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Montag

15. Juni.

dem Jahre 1880 im Preis von etwa 215 Ml. auf 155 Mk. pro Tonne gefallen ist, obgleich der $ damals 10 Mk. pro Tonne betrug, während er jetzt 35 Mk. pro Tonne beträgt.

Oder sollen die sinnlos hinaufgeschraubten Preise die­jenigen des Fleisches bedeuten? Dann hatte wohl Frl. Augs- purg ihre Rede bereits in jener Zeit aufgesetzt, als der Preis deS Schweinefleisches kurze Zeit einmal infolge einer Reihe ungünstiger Momente bei uns sowohl, wie im Auslande erheb­lich angezogen hatte; inzwischen ist er bekanntlich schon wieder auf seine frühere Höhe zurückgegangen. Das eine Beispiel möge genügen, darzutun, auf welchem Niveau sich der Vortrag dieser illustren Dame bewegt hat, es ist jedenfalls um Nichts höher, als wie wir es von den sozialdemokratischen Radauver- simmlungen her gewo'nt sind. Dieses Urteil scheint in den gebildeten Kreisen der Stadt einmütig dasselbe zu sein.

Weitere Wahlnachrichten siehe Seite 3.

* Konferenz. Am 10. Juni fand imHotel zur Post" die Pfingstkonferenz der Vereinigung evangelischer Lehrer und Schulfreunde für Hanau und Umgegend statt. Herr Pfarrer Wörner-Dörnigheim hielt die biblische Ansprache, welche den ersten Teil der Tagesordnung bildete, über das Wort Eo. Maith. 5,13:Ihr seid das Salz der Erde." Der Herr Referent zeigte, daß zunächst dieses Wort des Herrn Jesu auf die Jünger Anwendung finde, daß aber im weiteren Linne auch alle diejenigen als Salz der Erde bezeichnet würden, die in den Fußtapfen der Jünger wandelten, ob sie nun als Seelsorger an den Großen oder als Lehrer an den Kleinen wirkten oder sonst in einem Berufe ständen. Jeder soll ge­treulich an der Stelle, an welche ihn Gott hingestellt, seine Arbeit verrichten und die Seelen, welche ihm anvertraut sind, und für welche er verantwortlich ist, zu Jesu führen. Danach nahm Herr Rektor a. D. Pfarrer Banmann-Windecken das Wort zu seinem Vortrag:Die wichtigsten Unterschiede der kirchlichen und liberalen Theologie." In trefflicher, fesselnder Weise brachte er seine interessanten Ausführungen zu Gehör. Er führte etwa folgendes aus: Das Thema hat seine beson­deren Schwierigkeiten schon darin, daß es ein sehr weites Ge­biet umfaßt und daß es sich schwer mit wenigen Worten sagen läßt, wen man zur kirchlichen und wen zur - liberalen Theologie zn rechnen hat, da mancher Vertreter der kirchlichen Theologie in dem einen oder anderen Punkte von der Kirchen­lehre abweicht, mancher liberale Theologe bei persönlicher Fröm­migkeit den Anspruch auf Kirchlichkeit erhebt. Es gibt aber tatsächlich eine Theologie, die mehr oder weniger von der Kirchenlehre abweicht, während eine andere bestrebt ist, der bestehenden Kirchenlehre möglichst treu zu bleiben. Dieser Unterschied wurde von dem Herrn Referenten an einigen der wichtigeren Lehren gezeigt, nämlich 1. an der Stellung zur heil. Schrift, 2. an der Behandlung der Wunder, 3. an der Lehre von der Person und dem Werke Christi, 4. an der Lehre , von seinem Tod und seiner Auferstehung und 5. an der Lehre vom Reiche Gottes und den letzten Dingen. Zu jedem dieser Punkte nahm der Herr Referent Stellung. Er wies klar und überzeugend nach, daß weder Menschenwerk noch Mensâen- wort imstande gewesen ist, die Lehre der Schrift umzustößen. Die Schrift gibt uns das nötige Licht zur Erkenntnis der j Wahrheit und wir gestehen nur ihr die Entscheidung zu, nicht , irgend einem System oder irgend einer Schule, auch über­haupt nicht Menschen, sondern dem, der als der Herr im Re- gimente sitzt, Jesus Christus, hochgelobet in Ewigkeit. Der Vorsitzende dankte beiden Rednern im Namen der Vereinigung. An den Vortrag knüpfte sich eine längere Diskussion. Die Konferenz war ziemlich gut besucht.

