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Bicv^leNub .Hankvia' - Klubabend in der ^Nektauratlon Tarlsberg".

Bicycle-Klub 1896: Klubabend int .Kaiser Friedrich".

Gesellschaft .Scharfe? Eck": VereinSaüend.

Hanaue: Schützenverein: Abend» 9 Uhr: Zimwerkutzenschiebeu.

Athletenklub .Germania": Ricaenstewmen und Rinnen der 1« 2. und 3. Klaffe (Restauration Wasenbach, Paradevlahi.

MerkeS'scher Stenonraphen - Verein: FortbildunaSkrrrsu» »zur Sonne

Stemm- u. Ring-Klub »Eiche" : Abends von 9IC Ubr: EhrenpreiS- stemmen, von 1011 Ringen (RestaurationWiener Spitze".

Nrrsterger««g»- etc. Kalender

für SamStag den 14. März.

Vormittags 10 Uhr sollen in der Schascr'schen Gastwirtschaft zu Wachcubuchen die zum Gcibel'schm Nachlaß in Wachenbuchen pebörigen Gnmdffücke vom 1 Januar 1904 ab anderweit verpachtet werden (C Nr F8 .Han. An,.'). Angebote betr. Uebernahme der Lieferung von Hartaesteiu-Kleinschlag und Basalt-Feinschotter für KseiSunter- haltung sind bis vormitta'» 11'/» Ubr an die Köniil. Eisrnbahn- Betriebsinspektion 2 in Frankfurt a M., Poststraße 6, einzureichen (|. M. 51 »Hqn. An, ').

Standesamt der Stadt Hanan.

Verzeichnis

der in der Zeit vom 5. März bis 12, März vorgekommenen Aufgebote.

Am 10. März. Friedrich Deines, Kaufmann von hier, mit Hedwig Cäcilie Canthal von hier. 10. Philipp Weg - fahrt, Silberschleifer dahier, mit Sophie Knüttel in Kesielstadt. 12. Lorenz Stephan, Stationsgehilfe in Aschaffen­burg, mit Elisabeth Grießmann dahier. 12. Peter E go l d, Formenschreiner dahier, mit Eva Rensch dahier. 12. Jakob Vizedom, Bierbrauer dahier, mit Margarethe Morkel dahier.

Eheschließungen.

Am 6. März. Gustav Zuschlag, Dr. ined., Oberarzt am Landkrankenhaus dahier, mit Milly Gustin e von hier. 7. LouiS Müller, Friseur dabier, mit Kathinka Albus von hier. 12. Adolf Joseph, Zigarrenfabrikant in Mannheim, mit Sophie Hirschmann von hier.

Geburten.

Am 1. März. Elise, T. des Goldarbeiters Heinrich Cle­ment. 3. Ernst Robert Hermann, S. deS Küfermeisters Hermann Lohse. 3. Anna Lina Helene Pauline, T. des Schutzmanns Wilhelm Treuth. 3. Jakob Otto, S. des Schreiners Johann Eßlinger. 4. Otto Karl Eugen, S. des Dachdeckermeisters Georg Kroth. 4. Georg Eugen, S. des Gastwirlhs Bernhard Horn. 6. Hedwig Frieda Helene, T. des Bahnarbeiters Camillus Gernhard. 6. Mathilde Luise, T. des Diamantschleifers August Zeiger. 7. Rudolf Heinrich, S. des Weißbinders Eduard Hain. 7. Dorothea Barbara Else, T. des Lobnkutichers Bernhard Schmitt. 8. Ro'a Jo­hanna, T. des Fabrikarbeiters JustuS Dill. 8. Karl Rudolf, S. des Schlossers Johannes Greulich.

Todesfälle.

Am 5. März. Philipp August Welsch, Kaufmann dahier, alt 39 I. 6. Frieda Maria, T. des Hilfsweichenstellers Jo­hann Zeiger III. in Kahl a. M. 6. Johann Philipp Damm, Schutzmann dahier, alt 56 J. 7. Karl Jüngling, Taglöhner dahier, alt 55 J. 7. Paul, S. deS Bauschlossers Heinrich Hilbert dahier, alt 2 M. 9. Heinrich Oestreich, Zimmermann in Fechenheim, alt 80 I. 10. Heinrich, S. des Pulverhilss- arbeiters Gotthard Weiß in Großauheim, alt 12 I. 11. Karl Paul Heinrich, S. des Vizefeldw-bels und Bataillons­schreibers Hermann Metz dahier, alt 24 T.

