfall. Der in der Lamboystraße wohnende 8jährige Knabe H. hängte sich, als er auf dem Wege nach der Schule war, an ein Ulanensuhrwerk. Als er am Steigerturm abspringen wollte, blieb er mit den Kleidern hängen und wurde eine Strecke weit mit fortgeschleist. Hierdurch erlitt er derartige Verletzungen am linken Bein, daß er nach Hause getragen werden mußte.
Aus drm Gsrichtssaa!»
Sitzung des Schwurgerichts vom 19. Januar.
Verleitung zum Meineid.
(Schluß.)
Wie schon erwähnt, bestrUt Donrhein entschieden, zu dem Weigand gesagt zu haben, er (W.) solle sagen, er wisse von nichts. Den Vorfall auf dem Marktplatz gab er zu. Weigand hielt seine früheren Angaben, daß V. ihn mehrfach aufge- sordert hatte, zu sagen, er wisse von nichts, aufrecht, nur wollte er nicht mehr wissen, wo dies geschehen sei. Auch der Zeuge Juchen hatte eine derartige Aeußerung auf dem Marktplatz mit angehört. Die Vernehmung der übrigen Zeugen erstreckt sich auf nebensächliche Dinge.
Die Geschworenen sprachen den Angeklagten der Straftat aus § 159 des R.-Str.-G.-B. (Unternehmen der Verleitung zum Meineid) schuldig; der Gerichtshof verurteilte V. zu 1 Jahr Zuchchäus und 2 Jahren Ehrverlust.
Die Anklage vertrat Herr Staatsanwalt Dr. Ra m el ow, Verteidiger war Herr Rechtsanwalt O s i u s.
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Heute Dienstag.wird die Strafsache gegen den Bauernsohn Damian Erb von Neuenberg wegen Meineid und falscher Anschuldigung verhandelt. Diese Sache war schon in der vorigen Periode verhandelt, mußte aber damals wegen der Notwendigkeit, weitere Zeugen zu laden, abgebrochen und vertagt werden.
Hanauer Vereins- «. D-rgnügnngsaachrichten
für Dienstag den 20, Januar.
Kunstrerein: In der Aula der Königl. Zeichenakademie: Ausstellung von Gemälden.
Oratorienverein: Abends 7'/, Uhr t 2. AbonnementSkonzert im Saale der Turnaemein^e.
Ausschuß für VolkSvorlesungenc Abends 8 Uhr im Stadttheater: B-lkSvorstellung: „Die versunkene Glocke".
Gvanx. Männer- und JünglingSverein: IünglingSverein: Bibrl- b-sprechung; Jungfrauruversin- Mckabend (Ev. VereinShauS
Kath. Kasino .Eintracht" (Vereinst: Braustüb'l*): Bereinsabeno. Turn- y. Kechtklub : Fechten.
Tnrngeftllfckaft: Abends von 8—10 Ubr: Turnstunde.
Verein Merkur: Abends 8'/, Uhr im Saale des Hotel »zum Riesen": Rezitation von Fräul. Lydia Stoltze aus Frankfurt a- M.
Gesangverein „Samser": Singstunde in der .Stadr Bremen". Gesangverein „Germania": Singstunde im „Löwenaärtchen". Gesangverein „Melowanta*: Singstunde in der „Karthaune*. Zitherveretn Hanau: Drobe in der Restauration „Allemania". Süddeutscher Klub: Klubabend in der Restauration „Allewania". Deutschnationaler Handlungsgehilfen - Verband, Ortsgruppe Hanau: Vereinsabend im „Karlsberg".
Athletmklub „Germania*: Riegenstemme.: und Musterriegenarbeiten. (Restauration Wagenbach, Paradeplatz),
Sremm- unb Ring,Klub „Fiche" : Abends von 9—lu Uhr: Dauer» stemmen und D einstoßen: von 10—11 Uhr: Musterriegen» arbeiten (Restauration jur Wiener Svitze").
für Mittw och den 81 Januar.
Pferoeve'sicherunaS.Verein für den Landkreis Hanau: Nachmittags 3 Uhr: Generalversammlung im Gasthaus „zum gold. Löwen".
Versteigernngs- etc. Kalender
für Mittwoch den 2t. Januar.
