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Rathaus von bet Inanspruchnahme für Schulzwecke gänzlich befreit und konnte dem Geschichtsverein zur Errichtung eines historischen Museums überwiesen werden. Der Ge'chichtsverein hat ein Dankschreiben an die Körperschaften gerichtet und die Herren Oberbürgermeister Dr. Gebeschus, Zweiten Beigeordneten Dr. Eisenach und Vorsteher Canthal zu Ehrenmitgliedern ernannt. Redner erwähnt die Regelung der Stadtschulinspektion und in sozialer Hinsicht die Versorgung der Hinterbliebenen der städt. Arbeiter, sowie die Maßnahmen behufs Sicherung der Bauarbeiter, wobei den Wünschen der Interessenten in weitgehendem Maße Rechnung getragen wurde. Don Initiativ-Anträgen sind als besonders wichtige zu erwähnen diejenigen, welche auf eine Beseitigung der Fleischstcner hinzielten und auf Erleichterung der Vieheinfuhr, sowie auf Aenderung des Submissions- we^ens. Bezüglich der Fleischstener bemerkt Redner, daß hier wahrscheinlich bald und vor Ablauf der gesetzlichen Frist an die Beseitigung der Fleischsteuer gegangen werde und daß Mittel und Wege ausfindig gemacht werden müssen, um den entstehenden Einnahme-Ausfall zu decken. Uebergehend zu den Fragen finanzieller Natur bespricht Redner das bedauerliche Erscheinen des Defizits von 14000 M. im Haushaltsplan des Jahres 1901, nachdem in den vorausgegangenen Jahren stets ein Uebersckuß zu verzeichnen war. Doch beweise die unangenehme Ueberraschung, die biete Erscheinung hervor- gerulen hat, daß seither eine solide und vorsichtige Finanz- wirtschaft geführt wurde, denn an sich war das Defizit gegenüber dem Gesamthaushaltsetat ein recht unbedeutendes. Als unerwünscht wäre es aber anzuseben, wenn wir nun mit Rücksicht auf dieses Defizit mit vollen Segeln in eine Ueber- schnßwirtschaft hineinsteuern wollten. Die Ursachen für das Defizit seien erfreulicherweise nicht etwa in der Abnahme der Steuerkraft der Bevölkerung, vielmehr hauptsächlich in der Verminderung der Einnahmen des Gaswerks zp suchen. Die gleichen Umstände treffen auch bei dem zu erwartenden Defizit des laufenden Rechnungsjahres zu, auch dieses ist dem Einnahmeausfall bei den gewerblichen Betrieben zuzuschreiben. Redner gibt eine Uebersicht über die Gestaltung der finanziellen Verhältnisse der letzten 10 Jahre, aus der u. A. heroorgeht, daß her frühere Bedürfniszuschuß von einer Million Mk. zur Balanzierung des Etats jetzt nicht mehr ausreicht. Wir seien daher vor die Alternative gestellt, entweder ein erhebliches Plus an Steuern zu bewilligen, oder an eine erhebliche Reduzierung der Ausgaben zu denken. Bei der allgemeinen Verwaltung sei eine Steigerung der Ausgaben in der nächsten Zeit nicht zu erwarten, dagegen ist dies bei den Schulen der"Fall und hätten wir in dieser Beziehung Stellung zu einem Antrag Kehl zu nehmen, der eine Erhöhung des Schulgeldes in Aussicht nimmt. Bei der Bauverwaltung sei noch am allerersten die Möglichkeit gegeben, Ersparnisse zu machen. Von 1899 an datiert eine Minderung der Einnahmen, die hauptsächlich dem Elektrizitätswerk zuzuschreiben sei, welches fortgesetzt auch die Erträgnisse des Gaswerkes ungünstig beeinflußt. Da auch die Beteiligung des Oktrois in Aussicht steht, sei auch bei den indirekten Steuern, die ebenfalls einen Rückgang aufweisen, eher ein Minus als ein Plus zu erwarten. Viel günstiger liegt die Sache bei den direkten Steuern, die einen erfreulichen Ausblick auf die Gestaltung unserer gewerblichen Verhältnisse gestatten. Redner konstatiert, daß die Zahl der Zensiten gegenüber der Einwohnerzahl eine Steigerung von 58"/» erfuhr, die Belastung der Bevölkerung pro Kopf 100°/«, die «Steuerfreist ist um 115° o gestiegen. Von Interesse ist noch eine Mitteilung, wonach die vier höchstbesteuerten Personen der Stadt allein an 26,000 Mk. Steuern zuführen. Redner erörtert die zu erwartenden neuen Steuern und befürchtet, daß dieselben von den mittleren Ständen am schwersten werden empfunden werden, da diese ohnehin schon erheblich belastet sind. Es sei deshalb auf das Sorgfältigste zu prüfen, ob alles getan wäre, um diese drückende Belastung abzuwenden. Im neuen Etat werde ein Plus von 150,000 Mark an direkten Steuern aufzubringen sein und sei deshalb vorgesehen, die Gewerbesteuer von 120 auf 150 °/0, die Grund- und Gebäudesteuer von 140 auf 15O°/o
auf dem Lande eine solche Schnelligkeit im Umdrehen ebenfalls entwickeln könnten. Das alles hätte ich leicht erfahren, aber ich konnte nicht von meinem Herrn weggehen, der von der Burg aus mit dem Herzog das Schauspiel mit ansah."