Standesamtliche Nachrichten aus Krsselstadt

pro Monat Februar 1903.

Eheschließungen.

Am 7. Februar: Hausbursche Johann Oberstes und Haus­mädchen Phillimina Atzert zu Wilhelmsbad. 21. Der Kauf­mann Rudolf Türck und die Witwe Anna Katharine Geibel geborene Kaufheld.

Geburten.

Am 29. Januar: Wilhelmine Ernestine Johanna, T. des Kaufm. Wilh. Otto Schäfer. 29. Johanna Charlotie Maria, T. des Postschaffners Rudolf Haberkorn. 11. Februar: Johanna Rosine Margarethe, T. deS Bahnsteigschaffners Heinrich Friedrich Leister. 13. Wilhelm Friedrich Franz, S. des Goldarbeiters Friedrich Heil. 24. Maria Theresia, T. des Vergolders Karl Wilhelm Müller.

Sterbefälle.

Am 17. Februar: Frau Clara Friedrich, geborene Gärtner, alt öSVa Jahr.

Hus piab und fern.

W.- Marburg, 12. März. Der heutige Provinzial- saatmarkt im großen SchweinSberg'schen Saale zeigte ein vortreffliches Gelingen und starken Besuch. Ausgestellt hatten zahlreiche Landwirte, Samenbandlungen, Fabriken landwirt­schaftlicher Maschinen usw. Die landwirtschaftliche Lehranstalt in Oberzwehren war mit einer Kollektion nur Kartoffelsorten vertreten und die hiesige landwirt chaftliche Versuchsstation zeigte Keimpräparate. Aufsehen erregte auch ein Kornhalm mit 11 ausgebildeten Aehren, der in 1794 bei Kernbach ge­wachsen war. Bei der gleichzeitig nachmittags abgehaltenen landwirtschaftlichen Vereinsoersammlung sprach Direkior Dr. Heffe über Samen- und Fruchtbildung bei landwirtschaftlichen Pflanzen.

St. Frankfurt a. M., 12. März. Die nächsten Preisreiten und Preisringen im Hippodrom werden am 21. und 22. März abgehalten. Das Programm weist wieder mehrere besonders anziehende Nummern auf, wie eine Damen- Reit-Conkurrenz, eine Polo-Poni Conkurrenz rc, Bestellungen auf Plâye sind an das Sekretariat des Rennklubs, Niedenau 47 zu richten.

Freitag

4- Mühlheim bei Offenbach, 19. März. DaS GaS- werksprofeki hat nimmer insofern greifbare Gestalt ange­nommen, als mit den Grundarbeiten zur Robrnetzlegung be­reits begonnen wurde. Die Firma H. Breuer u. Comp. zu Höchst a. Main, welcher die Ausführung übertragen ist, kofft in zwei Monaten die Arbeiten bewältigt zu baben. Einem Wunsche der Gemeinde entsprechend, stellt die Firma als Ar­beiter vorwiegend Müh'heimer Ortsangebörige ein.

© Aus dem Bachgau, 12. März. Der allerseits ersehnte Bahnbau von A Sassenburg durch den Bachgau nach Höchst im Odenwalde gew nnt immer mehr an günstigen Aus­sichten. Das bayerische Staatsministerium erließ nämlich be­reits die Weisung, mit den Erhebungen über die finanziellen Verhältnisse zu beginnen, um dadurch ein Urteil über die Er­tragsfähigkeit der geplanten Strecke auf unteriränki chem Ge­biete zu gewinnen. Man kann wohl behaupten, daß diese amtlichen Erhebungen zu einem vortreff.ichen Resultate führen werden.

LaiidwillschaWammer. (Schluß.)

Castel, 10. März.

