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Freitag

13. Februar.

Verpachtungsmodus für weitere Kreise Interesse bieten. Die dortige Gemeindejagd war nämlich früher auf 6 Jahre an die Herren Wilhelm Roechor auS Groß-Steinhei n und Louis Sommerhof aus Frankfurt a. M. um den Jahrespreis von 655 Mark verpachtet. Bei der letzten Wiederverpachtung ver­blieb die Jagd zwar ohne öffentliches Ausgebot den bisherigen Pächtern, "allein unter wesentlich verschiedenen und für die Ge­meinde entschieden vorteilhafteren Derpachtungsbedingungen. Die Jagdperiode wurde auf 9 Jahre ausgedehnt und der Jahrespachtpreis auf 1500 Mark erhöht. Die Gesamtpacht­summe für die 9 Jahre wurde überdies mit 13,500 Mark vorausbezahlt und bei der Seligenstädter Bezirks-Sparkasse zins­tragend angelegt. Von dieser Einlage erhebt die Gemeinde Klein-Steinheim alljährlich den Jahrespachlbetrag von 1500 Mark samt den Kapitalzinsen zur Deckung gemeinbeitlicher Verbindlichkeiten. Diese außergewöhnlich günstigen Verpachtungs­bedingungen sind eine Folge der bei der öffentlichen Jagdver­pachtung befürchteten Konkurrenz.

JlbeSvausen (Kreis Lauterbach), 12. Februar. Trotz aller angestellien Nachforschungen ist der Raubmörder, der Ende des verflossenen Jahres auf der Straße von Grebenhain nach hier das gemeldete schwere Verbrechen beging, bis jetzt noch nicht entdeckt worden. Nun soll jedoch von dem Mörder ein Brief zum Vorschein gekommen sein, wonach er sich im Aus­lande befindet. Der Brief, in kroatischer Sprache geschrieben, wird ins Deutsche übersetzt werden, und so hofft man endlich den Mörder festnehmen zu können. Er soll sich nach weiteren Mitteilungen in Amerika befinden und einen Brief an seine Eltern geschrieben haben.

St. Frankfurt a. M., 13. Februar. Im Konzert'aal ist es zur Zeit etwas ruhiger, doch haben wir des Konzerts unseres einheimischen Pianisten Herrn Jos. Ruzicka zu ge­denken, welches bei überaus regem Besuche sowohl von der Beliebtheit des Konzertgebers, wie auch von dessen Künstler­schaft vollgiltiges Zeugnis ablegte. Herr Ruzicka spielte mit Eleganz und Verständnis Beethoven, Sme'ana rc. und hatte in Herrn Pröll von uiürrOper eine treffliche Kraft für den vokalen Teil des Abends.

Hue aller Welt.

Denkmal für in China Gefallene. Aus Wil­helmshaven wird unterm 12. ds. gemeldet: Unter Teil­nahme der Behörden, der hiesigen Marineteile sowie der Ma­rinevereine und Kriegervereine wurde heute vormittag auf dem Kasernenhof der 2. Marrosen-Division ein Denkmal für die im Feldzug in Cbina Gefallenen feierlich enthüllt.

Von einem tragischen Geschick ereilt wurde der kaum 18jâhrrge Rudolf Kessel in Suhl. Der junge, hoff­nungsvolle Mann nahm an einem Tanzkursus teil. Wäh­rend einer Tanzstunde fuhr er sich mit der behandsâubtkN Hand ins Gtsicht und kratzte sich daselbst eine söge«.Blüte" auf. Durch den farbigen Handschuh entstand eine Blut­vergiftung, welche dem jungen Leben in wenigen Tagen ein jammervolles Ende bereitete.

Aus Anlaß der Geburt seines 25. Kindes ist vom Ostmarkenvereln dem Postschaffner Herrn Schmidt in Briesen der Betrag von 50 M. zur Anlegung eines Sparkassenbuches für dieses Kind überwiesen worden.