In Deutschland hat der Eislauf im 18. Jahrhundert Eingang gefunden, und zwar durch das begeisterte Lob Klopstocks. Der Sänger des Messias lernte das nordische Vergnügen bei seinem Aufenthalt in Kopenhagen kennen und suchte nach der Heimkehr mit mehreren Freunden auf dem Lyngbyer See die Leidenschaft für dasselbe zu entfachen. Fünf Oden hat er allein Dem winterlichen Sporte gewidmet, und stets war es ihm die freudigste Zeit des Jahres, „wenn der Nachihauch glänzt auf dem stehenden Strom". In dem Eislaufe entdeckte sein Scharfsinn alle Geheimnisse der Schönheit, Schlangenlinien, gefälliger als die Hogarths, Schwebungen wie jene des py- thischen Apollo. Im Jahre 1771 schrieb Lessing an Frau Eva König: „Gern möchte ich Ihnen noch was Neues, das Sie herzlich zum lachen machte, schreiben können. Sie wissen doch, daß Klopstock in Hamburg war, und wissen auch, wie sehr er sich mit den Damen abgeben kann. Ich weiß nicht, wieviel Frauen und Mädchen er schon beredet haben soll, auf den Schlittschuhen laufen zu lernen, um ihm Gesellschaft zu leisten." 1774 kehrte Klopstock auf einer Reise nach Süd- deutschland auch im Goetheschen Hause ein. Die beiden Dichterheroen sprachen wenig von poetischen und literarischen Fragen, sondern sie lenkten die Unterhaltung auf den Eissport. In sinniger Weise hat Goethe auch in dem Cyklus „Vier Jahreszeiten" das Bild desselben gedeutet auf die Kunst und die Künstler. In seinen Epigrammen warnt vor zu frühzeitigem Streben nach Anmut das folgende:
„Willst du schon zierlich erscheinen und bist noch nicht sicher? Vergebens! Nur aus vollendeter Kraft blicket die Anmut hervor!"
Nun, mit der Zeit hat sich auch in unserem Volke die Kunst des Eislaufes bedeutend vervollkommnet, und zwar datiert die eigentliche Ausbildung darin aus den Jahren 1860 bis 1870, in welcher Zeit der große amerikanische Eiskünstler
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und die Einkommensteuer von 100 auf 135 °/o zu erhöhen. In seinen Schlußbetrachtungen führt Redner aus, in den letzten Jahren seien wir in unserer kommunalen Entwickelung rüstig vorwärts geschritten und er möchte der Letzte sein, der dies nicht wünscht, er möchte aber auch daran erinnern, daß auch der rüstigste Bergsteiger einmal erschöpft stehen bleibt, um Atem zu holen. Auch an uns werde es sein, zu prüfen, ob wir nicht einen gewissen Stillstand eintreten lassen müssen, um erst neue Kräfte für zukünftige Aufgaben zu schöpfen.
Stadtv. Hoffmann spricht dem Vorsteher für seinen umfassenden und klaren Bericht sowie für die umsichtige Leitung der Geschäfte, ebenso seinem Stellvertreter, Herrn Küstner, sowie dem Herrn Oberbürgermeister, der stets bereit sei, über alles Auskunft zu geben, seinen Dank aus und bittet die Versammlung, sich zum Zeichen des Einverständniffes und des Dankes zu erheben, was geschieht.