Sodann wird ein Plan für die Verwendung der staat­lichen Unterstätzungsgelder zur Hebung der Rindviehzucht, den der Vorstand der Landwirtschaftskammer ausgearbeitet ha«, der Vollversammlung zur Begutachtung vorgelegt. Dieser Plan soll eine möglichst einheitliche und konstante Zucht­richtung auf genossenschaftlicher Basts regeln. Er sieht eine Reihe von Prämiierungen vor, für welche der staatliche Zu­schuß in Höhe von 7500 Mark Verwendung finden soll, und zwar zu Prämiierungen auf der Bezirkstierschau 4000 Mark, zur Prämiierung ganzer Diehstämme 1000 Mk. und zur Ver­anstaltung von Lokalschauen, Unterstützungen von Zuchtgenossen- schaftkn und Stierbaltungsgenossenschaften 2500 Mk. Dann enthält der Plan besondere Vorschriften über die Art und Weise der Prämiierungen, über die Beschaffenheit der Raffen der zu prämiierenden Tiere und über die Preise selbst. Der Plan begegnet in der Versammlung aber so vielen Wider­sprüchen und Angriffen, daß er auf Antrag des Mitgliedes Pfannstiel dem Vorstande zur nochmaligen redaktionellen wie sachlichen Umänderung zurückgewiesen wird.

Die m-isten Miiglicder der Kammer verlassen den Sitzungs­saal, sodaß die Versammlung beschlußunfähig wird. Jnfolgc- dkssen kann über die Satzung des Viehversicherungsvereins auf Gegenseitigkeit, die durchberaten und fertiggestellt werden soll:e, lein Beschluß gefaßt werden. Die au?gearbeiteten Satzungen, die im ganzen 25 Paragraphe umfassen und den Mitgliedern zur Begutachtung vorgelegt waren, konnten des­halb nicht verabschiedet werden, sondern wurden an den Vor­stand der Kammer zurückverw esen, der sie nun aus die Tages­ordnung der 10. Vollversammlung setzen wird.

Der stellvertretende Vorsitzende, Herr Maertens, dankte den Anwesenden und den Vertretern der Staatsregierung sür ba8 Interesse, das sie den Verhandlungen der Landwirtschails- kammer entgeg'ngebracht haben, und schloß die 9. Vollver­sammlung der Landwirtschaftskammer mit einem Hoch auf den Kaiser und König Wilhelm II.

Hub aller Welt.

Verurteilung wegen Zinsschein-Mlschungen.

Das Schwurgericht Elberfeld verurteilte den Llihographen Rothe und den Kommis Homberg, die Zinsscheine der vier- prozentigen Hypothekcn-Pfandbriefe der preußischen Pfandbrief­bank zu Berlin nachgemacht und verbreitet haben, zu drei bezw. vier Jahren Gefängnis.

Brand einer Zigarrenfabrik. Die Zigarrenfabrik Gebr. Schröder & Söhne in Bilshausen wurde durch Groß- feuer samt allen Nebengebäuden total eingeäschert. Der Schaden wird auf über 100 000 Mark geschätzt.

Die Ausbrüche des Vesuvs. Die Ausbrüche des Vesuvs haben seit vorgestern bedeutend zugenommen. Der Vulkan speit fortwährend Feuergarben aus und man verspürt deutlich die durch die Explosionen heroorgerufenen Erder- schütterungen.

Kruppsches Vermögen. Ueber einen angeblichen Rückgang des Kruppschen Vermögens gingen dieser Tage irrige Nachrichten durch die Zeitungen. Es war dort gesagt, Frau Krupp habe dieses Jahr ihr Einkommen auf 13 bis 14 Millionen Mark geschätzt, während Herr Krupp in den letzten Jahren 22 Mill. Mark deklarierte. Die Differenz sollte nach der betreffenden Blättermeldung durch die hohen Stiftungen an die Versicherungs- kaffen urd die Stadt Essen begründet sein. Diese Angaben sind unzutreffend. Zunächst haben die Stiftungen mit der Einschätzung des gewerblichen Einkommens nichts zu tun. Sie entspringen keiner rechtlichen Verpflichtung und gelten lediglich als Verminderung der Vermögenssubstanz, können aber auf keinen Aall bei der Einschätzung der laufenden Einnahmen in Abzug gebracht werden. Der Hauptgrund der Verminderung der Einschätzung ist der, daß die Haupterbin Bertha Krupp nicht, nach dem dreijährigen Durchschnitt, sondern nach dem letztjährigen Ertrag veranlagt wird und außerdem die Einkünfte von mau Witwe Krupp und der jüngeren Tochter besonders veranlagt werden. Es ist unrichtig, wenn in dem betreffenden Zeitungsartikel von einer Einschätzung der Frau Krupp ge­sprochen wird, da ja Frl. Berrba Krupp die Haup erbm ist.

