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Gebiet des Dorspeffart (Hahnenkamm— Aschaffenburg und Geln« hausen— Orb) besprocken. Nach Festsetzung ernteter Turâ- gangSrouten wird beschlossen, daß nach wie vor die Markierung im sog. Dmspisfrrt unter der Pflege der beiden Hanauer Vereine bleibt und daß Peilanlagen, die nicht auf der Karte verzeichnet sind, nur unter vorheriger Anzeige und von den genannten Vereinen ausgeführt werden sollen. Tie Arbeiten werden sofort mit Frübjahr in Angrff genommen. Mit dem Beitrag von 20 Pfg. pro Mitglied an die Zentrale war die Versammlung einverstanden, jedoch belält sich der Sp ssart- Touristenverein Hanau die Genehmigung seiner Generalversammlung vor. Nach Schluß der Sitzung fand noch ge- selligcs Zusammensein statt, wobei manches Projekt eingehend besprochen wurde. Das Haus auf dem Hahnenkamm wird, wie wir hören, vergrößert, sodaß damit für die Besucher ein behagliches Heim auf diesem herrlichen Aussichtspunkt geschaffen wird. Von Freunden und Gönnern des SpessanS nimmt der Kassierer Herr Heinrich Heintz in Hanau freiwillige Beiträge stets dankbar für das Hahnenkammhaus entgegen.
* Frauenturnen. Die rm Herbst v. I. mit 52 Turnerinnen errichtete Frauenabtcilung der Turngemeinde zählt nunmehr 73 Mitglieder, die mit regem Eifer die Turnstunden besuchen. Tas U-bungsgebiet umfaßt Ordnungs-, Stab-, Hantel- und Keulenübungen sowie leichte Geräteübungen unter Leitung älterer erfahrener Vorturner, wodurch eine allseitige Durchbildung des Körpers erzielt wird. Da wöchentlich eine Turnstunde hierzu nicht ausreichend ist, hat der Vorstand der Turngemeinde beschlossen, mit Beginn des Monats März eine zweite Turnstunde in den Turnplan aufzunehmen, die Montag abends von 7’/* bis 88/* Uhr statifindet.
* Stadttheater. Am Freitag gelangt zum ’Seitefit für unfern diesjährigen ersten Helden und Liebhaber Herrn Richard Feists Suder- mcmn's gewalnge Tragödie „Iohannes" zur einmaligen Aufführung. Herr Feist, der sich durch sein sein charakterisiertes, lebensvolles Spiel die Anerkennung und die Beliebiheit des Publikums in hohem Maße errungen har, erschließt uns an seinem Ehrenabend ein Werk, das zu ven bedeutendsten literarischen Erscheinungen der letzten Jahre zählt. Der Märtyrer- rod „Johannes des Täufers" bilder den Stoff zu dieser Tragödie und Sudermann gestaltete denselben zu einem gewaltigen kochdramatischen Bühnenwerke, das sich sowohl durch eine tiefergreifende W rkung, als auch durch poetisch.' Schönheit auszeichner. An fast allen größeren Bühnen mit hervorragenden Erfolgen aufgesühn, wurde es auch in unserer Nach- oarstadc Frankiurt mehr a s zwanzigmal mit „Irene Triesch" als „Salome" gegeben und fand es auch dort eminenten Beifall. Es ist zu erwarten, daß dem bedeutenden Werke auch hier ein großes Jntereffe eilt« gegengebracht wird und daß der beliebte Lenesi iam sicherlich ein^aiièver- kaustes Haus erzielt. — Beim Beginn der letzten Abonnements-Serie gestattet sich die Direktion folgende Bemerkung: Während in früheren Jahren nur in ganz seltenen AuSnabmefällen nicht benutzte Abonnements-Billets an die Theaterkasse zur versuchsweisen Verwertung abgelieierr wur. den, ist es in letzten Jahren zur ständigen Gewohnheit geworden, sie oft dutzendweise fast bei jeser Vorstellung (selbst bei Novitäten) in eine Zigarrenbandlung zum Verkauf zu geben. Ehe die Direktion gegen diese, mit dem Wesen des Abonnements ran; unvereinbare Gepflogenheit Stellung nimmt, wacht sie darauf aufmerffam, daß der gewohnheitsmäßige Verkauf von Abonnements-Karten überhaupt nicht zulässig ist. — Die Abonnements sind selbstverständlich übertragbar, aber keineswegs verkäuflich.