Holzverstciaeruna in den Anlagen an W lhelmsbad ; Zusammenkunft vormittags 9l r Uhr in der keinen Wirtschaft (s. Nr. 14 „H. A.").
Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.
Telegramm ans Hamburg vom 20. Januar,
9 Uhr 35 Min.
Ein Maximum über 779 mm lagert über Westrußland, ein Minimum unter 764 mm vor dem Kanal. In Deutschland ist die Witterung ruhig, heiter, trocken, kalt.
Prognose für den 21. Januar: Etwas wärmeres, vielfach heiteres Wetter wahrscheinlich.
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 19./1. 20./1.
Sehr 'rocken
Beständig ,7Ö~"
Schön 760«.^^
Veränderlich —M
Regen (Wind)^^O-M»'
Viel Regen 740«^==,
Sturm -WD 730^^
716
Hus Mb und fern,
0 Treysa, 16. Jan. Zu Beginn dieses Jahres ist seitens des hiesigen hessischen Brüderhauses ein öffentliches Krankenhaus eröffnet worden, das in jeder Beziehung die Beachtung weiterer Kreise verdient. Das Vrüderhaus, das Diakonen für die verschiedenen Arbeitsgebiete der inneren Mission heranbilden will, sieht es als eine seiner Aufgaben an, allmählich in die Krankenhäuser unseres Landes, wie auch in die Pflege bei einzelnen Familien christliche geschulte Krankenpfleger zu entsenden, die mit Hingebung und Liebe und in Gewissenhaftigkeit und Treue ihren Kranken dienen. Um für solchen Krankenpflegerdienst die Diakonen ausbilden zu können, bedurfte das Brüderhaus eines eigenen Krankenhauses, in dem die Diakonen unter Aufsicht und Anleitung ihres Vorstandes und des erfahrenen Anstaltsarztes Dr. Schirmer theoretische und praktische Schulung empfangen sollen und zugleich auf ihre Fähigkeit und Tüchtigkeit zu dem Dienst an den Kranken erprobt werden können. Das Krankenhaus kann ca. 24 Kranke aufnehmen; das ganze Haus ist mit Centralheizung versehen, alle Räume haben elektrisches Licht, überall wird man durch die peinliche Sauberkeit und das wohltuende Weiß der mit Emaillefarbe gestrichenen Wände und Betten auf das angenehmste berührt. Jeder Kranke hat auf feinem Bett einen elektrischen Klingelknopf liegen, mittelst dessen er bei Tag und Nacht seine Wünsche den diensttuenden Brüdern anmelden kann. Von den Wänden der Krankenzimmer und Säle grüßen Sprüche aus Gottes Wort, die den Kranken den rechten Trost in ihrem Leide zurufen und sie zur Geduld und zum Gottvertrauen mahnen sollen. Der große mit allen erforderlichen Hilfsmitteln ausgestaltete Operationssaal, an den sich auf der einen Seite der Sterilisierraum und auf der anderen Seite das Jnstru- mentenzimmer anschließen, wird durch große Spiegelscheiben von vorne und von oben erhellt und darf sich mit jedem anderem Opera- tionsraum in großen Krankenhäusern messen. Eiuärztliches Unter» suchungszimmer mit daran stoßendem Zimmer für kleinere Operationen und einem Dunkelzimmer "für chemische Untersuchungen u. dergl m. auf der einen Seite des 40 m langen Gebäudes, eine große gegen Wind und Wetter durch Glaswände geschützte und heizbare Veranda auf,der anderen Seite beweisen es, daß man nichts unterlassen, was zu einem leistungsfähigen Krankenhause gehört. — Auch für Kranke, die in Bezug auf Pflege u. dergl. m. wohl besondere Ansprüche machen, sind besondere Zimmer vorhanden. — Der Pflegesatz für die 3. Klasse beträgt pro Tag 1,50 Mk., wobei für Arzneien, ärztliche Behandlung u. dergl. m. nichts besonders zu vergüten ist. Es ist mit Freuden zu begrüßen, daß wir in Mittelhessen nun auch ein Krankenhaus haben. Es war bisher oft mit großen Unannehmlichkeiten verknüpft, wenn Kranke aus den Kreisen Ziegenhain, Homberg und Fritzlar sich den oft weiten und beschwerlichen Transport zu Lande und per Bahn unterziehen mußten, bis sie die Krankenhäuser zu Cassel oder Marburg erreichten. Schon früher hatte hier das im Jahre 1882 nach Cassel verlegte Diakonissenhaus eine kleine Krankenabteilung, und es wurde damals vielfach bedauert, als diese Krankenabteilung aufgelöst wurde. Wir wünschen darum, daß recht viele von der nun ihnen sich bietenden Gelegenheit Gebrauch machen und das Krankenhaus des Brüderhauses aufsuchen, zumal sie gewiß sein dürfen, eine liebevolle, treue und gewissenhafte Pflege zu erhalten und in jeder Hinsicht von einem gerade in Krankenhausbehandlung und operativer Tätigkeit infolge langjähriger Tätigkeit in anderen Krankenhäusern erfahrenen Arzte behandelt zu werden.