DerL: underdoktor" Schäfer Ast in Radbruâ bei Winsen a, d. Luhe, dem sich noch immer tausende von Men­schen anvertrauten, hat seine Tätigkeit abbreâen muffen. Er muß eine ihm wegen fahrlässiger Körperverletzung zudiklierte Gefängnisstrafe von zwei Monaten verbüßen, die das Reichs­gericht beschäftigt hat.

Literarisches

Das Frauenstimmrecht, eine der obersten Forderungen der modernen Frauenbewegung, behandelt in grundlegender Weise Dr. jur. Anita Augspurg in dem soeben erschienenen 3. Heft der illustrierten HalbmonatsschriftFrauen-Rundschau". Man mag über diese und ähnliche neuartige Forderungen unserer Frauenrechtlerinnen in vielen Kreism noch verwundert die Köpfe schütteln, jeder aber, der sich einmal die Mühe nimmt, sich mit diesen Fragen näher bekannt zu machen, wird zugeben müssen, daß sie nicht etwa aus der Luft gegriffen, sondern dem praktischen Leben entnommen und auch mit praktisch überzeugenden Gründen von ihren Vertreterinnen gestützt werden. Speziell die Forderung des Frauenstimmrechts, d. h. die Vertretung der weiblichen Interessen durch von grauen direkt gewählte weibliche Abgeordnete in den gesetzgebenden Körpern, ist, wie wir den Ausführungen der kampfessrohen Dr. jur. Anita Augspurg entnehmen, durchaus kein in der Ferne schwebendes Phantom, sondern tatsächlich seit geraumer Zeit in einer Reche jüngerer Kulturländer durchgeführt und zwar mit verb üffmd gutem Erfolg, und auch unsere Politiker werden wohl mit der Zeit mit diesen immer energischer vor­wärtsdrängenden Bestrebungen rechnen müssen. Auch einiee andere der fortschrittlichen Frauenbewegung gewidmete Artikel des reichhaltigen neuen Heftes derFrauen-Rundschau" be­deuten aktuelle Beiträge zur Frauenfrage. So bringt E. Stiehl aus ihren Erfahrungen als Lehrerin wertvolle neue Belege zur Pädagogik d°r sexuellen Aufklärung. Die bekannte Vor­kämpferin des Abolitionismus in Deutschland, Katharina Scheven, schildert in einem spannend g'schriebenen EssayAus der Geschichte eines Kreuzzuges" die mit so schweren Kämpfen verbundenen Anfänge der abolitionisti chen Bewegung in Eng­land, während die stilgewandte Wiener Frauenrechtlerin Rosa

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Hanauer Frcmdenliste.

Hanau, 12 Februar 1903.

Hotel zum Adler.

Steinhäuser, Kfm. Leipzig.

Miltenberg, , Mainz.

P. Sah«, Beilin.

Teutsch, Üeiiiiingen.

Nofske, , Berlin.

Wallinter, Köln,

Weber, Fabrik!. Hünfeld.

Schuch, Wemgutsbes. stetstem.

Frl. Wierges Bonn.

Kröck. Kfm. . Berlin.

Nanmann, Kfm. Leipzig.

Präiorius, Kfm. Eisenach.

Sogt Kfm. Bremen.

Moelter. Kfm. Berlin.

Weser ling, , Hannover.

Gayler, , Heidelberg.

Schulze,

Start , Elberseld.

Schwangart, Kfm. München.

Graf Blücher von Wahlnadt

Oberlein. Berlin.

Werner, Ksm. Leipzig.

Lußheimer, Kfm, Wiesbaden.

Heß. Ksm. Tunlinge«.

Klein, Mannheim.

Hotel zum Rleseu.

Welter, Kfm. Krefeld.

Schacht, Bremen.

Humer, Psung adt.

Gnlkind, Ksm. Nürnberg,

gröhling, Kfm. Trier,

i^rimbelg. Halle.

Fuchs, Ba eiihaujcn.

Biirckhard, Ksm. Dresden.

Haase, Hamburg.

Liebrecht, , Magdeburg.

Lindemann, Kfm, Heidelberg.

Grimberg, Fulda.

Flügel, Stuttgart.

Iraner, , Leipzig.

Brinkmann, Bonn.

Niesseu, Köln.