* Zur Mainkanalisierung. Ueber Preußens Stel- 'lung zur Kanalisierung des Mains schreibt man derKöln. Ztg." aus München: Während deS Antrittsbesuches, den der neue bayerische Ministerpräsident kürzlich in Berlin abstattete, Joli auch die seit vielen Jahren unerledigte Frage einer Weiter­führung der Mainkanalisierung bis Aschaffenburg besprochen worden sein. Bindende Abmachungen waren schon deshalb ausgeschloffen, weil der preußische Reffortminister nicht in Ber­lin weilte und weil es mindestens unwahrscheinlich sein dürfte, daß Reichskanzler Graf Bülow in ähnlicher Weise seinen Ein­fluß in die Wagschale wirft, wie Caprivi hinsichtlich der von Bayern befehdeten preußischen Staffeltarife. Auch läuft eine Verständigung über die Mainkanalisierung auf Einzelstagen hinaus, die nicht durch freundschaftliche Unterredungen, sondern nur durch eingehende Unterhandlungen erledigt werden können. .Gerade dieser Umstand ist seinerzeit übersehen worden, als Prinz Ludwig bei den Kaisermanövern über Hoffnungen be­richtete, die ihm aus dem Munde des Kaisers zuteil geworden waren. Wie man hier die Sache auffaßt, liegen für Preußen zwei Gründe zur Verzögerung vor, die wenigstens in rein fiskalischem Sinne keineswegs unberechtigt sind. Preußen, so heißt e8, befürchte erstens eine Schmälerung seiner Eisenbahn­einnahmen und zweitens eine Schädigung des Hafen- und SchiffahrtSverkehrS von Frankfurt a. M. Diesen fiskalischen Standpunkt habe besonders die Frankfurter Eisenbahndirektion erfolgreich zu vertreten gewußt. Trotz des tatsächlichen oder angeblichen Widerstandes preußischer Behörden gilt das Zu­standekommen einer Uebereinkunft, die allerdings schwere Opfer für Bayern bedingen wird, als zweifellos. Drängen doch außer den Wünschen Bayerns namentlich die Interessen der Stadt Hanau stark darauf hin. Vielleicht würden, wenn Bayern sich abwartend verhalten hätte, diese Jntereffen sogar stark genug gewesen sein, um Preußen die Initiative ergreifen zu lassen, sodaß alsdann Bayern in finanzieller Hinsicht wesentlich Keffer weggekommen wäre. So wie sich aber bisher die Verhandlungen gestaltet haben, wird Bayern keinesfalls umhin können, ohne Zuschüsse seitens Preußens oder Hessens die Gesamtkosten der Kanalisierung von Hanau bis Aschaffen­burg zu tragen. Preußen aus der Betonung seiner fiskalischen Jntereffen einen besonders schweren Vorwurf zu machen, ^wâre schon deshalb wenig angebracht, weil auch Bayern die Frage der Rheinregulierung ganz ähnlich beurteilt und behandelt hat. Wenn die Rheinschiffahrt in Ludwigshafen und Mannheim endet, so ist daS für den Eisenbahnverkehr der bayerischen Pfalz natürlich vorteilhafter als die Schiffbarmachung des

Oberrheins. aber den allgemeinen großen Interessen Gesamt-Deutschlands dienende Dinge durch fiskalische Sondtr- wünsche doch niemals dauernd hintangehalten werden können, hat Bayern es mit Recht für klüger erachtet, bei der Rhein- icgulierung selbsttätig mitzuwirken und die Hand mit im Spiele zu haben, anstatt sich abseits zu stellen. Aehnlichen Er­wägungen wird sich Preußen bezüglich der Mainkanalisierung nicht verschließen können.

