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zipiell zum ^tel aller Wünsche gefangen will, aar Nichts zu Stange kommt. Die ^â'nffe sinS zu kompliziert, als daß da» letzte Ziel Aussicht auf Erfolg hätte. J4 glaube daher, wenn wir in Hessen-Nassau unsere Wünsche erfüllt sehen wollen, wir uns nach manchen Richtungen beschränken müssen. Zunächst gilt das bezüglich des Ob'iwtori'ckmachens. Ich weiß, daß man im Allgemeinen der Meinung ist, daß von solchem Schulbesuch nur da etwas zu erhoffen ist, wo der Zwang den nötigen Nachdruck ausübe. Ich meinerseits möchte âbraten, darin zu viel zu fordern, weil bei den Instanzen in Berlin das als zu starke Last bindernd statt sördernd wirken möchte. Wenn Sie also etwa dasauf dem Lande" streichen wollten, so würde ich das nicht verstehen, für die gewerblichen Fortbildungsschulen bedarf es ja dieser Bestimmung nickt mehr. Dann müssten Sie auch in dem Unterricht dasländliche" vor Fortbildungs'chulen streichen. Das hätte aber den Nachteil, daß dann die Sache auf eine ganz andere breitere Unter­lage gedellt wurde. So unterliegt sie dem Landwirsschafts- ministerinm und würde von diesem uwer den gekennzeichneten Umständen an das Unterrichtsministerium übergehen. Die Landwirtschaft hat aber, meines Erachtens, gerade an einer Regelung in der vorliegenden Form das größte In­teresse und das Landwirtschaftsministerium bat bereits diesen Wünschen Geneigtheit gezeigt. Kommt die Angelegenheit in jene andlre Spläre, so wird man da auf enorme Schwierig­keiten stoßen. Ich verkenne gewiß nicht, daß in dem Aus­druckauf dem Londe" eine Beschränkung liegt, die für manche Landstädtchen mit den großen Dörfern ähnlichen Verhältnissen unbequem werden kann. Aber wenn Sie dosauf dem Lande" streichen, müssen Sie zugleich ein Verzeichnis der Schulen geben, die getroffen werden sollen. Gelingt es, wenn auch vielleicht mit geringer Abänderung, das Gesetz zu Stande zu bringen, so wird man in unserer Provinz den ersten Stritt auf einem Wege tun, der noch hoffnungsreiche Aussicht eröffnet und vorbildlich auch für andere Landesteile werden kann. Es enispann sich weiter eine Mr reae D.sku^on, in welcher die Abgeordneten Dr. F l e s ch-Frankfurt a. M., E p st e i Hf Nassau, Schön- Netzbach, B ü ch t i n g-Marienberg, Dr. H e u ß e n st a m m - Frankfurt a. M. und Dr. Lucas- Langenielbold beteiligten. Letzterer hatte beantragt, 'einfach vorFortbildungsschulen" noch das Wortländlichen" einzu­schallen. Abg. Büchting stellte den Zusatz-Antrag, noch Strafbestimmungen für Zuwiderhandelnde festzusetzen, bestehend in Geldstrafen bis zu 20 Mk., für welche im Ünvermögens- fall Haftstrafen bis zu 3 Tagen eintreten. Dr. Heußenstamm wies darauf hin, wie selbst für große Städte die Möglichkeit der Anwendung fragl. Gesetzes als wünschenswert erscheinen könnte mit Rücksicht auf eingemeindete Vororte mit landwir-t- schaftlichen Beitrieben wir in Frankfurt, Seckbach. Die Ab­stimmung ergab in der Reihenfolge mit großer Mehrheit die Annahme der Anträge Lucas, Ruetz und Büchting.

Nunmehr ging man über zu einem Antrag des Provinzial- Ausschusses auf Abänderung des Statuts für den Provinzialverband der Provinz Hessen-Nassau vom 15.'August 1887 hinsichtlich der Zahl der oberen Be­amten, Bestellung eines weiteren oberen Beamten, sowie Ergänzung der Zahl der beamteten Mitglieder des Vorstandes der Landes-Versicherungs- Anstalt, worüber Abg. H u m s e r - Frankfurt a. M. referierte. In Zustimmung zu diesem Antrag wurde be- schloffen, die Zahl der oberen dem Landeshauptmann zuzuordnenden Beamten von drei auf vier zu erhöhen. Ferner wird, vorbehaltlich landesherrlicher Gene-- migung, der seit dem 1. Januar 1902 definitiv angestellle Assessor Karl Stöhr ab 1. April d. I. alS Landesrat mit entsprechendem Gehalt rc. ernannt. Endlich wird der Pro- vinzial-Ausschuß ermächtigt, auf Antrag deS Vorstandes der Landesverstcherungs-Anstalt Hessen-Nassau das bisherige stell­vertretende Mitglied dis'es Vorstandes Landesrat Sckeel und erforderlichen Falles auch das demnächstige weitere stellvertre­tende Mitglied dieses Vorstandes, Landesrat Stöhr, zu ständi­gen Mitgliedern des genannten Vorstandes zu bestellen.