Masch,

<0618, Fabriki. Berlin.

Denninghoff, Zeichner Mannheim.

Hotel zur Poft.

Max Teufsel, Ksm, München.

Krariß, Erlangen.

Phil. Schmidt, Kfm. Westhofen.

Fleischmann, Kfm Würzburg.

Gr mm. Kfm. Darmstadt.

Joh. Helmrich, Kfm, Weißenfels.

E. Kalt, Alsfeld.

Karl Richtberg. , Hagenau.

Aug. Alsenz, Weingutsbes. Oberingelheim E. Mirriiiger, Kfm. Lahr.

L. Franke Man eur Oberursel.

Weltkarte

u habe«

Waisenhaus-Buchhandlung.

Meyreder in ihrem satirisch gefärbten ArtikelVon der Männ­lichkeit" die Vertreter des stärkeren Geschlechts mit manchen nicht gern gehörten Wahrheiten bedenkt. Im übrigen zeigt der reiche künstlerische und illustrative Inhalt des uns vor­liegenden neuen Heftes, daß dieFrüuen-Rundschau" wacker auf der eingeschlagenen Bahn fortschreitet und tatsächlich das Interesse weitester Kreise verdient. Probenummern versendet an jedermann gratis und franko der Verlag derFrauen- Rundschau", Leipzig, Goeschenstraße 1.

Gebrauchs-Muster.

Nr. 192 483. Taschenspiegel mit auf der Rückseite des­selben angebrachter Bierubr. Otto Brenner in Hanau a. M., vom 13. Januar 1903 ab. B. 21102. Kl. 64t.

Nr. 191532. Hohlnadel zur Subkutaninjekiion mit schwarzem Metallankatz. Meyerhof & Cie. in Cassel, vom 18. November 1902 ab. M. 14 301. Kl. 30d.

Nr. 191733. Mit kleinen Körpern gefüllter Behälter, dessen Inhalt laut dabei vermerkter Gebrauchsanweisung zur scherzweisen Benutznng bei Streitfällen empfohlen wird. Becker & Marxhausen in Cassel, vom 15. Dezember 1902 ab. B. 20 922. Kl. 77f.

Nr. 191401. Nähinstrument mit fortlaufendem', leicht auswechselbarem aseptischen Nähmaterial. Wilh. Holzhauer in Marburg, vom 22. Dezember 1902 ab. H. 20 012. Kl. 30a.

Nr. 191347. Mehrsitzige Eisenbabndraisine mit Fuß- betrieb. Sternberg & C o. in Frankfurt a. M., vom 29. Oktober 1902 ab. St. 5618. Kl. 20c.

Nr. 190 622. Zeitschalter mit einem durch ein Laufwerk auszulösenden, beim Ein^chalten zum Auszug des Laufwerks zwingenden Schalter. Voigt L Haeffner, Aktien-Ge« sellfchaft in Frankfurt a. M.-Bockenheim, vom 15. De« zember 1902 ab. V. 3368. Kl. 21c.

Nr. 190 602. Geldtasche mit cachieriem umlaufenden Rahmen aus Pappdeckel, mit Leder überzogen, der dazu dient, den Geldbe-älter, der mit einem lederüberzogenen Eisenrahmen montiert ist, ein- und auszuschieben. Fa. S. Dienes in Frankfurt a. M., vom 27. November 1902 ab. B. 20 761. Kl. 33b.

Nr. 191 281. Handhabe für Portestuille- und Damen- iaschen, welche, von einer oder mehreren Schlaufen oder Ringen zusammengehalttn, sich zu einer verschiebbaren Schlinge ge­staltet. Grünewald L Kuppenheim in Offenbach a. M., vom 8. Dezember 1902 ab. G. 10 458. Kl. 33b.

Anszüge aus dem Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Cassel.

Lützelhausen. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung von Lützelhausen belegenen, im Grundbuche von Lützelhausen zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerbes auf den Namen des Landwirts Friedrich Keßler 6r (Friedrichs Sohn) und dessen Ehefrau, Katharina, geb. Keßler, in Lützelbausen eingetragenen Grund­stücke am 26. März 1903, nachmittags 2*/g Uhr, durch das Königl. Amtsgericht zu Gelnhausen in der Braun'schen Gastwirtschaft zu Lützelhausen versteigert werden.