Immenhausen, 17. Januar. Das sechsjährige Töchterchen eines hiesigen Einwohners spielte gestern Nachmittag in Abwesenheit seiner Eltern mit dem Feuer. Dabei erlitt es so schwere Brandwunden, daß es kurze Zeit darauf starb.
St. Frankfurt a. M., 16. Januar. Unser Theater- mtiglied, Herr Alfred Auerbach, der sich rasch zu einem
sehr beliebten Rezitator emporgeschwungen bat, sah zu «einem gestrigen Vortrags-Abend einen vollbesetzten Saal. Beide Teile des Programms, sowohl der ernste wie der heitere, fanden wirkungsvollsten Ausdruck, so daß der Beifall ein ebenso allgemeiner wie reidier war.
W. Frankfurt a. M., 20. Januar. In der vergangenen Nacht stürzte der Restaurateur Franz Meiler von Neu-Jienburg auf der Landstraße zwischen hier und Neu- Isenburg so unglücklich von seinem Nade, daß er das Genick brach. Um 1 Uhr fand ein Förster die Leiche im Graben liegen.
Aschassenburg, 19. Januar. Am Samstag nachmittag halb 5 Uhr brachen zwei Mädchen des Taglöhners Kunkel, welche im Alter von 9 und 11 Jahren stehen, auf dem Eise im a'ten Hafen ein. Dortselbst war am Tag zuvor ein Kettenboot eingefahren, so daß das neue Eis noch nicht trag- fâhig war. Die Kinder achteten nicht darauf, betraten die dünne Eisdecke und brachen ein. Zum Glück wurde der Vorfall von einem wackeren jungen Maune, dem 15 Jahre alten Zimmermannslehrling Hans Stein, sofort bemerkt, der schleunigst zur Rettung herbeieilte. Unter eigener Lebensgefahr sprang er über das Eis in einen Kahn und seinen Bemühungen gelang eS, die Verunglückien noch rechtzeitig zu retten und die halb- crstarrten ans Land zu bringen.
Würzburg, 19. Januar. Postadjunkt Georg Kapfenberger von hier, der nach bedeutenden Unterschlagungen flüchtig ging und sich bei feiner Verhaftung in Antwerpen in den Kopf schoß, ist dort gestorben. Die Verletzung war nicht töt- ii$< aber Kapfenberger verweigerte im Krankenhaus die Nahrungsaufnahme; sein Tod trat infolge Entkräftigung ein.
Hus aller Melt-
Drr verbrannte Tanfendmarkfchein. In Falkenstein wollte am Freitag ein Metzgermeister bei der gegenüber wohnenden Gastwirtin Wolf Wwe. einen Tuusend- markschein wechseln lassen. Da die Frau nicht das genügende Kleingeld hatte, vertröstete sie den Nachbar auf den am nachmittag zu erwartenden Besuch des Kassierers der Brauerei. Als letzterer sich einftellte, schickte die ?Frau ein Töchterchen nach dem Metzger, um den Tausendmarkschein holen zu lassen. Das Kind erledigte den Auftrag der Mutter und legte den Schein auf den Tisch neben die gerade beschäftigte Mutter. Als dieselbe ihre Tätigkeit beendet, raffte sie Papierschnitzel zusammen unb warf dieselben in das Ofenfeuer; Ais sie nun zum Wechseln des Scheines schreiten wollte, gewahrte sie, daß sie die Banknote mit den Schnitzeln in das Feuer geworfen hatte, welches sein Vernichtungswerk bereits vollendet hatte.