Zum Schluß der Sitzung werden verschiedene Ersatz- und Neuwahlen so unter anderen auch von Mitgliedern und Stellvertretern deS Provinzial-Ansschusses für 1903/08, vorgenommen. Die dem Turnus nach aussck eidenden Mit­glieder des Provinzial-Auèsckusses Direk'or Hummel-Hochheim, Bürgermeister Hold - Obermei'er, Stadtrat Seidel - Frankfurt, Bürgermeister Scköffer-Gelnhausen und Landesdirekior Sartorius- Wiesbaden werden als solche wiedergewählt; als Stellvertreter die Herren Bürgermeister Körner-Wehen, Dr. Hengsberger- Frankfurt a. M., Oberbürgermeister Dr. v. Ibell - Wiesbaden und Bürgermeister Stroh-Marköbel. Als Mitglieder werden gewählt für den verstorbenen Dr. Lieber - Eamberg sein seit­heriger Stellvertreter Höchst Oberbrechen, für den auf eigenen Munich zurücktretenden Kammerherrn O. v. d. Malsburg, Exzellenz, dessen seitheriger Stellvertreter Landrat v. Schwertzell Ziegenhain als Muglied und an letzteren Stelle als Stellvertreter v. Dodenhausen; weiter wurden gewählt für Herrn Berta-Sooden, für den verstorbenen Geh. Justizrat Rie--- Caffel als Mitglied Geh. Saniläisrat Dr. Endemann-Cassel und für des letzteren Stellvertreter Amt Justizrat Dr. Harnier- Caffel. Endlich wählte man als stellvertretenden Vorsitzenden des Provinzial Ausschusses für den zurück getretenen Bizemarjchall Kammerherrn v. d. Malsburg Herrn Kammerherrn v. Pappen­heim.

Hue Stadt und Cand.

Hanau, 19. Februar.

* Brandsteuer. Wir machen darauf aufmerksam, daß bis zum 1. März er. die rückständigen Brandsteuern gezahlt sein müssen, widrigenfalls die zwangsweise Beitreibung erfolgt.

* Durchschnittspreise. Der Durchschnitt der höchsten Tagespreis für Fourage beträgt mit einem Aufschläge von 5 vom Hundert für den Monat Februar 1903 in dem Stadt- und Landkreise Hanau für Hafer 7 Mk. 84 Pfg., für Heu 3 Mk. 68 Pfg., für Stroh 2 Mk. 23 Pfg. pro Zentner.

DeernerStaK

Zur Warnung für Banbestifsene. Aus Somborn wird uns aeichneben: Am 18. d. M. nahm der Kgl. Brurat aus Gelnhausen auf Veranlassung de? Bau­herrn die Untersuchung eines Neubaues vor, der hier am Mühlbache an der Gondsrolher Straße aufgefülrt ist unb an dem die Wände sich gedrückt hatten, sowie Nisse und Sprünge zeigten. Der Bauunternehmer erhielt nach der eingehenden Untersuchung den guten Rat, den Bau freiw'llig abzubrechen und auf dem Grund und Boden keinen Bau mehr aufzu- stellm er hatte die Absicht, daneben noch 2 andere Walm- hâuser zu bauen auch wenn er anstatt des jetzigen über­aus schwachen ein 2 Meter starkes Fundament lege. Diese Untersuchung hat bereits zu der baupolizeilichen Verfügung geführt, daß besagter Neubau binnen 14 Tagen gänzlich nieder- gelegt sein muß, eine Verfügung, deren Somborn sich bis jetzt noch n'ckt erfreut bat.