* Hanauer Tierschutzverei«. In der gestrigen Vorstandssitzung deS Hanauer Tierschutzvereins wurde der Beschluß gefaßt, von jetzt ab jedes Jahr auck einen Metzgerburschen zu prämiieren, der bei den Schlachtungen bezw. den Vorbereitungen hierzu unter Vermeidung jeder Tierquälerei hantiert. — Weiterhin beschäftigte sich diese Vorstandssitzung mit der jetzt gehandhabten Hundetötung durch den Wasenmeister. Bekanntlich hatte der Tier chutzverein unter Aufwendung beträchtlicher Mittel unter Zustimmung der in Betracht kommenden Behörden die Einrichtung ins Leben gerufen, daß die maulkorbloS herumlaufenden, eingesanaenen und dann dem Wasenmeister verfallenen Hunde durch Einatmung von Kohlensäure schmerzlos getötet werden, während jetzt diee Tiere in die Sammelwasenmeisterei nach Bruchköbel gebracht w-rden. Der Vorstand beschloß, an die zuständige Stelle eine Eingabe zu richten, in der gebeten wird, im Interesse des Tierscku es und der Einwohnerschaft eS bei dem früheren Verfahren zu belass -n. — Weiterhin ergänzte sich der Vorstand buri Zuwahl der Herren Kaufmann Th. Heintz und Bib'iothkkrr Dr. Ouilliug. blieb überhaupt, solange es zur Diözese Mainz gehörte, auch nachdem es selbständige Pfarrei geworden war, im engsten Verkehr mit der Mutterkirche zu Steinheim.
Der Pfarrer von Großauheim hatte noch lange Zeit die Verpflichtung, an gewissen Tagen zu kirchlichen Feierlichkeiten Prozessionen und Abendandachten (an Ostern und Pfingsten) mit Chorrock und Kerze in der Steinheimer Pfarrkirche zu erscheinen.
Die ersten Pfarrherrn waren, wie auch die der 1294 dem Kloster Seligenstadt inkorporierten Mutterkirche zu Stein- Heim Benediktiner. Außer dem vorerwähnten Heinrich Faber ist aus dem 16. Jahrhundert keiner besannt geworben. Im Jahre 1615 vermachte laut Urkunde Pfarrer Georg Macker von Großauheim ein Wohnhaus in Klein-Steinheim beim hl. Kreuz, „bamit die Jugend leichter gebildet und unterrichtet werde."
Von den folgenden Pfarrern werden bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts erwähnt: 1656 Joh. Krebs; 1661 P. Franc. Hofmann; zwischen 1674 und 1719 P. Penedikt. Sauter; 1753—1758 P. Clemens Dürr; 1772 P. Alphons Schramm, Capuc.; 1773—1796 Phil. Fleckenstein; 1806-1810 Jacob Metzler; 1810-1816 Mich. Pfeiffer; April 1816 bis Juni 1824 Mich. Braun.
Die Abtei Seligenstadt wies als Patronin der Pfarrei Großauheim den Pfarrer mit seiner Kompetenz auf das abteiliche Gut, die Wolkenburg, mit allen Aeckern und Wiesen, die dazu gehörten.
Die Pfarrkompetenz betrug (nach Dr. Steiners Geschichte und Beschrnbung der Stadt und ehemaligen Abtei Seligenstadt) 30 fl., 24 Malter Korn, 4 Ohm Wein. Nach dem Großauheimer Gerichtsbuch von 1768—1811 bat „ein zeitlicher Pfarrer aus dem Closter feeligenftatt jährlich ahn körn 20 Malter, an wein 3 Ohmb. Jiem ein pfarrguth, welches jährlich verliehen wird, ahn körn 15 Malter, ahn Haber 1 Malter. Item an frohn fasten körn 2 Malter. Item ahn Ständigen grundzinffeu jährlich 1 fl. 20 Albus. Item aus
* Turn» u. Fecht-Klub. Perganaenen Samstag abend befand sich der hiesige Turn- u. F'ckt-Klub unter der ganz besonderen Protektion seiner närrischen Hoheit des Prinzen Karneval und hatte zu diesem Zw'ck betreffs würdigen Empfanges seiner Mitglieder, deren Angehörigen, sowie Freunde deS Vereins in dem festl'ch geschmückten Saale der „Central* halle" entsprechende Vorbereitungen getroffen. War schon der Saal an und für sich mit karnevalistischen Emblemen auf das Schönste verziert und ließen verschiedene diskrete Arrangements die kommenden Uelerraschungen ahnen, so hatte man vorläufig keine Zeit, eingehende Studien hierüber zu machen und von der lustig-fidelen Stimmung angesteckt, war man gar bald unter den Klängen lieblicher Walzermelodien in den Armen noch viel lieblicherer Marken