Der Emir von Afghanistan und die Viel­weiberei. Der Emir von Afghanistan scheint zwar Reform- absichten zu haben, diese aber in höchst despotiicher Weise zur Durchführung zu bringen. So hat er, wie Berichte aus Petchawur melden, jetzt seine Ehe mit allen seine Frauen als geschieden erklärt. Nur wenige der Damen hatten das Glück, vor seinen Augen noch weiterhin Gnade zu finden. Es sind dies die Töchter des Generals Emir Mohamed Chan, Schah Gzasi Mohamed Sarwar Chan, Kagi Saadudin Chan und des Sirdar Mobamed Ibrahim Chan. Da nun der Emir selbst sich in Zukunft an vier Frauen genug sein lassen will, hat er durch Ausrufer unter Trommelschlag bekannt machen

_________________________________ 13. März. lasten, daß keinem Untertanen erlaubt sei, in Zukunft mehr als vier Frauen zu besttzen. Hat einer mehr Frauen als vier, so sind diese von ihrem Herrn und Gebieter zu trennen. Wer gegen diese Vorschrift verstößt, bat schwerste Strafe zu gewärtigen. Der Emir selbst hat den Frauen, von denen er sich scheiden ließ, großmütig gestaltet, eine andere E e einzu­gehen ; da nun aber wahrscheinlich sehr viele Frauen frei wer­den, ist die Aussicht auf eine neue Heirat für die Armen wohl keine sehr große.

Schmvcksachen im Werte von 14 OOO Mark verloren hat eine Hamburger Schauspielerin. Als sich die Künstlerin gestern abend nach beendeter Vorstellung vom Theater nach ihrer Wohnung begab, bewerbe sie plötzlich das Fehlen ihrer Handtasche, in der Schmuckiachen, Broschen, Ketten, Ringe und dergleichen im Werte von rund 14 000 Mark enthalten waren. Trotz der um'assendsten Nach­forschungen haben die Schmucksachen noch nicht ermittelt wer­den können.

Aus dem Geschworetten-Zimmer. Ueber Wiener Richler plaudert ein Mitarbeiter der Wiener Montagsrcvue u. a. wie folgt:Da war ein Vorsitzender, der sich bei den sogenannten uninteressanten Fällen nervös, ungeduldig geber- dete. Emmal stand ein geständiger Dieb vor dm Geschwore­nen, dieSache" wickelte sich rasch ab; die Zeugen kamen und gingen ohne besonderen Aufenthalt, Staatsanwalt und Verteidiger befleißigten sich wohltuender Kürze, das Reiumö dauerte einige Minuten. Ueberraschenderweise bleiben die Volks­richter über eine Stunde im Beraiungszimmer beisammen. Wie ein angeschossener Löwe rannte der Präsident in seinem Zim­mer auf und nieder, er wußte keine Erklärung für das lange Ausbleiben der Geschworenen. Ein geständiger Dieb und kein Ende. Endlich erschienen die zwölf Männer und brachten das einstimmige Verdikt, Nach geschlossener Tagung drängte es den Vorsitzenden, den Grund der Verzögerung zu erfahren und er interpellierte den Obmann der Geschworenen:Ja, sagen Sie mir nur, weshalb brauchten Sie eine Ewigkeit zu Ihrem Urteile ?"Aber Herr Präsident", lautete die gemütliche Ant­wort des Obmannes,wir waren bald fertig. Wir wollten aber nicht als oberstâchliche Leute von dem Publikum und den Journalisten angesehen werden. Und da habe ich den anderen Herren gesagt: Rauchen w ir ein Zigarrl!"