* Stadtthrater. Benefiz Feist: Johannes. Morgen Freitag gebt wie schon gemeldet Sudermann's herr­liches WerkJohannes" erstmalig in Szene und bemerken wir, daß nur diese einmalige Ausführung statlsindet. Die Besetzung der Hauptrollen ist folgende: Johannes, Herr Fnst; Herodias, Frl. Toran ; Herodes, Herr Retzback ; Salome, Frl. Hohenfels ; Amasai, Herr I>nqk; Mancsse, Herr Becker; Josaphat, Herr Schwarz; Mathias, Herr Firmans; Amarja, Herr Nygrin; Ire!, Frau Rieaer; Hrdidja, Frl. Leoni; Miyrua, Frl. Verden; Adi, Frl. N be; Maecha, Frl. Wehn; Me ulemeih, Frau Hantke; Jabad, Herr G'brwann; Eliakim, Herr Diehl; Merokles, Herr Heyden; Gichtbrüchiger, Herr Krug u. s. w. Den Billeib fteQungen noch zu schließen, dürfte ein guter Besuch zu erwarten sein. Vorrecht der uhgraben Nummern am Freitag von 10 bis 11 Uhr vorm.

* Wetterauische Gesellschaft. Der heutige Vorirag des Herrn Dr. E, Decker! überMariinique und St. Vincent" mit Vorführung von Lichtbildern gewinnt noch da­durch an Citier effe, daß der Vortragende kurz vor Ausbruch her Vulkane an Ort und Stelle anwesend war. Der Vortrag findet im ^aa'e herEen'ralnalle" statt.

* Vortrag. (Einges.) Wer für das aktuelle ThemaSaM und Bibel" Interesse besitzt, hat heute Donnerstag Gelegenheit, von berufener Seite einen Vorira^ zu hören. Der Redner des Abends, Herr Dr. A olf Brüll hat bereiis iu mehi eren S ädten mit seinen packenden, hochinteressanten Ausführungen hie allerlebh rsteste Zustimmung aeh nben, Das eigenartige und tet wolle feiner A iSfühnmgm begt namentlich buht, daß er, obwohl auf dem Bodeu kühler, strenger Wiss n'chafllihkeit stehend, durch die teil­weise glühend teit>enschalt!ichen Worte seines Boitra^s, vor allem aber durch dir innige Aru, in der er für reinste Religiosität eintritt, die Ge­müter wâch ig ui packen versteht.

6 Die hiesige Fleilcherinnung hielt am 16. d. M. ihre diesjährige Jahresversammlung ab. Der erste Punkt her Tagesordnung lautete:Erstattung des Jahresberichts." Wir entnehmen demselben Folgendes: Die Innung zählt 59 Mit­glieder, davon geboren 56 der Sterbekasse an. Gehalten wurden im Jabre 9 Gkneralvermmmlungm und 12 Vorstands­fitzungen, alle Sitzungen waren gut besucht. Ausgenommen wurden 8 Lehrlinge, 6 Lehrlinge unterzogen sich der Sefeßen* Prüfung mit Erfolg. Durch einstimmigen Beschluß der Innung wurden die Lehrlinge vom 1. Oktober vor: en Jahres ab ver- vfiichtet, die hiesige gewerbliche Fortbildungsschule zu besuchen. Eine Rrl'e von Gesuchen an entsprechende Behörden fanden eine wohlwollende Erledigung. Zur Kenntnis der Versamm­lungen wurden mehrere Verfügungen und Verordnungen, das Metzgerhandw'lk betreffend, gebracht. Die Bezirks- und Ver- bandsver^ammlungen wurden in geziemender Wei'e beschickt. Das soziale Bestreben, das Verhältnis zwischen Meister und Gesellen vertrauensvoll und einträchtig zu gestalten, war mit Erfolg gekrönt. Der von Herrn Obermeister Schindler sorgfältigst ausgearbeiiele Bericht wurde von der Versammlung mit herzlichem Danke entgegen genommen. Die statutengemäß ausscheisenden Vorstandsmitglieder Christian Nikolaus und Thomas O h l wurden wiedergewählt. Des Wei.eren gelangte ein Schreiben der Berufsgenossenschaft zur Verlesung, nach welchem Lohnnachweisgnqen, Prämien n. a. direkt durch die Innung ihre Erledigung finden. Gewiß wird eS auch mit Freuden begrüßt werden, daß ein Abschlag des Preises für Schweinefleisch beschlossen wurde.

* Turn- n. Fecht-Klub, Damenabteilung. Die Turnstunde fällt heute aus und ist auf morgen Freitag abend von 67 Uhr ve.leat.

S ltenes Gewicht. Herr Metzgermeister Jean Marx schlachtete zwei Kälber, die ein Lebendaewicht von 220 bezw. 178 Pfd. belaßen. Die^e Tiere (deutsche Zuchth stammen von Schimborn und der Herrrmühle. Der Besitzer letzt­genannten Etablissements hat al'o den Beweis erbracht, daß er neben der anerkannt guten Bewirtung seiner Gäste auch noch gute Schlachniere zu zückten v-rsteht.

