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ner und Grvßgeflüael die Herren G. Hartmann-Frankfurt a. M. und K. Tb. Kullmann-Homburg v. d. H., für Tauben die Herren Strohmeyer und G. Dietz aus Frank­furt a. M., für Geräte u. f. w. das gesamte Preisrichter- Kollegium. Nach Schluß der Ausstellung wird am 3. Februar unter polizeilicher Aufsicht eine Gratisverlosung veranstaltet werden, zu welcher die zuvor zum Besuche der Ausstellung ge­löste Eintrittskarte (â 50 Pfa.) berechtigt und bn welcher Hübner und Tauben, in Paaren und einzeln, sowie sonstige Gegenstände als Gewinne abgegeben werden. Die ' feierliche Eröffnung der Ausstellung erfolgt Samstag den 31. d. Mis., vormittags 10 Uhr, und zwar durch Herrn Landrat v. Beckerath aus Hanau, der das Protekiorat über dieselbe freundlichst übernommen hat, während Herr Bürgermeister Baumert von hier das Ehrenpräsidium führt. Bei der Größe und Reichhaltigkeit der Ausstellung dürste gewiß auch diesmal wieder ein recht zahlreicher Besuch von Nah und Fern zu erwarten sein, um so mehr, da verschiedene Male Geflügel zur Ausstellung gelangen wird, welches bei der kürzlich statt­gefundenen Internationalen Gcffügelausstellung in Paris mit Preisen ausgezeichnet wurde und darum um so mehr sehens­wert erscheint.

Fechenheim, 14. Januar. (Auszeichnung.) Bei dem am Sylvesterabend dahier ausgebrochenen Brande, über den damals berichtet wurde, hatte sich die hiesige Freiw. Feuerwehr durch ihr geschicktes imb tatkräftiges Eingreifen sehr ausgezeichnet und ein Weitergreifen des Feuers und damit größeres Unheil verhütet. Wenn man heute nach den Aus- räumungsarbeiten die Brandstätte besichtigt, so muß es fast wunderbar erscheinen, einen sollen Brand auf seinen rings­um von Gebäuden aller Art dicht umschlossenen Herd zu be­schränken. In Anerkennung einer solchen Leistung hat darum auch die jedenfalls sehr interessierte Feuerversiâerungsaesellschast Londoner Phönix" der Kaffe der hiesigen Freiw. Feuerwehr

30 Mk. überwiesen.

Aus dem Gerichtssaal.

Sitzung ver Strafkammer II vom 14. Januar.

Ein früher Tod.

Der Landwirt N. von Soden hatte den 13sährigèn Sobn feines Nachbars bei sich, als er mit seinem schwer beladenen Fuhrwerk unterwegs war. An einer abschüssigen Stelle der Straße wollte R. die Bremse anziehen und ging deshalb an den hinteren Teil des Wagens. Währenddem wollte der Junge vorne auf den Wagen klettern, fiel aber herunter und kam unter die Räder, die ihm über die Brust gingen und leinen alsbaldigen Tod zur Folge hatten. Gegen den N. ist Anklage wegen fahrlässiger Tömng erhoben wor­den, das Gericht erkennt aber auf kostenlose Freisprechung und billigt dem Angeklagten auch den Ersatz seiner baren Aus­lagen aus der Staatskasse zu, da er an dem Tod des Knaben unschuldig sei. Er habe nicht wissen oder voraus­setzen können, daß der Junge, während er (R.) nach hinten ging,' Unterbetten den Versuch machen werde, vorne auf den Wagen zu klettern.

Glücksspiel.

Der Hausierer B. von Frickhofen war von der hiesigen Stralkammer wegen gewerbsmäßiger Veranstaltung von Glücks­spielen zu 10 M. Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte auf Jahrmärkten das bekannte Würfelspiel aufgestellt, mit welchem Geld zu gewinnen ist. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein und das Reichsgericht verwies die Sache auch zur noch­maligen Verhandlung an die Strafkammer zurück, weil nach § 284 der N.-Str.-G.-B. für dieses Vergehen eine Gefängnis­strafe zulässig ist. Das Gericht erkennt auf die geringste Strafe von 1 Tag Gefängnis.