in dem bunten Faschingsgewoge verschwunden. Es war aber auch ein wirklich prächtiges Bild, welches die reiz nden Babies, die lustigsckerzenden Dominos, die mit drolliger Würde einhersckreitenden Rococo- und Empire- Damen, die lieblichen Elfen und Nixen, die schönen Blumen- und Fanlasikmasken und noch so sehr viele andere tadellos schneidige Pagen des Prinzen Karneval dem Ganzen verliehen. Hatte man eine Zeit lang die liebenswürdigen Scherze der munteren Pierreten und fischen Bauernmadels über sich ergehen lassen, so war man gar bald den graziösen Spanierinnen und Zigeun'rinnen rettungslos verfallen, die sich absolut kein Gewissen daraus zu machen schienen, in ihrem fröhlichen Ueber- mnt auf Kosten ihrer Kavaliere ihrer tollen Laune nach H-rz-ns- lust die Zügel schießen zu lass'n. Da plötzlich — Signal zur Demaskierung und sauve qui peut die Parole für diejenigen, welche nicht erkannt sein wollten. — Der hierauf folgende Ball wurde eingeleitet durch einen von Herrn Lehrer Willamowitz arrangierten Blumenreigen, welcher von 8 Paaren der Tomen- und Herrenriegen in hübschen Empirekostümen zur Aufführung gelangte; die graziösen Bewegungen, die elegant ausgeführien Figuren sowie das tadellos exakte Zusammenarbeiten der einzelnen Turner und Turnerinnen erzielten koloffalen Beifall. Die sich hierauf anschließende In- struktonsstunde eines Pseudo-Sergeanten halte es sich Vorbehalten, durch derbdrolligen Witz die Lachmuskeln der Zuhörer in andauernde Bewegung zu versetzen. Urkomisch wirkten einige Parodien lebender Bilder, die in ihrer originellen Aif« faffung einen wahren Beifallssturm errangen. Vielen Spaß machte das Ballwerfen nach leb-nben Klowns, welches nach Art der Jahrmarktsbuden und durch Aiststenz einiger liebenswürdigen Turnerinnen arrangiert war. Allgemeine Fidelitas war schon ziemlich früh in einer altdeutschen Bierhalle komman- d ?rt, in welcher, trotz der dort herrschenden ziemlich gedrückten Verhältnissen, sich die glückliche strahlende Jugend bei Musik, Tanz und Gesang aufs Vortrefflichste amüsierte. Eine mit hübschen Gewinnen ausgestattete Tambola, welche unter dem donnerähnlichen Getöse einiger 100 in allen Ecken explodierenden Luftballons seine Geschenke verteilte, mag noch manchen glücklichen Gewinner angenehm überrascht haben. Daß die Jugend dem Tanze eifrig huldigte, wollen wir nicht besonders erwähnen, da es sich ja von selbst versteht, daß der besannt echt turnerische Geist des Turn- u. Fecht-KlubS auch hierin seine Kämpen ins schneidige Treffen zu führen von jeder gewohnt ist. Erst nach Sonnenaufgang sah man einen kleinen Teil der vielen Festteilnehmer langsamen Schrittes nach Hause wandern und ihren freudestrahlenden Blicken konnte man es mit Leichtigkeit anmerken , daß sie den fröhlich verbrachten Maskenball in angenehmster Erinnerung behalten werden.
* Vortrag. (Eingesandt.) Bei dem lebhaften allgemeinen Jntereffe, das die babylonischen Funde und die von Proseffor Delitzsch an dieselben geknüpften Schlußfolgerungen über „Babel und Bibel" in allen Volksschichten bis in die allerhöchsten Kreise erweckt haben, ist es mit Freuden zu begrüßen, daß auch in Hanau über dieses bedeutsame Thema von berufener Seite ein Vortrag stat'sindet. Der Revner, Herr Dr. phil. Adolf Brüll aus Franls wt, ein in weitesten Kreisen bekannter Sckrisllteller und Forscher, der sib besonders eingehend mit den nffyrisch babylonischen Funden befaßt hat, gleichbedeutend als Gelehrter und Redner, wirb, auf dem Boden der wissenschaftlichen Forschungen und Tatsachen süßend,
der kirch wegen einer meß, so alle Mittwochen zu Ehren der hl. Valentini et Sebastians zu leßen 4 fl. Item an ständigen ganzen 2 stück. Jiem den kleinen Zebnien als ahn krauih, rüben, flachs, Hirschen, heu, Hünner, gânß und syanierkel."