* Die «olvdkebstahls Affäre, in die ein hiesiger Kaufmann F. verwickelt ist, nimmt größeren Umfang an. Es zeigt sich immer weiter, daß her Inhaftierte das in ihn gesetzte Vertrauen seiner früheren Chefs in gröblicher Weise mißbraucht und die Entwendungen in größerem Umfange be- betrieben bat.

Gefährliche Körperverletzung. Die Affäre vom 21. November v. J. am Hüttengesäßer Kleinbahn­hof bildete gestern den Gegenstand einer längeren Verhand­lung vor dem Schöffengericht Langenselbold. Wie wir damals schon des Näheren bwichteten, war der Metzger und Spezerei­händler Philipp K. VI. von Hüttengesäß an dem fraglichen Tage in Hanau gewesen und hatte Waren gekauft, welche mit dem letzten Abendzuge nach Hütiengesäß mitgenommen werden sollten. Dies geschah aber nickt, weil der Lieferant die Waren bis zum Abgang des Zages nicht an den Hanauer Bahnhof gebracht hatte. Als K. in Hüttengesäß aus'tieg und den Zug­führer fragte, ob seine Waren mitgenommen worden seien, antwortete dieser verneinend. K. war über das Fehlen der Sachen, die er sehr nötig brauchte, sehr ärgerlich und während er sich noch mit dem Zugführer darüber ausnnandersetzte, kam der- Stationsvorsteher R. aus feinem Bureau und jagte zu dem K., seine Waren würden morgen früh mitgenommen wer­den, wenn sie da seien. Der Stationsvorsteher und K., welche schon seit geraumer Zeit nicht auf gutem Fuß miteinander stehen, gerieten nun in einen heftigen Wortwechsel, der haupt­sächlich von dem Angeklagien K. provoziert sei« soll. K.

19. Februar.

sd^rie den Stationsvorsteher an, er habe hier rar nichts zu sagen und aebrauchte verletzende Ausdrücke, der Stalions- Vor'^eher widersprach ihm und schließlich drohte K« seinem Gegner, er wwde ihn zummmenstecken, wenn er nickt macke, daß er fortkomme. Als der Stationsvorsteher sagte, das solle er (KJ nur probieren, wurde letzterer so wütend, daß er seinen mit einer scharfen ti'ernen Spitze versehenen Swck er= hob und damit nach dem Stationsvorsteher stieß; die Spitze des Stockes drang dem Getroffenen an der Sei- in den Hals und verursachte eine ziemlich erhebliche Verletzung, die aber durch sofortige ârztlicke Behandlung nach drei Wochen wieder geheilt war. Der Verletzte wurde alSbald in seine Behausung gebracht und damit war der unetgTcflidbe Streit beendet. Der Täter, der über den Erfolg seines biogen Temperaments selber sehr unglücklich ist, macht zur Entlchuldigung haiipi'ächlick g-ltend, daß der Verletzte ihn an den vorausgegangmen Tagen öfters durch Stichelredm gereizt ha^e, ebenso auch an dem kritischen Abend, was letzterer in Abrede stelle. Der An^ geklagte wurde wegen gefährlicher Körperverletzung und Be­leidigung zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten und 1 Wocke verurteilt. Gerichlssiitig wurde hervorgehoben, tag es lediglich einem glücklichen U nstande zu verdanken sei, daß her Angeklagte nicht eine gefährlichere Stelle genossen und ein Menschenleben vernichtet ober zu dauerndem Siechtum ge­bracht habe.

( ?) LiMssFnsclbol) 18. Februar. (II n g l ü cf § f a l L) Der 42jährige Arbeiter Friedrich Schultheiß von hier, Pater von 5 Kindern, ist am Dienstag nachmittag auf schreckliche Weise verunglückt. Schultheiß, der bei dem Tiefbauamte in Frankfurt beschäftigt ist, arbeitete mit einem 19iâhngen Kol­legen in einem kanalartigen Schachte, und zwar bestrichen sie Rohre mit Teer und ö ten Ventile. Wahrscheinlich kam einer von ihnen mit dem L>chte einem Brnzinbehäller zu nahe, das­selbe explodierte und Schultheiß wurde aus dem Sckachte heraus auf die Straße geschleuhert. Der Bedauernswerte er­litt schwere Brandwunden im Gesichte, am Kopfe und an den Händen. Der andere Arbeiter, ein gebürtiger Gelnhäuicr, wurde bewußtlos aus dem Sâackie gezogen. Die behen Verunglückten wurden ins Heiligqeisthospiial übergeführt.