* Hanauer Geschichtsverein. (Sommer- Au s- flug.) Die Mitglieder werden hierdurch auf die Anzeige in der heutigen Nummer hingewiesen. Dazu wird noch bemerkt, daß diejenigen Teilnehmer, welche nicht schon 7 Uhr 19 früh miifahrcn wollen, auch noch nachkommen können, indem sie folgende Züge benutzen: Ab Hanau-Ostbahnhos 10 Uhr 46 über Offenbach (bezw. ab Hanau-West 10 Uhr 54 über Mainkur!) Ab Frankfurt-Hauptbahnhof 11 Uhr 55 (Schnell­zug) in Homburg 12 Uhr 23. Von Homburg - Bahnhof würde dann der fahrplanmäßige Zug der elektrischen Straßenbahn 12 Uhr 30 zur Saalburg zu benutzen sein. Bei den Anmeldungen zur Teilnahme müßte event, angegeben werden, wenn die Betreffenden nachkommen wollen.

* Lamboyfest. Ein Feuilletonartikel, der das Lamboy­fest zum Gegenstand seiner Betrachtung gemacht hat, befindet sich im zweiten Blatte. An dieser Stelle bleibt noch zu er­wähnen übrig, daß kein Mißton das schöne Fest störte, alles in ungetrübter Harmonie verlief. 29 Kinder hatten sich ver­laufen, für die die Polizeiwache die freundliche Vermittlerin spielte.

* Vom Feldberg. Am 21. d. M. vollzieht sich auf dem Feldberg ein großes Jubelfest: Die Turner des Mittel­rheinkreises feiern das 50. Feldbergfest. Die Feldbergfeste haben ihren Ursprung in der Zeit der Erniedrigung Deutsch­lands genommen. Am 18. Oktober 1814 flammten vom Feld­berg die Freudenfeuer auf als Wahrzeichen des Erinnerungs- täges von Leipzig. Tausende und aber Tausende der Valcr- landsfreunde versammelten sich um die lodernden Brände, um den begeisternden Worten eines Ernst Moritz Arndt und ande­ren zu lauschen. Seitdem ist der Feldberg jährlich das Ziel der Wanderung tausender von Freunden einer herrlichen Natur geworden, die sich an reiner Bergesluft erquicken. und den Alltagsmenschen vorübergehend vergessen wollten. Den Turnern ist er ein wertvs^es Kleinod geworden. Die Feldbergfeste sind die Ursache zur Gründung hunderter von Turnvereinen der Tamutsgegend; vom Feldberg auS gehen die gewaltigen Leistungen der mittelrheinischen Turner im volkstümlichen Turren, die kühnbrechend für das ganze turnende Deutschland geworden sind. Die Feier des 50. FeldbergfesteS wird sich würdevoll gestalten. Am 20. findet abends auf dem Feldberg Festversammlung statt. Die Musik des Homburger Bataillons ist hierzu gewonnen. Die Taunus- und Odenwald-Höhen und die Höhen des Rheingaues werden von den Turnvereinen festlich beleuchtet werden; interessant wird es werden, aus dem Munde berufener Festredner die Geschichte der Feldbergfeste zu vernehmen. Der Haupttag (21.) bringt das Turnen von 800 Turnern, Wettspiele und großes Volksfest. So wird das Jubelfest ein echt volkstümlich-turnerisches werden, ibern unsere ' ganze Bevölkerung warme Teilnahme entgegen bringen wird. ! * Hanauer Sommertheater. Heute abend wirb auf vielseitiges Verlangen der unter so lebhaftem Beifall be­reits einmal gegebene drciaktige SchwankMamsell Uebcrmut" sowie das einaktige oberbayerische LiederspielBergler-Blut" nochmals in Szene gehen. An erheiternder Unterhaltung wird es demnach nicht fehlen.

W * Im Zoologische»» Garten zu Frankfurt a. M. ist Mittwoch nachmittag und abend Militär-Konzen, aus- geführt von der Musik des 1. Kurhesstschen Infanterie- Regiments Nr. 81 unter Leitung des Königl. Musikdirektors Herrn A. Kalkbrenner.