Ein choleraverdächtiqer Dampfer vor New York, Der von Neapel in New Jork eingetroffene Tampfer Karamania" mit 733 Passagieren an Bord ist, wie tele­graphiert wird, unter Choleraverdacht von den Hasenbehörden in Quarantäne erklärt worden. Während der Ueber fahrt von Neapel nach New Jork starben vier Zwischendeck-Passagiere und zwei Mann von der Besatzung an einer noch nicht sicher erv itielten Krankheit, von der noch 16 weitere Personen be­fallen wurden, ohne daß sie bei ihnen aber tätlich verlief. Die Erkrankung äußerte sich in Krämpfen und Uebelkeit mit Erbrechen. Zuerst führte man sie auf das Ausströmen schäd­licher Gase aus einem Teile der Schiffsladung, der aus Chemikülien besteht, zurück. Der Kapitän her MUamania" li.ß den Te l des Schiffes, in welchem die Chemikalien ver­laden waren, desinfizier.n und abtchließen, und danach kam auch kein weiterer Fall der Krankheit zum Ausbruch. Bei der Ankunft in New Dark gelangte aber der Quarantâne-Komissar von New Aork nach genauer Untersuchung zu der Ueber­zeugung, daß starke Anzeichen dafür «prächen, daß die Todes­und Krankheitsfälle auf dem Sch ffe auf Cholera zurückzu- führen seien und schickie dieKaramania" in Quarantäne.

Eine lttstige Hochzeitsgeschichte erzählt diePost". Ein Pariser Arbeiter heiratete eine junge Wffcherin von der Rue Saint-Maur. Nach dem Hochzeiismahle schlug der junge Ehemann eine Spazierfahrt auf der Stadlbahn vor. Man sollte bis zur Station La Chapelle fahren, um dann zu Fuß nach Hause zu g-hen. Die Hochzeitsgestllschaft begab sich alio zum Boulevard de Belleville und begann dort die Reise. Auf der Station La Chapelle stiegen alle rasch aus, mit Aus­nahme der Braut, d'e mit ihrer langen Schleppe an der Wageniür hängen blieb. Ehe sie sich freigemacht hatte, ging der Zug ab. Man kann sich den Schmerz des Gatien und die Ueberrafchung der Gäste denken, als plötzlich das Fehlen der Hauptperson bemerkt wurde. Ohne eine Minute zu ver­lieren, eilte die ganze Gesellschaft auf den Boulevard hinunter, und fort gings im Laufschritt zur nächsten Station, wo man den einlaufenden Zug abfangen wollte. An der Spitze der sonderbaren Schnellläufer lief der schwitzende Bräut gam, die Angströbrè in der Haud, ohne sich um die scherzhaften Zurufe der Passruten zu kümmern. Die Bewohner des Boulevards eilten in Scharen an die Fenster und bestatteten erstaunt die wilde Jagd"; auch die Passagiere der vorüber'ausenden Stadibahn veriolgten mit lebhaftem Interesse diesen Wettlauf einer ganzen Hochzeitsgesellschaft mit dem Bahnzuge. Als die Läufer die Station erreicht hatten, war die Braut soeben mit einem anderen Zuge nach La Chapelle zurückgefahren, wo sie ihre Freunde und ihren frisch angetrauten Gatten vermutete. Der Gatte und die Hochzeitsgesellschaft mußten also schleunigst nach La Cbapelle zurücklauftn. Unter dem Halloh der Straßen­jugend unternahmen Bräutigam und Gäste den neuen Lauf und kamen cerübe an, als die Braut die Babnhofstreppe binabüieg, umoehen von einigen galanten Herren, die ihr Liebesdienste anbo en. Konnte doch niemand begrei'en, daß eine1 junge Braut allein reiste. Um den Spott der Menge zu entgehen, setzte stch die ganze Gesellschaft in Droschken und fuhr zurück, stark in Schweiß gebadet, aber glücklich darüber, daß die schmerzlich vermißte Braut zurückerobert war.

CandwirtFcbaftlicbee*

Die vorausfichtttche Meizenkörnererttte in Australien für 1902/03.

Die sür das Jahr 1902/03 zu erwartenden Weizenmengen in Australien dürften nach neueren, bis Ende Dezember 1902 abgegebenen Schätzungen noch weit hinter den im Novembw gemachten Angaben zurückstehen. Der endlich Miite Dezember über alle Staaten reichlicher gefallene Regen kam für die Ge­treideernten zu spät, Man hat somit zweifellos mit der Tat-