Die Verbreiterung der Brückenstraße.
Referent Lucht berichtet, die östliche Baufluchtlinie im nördlichen Teil der Brückenstraße solle so festgesetzt werden, daß von dem jetzt bebauten Tei e ca. 184 qm in die Straße fallen. Die Vorlage wird nach dem beiliegenden Plane genehmigt.
Schadenersatzanspruch.
Referent Lucht berichtet, die Brauerei Dörr erhebe Schadenersatzansprüche in Höhe von 323,65 Mk., und zwar für die infolge Verunreinigung des Brunnens notwendig gewordene Einführung der Wasserleitung in das Brauereigrundstück und für das vorübergehend gezahlte Waffergeld. Die Verunreinigung des Brunnens ist dadurch herbeigefübrt worden, daß bei dem'Straßenbau am Dörr'icken Grundstück Verlegungen der Rohrleitungen und des Kabels vorgenommen wurden, infolge dessen mit Teer verunreinigtes Wasser Eingang in den Brunnen fand, das vorübergehend einen Teergeschnack annahm. Ueber diese Angelegenheit entspinnt sich eine lange Debatte, die schließlich damit endet, daß der Punkt auf Antrag Eberhard behufs nochmaliger Prüfung, ob nicht eine der Stadt dienende Versicherungsgesellschaft regreßpflichtig zu machen sei, zurückgestellt wird.
Die Schüler in nenabteilung der kauf m. Fortbildungsschule.
Referent O t t berichtet, daß infolge einer vom Vorstande des Kaufm. Vereins an das Kuratorium der kaufmännischen Fortbildungsschule gerichteten Eingabe, in welcher die Einsüh- rung obligatorischen Fortbildungsunterrichts auch für die weiblichen Angestellten im Handelsstande, sowie die Vereinigung der Mädchenabteilung mit der Knabenabteilung unter einheitlicher Leitung angeregt werde, der Magistrat auf Vorschlag deS Kuratoriums wie folgt beschlossen hat:
„Die Einführung der Verpflichtung zum Besuche der kaufmännischen Fortbildungsschule für die im Handelsgewerbe beschäftigten weiblichen Personen soll vorerst noch znrückgestellt werden. Dagegen wird genehmigt, daß die Schülerinnen-Ab- teilung der Anstalt von Ostern 1903 an dem Leiter der Schülerabteilüng unterstellt wird."
In seinen Ausführungen über die Begründung der Eingabe sagt der Referent, der Kaufmännische Verein habe darin den Standpunkt des Kongresses des Verbandes Deutscher Handlungsgehilfen vertreten, der von dem Grundsätze ausging, den weiblicheu Gehilfinnen mit gleichen Rechten auch gleiche Pflichten aufzuerlegen. Es werde hierbei jedoch nur an die Handlungsgehilfinnen gedacht, welche eine wirklich kaufmännische Tätigkeit im Handelsgewerbe verrichten, von sogenannten Ladnerinnen sei ganz abgesehen. Nicht zu verkennen sei, daß eine gewisse Konkurrenz, welche den männlichen Angestellten aus der Beschäftigung weiblicher Gehilfinnen erwachse, das Leitmotiv für die Eingabe gewesen sei. Der Referent empfiehlt jedoch die Ablehnung der Magistratsvorlage unter Hinweis darauf, daßdie Ausbildung der Mädchen unter Herrn Rektor I ck l e r sehr gefördert wurde. Man habe gerade solche weibliche Angestellte und Lehrmädchen im Auge gehabt, welche mit geringerer Vorbildung versehen, als Lad.
Jackson Haynes die Hauptstädte Europas bereiste und auf seinen nach eigenen Ideen angefertigten Schlittschuhen den erstaunten Blicken der Eisläufer Produktionen vorführte, an die bisher kein Mensch gedacht hatte. Heute ist man von der staunenswerten Vorführung halsbrecheri'cher Eiskunststückchen von Rechts wegen abgekommen, denn es hat die körperliche Bewegung auf dem „geflügelten Stahl" besonders den gesundheitsfördernden Zweck im Auge, und steig ist das Schlittschuhlaufen nur als kräftigende Leibes-Uebung zu betrachten. Nicht soll man wie ein Rasender über die gespiegelte Fläche „wüten", sondern das winterliche Vergnügen so betreiben, daß es sich nach Herders „Eistanz" also charakterisiert:
„Wir schweben, wir wallen auf hallendem Meer, Auf Silberkristallen dahin und daher.