Atmvckistenrachs oder Uuglücksfall'? Ein er- schütlernder Vorgang, dessen Ursache noch der Aufklärung bedarf, ereignete sich in dem Torfe Cliff Side bei Fort Lee in der Nähe von New^Uork. Bis vor kurzem lebte die Ehefrau des Königsmörders Gatztano Bresci in diesem Ort. Nachdem die Kunde von der furchtbaren Tat ihres Gatten doribin ve- drungen war, hatte sie viel unter dem offen gezWenMMu^ der Bevölkerung und der strengen Beaufsichtigung von jenen der Polizei zu leiden. Als es sich obendrein herumsprach, daß im Hause von Mrs. Bresci nächtliche Zusammenkünfte von Pattersoner Anarchisten stattfänden, zog sie kürzlich von Cliff Side fort. Wenige Tage später erfolgte in dem Hause eines Polizisten von Fort Lee namens Pagluighi eine Explosion, bei der seine sämtlichen sechs Kinder ums Leben kamen und seiner Frau ein Arm aus dem Schultergelenk gerissen wurde. Die Bedauernswerte liegt im Hospital in kritischem Zustande darnieder und ahnt noch nichts von dem Umfange des Unglücks, das sie betroffen. Der gerade in New Park weilend» Mann, der übrigens bei dem Vorgehen gegen Frau Bresci die wichtigste Rolle gespielt hatte, wollte sich, als man ihm die entsetzliche Nachricht brachte, in der ersten Verzweiflung das Leben nehmen, doch gelang es seinen Kameraden, ihn zu beruhigen und damit zu trösten, daß sein Weib ja noch am Leben sei und beständig nach ihm verlange. Der Aermste mußte jedoch gleich, nachdem er seine todkranke Frau gesehen hatte, in eine Nervenheilanstalt übergeführt werden. In seinem Schmerz tobend, schwört Pagluighi, alle Anarchisten, denen er in Zukunft begegnen werde, mit eigenen Händen zu loien, da er überzeugt sei, daß die Explosion nur ihr Werk gewesen sein könne. Anfangs teilte man in Cliff Side und Fort Lee allgemein diesen Glauben, doch neigt man nach näherer Untersuchung der Trümmerställe mehr der Ansicht zu, der im Keller des Hauses vorhanden gewesene Vorrat an Carbid zur Erzeugung des in Fort Lee vielfach zu Beleuchtungszwecken benutzten Acetylengases sei durch irgend einen Zufall mit dem ebenfalls vorrätigen Wasser in Berührung gekommen und explodiert. Jedenfalls aber war es für Frau Vreèci gut, daß viele Meilen zwischen ihr und ihren Feinden in Cliff Side lagen, denn sonst hätte wohl nicht viel gefehlt und sie wâre^' von den aufgebrachten Leuten in der ersten Wut gelyncht worden.
- t 34 Stunden in der Hölllschhöhle. Dieser Tage wollte eine Anzahl junger Leute unter der Rührung eines bekannten „Bergfex" der neu entdeckten Höhle Höllloch im Muotatal einen Besuch abstatten. Morgens um 9 Uhr wurde der Eingang der Höhle überschritten. Die Höhlenrcisenden waren bepackt mit Proviant für mehrere Tage, mit Leitern, Stangen, Laternen und anderen für ein solches Unternehmen brauchbaren Gegenständen. Schon beim Betreten der Höhle zeigte es sich, daß sich an den tieferen Stellen infolge des Tauwetters Wasser in Höhe von einem Meter angesammelt i haste. Mit Hilfe von Leitern half man sich über dieses Hindernis hinweg und drang dann guten Mutes etwa sechs Stunden lang weiter in die Höhle aufwärts vor. Das immer höher aufsteigende Wasser mahnte aber doch zur Rückkehr, und als man sich abends auf die Distanz von einer hatb-n Stunde wieder dem ursprünglichen Eingänge genähert hatte, ergab sich, daß mittlerweile der Wssserstaiid eine Höhe von 4 m erreicht hatte und daß die Oeffnung der Höhle vom Wasserspiegel bis zur obersten Kante nur noch einen Raum von ungefähr 30 cm Durchschnitt zeigte. Man ließ sich aber dadurch den Humor nicht verkümmern; die Gesellschaft richtete sich für die Nacht