Die Pfarrkompetenz, wie biefelbe den 6. März 1773 festgesetzt wurde (unterschrieben von Abt. Bonifacius, F. Sona« uenture Graft, F. Adolphus Simon und Joh. Phil. Fleckenstein, Parochus in Großauheim), neuattestiert Atckaffenburg, den 11. Dezember 1817 von Frb. v. Dienheim und Menninger, fonf. ekki. u. sekr., unt-r Beidruck des Kommissionsiiegels Hanau den 10. Febr. 1818, Bernhard, Komm. Sekr., lautet inhaltlich:
An Korn von der Abtei Seligen stabt Hanauer Gemäß 24 Malter, von dem Pachl-Termin 2 Malter, von dem in bestand gegebenen zehnisreien Pfarrqut 20 Malier, wovon der P'arrer in eigener Benutzung hält 3 Morgen Acker, 3V» Morgen Wiesen, 2 Grasgärten, iVa Vil. in den Weingärten.
An Gerst von dem in Bestand gegebenen Pfarrgut 2 Maller, Welschkorn von der Abtei 2 Malter, ®runb« b irn (Kartoffeln) 25 Malter, Kappes-Kraut 300 Häupter, Heu, den Zehnten hiervon, so dermalen beträgt 20 fl., Rozgenstroh von der Abtei 2 Fuder. Blut zehnten bezieht der Pfarrer, ausgenommen die Lämmer. Ferner hat er freien Viehtrub.
An Wein von der Abtei Seligenstadt Freygerichter Gewächs (an der Kloster-Kelter abzuholen) 4 Ohm, lodann Gäbr- wein 4 Vtl. allzeit in natura auszuliefern, außer in dem Fall, wo in dem Freygwicht ein Miswachs an Wein ist, welchem nach alsdann der Pfarrer die Ohm im Geldanschlag p. 7 fl. 30 zu empfangen hat.
An Holz von der Gemeinde 10 Klafier.
An Geld von der Abiei Termino Pa ioit. B. M. V. 30 fl. Aus der Kirche 6t fl., wovon derselbe Meß- und Kommuni- kanlenwein zu bestreiten hat.
An O'ter - Eyer von jedem Kommunikanten zwei Stück.
Jura stolae bezieht der Pfarrer.
17. Februar.
das Tkema „Babel und Bibel" rin eb-nd behandeln. Der Vortrag findet Tonerstag den 19. b. M., abends 8 Ww, im „Deutschen Haus" statt. Karten firb tu haben in König's Buchhandlung sowie abends am Saaleingang.
St. Nach Italien mit der Gottstardbahtt. Die Gotlhardbabn gibt auch dieses Jahr ein elegant ausaefübnes, mit zahlreichen Illustrationen und Karten versehenes Handbuch heraus, welches eine genaue Beschreibung der Bahnstrecke und deren inten ff inten Punkte, sowie auch her oberitalienilchen Seen entbä't und basier ein willkommener Rfifibegleiier nach bieten schönen Gegenden sein dürste. Dieses Handbuch gelangt durch das Reistburean Scholtenfels in Frankfurt, Frankfurter Hof, zur Gratisverteilung.
* Münchener Bier. Wie aus dem Inserat in heutiger Nilmmer ersichtlich, bringt die renommierte P'cl orr-Brauerei in München auf vielseitiges Verlangen ihrer Kunden von diesem Jahr ab, ein gesetzlich geschütztes Spezialbier, genannt „Animator", nach Art der unter verlchicdenen Namen aus den Markt gebrachten Münchener Frühjahrs-Spezial-Starlbiere zum Ausstoß.
* Vieh markt. Morgen früh findet dahier Zucht- und Fettvieh-Markt statt.
- „Die 7 Gänse der Eisflotte", welche beim l tzten Eisgange auf dem Main zu Tal trieben und von Kasteler Flößern bei der Mainzer Rhein-Straßenbrücke aufgefangen wurden, sind Eigentum des bekannten „Ankerwirtes" Heinrich Roth in Klein Ostbeim. Die von ihm verfolgte Spur der entwichenen Kapitolswächter ging von Seligenstadt ab verloren. Durch Zeitungsnotizen wurde er über den jetzigen Aufenthalt seiner sieben wertvollen Schnatterer aufgeklärt.