Schiffsberichte.

Hamburg, 11. Februar. Der DampferConstantia" von der Hamburg-Amerika-Linie ist gestern in Vera-Cruz einge­troffen.

Bremen, 10. Februar. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd ,/Coblenz" ist gestern in Havana und der Dampfer Pfalz" vorgestern in Corunna eingetroffen.

Drahtnachrichten.

Schnelltelegraphie.

Berlin, 12. Febr. Heute mittag kurz nach 12 Uhr er­schien der Kai'er in der Technischen Hochschule, um den Appa­rat für Schnelltelegraphie des ungarischen Elektrikers PollLk- VirLz zu besichtigen. Kurz nach ihm traf auch die Kaiserin ein. Im Gefolge des Monarchen befanden sich Staatssekretär des Reichspostamis Krâtke, Minister v. Podbielrki, General­adjutant Graf Hülsen-Hâseler, Generalstabschef Graf Schlieffen u. a. Der Kaffer folgte dem Vortrage des Erfinders, dem Regierungsrat Kemmann zur Seite stand, mit der größten Aufmerksamkeit. Der Apparat, der in der Technischen Hochschule auf einer künstlichen Telegraphenlinie von 500km Länge aufgestellt war, arbeitet so vollkommen, daß er in der Stunde rund 50000 Worte telegraphisch in lesbarer Schrift übermittelt. Die Depesche wird in Gestalt eines durchlochten Papierstreifens dem Apparate übermittelt und am Empfangsorte mittelst eines sinnreich eingeschalteten Telephons und einer Dunkelkammer in völlig lesbarer Schrift wiedergegeben. Der Kaiser interessierte sich auf das lebhafteste für alle Einzelheiten des Schnelltele- graphen und erkannte die hohe Bedeutung des Apparates voll an. Er rief seine Gemahlin und die Herren des Gefolges ver­schiedentlich zu sich und erklärte ihnen besonders interessante Einzelheiten des Apparates. Fernere Versuche sind auf der 710 Kilometer langen Sirecke Berlin-Königsberg in Aussicht genommen. Später wurden von Geh. Rat Slaby Experimente aus dem Gebiete der elektrischen Schwingungen (Wellentelegraphie) dem Kaiserpaare vorgeführt, die ebenfalls das besondere Interesse der hohen Herrschaften erregten. Der Kaiser verließ in Begleitung der Kaiserin die

Technische Hochschule nach anderihalbstündigem Besuche. Der Kronprinz und Prinz Heinrich haben ihr Erscheinen in der Technischen Hochschule zugesagt.

Parlamentarische Nachrichten.

Berlin, 12. gebr. Die Petitionskommission des Abge­ordnetenhauses erledigte in ihrer gestrigen Abendsitzung eine Anzahl Petitionen. Ueber eine Petition eines Gutsbesitzers auf Entschädigung wegen eines auf Grund unrichtiger Kaiasterangabe zu hoch bezahlten Grundstücks wurde beschlossen, zur Tagesord­nung überzugehen, da der P.stent das Grundstück bereits 1891 gekauft habe und bereits selbst hätte sehen müssen, daß eine un­richtige Angabe im Kataster vorhanden sei. Eine Petition, die wahrscheinlich von einem Geisteskranken ausging, und deren Inhalt gar nicht zu verstehen war, wurde für ungeeignet zur Erörterung im Plenum erklärt. Die Petition eines Hand- lungsgehilfenvereins um eine weitere Einschränkung der Sonn­tagsruhe wurde für . eine Reiâsiache erklärt, ebenso eine Petition um Gewährung einer Veteranenbeihilfe. Die wich­tigste Petition betr. Zulassung von Frauen zu politischen Ver­einen mußte von der Tagesordnung abgewetzt werden, da der Referent verhindert war, an der Sitzung teilzunehmen.