Telegraphischee Wetterderich! Der Denken Seemarte.

Telegramm aus Oamb«ra vom 19. Mebtttar, 9 Uw 40 Min.

Ein Maximum von 779 mm laiert über der Aivengegend, eine Minimum unter 740 mm über Nordwesteurova. In Deutschland wehen meist südliche und südwestliche Winde, das Wetter ist vorwiegend heiter, im Norden ziemlich mild, im Süden kalt.

Prognow für . den 20. Februar: Mildes, meist trübes, windiges Wetter mit Niederschlägen wahrickeinlich.

Sr<exloktttt0â.

^mtiott Genf 100 Fr.-Lose vom Jahre 1800, Ziehung am 2. Februar 1903. jbanp prebe: Nr. 123118 zu 35 000 Fres. 'Nr. 130555 zu 5000 Fres. Nr. 2063 73421 102113 182713 je 500 Fr. Nr. 2160 4039 6733 20412 38161 39434 39497 39782 40240 4119t 44520 51146 54222 64539 72173 76140 78684 83337 87301. 94055 99535 100922 109860 121311 121436 125620 126195 126623 127181 141810 141833 142020 143668 147737 149119 152077 156011 161709 162392 168504 197279 198435 202720 215802 je 200 Fr. Alle übrigen gezogenen Nummern je 100 Ares.

Ungarische Hypothekenbank, Kommunal-Ob­ligationen. Ziehung am 31. Januar 1903. 4proz. Kommunal - Obligationen in Kronen. Nr. 58 zu 5000 Kr. Nr. 64 zu 1000 Kronen. Nr. 201 zu 500 Kr. Nr. 205 587 je 100 Kr. 4proz. Kommunal Obligationen in Gulden. Nr. 38 120 je 5000 fl. Nr. 732 806 1025 1029 1094 1174 1192 1324 1385 1420 1462 1507 1577 1688 1739 1948 2201 je 1000 fl. Nr. 44 64 126 134 211 351 358 410 je 500 fl. Nr. 2 3 45 107 116 174 294 470 483 507 523 536 680 813 989 1027 1037 1190 1351 1387 1476 1582 1654 1696 1712 1737 1739 1795 1813 1816 1885 2077 2080 2143 2163 2215 2220 2232 jt 100 ff. Auszahlung am 1. August. (Ohne Gew.)

Aus dem Mrrichtsiaa!.

Sitzung des Laugenselbolver Schöffengerichts vom 18. Februar.

* * Laugenselbolv, 18. Februar. Die Fabrikarbeiterin S. zu Langenselbold hatte im Oktober v. I. zwei Tage ohne Enilchuldigung auf ihrer Arbeitsstelle gefehlt und als sie am 3. wieder erschien, wurden ihr vom Werkmeister über ihr Fernbleiben Vorhaltungen gemacht. Sie gab darauf sckn'ppische Antworten, aus denen ein heftiger Wort streit entstand, und schließlich wurde sie aufgeforbert, das Lokal zu verlassen. Die Angeklagte tat dies trotz mehrmaliger Aufforderung nicht, sondern letzte ihr renitentes Verhalten fort und hat sich dadurch eine Anklage wgen Hausfriedensbruchs zu ezogen. Das Ge­richt hält den Fall absolut für keinen leichten und verurteilt die Angeklagte zu einer Woche Gefängnis. Der Kaufmann B. von Hanau und der Landwirt S. von Langendiebach sind am 4. September v. I. zur Jagd ausgerüstet außerhalb des öffentlichen Weges über fremdes Jagdgebiet gegangen. Es erhält jeder 1 Mk. Geldstrafe. Eine Privatklage zwischen zwèi Langendiebacher Einwohnern endet durch einen Vergleich. Der Beklagte zahlt zehn Mark in die Armenkasse. Der Knecht St. zu Ravolzhausen erhielt ein Strafmandat, weil seine Pächter vom 21. August bis 16. September die Schule nicht besucht hat. Er führt zur Entschuldigung an, daß seine in Langenselbold wohnende Frau ibmdesentiert" sei und die Kleine ihn angelogen habe, der Lehrer sei verreist. Ihm selbst sei keine Zeit übrig geblieben, sich von der Wahrheit ober Unwahrheit der Angaben zu überzeugen. Das Gericht läßt diese Entschuldigungsgründe gelten und erkennt auf Frei­sprechung.