Der Stahl ist uns Fittich, der Himmel das Dach, Die Lüfte sind heilig und schweben uns nach. So gleiten wir, Brüder, mit fröhlichem Sinn Ans eherner Tiefe das Leben dahin!"
Humoristische».
Der Trinkfeste. Arzt: „Herr Schmidt, Sie sollten nicht so viel Bier trinken. Sehen Sie, ein einziger unverständiger Trunk hat schon so manchem das Leben gekostet, und Sie trinken jeden Tag zehn bis zwölf Glas?" — Patient: „Aber mit Verstand, Herr Doktor!"
Albnmblätter.
Jede echte Erzeugung der Kunst ist unabhängig, mächtiger als der Künstler selbst und kehrt durch ihre Erscheinung zum Göttlichen zurück und hängt nur darin mit dem Menschen zusammen, daß sie Zeugnis gibt von der Vermittlung des Göttlichen in ihm. Beethoven.
Nichts hat der Mensch in sich so sehr zu bezähmen als seine Einbildungskraft, die beweglichste und zugleich die gefährlichste aller menschlichen Gemütsgaben. Herder.
16. Ianuur.
nerinnen Verwendung finden. Das .RaiiDtaugenmer? sei aus Fortbildung im Deutschen, Recknen, Einführung in die Buchführung, Stenographie und Maschinenschreiben gerichtet gewesen mit Rücksicht darauf, daß die schwierigen Aufgaben im Kontor wohl immer dem männlichen Personal zufallen. Die Beibehaltung des Herrn Rektor Jckler als Leiter der Mädchenabteilung hält Referent umsomehr für wünschenswert, weil der Genannte als Leiter der Mädchen-Mittelschule die beste Gelegenheit habe, geeignete Schülerinnen für neue Kurse zu gewinnen. Es wäre schade, wenn eine Aenderung eintrete, noch ehe ein prinzipieller Beschluß über die obligatorische Einführung gefaßt sei. Redner empfiehlt Ablehnung der Maqistratsvor- lage. — Oberbürgermeister Dr. G e b r s ch u s gibt eine längere Begründung der Magistratsvorlage und weist vor allem darauf hin, daß Herr Rektor Jckler wohl in Znkunft den Unterricht nicht mehr werde versehen können, da die Rektoren nach Eintritt des neuen Stadtickul- inspektors 6 Pflichtstunden mehr übernehmen müßten. Auch seien bei der Tätigkeit eines Lehrers unter zwei Rektoren Kolllssionen zu befürchten. — Referent O t t bittet nochmals unter Darlegung der Gründe um Ablehnung des Magistrats - beschlusses. — Stadtverord. Dr. Wagner ersucht deu Magistrat um baldmöalicke Vorlage einer Uebersicht über die coentl. Kosten bei Einführung des obligatorischen Unterrichts für die Mädchen, was vom Magistrat in Aussicht gestellt wird. Die Magistratsvorlage wird abgelehnt.
Drucksachen -Ausstellung.