Staatsminister a. D. Dr. Nokk t*

Karlsruhe, 13. Februar. Heute Naât gegen 2 Uhr starb Staatsminister a. 'D. Dr. Wilhelm Nokk nach längerem schweren Leiden. Derselbe wurde im Fahre 1832 zu Bruchsal geboren und wurde im Jahre 1881 als Staatsminister in das Ministerium der Justiz, des Kultus und des Unterrichts einberufen, wo er bald darauf zum Be­vollmächtigten beim Staatsrat vom Großherzog ernannt wurde. Im Jahre 1893 wurde Dr. Nokk Staatsminrster und Präsident des Staatsministeriums. In derselben Stellung verblieb er bis zum Jahre 1901.

Ausglelchsvorlageu.

Wien, 12. Februar. Ein vom Klub der Industriellen, dem Buüde österreichischer Industrieller und dem Zentratver- bande der Industriellen Oesterreichs eingesetzter Ausschuß beriet heute über die Ausgleichs vorlagen. Es wurde eine Resolution angenommen, in der es heißt: Durch den Ausgleich erlange die österreichische Produktion eine allen Schichten der Bevölkerung zuqulekommende Sicherheit und die Monarchie die für die Verteidigung ihrer Interessen gegenüber dem Auslande nötige Kraft. Gleichwohl werde die Einheit mit schweren Opfern erkauft. Die Industrie sei besorgt, daß die Festlegung der Getreidezölle den Abschluß von Handelsver­trägen mit den Agrar-Staaten sehr erschwere, ja vielleicht un­möglich mache, und daß die vorgesehenen Jndustriezâlle kaum geeignet seien, den Abschluß von Handelsverträgen mit den Industriestaaten zu fördern. Die Industrie erwarte, daß der Reichsrat die Ausgleichsvorlagen schleunigst beraten und ein rechtzeitiges Eintreten in die Hrndelsvertragsoerhandlungen ermöglichen werde.

Ueber die Ausstände in Spanien.

Madrid, 12. Februar. In einer Unterredung bemerkte der Ministerpräsident Silvela, die derzeit in Spanien herr­schenden Ausstände seien zweifacher Naiur, der eine Ausstand sei ein Kampf zwischen Arbeit und dem Kapital, der andere die Folge anarchistischer Anschläge. Im ersten Falle werde sich die Regierung bemühen, eine Einigung zu erzielen, im zweiten ober energisch gegen die Ruhestörer vorgehen. Der Ausstand in Cadix ist jetzt auf die Salinen beschränkt.

Beendeter Ausstand.

Petersburg, 12. Febr. Die Mehrheit der in den Aus­stand getretenen Arbeiter der Newski'pinnerei nahm die Arbeit wieder auf. Morgen soll in der Fabrik die Arbeit in vollem Umfange beginnen.

Von den Balkanftaateu.

Sofia, 13. Febr. DieAgence Bulgare" meldet: Die Gerüchte von einer Mobilisierung zweier Divisionen der bul­garischen Armee sind vollständig unbegründet. Die leitenden Kreise sind von der friedlichsten Gesinnung durchdrungen und haben an eine Mobilisierung gar nicht gedacht.

Aus China.

Kondon, 13. Februar. DieMorning Post" erfährt aus Shanghai vom 12. Februar: Es verlaute, daß die Zu­sicherung, die China 1891 gegeben habe, nach der der Nach­folger Robert Harts in der Oberaufsicht über die Seezollämter wieder ein Engländer sein sollte, außer Kraft getreten sei und LandSdowne dem Vor chlage zugestimmt habe daß an Stelle Harts ein internationaler Ausschuß gesetzt werde.

Die Lage in Maeedonien.

Athen, 12. Februar. (Havas.) Die griechische Re­gierung besitzt Beweise dafür, daß die Agenten 1 e? bulgarischen Komitees bemüht sind, in Griechenland ansässige Macedonier anzuwerben, die dann über die griechisch-türkische Grenze in Mazedonien einfallen sollen. Lebhafte Nachforschungen nach diesen Agenten sind im Gange. Die Meldungen, daß auch griechische Banden in Bildung begriffen seien, sind um begründet.

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