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X Fechenheim, 16. Februar. (Unfälle.) Auf einem der gestern abend hier abgehaltenen Maskenbälle hatte ein erst kürzlich verheirateter junger Mann sich als Königin der Naât maskiert und sich mit einer Laterne, in welcher eine Stearinkerze brannte, zur Vervollständigung seiner Maske, versehen. Durch irgend ein Versthen wurde der sonst sickere Verschluß der Laterne defekt, und sogleich geriet der Flitter des Maskenko'tüms in Brand, sodaß der Bedauerns verte mit einem Male in Rammen eingebaut war. Niemand ans der nächsten Umgebung hatte die Geistesgegenwart, dem Brennenden zu Hilfe zu kommen, und diesem selbst gelang es nur dadurch, daß er sich sofort auf dem feuchten Erdboden — er befand sich gerade auf der Straße vor dem Balllokal — wälzte, das Feuer zu ersticken. Er hatte aber schwere Brandwunden am ganzen Körper davongetragen, die ihn wohl für längere Z-it arbeitsunfähig machen. Bei alledem kann man von Glück sagen, baß der Vorfall sich nicht im Ballsaal ereignete, denn sonst hätte ein namenlaes Unglück in dem dickt besetzten Saal entstehen können. Vorsicht al o bei Maskeraden mit Feuer und Licht. — Eine hiesige Frau, welche mit der Petroleumlampe in der Hand in der Küche e ne Kleinigkeit holen wollte, wurde hierbei von einer Ohnmacht befallen. Die Lampe fiel zu Boden und sogleich gerieten die Kleider in Brand, der aber dato gelöst wurde. An dm Beinen erlitt sie schwere Brandwunden.
Sprechsaal.
Für die unter dieser Rubrik eingesandten Notizen übernimmt die Redaktion dem Dubliknm aenenüber keinerlei Verantwortung.
Im 3. Blatt der „.^an an er Zeitung" vom 16. b. M. hat die Redaklisn in dm Geichästsbericht des Hanauer Creditvereins e. G. m. u. H. eingestellten, daß der im vergangenen Jahre erhobene hohe Diskonto atz bemängelt wurde und dabei verschwiegen, daß diese Bemängelung seitens des Vorstandes zurückgewiesen wurde. Dies zur Richtigstellung. Lamy.
Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.
Ein Maximum von 780 mm lagert über Süddeutschland, ein Minimum unter 750 mm über Porboveuropa. In
Das Pfarrhaus und den Garten benutzt der Pfarrer; dahingegen bezieht die Abtey zu Seli'kustadt in b?n Weingarten und Wein gart stücken, auch auf denen Grund A-ck-r den Z-Hnien, sodann den ganzen kleinen Zehnten, ausschließlich das Heu. —
In neuerer Zeit hat der Staat die Naturallieferung in Geld abgelöst.
Gebrauchs-Muster.
Nr. 192 436. Bierkrug mit an der Wand eingelassener Glasscheibe zur Kontrolle des Maßes. Weinrich Gran in Hanau a. M., vom 15. Dezember 1902 ab. — G. 10 474. Kl. 64a.
Nr. 191 538. Hohlnadel zur Subfutaninfeftion mit stahlblauem Mrtallaniatz. Meyerbof L Cie. in Cassel, vom 1. Dezember 1902 ab. — M. 14 515. Kl. 30b.
Nr. 191811. Mappe, die mit Kalendarium, Reklame- druck und Täschchen versehen ist, w?lch letztere u. a. zur Aufnahme von Fahrkarten di-nen. Becker & Marxhausen in Castel, vom 15. Dezember 1902 ab. — B. 20 912. Kl. l le.
Pr. 19t 619. Gehäuse mit besonderem, die oatvantiche Batterie entfallendem Einschubkasten für elektriscke Meßgeräte. Bartmann & Braun, Aktien-Gesellickakt in Frankfurt a. M. - Bockenheim, vom 31. Dezember 1902 ab. — H. 20 018. KI. 21?.
Pr. 191968. Gteichzeitig als Verkausskasten dienender Schau- und Kühlkasten, der in seinem Innern mit einem vom Boden des Ka'tms isolierten, mit durch Siebboden abgetrenn« tem Schmelzwaff?rkasten und verschließbarem Waff rablaufrohr ausgerüsteten Eisbehäller versehen ist. Adalbert Vorn dran in Frankfurt a. M., Mörfelder Landstraße 112, vom 30. April 1902 ab. — V. 3088. Kl. 17c.
i' ■ Nr. 191268. Beweglicher Tasckendoppelbügel. J. G. Höfle in Offenbach a. M., vom 27. November 1902 ab. - H. 19824. Kl. 33b.