* Einbruch in das Laudkrankenhaus. Freitag abend stieg ein Einbrecher durch daS offenstehende Fenster vom Vorhofe aus in das Bureauzimmer des Landkrankenhauses, erbrach verschiedene Pulte und stieß dann auf die in einem derselben befindliche Geldkassette. Der Schlüffel lag daneben unb mittels desselben öffnete der Einbrecher die Kaffette, nahm den Inhalt im Betrage von 419 Mk. 30 Psg. und entfloh.

* Ein Einbrecher benutzte die in der Stadt am Sams­tag nachmittag herrschende Stille, um in raffinierter Weise einige TrickS zu verüben. In einem Hause der Schnurstraße. schlich er sich in die 1. Etage, öffnete die Tür zn der Wohnung des Goldarbeiters Schneider, durchsuchte das Zimmer und den offenen Kleiderschrank. In demselben befand sich eine Kaffette, die etwa 22 Mk. bares Geld, einige Sparbücher und eine silberne Reinentoiruhr enthielt. Mit diesem Raube ent­fernte er sich. Im Hinteren Garten saßen während dieser Zeit einige Familien, daS Lamboyfest im engeren Kreise feiernd, ohne von dem Vorfall etwas zu bemerken. Scheinbar derselbe Einbrecher versuchte auch in der Fahrstraße bei dem Tapezierer Voß sein Glück, aber mit negativem Erfolge, da er verscheucht wurde.

* Abgestürzt in den Fahrstuhlschacht ist in der Fabrik von Weitz & Weller ein Arbeiter, der einen Rippenbruch davontrug.

* Auf der Suche nach Süßigkeiten. Während des gestrigen Meßsonntags haben mehrere Knaben sich von hinten in Meßbuden mit Zuckerwaren eingeschlichen, um ihrer Naschhaftigkeit auf bequeme Art Genüge tun zu können.

* Gut abgelaufen ist ein Unfall, von dem am Mitt­woch der bei einer hiesigen Weißbinderstxma beschäftigte Weiß­binder Köth aus Eckartshausen betroffen wurde. Dersellbe befand sich auf dem am Hause Marktplatz 10 aufgeschlagenen Gerüst und war im Begriffe, von dem Turmgerüst herabzu- steigen, um sich Materialien zu holen. Hierbei trat er auf die Kante einer Diele und stürzte ab. Er kam aber auf ein Seil zu sitzen, wodurch der Absturz in den Hof verhindert wurde. Einige Quetschungen hat er jedoch trotzdem davon­getragen.

* Verband deutscher Handlungsgehilfen zu Leipzig, Kreisverein Hanau. Nächsten Mittwoch abends 9 Uhr findet im Vereinslokale (Rest. Mohr) eine Generalversammlung der Kranken- u. Begräbniskasse statt.

* Elu Eifersuchtsdrama spielte sich gestern abend gelegentlich einer Tannnnsik in Keffelstadl ab. Der Bauern­sohn Adam K. aus Dietesheim wurde dabei von einem auf Wilhelmsbaderhof bediensteten Knecht in die rechte Kopfseite gestochen, eine Blutader durchschneidend. Der Gestochene wurde von dem praktischen Arzte Herrn Dr. Zehner in dessen Wohnung verbunden und dann in das Landlrankenhaus gebracht.

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© Langenselbold, 13. Juni. (Bestätigt.) Der zum Bürgermeister gewählte Herr Wilhelm Ludwig Koch ist heute seitens des Herrn Landrals in Hanau bestätigt und ver­pflichtet worden.

O Hütteugesätz, 11. Juni. (Fahnen weih fest.) Sonntag den 21. d. Mis. findet das Fahnenweihfest des GesangvereinsE i n t r a ch t" dahier statt. Hüttengesäß hat bekanntlich schon mehr derartige schöne und gemütliche Feste gefeiert, wo es auch den Fremden sehr gefallen hat. In der Nähe der Ronneburg, äußerst romantisch gelegen, dürfte es auch in dieser Hinsicht für manchen an diesem Tage ein An­ziehungspunkt sein, zumal gute Bahnverbindung vorliegt und abends um IO1/» Uhr ein Extrazug eingelegt wird.