Gatte und Schwager.

Der Landwirt Philipp St. auf dem Tannenhof und sein Bruder, der Landwirt Leopold St., hatten sich vor Gericht zu verantworten, weil ersterer seine inzwischen verstorbene Ehe­frau nach einem Wortwechsel mit einem Stuhl mißhandelte,

unvornehmen oder einer verderbten Geselligkeit; und jene Ab- fütterungsgesellschasim", die zu den kläglichsten Erscheinungen unseres Gesellschaftslebens gehören, stehen als KnIturprodukte etwa auf einer Stufe mit dem Commis voyageur oder der echt imitierten Bronze".

Die Kunst des Gastgebers besteht darin, daß er für jeden besonders da zu sein scheint, ja daß jeder Gast die Empfindung hat, als ob der Wirt sich ihm mit besonderem Eifer widme. Daß er die Gesellschaft beherrscht, ohne es zu scheinen. Daß er überall da ist, wo es gilt, einem gesellschaftlich Schwachen oder Ungeschickten zu helfen. Daß er Fehler, die die gesell­schaftlichen Beziehungen trüben könnten, mit leichter und leiser Hand verbeffert. Daß er überall von Mensch zu Menschen Beziehungen herstellt und Fäden webt, die seine Gäste mit einander verknüpfen können. Dazu ist freilich die richtige Zu­sammensetzung der Gesellschaft 'Vorbedingung. Lädt man immer nur dieselben Menschen zusammen (wie es oft in Kreisen geschieht, die vielFamilie Ampeln"), so werden sich die Men­schen nicht viel zu sagen haben und miteinander bald in träger Bequemlichkeit verkehren. Ist die Gesellschaft aber aus fremden und beziehungslosen Menschen ungeschickt zusammengesetzt, so fällt es schwer, aus ihnen die Funken herauszuschlagen, die das gesellschaftliche Feuer entzünden. Jeder gesunde Mensch hat das Bedürfnis, andere wertvolle Menschen zu finden und zu gewinnen; und die Kunst des Gastgebers sei, solche Men­schen in seinem Hause zusammen zu führen, die, wie er weiß, geeignet sind, mit einander in Beziehung zu treten und eine neue gesellschaftliche Verbindung einzugehen, die dann gewöhn­lich selbst wieder der Keim von so manchem anderen Schönen wird. Der gesellschaftliche Abend, an dem man einen wert­vollen Menschen gewonnen hat, und das Haus, in dem es ge­schah, werden immer von einem Nimbus umstrahlt in unserer Erinnerung leben.

Es gibt kein feineres, gefälligeres und edleres gesellschaft­liches Bindemittel, als die Musik. Voraussetzung aber ist da­bei, daß jede musikalische Darbietung in einer Gesellschaft von

Donner taa

ibr zweimal einen Stoß versetzte, daß sie zur Erde flog und darnach auch noch die Peitsche gegen sie gebrauchte. Philipp St. wurde zu 6 Monaten, Leopold St. zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. Beide Angeklagte haben Benffung eingelegt, jedoch ist nur der Leopold St. erschienen. Die Angeklagten waren deshalb streng bestraft worden, weil die Frau schwer leidend war und noch nicht lange eine Ope­ration überstanden hatte. Der Philipp St. ist wegen Trunk­sucht entmündigt, worden. Leopold St. erzählt, daß er an dem Tage mit seinem Bruder in aller Frühe mähen ging und daß die Frau ihnen weder Frühstück, noch Mittagessen, noch Vesp-r geschickt hatte. Zum Ueberfluß habe sie noch bei ihrer Heim­kehr ihnen harte' Schimpsworte entgegengeschleudert; er (Leo­pold St.) habe nach ihr gestoßen und als sie einen Stein aufhob, ihr gedroht, wenn sie den Stein nicht hinlege, werde er sie mit der Petsiche schlagen. Die Angaben des Ange­klagten werden durch Zeugen bestätigt. Seine Berufung bat den Erfolg, daß die Strafe von vier Wochen auf eine Woche ermäßigt wird. Die Berufung des Philipp Sl. wird wegen Nichterscheinens zum Termin verworfen.

Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm ans Hamburg vom 15, Januar,

9 Mr 40 Min.

Ein umfangreiches Hochdruckgebiet lagert über Westeuropa, ein Maximum von 784 mm über Südschweden. Ju Deutschland wehen meist schwache nordöstliche Winde, die Witterung ist trocken, meist heiter, kalt.

Prognose für den 16. Januar: Zunächst noch Fortdauer des herrschenden Wetters wahrscheinlich.

Barometerstand

mittags 12 Uhr am 14./1. 15./I,

Hanauer Vereins- u. Vergniiguugsuachrichleu

f uDonnerstag den 15, Januar.

Turn u. Fecktkub: Ab mb? von 6-7 Uhr: Turnen der Damenab- telluna in der neuert Turnhalle.

K rchenckor der Marievtircke Abends präcis 8 Uhr: Probe in der höheren Mädchenschule.

Ausschutz für Volks'-orlesim^n: Abend? 8 Uhr im Stadttheater: Vortrag des Herrn Tb. Gerold aus Frankfurt a, M.

Evanq Männer- und FünslingSverein: Brbeli.undc (Ed. Vereinshaus). Turn- u. %^^tf^1!^: Fechten

Lurnaesellschast: Abends von 810 Uhr: Turnstunde.

KatüMcher Männerverein: Vereins abend t; m .Restauration Mohr*. Dramatisch-literarischer VereinMelpomsne" (im Gasthaussus Sonne*): Lesung.

Gabelsbetger SteNographen-Verein im Gasthaus zu den ,3 Rindern": Uebungsobend für Korretvöndenzschrift.

Arends'sch-r Stenooravben-VereinConcordia" - (Re'tanrationzur All-mama", Römeistraß:): Abends von 8-9'/» Uhr: Uebung, dann VereinSa'end.

Nationalstenogrcphen-Verein: Lehr- u. U-bWgsstuNbe (Lokal:Zur protzen Krone", Stembetmerstratze 26).

KlubBavaria": Klaubend in der Restauration »Allemania'.

GesangvereinSumser": Abend? 9 Uhr: Sinastunbe.

Gemn^vmein ..Fröhlichkeit*: Singstunde im Vereinslokale.

»MMiaiBsiMmmi * ..............................

einer offenen und heiteren Freude am Geben getragen wird, die allein die Freude am Nehmen erzeugen kann. Auch sollte ein gutes Haus ein gewisses Maß künstlerischer Vollendung sich zur Regel machen. Die junge Dame, die sich erst lange bitten läßt und dann maschinenmäßig daSGebet der Jung­frau" herunterhaut daS ist ein wahres Zerrbild echter ge­selliger Freuden. Man sollte übrigens nickt so einseitig, wie es bei uns geschieht, die Musik als gesellschaftliches Binde­mittel pflegen. Sehr vernachlässigt wird bei uns die Kunst des Nezirirens, oder zu beutst: Vorlesens. Sie wird in der Schule nicht gepflegt, und im praktischen Leben kommen so wenige dazu, diesen Mangel abzustellen, daß es bei uns eine Seltenheit ist, wenn jemand bei uns auch nur klar, fließend und sinnvoll vorliest. Beherrscht aber Jemand die Kunst be­lebten, fein abgestnflen und geistreichen Vortrages, so vermag er das Niveau der geselligen Freuden ungemein zu erhöhen, besonders wenn ihn seine Belesenheit in den Stani verseht, fdöne Dinge aus jenen entlegenen Winkeln der Weltliteratur mrtzutei'en, in die der moderne Mensch, der ja bekanntlich keine Zeit hat, so selten kindringt.