- Referent Loßberger berichtet, vom 9. bis 19. April d. JS. (während der Osterferien) solle auf Anregung des hiesigen Ortsoereins des Verbandes der deutschen Buchdrucker in den Räumen der Königs. Zeichenakademie eine Druck'achen- Ausstellung, verbunden mit einer Ausstellung von Maschinen, die dem graphischen Gewerbe dienen, veranstaltet werden. Die Ausstellung solle ein Bild über das gesamte Buckdruckgewerbe sowie über die vervielfältigenden Künste überhaupt geben. In der Magistratsvorlage werden als Beitrag zu den Unkosten auf Eingabe des Komitees 200 Mk. gefordert, inzwischen ist aber eine Eilvorlage eingegangen, der zufolge ein weiterer Beitrag von 260 Mk., zusammen also 460 Mk. verlangt werden. Es haben nämlich einzelne auswärtige Maschinenfabriken, die sich an der Ausstellung beteiligen, den Wunsch ausgesprochen, verschiedene kleinere Buchdruckmaschinen im Betrieb vorzuführen, wodurch behufs Lieferung von Betriebskraft die Zuführung des elektrischen Kabels nötig würde. Referent empfiehlt die Bewilligung des ge’amten bean'pruchten Beitrags, von dem ein großer Teil bei der binnen kurzem zu erwartenden Einführung des elektrischen Lichtes in der Königlichen Zeichenakademie der Stadt wieder zurückvergütet werde. — Stadtverordneter H o ch spricht für die Bewilligung, die Stadtv. Eberhard und Kehl äußern Bedenken und sprechen sich nur für eine Bewilligung von 200 Mk. aus. Es scheine, daß eine in der Kommission gefallene Aeußerung von der zu gering bemessenen Höhe des j Beitrags binausgetragen worden und 'die Mehrsorderung jieM* anlaßt habe. — Oberbürgermeister Dr. G e bes^^^nchrT au 3, die Ausstellung war von vornherein nur in kleinem Rahmen gedacht. Er habe den Mut der Herren bewundert, die ohne einen finanziellen Rückhalt die Ausstellung ins Leben zu rufen sich entschlossen hatten und dem bei ihm vorsprechen- den Vorsitzenden des Komitee's, Herrn Buchdrucker Möbius, s. Zt. in Aussicht gestellt, daß die Stadt vielleicht geneigt sein würde, ein evtl, kleines Defizit mit decken zu helfen. Wir hätten alle Ursache, ein derartiges Unternehmen zu unterstützen, er bitte, daß die Stadt darin nicht zurückstehe. — Die Stadtverordneten Spatz und Treusch treten ebenfalls für die Bewilligung ein. Der gesamte Beitrag wird hierauf mit großer Majorität genehmigt.
Wahlen.
Als Schiedsmann für die Altstadt-Ostseite wird Herr Alberti wiederaewählt. Herr Georg Baader hat sein Amt als Schiedsma"N für die Altstadt-Westseite niedergelegt und wird für diesen Herr Georg Deines gewählt. Als Mitglied in das Kuratorium der städt. gewerbl. Fortbildungsschule wird für ben ausscheidenden Herrn Koch Herr Kreuter gewählt, als Mitglied der Gas- rc. Kommission, aus der Herr Koch ebenfalls ausscheidet, wird Herr Küstner gewählt. 'Herr Bier hat sein Amt als Mitglied des Bauausschufses niedergelegt und wird für ihn Herr Spatz gewählt. Zum Armenpfle ter wird an Stelle des sein Amt niederlegenden Herrn Aug. Will Herr Fabrikant Schwahn gewählt.
KleinereVorlagen.
Dem Verkauf des Grundstücks B 182/73 = 50 qm an Herrn Jonas für den Preis von 20 M. pro qm wird zugestimmt. —- Für verauslagte Siraßenbaukosten werden 358.09 M. nachbewilligt, zur Ausführung von Mo'aikpflaster am Philipp-Ludwigs-Denkmal 240 M. — Stadtv. Hoffmann gibt Kenntnis von der Einstellung des Kanzlisten Alber, Stadtv. Dr. Wagner teilt mit, daß der Magistrat dem seinerzeitigen Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung, den Bericht über den Stand der Gemeinde-Angelegenheiten jährlich erscheinen zu lassen, beigetreten sei. — In einer Eilvorlage werden für die Herstellung einer Beamtenwohnung im früher Hochreuther'schen Hause 400 M. gefordert. Referent Schwabe beantragt nur 300 Mark zu bewilligen, da einzelne Ansätze für Arbeiten als zu hoch gegriffen bezeichnet werden müßten, einzelne auch ganz überflüssig seien. Entsprechend dem Antrag des Referenten werden 300 Mark bewilligt.
Die übrigen auf der Tagesordnung stehenden Vorlagen werden zur Beratung für die am nächsten Donnerstag und darauffolgenden Montag anzuberaumenden Sitzungen zurück- gestellt.
* Wichtige B-ftimmungen über den einjährig* freiwilligen Militärdienst der Bolksschullehrer haben nach der „Post" die zuständigen preußischen Minister erlassen. Es heißt darin: „Die Kandidaten des Volksschul- amts, welche die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Mtli-