Hue P<ab und fern»

r- Marburg, 12. Juni. Jm 'Juni v. I. setzte in Berge bei Homberg ein lOjähriges Schulkind das Gehöft des Bürgermeisters in Brand nnd ergötzte sich nachher an dem Schauspiel. Als man das Kind nachher vor Gericht stellte, machte es einen solch absonderlichen Eindruck, daß man be­schloß, es auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Dies ist nun auch in der hiesigen Landesheilanstalt geschehen und heute bekundete darüber Herr Geheimrat Dr. Tnizek, daß das Kind manchmal geistesgestört sei. Daraufhin erkannte das Landgericht auf Freisprechung. Ein seit längerer Zeit ge­mütskranker Student machte heute nachmittag seinem Leben durch Erhängen ein Ende.

r- Marburg, 10. Juni. Der Besitzer der Marburger Zementwarenfabrik im nahen Marbach hat einen Teil des Bürgersteigs am Barfüßertor hier mit einem Belag der von seiner Fabrik hergestellten Zementplatten belegen lassen und der Stadt, ba es sich nur um eine Probe handelt, nichts dafür berechnet. Wie man hört, ist die Probe so zur Zufriedenheit ausgefallen, daß bei der demnächstigen Neupflasterung der Stadt diesen Platten der Vorzug gegeben wird.

Kassel, 12. Juni. Eine in juristischer Beziehung merk­würdige Verhandlung fand heute vor der hiesigen Strafkammer statt. Vor den Schranken stand, der Veruntreuung von ca. 9- bis 10000 Mk. Konkursgeldern angeklagt, derfrühere, viel gesuchte und viel beschäftigte Konkursverwalter H. Hartwig.^, Früher Kanzlist, war er durch besonderes Vertrauen des Ge­richts zum Konkursverwalter ernannt worden, und hat^benn auch im Laufe der letzten drei bis vier Jahre eine zahl Konkurse geführt. Im Dezember v. I. kam ploMth eine Beschwerde; es wurde unvermutet eine Revision seitens des Gerichts abgehalten und dabei entdeckt, daß 9- 10000 Mk. in der Kasse fehlten. Hartwig leugnete anfänglich, im Ge­fängnisse legte er alsbald ein Geständnis ab und gab die geradezu verblüffende Erklärung ab, daß er das fehlende Geld an gute Freunde und Bekannte, auch zum Teil an fernstehende Personen, an die Konkursschuldner u. s. w. in kleineren Teil­beträgen von 300, 400, 900 Mk u. f. w. verborgt habe, und zwar ohne Zinsen und Provision und ohne Vorteile für sich. Ein großer Teil der verliehenen Gelder ist natürlich verloren gegangen. Die heutige Beweisaufnahme bestätigte allerdings, daß H. nicht weniger als 7000 Mk von dem fehlen­den Gelde verborgt hatte. Der Staatsanwalt bezeichnete das als ein Verfahren, aus anderer Leute Leder Riemen schneiden, das höchst verwerflich und gemeingefährlich sei. Das Gericht, welches ebenfalls das übertrieben gutmütige, ja geradezu frivole Verwalten fremden Geldes seitens eines gerichtlichen Konkursverwalters scharf geißelte, erkannte auf 1 Jahr und 3 Monate Gefängnis.

Hungen, 10. Juni. Im benachbarten RödcheS spielten zwei junge Burschen mit einem Revolver. Derselbe entlud sich und die Kugel traf die Hand deS einen, in welcher sie stecken blieb. Mittelst seines Taschenmessers versuchte er die Kugel herauSzuschneiden, wodurch er die Wunde so verschlimmerte, daß der ganze Arm anschwoll und der junge Mensch in die Klinik nach Gießen verbracht werden mußte.

machen wir darauf aufmerksam, daß alle für denHanauer Anzeiger" aufgegebenen Inserate gleichzeitig auch, ohne Preisaufschlag, im

Langenselbolder Anzeiger

Amtliches Organ für den Amisort Langenselbold sowie im

Neuen

Groß-Auheimer Anzeiger

General-Anzeiger für Groß-Auheim u. Umgegend erscheinen und damit eine thatsächlich große Verbreitung erfahren.

Beide Neben - Ausgaben desHanauer An- zeiger" werden in den betreffenden Ortschaften fast von Haas z« Haas

gelesen.