Es sind dies Dinge, die das geistige Fluidum einer Ge­sellschaft bilden, die Fremde leicht zu einander führen und schnell eine gemeinsame und fruchtbare Basis für angeregte Unter­haltung bilden. An musikalische Darbietungen oder Vorlesungen knüpfen sich viele und Vielen gemeinsame Interessen: Gedanken werden ausgesprochen, finden W.derhall oder Widerspruch, er­zeugen neue Gedanken, und so wird das Geistesleben der Gäste, wenn wir uns medizinisch ausdrücken dürfen, eine. Art milder Massage unterworfen, die überaus wohltätig wirkt. So soll, wer von der Tagesarbeit ermüdet, den geselligen Ver­kehr aufsucht, erfrischt und belebt, so soll seine Müdigkeit über­wunden, seine Kraft zu neuer reger Arbeit beflügelt werden. In diesem Sinne gestaltet und gehandhabt, werden die ge- lelligen Freuden, natürlich mit verständigem Maße genossen, den normalen Menschen nicht erschöpfen, sondern stärken und verjüngen.

15. Januar.

Französischer 9iuh: Sitzung präzis '-»9 Uhr im Rcst'nrant C n lsberg ^e-ellichartTreu beim Wen" Zusammen?« in herVrauere- Oraler ^rste Banane- Pouleaesellsckast' Preisspier im Deutschen ^ou?" Erster Hanauer Futzball-Mnb 1893: Klubabem. im Dcrein?lokal (Brauerei Kaiser Altstadt).

RadsabrervereinVorwärts": Zuiammmkunft im GaAiausi Sonne". Radsahrernercin Hanau 1885: Audabèun in derCentralhalle-. Spessart-Touristenvereiu: Hauptversammlung im Gasthauszum Ele- vk>m»<en.

KtânüTipp, Tipp" : Abend? 9'/» W: R st. z.Gut n Quelle". Freiwillige Feuerwehr: 2. Komp int .Kralmcu', 8. Komp, im Karpfen", 6. Komp, in der Brauerei Beck.

Rersteiserungs- etc. Kalender für Freitag ocn 18. Januar.

Holzversteigernng int G äst. Menb. Nevur Mcerholz'; Termin vor­mittags von 11 Uhr ab in der Lamm'schen Gastwirlichait zu Hiitz (i. Nr.. 4Hau. Anz."-.

- - - Hue MK und fern,

X. Cassel, 14. Januar. Die F â lsckung einer Eisenbahn-Fahrkarte 4. Kl. (für 30 Pf.) von Eass-l- back nab Fürstenhageu haste den Landwirt Heinrich Schön­wolf in Haffklbach jetzt zum zweiten Male als Angetlagten co: das Schwurgericht g-brackt. In der ersten Verhandlung war es zu einem widersprechenden Wahr'pruch Ker Gesckworencn gekommen. Dieseiben hatten nämlich die erste Sckuidfrage, ob der Angeklagte eine öffentliche Urkunde gefälscht habe, be­jaht, aber unzulässigerweise hinzugksügt:aber es ist nicht erwiesen, daß eine Eiienbahnfahr'iirte ci e öffentliche Urkunde." Jofolgedeffen hatte b.r Gerichlsbof auf Freispreckung erkennen müssen. Es wurde hiergegen seitens der Slaatsanwalltchafl krsolgreich Revision eingelegt. In der nochmals erneuten Ver­handlung wurde der Schuldfrage noch eine zweite hnizugcfügt, ob es sich etwa um eine Pkivât urkunde gehandelt habe, und die üblichen Nebenfragen gestellt. Die Geschworenen be­jahten nun einfach die erste Scku d'rage und verneinten die übrigen. So wurdeSck. wegen Fälschung einer öffent­lichen Urkunde zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt. Was den Sachverhalt selbst angeht, so ist noch Folgendes zu bemerken: Sck. Hatte die Fahrkarte am 12. Januar v. I. ge­löst, aber nicht benutzt an die'cm Tage, sondern erst einige Tage später. Um nun diese für seine Fahrt noch giltig er­scheinen zu lassen, hatte er mit den Fingernägeln den Datum- Eindruck qeânbert. Er hätte die an dem fraglichen Tage nicht benutzte Karte gleich zmückgeben können und würde nichis ver­loren haben. So brachte ihm seine wohl aus Bcquemlichkcii begangene Selbstkorrektur als Fälscher eine Verurteilung ein.

42 Cassel, 14 Januar. Die hiesige Sirallammw ] lönialicken Landgerichts verurteilte den verheirateten Ban-rn- gutsbcsitzer Georg Störmer von Kerstenhausen (bei Fritz^r) rochen einer her bei ihm bedienstet gewesenen Magd Martha W. zugesüg'.en lebensgefährlichen Körperver­letzung zu 3 Jahren Gefängnis. Mit der betr, j^ Magd hatte St. intime Beziehungen ünierWeW dieWv^ ohne Folgen geblieben waren. Nachdem er sich bereits vor - ihrer Nffderkirnft mit ihr durch Zugeständnis einer Summe von 800 Mk. abgefunden gehabt, sei er wie er behauptet, durch Ausstreuungen ihrerseits dazu verleitet worden, sich an ihr zu vergreifen. Er hatte sie mit einem stumpsen Messer lebens- gefâhriick am Kehlkopf verletzt. Der Staatsanwalt hatte weg^n der an M o r d v c r s u ch g r e n z e n d e n Tat 1 Jahr 9 Monate Gefängnis gegen St. beantragt. Das Gericht aber überschritt dieses Strafmass bei weitem in Würdigung der großen Roheit, die St. gezstff, sowie aller Begleitumstände, und erkennt wie oben angegeben.

Gelnhausen, 14. Januar. Bei den letzten Rezengüffen war die Schandelbach so reißend geworden, daß die gewölb'.è steinerne Brücke zwischen Altenhaßlau und Großenhausen zum Teil einMrzte; in ihrem unteren Laufe hat die sonst ver­hältnismäßig wenig Wasser führende V'ch Strecken Acker­landes vwwüstèt. Die Waffermaffen, welche die Brücke ander Hailer Chaussee nfdtt fassen konnte, ergossen sich über die Chaussee und füllten die Gräben bis obenhin mit dem von den Aeckern^weggesührikn Schlamm aus. Da der Wiederauf­bau der Brücke vorläufig nicht. in Angriff genommen werden kann, bleibt die bew. Straße bis zur Fertigstellung für Fuhr­werke gesperrt.

HimselV, 12. Januar. Auf der Landstraße zwischen Kalkobes und Heenes wurde ein Arbeiter aus Untergeis morgens, als er zur Arbeit ging, von zwei Vagabunden an­gefallen und mißhandelt. Erst nachdem die Stroiche kein Geld in den Taschen des Ueberfallenen fanden, ließen sie ihr Opfer los.

Aus dsc Rhött, 11. Januar. Das jüngste, noch nicht ganz verlaufene Hochwaffer im Fuldatal zwischen Hnten- haüsett und Schmalnau hatte das Eisenbahnkuriomm gez-itigt, daß die Hettenhäuser, um mit der Eisenbahn fahren zu können, den Bahnhof Schmalnau aufiucken mußten, während die Schmalnauer auf der Station Hettenhausen einzustergen ge­zwungen waren. Die Rhönbahn Gersfeld-Fulda burcfqiteef nämlich das Fuldatal zwischen den genannten Orten unb scheidet die Bahnhöfe von den Dörfern, so daß Schmalnau hüben. Hettenhausen drüben liegt.

St. Frankfurt a. M., 13. Januar. Die Meininger Hoskapllle gab gestern ihr 3. Abonnementskon, erk, welches wiederum als Triumph für General-Mu'iksirekwr Fritz Stein­bach uno seine trefflichen Künstler zu verzeichnen ist. Herr Prof. Georg Schumann wirkie dabei im Klavierpart des Bach- schenBrandenburger Konzert" m vorzüglicher Weise mit und bewährte sih als feinfâhliqer Künstler. Der Beifall war ge- wohnterwaßen ein überreicher.

St. Frankfurt u. M., 14. Januar. Hatte schon die Aufführung von MaeterlincksMonna Vanna" in deutscher Sprache unser Publikum ungemein angezogen, so war dies noch gewaltiger bei der gestrigen französischen Darstellung mit Frau Maeierlinck-Leblanc in der Titelrolle und Herrn Dar- mortt als Prinzioalli. Beide verstanden es in eh nio geist­voller wie hervorragender Art ihre Rollen zu verkörpern, daß das vorzüglich besuchte Haus seine Anerkennung durch lange währende Beisallssalvrn betätigte.